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Campinglampe mit Akku: sechs Laternen im Datenvergleich

Sechs Akku-Campinglampen nach Herstellerdaten und Tests: Lumen, Laufzeit auf hoher Stufe, Ladebuchse, Wechselakku, Schutzart, Gewicht und was fehlt.

Drei Stunden auf der höchsten Stufe: Diese Probe hat promobil zehn Akku-LED-Leuchten gestellt, und alle zehn haben sie bestanden. Nach rund sechs Stunden war laut der Redaktion noch keine erloschen. Das klingt beruhigend, ist aber nur die halbe Auskunft. Black Diamond nennt für seine Orbiter 450 selbst zwei Stunden auf höchster Stufe, also weniger, als promobil als Hürde angesetzt hat. Für drei weitere Laternen dieses Vergleichs steht eine Laufzeit nur als Höchstwert da, ohne Angabe, zu welcher Stufe er gehört. Nebeneinander stehen hier sechs Akku-Laternen für Vorzelt, Tisch und Stellplatz: BioLite AlpenGlow 500, Fenix CL26R Pro, Black Diamond Orbiter 450, Fenix CL27R, Brunner Lyss und Petromax LM500. Grundlage sind die Herstellerseiten und die Tests von promobil, Caravaning und OutdoorGearLab. Selbst gemessen hat kaufebesser nichts, und Preise stehen auf dieser Seite nicht.

Sechs Laternen für Vorzelt und Tisch: Auswahl und Lücken

Gemeint sind hier Laternen, die ein ganzes Vorzelt oder einen Campingtisch ausleuchten sollen, die mit einem Lithium-Ionen-Akku laufen und über USB geladen werden. Kleine Leuchten für die Zeltdecke, bei denen jedes Gramm zählt, stehen im Vergleich kompakter Zeltlampen. Wie sich Akku-Laternen von Gaslaternen, Lichterketten und Solarleuchten unterscheiden und welche Bauart zu welchem Platz passt, ordnet die Übersicht zu Campinglampen ein.

Aufgenommen wurden Modelle, zu denen eine lesbare Herstellerseite mindestens Lichtstrom, Akku und Ladeweg nennt. Diese Bedingung hat das Feld kleiner gemacht, als die Testberichte vermuten lassen. Ledlenser ML4 und ML6 Warm Light fehlen, weil die Herstellerseite den Abruf verweigerte und die Tests andere Varianten nennen: promobil die ML6 Connect Warm Light, AUTO BILD eine ML4 ohne Variantenangabe, OutdoorGearLab eine ML6 ohne Zusatz. Welche Werte zu welcher Ausführung gehören, ließ sich so nicht klären. Auch die Robens Lighthouse Rechargeable ist nicht dabei: Auf der einzigen lesbaren Herstellerseite stehen eine andere Artikelnummer als geplant sowie USB-C und Micro-USB als Ladebuchse nebeneinander, Laufzeit und Schutzart fehlen.

Übrig bleiben sechs Laternen sehr unterschiedlicher Bauart. Zwei kommen von Fenix und teilen sich denselben Wechselakku, eine davon ist zugleich Fluter und Spot. Eine hängt in einem Metallrahmen über einem Bambussockel, eine kommt im Stil der Petromax HK500 und ohne Akku in den Karton. Nur eine der sechs, die AlpenGlow 500 von BioLite, taucht in einem unabhängigen Test auf (eigene Zählung). Das ist der wichtigste Rahmen für alles Weitere: Für fünf Modelle stützt sich dieser Vergleich allein auf das, was die Hersteller selbst schreiben.

Helligkeit und Laufzeit nach Herstellerangabe

Lichtstrom und Laufzeit sind die beiden Zahlen, mit denen jede Laterne wirbt. Was die sechs Hersteller dazu angeben, steht in der Tabelle, so wörtlich wie möglich übernommen. „keine Angabe“ heißt, dass die Herstellerseite am 1. November 2026 dazu nichts nannte.

ModellLichtstrom laut HerstellerLaufzeit laut HerstellerStufen und Dimmung
BioLite AlpenGlow 500500 lm, kleinste Stufe 5 lm5 h hoch plus 1 h Reserve, bis 200 h niedrigKalt- und Warmweiß, roter Nachtmodus
Fenix CL26R Promax. 650 lmmax. 408 h (Stufe nicht genannt)keine Angabe zu den Weißstufen; Rotlicht
Black Diamond Orbiter 450450 lm2 h hoch, 120 h niedrigFarbmodi, Lagerfeuer-Modus
Fenix CL27Rmax. 1600 lm (Fluter und Spot)max. 285 hFarbtemperatur des Fluters einstellbar; Rotlicht
Brunner Lyss15–450 lm6–200 h, ohne Zuordnung zu StufenDimmschalter, Warm- und Weißlicht
Petromax LM500bis 500 lmbis 160 h im Sparmodus, nur mit separatem Akkupackstufenlos dimmbar, drei Lichtfarben

Ausgezählt zeigt die Tabelle eine Schieflage (eigene Zählung über die sechs Modelle): Eine Laufzeit für die höchste Stufe nennen ausdrücklich nur BioLite mit fünf und Black Diamond mit zwei Stunden. Brunner gibt eine Spanne von 6 bis 200 Stunden an und sagt nicht, welche Zahl zu welcher Stellung des Dimmschalters gehört; naheliegend ist, dass die 6 Stunden zur hellsten Einstellung gehören, bestätigt ist es nicht. Fenix nennt für beide Modelle nur einen Höchstwert ohne Stufe, Petromax für die LM500 einen Höchstwert „im Sparmodus“. Dass solche Werte nur mit wenig Licht erreichbar sind, liegt nahe; wie hell die Lampe dann noch ist, steht bei keinem der drei dabei.

Große Stundenzahlen sind deshalb kein Maß für einen Abend am Tisch. 408 Stunden bei der CL26R Pro oder 285 bei der CL27R beschreiben vermutlich eine Funzel, die sehr lange glimmt; Fenix ordnet die Werte keiner Stufe zu. Beim Lichtstrom ist es umgekehrt: Die 500, 650 oder 1600 Lumen gelten für die hellste Stufe, die keiner der drei Hersteller mit einer Dauer verbindet. Bei der AlpenGlow 500 lassen sich beide Enden zuordnen, 500 Lumen für fünf Stunden und 5 Lumen auf der kleinsten Stufe; bei der Lyss immerhin die Spanne von 15 bis 450 Lumen.

Nach welchem Verfahren gemessen wurde, schreibt keiner der sechs Hersteller. Den Messstandard ANSI/PLATO FL1, nach dem eine Laufzeit bis zum Abfall auf ein Zehntel der Anfangshelligkeit gezählt wird, nennt keine der Herstellerseiten. Was das für die Lesart von Stundenangaben bedeutet und warum Lumen und Lux nicht dasselbe sind, erklärt die Seite zu Lumen, Lux und Laufzeitangaben bei Campinglampen.

Ein Sonderfall ist die Fenix CL27R. Sie ist Fluter und Handscheinwerfer in einem, und Fenix nennt neben den 1600 Lumen eine Leuchtweite von 180 Metern. Ob die 1600 Lumen aus dem Fluter, dem Spot oder beiden zusammen stammen, schlüsselt die Angabe nicht auf. Eine Leuchtweite ist für ein Raumlicht am Tisch ohne Belang; sie beschreibt gerichtetes Licht, wie es eine Stirn- oder Taschenlampe liefert. Wie diese Zahl zustande kommt, steht im Abschnitt über die Leuchtweite und Lumen bei Stirnlampen.

promobil, Caravaning und OutdoorGearLab: was über diese Laternen gemessen ist

Ein Test der Stiftung Warentest oder von ÖKO-TEST zu Campinglaternen ließ sich nicht finden; die Suche nach „Campinglampe“ auf test.de liefert keinen Treffer, geprüft hat Warentest in diesem Umfeld nur Stirn- und Taschenlampen. Die belastbaren Messungen stammen aus der Camping- und Autofachpresse und von einem US-Portal. Für die sechs Laternen dieses Vergleichs ist die Ausbeute schmal: Nur die BioLite AlpenGlow 500 wurde gemessen, und zwar von promobil und von OutdoorGearLab. Die beiden Tests der AUTO BILD mit 13 und der AUTO ZEITUNG mit neun Leuchten enthalten keines der sechs Modelle. Das outdoor-magazin listet von Petromax die HK 500, nicht die LED-Laterne LM500, und legt keine Messmethode offen.

promobil hat im abgedunkelten Raum mit einem Luxmeter gemessen, wie viel Licht auf dem Tisch ankommt, in 20, 40 und 60 Zentimetern Abstand und jeweils auf der höchsten Stufe. Bewertet wurden Beleuchtung mit 50 Prozent, Handling und Standsicherheit mit je 20 Prozent und das Material mit 10 Prozent. Für die AlpenGlow 500 steht im Test ein Wert von 322 Lux, verbunden mit dem Urteil „blendfrei“ und „gleichmäßig“; in welchem der drei Abstände er gemessen wurde, schreibt promobil bei diesem Wert nicht dazu. Die hellsten Leuchten im Test, darunter eine Carbest-Laterne, kamen im Kaltweiß-Modus in 20 Zentimetern auf etwa 500 Lux, blendeten aber laut promobil stark. Testsieger wurde trotzdem die BioLite. Für den Kauf ist das der lehrreichste Befund des ganzen Tests: Mehr Licht auf dem Tisch war nicht das bessere Licht.

Einen Kritikpunkt notierte promobil auch beim Testsieger: Geladen wird noch über Micro-USB. Caravaning, ein Schwestertitel, hat dieselben zehn Leuchten in Heft 1/2025 benotet; in der Wiedergabe auf testsieger.de erhielt die AlpenGlow 500 die Note 1,5 und 90 von 100 Punkten, die beste im Feld. Einzelnoten vergibt promobil selbst nicht. Die Caravaning-Wiedergabe nennt als Kriterien Helligkeit, Akkulaufzeit und Bedienkomfort, beschreibt das Messverfahren aber nicht.

OutdoorGearLab misst anders. Das Portal hat die Laternen gekauft und auf höchster Stufe laufen lassen, bis der Akku leer war; die Helligkeit bewertet es nur nach Augenschein, Lumen übernimmt es vom Hersteller. Für die AlpenGlow 500 stehen dort 5,1 Stunden. BioLite nennt fünf Stunden auf hoher Stufe und danach eine Stunde Reserve; die Messung liegt also dicht an den fünf Stunden. Ob OutdoorGearLab die Reservestunde mitgezählt hat oder die Laterne vorher abschaltete, geht aus dem Test nicht hervor. Selbstverständlich ist diese Nähe nicht: Bei der Goal Zero Lighthouse Micro Charge, einer kleineren Laterne aus einem anderen Vergleich dieses Clusters, lagen Herstellerangabe und Messung weit auseinander.

Für die übrigen fünf Laternen gibt es keine unabhängige Messung, weder der Helligkeit noch der Laufzeit. Das ist kein Urteil über ihre Qualität, sondern über die Beleglage. Ob die Orbiter 450 ihre zwei Stunden hält, ob die CL26R Pro ihre 650 Lumen bringt, ob die Lyss auf voller Stufe sechs Stunden schafft, kann nach dem Stand vom 1. November 2026 niemand außer den Herstellern sagen.

Laden und Strom abgeben: Buchse, Ladezeit, Ausgang

Eine Akku-Laterne hängt am Kabel, sobald sie leer ist. Welche Buchse sie hat, wie lange das Laden dauert und ob sie selbst Strom abgeben kann, regelt deshalb, wie sie sich in den Ablauf am Platz einfügt.

ModellLadebuchseLadezeit laut HerstellerUSB-Ausgang
BioLite AlpenGlow 500Micro-USB3 h bei 5 V/2 AUSB-A, 5 V/2,4 A
Fenix CL26R ProUSB-Cca. 3,5 h mit Netzteil 5 V/2 AUSB-A, Leistung nicht angegeben
Black Diamond Orbiter 450USB-Ckeine AngabeUSB-A, Leistung nicht angegeben
Fenix CL27RUSB-Cca. 2,5 h mit Netzteil 5 V/2,9 Anicht genannt
Brunner Lyss„USB“, Steckertyp nicht genanntca. 3 hnicht genannt
Petromax LM500USB-C-Kabel im Lieferumfangkeine AngabePowerbank-Funktion, Leistung nicht angegeben

USB-C nennen Fenix für beide Modelle und Black Diamond für die Orbiter, Petromax legt der LM500 ein USB-C-Kabel bei. BioLite lädt die AlpenGlow 500 über Micro-USB, Brunner schreibt bei der Lyss nur „USB“. Wer am Platz nur noch USB-C-Kabel dabeihat, braucht für die BioLite ein eigenes Kabel oder einen Adapter. Eine Vorschrift, die Leuchten auf USB-C verpflichten würde, gibt es nicht: Die europäische Ladekabel-Regel gilt nach den Leitlinien der EU-Kommission für Funkanlagen wie Handys und Kopfhörer; eine Laterne ohne Funk gehört nicht dazu. Die Einzelheiten dazu stehen auf der Seite zur Energie von Campinglampen.

Eine Ladezeit nennen vier der sechs Hersteller (eigene Zählung), drei davon mit dem Netzteil, für das sie gilt: BioLite und Fenix für die CL26R Pro mit 5 Volt und 2 Ampere, Fenix für die CL27R mit 5 Volt und 2,9 Ampere. Bei BioLite lässt sich die Angabe grob gegenprüfen: 23,6 Wattstunden Akku geteilt durch 10 Watt aus 5 Volt mal 2 Ampere ergeben knapp zweieinhalb Stunden als rechnerische Untergrenze ohne jeden Verlust (eigene Rechnung). Drei Stunden laut Hersteller liegen darüber und sind damit plausibel. Bei Fenix setzt die CL27R für ihre zweieinhalb Stunden ein Netzteil mit 5 Volt und 2,9 Ampere voraus; mit einem schwächeren Ladegerät dauert es länger, wie viel länger, schreibt Fenix nicht.

Einen USB-Ausgang, mit dem die Laterne ein Handy nachlädt, haben vier der sechs: AlpenGlow 500, CL26R Pro, Orbiter 450 und LM500. Beziffert ist seine Leistung nur bei BioLite mit 5 Volt und 2,4 Ampere. Bei den übrigen drei bleibt offen, ob der Ausgang ein Handy zügig oder nur langsam lädt. Für die CL27R und die Lyss nennen die Hersteller gar keinen Ausgang. Wie viel eine Laterne als Powerbank tatsächlich hergibt und warum dafür Wattstunden mehr sagen als Milliamperestunden, rechnet der Vergleich der Campinglampen mit Powerbank-Funktion vor.

Eine Wattstundenangabe für den Akku macht unter den sechs nur BioLite. Brunner nennt immerhin Spannung und Kapazität, 3,7 Volt und 5200 Milliamperestunden; daraus ergeben sich rund 19,2 Wattstunden (eigene Rechnung). Die beiden Fenix-Laternen und die Orbiter 450 nennen nur Milliamperestunden, Petromax für das separat verkaufte Akkupack 13.800 Milliamperestunden aus vier Zellen.

BioLite AlpenGlow 500

BioLite

promobil-Testsieger· laut promobil Campinglampen-Test (10 Akku-LED-Leuchten), aktualisiert 30.01.2025

Das spricht dafür: Testsieger bei promobil, CRI 90, großer Akku.

Fazit: promobil kürte die AlpenGlow 500 zum Testsieger: blendfrei, gleichmäßig, Kritikpunkt das Laden über Micro-USB. In der Caravaning-Wiedergabe desselben Tests erhielt sie die Note 1,5. BioLite nennt 500 Lumen, 5 Stunden hoch und bis 200 Stunden niedrig, OutdoorGearLab maß auf höchster Stufe 5,1 Stunden. Der Akku hat 23,6 Wh (6400 mAh), der USB-A-Ausgang 5 V/2,4 A lädt laut BioLite Handys und betreibt Lichterketten. Kurz vor leer schaltet die Laterne in einen Sparmodus mit noch einer Stunde Licht; bei Frost soll sie laut FAQ hereingeholt werden. CRI 90 beziffert BioLite ausdrücklich; unter den übrigen Herstellern tut das nur Nitecore (LR70).

Kernfakten

Lichtstrom / Laufzeit (BioLite)
500 lm; 5 h hoch, bis 200 h niedrig
Laufzeit gemessen (OGL)
5,1 h auf höchster Stufe
Akku
Li-Ion 6400 mAh, 23,6 Wh
Laden / Ausgang
Micro-USB ein (3 h bei 5 V/2 A); USB-A aus 5 V/2,4 A
Licht
Kaltweiß 5700 K, Warmweiß 2700 K (FAQ), CRI 90; roter Nachtmodus
Schutzart / Gewicht
IPX4 / 380 g
Garantie (BioLite)
1 Jahr

Am besten für: Vorzelt und Tisch, wenn Licht und Akku gleich wichtig sind

Weniger geeignet für: Wer nur noch USB-C-Kabel mitnimmt

Pro

  • Testsieger bei promobil
  • Hersteller-Laufzeit von OGL bestätigt
  • Hohe Farbwiedergabe (CRI 90)
  • Großer Akku mit Wh-Angabe

Contra

  • Laden noch über Micro-USB
  • Nur 1 Jahr Garantie
  • Nur Spritzwasserschutz IPX4

Ausstattung

  • Kalt- und Warmweiß
  • Powerbank-Ausgang
  • Roter Nachtmodus

Fenix CL26R Pro

Fenix

Das spricht dafür: Akku tauschbar, Powerbank-Ausgang, IP66.

Fazit: Eine Laterne mit wechselbarem 21700-Akku: Fenix nennt 650 Lumen, als längste Laufzeit 408 Stunden und IP66. Geladen wird per USB-C in rund 3,5 Stunden an einem 5-V/2-A-Netzteil, über USB-A gibt die Lampe Strom ab. Ein Magnet oben, ein Haken und Rotlicht sind dabei, die Farbtemperatur liegt laut FAQ bei etwa 4000 bis 6800 K. Das Gewicht von 199 g gilt ohne Akku. Fenix nennt 15 Tage Austausch, 5 Jahre kostenlose Reparatur (Akku 1 Jahr) und danach Reparatur gegen Teilekosten. In keinem der gefundenen Tests.

Kernfakten

Lichtstrom (Fenix)
max. 650 lm; Laufzeit max. 408 h
Akku
ARB-L21-5000 V2.0 (21700), wechselbar
Laden / Ausgang
USB-C ein (ca. 3,5 h mit 5 V/2 A), USB-A aus
Schutzart / Licht
IP66; ca. 4000–6800 K (FAQ), Rotlicht
Gewicht / Maße
199 g ohne Akku; 66 × 59,5 × 114 mm
Aufhängung
Magnet oben, einziehbarer Haken
Garantie (Fenix)
15 Tage Austausch, 5 Jahre kostenlose Reparatur, Akku 1 Jahr

Am besten für: Vorzelt und Heckklappe, wenn der Akku getauscht werden soll

Weniger geeignet für: Wer warmweißes Licht unter 4000 K sucht

Pro

  • Akku tauschbar statt fest verbaut
  • Hohe Schutzart IP66
  • USB-C-Ladung und USB-A-Ausgang
  • Magnet für Heckklappe oder Stange
  • Fünf Jahre kostenlose Reparatur

Contra

  • Gewicht nur ohne Akku angegeben
  • Keine Laufzeit je Stufe außer dem Maximum
  • Regelt laut FAQ ab 48 °C herunter

Ausstattung

  • Wechselakku 21700
  • Powerbank-Ausgang USB-A
  • Rotlicht
  • Magnet und Haken

Black Diamond Orbiter 450

Black Diamond

Das spricht dafür: USB-C, Farbmodi, drei Jahre Garantie.

Fazit: Black Diamond nennt 450 Lumen, 2 Stunden auf höchster und 120 Stunden auf niedrigster Stufe sowie einen 2000-mAh-Akku. Geladen wird über USB-C, ein USB-A-Ausgang lädt das Handy nach. Farbmodi und ein Lagerfeuer-Modus („campfire“) sind dabei, die Schutzart ist IPX4, das Gewicht 272 g, die Garantie drei Jahre. Ob der Akku wechselbar ist, sagt BD nicht; gemessen hat die Orbiter keiner der gefundenen Tests.

Kernfakten

Lichtstrom (BD)
450 lm
Laufzeit (BD)
2 h hoch, 120 h niedrig
Akku
Li-Ion 2000 mAh
Laden / Ausgang
USB-C ein, USB-A aus
Schutzart / Gewicht
IPX4 / 272 g
Garantie (BD)
3 Jahre

Am besten für: Tisch und Vorzelt mit wechselndem Licht

Weniger geeignet für: Lange Abende auf voller Helligkeit

Pro

  • Laufzeit für hohe und niedrige Stufe angegeben
  • USB-C-Eingang
  • Drei Jahre Herstellergarantie

Contra

  • Nur 2 h auf höchster Stufe
  • Kleinster Akku unter den Allround-Laternen
  • Nur Spritzwasserschutz IPX4

Ausstattung

  • Farbmodi und Lagerfeuer-Modus
  • USB-C-Ladung
  • USB-A-Ausgang
  • Edelstahlhaken

Fenix CL27R

Fenix

Das spricht dafür: Fluter und Spot, Farbtemperatur 2700–6500 K einstellbar.

Fazit: Fenix kombiniert hier einen Flächenstrahler mit einem Spot: 1600 Lumen maximal, bis 180 m Leuchtweite, Fluter von 2700 bis 6500 K einstellbar, Spot fest 5700 K. Der 21700-Akku mit 5000 mAh ist wechselbar und in rund 2,5 Stunden über USB-C geladen. IP66, 300 g mit Akku, ein drehbarer Magnetgriff und ein Stativgewinde. Einen Powerbank-Ausgang nennt Fenix nicht; die Laufzeit steht nur als Maximum (285 h).

Kernfakten

Lichtstrom (Fenix)
max. 1600 lm; Leuchtweite 180 m; Laufzeit max. 285 h
Lichtfarbe
Fluter 2700–6500 K, Spot 5700 K; Rotlicht
Akku
ARB-L21-5000 V2.0 (21700, 5000 mAh), wechselbar
Laden
USB-C, ca. 2,5 h (Netzteil 5 V/2,9 A); Powerbank-Ausgang nicht genannt
Gewicht / Maße
300 g inkl. Akku; 109,8 × 39,6 × 91,7 mm
Schutzart
IP66
Garantie (Fenix)
15 Tage Austausch, 5 Jahre kostenlose Reparatur, Akku 1 Jahr

Am besten für: Wer Laterne und Handscheinwerfer in einem Gerät will

Weniger geeignet für: Reines Stimmungslicht am Tisch

Pro

  • Farbtemperatur stufenlos wählbar
  • Spot für Wege und Platzsuche
  • Wechselakku
  • Lange Reparaturgarantie

Contra

  • Kein Powerbank-Ausgang genannt
  • Nur maximale Laufzeit angegeben
  • Kein Überhitzungsschutz laut Fenix-FAQ

Ausstattung

  • Fluter und Spot
  • Einstellbare Farbtemperatur
  • Magnetgriff 360°
  • Stativgewinde

Brunner Lyss (Art. 0720066N)

Brunner

Das spricht dafür: Großer Akku, Warm- und Weißlicht, Bambussockel.

Fazit: Eine Hängelaterne mit lackiertem Metallrahmen und Bambussockel. Brunner nennt 15 bis 450 Lumen, 6 bis 200 Stunden Laufzeit, einen Li-Ion-Akku mit 5200 mAh und drei Stunden Ladezeit über USB. Es gibt Warmlicht und Weißlicht. Mit 560 g ist sie schwerer als die meisten Akku-Laternen. Eine Schutzart nennt Brunner nicht, einen USB-Ausgang ebenfalls nicht.

Kernfakten

Lichtstrom (Brunner)
15–450 lm
Laufzeit (Brunner)
6–200 h
Akku
3,7 V Li-Ion, 5200 mAh, integriert
Laden
USB, ca. 3 h
Gewicht / Maße
560 g; Ø 12,6 cm, Höhe 22 / 30,5 cm
Schutzart
nicht angegeben

Am besten für: Vorzelt und Campingtisch mit Wohnlicht

Weniger geeignet für: Regen ohne Dach, solange keine Schutzart belegt ist

Pro

  • Großer Akku für die Größe
  • Warm- und Weißlicht
  • Laufzeitspanne angegeben

Contra

  • Keine Schutzart angegeben
  • Kein Powerbank-Ausgang genannt
  • Schwerste Akku-Laterne nach der LM500

Ausstattung

  • Warmlicht und Weißlicht
  • Dimmschalter
  • Bambussockel

Petromax LM500 LED-Laterne (schwarz, ohne Akku)

Petromax

Das spricht dafür: Drei Lichtfarben von 2200 bis 5000 K, Restlaufzeit im Display.

Fazit: Die LED-Laterne im Stil der HK500 nennt Petromax mit bis zu 500 Lumen, stufenlos dimmbar, und drei Lichtfarben: 2200, 3000 und 5000 K. Bis zu 160 Stunden im Sparmodus gelten mit dem separat erhältlichen 18650-Akkupack, denn diese Ausführung kommt ohne Akku. Ein Display zeigt Ladestand und Restlaufzeit, eine Powerbank-Funktion ist dabei. Mit 1,2 kg und Aluminiumgussgehäuse ist sie die schwerste Laterne der Auswahl.

Kernfakten

Lichtstrom (Petromax)
bis 500 lm (kaltweiß), stufenlos dimmbar
Lichtfarbe
2200 K, 3000 K, 5000 K
Laufzeit (Petromax)
bis 160 h im Sparmodus, mit separatem Akku
Akku
nicht enthalten; 18650-Pack (4 Zellen, 13.800 mAh) separat
Laden / Ausgang
USB-C-Kabel im Lieferumfang; Powerbank-Funktion, laut Petromax mit gleichzeitiger Lademöglichkeit (Leistung nicht angegeben)
Schutzart / Gewicht
IP44 / 1,2 kg; 27,7 × 14,2 × 15,7 cm

Am besten für: Wohnmobil und Vorzelt, wo Gewicht keine Rolle spielt

Weniger geeignet für: Wer eine Laterne sofort ab Karton nutzen will

Pro

  • Drei feste Farbtemperaturen mit Kelvin-Angabe
  • Restlaufzeit im Display
  • Akkus tauschbar (18650)

Contra

  • Akku nicht im Lieferumfang
  • 1,2 kg schwer
  • Leistung des Powerbank-Ausgangs nicht angegeben
  • Keine Laufzeit je Stufe

Ausstattung

  • Drei Lichtfarben
  • Stufenlose Dimmung
  • Display mit Restlaufzeit
  • Powerbank-Funktion

Sechs Laternen einzeln: Daten, Beleglage, Grenzen

BioLite AlpenGlow 500

Die AlpenGlow 500 ist das am besten belegte Modell im Feld. BioLite nennt 500 Lumen, fünf Stunden auf hoher Stufe mit einer Stunde Reserve danach und bis zu 200 Stunden auf niedriger Stufe. Der Akku hat 6400 Milliamperestunden und 23,6 Wattstunden, geladen wird über Micro-USB in drei Stunden, abgegeben wird Strom über USB-A mit 5 Volt und 2,4 Ampere. Das Licht lässt sich zwischen Kaltweiß mit 5700 und Warmweiß mit 2700 Kelvin wechseln, so die häufigen Fragen auf der BioLite-Seite, ein roter Nachtmodus ist dabei. Kurz vor leerem Akku schaltet die Laterne laut BioLite in einen Sparmodus, der noch eine Stunde Licht gibt. Die Laterne misst 136 × 97 Millimeter, wiegt 380 Gramm und ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt.

Zwei Angaben heben sie ab. BioLite beziffert die Farbwiedergabe mit CRI 90, als einziger Hersteller der sechs (eigene Zählung). Und sie ist die einzige Laterne im Feld mit unabhängigen Messungen: Testsieger bei promobil, Note 1,5 bei Caravaning, 5,1 Stunden auf höchster Stufe bei OutdoorGearLab. Gegen sie sprechen die Micro-USB-Buchse und die Garantie, die BioLite mit einem Jahr angibt, der kürzesten Frist für eine ganze Laterne unter den Herstellern, die überhaupt eine nennen. Eine Aufhängung beschreiben die ausgewerteten Angaben nicht. Sie passt zu allen, die Licht und Akku gleich wichtig nehmen; wer nur noch USB-C-Kabel mitführt, plant ein zusätzliches ein.

Fenix CL26R Pro

Kompakt gebaut ist die CL26R Pro, mit wechselbarem Akku im Format 21700, Typ ARB-L21-5000 V2.0. Fenix nennt bis zu 650 Lumen und als längste Laufzeit 408 Stunden. Verbaut sind eine COB-Fläche und eine kaltweiße LED, dazu Rotlicht; als Farbtemperatur nennt Fenix in den häufigen Fragen etwa 4000 bis 6800 Kelvin. Geladen wird über USB-C in etwa dreieinhalb Stunden mit einem Netzteil von 5 Volt und 2 Ampere, ein USB-A-Ausgang gibt Strom ab, ohne dass Fenix dessen Leistung beziffert. Ein Magnet oben und ein Haken erlauben das Anheften an Heckklappe oder Metallstange und das Aufhängen. Die Schutzart ist IP66, die Maße 66 × 59,5 × 114 Millimeter.

Lücken gibt es an zwei Stellen. Das Gewicht von 199 Gramm gilt ohne Akku; mit Zelle ist sie schwerer, wie viel, schreibt Fenix nicht. Eine Laufzeit für die hellste Stufe fehlt. Die Garantie steht in den häufigen Fragen der Produktseite: 15 Tage Austausch bei Herstellungsfehlern, fünf Jahre kostenlose Reparatur, für den Akku ein Jahr, danach Reparatur gegen Bezahlung der Teile. Sie passt zu Vorzelt und Heckklappe, wenn der Akku später getauscht werden soll; warmweißes Licht unter 4000 Kelvin bietet sie nach den Fenix-Angaben nicht. Laut den häufigen Fragen regelt sie ab 48 °C die Helligkeit herunter.

Black Diamond Orbiter 450

Black Diamond nennt für die Orbiter 450 einen Lichtstrom von 450 Lumen, zwei Stunden auf höchster und 120 Stunden auf niedrigster Stufe und einen Lithium-Ionen-Akku mit 2000 Milliamperestunden, den kleinsten im Feld. Geladen wird über USB-C, ein USB-A-Ausgang ist dabei. Farbmodi und ein Lagerfeuer-Modus erweitern das Weißlicht. Die Schutzart ist IPX4, das Gewicht 272 Gramm, die Verpackung misst 10 × 10 × 15 Zentimeter; aufgehängt wird sie an einem Edelstahlhaken. Black Diamond gibt drei Jahre Garantie.

Bemerkenswert ist die Ehrlichkeit der Laufzeitangabe. Zwei Stunden auf voller Helligkeit ist wenig, aber es ist eine Zahl, mit der man planen kann. Ob der Akku wechselbar ist, sagt Black Diamond nicht, gemessen hat die Orbiter 450 keiner der gefundenen Tests. Sie passt an den Tisch und ins Vorzelt, wenn das Licht oft gewechselt und überwiegend gedimmt wird; für lange Abende auf voller Stufe ist sie nach eigener Angabe des Herstellers zu knapp bemessen.

Fenix CL27R

Die CL27R verbindet einen Flächenstrahler mit einem Spot. Fenix nennt bis zu 1600 Lumen und 180 Meter Leuchtweite; der Fluter lässt sich zwischen 2700 und 6500 Kelvin einstellen, der Spot leuchtet fest mit 5700 Kelvin, Rotlicht ist dabei. Der Akku ist derselbe wechselbare 21700-Typ wie in der CL26R Pro, mit 5000 Milliamperestunden, und lädt per USB-C in rund zweieinhalb Stunden. IP66, 300 Gramm einschließlich Akku, ein um 360 Grad drehbarer Magnetgriff und ein Stativgewinde gehören zur Ausstattung. Fenix gibt 15 Tage Austausch bei Herstellungsfehlern, fünf Jahre kostenlose Reparatur und auf den Akku ein Jahr.

Schwächen zeigen sich in den Daten, die fehlen. Eine Laufzeit nennt Fenix nur als Höchstwert von 285 Stunden, einen Powerbank-Ausgang führt die Seite nicht auf, und auf die Frage nach einem Überhitzungsschutz antworten die häufigen Fragen der Fenix-Seite mit „No“. Wer eine Laterne und eine Handleuchte für den Weg zum Sanitärgebäude in einem Gerät will, findet hier die Kombination dafür. Als reines Stimmungslicht am Tisch ist sie überdimensioniert.

Brunner Lyss

Als Hängelaterne hat die Lyss einen lackierten Metallrahmen und einen Sockel aus Bambus. Brunner nennt 15 bis 450 Lumen, 6 bis 200 Stunden Laufzeit und einen integrierten Lithium-Ionen-Akku mit 3,7 Volt und 5200 Milliamperestunden, geladen über USB in etwa drei Stunden. Es gibt Warm- und Weißlicht und einen Dimmschalter. Die Laterne wiegt 560 Gramm, hat einen Durchmesser von 12,6 Zentimetern, und Brunner nennt zwei Höhen, 22 und 30,5 Zentimeter, ohne zu sagen, worauf sich die beiden beziehen. Gelesen wurde die Herstellerseite der Ausführung mit der Artikelnummer 0720066N.

Brunner nennt keine Schutzart und keinen USB-Ausgang. Eine Zeile mit unbeschrifteten Zahlen auf derselben Seite wurde nicht übernommen, weil sich nicht sagen lässt, was sie bedeuten. Die Lyss passt in ein Vorzelt und an einen überdachten Tisch, wo sie als Wohnlicht dient. Solange keine Schutzart belegt ist, gehört sie bei Regen unter ein Dach.

Petromax LM500

Die LM500 ist laut Petromax im Stil der HK500 gebaut, leuchtet aber mit LED. Petromax nennt bis zu 500 Lumen, stufenlos dimmbar, und drei feste Lichtfarben mit 2200, 3000 und 5000 Kelvin. Ein Display zeigt Ladestand und Restlaufzeit. Das Gehäuse ist aus Aluminiumguss, die Maße betragen 27,7 × 14,2 × 15,7 Zentimeter, die Schutzart ist IP44. Eine Powerbank-Funktion ist dabei, ihre Leistung nennt Petromax nicht.

Der wichtigste Punkt steht im Produktnamen: Die hier verglichene schwarze Ausführung kommt ohne Akku. Die bis zu 160 Stunden im Sparmodus gelten mit dem separat erhältlichen Akkupack aus vier 18650-Zellen mit 13.800 Milliamperestunden. Mit 1,2 Kilogramm ist die LM500 die schwerste Laterne im Feld; ob das Gewicht das Pack einschließt, geht aus der Angabe nicht hervor. Sie passt ins Wohnmobil und an einen festen Platz, wo Gewicht keine Rolle spielt. Wer die Laterne direkt aus dem Karton nutzen will, muss das Pack mitbestellen.

Wechselakku, Akkupack oder fest verbaut

Ob sich der Akku tauschen lässt, entscheidet, ob eine Laterne mit einem neuen Akku weiterleuchtet oder als Ganzes ersetzt werden muss, wenn der alte nachlässt. Im Feld ist die Lage gemischt (eigene Zählung): Wechselbar sind die Akkus der beiden Fenix-Laternen und das Akkupack der Petromax LM500. Integriert ist der Akku der Brunner Lyss. Bei der BioLite AlpenGlow 500 und der Black Diamond Orbiter 450 nennen die ausgewerteten Herstellerangaben keine Bauweise.

Bei Fenix hat der Tausch einen Nebeneffekt, der sich aus den Typenbezeichnungen ergibt: CL26R Pro und CL27R nutzen denselben Akku, ARB-L21-5000 V2.0. Wer beide Laternen besitzt oder eine davon zusammen mit einer anderen Fenix-Leuchte für diesen Akku, kann die Zellen untereinander tauschen und einen Ersatzakku für beide mitnehmen (eigene Folgerung aus den Herstellerangaben). Ein voller Ersatzakku in der Tasche verlängert den Abend, ohne dass eine Steckdose in der Nähe sein muss.

Bei Petromax ist der Wechselakku Pflicht und Nachkauf zugleich. Das Pack aus vier 18650-Zellen liegt der verglichenen Ausführung nicht bei, ist also von Anfang an ein zweiter Kauf. Dafür lässt es sich später einzeln ersetzen. Die Lyss dagegen wird am Ende der Akkulebensdauer als Ganzes zum Altgerät, sofern Brunner keinen Akkutausch anbietet; einen solchen Dienst nennen die ausgewerteten Angaben nicht.

Wer auf einen tauschbaren Akku Wert legt, muss nicht auf neue Regeln warten. Nach der EU-Batterieverordnung sollen Gerätebatterien ab dem 18. Februar 2027 grundsätzlich vom Nutzer entnehm- und austauschbar sein, mit Ausnahmen; eine davon betrifft Geräte, die für regelmäßigen Kontakt mit Spritz- oder Strahlwasser gebaut sind. Ob eine wasserdichte Campinglaterne darunter fällt, ist nach dem Stand der ausgewerteten Quellen offen. Was die Regel für Laternen bedeutet, welche Ausnahmen gelten und wie Akkus richtig gelagert werden, steht auf der Seite zu Akku, Batterie und Energie bei Campinglampen. Drei Laternen im Feld erfüllen die Idee schon heute.

Garantie und Reparatur: was die sechs Hersteller zusagen

Eine Garantie nennen vier der sechs Hersteller ausdrücklich (eigene Zählung). Black Diamond gibt auf die Orbiter 450 drei Jahre, BioLite auf die AlpenGlow 500 ein Jahr. Fenix trennt bei der CL27R und der CL26R Pro zwischen Laterne und Akku: fünf Jahre kostenlose Reparatur für die Leuchte, ein Jahr für den Akku, dazu 15 Tage Austausch bei Herstellungsfehlern. Brunner für die Lyss und Petromax für die LM500 nennen keine Frist. Dort bleibt die gesetzliche Gewährleistung beim Händler.

Die Fenix-Regelung zeigt, wo die Grenze einer Laternen-Garantie liegt: Der Akku ist das Bauteil, das am ehesten nachlässt, und für ihn gilt die kürzere Frist. Bei einem wechselbaren Akku ist das zu verschmerzen, weil eine neue Zelle das Problem löst. Bei einer Laterne mit fest verbautem Akku hängt die Nutzungsdauer an dem Teil mit der kürzesten Gewähr.

Ersatzteile außer dem Akku nennt keiner der sechs Hersteller in den ausgewerteten Angaben, weder ein Ersatzglas noch einen Ersatzhaken oder ein neues Ladekabel. Für die Folgekosten heißt das: Planbar sind nur die Akkus der beiden Fenix-Modelle und das Pack der LM500. Bei allen anderen ist der Akku entweder fest oder seine Bauweise unbekannt.

Schutzart im Feld: von ohne Angabe bis IP66

Die IP-Schutzart beschreibt, gegen welches Eindringen von Staub und Wasser ein Gehäuse geprüft ist. Die erste Ziffer steht für Staub, die zweite für Wasser; ein X an einer Stelle heißt, dass dafür keine Ziffer angegeben ist. Was die Stufen im Feld bedeuten, beschreibt das Prüflabor EAG in einer Übersicht zu den IP-Prüfungen nach IEC 60529, die hier mangels frei lesbarem Normtext als Sekundärquelle dient.

ModellSchutzartWas die Prüfung laut Labor abdeckt
Fenix CL26R ProIP66kein Staubeintritt; Strahlwasser mit bis zu 1 bar
Fenix CL27RIP66kein Staubeintritt; Strahlwasser mit bis zu 1 bar
BioLite AlpenGlow 500IPX4Staub nicht angegeben; Sprühwasser aus wechselnden Richtungen, mindestens 10 Minuten
Black Diamond Orbiter 450IPX4wie AlpenGlow 500
Petromax LM500IP44Wasser wie IPX4; die Staubziffer 4 erklärt die ausgewertete Übersicht nicht
Brunner Lysskeine Angabekein Beleg für einen Wasserschutz

Zwischen IPX4 und IP66 liegt beim Wasser ein großer Schritt. IPX4 prüft Sprühwasser, das aus wechselnden Richtungen auf das Gehäuse trifft, über mindestens zehn Minuten. IPX6 prüft Strahlwasser mit Druck. Für eine Laterne, die über Nacht ohne Dach an einer Stange hängt, ist damit nur bei den beiden Fenix-Modellen ein Schutz belegt, der über kurzen Regen hinausgeht. Ob eine IPX4-Laterne eine Regennacht im Freien übersteht, beantwortet die Prüfung nicht, denn sie dauert Minuten und keine Stunden.

Zwei Einschränkungen gelten für alle Schutzarten. Erstens gilt die Angabe nur, solange Abdeckungen von Buchsen und Akkufach geschlossen sind; ob die Schutzart auch beim Laden oder bei laufendem USB-Ausgang gilt, schreibt keiner der sechs Hersteller in den ausgewerteten Angaben. Ein anderer Hersteller, Brennenstuhl, schließt das für seine Laterne GL 400 AS ausdrücklich aus. Zweitens ist die Schutzart eine Herstellerangabe; überprüft hat sie bei keinem der sechs Modelle ein unabhängiger Test.

Für die Brunner Lyss fehlt jede Angabe. Das heißt nicht, dass sie bei einem Tropfen ausfällt, aber es gibt keinen Beleg, dass sie Regen verträgt. Unter dem Vordach oder im Vorzelt spielt das keine Rolle, auf einem offenen Tisch bei wechselhaftem Wetter schon.

Gewicht und Aufhängung: 199 Gramm bis 1,2 Kilogramm

Beim Gewicht reicht die Spanne über mehr als das Sechsfache, allerdings nicht auf derselben Grundlage. Fenix gibt die CL26R Pro mit 199 Gramm ohne Akku an, die CL27R mit 300 Gramm einschließlich Akku. Black Diamond nennt für die Orbiter 450 272 Gramm, BioLite für die AlpenGlow 500 380 Gramm, Brunner für die Lyss 560 Gramm. Die Petromax LM500 wiegt laut Hersteller 1,2 Kilogramm; ob mit oder ohne Akkupack, steht nicht dabei. Direkt vergleichbar sind damit nur die Angaben, bei denen klar ist, dass der Akku mitgewogen wurde, und das ist ausdrücklich nur bei der CL27R so.

Wer mit dem Auto oder dem Wohnmobil anreist, spürt diese Unterschiede kaum. Ins Gewicht fallen sie, wenn die Laterne an einer Zeltstange, einer Wäscheleine oder einer Markisenschiene hängen soll. Eine Last, die die Aufhängung tragen darf, nennt keiner der sechs Hersteller, und auch die Belastbarkeit der Haken bleibt offen. Eine 1,2-Kilogramm-Laterne gehört deshalb eher auf den Tisch oder an einen stabilen Haken als an eine dünne Zeltstange.

Bei der Aufhängung unterscheiden sich die sechs deutlicher als bei den Lumen:

  • Magnet: Fenix CL26R Pro (Magnet oben, zusätzlich ein Haken) und Fenix CL27R (drehbarer Magnetgriff, dazu Stativgewinde). Damit haften beide an Heckklappe, Kühlschranktür oder Metallstange.
  • Haken: Black Diamond Orbiter 450.
  • Hängelaterne mit Rahmen: Brunner Lyss, mit Bambussockel auch zum Hinstellen.
  • Nicht beschrieben: BioLite AlpenGlow 500 und Petromax LM500; die ausgewerteten Angaben nennen keine Aufhängung.

Ein Magnet ist am Fahrzeug praktisch, weil er ohne Schnur und Haken auskommt. Am Zelt hilft er nur, wenn es dort Metall gibt, etwa ein Gestänge aus Stahl. Wer die Laterne vor allem hängen will, sollte vor dem Kauf prüfen, ob ein Haken oder Bügel zum Lieferumfang gehört; bei zwei der sechs geben die Herstellerdaten dazu keine Auskunft.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe der sechs, knapp eingeordnet

Eine Farbtemperatur in Kelvin nennen vier der sechs Hersteller (eigene Zählung), zwei davon nur in den häufigen Fragen ihrer Produktseite. Petromax nennt für die LM500 drei Stufen, 2200, 3000 und 5000 Kelvin; Fenix lässt den Fluter der CL27R zwischen 2700 und 6500 Kelvin einstellen, der Spot hat 5700 Kelvin. BioLite gibt für die AlpenGlow 500 Kaltweiß mit 5700 und Warmweiß mit 2700 Kelvin an, Fenix für die CL26R Pro etwa 4000 bis 6800 Kelvin. Nach der Einteilung, die das Fachportal BauNetz Wissen verwendet, gilt Licht unter 3300 Kelvin als warmweiß, von 3300 bis 5000 als neutralweiß und darüber als tageslichtweiß. Die LM500 deckt damit zwei warmweiße Stufen und die Grenze zum Tageslicht ab, die CL27R reicht von warmweiß bis tageslichtweiß, die CL26R Pro liegt im neutral- bis tageslichtweißen Bereich.

Die übrigen zwei beschreiben die Lichtfarbe nur in Worten: Brunner nennt Warm- und Weißlicht, Black Diamond Farbmodi und einen Lagerfeuer-Modus. Was „warm“ bei der Lyss in Kelvin heißt, lässt sich aus den Angaben nicht ablesen.

Bei der Farbwiedergabe ist die Lage noch dünner. Einen Index nennt nur BioLite mit CRI 90; nach BauNetz Wissen gilt ein Wert von 90 bis 100 als sehr gut. Die anderen fünf Hersteller schweigen dazu. Warum der Wert am Tisch beim Kochen oder Kartenlesen zählt, warum Insekten auf Lichtfarbe anders reagieren, als viele erwarten, und wofür das Rotlicht der Fenix-Laternen und der rote Nachtmodus der BioLite gedacht sind, steht auf der Seite zu Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Insekten.

Rechenweg: wie viele Abende eine Ladung trägt

Eine Laterne muss nicht den ganzen Abend auf voller Stufe brennen. Ein denkbares Profil ist eine Stunde helles Licht beim Kochen und Abwaschen und danach drei Stunden gedimmtes Licht am Tisch. Mit den Herstellerlaufzeiten lässt sich ausrechnen, welchen Anteil der Akkuladung ein solcher Abend verbraucht. Der Rechenweg: Stunden auf hoher Stufe geteilt durch die Laufzeit auf hoher Stufe, plus Stunden auf niedriger Stufe geteilt durch die Laufzeit auf niedriger Stufe. Eins geteilt durch diese Summe ergibt die Abende je Ladung.

ModellLaufzeit hoch / niedrig laut HerstellerAnteil je AbendAbende je Ladung
BioLite AlpenGlow 5005 h / 200 h0,20 + 0,015 = 0,215rund 4,7
Black Diamond Orbiter 4502 h / 120 h0,50 + 0,025 = 0,525knapp 2
Brunner Lyss6 h / 200 h (Zuordnung angenommen)0,167 + 0,015 = 0,182rund 5,5
Fenix CL26R Pro, Fenix CL27R, Petromax LM500nur Höchstwertnicht berechenbarkeine Angabe

Alle Werte sind eigene Rechnung aus Herstellerangaben. Die Rechnung nimmt an, dass sich der Verbrauch gleichmäßig auf die Laufzeit verteilt, und sie setzt bei der Lyss voraus, dass die 6 Stunden zur hellsten und die 200 Stunden zur dunkelsten Einstellung gehören. Ob die Hersteller ihre Laufzeiten bis zum völligen Erlöschen oder bis zu einem Restlicht gemessen haben, sagen sie nicht. Bei Frost liefert ein Akku zudem weniger, als die Laufzeit bei Zimmertemperatur verspricht; die Quellen dazu stehen auf der Seite zur Energie.

Trotz dieser Vorbehalte zeigt die Tabelle, worauf es ankommt. Die eine Stunde helles Licht verbraucht bei allen drei Modellen den Großteil des Abends, die drei gedimmten Stunden fallen kaum ins Gewicht. Wer seine Laterne bei Bedarf herunterdreht, kommt auf fast viermal so viele Abende wie mit vier Stunden voller Stufe (eigene Rechnung: bei der AlpenGlow 500 rund 4,7 gegen 1,25 Abende, bei der Orbiter 450 knapp 2 gegen 0,5). Bei der Orbiter 450 reicht eine Ladung im angenommenen Profil für knapp zwei Abende, bei der AlpenGlow 500 für ein langes Wochenende mit Reserve.

Für die drei Laternen ohne Laufzeit auf hoher Stufe lässt sich die Rechnung nicht aufmachen. Das ist kein Rechenfehler, sondern der Befund: Wer eine CL26R Pro, eine CL27R oder eine LM500 für ein Wochenende ohne Strom plant, kennt die Reichweite vor dem Kauf nicht. Bei den beiden Fenix-Modellen und der LM500 mildert der Wechselakku das Problem, weil sich ein zweiter Akku mitnehmen lässt.

Fünf Situationen am Stellplatz und die passende Laterne

Übersetzt in Situationen am Platz ergeben die Datenblätter folgendes Bild. Jede Antwort stützt sich nur auf die Herstellerangaben und die Tests, die oben stehen.

Situation 1: Familie im Vorzelt, Abende bis in die Nacht. Hier zählen eine belegte Laufzeit auf hoher Stufe und blendarmes Licht. Beides ist bei der AlpenGlow 500 am besten belegt: fünf Stunden laut BioLite, 5,1 gemessen, blendfrei laut promobil. Die Lyss kommt nach der Spanne ihres Herstellers ebenfalls infrage, ungemessen und ohne Schutzart. Die Orbiter 450 reicht nach eigener Angabe auf voller Stufe nicht über zwei Stunden.

Situation 2: Bus oder Kombi mit offener Heckklappe. Ein Magnet erspart Schnur und Haken. Die CL26R Pro und die CL27R haften an Blech; die CL27R bringt den Spot mit, der beim Suchen im Kofferraum oder auf dem Weg über den Platz hilft. Beide sind nach IP66 geschützt, falls es beim Ausladen regnet.

Situation 3: Tisch ohne Dach bei unsicherem Wetter. Einen Schutz gegen Strahlwasser belegen nur die beiden Fenix-Laternen. AlpenGlow 500 und Orbiter 450 sind gegen Spritzwasser geschützt, die LM500 nach IP44, die Lyss ohne Angabe. Wer die Laterne über Nacht draußen lässt, ist mit IP66 auf der sicheren Seite, soweit Herstellerangaben das sein können.

Situation 4: Wohnmobil oder fester Platz mit Stimmungslicht. Gewicht ist hier zweitrangig, die Lichtfarbe nicht. Die LM500 bietet drei Farbtemperaturen mit Kelvinangabe und ein Display mit Restlaufzeit, die Lyss Warmlicht im Metallrahmen. Wer statt eines Lichtpunkts lieber eine Linie unter der Markise will, findet im Vergleich von Lichterketten für Markise und Vorzelt die passenden Bauformen.

Situation 5: mehrere Tage ohne Steckdose. Dann zählt der Wechselakku. CL26R Pro und CL27R teilen sich denselben Akkutyp, ein voller Ersatzakku verlängert beide. Die LM500 lässt sich mit einem zweiten Pack betreiben. Bei der AlpenGlow 500 hilft der große Akku, bei der Orbiter 450 und der Lyss bleibt nur das Nachladen, etwa über eine Powerbank.

Die Kippfrage: Wie lange muss die hellste Stufe durchhalten?

An einer Angabe kippt die Wahl in diesem Feld: ob die Laterne regelmäßig mehrere Stunden auf voller Helligkeit brennen soll. Wer das mit Ja beantwortet, etwa für eine Gruppe am großen Tisch, hat nur eine Laterne mit belegter Dauer: die AlpenGlow 500, bei der Hersteller und Messung beide bei rund fünf Stunden liegen. Die Lyss kommt mit Vorbehalt dazu, weil Brunner die sechs Stunden keiner Stufe zuordnet. Die Orbiter 450 scheidet nach der eigenen Herstellerangabe aus, und bei den beiden Fenix-Modellen und der LM500 lässt sich die Frage aus den Daten nicht beantworten.

Wer mit Nein antwortet, weil die Laterne überwiegend gedimmt brennt und nur kurz aufgedreht wird, hat ein anderes Feld vor sich. Dann zählen die Laufzeit auf niedriger Stufe, bei der alle Hersteller mit Angabe mindestens 120 Stunden nennen, und Ausstattung wie Wechselakku, Magnet und Schutzart. In diesem Fall rücken die CL26R Pro mit ihrem Wechselakku und der höchsten Schutzart und die Orbiter 450 mit USB-C und drei Jahren Garantie nach vorn.

Als Maßstab taugt dafür die promobil-Probe von drei Stunden auf höchster Stufe. Alle zehn Leuchten im Test haben sie geschafft; unter den sechs hier lässt sich das nur für die AlpenGlow 500 belegen. Wer eine andere Laterne wählt und lange helles Licht braucht, sollte nach dem Kauf selbst einmal stoppen, wie lange sie auf voller Stufe hält.

Ausschlussgründe vor dem Kauf, Modell für Modell

Bevor es um Vorlieben geht, lässt sich mit wenigen Fragen aussortieren. Jede Zeile nennt das Kriterium und die Laternen, die dann nicht infrage kommen.

  • Sie wollen nur ein USB-C-Kabel mitnehmen: Die AlpenGlow 500 scheidet aus, sie lädt über Micro-USB. Bei der Lyss ist der Steckertyp nicht belegt.
  • Sie wollen die Laterne direkt ab Karton nutzen: Die LM500 in der verglichenen Ausführung scheidet aus, das Akkupack liegt nicht bei.
  • Sie brauchen mehr als drei Stunden volle Helligkeit am Stück: Die Orbiter 450 scheidet nach der Herstellerangabe aus; für CL26R Pro, CL27R und LM500 fehlt die Zahl, bei der Lyss die Zuordnung der sechs Stunden zur hellsten Stufe.
  • Die Laterne hängt ohne Dach im Regen: Die Lyss scheidet mangels Schutzart aus; wer Strahlwasserschutz verlangt, behält nur die beiden Fenix-Modelle.
  • Sie wollen das Handy nachladen: CL27R und Lyss scheiden aus, für sie ist kein Ausgang genannt. Eine bezifferte Ausgangsleistung hat nur die AlpenGlow 500.
  • Sie wollen einen tauschbaren Akku: Die Lyss scheidet aus. Bei AlpenGlow 500 und Orbiter 450 ist die Bauweise nicht belegt.
  • Jedes Gramm zählt: Die LM500 und die Lyss scheiden aus; für leichtes Gepäck passt ohnehin eher eine kompakte Zeltlampe.
  • Sie wollen eine Farbtemperatur in Kelvin kennen: Orbiter 450 und Lyss scheiden aus; bei der AlpenGlow 500 und der CL26R Pro steht der Wert nur in den häufigen Fragen der Herstellerseite.

Wer nach diesen Fragen bei keinem Modell landet, braucht wahrscheinlich eine andere Bauart. Das betrifft vor allem Camper, die eine sehr leichte Laterne mit langer Laufzeit auf voller Stufe suchen: Diese Kombination liefert keine der sechs.

Mittelklasse oder Premium: was der Sprung in diesem Feld bringt

Vier der sechs Laternen gehören nach eigener Einordnung zur Premiumklasse, die AlpenGlow 500, die beiden Fenix-Modelle und die LM500. Die Orbiter 450 und die Lyss gehören zur Mittelklasse. Eine Laterne der Einstiegsklasse ist nicht dabei. Die Einordnung beruht auf einem Stichtag und ist eine Preisklasse, keine Qualitätsaussage.

Was die höhere Klasse hier bringt, lässt sich an den Daten ablesen. Belegt wechselbare Akkus gibt es nur bei Premium-Modellen, drei von vier. IP66 ebenfalls nur dort, bei beiden Fenix-Laternen. Alle vier Kelvinangaben, die einzige CRI-Angabe und die einzige unabhängige Messung stammen auch aus der Premiumklasse.

Wo der Sprung nichts bringt, ist ebenso deutlich. Eine Laufzeit auf hoher Stufe nennt in der Mittelklasse Black Diamond ausdrücklich, Brunner immerhin als Spanne ohne Zuordnung; unter den vier Premium-Modellen tut es nur BioLite. Drei Jahre Garantie auf die ganze Laterne gibt Black Diamond auf die Orbiter 450 aus der Mittelklasse. In der Premiumklasse sagt Fenix bei CL26R Pro und CL27R zwar fünf Jahre Reparatur zu, beim Akku aber nur ein Jahr; BioLite nennt für die AlpenGlow 500 ein Jahr, Petromax für die LM500 keine Frist. Wer vor allem eine planbare Laufzeit auf hoher Stufe sucht, findet sie in der Mittelklasse nicht seltener als in der Premiumklasse.

Was keine der sechs Laternen belegt

Einige Anforderungen erfüllt kein Modell im Feld, und das lässt sich durch die Wahl eines anderen Modells nicht beheben.

  • Eine Messung nach ANSI/PLATO FL1: Keiner der sechs Hersteller nennt den Messstandard, nach dem Lumen und Laufzeit vergleichbar würden.
  • Eine Betriebstemperatur: In den ausgewerteten Angaben steht für keine der sechs, in welchem Temperaturbereich sie laden oder leuchten darf.
  • Eine Last für die Aufhängung: Kein Hersteller nennt, wie viel Haken, Magnet oder Rahmen tragen.
  • Eine Schutzart beim Laden: Ob der Schutz auch mit offener Buchse gilt, schreibt keiner.
  • Ersatzteile außer dem Akku: Glas, Haken oder Gehäuseteile bietet nach den ausgewerteten Angaben keiner der sechs einzeln an.

Hinzu kommen Angaben, die nur ein Hersteller liefert: eine Farbwiedergabe in Zahlen (BioLite), eine Wattstundenangabe (BioLite), eine bezifferte Ausgangsleistung (BioLite), eine Restlaufzeitanzeige (Petromax). Und es gibt nur einen Test, der eine der sechs Laternen gemessen hat, und nur eine Laterne, die gemessen wurde. Für einen Markt, in dem Laufzeit und Helligkeit die Hauptargumente sind, ist das eine dünne Grundlage.

Wann eine Akku-Laterne die falsche Wahl ist

Nicht jeder Platz braucht eine Laterne dieser Größe. Wer nur zum Sanitärgebäude und zurück geht und im Zelt liest, kann mit einer Stirnlampe auskommen, die beide Hände frei lässt und gerichtetes Licht gibt; welche Modelle es gibt, zeigt die Übersicht zu Stirnlampen. Wer leicht unterwegs ist und nur die Zeltdecke beleuchten will, braucht keine Laterne mit mehreren hundert Gramm, sondern eine der kompakten Leuchten aus dem Zeltlampen-Vergleich.

Eine Akku-Laterne ist auch dann die falsche Wahl, wenn es über Wochen keine Steckdose gibt und keine Powerbank mitfährt. Ob eine Solarleuchte diese Lücke schließen kann, hängt stark vom Monat ab; die Rechnung dazu steht auf der Seite zu Solar-Campinglampen. Wer helles Licht ohne Akku will, landet bei Gas- oder Petroleumlaternen. Sie gehören nach den Warnhinweisen ihrer Hersteller nicht in Zelte oder geschlossene Räume; was dabei zu beachten ist, steht im Vergleich von Gaslaternen und Petroleumlampen.

Nach dem Kauf: Lieferumfang, erste Ladung, erste Kontrolle

Nach dem Auspacken lohnt ein Abgleich mit der Herstellerseite. Bei der LM500 fehlt das Akkupack absichtlich, bei der CL26R Pro nennt Fenix das Gewicht ohne Akku; beides sollte vor dem ersten Ausflug geklärt sein. Haken, Kabel und bei der CL27R das passende Netzteil prüfen Sie ebenfalls, denn die angegebene Ladezeit gilt nur mit 5 Volt und 2,9 Ampere.

Danach empfiehlt sich ein Probeabend zu Hause. Volle Stufe einschalten, die Uhrzeit notieren und nachsehen, wann die Laterne merklich dunkler wird oder abschaltet. Das ersetzt keinen Test, zeigt aber, ob die eigene Laterne zum geplanten Abend passt, gerade bei den Modellen ohne Laufzeit auf hoher Stufe. Bei Laternen mit Abdeckung über der Ladebuchse gehört die Kappe nach dem Laden wieder zu.

Beim Laden selbst gilt, was das Umweltbundesamt für Lithium-Ionen-Akkus allgemein schreibt, unter anderem: nicht im Schlaf laden und beschädigte oder aufgeblähte Akkus nicht weiterverwenden. Dass Laternenakkus beim Laden überhitzen können, zeigt ein Rückruf der US-Behörde CPSC aus dem Jahr 2016: Rund 5.900 BioLite BaseLanterns wurden zurückgerufen, weil der Akku beim Laden überhitzen konnte; gemeldet war ein Brand mit geringem Sachschaden. Die AlpenGlow 500 betrifft der Rückruf nicht. Zu Laternen von Black Diamond und Fenix fand die Recherche keinen Rückruf, zu Brunner und Petromax liegt kein Befund vor.

Am Ende der Lebensdauer gehören Akku und Laterne nicht in den Hausmüll, sondern zu einer Sammelstelle. Bei den Wechselakkus der Fenix-Modelle und dem Pack der LM500 lässt sich nur der Akku abgeben und die Laterne weiterverwenden. Wie die Rückgabe nach dem Batterierecht geregelt ist und wie Akkus über den Winter gelagert werden, steht auf der Seite zur Energie, die oben verlinkt ist.

Offene Herstellerangaben zu den sechs Laternen

  • Laufzeit auf höchster Stufe: Fenix CL26R Pro, Fenix CL27R, Petromax LM500; bei der Brunner Lyss ohne Zuordnung zur Stufe.
  • Unabhängige Messung von Helligkeit oder Laufzeit: für alle außer der AlpenGlow 500.
  • Akku-Bauweise (fest oder wechselbar): BioLite AlpenGlow 500, Black Diamond Orbiter 450.
  • Ausgangsleistung des USB-Ausgangs: Fenix CL26R Pro, Black Diamond Orbiter 450, Petromax LM500.
  • Schutzart und Steckertyp der Ladebuchse: Brunner Lyss.
  • Gewicht mit Akku: Fenix CL26R Pro; bei der Petromax LM500 unklar, ob mit Akkupack.
  • Herstellergarantie: Brunner Lyss, Petromax LM500.
  • Aufhängung: BioLite AlpenGlow 500, Petromax LM500.
  • Herkunft der 1600 Lumen der CL27R: Fluter, Spot oder beides.

Was hier nicht steht

Keine Lumen-Messung aus einem Test, weil keiner Lumen misst; keine Werte zu Ledlenser ML4, ML6 Warm Light und Robens Lighthouse Rechargeable, weil sich die Variante nicht belegen ließ; keine Preise.

Tests, Herstellerseiten und Behördenquellen zu diesem Vergleich

Abgerufen wurden alle Quellen am 1. November 2026. Die Werte zu den sechs Laternen sind Herstellerangaben, sofern nicht ausdrücklich eine Testmessung genannt ist.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viele Stunden hält eine Akku-Campinglampe auf höchster Stufe?

Das nennen nur wenige Hersteller: BioLite gibt für die AlpenGlow 500 fünf Stunden an, OutdoorGearLab maß 5,1 Stunden; Black Diamond nennt für die Orbiter 450 zwei Stunden. Fenix und Petromax nennen nur die Höchstlaufzeit der sparsamsten Einstellung. Im promobil-Test hielten alle zehn Akku-Leuchten drei Stunden auf voller Stufe.

Wie viel mAh braucht eine Campinglampe für einen Platz ohne Strom?

Die mAh-Zahl allein sagt wenig, entscheidend ist, wie lange die Lampe auf der genutzten Stufe läuft. Bei einer Stunde hellem und drei Stunden gedimmtem Licht reicht eine Ladung nach eigener Rechnung aus Herstellerangaben bei der AlpenGlow 500 (6400 mAh) für rund 4,7 Abende, bei der Orbiter 450 (2000 mAh) für knapp zwei. Für mehrere Tage ohne Steckdose hilft ein Wechselakku.

Reicht IPX4 bei Regen?

IPX4 prüft Sprühwasser aus wechselnden Richtungen über mindestens zehn Minuten. Ob eine Laterne damit eine ganze Regennacht ohne Dach übersteht, beantwortet die Prüfung nicht. Strahlwasserschutz nach IP66 nennen im Vergleich nur Fenix CL26R Pro und CL27R.

Welche Akku-Campinglampe hat im Test gewonnen?

Testsieger bei promobil wurde unter zehn Akku-LED-Leuchten die BioLite AlpenGlow 500, blendfrei und gleichmäßig, kritisiert wurde das Laden über Micro-USB. Caravaning gab ihr in der Wiedergabe desselben Tests die Note 1,5. Einen Test der Stiftung Warentest oder von ÖKO-TEST zu Campinglaternen gibt es nicht.

Lohnt sich eine Campinglampe mit wechselbarem Akku?

Ein tauschbarer Akku verlängert die Nutzungsdauer, weil bei nachlassender Kapazität nur die Zelle ersetzt wird, und ein Ersatzakku verlängert den Abend ohne Steckdose. Im Vergleich haben Fenix CL26R Pro und CL27R denselben wechselbaren 21700-Akku, die Petromax LM500 ein separates Akkupack. Die Brunner Lyss hat einen integrierten Akku.

Ist eine Campinglampe mit Powerbank-Funktion sinnvoll?

Sie ist praktisch, wenn das Handy am Platz nachgeladen werden soll, verbraucht aber Laufzeit der Lampe. Vier der sechs verglichenen Laternen haben einen USB-Ausgang, eine Leistung nennt nur BioLite mit 5 V und 2,4 A. Wie viel eine Laterne als Powerbank hergibt, rechnet der Powerbank-Vergleich in Wattstunden vor.