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Vergleich

Gaslaterne Camping: vier Modelle, Kartusche, Kohlenmonoxid

Gaslaternen und Sturmlaterne fürs Camping: Verbrauch, Kartusche, Glühstrumpf, Rückrufe und Warnhinweise der Hersteller im Wortlaut, ohne Eigentest.

An zehn bis siebzehn Kohlenmonoxid-Todesfällen pro Jahr waren in den USA zwischen 1990 und 1994 tragbare Campingkocher und Laternen mit Brennstoff beteiligt. Diese Zahl nennt die US-Gesundheitsbehörde CDC in einem Bericht von 1999, gestützt auf eine Schätzung der Verbraucherschutzbehörde CPSC, und gleich daneben eine zweite: Im selben Zeitraum kamen im Mittel 30 tödliche Kohlenmonoxidvergiftungen pro Jahr in Zelten oder Campern vor. Eine vergleichbare Statistik für Deutschland fand sich nicht. Wer eine Gaslaterne für den Campingplatz sucht, kauft deshalb ein Licht, das nach dem Wortlaut aller vier Hersteller in diesem Vergleich ins Freie gehört; zwei von ihnen schließen Zelte ausdrücklich aus. Ein Hersteller widerspricht sich dabei auf derselben Seite selbst. Dieser Vergleich stellt eine Stechkartuschen-Laterne von Campingaz, zwei Gaskerzen für Schraubkartuschen von Fire-Maple und Campingmoon sowie eine Petroleum-Sturmlaterne von Feuerhand nebeneinander: Brennstoff, Verbrauch, Gewicht, Warnhinweise im Wortlaut, Glühstrumpf, Rückrufe und Folgekosten. Getestet hat kaufebesser nichts selbst, Preise stehen nirgends, und eine Lumenangabe hat keiner der vier Hersteller.

Zwei Gaskerzen, eine Kartuschenlaterne, eine Sturmlaterne: die Auswahl

Im Feld stehen die Campingaz Camping 206 L, die Fire-Maple Tulip Gas Lantern, die Campingmoon T-1D und die Feuerhand Sturmlaterne Baby Special 276 in verzinkter Ausführung. Aufgenommen wurde ein Modell nur, wenn die Herstellerseite am 1. November 2026 abrufbar war und mindestens Brennstoff, Gewicht und einen Warnhinweis zum Einsatzort nannte. Mehrere bekannte Namen fallen dadurch heraus: Zur Coleman Northstar, zur schwarzen Gaslaterne von Fire-Maple und zu Gaslampen aus Discounter-Sortimenten ließ sich keine Herstellerseite mit belastbaren Daten finden. Die Starklichtlampe HK 500 von Petromax taucht in einer Liste des Outdoor-Magazins auf, Herstellerdaten dazu liegen dieser Seite nicht vor. Diese Modelle stehen deshalb hier nur als Namen, ohne technische Angaben.

Untereinander unterscheiden sich die vier stärker, als der gemeinsame Oberbegriff vermuten lässt. Die Campingaz 206 L ist eine Laterne mit Glasschutzgitter, Trage- und Hängebügel, die eine Stechkartusche in einer Glocke unter sich aufnimmt. Tulip und T-1D sind kleine Gaskerzen, die auf eine Schraubkartusche gesetzt werden und eine offene Flamme hinter Glas zeigen; Fire-Maple schreibt selbst, die Tulip sei eher für Atmosphäre als für Flächenbeleuchtung gedacht. Die Feuerhand verbrennt kein Gas, sondern Petroleum oder Paraffinöl über einen Docht. Wer eine stromlose Laterne zum Ausleuchten eines ganzen Platzes erwartet, findet hier eher Stimmungslicht; warum das so ist, erklären die Abschnitte nach der Tabelle. Den Überblick über alle Bauarten von Akku bis Lichterkette gibt die Übersicht zu Campinglampen mit Bauarten, Testlage und Entscheidungsbaum.

Brennstoff, Verbrauch und Gewicht nebeneinander

In der Tabelle steht, was die Hersteller zu Energiequelle, Verbrauch, Brenndauer und Gewicht angeben. „keine Angabe“ heißt, dass die Herstellerseite am 1. November 2026 dazu nichts nannte. Wo zwei Werte stehen, widersprechen sich zwei Dokumente desselben Herstellers.

ModellBrennstoff und AnschlussVerbrauch und BrenndauerGewichtMaße
Campingaz Camping 206 LStechkartusche C206 GLS (Gasart auf der Seite nicht genannt), Betriebsdruck 50 mbar38 g/h; 5 h je Kartusche (Text: „over 5 hours“)470 gØ 12 × 26 cm
Fire-Maple TulipIsobutan-Propan, Schraubkartusche EN 4178 g/h; 230-g-Kartusche bis ca. 28 h auf höherer Stufe84 g96 × 56 × 132 mm offen
Campingmoon T-1DIsobutan, Schraubkartusche mit Lindal-Ventil (EN 417)keine Angabe8,4 oz (rund 238 g)„Size: 4“ ohne Einheit
Feuerhand Baby Special 276Petroleum oder reines Paraffinöl, Dochtca. 20 h je Tankfüllung (300 ml empfohlen, max. 340 ml)480 g (Anleitung) / 530 g (Produktseite)Höhe 25,5 cm, Breite 15,5 cm (Anleitung)

Der Verbrauch ist der Wert, an dem sich die vier am deutlichsten trennen. Die Campingaz braucht laut Hersteller 38 Gramm Gas pro Stunde, die Tulip 8 Gramm, also rund das 4,75-Fache (eigene Rechnung). Für einen Abend mit vier Stunden Licht ergibt sich daraus bei der Tulip ein Gasbedarf von 32 Gramm, bei der Campingaz von 152 Gramm (eigene Rechnung). Multipliziert man die Campingaz-Angaben miteinander, kommen 5 Stunden mal 38 Gramm auf 190 Gramm, das ist die Gasmenge, die Campingaz rechnerisch für eine volle C206 GLS ansetzt. Eine solche Kartusche reicht damit für gut einen solchen Abend, eine 230-Gramm-Schraubkartusche an der Tulip für rund sieben (eigene Rechnung).

Bei der Feuerhand rechnet man in Millilitern. Feuerhand nennt in der FAQ der Produktseite 300 Milliliter für rund 20 Stunden, das sind 15 Milliliter pro Stunde und 60 Milliliter für einen Vierstundenabend (eigene Rechnung). Mit der empfohlenen Füllung kommt man also auf etwa fünf Abende. Der Fließtext derselben Seite setzt die 20 Stunden allerdings für 0,34 Liter an; damit wären es rund 17 Milliliter pro Stunde (eigene Rechnung). Über die Helligkeit sagen diese Zahlen nichts. Ein hoher Verbrauch heißt nicht automatisch viel Licht, und ob die 80 Watt der Campingaz für Licht oder für Wärme stehen, bleibt offen. Wer selbst ausrechnen will, wie lange eine Kartusche bei einem bestimmten Verbrauch hält und wie man den Reststand wiegt, findet die Methode im Ratgeber zum Gasverbrauch mit Rechner für Kartuschen; dort geht es um Kocher, das Wiegen funktioniert bei einer Lampenkartusche genauso.

Beim Gewicht liegen die beiden Gaskerzen weit auseinander, obwohl sie auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Die Tulip wiegt laut Fire-Maple 84 Gramm, die T-1D laut Campingmoon 8,4 Unzen, umgerechnet rund 238 Gramm (eigene Rechnung). Das ist fast das Dreifache. Die Campingaz und die Feuerhand liegen beide um ein halbes Kilo, wobei Feuerhand für dieselbe Laterne zwei verschiedene Werte nennt. Die Gaskartusche kommt bei den drei Gaslampen noch hinzu; ihr Gewicht steht bei keinem der Hersteller.

Was die vier Hersteller über den Einsatzort schreiben

Bei Flammenlaternen ist der Warnhinweis zum Einsatzort die wichtigste Herstellerangabe, wichtiger als Gewicht oder Brenndauer. Er steht hier im Wortlaut, weil jede Umschreibung ihn weicher oder härter machen würde, als er ist. Die Sätze stammen von den Produktseiten und, bei Feuerhand, aus der Gebrauchsanleitung, die die Produktseite verlinkt.

HerstellerWortlaut zum EinsatzortFundstelle
Campingaz„The device is not suitable for use in enclosed spaces“Datenblatt der Produktseite, Feld „Note“
Campingaz„Dieses Gerät darf nur im Freien und fern von brennbaren Materialien verwendet werden.“Warnblatt zur Produktsicherheit, verlinkt unter „Product Warnings“
Fire-Maple„it should only be used in well-ventilated outdoor environments“FAQ der Produktseite
Campingmoon„Please use it in a safe outdoor location where ventilates well and there is no fire or anything causes fire.“Beschreibung der Produktseite
Feuerhanddarf nicht „in Zelten jeglicher Art“ verwendet werden, ebenso nicht im Haushalt, in Wohngebäuden, Räumen und NebengebäudenGebrauchsanleitung, Abschnitt Einsatzorte

Gemeinsam ist allen vier Formulierungen das Freie als vorgesehener Ort. Unterschiedlich ist, wie genau sie den Rest ausschließen. Campingaz arbeitet auf der Produktseite mit dem Begriff „enclosed spaces“, also geschlossene Räume, und zählt erst im verlinkten Warnblatt auf, was gemeint ist. Dort heißt es auf Deutsch: „Das Gerät nicht in Wohnwagen, Fahrzeugen, Zelten, Schutzdächern, Hütten und kleinen geschlossenen Bereichen verwenden. Nicht beim Schlafen benützen, nicht unbewacht lassen.“ Das Blatt trägt im Dateinamen die Norm EN 521 und das Kürzel CV, spricht im Text auch von Kochern und ist damit erkennbar ein Sammelblatt für mehrere Kartuschengeräte, nicht eigens für die 206 L geschrieben. Verlinkt ist es aber von deren Produktseite.

Feuerhand geht am weitesten. Die Anleitung beschreibt die Sturmlaterne als Lichtquelle „für den Außenbereich an Orten, an denen sonst keine andere Möglichkeit für eine Lichtquelle besteht“, nennt als Beispiele Straßen- und Baustellenabsicherung, Hilfseinsätze und Militär und schließt neben Zelten auch den Außenbereich von Freizeiteinrichtungen, Verkaufseinrichtungen und Gaststätten aus. Ob ein Campingplatz als Freizeiteinrichtung in diesem Sinn gilt, definiert die Anleitung nicht. Die Produktseite desselben Herstellers schreibt dagegen, die Laterne sei leicht genug für Balkon, Terrasse oder „als kleiner Begleiter unterwegs“. Zwischen der Notbeleuchtung der Anleitung und dem Terrassenlicht der Produktseite liegt ein Unterschied im Ton, den Feuerhand nicht auflöst. Maßgeblich für den sicheren Gebrauch ist die Anleitung.

Campingmoon und Fire-Maple verknüpfen das Freie mit guter Belüftung. Das klingt nach einer Bedingung, die man auch unter einem Dach erfüllen könnte. Gemeint ist es so nicht, jedenfalls nicht bei Fire-Maple: Die Frage, ob man die Tulip drinnen nutzen dürfe, beantwortet die FAQ mit „No“. Wie wenig ein offenes Zelt nach Ansicht der CDC ausrichtet, steht im Abschnitt zum Vorzelt weiter unten.

„Tent vestibules“: der Widerspruch auf der Fire-Maple-Seite

Auf der Produktseite der Tulip stehen zwei Antworten untereinander, die nicht zusammenpassen. Auf die Frage nach der Helligkeit schreibt Fire-Maple, die Laterne sei eher für Atmosphäre als für Flächenlicht gedacht und „ideal for camp dinners, coffee setups, tent vestibules, and relaxed evenings outdoors“. Tent vestibules sind Apsiden oder Vorzelte, also der überdachte Bereich vor dem Innenzelt. Direkt darunter folgt die Frage, ob man die Lampe drinnen nutzen dürfe, und die Antwort lautet: „No. Like all live-flame gas lanterns, it should only be used in well-ventilated outdoor environments.“

Beide Sätze lassen sich nicht gleichzeitig befolgen, wenn man eine Apsis als Teil des Zeltes versteht. Zwei der übrigen drei Hersteller sehen das so: Campingaz zählt Zelte und Schutzdächer auf, Feuerhand Zelte „jeglicher Art“. Die CDC schreibt, Brennstoffgeräte einschließlich Laternen sollten nie in einem Zelt, Camper oder anderem geschlossenen Unterstand betrieben werden. Fire-Maple selbst begründet die Warnung mit der offenen Flamme, und die brennt in der Apsis genauso wie im Innenzelt. Für diese Seite gilt deshalb die strengere der beiden Fire-Maple-Aussagen. In der Produktkarte der Tulip stehen „Zelt und Apsis“ deshalb unter den ungeeigneten Einsatzorten.

Wie es zu der Formulierung kam, sagt Fire-Maple nicht. Möglich ist, dass „tent vestibules“ als Stichwort für Campingstimmung gemeint war und niemand die Antwort darunter gegengelesen hat. Belegen lässt sich das nicht. Für den Kauf ändert es nichts: Wer die Tulip wegen dieses Satzes für die Apsis anschafft, verlässt sich auf eine Formulierung, der derselbe Hersteller zwei Zeilen tiefer widerspricht. Auf der Produktseite der Campingmoon T-1D, die ein sehr ähnliches Gerät beschreibt, kommt das Zelt in keiner Form vor.

Campingaz Camping 206 L

Campingaz

Das spricht dafür: Stechkartusche C206, stufenlos regelbar.

Fazit: Die Stechkartuschen-Laterne von Campingaz läuft mit der C206 GLS. Campingaz nennt 10 bis 80 W stufenlos, 5 Stunden Brenndauer je Kartusche, 38 g/h Verbrauch, 470 g und Ø 12 × 26 cm. Gezündet wird mit Feuerzeug oder Streichholz, die Kartusche darf erst leer entnommen werden. Ob die Watt-Angabe Brenner- oder Vergleichsleistung meint, sagt die Seite nicht. Campingaz schreibt ausdrücklich, das Gerät sei nicht für geschlossene Räume geeignet.

Kernfakten

Warnung (Campingaz)
„The device is not suitable for use in enclosed spaces“
Leistung (Campingaz)
10–80 W stufenlos (Art der Leistung nicht erklärt)
Brenndauer / Verbrauch
5 h je C206 GLS; 38 g/h
Kartusche
C206 GLS Stechkartusche, Entnahme erst im leeren Zustand
Zündung
manuell (Feuerzeug, Streichholz)
Gewicht / Maße
470 g; Ø 12 × 26 cm

Am besten für: Draußen am Tisch, wo kein Strom ist

Weniger geeignet für: Zelt, Vorzelt, Wohnmobil

Pro

  • Netzunabhängig
  • Verbrauch und Brenndauer angegeben
  • Kartusche sicher in der Glocke fixiert

Contra

  • Nur Stechkartusche C206
  • Kartusche erst leer abnehmbar
  • Keine Piezozündung
  • Nie im Zelt oder geschlossenen Raum

Ausstattung

  • Stufenlose Regelung
  • Glasschutzgitter
  • Trage- und Hängebügel

Fire-Maple Tulip Gas Lantern

Fire-Maple

Das spricht dafür: 84 g, verbraucht Restgas aus Kocherkartuschen.

Fazit: Eine Gaskerze für EN417-Schraubkartuschen, mehr Stimmung als Flächenlicht, wie Fire-Maple selbst schreibt. 84 g, 8 g/h Verbrauch, mit einer 230-g-Kartusche laut Hersteller bis etwa 28 Stunden auf höherer Stufe. Glas, Kupfer, Aluminium und Edelstahl; gezündet wird mit Feuerzeug. Drinnen soll sie laut FAQ nicht laufen, nur draußen mit guter Belüftung – dieselbe Seite nennt allerdings „tent vestibules“ als Einsatzort.

Kernfakten

Warnung (Fire-Maple)
„should only be used in well-ventilated outdoor environments“
Verbrauch / Brenndauer
8 g/h; 230-g-Kartusche bis ca. 28 h (höhere Stufe)
Kartusche
EN417 Schraubkartusche Isobutan-Propan, nicht enthalten
Gewicht / Maße
84 g; 96 × 56 × 132 mm offen
Zündung
manuell (Feuerzeug, Streichholz)
Garantie (Fire-Maple)
3 Jahre

Am besten für: Abendtisch draußen und Restgas-Verwertung

Weniger geeignet für: Zelt und Apsis

Pro

  • Sehr geringer Verbrauch
  • Passt auf übliche Kocherkartuschen
  • Leicht und klein verpackt

Contra

  • Stimmungslicht, keine Flächenbeleuchtung
  • Herstellerseite nennt Vorzelt als Einsatzort trotz Belüftungswarnung
  • Keine Piezozündung

Ausstattung

  • Hartschalen-Etui
  • Glaszylinder als Windschutz
  • Regelventil

Campingmoon T-1D

Campingmoon

Das spricht dafür: Gaskerze mit Etui, lebenslange Herstellergarantie.

Fazit: Eine kleine Gaskerze aus Aluminium und Glas für EN417-Kartuschen mit Lindal-Ventil, auch an Mehrfachadaptern als Leuchter nutzbar. Campingmoon nennt 8,4 Unzen (rund 238 g), manuelle Zündung, ein EVA-Etui und eine lebenslange Garantie auf Fehler bei Kauf über autorisierte Händler. Brenndauer, Verbrauch und vollständige Maße fehlen auf der Seite. Die Seite verlangt einen sicheren Ort im Freien mit guter Belüftung.

Kernfakten

Warnung (Campingmoon)
„Please use it in a safe outdoor location where ventilates well“
Kartusche
Isobutan, EN417 Lindal-Ventil (Adapter möglich)
Material / Gewicht
Aluminium, Glas; 8,4 oz (ca. 238 g)
Zündung
manuell (Streichholz, Feuerzeug)
Garantie (Campingmoon)
lebenslang; Ersatz bei Defekt nach Ermessen, nur bei Kauf über autorisierte Händler
Brenndauer / Verbrauch
nicht angegeben

Am besten für: Stimmungslicht am Tisch im Freien

Weniger geeignet für: Wer Verbrauch und Brenndauer vorab planen will

Pro

  • Lange Herstellergarantie
  • Etui schützt das Glas
  • Passt auf übliche Kocherkartuschen

Contra

  • Keine Brenndauer und kein Verbrauch angegeben
  • Maße auf der Seite unvollständig
  • Schwerer als die Tulip

Ausstattung

  • EVA-Etui mit Schaumeinlage
  • Regelventil
  • Adapterfähig für Mehrfachleuchter

Feuerhand Sturmlaterne Baby Special 276 (verzinkt)

Feuerhand

Das spricht dafür: Kein Strom, kein Gas: Petroleum mit rund 20 h je Füllung.

Fazit: Die Petroleum-Sturmlaterne aus verzinktem Stahlblech brennt laut Feuerhand rund 20 Stunden mit einer Tankfüllung. Die Anleitung nennt max. 340 ml Tankinhalt, empfiehlt aber höchstens 300 ml; die Produktseite schreibt einmal 0,34 Liter, einmal 300 ml. Beim Gewicht stehen 480 g (Anleitung) gegen 530 g (Produktseite). Die Anleitung verbietet den Betrieb in Räumen und in Zelten jeglicher Art; befüllt darf die Laterne nicht transportiert werden.

Kernfakten

Warnung (Anleitung)
„darf nicht … in Zelten jeglicher Art … verwendet werden“, auch nicht in Wohngebäuden und Räumen
Brennstoff
Petroleum oder reines Paraffinöl; kein Benzin, kein Spiritus
Tank / Brenndauer
max. 340 ml, Füllempfehlung max. 300 ml; ca. 20 h
Gewicht
480 g (Anleitung) / 530 g (Produktseite)
Maße
Höhe 25,5 cm, Breite 15,5 cm (Anleitung)
Material
galvanisch verzinktes Stahlblech, hitzebeständiges Glas

Am besten für: Fester Platz im Freien, etwa Stellplatz oder Garten

Weniger geeignet für: Unterwegs gefüllt im Auto mitnehmen

Pro

  • Unabhängig von Strom und Kartuschen
  • Lange Brenndauer je Füllung
  • Robustes verzinktes Gehäuse

Contra

  • Befüllt nicht transportierbar
  • Läuft bei Bewegung aus (offenes System)
  • Gewichts- und Tankangaben widersprüchlich
  • Nie im Zelt oder Raum

Ausstattung

  • Kaltluftsystem
  • Dochtregelung per Drehgriff
  • Tragebügel

Campingaz Camping 206 L: Stechkartusche und 80 Watt ohne Erklärung

Von den vieren hat die 206 L die klassischste Bauform: ein Sockel mit Kartuschenglocke, darüber Brenner, Glasschutzgitter und ein Bügel zum Tragen und Aufhängen. Campingaz nennt eine Leistung von 10 bis 80 Watt, stufenlos regelbar, und wirbt im Seitentitel mit „80 Watt Brightness“. In der Kurzbeschreibung heißt es „high luminosity up to 80W“. Was die Wattzahl beschreibt, erklärt die Seite nicht. Bei einer Gasflamme kann eine Wattangabe die Wärmeleistung des Brenners meinen, bei Lampen wird sie umgangssprachlich auch für die Helligkeit einer vergleichbaren Glühbirne verwendet. Eine Brennerleistung ließe sich aus dem Verbrauch von 38 Gramm pro Stunde nur mit dem Heizwert des Gases berechnen, und den nennt keine der Quellen dieser Seite. Die 80 Watt bleiben damit eine Zahl ohne Bezug.

Die Stechkartusche bestimmt den Alltag mit dieser Laterne. Campingaz schreibt, die Kartusche sei in der Glocke fixiert und dürfe erst entnommen werden, wenn sie vollständig leer ist; das diene der Sicherheit im Betrieb. Praktisch heißt das: Wer die Laterne nach einem Abend wegpackt, packt sie mit angestochener Kartusche weg, oder er lässt sie leer brennen. Easy Clic, das Ventilsystem von Campingaz, hat die 206 L laut Datenblatt nicht. Wie sich Stechkartusche, Ventilkartusche und Schraubkartusche unterscheiden und was beim Transport und der Entsorgung einer angestochenen Kartusche gilt, behandelt der Ratgeber zu Gaskartuschen mit Stech-, Ventil- und Schraubsystem.

Gezündet wird von Hand mit Feuerzeug oder Streichholz, eine Piezozündung fehlt. Den Betriebsdruck gibt Campingaz mit 50 Millibar an, die Maße mit 12 Zentimetern Durchmesser und 26 Zentimetern Höhe, das Gewicht mit 470 Gramm. Das schon erwähnte Warnblatt enthält zwei Hinweise, die über den Einsatzort hinausgehen. Es nennt als empfohlenes Alter für Gasgeräte und Zubehör 15 Jahre, und es schreibt: „Zugängliche Teile können sehr heiß werden. Kleine Kinder fernhalten.“ Einen Glühstrumpf erwähnt die Produktseite nicht, weder als Bauteil noch als Ersatzteil. Über einen Ersatzteilshop verweist sie allgemein auf Zubehör.

Eingeordnet heißt das: Die 206 L ist die Laterne für den festen Platz draußen am Tisch, an dem eine Kartusche bis zum Ende in einem Gerät bleiben kann. Campingaz nennt sie kompakt, leicht und gut zu transportieren; mit 470 Gramm ohne Kartusche wiegt sie allerdings mehr als das Fünffache der Tulip (eigene Rechnung), und die fest sitzende Kartusche reist immer mit. Wer bereits Campingaz-Kocher mit 206er-Anschluss besitzt, hat dieselben Kartuschen im Vorrat; ob eine Kartusche zwischen Kocher und Laterne gewechselt werden kann, bevor sie leer ist, verneint Campingaz mit dem Entnahmeverbot.

Fire-Maple Tulip: 8 Gramm pro Stunde und Restgas aus Kocherkartuschen

Die Tulip ist mit 84 Gramm das leichteste Gerät im Vergleich, und von den beiden Laternen mit Verbrauchsangabe in Gramm verbraucht sie am wenigsten. Fire-Maple nennt einen Verbrauch von etwa 8 Gramm pro Stunde und rechnet daraus selbst vor: Eine 230-Gramm-Kartusche reiche auf höherer Stufe bis etwa 28 Stunden, eine 110-Gramm-Kartusche rund 13 Stunden und mehr, je nach Flammenhöhe. Die Nachrechnung bestätigt das: 230 geteilt durch 8 ergibt 28,75 Stunden, 110 geteilt durch 8 ergibt 13,75 Stunden (eigene Rechnung). Die Laufzeitangaben passen also zur eigenen Verbrauchsangabe des Herstellers. Gemessen hat sie niemand unabhängig.

Interessant für Kocherbesitzer ist ein Satz in der FAQ. Die Laterne sei auch ein praktischer Weg, angebrochene Kartuschen zu nutzen, die nicht mehr genug Druck für zuverlässiges Kochen haben. Die Tulip läuft auf EN-417-Schraubkartuschen mit Isobutan-Propan, die laut Fire-Maple bei den meisten Trekkingkochern ohnehin im Einsatz sind. Eine Kartusche gehört nicht zum Lieferumfang. Dazu gehören die Laterne, vormontiert, und ein Hartschalenetui, über das Fire-Maple ausdrücklich schreibt, es sei keine Hülle für die Kartusche. Eine Kartuschenhülle sei nicht enthalten.

Das Licht beschreibt Fire-Maple als weich, warm und kerzenähnlich, regelbar von einem „subtle glow“ bis zu hellerem Platzlicht. Ein Glaszylinder in Tulpenform schützt die Flamme vor leichtem Wind. Gebaut ist die Laterne aus hitzebeständigem Glas, Kupfer, Aluminiumlegierung und Edelstahl, offen misst sie 96 × 56 × 132 Millimeter. Gezündet wird mit Feuerzeug oder Streichholz. Fire-Maple gibt drei Jahre Garantie. Eine Lumen- oder Wattangabe fehlt, ebenso eine Auskunft, wie heiß Glas und Kartusche im Betrieb werden.

Der Einsatzort ist bei der Tulip das eigentliche Thema dieser Karte, und er steht im Abschnitt zum Widerspruch oben. Als Stimmungslicht am Tisch im Freien und als Resteverwerter für halb leere Kocherkartuschen passt sie gut in die Ausrüstung von Leuten, die ohnehin mit Schraubkartuschen kochen. Als Arbeitslicht zum Kochen oder Lesen ist sie nach den Worten des Herstellers nicht gedacht.

Campingmoon T-1D: Garantie ja, Brenndauer nein

Auch die T-1D ist eine Gaskerze für Schraubkartuschen, aus Aluminium und Glas. Campingmoon nennt als Anschluss das EN-417-Lindal-Ventil an Isobutan-Kartuschen und als Alternative Adapter für Butan-Kartuschen. Eine Besonderheit ist der Hinweis auf Mehrfachadapter, die der Hersteller unter den Bezeichnungen Z24 und Z33 führt: Mehrere T-1D auf einem Verteiler sollen dann einen Leuchter bilden. Ob ein solcher Aufbau stabil steht, sagt die Seite nicht.

Bei den Kennzahlen bleibt die Seite dünn. Ein Gewicht von 8,4 Unzen steht im Datenblatt, als Größe nur die Zahl 4 ohne Einheit. Die Brenndauer beschreibt Campingmoon als „long burn times“ ohne Zahl, einen Verbrauch nennt die Seite nicht. Wer wissen will, wie lange eine Kartusche hält, muss es selbst ausprobieren oder auf ein Vergleichsgerät wie die Tulip schauen, deren Daten aber nicht übertragbar sind, weil Düse und Flamme verschieden sein können. Zur Bedienung gibt die Seite eine kurze Anleitung: Flamme an die Zündöffnung halten, das Ventil gegen den Uhrzeigersinn öffnen; zündet die Lampe nicht, das Ventil ganz schließen und neu beginnen. Das Glas soll erst abgenommen werden, wenn die Lampe abgekühlt ist.

Dafür gibt Campingmoon die weitreichendste Garantie der vier: Ist ein echtes Campingmoon-Produkt, das über einen autorisierten Händler gekauft wurde, defekt, ersetzt der Hersteller es nach eigenem Ermessen durch ein neues. Eine zeitliche Grenze nennt die Seite nicht, sie spricht von „Lifetime Warranty“. Mitgeliefert wird ein EVA-Etui mit Schaumeinlage, das die Glaskuppel schützen soll. Die T-1D ist damit die Wahl für jemanden, dem eine Ersatzzusage des Herstellers wichtiger ist als Gewicht und belegte Brenndauer.

Feuerhand Baby Special 276: Petroleum, Docht und eine strenge Anleitung

Die Feuerhand ist keine Gaslaterne, gehört aber in diesen Vergleich, weil nach Petroleumlampen fürs Camping ebenfalls gesucht wird und sie dieselbe Frage aufwirft: Wo darf sie brennen? Feuerhand beschreibt sie als Kaltluftlaterne aus galvanisch verzinktem Stahlblech mit hitzebeständigem, bruchfestem Glas. Die Frischluft wird zwischen innerem und äußerem Bereich des Schornsteins zugeführt, im Röhrensystem vorgewärmt und über die Holme zum Brenner geleitet, die heiße Verbrennungsluft entweicht über den Kamin. Die Anleitung stellt klar, die Laterne sei eine Primärlichtquelle und keine dekorative Öllampe im Sinne der Norm DIN EN 14059.

Als Brennstoff verlangt Feuerhand reines Paraffinöl oder Petroleum und empfiehlt das eigene Lampenöl. Benzin und Spiritus sind verboten, ebenso Öle mit Duft- oder Farbstoffen. Bei den Mengen widersprechen sich die Unterlagen leicht: Die Anleitung nennt eine maximale Tankkapazität von 340 Millilitern, empfiehlt aber höchstens 300, bis zur ersten Rundung des Tanks. Die Produktseite schreibt im Fließtext, eine Tankfüllung von 0,34 Litern reiche für rund 20 Stunden, in der FAQ setzt sie dieselben 20 Stunden für 300 Milliliter an. Beim Gewicht stehen 480 Gramm in der Anleitung gegen 530 Gramm auf der Produktseite, bei den Maßen 25,5 Zentimeter Höhe gegen 15 × 26,5 × 13,5 Zentimeter.

Wichtiger als diese Abweichungen ist ein Satz zum offenen System. Feuerhand schreibt, das Kaltluftsystem sei kein geschlossenes System, bei falscher Handhabung könne die Laterne lecken. Nach dem Befüllen dürfe sie nur aufrecht stehen oder hängen, nie schräg gehalten, gekippt oder geschwungen werden, und befüllt sei sie nicht für den Transport geeignet. Vor dem Transport muss das Petroleum vollständig entfernt werden. Wer die Laterne im Auto zum Stellplatz bringt, füllt sie also erst dort und leert sie vor der Abfahrt. Auch Temperaturunterschiede lassen laut Anleitung das Öl kriechen; befüllt werden soll sie deshalb unter den Bedingungen, unter denen sie brennt.

Geregelt wird die Flamme über einen Drehgriff am Docht. Zum Anzünden soll der Docht 1 bis 2 Millimeter aus dem Brenner ragen, empfohlen ist eine Flammenhöhe von 1,5 bis 2 Zentimetern, die Flamme soll weder flackern noch rußen. Gelöscht wird, indem man den Docht hinunterdreht und durch erneutes Hochdrehen prüft, ob die Flamme wirklich aus ist. Feuerhand gewährt zwei Jahre Gewährleistung ab Kaufdatum, ausdrücklich nicht auf Verschleißteile. Welche Teile das sind, zählt die Anleitung nicht auf; beim Docht, den sie eigens zum Auswechseln beschreibt, liegt es nahe.

Glühstrumpf: was er ist und warum keiner der vier ihn nennt

Der Glühstrumpf ist das Bauteil, das man mit der klassischen Gaslaterne verbindet, und unter den Suchanfragen steht „gas campinglampe glühstrumpf“. Das Wohnmobilmagazin promobil hat ihn 2023 erklärt: ein Stück Baumwollgewebe, getränkt in einer Lösung von Salzen Seltener Erden. Früher sei dafür eine Mischung mit dem leicht radioaktiven Thorium verwendet worden, seit einigen Jahrzehnten Yttriumoxid und Ceroxid. Beim ersten Anzünden verbrenne die Baumwolle, zurück bleibe ein feines Gerüst aus Oxiden, das von der Gasflamme erhitzt wird und gelbes Licht abstrahlt. Ohne Glühstrumpf ist die Gasflamme kaum sichtbar, mit ihm wird aus Wärme ein helles Licht.

Zum Wechsel beschreibt promobil die Schritte: Glasabdeckung oder Stahlzylinder abnehmen, den passenden Strumpf bei geschlossenem Gasventil über den Brenner setzen, die größere Öffnung meist nach unten, dann von Hand anzünden. Beim Abbrennen entstehe viel Rauch, das gehöre deshalb nach draußen. Nach einigen Sekunden bis Minuten bleibe nur das Gerüst, danach werde die Lampe normal gezündet und zu Beginn einmal auf höchste Stufe gestellt, um das Gerüst zu stabilisieren. Glühstrümpfe halten laut promobil grundsätzlich sehr lange, können aber durch Erschütterungen beim Transport beschädigt werden.

Bei den vier Laternen dieses Vergleichs spielt das Bauteil nach Herstellerangabe keine Rolle. Tulip und T-1D beschreiben eine offene, kerzenähnliche Flamme hinter Glas, die Feuerhand brennt mit Docht. Die Campingaz-Seite zur 206 L nennt weder Glühstrumpf noch Mantel, weder im Text noch im Datenblatt. Ob die 206 L einen verwendet, lässt sich aus den Herstellerdaten dieser Seite deshalb nicht belegen; wer sie besitzt, sieht es unter dem Glasgitter. Welche Laternen mit Glühstrumpf es gibt, zeigt ein Rückruf: Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC beschreibt die zurückgerufenen Propanlaternen von Ozark Trail und Wenzel mit einfachem oder doppeltem Stoffglühstrumpf. Zu den Gaslaternen mit Glühstrumpf, nach denen im deutschen Handel gesucht wird, fand sich keine abrufbare Herstellerseite mit belastbaren Daten.

Kohlenmonoxid aus Laternen: was CDC und CPSC zählen

Jede Flamme verbraucht Sauerstoff und gibt Verbrennungsgase ab. Campingaz schreibt das im Warnblatt so: Ein Teil der Verbrennungsrückstände könne Kohlenmonoxid enthalten, das geruch- und farblos sei und Übelkeit, grippeähnliche Symptome und eventuell den Tod verursachen könne, wenn das Gerät im geschlossenen Raum ohne geeignete Belüftung verwendet wird. Gemessen hat den Kohlenmonoxidausstoß einer Gas- oder Petroleumlaterne keine der Quellen, die für diese Seite gefunden wurden. Die vorliegenden Messungen in Zelten betreffen Kocher. Wie diese Studien aufgebaut sind, was sie zeigen und welche Richtwerte das Umweltbundesamt für Innenraumluft nennt, steht im Ratgeber zur Campingkocher-Sicherheit mit Kohlenmonoxid-Studien.

Was es zu Laternen gibt, sind Zählungen aus den USA. Der CDC-Bericht von 1999 beschreibt zwei Fälle aus Georgia mit zusammen sechs Toten in geschlossenen Zelten. Im ersten lief ein Propankocher, im zweiten stand ein Holzkohlegrill im Zelt, beide offenbar zum Wärmen hereingeholt; die nach dem Tod gemessenen Werte des an Kohlenmonoxid gebundenen Blutfarbstoffs lagen zwischen 50 und 76 Prozent. Eine Laterne war in keinem der beiden Fälle die Ursache. Für die Laternen ist der Kontext des Berichts aufschlussreicher: Tragbare Brennstoffkocher und -laternen waren 1990 bis 1994 an 10 bis 17 Kohlenmonoxid-Todesfällen pro Jahr beteiligt, Holzkohlegrills an 15 bis 27. Die CDC stützt sich dabei auf Schätzungen der CPSC. Kocher und Laternen trennt die Zahl nicht.

Die CPSC kennt nach ihrem Warnblatt von 2014 für 2006 bis 2010 mindestens 26 Kohlenmonoxid-Tote im Zusammenhang mit Campingausrüstung und nennt dabei ausdrücklich Grills, Laternen und Kocher. Das sind im Schnitt mindestens fünf pro Jahr (eigene Rechnung), wobei die Behörde wieder nicht nach Gerät aufschlüsselt. Die Zahlen von CDC und CPSC lassen sich nicht miteinander verrechnen. Sie stammen aus verschiedenen Zeiträumen, verschiedenen Datenbanken und grenzen verschieden ab, einmal Zelte und Camper als Ort, einmal Campingausrüstung als Quelle. Beide Behörden nennen die Laterne aber ausdrücklich als eine der Quellen, und beide formulieren daraus eine Regel für sie.

Die CPSC schreibt im Kohlenmonoxid-Informationszentrum: „Never use fuel-burning portable heaters or lanterns while sleeping in enclosed areas such as tents, campers and vehicles.“ Auf derselben Seite und im Warnblatt von 2014 ergänzt sie, das sei besonders in großer Höhe wichtig, wo das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung steige. Die CDC formuliert ohne Bezug auf den Schlaf: Geräte mit Brennstoff, einschließlich Laternen, sollten nie in einem Zelt, Camper oder anderen geschlossenen Unterstand benutzt werden. Wer während des Campens erkältungs- oder grippeähnliche Beschwerden bei sich oder einem Familienmitglied bemerkt, soll laut CPSC eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen; eine Kohlenmonoxidvergiftung werde leicht mit Erkältung oder Grippe verwechselt und oft zu spät erkannt. Bei Verdacht gilt: Flamme aus, an die frische Luft, Ärztin oder Arzt hinzuziehen.

Vorzelt, Wohnwagen, Markise: wo die Warnungen enden

Mehrere Foren-Threads fragen nicht nach dem geschlossenen Innenzelt, sondern nach dem Raum dazwischen. Ein Thread bei campen.de fragt, ob eine Gaslampe mit Glühstrumpf im Wohnwagen oder Zelt benutzbar sei, ein anderer nach der Gaslampe im Zelt und Vorzelt, im pelam-forum geht es um eine Petroleum-Starklichtlampe im geschlossenen Raum. Die Herstellerunterlagen beantworten diese Fragen unterschiedlich genau, aber in dieselbe Richtung.

Am deutlichsten zum Vorzelt äußert sich die CDC, auch wenn sie das Wort nicht benutzt. Das Öffnen von Zeltklappen, Türen oder Fenstern reiche nicht aus, um den Aufbau von Kohlenmonoxid durch diese Geräte zu verhindern, heißt es im Bericht. Und: Werden Brennstoffgeräte draußen betrieben, sollen ihre Abgase nicht in geschlossene Unterstände ziehen. Eine Laterne, die vor dem Vorzelt steht und deren Abgase der Wind durch den offenen Eingang drückt, erfüllt diese Bedingung nicht, auch wenn sie streng genommen draußen brennt.

Campingaz nennt im Warnblatt Wohnwagen und Fahrzeuge ausdrücklich, dazu Schutzdächer. Ob damit eine Markise oder ein Sonnensegel gemeint ist, definiert das Blatt nicht. Feuerhand schließt Zelte jeder Art aus und nennt keine Ausnahme für Vorzelte. Für Wohnmobil und Wohnwagen kommt hinzu, dass dort eine Gasanlage verbaut sein kann und die Frage nach Gasgeräten im Fahrzeug ein eigenes Regelwerk hat; was Hersteller zu Kochern im Vorzelt und im Fahrzeug schreiben und wie die Gasprüfung abläuft, steht im Ratgeber zum Campingkocher am Wohnmobil und im Vorzelt. Eine Messung von Kohlenmonoxid in einem Vorzelt mit brennender Laterne fand sich nicht.

Was die Quellen für Zelt und Vorzelt übereinstimmend sagen

  • Keine Brennstofflaterne im Zelt, Camper oder Fahrzeug betreiben (CDC, CPSC, Campingaz, Feuerhand).
  • Ein geöffneter Zelteingang reicht nicht aus (CDC).
  • Abgase einer draußen brennenden Laterne nicht in einen Unterstand ziehen lassen (CDC).
  • Nicht schlafen, solange eine Brennstofflaterne in einem geschlossenen Bereich brennt (CPSC); nicht unbewacht lassen (Campingaz, Feuerhand).

Wer im Vorzelt oder unter der Markise Licht braucht, ist damit bei einer Leuchte ohne Flamme. Akku-Laternen mit Haken, Magnet und regelbarer Helligkeit vergleicht der Vergleich der Akku-Campinglampen für Vorzelt und Tisch, und für Stimmungslicht an der Markise gibt es Lichterketten für Vorzelt und Markise, die kein Abgas erzeugen.

Brand und Verbrennung: Rückrufe von Gas- und Benzinlaternen

Neben dem Kohlenmonoxid ist das Feuer die zweite Gefahr einer Flammenlaterne, und dazu gibt es Rückrufe. Der größte, der für diese Seite gefunden wurde, betraf 2001 rund 290.000 Propanlaternen der Marken Ozark Trail und Wenzel in den USA. Die Verbindung zwischen Laterne und Propanflasche war unzureichend, Gas konnte austreten und sich unerwartet entzünden, beim Anzünden ebenso wie im normalen Betrieb. Der Hersteller hatte zwölf Meldungen über austretendes und entflammtes Gas erhalten; zwei Menschen erlitten Verbrennungen an Arm und Hand, einer davon zusätzlich am Auge. Gemessen an der Stückzahl sind zwölf Meldungen wenig, die Folgen waren aber ernst.

Der zweite Fall betrifft eine Flüssigbrennstoff-Laterne. 2014 rief Coleman in den USA rund 95 Northstar-Laternen mit der Modellnummer 2000B750 und den Datumscodes 10 13 und 11 13 zurück. Ein falsches Gaszuleitungsrohr konnte beim Betrieb zu viel Brennstoff freisetzen; zwei Laternen fingen Feuer, nachdem unerwartet Brennstoff aus dem Boden ausgetreten war, so die zwei Meldungen an Coleman; Verletzte waren nicht gemeldet. Die Abhilfe war ein Ersatzgerät. Beide Rückrufe betreffen Modelle aus dem US-Handel, keines der vier Geräte in diesem Vergleich. Sie zeigen, an welchen Stellen eine Brennstofflaterne versagen kann: am Übergang zwischen Lampe und Brennstoffbehälter und in der Zuleitung.

Wie häufig Laternen an Verletzungen beteiligt sind, lässt sich nur aus einer alten Schätzung ablesen. Eine Pressemitteilung der CPSC mit der Nummer 74-027, auf der Behördenseite mit Datum 6. Oktober 2011 geführt, spricht von geschätzten Notaufnahme-Behandlungen pro Jahr und führt in ihrer Tabelle für Benzin-, Petroleum- und Propanlaternen und -lampen rund 900 Fälle. Der Text verweist auf Ereignisse vom November 1972, und die Nummer deutet auf das Jahr 1974; die Schätzung ist damit deutlich älter als das Datum auf der Seite. Er nennt Laternen und Kerzen unter den Zündquellen von Zelt- und Schlafsackbränden und rät: „Never bring a stove, lantern or candles inside the tent.“

Zwei praktische Regeln aus derselben Mitteilung passen zu den Anleitungen dieses Vergleichs. Laternen sollen so stehen, dass sie beim Befüllen und im Betrieb nicht umkippen. Nachgefüllt werden soll nie, solange das Gerät warm ist, nie in einem geschlossenen Raum oder Zelt und nie in der Nähe von Flammen. Feuerhand schreibt entsprechend, während des Betriebs dürfe kein Brennstoff nachgefüllt oder abgelassen werden, und die Laterne dürfe nicht abgedeckt werden, Brandgefahr. Einen Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen verlangen Feuerhand und Campingaz, eine Zahl in Zentimetern nennt keiner der beiden.

Kinder, Lampenöl und heiße Gläser

Wer mit Kindern campt, findet in den Unterlagen der Hersteller und der CPSC drei konkrete Hinweise. Der deutlichste steht auf der Feuerhand-Produktseite: „Bei kleinen Kindern kann bereits ein Schluck Lampenöl – oder sogar das Saugen am Docht – zu lebensbedrohlichen Lungenschäden führen!“ Beim Verschlucken solle kein Erbrechen ausgelöst, sondern sofort ärztliche Betreuung aufgesucht oder eine Vergiftungsinformationszentrale kontaktiert werden, der man die Warnhinweise zeigt. Eine befüllte Petroleumlaterne auf einem Tisch, an den Kinder herankommen, ist damit nicht nur eine Frage der Flamme. Auch der Brennstoffvorrat gehört außer Reichweite.

Campingaz nennt im Warnblatt ein empfohlenes Alter von 15 Jahren für Gasgeräte und Zubehör und verlangt, dass Kinder nicht mit dem Gerät spielen und Montage, Reinigung und Wartung nicht übernehmen. Feuerhand schreibt, Laterne und Brennstoff seien von Kindern und Tieren fernzuhalten, die Laterne werde heiß und dürfe nur am Tragebügel angefasst werden. Für das Glas der Gaskerzen gibt es keine Temperaturangabe; Campingmoon schreibt nur, es solle erst nach dem Abkühlen abgenommen werden.

Die CPSC ergänzt in der älteren Mitteilung einen Rat für Kinder, die im Dunkeln Angst haben: Sie sollten eine Taschenlampe griffbereit haben und keine Kerzen benutzen. Für ein Kinderzelt im Garten oder auf dem Platz ist das die naheliegende Lösung. Kleine Laternen ohne Flamme, die im Zelt hängen dürfen, vergleicht der Vergleich der Zeltlampen mit Haken, Magnet und Rotlicht.

Fünf Abende und die Antwort aus dem Feld

Abendessen am Tisch vor dem Zelt, mit Schraubkartuschen im Gepäck

Wer ohnehin mit einem Schraubkartuschenkocher kocht, hat den Brennstoff für eine Gaskerze schon dabei. Die Tulip ist hier das leichtere und belegte Gerät: 84 Gramm, 8 Gramm Gas pro Stunde, Restgas aus Kocherkartuschen verwertbar. Die Laterne steht auf dem Tisch im Freien, das Zelt bleibt dunkel oder bekommt eine Akku-Leuchte.

Fester Stellplatz für ein verlängertes Wochenende

Wer mit dem Auto anreist und abends lange draußen sitzt, kann eine schwerere Laterne mitnehmen. Die Campingaz 206 L bietet die stufenlose Regelung und das Schutzgitter, die Stechkartusche bleibt bis zum Ende im Gerät, was auf einem festen Platz kein Nachteil ist. Für einen Vierstundenabend braucht sie nach Herstellerdaten rund 152 Gramm Gas (eigene Rechnung), also für zwei Abende zwei Kartuschen.

Garten, Terrasse oder Hof ohne Strom

Die Feuerhand ist die Laterne für einen Ort, an dem sie stehen bleiben kann. Sie braucht weder Gas noch Strom, brennt mit einer Füllung rund 20 Stunden und darf befüllt nicht bewegt werden. Ihre Anleitung ist streng, was den Einsatzort angeht; wer sie im eigenen Außenbereich nutzt, liest den Abschnitt zu Einsatzorten vorher.

Wanderung mit Übernachtung im Zelt

Hier fällt jede Flammenlaterne aus dem Rahmen, weil sie im Zelt und in der Apsis nicht brennen darf. Wer abends vor dem Zelt sitzt, kann die Tulip mitnehmen; das Licht im Zelt muss trotzdem eine Leuchte ohne Flamme liefern. Ein Gerät, das beides kann, gibt es unter den vier nicht.

Herbstabend mit Wunsch nach etwas Wärme

Dieser Wunsch ist gefährlich, und die Antwort aus dem Feld lautet: keine der vier. Beide Unglücke im CDC-Bericht geschahen im März, als ein Gerät offenbar zum Wärmen ins Zelt geholt worden war. Die CDC rät stattdessen zu ausreichend Bettzeug und Kleidung, zu zusätzlicher Nahrung und Flüssigkeit. Eine Laterne ist kein Heizgerät, auch wenn eine Flamme spürbar Wärme abgibt.

Gas, Petroleum oder LED: die Fragen aus Suche und Foren

Unter den 421 themenrelevanten Suchvorschlägen, die für diesen Cluster gesammelt wurden, betreffen 19 Gas, Petroleum, Kerze oder Flamme. Darunter stehen „gaslaterne camping“, „campinglampe gaskartusche“, „gas campinglampe glühstrumpf“, „petroleumlampe camping“ und „campinglampe petromax“, dazu Markenvarianten aus Discounter-Sortimenten. Zwei Vorschläge zielen in die Gegenrichtung: „led laterne flammeneffekt“ und „solarlaterne mit flammeneffekt“ suchen den Anblick einer Flamme ohne Verbrennung. Suchvolumina liegen nicht vor; die Zahl sagt, dass die Fragen vorkommen, nicht wie oft.

In den Foren ist das Verhältnis ein anderes. Von 56 ausgewerteten Threads zu Campinglampen drehen sich 17 um Gas, Petroleum oder Benzin im Zelt oder Vorzelt, um Kohlenmonoxid oder den Glühstrumpf. Die Titel lauten etwa „Gaslampe oder LED Laterne? Suche Empfehlung“, „Petroleumlampe … Pro oder Kontra“ oder „Petromax in geschlossenen Räumen“; fünf Threads in verschiedenen Foren drehen sich um Petromax-Starklichtlampen. Inhaltlich berichten die Beiträge, soweit lesbar, von hellem, heißem und lautem Licht bei der Petromax und von Kopfschmerzen im Vorzelt. Das sind Erfahrungsberichte, keine Messungen, und sie werden hier nur als Hinweis darauf genannt, welche Fragen offen sind.

Aus beiden Quellen ergibt sich ein Muster, das sich mit den Herstellerunterlagen abgleichen lässt. Gefragt wird nach der Kartusche, nach dem Glühstrumpf und nach dem Betrieb unter einem Dach. Die ersten beiden Fragen beantworten Hersteller und Fachpresse, wenn auch lückenhaft; die dritte beantworten alle Unterlagen dieses Vergleichs gleich, mit Nein. Wer nach einer Laterne mit Flammeneffekt sucht, will offenbar das Bild der Flamme ohne deren Abgase. Das kann eine Leuchte ohne Verbrennung liefern, eine echte Gasflamme nicht.

Die Kippfrage: Brennt die Flamme unter einem Dach?

An einer Angabe entscheidet sich, ob eine Gaslaterne überhaupt infrage kommt: Soll sie irgendwo brennen, wo ein Dach, eine Zeltwand oder eine Markise die Abgase halten kann? Lautet die Antwort ja, kippt die Empfehlung von jeder der vier Laternen weg zu einer Leuchte ohne Flamme. Das liegt nicht am einzelnen Modell, sondern an den Herstellerhinweisen aller vier und an den Behördenaussagen von CDC und CPSC. Kein Merkmal einer Laterne, weder ein Glasgitter noch eine niedrige Flamme, ändert daran etwas.

Lautet die Antwort nein, weil die Laterne auf dem Tisch unter freiem Himmel steht, wird aus der Sicherheitsfrage eine Brennstofffrage. Dann entscheidet, welche Kartusche schon im Haushalt ist, wie viel die Laterne wiegen darf und ob sie im Auto oder im Rucksack reist. Die drei folgenden Abschnitte ordnen genau diese Punkte.

Woran eine Gaslaterne für Sie ausscheidet

Eine Flammenlaterne scheidet aus, wenn sie im Zelt, in der Apsis, im Vorzelt, im Wohnwagen oder im Fahrzeug leuchten soll. Das ist der Kern, und er gilt für alle vier. Darüber hinaus gibt es modellbezogene Ausschlusskriterien, die man vor dem Kauf prüfen kann.

  • Die Campingaz 206 L ist ungeeignet, wenn die Kartusche zwischendurch abgenommen werden soll, etwa um sie im Kocher zu nutzen, oder wenn nur Schraub- oder Ventilkartuschen im Vorrat sind.
  • Die Tulip und die T-1D kommen nicht infrage, wenn kein Schraubkartuschensystem vorhanden ist und keines angeschafft werden soll, oder wenn helles Arbeitslicht gefragt ist.
  • Die T-1D scheidet aus, wenn Brenndauer und Verbrauch vorab planbar sein sollen; Campingmoon nennt beides nicht.
  • Die Feuerhand ist ungeeignet, wenn die Laterne befüllt transportiert werden soll oder Kinder unbeaufsichtigt an den Tisch kommen, auf dem Lampenöl steht.
  • Alle vier scheiden aus, wenn eine Helligkeitsangabe in Lumen verlangt ist. Keine der vier hat eine.

Dieselbe Preisklasse für alle vier: was das Segment hier aussagt

Alle vier Laternen ordnet kaufebesser in dieselbe Preisklasse ein, die Mittelklasse. Ein Sprung zwischen Segmenten, der sonst erklärt, was mehr Geld bringt, findet in diesem Feld also nicht statt. Die Unterschiede zwischen den vieren liegen nicht im Preis, sondern im Brennstoff, im Gewicht und in der Beleglage. Die Tulip und die Campingaz liefern Verbrauchswerte, die T-1D nicht; die T-1D bietet die längste Garantie, die Tulip mit einer 230-Gramm-Kartusche die längste Brenndauer je Brennstoffvorrat (bis etwa 28 Stunden gegen rund 20 bei der Feuerhand).

Wichtiger als die Preisklasse der Laterne sind die Kosten, die nach dem Kauf laufend anfallen. Eine Gaskerze mit 8 Gramm pro Stunde und eine Laterne mit 38 Gramm pro Stunde liegen im Anschaffungssegment gleichauf, verbrauchen aber Gas im Verhältnis von fast eins zu fünf. Wer häufig abends draußen sitzt, sollte deshalb den Verbrauch höher gewichten als das Segment.

Kartusche, Docht, Glas: was nach dem Kauf nachgekauft wird

Bei einer Akku-Laterne ist der Strom die laufende Größe, bei einer Flammenlaterne der Brennstoff und einige Verschleißteile. Für die drei Gaslaternen heißt der Nachkauf zunächst Kartuschen. Die Campingaz ist an die eigene Stechkartusche C206 GLS gebunden, die Tulip und die T-1D nehmen Schraubkartuschen nach EN 417, die verschiedene Marken anbieten. Ob eine Marke auf ein bestimmtes Gerät passt, beantwortet im Zweifel die Freigabe des Herstellers; dazu und zum Entsorgen leerer Kartuschen steht alles im Kartuschen-Ratgeber, der oben verlinkt ist.

Bei der Feuerhand fallen Lampenöl und Docht an. Feuerhand empfiehlt das eigene Lampenöl und beschreibt in der Anleitung, wie der Docht ausgewechselt wird. Zur Pflege gehört, den verkohlten Teil des Dochts möglichst sauber und fransenfrei abzuschneiden und das Glas bei Bedarf von Ruß zu befreien. Ein neuer Docht muss sich wie der erste etwa 20 Minuten mit Brennstoff vollsaugen, bevor man ihn anzündet. Ersatzgläser führt Feuerhand in der Navigation des eigenen Shops; Campingaz verweist auf der Seite der 206 L auf einen Ersatzteilshop, ohne einzelne Teile für die Laterne zu nennen.

Bei Laternen mit Glühstrumpf kommt der Strumpf selbst hinzu, den promobil als langlebig beschreibt, solange er beim Transport keine Stöße abbekommt. Für die Gaskerzen nennt keiner der Hersteller Ersatzteile. Fire-Maple bietet drei Jahre Garantie, Campingmoon Ersatz bei Defekt ohne genannte Frist. Wie lange Glas, Ventil und Dichtungen im Gebrauch halten, beziffert keiner der vier.

Helligkeit in Watt, Laufzeit ohne Messung: was keine der vier liefert

Eine Lumenangabe gibt es im Feld nicht. Keiner der vier Hersteller sagt, wie viel Licht seine Laterne abgibt. Campingaz nennt Watt ohne Erklärung, Fire-Maple und Campingmoon beschreiben das Licht mit Worten wie weich und warm, Feuerhand nennt nur die Flammenhöhe. Bei Akku-Laternen nennen Hersteller dagegen Lumen, auch wenn keine Herstellerseite in diesem Cluster dafür ausdrücklich eine Messnorm angibt; was Lumen und Lux bedeuten und warum Testmessungen davon abweichen, erklärt der Ratgeber zu Lumen, Lux und Laufzeitangaben bei Campinglampen. Für Flammenlaternen liefert der Markt diese Größe nicht, und sie lässt sich auch nicht aus dem Verbrauch ableiten.

Ebenso fehlt eine unabhängige Messung. Die beiden deutschen Messtests von promobil und AUTO BILD haben ausschließlich elektrische Leuchten geprüft, und die Suche bei Stiftung Warentest ergab keinen Test zu Campinglampen. Keine der vier Laternen dieses Vergleichs steht in einem der gefundenen Tests. Das Outdoor-Magazin listet die Petromax HK 500 und eine UCO-Kerzenlaterne, nennt aber keine Prüfmethode. Wer wissen will, wie hell eine Gaslaterne im Vergleich zu einer LED-Laterne ist, findet dafür keine belastbare Quelle.

Drittens fehlt eine Gaslaterne, die für das Zelt freigegeben wäre. Unter den vier gibt es sie nicht, und unter den Herstellerunterlagen, die für diesen Cluster gelesen wurden, fand sich keine. Das ist kein Mangel einzelner Modelle, sondern die Folge der Verbrennung: Solange eine Flamme brennt, entstehen Abgase. Wer warmes Licht im Zelt sucht, findet es bei LED-Leuchten mit niedriger Farbtemperatur; welche Kelvinwerte die Hersteller nennen und was sie bedeuten, steht im Ratgeber zur Lichtfarbe von Campinglampen.

Wer statt einer Gaslaterne eine Akku-Leuchte braucht

Eine Flammenlaterne braucht nicht, wer Licht vor allem im Zelt, im Vorzelt oder im Fahrzeug will. Für diese Orte erübrigt sich die Gaslaterne, weil sie dort nicht brennen darf. Das betrifft auch alle, die abends im Liegen lesen, ein Kind nachts zur Toilette begleiten oder das Licht über Nacht anlassen wollen. Die CPSC formuliert die Grenze beim Schlafen besonders deutlich, Campingaz verbietet das Benutzen beim Schlafen und das unbewachte Brennenlassen.

Gar nicht kaufen sollte eine Gaslaterne auch, wer Licht für Notfälle zu Hause vorhalten will und dabei an geschlossene Räume denkt. Die Feuerhand-Anleitung nennt Notbeleuchtung als Zweck, aber ausdrücklich im Außenbereich und nicht im Haushalt oder in Wohngebäuden. Welche Energiequelle sich für Vorrat und Stromausfall eignet und wie Akkus, Batterien und Gas im Vergleich gelagert werden, behandelt der Ratgeber zu Akku, Batterie, Solar und Gas als Energie für Campinglampen.

Bleibt die Gaslaterne für das, wofür die Hersteller sie beschreiben: Licht und Stimmung im Freien, an einem Tisch, an dem jemand wach ist. Wer genau das sucht, findet unter den vier eine passende. Wer zugleich Licht für das Zelt braucht, kauft sinnvollerweise zwei Geräte.

Der erste Abend mit der neuen Laterne

Nach dem Kauf beginnt alles mit der Anleitung, auch wenn das banal klingt. Feuerhand bittet ausdrücklich darum, die Gebrauchsanleitung vor der ersten Benutzung zu lesen, aufzuheben und an einen möglichen Nachbesitzer weiterzugeben. Campingaz verlangt im Warnblatt ebenfalls, die Anleitung vorher zu lesen und aufzubewahren. Bei Fire-Maple kommt die Laterne vormontiert, es fehlt nur die Kartusche.

Bei den Gaslaternen geschieht das Ansetzen und Abnehmen der Kartusche laut Campingaz-Warnblatt immer an einem gut belüfteten Ort, am besten im Freien, fern von offenen Flammen, Wärmequellen und Funken und entfernt von anderen Personen. Riecht ein Gerät nach Gas, bevor das Ventil geöffnet ist, soll es sofort ins Freie gebracht und die undichte Stelle abseits von Zündquellen gesucht werden, nie mit einer Flamme. Ein undichtes, schlecht funktionierendes oder beschädigtes Gerät soll nicht betrieben werden.

Beim ersten Mal braucht die Feuerhand Geduld. Nach dem Befüllen bis höchstens zur Wölbung des Tanks soll sie etwa 20 Minuten stehen, damit sich der Docht vollsaugt. Dann wird das Glas über einen Bügel angehoben, der Docht angezündet und das Glas langsam wieder abgesenkt. Zum Verstauen wird das Petroleum vollständig entfernt, die Laterne trocken gelagert und nicht ungeschützt draußen stehen gelassen.

Eine zeitliche Komponente hat der Kauf nur indirekt. Die beiden Unglücke im CDC-Bericht ereigneten sich im März, und die Behörde weist darauf hin, dass Abendtemperaturen auch in wärmeren Monaten unerwartet fallen können. Wer in der Vor- oder Nachsaison zeltet, plant die Wärme über Schlafsack und Kleidung und nicht über die Laterne. Welche Laterne im Sommer am Tisch steht, ist dagegen keine Frage des Zeitpunkts; einen Modellwechsel kündigt keine der vier Herstellerseiten an.

Lücken in der Beleglage zu Gaslaternen

  • Lichtstrom in Lumen: von keinem der vier Hersteller angegeben, von keinem Test gemessen.
  • Was die 80 Watt der Campingaz 206 L bezeichnen: auf der Herstellerseite nicht erklärt.
  • Ob die 206 L einen Glühstrumpf hat: auf der Herstellerseite nicht genannt.
  • Brenndauer, Verbrauch und vollständige Maße der Campingmoon T-1D: nicht angegeben.
  • Kohlenmonoxid-Emission von Gas- oder Petroleumlaternen: keine Messung gefunden; die Zeltstudien betreffen Kocher.
  • Deutsche Fallzahlen zu Kohlenmonoxid oder Bränden durch Campinglaternen: keine Statistik gefunden.
  • Herstellerdaten zu Coleman Northstar, Petromax HK 500, der schwarzen Fire-Maple-Gaslaterne und Discounter-Gaslampen: keine abrufbare Herstellerseite mit belastbaren Daten.
  • Aktueller Wortlaut der Norm EN 521 zum Einsatzort: nicht frei einsehbar; ein inzwischen zurückgezogener österreichischer Normentwurf von 2005 sprach von „outdoor use only“.
  • Temperatur von Glas und Kartusche der Gaskerzen im Betrieb: von keinem Hersteller beziffert.

Zur Norm ein Satz Einordnung: DIN EN 521 regelt Festlegungen für tragbare, mit Dampfdruck betriebene Flüssiggasgeräte und ist in der Ausgabe 2020-05 aktuell. Sie regelt Bau und Prüfung solcher Kartuschengeräte, sie macht sie nicht zeltgeeignet. Dass eine Laterne nach einer Norm gebaut ist, sagt also nichts darüber, wo sie brennen darf. Das steht in der Anleitung.

Behörden, Hersteller und Tests hinter dieser Seite

Die Todes- und Verletzungszahlen auf dieser Seite kommen von zwei US-Behörden, die Warnsätze und technischen Daten aus vier Herstellerunterlagen, die Normangabe von DIN Media, das Wissen zum Glühstrumpf aus einem Fachmagazin. Stand aller Abrufe: 1. November 2026. kaufebesser hat keine Laterne selbst angezündet oder vermessen; Werte mit dem Zusatz „eigene Rechnung“ sind aus Herstellerangaben abgeleitet.

FAQ

Häufige Fragen

Darf man eine Gaslaterne im Zelt benutzen?

Nein. Alle vier Hersteller in diesem Vergleich sehen ihre Laterne nur für das Freie vor; Campingaz nennt Zelte ausdrücklich, Feuerhand schließt Zelte jeglicher Art aus. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schreibt, Brennstoffgeräte einschließlich Laternen sollten nie in einem Zelt, Camper oder geschlossenen Unterstand betrieben werden.

Reicht es, im Vorzelt den Eingang offen zu lassen?

Laut CDC nicht: Das Öffnen von Zeltklappen, Türen oder Fenstern reicht nicht aus, um den Aufbau von Kohlenmonoxid zu verhindern. Auch draußen sollen die Abgase nicht in einen Unterstand ziehen. Fire-Maple nennt zwar „tent vestibules“ als Einsatzort der Tulip, schreibt aber auf derselben Seite, sie gehöre nur ins gut belüftete Freie.

Welche Gaskartusche passt in eine Campinglaterne?

Das hängt am Anschluss der Laterne. Die Campingaz Camping 206 L läuft mit der Stechkartusche C206 GLS, die erst leer abgenommen werden darf. Fire-Maple Tulip und Campingmoon T-1D nehmen Schraubkartuschen nach EN 417 mit Isobutan-Propan, die laut Fire-Maple bei den meisten Trekkingkochern ohnehin im Einsatz sind.

Wie wechselt man den Glühstrumpf einer Gaslampe?

Nach der Beschreibung von promobil wird bei geschlossenem Gasventil die Abdeckung abgenommen, der passende Strumpf über den Brenner gesetzt und von Hand angezündet. Das Abbrennen raucht stark und gehört deshalb nach draußen; danach wird die Lampe einmal auf höchster Stufe betrieben. Keine der vier Laternen in diesem Vergleich nennt laut Hersteller einen Glühstrumpf.

Was spricht beim Camping für und gegen eine Petroleumlaterne?

Eine Sturmlaterne wie die Feuerhand Baby Special 276 braucht weder Strom noch Gas und brennt laut Hersteller rund 20 Stunden mit einer Tankfüllung. Befüllt darf sie aber nicht transportiert werden, weil das offene Kaltluftsystem leckt, und ihre Anleitung verbietet Zelte und Räume. Laut Feuerhand kann bei kleinen Kindern schon ein Schluck Lampenöl zu lebensbedrohlichen Lungenschäden führen.

Wie lange hält eine Gaskartusche in einer Campinglaterne?

Das hängt am Verbrauch. Campingaz nennt für die 206 L 38 Gramm pro Stunde und 5 Stunden je Kartusche, Fire-Maple für die Tulip 8 Gramm pro Stunde und bis etwa 28 Stunden mit einer 230-Gramm-Kartusche. Campingmoon gibt für die T-1D keinen Verbrauch an.