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Vergleich

Lichterkette Camping: drei Ketten für Markise und Vorzelt

Lichterkette fürs Camping: Brunner Starway, moses. Fernweh und Barebones Edison mit Länge, Akku oder USB, Schutzart und Befestigung laut Hersteller.

Unter den 421 themenrelevanten Google-Vorschlägen, die für diesen Cluster rund um Campinglampen gesammelt wurden, enthalten 33 das Wort „Lichterkette“. Zehn davon verbinden es mit dem Wohnmobil, fünf mit der Markise oder der Kederleiste, etwa „lichterkette wohnmobil markise kederschiene“, dazu kommt „lichterkette wohnmobil befestigen“. Hinter diesen Suchen steht eine handfeste Frage: Wo und woran hängt die Kette, und woher kommt ihr Strom? Genau dazu sagen die drei Hersteller in diesem Vergleich am wenigsten. Brunner beschreibt die Starway als Begleiter für die „Zelt- und Markisenbeleuchtung“, nennt aber keine Befestigung. moses. erwähnt für die Fernweh-Kette einen Kurbelmechanismus zum Aufrollen, aber keinen Haken. Allein Barebones legt den Edison Pendant String Lights drei Karabiner bei. Eine Lastangabe oder einen Hinweis zur Kederschiene enthält keine der drei Herstellerseiten. Diese Seite stellt zusammen, was Brunner, moses. und Barebones tatsächlich angeben, rechnet nach, wo die Zahlen es erlauben, und benennt offen, wo sie fehlen. Getestet wurde nichts selbst, und Preise stehen nirgends.

Ein Akku im Lampenkörper, einer ohne Angaben, ein Kabel zur Powerbank

Drei Ketten stehen im Feld, und sie lösen die Stromfrage auf drei verschiedene Arten. Die Brunner Starway ist eine kleine Akkuleuchte, aus der sich ein acht Meter langer Leuchtstreifen abrollen lässt; Brunner nennt Kapazität, Laufzeit und Ladezeit. Die moses. Fernweh Camping-Lichterkette Summernights ist ebenfalls acht Meter lang, hat 80 LEDs und einen Leuchtkörper mit Kurbel, wird per USB-C geladen, doch Kapazität und Laufzeit verschweigt die Herstellerseite. Die Barebones Edison Pendant String Lights haben gar keinen Akku: drei LED-Birnen im Glühbirnen-Stil an einem Kabel, das an eine externe USB-Quelle gehört, etwa eine Powerbank oder ein Netzteil an der Steckdose.

Aufgenommen wurden Ketten, zu denen eine erreichbare Herstellerseite belastbare Angaben liefert. Die Reihenfolge in der Tabelle folgt der Datendatei und ist keine Rangfolge. Einen Testsieger gibt es nicht, weil keiner der gefundenen Tests eine Lichterkette gemessen hat. Nicht im Feld ist die Outwell Alpha: Die deutsche Herstellerseite antwortete mit „nicht gefunden“, die englische leitete im Kreis. Brunners zehn Meter lange Astra hat zwar eine lesbare Herstellerseite, ließ sich aber nicht als Produktkarte einbinden. Eine Kette mit Solarpanel und Herstellerbeleg fand sich nicht. Welche Bauarten es außer Lichterketten gibt und welche Seite welche Frage beantwortet, zeigt die Übersicht zu Campinglampen und ihren Bauarten.

Länge, Lichtpunkte und Lichtstrom: die Zahlen der drei Hersteller

Wer Lichterketten nach Zahlen vergleichen will, bekommt von den Herstellern ein lückenhaftes Bild. Die Tabelle zeigt, was auf den drei Herstellerseiten am 1. November 2026 stand. Die Längen von Barebones sind im Original in Fuß angegeben und hier umgerechnet (eigene Rechnung).

Länge, Lichtpunkte, Lichtstrom und Lichtfarbe laut Hersteller
KetteLängeLichtpunkteLichtstrom laut HerstellerLichtfarbe
Brunner Starway8 m Leuchtstreifen; Lampenkörper Ø 9 × 6 cm„100+30“ in der Spalte „Led“, Aufteilung nicht erklärt200 lm, Bezug nicht genanntkeine Angabe
moses. Fernweh Summernightsca. 8 m; Leuchtkörper ca. 5 cm × Ø 9 cm80 LEDskeine Angabe„warmes Licht“, ohne Kelvin
Barebones Edison10 ft (3,05 m) Zuleitung, 4 ft (1,22 m) zwischen den Leuchten3 LED-Birnen40 lm bei 1,2 W, 250 lm bei 4,8 W, Bezug nicht genannt3000 K

Bei der Fernweh-Kette lässt sich die Dichte der Lichtpunkte abschätzen: 80 LEDs auf acht Metern sind zehn LEDs je Meter, bei gleichmäßiger Verteilung also ein Abstand von etwa zehn Zentimetern (eigene Rechnung; wie die LEDs verteilt sind, sagt moses. nicht). Für die Starway steht in der Datenzeile unter dem Spaltensymbol „Led“ der Wert „100+30“; wie viele davon im Streifen und wie viele im Lampenkörper sitzen, erklärt Brunner nicht, im Text ist nur von „Lichtstreifen“ und „Schnurlichter“ die Rede. Bei Barebones sind es drei Leuchten. Wie sich Zuleitung und Abstände zu einer Gesamtlänge addieren, beschreibt der Hersteller nicht. Liegen die drei Meter Zuleitung vor der ersten Leuchte, reicht die Kette von der Stromquelle bis zur letzten Birne rund 5,5 Meter weit, und zwischen erster und letzter Birne liegen knapp 2,5 Meter (eigene Rechnung aus 10 plus zweimal 4 Fuß).

Beim Lichtstrom bleiben beide Hersteller, die überhaupt einen nennen, den Bezug schuldig. Brunner schreibt „200 lumen“ in die Datenzeile der Starway, ohne zu sagen, ob der Wert für den Lampenkörper, den Streifen oder beides zusammen gilt. Barebones nennt für die niedrige Stufe 40 Lumen bei 1,2 Watt und für die hohe 250 Lumen bei 4,8 Watt, an anderer Stelle derselben Seite aber „1.6 Watt“ je Birne. Drei Birnen mal 1,6 Watt ergeben genau die 4,8 Watt der hohen Stufe. Das legt nahe, dass sich die 250 Lumen auf die ganze Kette beziehen, also rund 83 Lumen je Birne (eigene Rechnung). Belegt ist das nicht; Barebones selbst schreibt es nirgends so hin.

Lumen je Meter, die naheliegende Vergleichszahl für Ketten, lässt sich deshalb für keine der drei sauber bilden. Selbst wo eine Lumenzahl steht, ist offen, wie viel davon dort ankommt, wo man sitzt. Warum ein Lumenwert ohne Abstand wenig über das Licht am Tisch sagt und wie Tests die Beleuchtungsstärke messen, steht auf der Seite zu Lumen, Lux und Laufzeit bei Campinglampen.

Zur Einordnung hilft der Blick auf die Laternen im selben Cluster, alles Herstellerangaben: Nitecore nennt für die LR40 100 Lumen, Black Diamond für die Moji R+ 200 beziehungsweise 150 Lumen, für die Orbiter 450 dann 450 Lumen. Die 200 Lumen der Starway und die 250 Lumen der Barebones-Kette liegen damit im Bereich kleiner Laternen. Der Unterschied steckt also weniger in der Menge als in der Verteilung: Eine Laterne bündelt ihr Licht an einem Punkt, eine Kette verteilt es über mehrere Meter. Wie hell es dadurch am Tisch wird, hat keiner der gefundenen Tests gemessen.

Eine Farbtemperatur in Kelvin nennt von den drei Herstellern nur Barebones: 3000 K. moses. schreibt „warmes Licht“ ohne Zahl, Brunner sagt zur Lichtfarbe der Starway nichts. Für eine Kette, die vor allem Stimmung machen soll, ist das keine Nebensache. Was die Kelvinzahl im Datenblatt verrät und welche Herstellerseiten im Cluster sie überhaupt angeben, ordnet die Seite zu Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Insekten ein.

Strom für den Abend: eingebauter Akku oder externe USB-Quelle

An der Stromversorgung entscheidet sich, wie lange eine Kette leuchtet und was man am Platz zusätzlich braucht. Die drei Hersteller geben dazu sehr unterschiedlich viel preis.

Brunner Starway. Brunner nennt einen Lithium-Polymer-Akku mit 1.800 mAh, eine Akkulaufzeit von 3,5 bis 10 Stunden und eine Ladezeit von 3 bis 4 Stunden über USB. Welche Buchse verbaut ist, steht nicht da, nur das Symbol „USB charge“. Eine Spannung nennt Brunner ebenfalls nicht, deshalb lässt sich der Energieinhalt in Wattstunden nicht ausrechnen. Wie man aus Milliamperestunden und Spannung Wattstunden macht und warum nur Wattstunden vergleichbar sind, erklärt die Seite zu Akku, Batterie und Lagerung von Campinglampen.

Aus der Laufzeitspanne lässt sich trotzdem abschätzen, wie viele Abende eine Ladung trägt. Angenommen, die Kette brennt an einem Abend vier Stunden: Mit 3,5 Stunden auf der kürzesten Angabe reicht eine Ladung nicht ganz für einen Abend, mit zehn Stunden auf der längsten für zwei volle und einen halben (eigene Rechnung). Welcher Lichtmodus zu welcher Laufzeit gehört, schreibt Brunner nicht; die Seite spricht nur von „Mehrfachmodi“, ohne ihre Zahl zu nennen. Dass Brunner im Beschreibungstext eine „lange Betriebsdauer“ verspricht, passt zur oberen Grenze, nicht zur unteren.

moses. Fernweh. Die Herstellerseite nennt „wiederaufladbar per USB“ und einen USB-C-Anschluss, aber weder Kapazität noch Laufzeit noch Ladezeit. Eine Bemessung ist damit unmöglich. Wer mit dieser Kette plant, weiß vor dem Kauf nicht, ob sie einen Abend oder drei durchhält.

Barebones Edison. Hier gibt es keinen Akku, den man bemessen könnte, sondern eine Leistungsaufnahme: 1,2 Watt auf der niedrigen, 4,8 Watt auf der hohen Stufe. Gespeist wird über USB mit 5 Volt und 2 Ampere, also höchstens 10 Watt (eigene Rechnung), mehr als die hohe Stufe braucht. Laut FAQ hängt die Kette entweder an einem tragbaren Ladegerät von Barebones oder an einer Steckdose. Wie lange eine Powerbank sie versorgt, lässt sich aus den Messwerten der Stiftung Warentest abschätzen. Im Test vom Januar 2026 lieferten die kleinen Powerbanks 28,5 bis 35,8 Wattstunden nutzbare Energie, die großen 58,3 bis 69,9.

Rechnerische Leuchtdauer der Barebones-Kette an einer Powerbank (eigene Rechnung: nutzbare Energie laut Stiftung Warentest geteilt durch die Wattangabe von Barebones)
Powerbank (nutzbare Energie)Hohe Stufe, 4,8 WNiedrige Stufe, 1,2 W
klein, 28,5 Whrund 5,9 hrund 24 h
klein, 35,8 Whrund 7,5 hrund 30 h
groß, 58,3 Whrund 12 hrund 49 h
groß, 69,9 Whrund 14,6 hrund 58 h

Zwei Annahmen stecken in dieser Rechnung. Erstens, dass die Wattzahlen von Barebones das beschreiben, was die Kette an der USB-Buchse zieht; die Seite sagt das nicht ausdrücklich. Zweitens gilt sie für ein Set mit drei Leuchten. Barebones erlaubt, bis zu zwei Sets beziehungsweise sechs Leuchten über die eingebauten USB-Anschlüsse zu verbinden. Steigt die Leistung dann mit der Zahl der Leuchten, halbiert sich die Leuchtdauer (eigene Rechnung unter dieser Annahme). Auch mit diesen Vorbehalten ist das Ergebnis deutlich: Eine kleine Powerbank reicht für ein bis zwei Abende auf hoher Stufe, auf niedriger für mehrere.

Umgekehrt gerechnet kostet ein Abend von vier Stunden auf der hohen Stufe 19,2 Wattstunden, auf der niedrigen 4,8 Wattstunden (eigene Rechnung: Watt mal Stunden). Mit dieser Zahl lässt sich jede vorhandene Stromquelle prüfen, deren Energie in Wattstunden bekannt ist. Wer eine Woche mit vier Abenden auf niedriger Stufe plant, braucht rund 19 Wattstunden, auf hoher Stufe rund 77, mehr als der höchste Wert, der für die großen Powerbanks im Warentest ermittelt wurde (eigene Rechnung). Für die Starway lässt sich diese Gegenrechnung nicht aufmachen, weil Brunner weder Wattstunden noch eine Leistung nennt, für die Fernweh-Kette erst recht nicht.

Eine Laterne mit USB-Ausgang kann die Powerbank ersetzen, wenn sie genug Strom liefert. Die BioLite AlpenGlow 500 gibt laut Hersteller 5 Volt und 2,4 Ampere ab, also mehr als die 2 Ampere, die Barebones als Eingang nennt. Ihr Akku mit 23,6 Wattstunden würde die Kette auf hoher Stufe rechnerisch knapp fünf Stunden versorgen, vor Wandlungsverlusten und ohne dass die Laterne selbst leuchtet (eigene Rechnung). Die Goal Zero Lighthouse Micro Charge liefert dagegen nur 5 Volt und 1 Ampere, weniger als gefordert; ob die Kette daran wenigstens auf der niedrigen Stufe läuft, sagt Barebones nicht. Welche Laternen im Cluster einen Ausgang haben und was er leistet, vergleicht die Seite zu Campinglampen mit Powerbank-Funktion.

Markise, Keder, Zeltstange: was die Hersteller zur Befestigung schreiben

Nach der Befestigung wird gesucht, mit Markise, Kederleiste und „befestigen“, und gerade dazu liefern die Herstellerseiten am wenigsten. Im Wohnmobilforum fragt ein Thread nach Erfahrungen mit LED-Streifen an Markisen und ob Bordnetz oder Batterie besser sei, im T4-Forum geht es um LED-Licht unter der Markise und die Laufzeit an einer Powerbank, bei campen.de um die Frage, welche Vorzeltleuchte sinnvoll ist. Antworten aus diesen Threads lagen nur als Vorschau vor und werden hier nicht als Beleg verwendet. Die Fragen zeigen aber, worauf es Campern ankommt.

Befestigung und Gewicht laut Herstellerseite
KetteZum Aufhängen beigelegt oder beschriebenGewichtMarkise oder Keder erwähnt
Brunner Starwaynichts beschrieben210 g„Markisenbeleuchtung“ als Einsatz, keine Befestigung
moses. FernwehKurbel zum Aufrollen, kein Haken genanntkeine Angabenein; genannt sind See, Zelt, Terrasse
Barebones Edison3 Karabiner; Leuchte hängt 10 in (rund 25 cm) unter dem Karabiner0,40 lb (rund 181 g), Bezug offennein; „outdoor space“ allgemein

Am meisten Konkretes liefert Barebones. Jede der drei Leuchten bekommt einen Karabiner, und von dort hängt sie laut Datenblatt zehn Zoll tief, umgerechnet etwa 25 Zentimeter. Unter einer Markise heißt das: Die Birnen hängen eine Handbreite unter der Aufhängung und damit näher an Kopfhöhe als ein flach geführter Streifen. Wer wenig Stehhöhe hat, rechnet diese 25 Zentimeter mit ein. Das Gewicht gibt Barebones mit 0,40 Pfund an, rund 181 Gramm (eigene Umrechnung). Ob das für die ganze Kette oder eine Leuchte gilt, bleibt offen, weil die Zahl direkt unter den Maßen einer einzelnen Pendelleuchte steht.

Brunner beschreibt den Einsatz, nicht die Montage. Die Starway soll laut Herstellertext die Zelt- und Markisenbeleuchtung übernehmen; der Text spricht von „aufrollbaren und flexiblen Lichtstreifen“, die sich „schnell und praktisch“ verstauen ließen. Womit der Streifen an der Markise hält, steht nicht da. Mit 210 Gramm ist das ganze Gerät leicht. Wo der Lampenkörper beim Aufhängen bleibt, beschreibt Brunner nicht; da der Streifen aus ihm abgerollt wird, sitzt er an einem Ende der Kette, und dort braucht er einen eigenen Halt.

moses. nennt Einsatzorte statt Befestigung: „am See, im Zelt oder auf der Terrasse“. Die Kurbel dient dem Aufrollen und Verstauen. Ein Gewicht fehlt. Damit ist bei der Fernweh-Kette vor dem Kauf nicht zu klären, wie viel an einer Zeltstange oder einer Markisenkante hängen wird.

Zur Kederschiene schweigen alle drei. Was eine Markise, ihr Tuch oder ihre Kederschiene an zusätzlicher Last verträgt, steht, wenn überhaupt, in der Anleitung des Markisen- oder Fahrzeugherstellers. Solche Anleitungen wurden für diesen Vergleich nicht ausgewertet. Wer eine Kette an der Markise eines Wohnmobils befestigen will, schlägt dort nach, bevor er Clips oder Haken nachkauft. Im Zelt gilt dasselbe für Schlaufen und Stangen: Sie sind für das Zelt gebaut, nicht für das Gewicht einer Kette. Für Licht direkt im Innenzelt eignen sich kleine Hängeleuchten oft besser; welche Haken, Magnete und Schlaufen die kompakten Modelle mitbringen, vergleicht die Seite zu Zeltlampen nach Gewicht und Aufhängung.

Brunner Starway (Art. 0720031N)

Brunner

Das spricht dafür: 8 m Lichtstreifen im Lampenkörper aufgerollt.

Fazit: Laterne und 8 m Leuchtstreifen in einem Gerät. Brunner nennt 200 Lumen, einen Li-Polymer-Akku mit 1800 mAh, 3,5 bis 10 Stunden Laufzeit und 3 bis 4 Stunden Ladezeit über USB. IP44 und 210 g. Farbtemperatur und Befestigung nennt die Seite nicht.

Kernfakten

Länge
8 m Leuchtstreifen; Lampenkörper Ø 9 × 6 cm
Lichtstrom (Brunner)
200 lm
Akku / Laden
Li-Polymer 1800 mAh; USB, ca. 3–4 h
Laufzeit (Brunner)
3,5–10 h
Schutzart / Gewicht
IP44 / 210 g

Am besten für: Markise und Vorzelt für einen Abend

Weniger geeignet für: Mehrtägiges Licht ohne Nachladen

Pro

  • Kette und Laterne in einem Gerät
  • Akku statt Batterien
  • Spritzwassergeschützt

Contra

  • Laufzeit keinem Modus zugeordnet
  • Befestigung nicht beschrieben
  • Keine Farbtemperatur angegeben

Ausstattung

  • Aufrollbarer Leuchtstreifen
  • Mehrere Lichtmodi
  • USB-Ladung

moses. Fernweh Camping-Lichterkette Summernights (082389)

moses.

Das spricht dafür: Kurbel zum Aufrollen, USB-C.

Fazit: Eine Kurbel-Lichterkette mit 8 m Länge und 80 LEDs in warmem Licht (ohne Kelvin-Angabe), fünf Lichtmodi und USB-C-Ladung. Kette und Leuchtkörper aus Kunststoff (etwa 5 cm × Ø 9 cm) lassen sich laut moses. einzeln oder gemeinsam nutzen, die Kette wird per Kurbel eingerollt. Akkukapazität, Laufzeit, Schutzart und Gewicht nennt moses. auf der Produktseite nicht; für Regen gibt es damit keinen Beleg.

Kernfakten

Länge / LEDs
ca. 8 m, 80 LEDs
Lichtmodi / Licht
5; warmes Licht, Kelvin nicht angegeben
Laden
USB-C
Leuchtkörper
ca. 5 cm × Ø 9 cm, Kunststoff
Akku, Laufzeit, IP, Gewicht
nicht angegeben

Am besten für: Stimmungslicht unter der Markise bei trockenem Wetter

Weniger geeignet für: Wer Laufzeit und Regenschutz belegt haben will

Pro

  • Schnell aufgerollt
  • USB-C-Anschluss

Contra

  • Keine Laufzeit angegeben
  • Keine Schutzart angegeben
  • Keine Akkukapazität angegeben

Ausstattung

  • Kurbel zum Aufrollen
  • Fünf Lichtmodi
  • USB-C-Ladung
  • Kette und Leuchtkörper einzeln nutzbar

Barebones Edison Pendant String Lights (Kupfer)

Barebones

Das spricht dafür: Warmes 3000-K-Licht in Glühbirnen-Optik, per USB verlängerbar.

Fazit: Drei Edison-LED-Birnen in 3000 K an einem Kabel, 3 m bis zur Stromquelle und 1,2 m zwischen den Leuchten. Einen Akku gibt es nicht: Die Kette braucht eine externe USB-Quelle mit 5 V/2 A, laut Barebones eine Powerbank oder eine Steckdose. Barebones nennt 40 Lumen bei 1,2 W und 250 Lumen bei 4,8 W, ohne zu sagen, ob je Birne oder für die Kette; 4,8 W entsprechen dreimal den 1,6 W je Birne (eigene Rechnung). IPX4, bis zu sechs Leuchten verbindbar, zwei Jahre Garantie. Dauerhaft draußen lagern soll man sie laut Hersteller nicht.

Kernfakten

Aufbau
3 Edison-LED-Birnen; 3 m Kabel zur Quelle, 1,2 m Abstand
Lichtstrom (Barebones)
niedrig 40 lm / 1,2 W, hoch 250 lm / 4,8 W (Bezug nicht genannt)
Lichtfarbe
3000 K
Strom
kein Akku; externe USB-Quelle 5 V/2 A nötig
Schutzart
IPX4
Garantie (Barebones)
2 Jahre

Am besten für: Wer ohnehin eine Powerbank am Platz hat

Weniger geeignet für: Lichterkette ohne Zusatzgerät

Pro

  • Lichtfarbe mit Kelvin-Angabe
  • Erweiterbar über USB
  • Zwei Jahre Garantie

Contra

  • Ohne externe USB-Quelle kein Licht
  • Nur drei Lichtpunkte
  • Lumen-Bezug unklar
  • Nicht für dauerhafte Lagerung draußen

Ausstattung

  • Edison-LED-Birnen
  • Zwei Helligkeitsstufen
  • Bis zu sechs Leuchten koppelbar
  • Karabiner zum Aufhängen

Drei Herstellerseiten im Wortlaut: Versprechen und Lücken

Die Produktkarten fassen die Daten zusammen. Hier geht es darum, wie die drei Hersteller ihre Ketten beschreiben, wo Text und Datenzeile auseinanderlaufen und was sich daraus für den Kauf ergibt.

Brunner Starway (Art. 0720031N)

Brunner aus Bozen führt die Starway unter „Lampen und Laternen“, nicht unter Lichterketten. Das trifft die Bauart: Es ist eine runde Leuchte mit neun Zentimetern Durchmesser und sechs Zentimetern Höhe, in der ein acht Meter langer Leuchtstreifen aufgerollt ist. Die Datenzeile auf der Herstellerseite trägt statt Überschriften kleine Symbole mit Titel: Maße, Gewicht, Betrieb, Lumen, Akkulaufzeit, Ladezeit und „Led“. Unter „Led“ steht „100+30“. Ob damit 100 LEDs im Streifen und 30 im Lampenkörper gemeint sind, ist eine naheliegende, aber unbelegte Lesart.

Der Beschreibungstext verspricht „verschiedene Beleuchtungsszenarien“ und mit den „optionalen Mehrfachmodi“ die Wahl zwischen „verschiedenen Lichteffekten“, beim Camping und zu Hause. Wie viele Modi es gibt, ob einer davon dimmt oder blinkt und welcher davon die zehn Stunden Laufzeit erreicht, steht nicht da. Auch die Frage, ob Lampenkörper und Streifen getrennt schaltbar sind, beantwortet die Seite nicht. Für eine Kaufentscheidung heißt das: Die Starway ist im Feld die Kette mit den meisten Zahlen, aber jede dieser Zahlen hat eine offene Flanke.

moses. Fernweh Camping-Lichterkette Summernights (082389)

moses. ist ein Verlag aus Kempen, der neben Spielen und Büchern auch Geschenk- und Reiseartikel führt. Die Kette steht im Shop unter der Warengruppe „Deko“, und so liest sich auch die Beschreibung: „stimmungsvolle Abende unter freiem Himmel“, „warmes Licht, drinnen wie draußen“. Belegt sind acht Meter Länge, 80 LEDs, fünf Beleuchtungsmodi, USB-C, Kunststoff als Material und ein Leuchtkörper von etwa fünf Zentimetern Höhe und neun Zentimetern Durchmesser.

Interessant ist die 2-in-1-Funktion: Kette und Leuchtkörper lassen sich laut moses. „einzeln oder gemeinsam“ nutzen. Der Körper kann damit auch allein als kleine Leuchte dienen. Was er dann an Licht abgibt, bleibt so offen wie alles andere zur Lichtleistung. Auffällig ist der Abstand zwischen Werbetext und Datenblatt beim Wetter: „drinnen wie draußen“ steht da, eine Schutzart nicht. Wer die Kette draußen nutzt, tut das ohne Herstellerangabe dazu, was Regen und Tau ihr anhaben.

Barebones Edison Pendant String Lights (Kupfer)

Die Produktseite von Barebones ist englisch, rechnet in US-Dollar und nennt Maße in Zoll und Fuß. Die einzelne Pendelleuchte misst 4,25 × 4,25 × 3,25 Zoll, etwa 10,8 × 10,8 × 8,3 Zentimeter (eigene Umrechnung). Die Stahlteile sind laut Hersteller pulverbeschichtet und „water- and rust-resistant“, dazu kommt Kunststoff. Zwei Helligkeitsstufen, 3000 K und die Schutzart IPX4 sind angegeben, außerdem eine Garantie von zwei Jahren als „Limited Warranty“.

Zwei Sätze auf der Seite muss man zusammenlesen. Einmal heißt es, man könne bis zu zwei Sets der String Lights verbinden, an anderer Stelle, bis zu sechs einzelne Edison-Leuchten über die eingebauten USB-Anschlüsse. Das widerspricht sich nicht: Zwei Sets zu je drei Leuchten ergeben sechs. Die Erweiterung ist also nach oben begrenzt. Die FAQ beantwortet außerdem eine Frage, die bei den anderen beiden offen bleibt: Dauerhaft draußen lagern soll man die Kette nicht, weil lange Nässe Rost und Verschleiß verursachen könne.

Wer für die Kette einsteht

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung. Nach der Zusammenfassung der IHK Pfalz müssen Angebote im Fernabsatz unter anderem den Hersteller oder den in der EU Verantwortlichen, einen Produktidentifikator, eine Abbildung und die Warnhinweise zeigen (Art. 19). moses. nennt auf der Produktseite die Kontaktdaten des Herstellers mit Anschrift in Kempen, Brunner führt im Seitenfuß die Firmenanschrift in Bozen und auf der Produktseite die Artikelnummer. Die Seite von Barebones richtet sich an Kunden in den USA; einen Verantwortlichen in der EU nennt sie nicht. Wer die Kette in Deutschland kauft, findet diese Angaben im Angebot des Händlers und sollte sie dort nachlesen, denn sie nennen, wer für das Produkt in der EU verantwortlich ist.

Regen und Tau: IP44, IPX4 und eine Kette ohne Angabe

Unter einer Markise ist eine Kette vor senkrechtem Regen geschützt, nicht aber vor Schrägregen bei Wind und vor Tau. Was die Schutzarten bedeuten, steht in der Norm IEC 60529; deren Volltext war für diesen Cluster nicht frei zugänglich, die Werte stammen deshalb von einem Antriebshersteller und einem Prüflabor, die die Norm wiedergeben. Danach wird für die zweite Ziffer 4 aus allen Richtungen Wasser gesprüht, zehn Liter pro Minute über zehn Minuten aus 30 bis 50 Zentimetern Abstand. Der Taschenlampenstandard ANSI/PLATO FL1 nennt diese Stufe „Water Resistant“. Untertauchen gehört erst zu IPX7.

Die Starway trägt IP44, die Barebones-Kette IPX4. Für Regen gilt bei beiden dieselbe zweite Ziffer. Brunner schreibt zusätzlich, die Streifen seien „vor Wasser und Staub geschützt“. Die erste Ziffer betrifft tatsächlich Fremdkörper und Staub, staubdicht wäre laut Prüflabor aber erst die 6 an dieser Stelle. „Vor Staub geschützt“ ist also eine großzügige Lesart von IP4X. Bei der Fernweh-Kette gibt es keine Ziffer, über die man streiten könnte.

Eine Schutzart gilt nur im beschriebenen Zustand. Zwei Beispiele aus dem Cluster zeigen, wie eng das sein kann: Bei der Brennenstuhl GL 400 AS gilt IP44 laut Anleitung nicht während des Ladens und nicht, solange der USB-Ausgang genutzt wird. Bei der Fenix CL22R gilt IP65 nur mit geschlossener Staubkappe. Ob die Starway beim Laden geschützt bleibt, sagt Brunner nicht. Bei Barebones liegt die Frage an anderer Stelle: Die Kette hängt immer an einem USB-Stecker, und weitere Sets werden über USB verbunden. Ob IPX4 auch für diese Steckverbindungen gilt, beantwortet die Seite nicht.

Die Powerbank selbst ist ein eigenes Risiko. Stiftung Warentest rät, Powerbanks nicht in die pralle Sonne zu legen. Eine Schutzart für die Powerbank kommt in diesem Vergleich nicht vor; wer die Barebones-Kette nutzt, legt die Stromquelle trocken und schattig, etwa ins Vorzelt oder ins Fahrzeug, und führt nur das Kabel nach draußen. Was die Ziffern bei tragbaren Leuchten praktisch aussagen, beschreibt die Stirnlampen-Kaufberatung zu den Schutzarten IPX4 und IPX7 ausführlicher.

Gemessen wurden Laternen, keine Lichterketten

Einen Test von Stiftung Warentest zu Campinglampen fand sich nicht; die Suche auf test.de lieferte für „Campinglampe“ keinen Treffer. Die Fachpresse hat Laternen geprüft. promobil maß an zehn Akku-LED-Leuchten die Beleuchtungsstärke in 20, 40 und 60 Zentimetern Abstand, AUTO BILD an 13 Leuchten in 50 Zentimetern, die AUTO ZEITUNG verglich neun Leuchten mit einem Punktesystem, OutdoorGearLab stoppte die Laufzeit auf höchster Stufe. Keine der drei Ketten aus diesem Vergleich kommt in einem dieser Tests vor; geprüft wurden Leuchten und Laternen, eine Messung an einer Lichterkette beschreibt keiner der Tests. Das outdoor-magazin führt in seiner Liste ohne offengelegte Messmethode ein Produkt dieser Art.

Die Messverfahren der Laternentests ließen sich auf Ketten auch kaum übertragen. Ein Luxwert in 20 oder 50 Zentimetern beschreibt eine Lichtquelle, die an einer Stelle steht. Eine Kette verteilt ihr Licht über mehrere Meter; wie hell es am Tisch wird, hängt davon ab, wie sie hängt. Alle Zahlen auf dieser Seite sind deshalb Herstellerangaben oder daraus abgeleitete eigene Rechnungen.

Insekten am Licht unter der Markise

Lichterketten hängen dort, wo abends gesessen wird, und ziehen wie jede Lampe Insekten an. Die belastbaren Studien dazu betreffen Straßen- und Fallenlicht, nicht Campingleuchten; in einem Schweizer Feldversuch an LED-Straßenleuchten an drei Waldstandorten über drei Sommer senkte Ausschalten die Fänge von Gliederfüßern um 91 Prozent, Dimmen um die Hälfte um 22 Prozent. Was daraus für Lichtfarbe und Stechmücken folgt und was nicht belegt ist, steht auf der Seite zu Lichtfarbe und Insekten.

Solarbetrieb: gesucht, aber nicht im Feld

Fünf der 33 Lichterketten-Vorschläge enthalten „solar“, und bei gutefrage fragt jemand ausdrücklich, ob eine Lichterkette für ein paar Tage mit Solar oder Batterie besser sei. Keine der drei Ketten hier hat ein Solarpanel. Wie lange ein kleines Panel in deutschen Monaten für eine Ladung braucht, rechnet die Seite zu Solar-Campinglampen und ihrer Ladezeit Monat für Monat vor.

Aufrollbar, magnetisch, zwei in einem: die Suchwörter am Feld geprüft

Die Google-Vorschläge zu Lichterketten verraten, welche Merkmale Camper erwarten. Sechs davon lassen sich an den drei Ketten direkt prüfen.

Aufrollbar. Sieben Vorschläge enthalten „aufrollbar“ oder „aufrollen“, fünf davon zusammen mit „Lichterkette“. Zwei der drei Ketten erfüllen das: Bei der Starway steckt der Streifen aufgerollt im Lampenkörper, bei der Fernweh-Kette holt eine Kurbel ihn ein. Die Barebones-Kette ist ein loses Kabel mit drei Leuchten und wird zusammengelegt. Für den Transport ist das Rollen bequem; beim Aufhängen bleibt der Rollkörper an einem Ende der Kette, wie im Abschnitt zur Befestigung beschrieben.

Magnetisch. Sechs Vorschläge fragen nach Magneten, zwei davon in Verbindung mit einer Lichterkette. Keiner der drei Hersteller nennt einen Magneten. Im Cluster haben Laternen wie die Black Diamond Moji R+ mit vier Magneten oder die Fenix CL26R Pro mit einem Magneten oben diese Befestigung; bei den Ketten bleibt nur der Karabiner von Barebones.

Lampe und Lichterkette in einem. Fünf Vorschläge verbinden „Campinglampe“ oder „Campinglaterne“ mit „Lichterkette“. Genau diese Bauart haben Starway und Fernweh: einen Leuchtkörper, aus dem die Kette kommt. Bei moses. lassen sich beide Teile ausdrücklich einzeln oder gemeinsam nutzen, bei Brunner steht dazu nichts.

USB. Zwei Vorschläge kombinieren Lichterkette und USB. Alle drei Ketten haben USB, aber in zwei Rollen: Starway und Fernweh werden darüber geladen und leuchten danach aus dem eigenen Akku, die Barebones-Kette leuchtet nur, solange Strom über USB fließt.

Innen und außen. Je ein Vorschlag fragt nach einer Wohnmobil-Lichterkette für innen und für außen. Für außen zählt die Schutzart, die bei der Fernweh-Kette fehlt, obwohl moses. sie für „drinnen wie draußen“ beschreibt. Für innen spielt sie keine Rolle; dort entscheiden Länge und Stromquelle.

Testsieger. Ein Vorschlag sucht den Testsieger unter den aufrollbaren Lichterketten. Ein solches Urteil gibt es nicht, weil kein gefundener Test Lichterketten geprüft hat. Wo eine Kette als Testsieger beworben wird, lohnt die Frage, wer was gemessen hat.

Fünf Plätze, fünf Antworten aus dem Feld

Welche der drei Ketten passt, hängt vor allem davon ab, wo sie hängt und welche Stromquelle dort schon vorhanden ist. In den Foren taucht die Kette dabei als Alternative zur Laterne auf: Bei outdoorseiten.net fragt ein Thread, ob im Zelt eine Lichterkette mit AA-Batterien oder eine Laterne besser sei, und in einem älteren, vollständig gelesenen Thread von 2014 sucht jemand nach wärmerem Licht als dem einer LED-Laterne und nennt die Lichterkette als einen Weg dorthin, neben Filter und Diffusor. Die Hersteller nannten schon damals kaum eine Kelvinzahl. Fünf Situationen aus Suchanfragen und Forenthreads, jeweils mit der Antwort, die die Herstellerdaten hergeben:

Wohnmobil mit Markise und USB-Buchse. Wer am Fahrzeug eine USB-Quelle mit 5 Volt und 2 Ampere hat oder ohnehin eine Powerbank dabeihat, kann die Barebones-Kette nutzen. Sie bringt die belegte Lichtfarbe, IPX4 und die Karabiner mit. Ob die USB-Buchse des Fahrzeugs 2 Ampere liefert, steht in dessen Unterlagen. Die Befestigung an der Markise bleibt in jedem Fall eine eigene Lösung.

Zelt mit Vordach, kein Strom, ein langes Wochenende. Hier hat die Starway den Vorteil des eingebauten Akkus und einer angegebenen Laufzeit. Nach der oberen Angabe von zehn Stunden reicht eine Ladung für gut zwei Abende zu je vier Stunden, nach der unteren nicht ganz für einen; welcher Modus wie lange hält, sagt Brunner nicht. Nachgeladen wird über USB in drei bis vier Stunden, etwa an einer Powerbank tagsüber.

Terrasse, Balkon oder Garten an trockenen Abenden. Für die Terrasse und für draußen beschreibt moses. die Fernweh-Kette ausdrücklich. Mit 80 LEDs auf acht Metern verteilt sie viele kleine Lichtpunkte, die Kurbel macht das Einrollen schnell. Weil eine Schutzart fehlt, gehört sie bei Regen nach drinnen.

Mehrere Tage ohne Steckdose. Keine der drei Ketten ist dafür gebaut. Rechnerisch kommt die Barebones-Kette mit einer großen Powerbank auf der niedrigen Stufe auf rund 49 bis 58 Stunden, das sind viele Abende, vor Verlusten und unter den oben genannten Annahmen. Die Starway müsste zwischendurch geladen werden.

Vorzelt als Wohnraum mit Tisch. Eine Kette macht Stimmung, ersetzt aber kein Arbeitslicht zum Kochen oder Lesen. Wer am Tisch hell sehen will, braucht zusätzlich eine Laterne. Welche Akku-Laternen für das Vorzelt belegt sind, zeigt der Vergleich von Akku-Campinglampen für Vorzelt und Tisch.

Die Kippfrage: Ist am Platz schon eine USB-Quelle mit 2 Ampere?

An einer Angabe entscheidet sich die Wahl zwischen den beiden Ketten mit den meisten Daten. Wer eine USB-Quelle mit 5 Volt und 2 Ampere ohnehin am Platz hat, ob Powerbank, Laterne mit passendem Ausgang oder Buchse am Fahrzeug, bekommt mit der Barebones-Kette das Modell mit Kelvinangabe, Garantie und Erweiterung auf bis zu sechs Leuchten. Ihre Laufzeit ist dann nur eine Frage der Wattstunden, die man ohnehin mitführt.

Fehlt diese Quelle, kippt die Empfehlung. Dann zählt, dass die Starway den Akku eingebaut hat und Brunner dazu Kapazität, Laufzeit und Ladezeit nennt. Eine Powerbank nur für die Barebones-Kette zu kaufen, macht aus einer Lichterkette ein System aus zwei Geräten, von denen eines regelmäßig geladen werden muss. Die Fernweh-Kette ist in beiden Zweigen die Wahl für trockene Abende, bei denen die Laufzeit nicht geplant werden muss, weil eine Steckdose zum Nachladen in der Nähe ist.

Woran eine der drei Ketten für Sie ausscheidet

Vor dem Kauf lässt sich an den Herstellerdaten ablesen, wann ein Modell nicht infrage kommt:

  • Barebones Edison scheidet aus, wenn keine USB-Quelle mit 2 Ampere vorhanden ist und keine gekauft werden soll. Ohne Strom von außen gibt sie kein Licht. Sie ist auch ungeeignet, wenn die Kette über Wochen draußen hängen bleiben soll; von langer Lagerung im Freien rät Barebones selbst ab.
  • Brunner Starway scheidet aus, wenn eine bestimmte Lichtfarbe wichtig ist, denn Brunner nennt keine. Wer mit mehr als 3,5 Stunden je Abend sicher planen will, findet ebenfalls keine Grundlage, weil Brunner die Laufzeitspanne keinem Modus zuordnet.
  • moses. Fernweh scheidet aus, sobald die Kette Regen oder Tau abbekommen kann oder die Laufzeit vorab feststehen soll. Zu beidem nennt moses. nichts.
  • Alle drei scheiden aus, wenn eine belegte Befestigung an der Kederschiene oder eine Lastangabe Bedingung ist. Das liefert keine der drei Herstellerseiten.

Einstiegsklasse und Premium: was der Sprung bei Lichterketten bringt

Starway und Fernweh gehören in die Einstiegsklasse, die Barebones-Kette ist im Feld das Premiummodell; eine Kette der Mittelklasse fehlt. Der Sprung nach oben bringt hier nicht mehr Licht, sondern mehr belegte Angaben: eine Farbtemperatur, zwei Helligkeitsstufen mit Watt und Lumen, eine Garantie und die Erweiterbarkeit. Eine Schutzart hat dagegen auch die Starway. Was der Sprung nicht bringt, ist ein Akku. Im Gegenteil: Wer keine Powerbank besitzt, muss in der Premiumklasse ein zweites Gerät oder ein Netzteil dazurechnen.

Zwischen den beiden Einstiegsketten ist der Unterschied keine Frage des Segments, sondern der Datenlage. Brunner nennt Akku, Laufzeit, Ladezeit, Gewicht und Schutzart, moses. nennt Länge, LED-Zahl, Modi und den USB-C-Anschluss. Wer planen will, findet bei Brunner mehr; wer viele Lichtpunkte und einen auch allein nutzbaren Leuchtkörper sucht, bei moses.

Folgekosten: Powerbank, fest verbaute Akkus, Garantie

Bei der Barebones-Kette ist die Powerbank die erste Folgeanschaffung, sofern keine vorhanden ist. Sie hat ihre eigene Lebensdauer und muss vor jeder Fahrt geladen werden. Dafür altert an der Kette selbst kein Akku. Bei Starway und Fernweh ist es umgekehrt: Der Akku steckt im Gerät, und ob er sich tauschen lässt, steht auf keiner der beiden Herstellerseiten. Lässt er nach, ist offen, ob das Ende des Akkus auch das Ende der Kette bedeutet.

Ab dem 18. Februar 2027 müssen Gerätebatterien nach der EU-Batterieverordnung grundsätzlich vom Endnutzer entnommen und ausgetauscht werden können, mit Ausnahmen. Für Ketten, die heute verkauft werden, gilt das noch nicht; was die Regel genau verlangt, ordnet die Energieseite des Clusters ein. Eine Herstellergarantie nennt von den drei nur Barebones, zwei Jahre als „Limited Warranty“. Auf den Seiten von Brunner und moses. steht zur Garantie nichts. Ersatzteile wie einzelne Birnen, Karabiner oder Kurbeln nennt keine der drei Produktseiten.

Was keine der drei Ketten bietet

Aus dem, was Camper suchen, und dem, was die drei Herstellerseiten belegen, ergibt sich eine Liste von Anforderungen, die im Feld niemand erfüllt:

  • Eine beschriebene Befestigung an Markise oder Kederschiene. Fünf Suchvorschläge verbinden die Lichterkette mit Markise oder Kederleiste, keine Herstellerseite beschreibt eine Befestigung dort.
  • Eine Lastangabe. Wie viel Zug ein Karabiner, eine Kurbel oder ein Streifen verträgt, nennt keiner der drei.
  • Eingebauter Akku und Kelvinangabe zusammen. Die Kette mit Farbtemperatur hat keinen Akku, die Ketten mit Akku nennen keine Kelvinzahl.
  • Laufzeit je Lichtmodus. Brunner nennt eine Spanne ohne Zuordnung, moses. gar keine.
  • Ein Solarpanel mit Herstellerbeleg. Gesucht wird es, im Feld steht keines.
  • Eine unabhängige Messung. Kein gefundener Test hat eine Campinglichterkette geprüft.

Wer eine dieser Anforderungen zwingend braucht, findet sie in diesem Vergleich nicht und sollte das Fehlen beim Hersteller erfragen, bevor er kauft.

Wann eine Lichterkette überflüssig ist

Eine Lichterkette ist Stimmungslicht. Wer am Platz bereits eine Laterne mit niedriger Stufe hat und nur eine sanfte Grundbeleuchtung sucht, braucht keine Kette als zweites Gerät; diese Aufgabe kann auch eine Laterne auf niedriger Stufe übernehmen. Bei Wohnwagen und Wohnmobilen mit fest verbauter Vorzeltleuchte gilt das ebenfalls. Zehn der gesammelten Google-Vorschläge beginnen mit „vorzeltleuchte“, teils mit 12 oder 230 Volt oder einem Fahrzeughersteller. Solche Einbauleuchten sind Fahrzeugzubehör und nicht Teil dieses Vergleichs.

Für den Weg zum Sanitärgebäude taugt keine Kette, dafür braucht es gerichtetes Licht. Was Stirnlampen dabei leisten und wie ihre Leuchtweite zu lesen ist, steht im Überblick zu Stirnlampen, Messgrößen und Bauarten. Wer schließlich Flammenlicht als Stimmung sucht, landet bei Gaskerzen und Laternen mit Kartusche, mit eigenen Regeln, die im Vergleich von Gaslaternen mit den Warnhinweisen der Hersteller stehen. Für eine Akku-Lichterkette gelten die Warnungen der Gashersteller zu Zelten und geschlossenen Räumen nicht; das ist ihr Vorteil gegenüber der Flamme.

Nach dem Kauf: Probeabend, Aufrollen, Saisonende

Bevor die Kette mit auf Tour geht, lohnt ein Probeabend zu Hause. Erstens den Akku von Starway oder Fernweh vollständig laden und dabei die Zeit notieren; bei der Starway lässt sich so prüfen, ob die drei bis vier Stunden Ladezeit zutreffen. Zweitens die Kette in dem Modus, den man am Platz nutzen will, brennen lassen und die Uhrzeit festhalten, zu der sie ausgeht. Bei der Fernweh-Kette erfährt man die Laufzeit nur so, weil moses. keine nennt. Bei der Barebones-Kette ersetzt dieser Abend die Rechnung aus der Tabelle oben durch einen Wert für die eigene Powerbank.

Geladen wird am besten, solange jemand wach ist. Das Umweltbundesamt rät, Lithium-Akkus nicht im Schlaf zu laden und beschädigte oder aufgeblähte Akkus nicht weiter zu benutzen. Die Rückrufe von Akku-Laternen, die für diesen Cluster gefunden wurden, betrafen Überhitzung, bei der BioLite BaseLantern ausdrücklich beim Laden.

Drittens die Befestigung ausprobieren, solange noch Zeit ist, etwas nachzukaufen: Wo sollen Karabiner oder Streifen halten, wo liegt der Lampenkörper, reicht das Kabel bis zur Stromquelle? Bei der Barebones-Kette zählen dafür die rund drei Meter Zuleitung.

Am Platz gilt: möglichst trocken aufrollen. Wer Kurbel oder Rollmechanik einen nassen Streifen aufwickeln lässt, schließt die Feuchtigkeit im Gehäuse ein; Barebones nennt lange Nässe ausdrücklich als Ursache für Rost und Verschleiß. Barebones empfiehlt, die Kette nach dem Gebrauch drinnen, kühl und trocken zu lagern und mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Für den Winter brauchen die beiden Ketten mit Akku dieselbe Behandlung wie jede Akkuleuchte; wie man Lithium-Akkus über die kalte Jahreszeit lagert, beschreibt die Energieseite des Clusters.

Am Ende des Lebens gehört eine Kette mit eingebautem Akku zur getrennten Sammlung, nicht in den Restmüll. § 6 des Batterierecht-Durchführungsgesetzes verpflichtet Endnutzer, Altbatterien getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall zu erfassen, Geräte-Altbatterien ausschließlich über angeschlossene Rücknahme- und Sammelstellen. Für Altbatterien, die in andere Produkte eingebaut sind, gilt diese Pflicht nach demselben Absatz ausdrücklich nicht; dort bleibt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz maßgeblich, das dieser Vergleich nicht ausgewertet hat. moses. schreibt auf seiner Seite zur Altbatterieentsorgung, Batterien dürften nicht in den Hausmüll und könnten an kommunalen Sammelstellen oder im Handel abgegeben werden. Einen Rückruf der Fernweh-Kette führte die Rückrufseite von moses. am 1. November 2026 nicht; dort standen drei andere Produkte.

Offene Fragen zu Lichterketten am Campingplatz

Einiges ließ sich für diesen Vergleich nicht klären. Diese Punkte bleiben offen, bis ein Hersteller oder ein Test sie beantwortet:

  • Ob sich die 200 Lumen der Starway und die 250 Lumen der Barebones-Kette auf das ganze Gerät beziehen.
  • Akkukapazität, Laufzeit, Ladezeit, Schutzart, Gewicht und Lichtfarbe der Fernweh-Kette.
  • Spannung und damit Wattstunden des Starway-Akkus; Zahl und Art ihrer Lichtmodi; Aufteilung der Angabe „100+30“.
  • Ob das Gewicht von 0,40 Pfund bei Barebones für die Kette oder eine Leuchte gilt.
  • Ob die Schutzarten beim Laden und an den USB-Steckverbindungen gelten.
  • Ob die Akkus von Starway und Fernweh tauschbar sind.
  • Belastbarkeit von Markisen und Kederschienen für Lichterketten: Ein Hinweis auf eine Herstellerangabe dazu fand sich nur aus zweiter Hand in einem Bericht über ein anderes Produkt und wurde nicht geprüft.
  • Rückrufe: Gezielt geprüft wurde nur die Rückrufseite von moses. Für Brunner und Barebones wurde nicht gesondert gesucht, und die EU-Datenbank Safety Gate ließ sich technisch nicht durchsuchen.
  • Wie die Ketten bei Kälte arbeiten: Keiner der drei Hersteller nennt einen Temperaturbereich.

Herstellerseiten, Tests und Regeln hinter diesem Vergleich

Für die drei Ketten zählen allein die Angaben ihrer Hersteller; dazu kommen zwei Serviceseiten von moses., ein Laternentest aus der Wohnmobilpresse, zwei Seiten der Stiftung Warentest, zwei Wiedergaben der IP-Prüfbedingungen, ein Gesetzestext, eine Kammerzusammenfassung und eine Feldstudie zu Insekten. Abgerufen wurde alles am 1. November 2026. Fuß, Zoll und Pfund sind umgerechnet, Leuchtdauern an der Powerbank gerechnet, beides als eigene Rechnung gekennzeichnet; eine Kette hat kaufebesser nicht selbst aufgehängt oder vermessen.

FAQ

Häufige Fragen

Wie befestigt man eine Lichterkette an der Markise oder Kederschiene?

Keiner der drei Hersteller in diesem Vergleich beschreibt eine Befestigung an Markise oder Kederschiene oder nennt eine Lastangabe; Barebones legt seiner Kette immerhin drei Karabiner bei. Was Markisentuch und Kederschiene zusätzlich tragen dürfen, steht, wenn überhaupt, in der Anleitung des Markisen- oder Fahrzeugherstellers. Dort nachsehen, bevor Clips oder Haken nachgekauft werden.

Lichterkette fürs Camping: mit Akku, Solar oder Powerbank?

Die Brunner Starway hat einen eingebauten Akku mit 1.800 mAh und laut Hersteller 3,5 bis 10 Stunden Laufzeit. Die Barebones Edison hat keinen Akku und braucht eine USB-Quelle mit 5 Volt und 2 Ampere, etwa eine Powerbank. Eine Solar-Lichterkette mit belastbaren Herstellerdaten fand sich für diesen Vergleich nicht.

Wie lange leuchtet eine Lichterkette an einer Powerbank?

Das hängt von der Leistung der Kette und der nutzbaren Energie der Powerbank ab. Barebones nennt 4,8 Watt auf hoher und 1,2 Watt auf niedriger Stufe; eine kleine Powerbank mit 28,5 Wattstunden nutzbarer Energie, wie sie Stiftung Warentest gemessen hat, reicht rechnerisch für rund 6 beziehungsweise 24 Stunden. Das ist eine eigene Rechnung vor Verlusten.

Darf eine Camping-Lichterkette im Regen hängen?

Nur, wenn der Hersteller eine Schutzart nennt. Die Starway trägt IP44, die Barebones-Kette IPX4, beides steht für Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen, nicht für Untertauchen. Für die moses.-Kette nennt der Hersteller keine Schutzart, und Barebones rät davon ab, die Kette dauerhaft draußen zu lagern.

Was bedeutet „aufrollbar“ bei Camping-Lichterketten?

Die Kette steckt aufgerollt in einem Leuchtkörper und wird zum Aufhängen herausgezogen. Bei der Brunner Starway liegt der acht Meter lange Leuchtstreifen im Lampenkörper, bei der moses. Fernweh holt eine Kurbel die Kette wieder ein. Beim Aufhängen bleibt der Rollkörper an einem Ende der Kette und braucht dort eigenen Halt.