Campingkocher im Wohnmobil: 30 oder 50 mbar und Anschluss
Campingkocher am Wohnmobil und Wohnwagen: 30 oder 50 mbar, Kartusche, Flasche, Außensteckdose, Vorzelt und Gasprüfung nach G 607 mit Entscheidungshilfe.
Unter den 18 Zwei- und Dreiflammkochern und Grillkochern, die für diesen Cluster bei Amazon erhoben wurden, nennt kein einziges Angebot eindeutig 30 mbar. Von acht Angeboten mit Druckangabe nennen sechs 50 mbar; ein Campingaz-Angebot schreibt „5 mbar“, vermutlich ein Tippfehler, und ein dreiflammiges Gaskochfeld sagt im Titel „30–50 mbar“ und in der Aufzählung „30 mbar“. Die fest eingebaute Gasanlage eines Wohnmobils oder Wohnwagens arbeitet dagegen nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 mit einem Nennbetriebsdruck von 30 mbar. Wer den Campingkocher an das Fahrzeug anschließen will, stößt deshalb zuerst auf eine Druckfrage und erst danach auf eine Kocherfrage. Diese Seite ordnet beides: Kartusche oder Flasche, 30 oder 50 mbar, Gas-Außensteckdose, Vorzelt, Schlauch und Regler und die Gasprüfung, nach Regelwerk, Herstellerangaben, einem Fachtest und 31 Threads aus einem Wohnwagenforum, Stand 14. Oktober 2026.
Worum es hier geht und was diese Seite nicht leistet
Gemeint ist der tragbare Kocher, der draußen neben dem Fahrzeug steht, nicht der eingebaute Herd. Welche Zweiflammer es gibt und wie sie im Vergleich abschneiden, steht im Vergleich der zweiflammigen Camping- und Tischkocher. Getestet hat diese Seite nichts, Preise nennt sie nicht, und sie ersetzt weder Geräteanleitung noch Anlagenprüfung.
Die Antwort vorab: Druck, Quelle, Ort
Drei Angaben entscheiden, ob ein Campingkocher am Wohnmobil richtig angeschlossen ist. Die erste ist der Anschlussdruck, für den der Kocher gebaut ist. Er gehört nach der EU-Gasgeräteverordnung 2016/426 auf das Gerät und auf die Verpackung, und er muss zu dem Druck passen, den die Gasquelle liefert. Die zweite ist die Quelle selbst: eine Kartusche, eine eigene Flasche mit Regler, die Flasche aus dem Gaskasten oder die Gas-Außensteckdose der Fahrzeuganlage. Die dritte ist der Ort, an dem gekocht wird.
Für den Druck gibt es eine klare Linie. Fahrzeuganlagen haben nach G 607 einen Nennwert von 30 mbar, ältere Anlagen dürfen auch 50 mbar haben. Kocher für draußen sind laut der Zeitschrift promobil meist für 50 mbar ausgelegt. Ein 50-mbar-Kocher an einer 30-mbar-Anlage arbeitet nach promobil mit verminderter Leistung, ein 30-mbar-Gerät an 50 mbar kann überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Wer also den Kocher an die Außensteckdose hängen will, braucht ein 30-mbar-Gerät, und davon gibt es im erhobenen Markt sehr wenige.
Für die Quelle ist die Kartusche der erste Weg; Kocher und Kartusche werden direkt verbunden, und kein Regler muss gewählt werden. Eine eigene Flasche mit passendem Regler ist der zweite Weg, die Flasche aus dem Gaskasten mit eigenem 50-mbar-Regler nach promobil der dritte. Die Außensteckdose schließlich ist laut Händlerbeschreibung des Truma-Modells nur zur Entnahme da, nicht zum Einspeisen in die Anlage.
Für den Ort ist die Lage am eindeutigsten. Campingaz beantwortet die Frage nach dem Vorzelt mit „Nein!“, MSR nennt in seiner Anleitung den Camper ausdrücklich als Ort, an dem der Kocher nie betrieben werden darf, und die Datenblätter der Campingaz-Zweiflammer schließen geschlossene Räume aus. Die Entscheidungshilfe weiter unten führt durch alle drei Fragen.
Was Camper zum Kochen am Fahrzeug suchen
Suchvolumina liegen für die Nachfrage nicht vor, nur eine Zählung von Suchvorschlägen. Für diesen Cluster wurden 60 Begriffe je dreißigmal abgefragt, mit 9.191 verschiedenen Vorschlägen. In die Kategorie Wohnmobil, Wohnwagen und Gasanlage fallen 551 davon, darunter „campingkocher 2 flammig 30 mbar“ und „campingaz druckregler 50 mbar“. Aussagekräftiger ist eine zweite Zählung: Sie erfasst, wie oft ein Begriff unter einem Suchwort erscheint, das ihn selbst nicht enthält, das die Suchmaschine also von sich aus anbietet. Bei „Wohnmobil“ sind es 66 solcher Vorschläge, der zweithöchste Wert der 28 geprüften Themen des Clusters; nur Adapter liegt mit 73 darüber, Nachfüllen folgt mit 61.
Inhaltlich fallen vier Gruppen auf. Die erste betrifft den Anschluss: „campingkocher an große gasflasche anschließen“, „campingkocher für 11 kg gasflasche“, „campingaz verstellbarer regler 30 50 mbar“ und, als genaueste Formulierung, „adapter von gaskartusche auf gasflasche 7 16 zu 1 4“. Die zweite betrifft die Erlaubnis: „campingkocher wohnmobil erlaubt“, „campingkocher vorzelt erlaubt“ und, unter einem fremden Suchwort angeboten, „campingkocher wohnmobil verboten“. Die dritte ist der Brennstoff mit „butan oder propan für wohnmobil“ und „benzinkocher wohnmobil“, die vierte die Störung, etwa „campingkocher wohnmobil zündet nicht“.
Zum Vorzelt gibt es 110 Vorschläge, aber nur drei unter fremden Suchwörtern, und viele meinen erkennbar das Vorzelt selbst, etwa „campingkocher vorzelt aufblasbar“. Als Nachfragebeleg taugt der Wert deshalb weniger als der für Wohnmobil. Bei Campingaz steht die Frage trotzdem wörtlich in der FAQ: „Darf ich einen Campingkocher im Vorzelt oder Zelt verwenden?“
Die übrigen Top-Seiten der Suche beantworten die Anschlussfrage kaum. Die AUTO ZEITUNG stellt in ihrem Campingkocher-Test die Frage „Kann man Campingkocher an Gasflaschen anschließen?“, nennt aber keine Normen. promobil ist unter den ausgewerteten Suchergebnissen die einzige Seite mit einem Abschnitt zu 30 und 50 mbar, allerdings ohne Normbezug. Dass ein 30-mbar-Kocher an einer Flasche in Deutschland unzulässig sei, war nur als Händlerbehauptung in einer Suchzusammenfassung zu sehen, die nicht abgerufen werden konnte.
Gasversorgung im Forum: die wiederkehrenden Fragen
Das Wohnwagen-Forum hat ein eigenes Unterforum „Gasversorgung“. Ausgewertet wurden sechs Seiten mit 120 Themen, davon 31 mit Bezug zu Kochern, Kartuschen oder Anschlüssen. Gelesen wurden nur die Titel, nicht die Antworten; die Auswertung zeigt also, was gefragt wird, nicht, was die Mehrheit antwortet. Andere Wohnmobilforen ließen sich nicht auswerten: wohnmobilforum.de zeigt ohne Anmeldung keine Themenliste, wohnmobil-forum.de verweigerte den Abruf.
Viele Titel drehen sich um den Druck und den Anschluss. Im September 2026 fragte jemand nach „50mbar & 30mbar am WW“, im Juli 2025 nach einem „Gasschlauch 30mbar 50mbar“, im Juni 2024 „Gaskocher welcher Anschluss erlaubt?“. Eine Frage von 2021 lautet, ob man einen Cadac Carrie Chef 2 „auf 30mbar umrüsten“ könne und welche Düse dafür richtig sei. Drei Titel betreffen die Außensteckdose: „Gaseinspeisung durch Aussensteckdose erlaubt oder nicht“ (November 2024), „2 Verbraucher an Gasaußensteckdose“ (September 2023) und „Safari Chef 30 mit Kartuschenanschluß an Camping Aussenanschluß“ (März 2025).
Eine zweite Gruppe betrifft Teile, die altern: „Gasregler Tausch“ (Juni 2026), „Probleme mit neuem Gasschlauch“ (Juni 2025), „Gasdruckregler und Gasschlauch für Cadac“ (März 2025), „Gas HD schlauchlänge 450mm warum“ (Mai 2024). Ein Titel von 2017 kündigt eine „Wichtige Sicherheitsmitteilung Truma Gas-Außensteckdose“ an; was darin stand, wurde nicht geprüft.
Bei Reddit fallen zwei Eingangsbeiträge auf, die das Thema von außen zeigen. In r/wohnmobil fragte im Mai 2026 jemand, ob ein Gaskocher aus dem Nachlass des Großvaters samt Druckregler mit heutigen Gasflaschen benutzbar sei. In r/Camper plante 2025 jemand den Ausbau eines Kastenwagens und schwankte zwischen Induktion, Tischgaskocher und eingebautem Gaskocher, mit dem Hinweis, man habe gehört, eine fest installierte Gasanlage müsse regelmäßig abgenommen werden. Beide Fragen führen auf dieselben zwei Punkte: Druck und Prüfung.
30 und 50 mbar: woher die zwei Zahlen kommen
Die Zahl 30 steht im Regelwerk. Ein Auszug aus dem DVGW-Arbeitsblatt G 607, abgedruckt auf dem Muster der Prüfbescheinigung des Deutschen Verbands Flüssiggas, legt im Abschnitt zu den Druckregeleinrichtungen fest: Der Betriebsdruck als Nennwert beträgt für Fahrzeuge 30 mbar, für Wohneinheiten wie Mobilheime 50 oder 30 mbar. Für Altanlagen gilt eine abweichende Bestimmung, dort sind 50 oder 30 mbar zulässig. Welche Ausgabe des Arbeitsblatts der Auszug wiedergibt, steht nicht darauf; er verweist an anderer Stelle auf die DIN EN 1949 von 2013, also auf eine ältere Fassung der Einbaunorm.
Die Zahl 50 steht vor allem auf den Kochern. promobil schreibt in seinem Test von acht Gaskochern für Wohnmobil und Campingbus, in heutigen Campingbussen liege auf dem fest eingebauten System ein Druck von 30 mbar, die Kocher für draußen seien dagegen meist für 50 mbar ausgelegt. Für die Leistung mache das keinen Unterschied, bei 30 mbar seien die Düsen einfach größer. Die Campingaz-Datenblätter bestätigen die Lage auf der Herstellerseite: Der Camping Kitchen 2 R für Campingaz-Flaschen, der Camp'Bistro 3 für CP-250-Kartuschen und der Camping Cook CV für Ventilkartuschen nennen alle 50 mbar als Betriebsdruck.
Wo der Druck eines Kochers steht, regelt die EU-Gasgeräteverordnung 2016/426. Nach Anhang I Nummer 1.6.3 gehören auf das Gerät und auf die Verpackung Warnhinweise zu Gasart, Anschlussdruck, Gerätekategorie und Nutzungsbeschränkungen. Anhang IV verlangt in der Kennzeichnung zusätzlich den Herstellernamen, Typ oder Serie, die Gerätekategorie und den Nennanschlussdruck. Ein tragbarer Gaskocher fällt unter diese Verordnung, weil sie Geräte erfasst, die gasförmige Brennstoffe zum Kochen verbrennen. Was ein Etikett sonst noch tragen muss, ordnet der Ratgeber zur Kennzeichnung beim Kocherkauf ein.
Auf der Seite der Anlage steht der Druck an zwei Stellen. Das Muster der Prüfbescheinigung führt ein Feld „Betriebsdruck der gesamten Anlage“ in mbar und fragt ab, ob ein Betriebsdruckaufkleber angebracht ist. In der Prüfliste der Wiederholungsprüfung steht beim Punkt Gasgeräte der Satz „Geräte-Nennanschlussdruck entspricht Betriebsdruck der Anlage“. Für die eingebauten Geräte prüft der Sachkundige also genau das, was beim mobilen Kocher der Besitzer selbst vergleichen muss: zwei Zahlen, eine auf dem Gerät und eine an der Anlage.
Was passiert, wenn der Druck nicht passt
Für die beiden Fehlanschlüsse gibt es in den ausgewerteten Quellen genau eine Beschreibung, und sie stammt aus der Fachpresse, nicht aus einer Norm. Laut promobil arbeitet ein 50-mbar-Kocher an einer Gasanlage mit 30 mbar mit verminderter Leistung. Ein 30-mbar-Gasgerät an einer Anlage mit 50 mbar kann dagegen überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Die beiden Richtungen sind also nicht gleich riskant: Die eine kostet Kochzeit, die andere betrifft die Sicherheit.
Wie groß der Leistungsverlust im ersten Fall ausfällt und ab wann im zweiten Fall die Überhitzung beginnt, beziffert weder promobil noch eine andere ausgewertete Quelle. Belegt ist nur der Mechanismus, den die Zeitschrift nennt: Ein 30-mbar-Gerät hat größere Düsen, um mit dem niedrigeren Druck dieselbe Leistung zu erreichen.
Altanlagen mit 50 mbar bekommen in G 607 eine zusätzliche Sicherung. Der Auszug verlangt dort Druckregelgeräte mit einer Druckabsicherung, die einen Druckanstieg in der Verbrauchsanlage über 150 mbar verhindert. Bei der Dichtheitsprüfung arbeitet der Sachkundige laut Prüfliste mit einem Prüfgerät bei 150 mbar, fünf Minuten Wartezeit und fünf Minuten Prüfdauer. Diese Werte gehören zur Anlage, nicht zum Kocher; sie zeigen aber, dass das Regelwerk den Druck als die Größe behandelt, an der Sicherheit hängt.
Eine Umrüstung von 50 auf 30 mbar fragen Forennutzer ab, und einige Hersteller führen Druckvarianten. Die Anleitung des Grillkochers Cadac Safari Chef 30 mit der Modellnummer 6540L1 nennt auf dem Deckblatt 28 und 50 mbar, die Ersatzteilliste eine eigene Düse für 30 mbar. Campingaz verkauft den Camping Kitchen 2 als eigene 30-mbar-Ausführung für Wohnmobile. Ob und wie ein Besitzer ein Gerät selbst umbauen darf, sagt keine der ausgewerteten Herstellerseiten. Eine Anleitung zum Düsentausch gibt diese Seite deshalb nicht.
Fünf Gasquellen am Fahrzeug im Überblick
Am Wohnmobil oder Wohnwagen kommen für den mobilen Kocher fünf Quellen infrage. Die Tabelle stellt sie so nebeneinander, wie sie sich belegen lassen, mit dem Teil, der zwischen Quelle und Kocher gehört, und der Stelle, an der die Angabe steht.
| Quelle | Druck am Kocher | Was dazwischen gehört | Beleg |
|---|---|---|---|
| Kartusche (Schraub, Ventil, Stech, CP 250, MSF-1a) | vom Gerät bestimmt, bei Campingaz 50 mbar im Datenblatt | nichts; Anschluss am Gerät, bei Camping Cook CV Schlauch und Regler im Lieferumfang | Campingaz-Datenblätter |
| Eigene Flasche, 5 oder 11 kg | vom Regler bestimmt, meist 50 mbar | Regler passend zum Kocher, Schlauch | Campingaz-FAQ, promobil |
| Campingaz-Flasche R904 oder R907 | 50 mbar beim Camping Kitchen 2 R | Gerät mit Zusatz „R“ oder passender Regler | Campingaz-Datenblatt und FAQ |
| Flasche aus dem Gaskasten, herausgenommen | vom eigenen Regler bestimmt | eigener 50-mbar-Regler, Linksgewinde beachten | promobil; G 607 zum Flaschenwechsel |
| Gas-Außensteckdose der Fahrzeuganlage | Betriebsdruck der Anlage, bei Fahrzeugen nach G 607 30 mbar | Schlauch mit Stecknippel; Gerät muss denselben Druck haben | G 607, Händlertext Truma, Campingaz Grill & Go Caravan |
Gelesen von oben nach unten nimmt die Zahl der Teile zu, die zusammenpassen müssen. Bei der Kartusche gibt es nur Gerät und Behälter. Bei der eigenen Flasche kommen Regler und Schlauch hinzu, bei der Außensteckdose die gesamte Fahrzeuganlage mit ihrem Druck, ihrer Prüfung und ihren Leitungen. Mit der Zahl der Teile wächst auch die Zahl der Angaben, die der Besitzer kennen muss, bevor er das Ventil öffnet.
Kartusche: ein eigenes System ohne Druckfrage
Mit einer Kartusche bleibt der Kocher unabhängig von der Fahrzeuganlage. Kocher und Behälter passen über das Ventil zusammen, ein Regler muss nicht gewählt werden, und eine Verbindung zum Gaskasten oder zur Steckdose gibt es nicht. promobil hat zwei reine Kartuschenkocher im Feld, den Primus Moja und den Outwell Jimbu, und hält beim Moja fest, er lasse sich nicht an eine normale Gasflasche mit Druckregler anschließen. Er sei damit eine Überlegung für alle, die sonst kein Gas an Bord haben.
Beim Hersteller sieht das differenzierter aus. Primus verkauft eigene Adapter, unter anderem für die Campingaz-Flaschen R901, R904 und R907, und nennt als passende Kocher Alika, Tupike, Kinjia, Moja und Kuchoma. Ein Widerspruch zu promobil ist das nach Lesart dieser Seite nicht, weil promobil von einer Flasche mit Druckregler spricht; es zeigt aber, wie sehr die Frage „passt das an meine Flasche“ von der Bauart der Flasche abhängt.
Welches Kartuschensystem es gibt, wie sich Schraub-, Ventil-, Stech- und Stabkartuschen unterscheiden und was Hersteller zu Adaptern sagen, steht im Ratgeber zu Gaskartuschen, Ventilen und Adaptern. Für das Wohnmobil sind zwei Punkte daraus wichtig. Stechkartuschen wie die Campingaz C 206 GLS dürfen laut Hersteller erst nach vollständiger Entleerung abgenommen werden, Ventilkartuschen jederzeit. Und MSR schließt Adapter für einen anderen Brennstofftyp ausdrücklich aus.
Für die flachen Kartuschen-Tischkocher im Koffer, die mit einer waagerechten 227-Gramm-Kartusche arbeiten, gibt es einen behördlichen Befund. Das Regierungspräsidium Kassel hat 2024 und 2025 dreizehn solcher Gaskofferkocher geprüft, alle hatten Mängel, nur zwei bestanden den Hitzetest, bei dem die Kartusche höchstens 50 °C erreichen darf. An einzelnen Geräten wurden über 90 °C gemessen. Geprüft wurde eine Stunde bei voller Leistung mit einer Stahlplatte, die große Töpfe oder Grillplatten ersetzt; die Behörde wertet diese Abdeckung als vorhersehbaren Gebrauch. Die Einzelheiten stehen im Vergleich der Tischkocher.
Eigene Flasche neben dem Fahrzeug
Eine Flasche hat gegenüber der Kartusche vor allem einen Vorteil, den die Hersteller selbst nennen. Campingaz empfiehlt für längere Campingurlaube, Familienreisen oder größere Geräte die Flaschen R904 oder R907, für Kurztrips, Trekking und Festivals die Kartusche. Die Campingaz-R-Flaschen sind nach Herstellerangabe Teil eines europaweiten Tauschsystems; in vielen Ländern lässt sich die leere Flasche gegen eine gefüllte tauschen. Ob das an einem bestimmten Ort klappt, verweist Campingaz an seine Händlersuche.
Fremde Flaschen knüpft Campingaz an eine Bedingung. Viele Geräte mit Flaschenanschluss lassen sich laut FAQ auch mit handelsüblichen Flaschen mit fünf oder elf Kilogramm betreiben, sie tragen meist den Zusatz „R“ im Namen. Ob ein Gerät dafür zugelassen ist, steht nach Campingaz auf der jeweiligen Produktseite, und ein passender Gasregler sei für den Betrieb mit Flaschen „unerlässlich“. Der Regler reduziert laut derselben FAQ den Druck aus der Flasche auf einen konstanten Arbeitsdruck.
Für den Anschluss selbst nennt promobil zwei praktische Punkte. Der Regler für den Kocher hat 50 mbar, und bei Gasanlagen gibt es viele Linksgewinde, die sich also andersherum drehen als gewohnt. Ein Angebot aus der Amazon-Erhebung, ein Zweiflammer von Z.M.C, nennt im eigenen Text genau diese Kombination aus 50 mbar und Viertelzoll-Linksgewinde. Nach dem Anschließen ist die Dichtheit zu prüfen: Campingaz beschreibt dafür in seiner FAQ für den Gasgrill Seifenlauge auf den Verbindungen bei geöffnetem Flaschenventil, G 607 schaumbildende Mittel und schließt ammoniakhaltige Lecksuchmittel und offene Flammen aus.
Für Flaschen, die außerhalb des Fahrzeugs aufgestellt werden, nennt G 607 Abstände. In einem Bereich von 0,5 Metern um das Ventil dürfen sich keine Zündquellen befinden, in einem Radius von 0,5 Metern um die Flasche keine Fahrzeugöffnungen, Kanaleinläufe, Licht- oder Kellerschächte. Das Arbeitsblatt gilt für die Flüssiggasanlage des Fahrzeugs; ob die Abstände auch für eine Flasche gelten, die nur einen losen Kocher versorgt, sagt der Auszug nicht. Sie sind deshalb eine Orientierung aus dem nächstliegenden Regelwerk, keine belegte Vorschrift für den Kocher.
Die Frage nach dem Adapter von der Kartusche auf die Flasche taucht in den Suchvorschlägen mit Gewindemaßen auf. Belastbar ist dazu wenig. Primus führt neben dem Adapter für Campingaz-Flaschen weitere für DIN Combi, POL, M14 × 1,5 und Lindal; MSR schließt Adapter für andere Brennstoffe aus, Primus und Optimus warnen in ihren Anleitungen vor fremden Kartuschen. Eine Herstellerfreigabe für einen Schraubkartuschenkocher an einer Elf-Kilogramm-Flasche fand sich nicht, und ein Forentitel von 2024 zum Primus OmniLite Ti an einer solchen Flasche wurde nicht geöffnet.
Die Flasche aus dem Gaskasten ausleihen
promobil beschreibt den empfohlenen Weg in einem Satz unter einem Foto: Gasflasche raus und den 50-mbar-Regler dran, mit Linksgewinde. Für die Außenküche diene die Flasche aus dem Bus als Gasquelle. Im Fazit empfiehlt die Zeitschrift, einen eigenen Gasdruckregler mit 50 mbar mitzunehmen, weil im Fahrzeug meist 30 mbar anliegen und der Kocher 50 mbar braucht. Der Regler der Fahrzeuganlage bleibt damit, wo er ist.
Nach G 607 ist dieser Weg keine Änderung der Anlage. Der Auszug hält im Abschnitt zur Prüfung nach Änderung ausdrücklich fest, dass das Auswechseln der Flüssiggasflaschen keine Änderung in diesem Sinne darstellt. Eine erneute Prüfung durch einen Sachkundigen löst das Herausnehmen also nicht aus. Für das Zurückstellen gilt der Abschnitt zur Aufstellung: Flaschen müssen im Flaschenaufstellraum aufrecht stehen und mit Transporthalterungen fest mit dem Fahrzeug verbunden sein, und nach dem Anschließen ist die Dichtheit festzustellen.
Die Schlauchlänge im Gaskasten ist kurz geregelt. Der Auszug nennt für Flaschen in Schränken und Kästen 400 ± 50 Millimeter, mit Auszugsvorrichtung höchstens 750 Millimeter; Schlauchleitungen dürfen nicht durch Wände geführt werden. Zu dieser Zahl passt der Forentitel „Gas HD schlauchlänge 450mm warum“, denn 450 Millimeter sind nach eigener Rechnung die obere Grenze des Korridors; was dort gefragt wurde, ist nicht gelesen. Ein Kocher lässt sich mit diesem Schlauch nicht neben das Fahrzeug stellen, er braucht seinen eigenen Schlauch am eigenen Regler.
Ein Detail der Prüfbescheinigung betrifft Flaschen unterwegs. Die Prüfliste fragt ab, ob „Camping-Flaschen“ mit einem Sicherheitsentnahmeventil ausgerüstet sind. Welche Flaschen damit gemeint sind und ob die kleinen Campingaz-Flaschen darunterfallen, erläutert der Auszug nicht. Ebenfalls offen bleibt, wie lange eine Flasche außerhalb des Gaskastens stehen darf, während die Fahrzeuganlage ohne sie auskommen muss.
Gas-Außensteckdose: Entnahme ja, Einspeisung nein
Freizeitfahrzeuge können außen eine Gassteckdose haben, an die ein Grill, eine Lampe oder ein Kocher angeschlossen werden kann. Eine Herstellerseite von Truma zu diesem Bauteil ließ sich nicht abrufen; die Händlerbeschreibung bei Fritz Berger nennt die Eckdaten der Truma-Gassicherungssteckdose. Sie ist danach für Wohnanhänger der Klasse O und Wohnmobile der Klasse M1 zugelassen, hat ein integriertes Schnellschlussventil mit Steckkupplung und eignet sich nur zur Gasentnahme, nicht zur Einspeisung in die Gasanlage.
Wichtig für den Kocher ist ein Satz derselben Beschreibung: Der Betriebsdruck der Gasversorgung von 30 oder 50 mbar müsse mit dem des angeschlossenen Geräts übereinstimmen. Die Steckdose wandelt also keinen Druck, sie gibt den Druck der Anlage weiter. An einer Fahrzeuganlage mit 30 mbar braucht der Kocher deshalb einen Nennanschlussdruck von 30 mbar. Ein 50-mbar-Kocher an derselben Steckdose ist der Fall, für den promobil eine verminderte Leistung beschreibt.
Wie die Kupplung funktioniert, definiert G 607 selbst. Eine Sicherheitsanschlusskupplung ist dort eine Schnellschlussverbindung mit integrierter Absperreinrichtung, die bei Unterbrechung der Verbindung selbsttätig schließt. Lösen lässt sich die Verbindung erst, nachdem eine zweite, handbetätigte Absperrung geschlossen ist, und öffnen lässt sich diese nur bei angeschlossenem Schlauch. Das Gegenstück am Schlauch heißt Stecknippel, eine fest eingebundene Armatur, die mit der Kupplung eine dichtende und verriegelnde Verbindung bildet.
Ein Kocher, der ab Werk für die Außensteckdose gedacht ist, ließ sich nur bei einem Hersteller finden. Campingaz führt den Camping Kitchen 2 Grill & Go Caravan mit 30 mbar Betriebsdruck, einem 30-mbar-Anschlussstück für Wohnwagen und Wohnmobil und einem Gasschlauch im Lieferumfang. Das Gerät hat zwei Brenner mit je 2.000 Watt, einen Gasverbrauch von zweimal 145 Gramm pro Stunde, eine Siedezeit von 5:45 Minuten für einen Liter, Piezozündung, Grillrost und Planchaplatte und wiegt 5,4 Kilogramm. Auch hier steht der Hinweis, das Gerät sei nicht für geschlossene Räume geeignet.
Offen bleiben die Fragen, die das Forum stellt. Ob an eine Außensteckdose zwei Verbraucher gleichzeitig dürfen, etwa Grill und Kocher über ein Verteilstück, sagt weder der Händlertext noch der Auszug aus G 607. Ob die Steckdose einen bestimmten Höchstdurchfluss hat, nennt die Beschreibung ebenfalls nicht. Und was die Sicherheitsmitteilung von Truma zur Außensteckdose aus dem Jahr 2017 betraf, die ein Forentitel ankündigt, ließ sich nicht nachlesen.
Die umgekehrte Richtung, also eine große Flasche außen, die die Fahrzeuganlage versorgt, regelt G 607 ausdrücklich, und zwar nicht über die Steckdose. Erfolgt die Versorgung über eine Flüssiggasschlauchleitung von außerhalb des Fahrzeugs, verweist der Auszug auf den Abschnitt 6.6 der DIN EN 1949. Die Schlauchleitung darf dann höchstens 150 Zentimeter lang sein und muss eingangsseitig mit einer Schlauchbruchsicherung ausgerüstet sein. Für Altanlagen darf bei Schläuchen bis 100 Zentimeter auf die Schlauchbruchsicherung verzichtet werden.
Zwei weitere Festlegungen betreffen Plätze mit zentraler Gasversorgung und Anlagen mit mehreren Quellen. Wird das Fahrzeug über eine zentrale Gasversorgung gespeist, muss der Betreiber dieser zentralen Anlage die Fahrzeuganlage anschließen. Bei Anlagen mit mehreren Versorgungsquellen, etwa zwei Flaschen, externer Versorgung oder Tank, sind offene Leitungsanschlüsse, die über längere Zeit nicht genutzt werden, dicht zu verschließen, zum Beispiel mit einer Sicherheitsanschlusskupplung oder einem Verschlussstopfen.
Für den Forentitel „Gaseinspeisung durch Aussensteckdose erlaubt oder nicht“ ergibt sich damit eine belegte Antwort in zwei Teilen. Der Händlertext zur Truma-Steckdose schließt die Einspeisung aus. G 607 sieht für die Versorgung von außen einen eigenen Weg mit Längenbegrenzung und Schlauchbruchsicherung vor. Wer eine solche Versorgung nachrüsten will, ändert die Anlage, und eine Änderung verlangt nach G 607 eine Prüfung durch einen Sachkundigen, bevor die Anlage wieder in Betrieb geht.
Für den Kühlschrank im Fahrzeug, der an derselben Anlage hängt, gelten eigene Betriebsbedingungen: Der Auszug verlangt bei Kühlgeräten, dass die Verbrennungsluft aus dem Freien kommt und die Abgase ins Freie geführt werden. Wer statt eines eingebauten Kühlschranks eine tragbare Absorberbox mit Gas betreibt, findet die Eigenheiten dieser Bauart im Ratgeber zur Gas-Kühlbox mit Absorbertechnik; auch dort bestimmt die Anleitung des Geräts, welcher Regler passt.
Das Testfeld von promobil: acht Kocher für die Außenküche
Einen Test, der ausdrücklich für Wohnmobil und Campingbus gemacht wurde, hat promobil im Juli 2022 veröffentlicht und im August 2024 zuletzt aktualisiert. Geplant war laut Einleitung ein Feld von Kochern mit Gasanschluss wie im Camper; mit dem Primus Moja und dem Outwell Jimbu kamen zwei reine Kartuschenbrenner dazu, alle anderen lassen sich nach promobil auch mit Kartuschen betreiben. Bewertet wurden die Praxis beim Kochen, das Packmaß und die Transportierbarkeit, die Kocher wurden mit jeweils gleichen Lebensmitteln bekocht.
| Modell | Leistung | Verbrauch | Gewicht | Note, Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| HPV Rumba | 2 × 1,6 kW | 220 g/h | 3,2 kg | gut, Testsieger |
| Brunner Magma | 2 × 1,6 kW | 320 g/h | 1,2 kg (im Text 1,3 kg) | gut, ohne Zünder |
| Cadac 2-Cook Deluxe | 2 × 2 kW | 291 g/h | 4,7 kg | gut, Piezo, zwei Grillplatten |
| Primus Moja | 3 kW | 180 g/h | 2,3 kg | gut, nur Kartusche |
| Camp 4 Mary | 2 × 2,2 kW | 320 g/h | 3,4 kg | befriedigend, Zündung mit Batterie, drehbarer Gasanschluss |
| Fritz Berger 2-flammig (Hersteller Enders) | 2 × 2,3 kW | 298 g/h | 3,4 kg | befriedigend, ohne Zünder |
| Outwell Jimbu | 3,5 und 1,5 kW | 255 und 109 g/h | 4,3 kg | befriedigend, nur Kartusche, seitliche Windabweiser |
| Ardes Zeus, dreiflammig | 4,1 kW gesamt | 298 g/h | 5,4 kg | befriedigend, laut promobil fürs Reisen eher ungeeignet |
Messwerte für Kochzeit oder Verbrauch im Betrieb veröffentlicht promobil nicht. Ob die Spalte Verbrauch aus den Datenkästen gemessen oder vom Hersteller übernommen ist, sagt der Test nicht; ermittelt hat die Redaktion nach eigener Angabe das Gewicht. Ein Test bei OUTDOOR und CARAVANING von 2022 zeigt denselben Testinhalt, ebenfalls ohne Messzahlen. Kochzeiten mit und ohne Wind für Zweiflammer misst OutdoorGearLab, allerdings überwiegend an US-Modellen und auf 5.000 Fuß Höhe.
Beim Nebeneinanderlegen von Leistung und Verbrauch fällt etwas auf. Nach dem Heizwert, den die DGUV-Regel 110-010 für Propan mit 12,87 und für n-Butan mit 12,69 Kilowattstunden je Kilogramm angibt, entsprechen 320 Gramm pro Stunde etwa 4,1 Kilowatt, 220 Gramm etwa 2,8 Kilowatt (eigene Rechnung). Der Brunner Magma mit 3,2 Kilowatt laut Datenkasten verbraucht danach mehr Gas, als seine Leistung erwarten lässt, der Fritz-Berger-Kocher mit 4,6 Kilowatt weniger. Welche Bezugsgröße die Hersteller für ihre Kilowattangabe verwenden, ist nicht angegeben; die Rechnung zeigt nur, dass sich die beiden Spalten nicht ineinander umrechnen lassen.
Für die Wahl am Wohnmobil ergeben sich aus dem Test zwei belastbare Punkte. Sechs der acht Geräte laufen an Flasche und Kartusche, „Flasche oder Kartusche“ ist bei ihnen also eine Frage des Zubehörs. Und für welchen Druck jedes einzelne Gerät gebaut ist, steht in den Datenkästen nicht, obwohl der Test dem Druck einen eigenen Abschnitt widmet.
Was die Angebotsseiten zu Druck, Regler und Prüfung offenlassen
Die 18 Zwei- und Dreiflammkocher der Amazon-Erhebung zeigen, wie dünn die Angaben auf der Kaufseite sind. Eine Leistungsangabe haben alle 18, eine Gewichtsangabe nur elf. Eine Norm- oder Prüfangabe im eigenen Text, also EN, DIN, CE, DVGW, TÜV oder GS, steht bei drei von 18. DVGW taucht nur bei einem CFH-Zweiflammer auf, und dort für Regler und Schlauch, nicht für den Kocher; genau dieses Angebot hatte zum Zeitpunkt der Erhebung keine Buybox. Eine Gerätenorm nennt keines.
Beim Zubehör gehen die Angebote auseinander. CAMPLUX, Bluecraft, Brunner Powerkook und CFH nennen einen 50-mbar-Regler, Brunner dazu einen Schlauch von einem Meter, CFH einen von 80 Zentimetern für Flaschen mit fünf oder elf Kilogramm. Beim dreiflammigen Zilan-Gaskochfeld mit dem widersprüchlichen Druck ist kein Regler im Lieferumfang genannt. Die Base-Camp-Kocher von Campingaz laufen nur an Campingaz-Flaschen R904 und R907, der Camping Kitchen 2 CV nur an Ventilkartuschen; ein Flaschenanschluss trifft auf ihn nicht zu.
Eine Zündsicherung, die das Gas bei erloschener Flamme absperrt, nennen nur vier Angebote: ein Bluecraft-Zweiflammer, die Enders-Modelle Ryda 2Z und Brisbane 3 Z sowie ein Klarstein-Gerät; bei einem zweiten Bluecraft-Angebot heißt es „je nach Variante“. Für die eingebauten Geräte gehört die Zündsicherung in G 607 zum Prüfumfang, bei der Wiederholungsprüfung ist ihre Funktion zu prüfen. Für den losen Kocher verlangt sie keine der ausgewerteten Quellen.
Ein Angebot sticht heraus, weil es Wohnmobil und Innenraum im Titel zusammenbringt. Der Klarstein-Zweiflammer mit 7,7 Kilowatt nennt im Titel den Innenbereich und Wohnmobile, wiegt neun Kilogramm, hat eine Glaskeramikoberfläche, läuft mit Propan und Erdgas und steht bei Amazon in der Kategorie Kochfelder. Er ist damit eher ein Gaskochfeld als ein Campingkocher. Für ein Gerät, das im Fahrzeug betrieben werden soll, verlangt G 607, dass der Hersteller es für diesen Verwendungszweck bestimmt hat; ob das bei diesem Angebot der Fall ist, lässt sich aus der Seite nicht ablesen.
Einige Leistungsfelder sind offensichtlich falsch. Das Datenfeld des Z.M.C-Kochers nennt 22 Kilowatt, Text und Titel 4,4 Kilowatt, bei Enders-Geräten steht oft die Leistung eines einzelnen Brenners. Wie man aus Gramm pro Stunde eine Vorratsmenge ableitet, zeigt der Rechner für den Gasbedarf je Tour.
Kochen im Vorzelt: was Hersteller sagen und was nicht gemessen ist
Bei Campingaz ist die Antwort auf die Vorzeltfrage ein Wort mit Ausrufezeichen. Begründet wird sie in der FAQ mit dem Satz, Gasgeräte dürften „niemals in geschlossenen Räumen, Zelten oder Wohnbereichen“ betrieben werden, weil bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehe; die Nutzung habe ausschließlich im Freien und in gut belüfteter Umgebung zu erfolgen. Auf derselben Seite steht für Coleman-Zelte dieselbe Linie. Die Datenblätter der beiden Camping-Kitchen-Modelle wiederholen sie mit dem Hinweis, das Gerät sei nicht für geschlossene Räume geeignet.
Gemessen wurde das Vorzelt nirgends. Die ausgewerteten CO-Studien betreffen kleine Zelte und Boxen, und sie arbeiten mit Petroleum, White Gas, Benzin oder Dual-Fuel-Kochern, nicht mit Kartuschen- oder Flaschenkochern. Betten und Kollegen maßen 2013 in 20-Minuten-Läufen mittlere Spitzenwerte zwischen 60,5 und 210,6 ppm, je nach Brennstoff und Zelt. Leigh-Smith und Kollegen fanden 2004 mit einem größeren Topf signifikant mehr CO als mit einem kleineren. Ob sich das auf ein großes Vorzelt mit Zweiflammer übertragen lässt, beantwortet keine dieser Arbeiten.
Was es gibt, sind Unfallbefunde ohne Vorzeltbezug. Eine britisch-irische Auswertung von Medienberichten aus den Jahren 1986 bis 2011 zählte 348 Vorfälle mit 298 Toten und fand bei Caravans, Zelten und Schuppen eine deutlich höhere Todesrate; Grills in Zelten werden dort ausdrücklich genannt. Die US-Behörde CPSC zählte 2006 bis 2010 mindestens 26 CO-Tote im Zusammenhang mit Campingausrüstung. Der Deutsche Feuerwehrverband warnte im August 2025, Campingfahrzeuge, in denen Gasthermen oder Gaskocher betrieben werden, könnten ein Risiko darstellen, oft ohne CO-Melder.
Die Grundsatzfrage, ob ein Gaskocher in einem geschlossenen oder halboffenen Raum vertretbar ist, und warum Hersteller sich dabei widersprechen, behandelt der Ratgeber zu Kohlenmonoxid, Brand und Hitze am Kocher. Für das Vorzelt bleibt als belegter Stand: Die Hersteller der ausgewerteten Außenküchen-Kocher schließen es aus, eine Messung, die das Gegenteil stützen könnte, existiert nicht, und eine Markise mit Seitenwänden ist in keiner Quelle als Freiluft eingeordnet.
Auch zur Lüftung des Vorzelts gibt es keine Zahl. G 607 nennt für die eingebauten Koch-, Grill- und Backgeräte eine ausreichende Belüftung nach DIN EN 721 und, wenn der Hersteller es verlangt, eine zusätzliche Lüftungsöffnung von mindestens 150 Quadratzentimetern. Diese Werte gelten für den Fahrzeuginnenraum mit einem dafür gebauten Herd, nicht für ein Vorzelt mit mobilem Kocher.
Der mobile Kocher im Fahrzeug selbst
Den Innenraum des Fahrzeugs nennen die Hersteller noch deutlicher als das Vorzelt. In der Anleitung des MSR WhisperLite Universal steht wörtlich: „Never use this stove in an enclosed space such as a camper, tent, car, or home.“ Esbit schließt für sein Trockenbrennstoff-Kochset Zelte und enge Räume aus. Campingaz zählt Wohnbereiche zu den Orten, an denen Gasgeräte niemals betrieben werden dürfen. Eine Herstelleraussage, die einen tragbaren Kocher für den Betrieb im Wohnmobil freigibt, fand sich in den ausgewerteten Anleitungen nicht.
Das Regelwerk der Fahrzeuganlage geht von derselben Seite heran. Im Abschnitt zu den Gasgeräten hält der Auszug aus G 607 fest, dass nur Gasgeräte geeignet sind, die vom Hersteller für diesen Verwendungszweck bestimmt sind. Für Heizgeräte verlangt er, dass Verbrennungsluftzuführung und Abgasabführung dicht gegenüber dem Innenraum sind, für Kühlgeräte Verbrennungsluft aus dem Freien und Abgase ins Freie. Ein Campingkocher, dessen Anleitung geschlossene Räume ausschließt, ist nach dieser Lesart nicht für den Innenraum bestimmt; das ist eine Einordnung dieser Seite, keine Aussage des Arbeitsblatts zum mobilen Kocher.
Aus Deutschland gibt es für das Wohnmobil einen rechtsmedizinischen Befund. Rupp und Kollegen beschrieben im Jahr 2000 im Archiv für Kriminologie Spiritus- und Gaskocher in geschlossenen Campern und Wohnwagen als CO-Quelle durch unvollständige Verbrennung. Gelesen wurde davon die Zusammenfassung. Zahlen, wie oft solche Fälle in Deutschland vorkommen, ließen sich nicht finden; die Todesursachenstatistik zu CO war ohne Anmeldung nicht abrufbar, und der Jahresbericht des Giftinformationszentrums Mainz schlüsselt CO nicht auf.
Unter den Suchvorschlägen stehen auch „campingkocher wohnmobil heizen“ und „campingkocher wohnmobil heizung“. Zum Heizen mit einem Campingkocher sieht keine der ausgewerteten Herstellerangaben etwas vor, und die Heizgeräte, die G 607 im Fahrzeug zulässt, haben eine dicht geführte Abgasanlage. Eine Abgasführung nennt keines der ausgewerteten Kocher-Datenblätter. Für einen CO-Melder im Fahrzeug gibt es eine eigene Produktnorm, die DIN EN 50291-2 für elektrische CO-Melder in Freizeitfahrzeugen und Sportbooten; ob ein Melder einen Kocherbetrieb im Innenraum absichert, sagt sie nicht.
Vom mobilen Kocher zu trennen ist der eingebaute Herd. Er ist Teil der geprüften Anlage, steht in der Prüfbescheinigung mit Hersteller und CE- oder DVGW-Nummer und hat bei der Prüfung eigene Punkte, etwa einen lesbaren Warnhinweis und den Wärmeschutz gefährdeter Bauteile. Dass auch eingebaute Kocher zurückgerufen werden, zeigt ein Rückruf von Dometic für mehrere Einbaukocher in Fahrzeugen wegen möglicher Undichtigkeit an Regler und Gasleitungen. Dieser Rückruf betrifft keine Campingkocher und steht hier nur zur Abgrenzung.
Kartuschen und Flaschen an Bord lagern
Bei der Lagerung im Fahrzeug widersprechen sich Bauart und Herstelleranleitung. Die Fahrzeuganlage hat einen eigenen Flaschenaufstellraum, den G 607 regelt: Flaschen müssen dort aufrecht stehen und mit Transporthalterungen fest mit dem Fahrzeug verbunden sein, für Altanlagen reicht eine Lüftungsöffnung von 100 Quadratzentimetern. Für Kartuschen enthält der Auszug keine Regel. Campingaz schreibt in seiner FAQ zur Lagerung von Flaschen und Kartuschen, Gasbehälter sollten „niemals in Fahrzeugen zurückgelassen werden“.
MSR wird bei der Temperatur genauer. Kartuschen seien unter 49 °C zu lagern, nicht länger im geparkten Auto, und im Feld zu beschatten. Das Sicherheitsdatenblatt einer Kerbl-Kartusche nennt dieselbe Größenordnung: nicht Temperaturen über 50 °C aussetzen. Welche Temperatur sich in einem geparkten Wohnmobil an einem Sommertag einstellt, misst keine der ausgewerteten Quellen. Ein belegter Wert für den Innenraum fehlt damit genau dort, wo der Widerspruch zwischen Gaskasten und Herstellerwarnung aufzulösen wäre.
Wie heiß eine Kartusche am Kocher selbst werden kann, zeigen die beiden Marktüberwachungen aus Hessen. 2018 lagen alle 15 geprüften Gaskocher mit MSF-1A-Kartusche über 50 °C an der Kartusche, in der geschlossenen Kammer zwischen 57,9 und 140,7 °C, in der offenen zwischen 89,0 und 151,1 °C. 2024 und 2025 bestanden zwei von dreizehn Gaskofferkochern. Das betrifft den Betrieb, nicht die Lagerung, zeigt aber, wie eng der Spielraum zur 50-°C-Grenze bei Tischkochern ist, auf die große Pfannen oder Grillplatten kommen.
Was daraus für die Praxis folgt, lässt sich nur aus den Herstellerangaben ableiten: Kartuschen kühl und beschattet halten, nicht im abgestellten Fahrzeug liegen lassen, Flaschen nur im dafür gebauten Kasten. Wie Kartuschen zu Hause gelagert werden und welche Regeln dazu fehlen, ordnet der Ratgeber zum Campingkocher bei Stromausfall und zur Lagerung zu Hause ein. Eine Vorschrift für den Transport von Kartuschen im Wohnmobil wurde nicht gefunden.
Schlauch und Regler: zehn Jahre und die Sichtprüfung dazwischen
Für die Fahrzeuganlage ist die Frist eindeutig. Unter „Instandhaltung“ legt der Auszug aus G 607 fest, dass Druckregeleinrichtungen, Schlauchleitungen und automatische Umschalteinrichtungen spätestens zehn Jahre nach Herstellerdatum gegen neue auszuwechseln sind. Die Prüfbescheinigung fragt deshalb bei Regler und Schlauch das Herstelljahr ab, beim Schlauch zusätzlich Druckklasse und Länge. Bei der Wiederholungsprüfung gehören Teile, die Verschleiß oder Alterung unterliegen, ausdrücklich zum Prüfumfang, genannt sind Druckregelgeräte und Schlauchleitungen.
Für den Regler und den Schlauch am mobilen Kocher nennt promobil dieselbe Zahl: Der 50-mbar-Regler sollte samt Schlauch alle zehn Jahre ausgetauscht werden. Eine kürzere Frist von fünf Jahren tauchte in der Recherche nur als Händlerverweis auf CADAC in einer Suchzusammenfassung auf, die nicht abgerufen werden konnte. Ob ein Hersteller für seinen Kocherschlauch tatsächlich fünf Jahre nennt, ist damit offen; belegt sind die zehn Jahre aus G 607 und aus promobil.
Zwischen den Fristen steht die Sichtprüfung. Campingaz rät in seiner FAQ, den Schlauch regelmäßig daraufhin zu kontrollieren, ob er porös oder brüchig ist, und ihn dann unverzüglich zu tauschen. Bei jedem Neuanschluss einer Flasche sollen die Verbindungen an Schlauch und Regler mit Seifenlauge geprüft werden; bilden sich Blasen, ist nachzuziehen, bleiben sie, ist der Kundendienst zu fragen. Nach Gebrauch sind die Regler am Gerät und das Flaschenventil zuzudrehen. Diese Hinweise stehen im Abschnitt zu Gasgrills; für den Flaschenanschluss eines Kochers nennt die FAQ keine eigenen.
Regler und Schläuche gibt es als Zubehör mit Kenndaten, die selten erklärt werden. Enders bietet zu seinen Zweiflammern Canberra und Bondy 2 Gasdruckregler mit 1,0 und 1,5 Kilogramm pro Stunde und Schläuche mit 80 und 150 Zentimetern an. Die Kilogrammzahl entspricht der Nennleistung, die auch die Prüfbescheinigung bei Druckregelgeräten in Kilogramm pro Stunde abfragt; ein Zweiflammer aus dem promobil-Feld mit 320 Gramm pro Stunde bleibt nach eigener Rechnung deutlich darunter. Welcher Druck an diesen Reglern anliegt, steht in den ausgewerteten Zubehörzeilen nicht, und genau darauf kommt es beim Kocher an.
Dass der Regler eine Schwachstelle sein kann, zeigen Rückrufe. Der Zweiflammer Optimus Gemini wurde 2022 in den USA, in Deutschland und über das EU-Schnellwarnsystem zurückgerufen, weil ein Grat im Gasdruckregler die Membran beschädigen und Gas austreten lassen konnte. Camp Chef rief 2020 tragbare Kocher zurück, bei denen eine scharfe Kante im Regler die Dichtung beschädigte; 26 Berichte über Gasaustritt lagen vor. Gas One rief 2021 Propan-Adapterschläuche zurück, die aufquellen und undicht werden konnten. Bei den US-Kocherrückrufen ist ein Gasleck an Regler, Ventil, Leitung oder Pumpe der häufigste Mangel.
Die Gasprüfung nach G 607 und § 60 StVZO
Seit dem 19. Juni 2025 ist die Gasprüfung für Freizeitfahrzeuge Gesetz. § 60 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung verpflichtet Halter zulassungspflichtiger Fahrzeuge, Flüssiggasanlagen mit einem Höchstverbrauch von 1,5 Kilogramm pro Stunde, die nicht dem Antrieb dienen, auf eigene Kosten nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 prüfen zu lassen. Fällig ist die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme, vor der Wiederinbetriebnahme nach prüfpflichtigen Änderungen und danach wiederkehrend alle 24 Monate; die Frist endet mit Ablauf des 24. Monats. Ausgenommen sind unter anderem Fahrzeuge mit roten oder Kurzzeitkennzeichen.
Die Übergangsregel steht in § 72. Absatz 15 setzt den Anwendungsbeginn auf den 19. Juni 2025. Absatz 16 regelt Fahrzeuge, die bis dahin in Verkehr gebracht wurden: War die Anlage schon nach G 607 geprüft, folgt die erste Wiederholungsprüfung im Abstand von 24 Monaten; war sie noch nicht geprüft, musste die erste Prüfung bis zum 19. Juni 2025 erfolgen. Bußgeldhöhen nennt diese Seite nicht. TÜV NORD beschreibt die Prüfung als Pflicht für Freizeitfahrzeuge mit fest eingebauter Flüssiggasanlage, spätestens alle 24 Monate.
Wie viele Fahrzeuge das betrifft, lässt sich für Wohnmobile beziffern. Am 1. April 2025 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt 1.002.562 Wohnmobile zugelassen, erstmals über eine Million; 2017 waren es 467.554. Wie viele davon eine Gasanlage haben, nennt die Statistik nicht, und für Wohnwagen fand sich keine vergleichbare Zahl.
Was die Prüfung umfasst, steht im Auszug unter „Wiederholungsprüfung“. Der Sachkundige prüft die Anlage auf Übereinstimmung mit dem Arbeitsblatt, insbesondere Verbrennungsluftzuführung und Abgasabführung, den Zustand des Flaschenaufstellraums mit Lüftungsöffnungen, Flaschenhalterung, Zündquellen, Schlauchleitung und Aufklebern, die verschleißenden Teile, Tanks, die Geräte und ihren Einbau, die Dichtheit und die Funktion der Zündsicherung. Ohne Mängel wird die Anlage weiterbetrieben und eine Prüfplakette vergeben, und die Bescheinigung nennt die Frist für die nächste Prüfung.
| Punkt | Festlegung im Auszug |
|---|---|
| Anwendungsbereich | Flüssiggasanlagen bis 1,5 kg/h in der Gasphase in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in anderen Straßenfahrzeugen, installiert nach DIN EN 1949; nicht für Antrieb, gewerblich genutzte Fahrzeuge, Boote |
| Betriebsdruck | Fahrzeuge 30 mbar (Nennwert), Wohneinheiten 50 oder 30 mbar, Altanlagen 50 oder 30 mbar |
| Gasgeräte | nur Geräte, die der Hersteller für diesen Verwendungszweck bestimmt hat; Kochgeräte nur bei ausreichender Belüftung nach DIN EN 721 |
| Flasche außerhalb | 0,5 m um das Ventil keine Zündquellen, 0,5 m um die Flasche keine Fahrzeugöffnungen oder Schächte |
| Versorgung von außen | Schlauch höchstens 150 cm mit Schlauchbruchsicherung; Altanlagen bis 100 cm ohne |
| Schläuche im Gaskasten | 400 ± 50 mm, mit Auszug höchstens 750 mm, nicht durch Wände |
| Instandhaltung | Regler, Schläuche, Umschalter spätestens 10 Jahre nach Herstelldatum tauschen |
| Lecksuche | keine ammoniakhaltigen Mittel, keine offenen Flammen |
| Wiederholungsprüfung | spätestens nach 24 Monaten durch einen Sachkundigen |
| Flaschenwechsel | keine Änderung, die eine neue Prüfung auslöst |
Eine Unschärfe betrifft die Ausgabe. § 60 StVZO verweist auf G 607 in der Ausgabe vom August 2022. Die englischsprachigen Seiten des DIN führten genau diese Ausgabe beim Abruf am 14. Oktober 2026 als zurückgezogen, ohne einen Nachfolger zu nennen. Der Auszug auf der Prüfbescheinigung trägt kein Ausgabedatum und verweist auf die DIN EN 1949 von 2013, die laut DIN Media durch die DIN EN 1949:2022-06 ersetzt ist. Den vollständigen Text der aktuellen Fassungen hat diese Seite nicht eingesehen; beide Dokumente sind kostenpflichtig.
Gilt die Prüfpflicht auch für den mobilen Kocher?
Ausdrücklich beantwortet das keine der ausgewerteten Quellen. Der Anwendungsbereich von G 607 nennt Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen, die nach DIN EN 1949 installiert sind, also nach der Norm für den Einbau. TÜV NORD spricht von Freizeitfahrzeugen mit fest eingebauter Flüssiggasanlage, mobile Kartuschenkocher erwähnt die Seite nicht. Dass ein loser Kartuschenkocher nicht unter § 60 fällt, ist nach diesem Wortlaut naheliegend, belegt ist es nicht.
Auch die Gerätenormen ziehen eine Grenze, wenn auch von der anderen Seite. Die DIN EN 484 für Flüssiggas-Kochgeräte zur Verwendung im Freien schließt laut DIN Media Freizeitfahrzeuge und Boote aus ihrem Anwendungsbereich aus. Die DIN EN 521 für tragbare Geräte mit Kartuschen oder anderen Behältern schließt fest eingebaute Behälter aus. Eine harmonisierte Norm für tragbare Gaskocher gibt es im EU-Amtsblatt ohnehin nicht. Der mobile Kocher steht damit zwischen zwei Regelwerken, von denen keines ihn für das Fahrzeug erfasst.
Anders liegt es, sobald der Kocher an der Anlage hängt. Die Außensteckdose ist Teil der Fahrzeuganlage, und in der Prüfliste steht beim Geräteanschluss der Anschluss mit Schlauch- oder Rohrleitung, die Geräte-Absperreinrichtungen und die Schnellschlussventile vor den Geräten, deren Zustand und Funktion einwandfrei sein müssen. Die Prüfbescheinigung kennt außerdem eine Schlauchleitung zwischen Rohrleitung und einem ausziehbaren oder schwenkbaren Kocher. Was davon für den Kocher gilt, der nur gelegentlich an der Steckdose hängt, ließ sich nicht klären.
Praktisch heißt das: Wer die Außensteckdose nutzt, nutzt eine geprüfte Anlage, deren Bescheinigung den Druck nennt. Wer mit Kartusche oder eigener Flasche kocht, trägt die Verantwortung für Regler, Schlauch und Dichtheit selbst; eine Prüfstelle für einzelne mobile Kocher nennt keine Quelle.
Wie lange eine Flasche am Kocher reicht
Campingaz gibt für den Camping Kitchen 2 R einen Verbrauch von zweimal 145 Gramm pro Stunde an und dazu eine Betriebsdauer: sechs Stunden zehn Minuten an der Flasche R904, neuneinhalb Stunden an der R907. Nach eigener Rechnung entsprechen diese Laufzeiten bei 290 Gramm pro Stunde rund 1,8 und 2,75 Kilogramm Gas. Eine Füllmenge der beiden Flaschen nennt die ausgewertete Seite nicht, die Rechnung ersetzt also keine Herstellerangabe zur Flasche.
Für die handelsüblichen Flaschen mit fünf und elf Kilogramm lässt sich die Volllastzeit aus den Verbrauchswerten rechnen. Die Tabelle nimmt die niedrigsten und höchsten Werte aus dem promobil-Feld und den Campingaz-Wert. Sie gilt für beide Brenner auf voller Leistung und eine Füllung von fünf oder elf Kilogramm, die vollständig nutzbar ist; wie viel einer Flasche bei Kälte oder kurz vor dem Leerwerden tatsächlich nutzbar ist, sagt sie nicht.
| Verbrauch des Kochers | 5-kg-Flasche | 11-kg-Flasche |
|---|---|---|
| 180 g/h (Primus Moja) | rund 28 Stunden | rund 61 Stunden |
| 220 g/h (HPV Rumba) | rund 23 Stunden | 50 Stunden |
| 290 g/h (Campingaz Camping Kitchen 2 R) | rund 17 Stunden | rund 38 Stunden |
| 320 g/h (Brunner Magma, Camp 4 Mary) | rund 16 Stunden | rund 34 Stunden |
Die Tabelle beschreibt Dauerbetrieb auf beiden Flammen. Wie viele Stunden am Tag ein Kocher am Wohnmobil tatsächlich brennt, dafür gibt es keine belegte Durchschnittszahl, und damit auch keine belegte Reichweite in Tagen. Wer den Bedarf für eine Reise aus Litern Wasser, Personen und Tagen ableiten will, findet den belegten Rechenweg und seine Grenzen auf der Seite zum Gasverbrauch. Der Primus Moja steht in der ersten Zeile nur rechnerisch, weil er laut promobil nur mit Kartuschen läuft.
Bei der Fahrzeuganlage kommt ein zweiter Maßstab hinzu. G 607 und § 60 StVZO gelten für Anlagen mit einem Höchstverbrauch von 1,5 Kilogramm pro Stunde. Der 30-mbar-Zweiflammer von Campingaz mit 290 Gramm pro Stunde läge, an der Außensteckdose betrieben, nach eigener Rechnung bei knapp einem Fünftel dieses Werts. Was die übrigen Verbraucher des Fahrzeugs gleichzeitig ziehen, hängt von der Ausstattung ab und ist in den ausgewerteten Quellen nicht beziffert.
Winter am Stellplatz: Propan, Butan und die Flasche
Unter den Suchvorschlägen steht „butan oder propan für wohnmobil“, und die Frage hat eine physikalische Seite. Nach den Referenzdaten des NIST hat n-Butan bei 0 °C einen Dampfdruck von etwa 1,03 bar absolut, also kaum Überdruck, bei −10 °C nur noch 0,70 bar. Propan liegt bei −10 °C bei 3,45 bar, bei −20 °C bei 2,45 bar. Daraus folgt nach eigener Rechnung, dass reines Butan unter etwa 0 °C keinen Überdruck mehr hat, Propan erst unter etwa −42 °C.
Der ADAC Berlin-Brandenburg rät in seinen Tipps zum Wintercamping zu „Wintergas“ in der Elf-Kilogramm-Flasche, das auch bei Minustemperaturen gasförmig bleibe. Physikalisch ist das unscharf formuliert, denn auch Propan liegt in der Flasche flüssig unter Druck vor und verdampft lediglich noch bei Minusgraden. Eine Kartusche lässt sich mit dieser Empfehlung nicht gleichsetzen. Was Gasmischungen, Kartuschen und Kocher bei Kälte leisten und welche Herstellergrenzen es gibt, ordnet der Ratgeber zum Campingkocher bei Kälte und im Winter ein.
Offen bleibt, welche Mischung in einer in Deutschland getauschten oder befüllten Flasche steckt; das Sicherheitsdatenblatt eines Kartuschenherstellers spricht nur von einer kommerziellen Propan-Butan-Mischung ohne Anteile.
Die Kippfrage: Was steht auf dem Typschild?
An einer einzigen Angabe kippt die ganze Anschlussfrage: dem Nennanschlussdruck auf dem Typschild des Kochers. Steht dort 50 mbar, scheidet die Außensteckdose einer 30-mbar-Anlage aus, und der Kocher gehört an eine Flasche mit 50-mbar-Regler. Steht dort 30 mbar, ist die Steckdose der naheliegende Anschluss, und ein 50-mbar-Regler an der Flasche ist genau der Fehlanschluss, für den promobil Überhitzung und Brandgefahr beschreibt. Alles Weitere, Schlauch, Regler, Stecknippel, ergibt sich aus dieser einen Zahl.
Auf der anderen Seite steht der Betriebsdruck der Anlage, und auch der hat einen festen Ort: den Betriebsdruckaufkleber, den die Prüfbescheinigung nach G 607 abfragt, und das Feld für den Betriebsdruck der gesamten Anlage. Bei einer Altanlage, die nach dem Auszug auch 50 mbar haben darf, entscheidet dieser Aufkleber, nicht das Baujahr und nicht die Erinnerung des Vorbesitzers.
Fehlt die Angabe auf dem Kocher, fehlt eine Pflichtangabe. Nach der Gasgeräteverordnung gehören Anschlussdruck und Gasart auf Gerät und Verpackung, und Händler müssen vor dem Verkauf prüfen, ob CE-Kennzeichnung und Anleitung vorhanden sind. Ein Kocher ohne Druckangabe lässt sich deshalb nicht nach dieser Seite zuordnen, auch nicht durch Ausprobieren. Für gebrauchte Geräte wie den Kocher aus dem Nachlass, nach dem in r/wohnmobil gefragt wurde, gilt dasselbe: Ohne Typschild ist die Kippfrage nicht zu beantworten.
Ausschlusskriterien vor dem Kauf
Bevor der Vergleich einzelner Modelle beginnt, lässt sich ein Teil des Angebots aussortieren. Die folgenden Punkte stammen aus den Abschnitten oben; jeder davon schließt ein Gerät oder eine Anschlussart für den genannten Zweck aus.
- Kocher ohne Angabe zu Gasart und Anschlussdruck auf Gerät oder Verpackung: scheidet aus, weil die Pflichtangabe nach der Gasgeräteverordnung fehlt.
- 50-mbar-Kocher, der an der Außensteckdose einer 30-mbar-Anlage laufen soll: ungeeignet, wenn kein eigener Flaschenbetrieb geplant ist; promobil beschreibt verminderte Leistung.
- 30-mbar-Gerät an einer Flasche mit 50-mbar-Regler: kommt nicht infrage; promobil nennt Überhitzung bis zur Brandgefahr.
- Geplanter Betrieb im Vorzelt, unter der geschlossenen Markise oder im Fahrzeug: Kein ausgewerteter Hersteller gibt einen tragbaren Kocher dafür frei.
- Regler und Schlauch, deren Herstelldatum mehr als zehn Jahre zurückliegt: nach G 607 und promobil zu tauschen, bevor angeschlossen wird.
- Kartuschen-Tischkocher im Koffer, auf den eine große Grillplatte soll: nach der Marktüberwachung in Hessen bestanden zwei von dreizehn Geräten den Hitzetest.
- Außensteckdose an einer Anlage, deren Prüfung nach § 60 StVZO abgelaufen ist: Die Anlage ist dann nicht in dem Zustand bestätigt, auf den sich der Anschluss verlässt.
Übrig bleiben danach drei Wege: ein Kartuschenkocher, der unabhängig vom Fahrzeug läuft, ein 50-mbar-Kocher an einer Flasche mit eigenem Regler und ein 30-mbar-Kocher an der Außensteckdose, für den das erhobene Angebot klein ist.
Wann sich ein zweiter Kocher erübrigt
Wer im Fahrzeug einen eingebauten Herd hat und ihn nutzen darf, braucht zum Kochen nicht zwingend einen mobilen Kocher. promobil begründet den Kocher für draußen mit dem Wunsch, im Freien zu frühstücken und den Geruch aus den Gardinen zu halten, nicht mit einer technischen Notwendigkeit. Die Entscheidung für eine Außenküche ist damit eine Frage der Gewohnheit, und sie erübrigt sich für alle, denen der Herd im Fahrzeug genügt.
Wer nur Kaffee kochen oder Wasser erhitzen will, braucht keinen Zweiflammer. Für diesen Zweck genügt ein kleiner Kartuschenkocher, wie ihn der Vergleich der Trekking-Gaskocher und Kochsysteme mit Messwerten aus Fachtests vorstellt, und eine Anschlussfrage an das Fahrzeug stellt sich dann gar nicht. Die Herstellerhinweise zum Lagern der Kartusche gelten allerdings auch für den kleinen Kocher.
Eine Alternative ohne Gas ist die Induktionsplatte, nach der in r/Camper gefragt wurde. OutdoorGearLab hat in seinem Test der Campingkocher zwei Induktionsfelder mitgemessen; die Duxtop-Platte brauchte für einen Liter 2:47 Minuten ohne Wind und 5:12 Minuten mit Ventilator. Den Wert einer zweiten Platte von 46 Sekunden übernimmt diese Seite nicht: Schon das Erwärmen eines Liters von 20 auf 100 °C braucht nach NIST-Daten 335 Kilojoule, in 46 Sekunden wären das über sieben Kilowatt (eigene Rechnung). Wie viel Strom ein Stellplatz oder Campingplatz für eine Kochplatte hergibt, nennt keine der ausgewerteten Quellen, und deshalb bleibt die Induktion hier eine Möglichkeit ohne belegte Bemessung.
Gar nicht kaufen sollte man nach den Quellen einen Kocher für einen Ort, an dem kein Hersteller ihn zulässt. Wer eine Kochstelle für das Vorzelt sucht, um bei Regen geschützt zu kochen, findet in den ausgewerteten Anleitungen kein Gerät dafür; ob ein Dach ohne Seitenwände über dem Kocher noch als Freien gilt, beziffert keine Quelle.
Entscheidungshilfe: Welcher Anschluss passt zum Kocher am Fahrzeug?
Die Entscheidungshilfe fasst die Abschnitte oben zusammen. Sie fragt zuerst nach dem Ort, dann nach der Gasquelle und zuletzt nach dem Druck, und führt zu einer Antwort mit Begründung. Wo eine Antwort nicht belegt ist, sagt sie das. Das Typschild des eigenen Kochers, die Anleitung und die Prüfbescheinigung der Fahrzeuganlage ersetzt sie nicht.
Entscheidungshilfe
Kartusche, Flasche oder Außensteckdose: welcher Anschluss passt?
Wo soll der mobile Kocher betrieben werden?
Grundlage: DVGW G 607, Auszug auf der Prüfbescheinigung des Deutschen Verbands Flüssiggas; § 60 und § 72 StVZO; VO (EU) 2016/426 Anhang I und IV; promobil-Test Gaskocher für Wohnmobil und Campingbus (Stand 08.08.2024); Campingaz FAQ und Datenblätter Camping Kitchen 2 R und Grill & Go Caravan; Händlerbeschreibung der Truma-Gassicherungssteckdose; MSR- und Cascade-Designs-Anleitungen; alle abgerufen am 14.10.2026.
Die häufigsten Situationen am Fahrzeug noch einmal als Übersicht, jeweils mit dem Punkt, der vor dem ersten Anschluss zu prüfen ist:
| Situation | Eher | Warum | Vorher prüfen |
|---|---|---|---|
| Frühstück draußen, Kastenwagen mit Gasanlage | Flaschenkocher mit eigenem 50-mbar-Regler | großes Angebot, Druck vom Regler bestimmt | Typschild, Linksgewinde, Dichtheit |
| Wohnwagen mit Außensteckdose, Grill und Kocher | 30-mbar-Gerät an der Steckdose | Druck der Anlage wird durchgereicht | Betriebsdruckaufkleber, Stecknippel |
| Fahrzeug ohne Gasanlage | Kartuschenkocher oder eigene Flasche | keine Anlage, keine Prüfpflicht nach § 60 | Kartuschensystem, Lagerung an Bord |
| Nur Kaffee und heißes Wasser | kleiner Kartuschenkocher | keine Anschlussfrage | Kartusche kühl und schattig |
| Regen, Kochen im Vorzelt geplant | eingebauter Herd | Hersteller schließen Vorzelt aus | Lüftung nach Anleitung des Herds |
| Altanlage, Druck unbekannt | erst klären, dann wählen | Altanlagen 50 oder 30 mbar | Prüfbescheinigung |
| Großer Zweiflammer, lange Reise | 11-kg-Flasche | rund 34 bis 61 Volllaststunden nach eigener Rechnung | Regleralter, Flaschenaufstellung |
| Kofferkocher mit Grillplatte | anderes Gerät oder kleinere Abdeckung | nur 2 von 13 im Hitzetest bestanden | Anleitung zur Topfgröße |
Was es für die Außenküche nicht zu kaufen gibt
Einen tragbaren Kocher, der ab Werk an 30 und an 50 mbar betrieben werden darf, liefert der Markt nicht, jedenfalls keinen, dessen Datenblatt sich finden ließ. Zwei Hersteller lösen die Druckfrage über getrennte Ausführungen, Cadac über eine eigene Düse in der Ersatzteilliste, Campingaz über ein eigenes 30-mbar-Modell. Unter den 18 erhobenen Amazon-Angeboten nennt keines eindeutig 30 mbar, und nur der Camping Kitchen 2 Grill & Go Caravan von Campingaz ist auf der Herstellerseite ausdrücklich für den Gasanschluss von Wohnwagen und Wohnmobil beschrieben.
Auch eine Angabe, welcher Stecknippel zu welcher Außensteckdose passt, steht auf keiner ausgewerteten Kocherseite. Der Campingaz-Kocher nennt ein 30-mbar-Anschlussstück im Lieferumfang, ohne System oder Hersteller der Steckdose zu nennen; die Truma-Beschreibung nennt keine passenden Geräte. Wer Steckdose und Kocher zusammenbringen will, muss diese Angabe beim Hersteller erfragen.
Kein Kocher im Feld ist für das Vorzelt freigegeben, und kein Hersteller nennt eine Lüftungsfläche, ab der ein Vorzelt oder eine Markise mit Seitenwänden als Freien gelten würde. Eine Zündsicherung, die beim eingebauten Herd bei jeder Prüfung kontrolliert wird, nennen unter den 18 Angeboten nur vier.
Schließlich fehlt eine Norm, die den mobilen Kocher am Fahrzeug erfasst. Die DIN EN 484 für Kochgeräte im Freien schließt Freizeitfahrzeuge aus, G 607 und DIN EN 1949 regeln die Einbauanlage, eine harmonisierte Norm für tragbare Gaskocher steht nicht im EU-Amtsblatt. Wer sich auf eine Prüfangabe verlassen will, findet auf der Angebotsseite in 15 von 18 Fällen keine und auf dem Gerät bestenfalls das CE-Zeichen mit der Kennnummer der benannten Stelle. Wie man diese Kennzeichnung liest, steht im Ratgeber zum Kocherkauf, der Weg zu allen Seiten des Clusters beginnt im Überblick über Campingkocher und Brennstoffe.
Diese Punkte ließen sich nicht belegen
- Eine Messung, wie viel Kohlenmonoxid ein Kartuschen- oder Flaschenkocher im Vorzelt oder im Wohnmobil erzeugt. Die vorhandenen Studien arbeiten mit Petroleum, White Gas, Benzin oder Dual-Fuel-Kochern in kleinen Zelten.
- Der vollständige Text von DVGW G 607 in der Ausgabe 2022-08, auf die § 60 StVZO verweist; ausgewertet ist ein Auszug ohne Ausgabedatum. Ob es eine Nachfolgeausgabe gibt, ließ sich nicht klären, obwohl das DIN die Ausgabe 2022-08 als zurückgezogen führt.
- Der Normtext der DIN EN 1949:2022-06; frei sind nur Titel und Metadaten. Abschnitt 6.6 zur Versorgung von außen ist nur über den Verweis in G 607 bekannt.
- Eine Herstellerseite von Truma zur Gas-Außensteckdose; die Angaben stammen aus einer Händlerbeschreibung. Der Inhalt der Truma-Sicherheitsmitteilung von 2017 zur Außensteckdose.
- Ob an einer Außensteckdose zwei Geräte gleichzeitig betrieben werden dürfen und welchen Durchfluss sie zulässt.
- Eine Regel, ob ein loser Kartuschen- oder Flaschenkocher unter die Prüfpflicht nach § 60 StVZO fällt; naheliegend ist, dass nicht, ausdrücklich gesagt wird es nirgends.
- Eine Herstellerfrist von fünf Jahren für Kocherschläuche, die nur als Händlerverweis auf CADAC in einer Suchzusammenfassung erschien.
- Eine Anleitung eines Herstellers, nach der der Besitzer einen Kocher selbst von 50 auf 30 mbar umrüsten darf.
- Wie groß der Leistungsverlust eines 50-mbar-Kochers an 30 mbar ausfällt und ab wann ein 30-mbar-Gerät an 50 mbar überhitzt.
- Eine Vorschrift für die Lagerung oder den Transport von Kartuschen im Wohnmobil und eine Temperaturmessung im geparkten Fahrzeug.
- Die Gasmischung in deutschen Tausch- und Füllflaschen und die tatsächliche Füllmenge der Campingaz-Flaschen R904 und R907.
- Stellplatz- und Campingplatzregeln zu mobilen Kochern; ausgewertet wurden keine Platzordnungen. Für Waldnähe gelten die Landesregeln, die der Ratgeber zur Sicherheit behandelt.
- Die Strommenge, die Stellplätze und Campingplätze für eine Induktionsplatte bereitstellen.
- Die Zahl der Wohnwagen in Deutschland und die Zahl der Wohnmobile mit Gasanlage.
- Deutsche Unfall- und Todeszahlen zu CO durch Kocher in Freizeitfahrzeugen.
- Suchvolumina; die Erhebung zählt Suchvorschläge, keine Suchanfragen. Die Forenauswertung beruht auf Thread-Titeln, nicht auf Antworten.
Quellen zu Gasanlage, Druck und Vorzelt
Alle Quellen wurden am 14. Oktober 2026 abgerufen. Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet, Studien wurden in der Zusammenfassung gelesen, Forenbeiträge nur im Titel. Diese Seite beruht auf keinem eigenen Test, nennt keine Preise und ersetzt weder die Anleitung des Geräts noch die Prüfung der Gasanlage durch einen Sachkundigen.
- Deutscher Verband Flüssiggas: Prüfbescheinigung nach DVGW G 607 mit Auszug aus dem Arbeitsblatt (Muster, bereitgestellt von Rheingas)
- § 60 StVZO: Prüfung von Flüssiggasanlagen
- § 72 StVZO: Übergangsbestimmungen, Absätze 15 und 16
- DIN: Eintrag DVGW G 607:2022-08
- DIN Media: DIN EN 1949:2022-06, Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen
- DIN Media: DIN EN 484:2020-06, Flüssiggas-Kochgeräte im Freien
- DIN Media: DIN EN 521:2020-05, tragbare Flüssiggasgeräte
- DIN Media: DIN EN 50291-2:2020-10, CO-Melder für Freizeitfahrzeuge
- Verordnung (EU) 2016/426 über Geräte zur Verbrennung gasförmiger Brennstoffe (Volltext, WKO)
- TÜV NORD: Gasanlagenprüfung Wohnwagen
- promobil: Acht Gaskocher für Womo, Campingbus und Co im Test, aktualisiert 08.08.2024
- OUTDOOR und CARAVANING: Camping-Gaskocher-Test 2022
- OutdoorGearLab: Best Camping Stoves, aktualisiert 17.07.2026
- Campingaz: Hilfe und Fragen (Vorzelt, Gasflaschen, Regler, Lagerung)
- Campingaz: Camping Kitchen 2 Grill & Go Caravan, 30 mbar
- Campingaz: Camping Kitchen 2 R
- Campingaz: Camp'Bistro 3
- Campingaz: Camping Cook CV
- Fritz Berger: Händlerbeschreibung der Truma-Gassicherungssteckdose
- Cadac: Anleitung Safari Chef 30, Modell 6540L1 (Spiegel ManualsLib)
- Primus: Kocheradapter für Flaschenanschlüsse
- Enders: Canberra mit Regler- und Schlauchzubehör
- MSR: Anleitung WhisperLite Universal
- Cascade Designs: Lagerung von MSR-Kartuschen
- RP Kassel: Marktüberwachung Gaskofferkocher 2024/25
- RP Kassel: Marktüberwachung Gaskofferkocher 2018
- DGUV Regel 110-010, Anhang 1: Kenndaten von Flüssiggas
- NIST Chemistry WebBook: Sättigungsdaten n-Butan
- ADAC Berlin-Brandenburg: Tipps fürs Wintercamping
- Rupp u. a.: Spirituskocher als CO-Quelle im Wohnmobil, Archiv für Kriminologie 2000
- Betten u. a.: Brennstoffart und CO in Zelten, Wilderness Environ Med 2013
- Leigh-Smith u. a.: Topfdurchmesser und CO, Wilderness Environ Med 2004
- Fisher u. a.: CO-Vergiftungen in Medienberichten UK und Irland 1986 bis 2011, Clin Toxicol 2013
- CPSC: CO-Warnung zu Campingausrüstung, 2014
- Deutscher Feuerwehrverband: Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid im Sommer, 15.08.2025
- produktwarnung.eu: Rückruf Optimus Gemini, 10.10.2022
- CPSC: Rückruf Camp Chef Portable Stoves, 2020
- CPSC: Rückruf Gas One Propan-Adapterschläuche, 2021
- Dometic: Produktrückruf Einbauherd für Fahrzeuge
- Kraftfahrt-Bundesamt: 1 Million Wohnmobile in Deutschland, 28.05.2025
- AUTO ZEITUNG: Campingkocher im Test, 17.04.2026
- Wohnwagen-Forum: 50mbar und 30mbar am WW, 09/2026
- Wohnwagen-Forum: Gaseinspeisung durch Außensteckdose, 11/2024
- Wohnwagen-Forum: Gaskocher, welcher Anschluss erlaubt, 06/2024
- Reddit r/wohnmobil: Alter Gaskocher benutzbar, 05/2026
FAQ
Häufige Fragen
Kann ich einen 50-mbar-Campingkocher an die Gasanlage im Wohnmobil anschließen?
Fahrzeuganlagen haben nach DVGW G 607 einen Nennbetriebsdruck von 30 mbar, Altanlagen teils auch 50 mbar. Laut promobil arbeitet ein 50-mbar-Kocher an einer 30-mbar-Anlage mit verminderter Leistung. promobil empfiehlt deshalb, die Flasche mit einem eigenen 50-mbar-Regler für den Kocher zu betreiben.
Darf ein 30-mbar-Kocher an eine Gasflasche mit 50-mbar-Regler?
Davon ist abzuraten: Nach promobil kann ein 30-mbar-Gerät an 50 mbar überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. An der Flasche gehört ein Regler mit dem Druck, der auf dem Typschild des Kochers steht.
Welcher Campingkocher passt an die Gas-Außensteckdose?
Einer, dessen Nennanschlussdruck dem Betriebsdruck der Anlage entspricht; bei Fahrzeugen sind das nach G 607 30 mbar, bei Altanlagen auch 50 mbar. Die Truma-Steckdose ist laut Händlerbeschreibung nur zur Entnahme da und gibt den Druck der Anlage weiter. Ab Werk dafür beschrieben ist etwa der Campingaz Camping Kitchen 2 Grill & Go Caravan mit 30 mbar.
Darf ich mit dem Campingkocher im Vorzelt kochen?
Campingaz verneint das ausdrücklich: Gasgeräte dürften niemals in geschlossenen Räumen, Zelten oder Wohnbereichen betrieben werden. Kein ausgewerteter Hersteller gibt einen tragbaren Kocher für das Vorzelt frei. Eine CO-Messung mit Kartuschen- oder Flaschenkochern im Vorzelt gibt es nicht.
Wie oft müssen Gasschlauch und Druckregler getauscht werden?
Nach DVGW G 607 spätestens zehn Jahre nach dem Herstelldatum, und promobil nennt für Regler und Schlauch am Kocher ebenfalls zehn Jahre. Dazwischen rät Campingaz, den Schlauch regelmäßig auf poröse oder brüchige Stellen zu prüfen und Verbindungen mit Seifenlauge auf Dichtheit zu testen.
Gilt die Gasprüfung nach G 607 auch für einen mobilen Campingkocher?
§ 60 StVZO verlangt seit dem 19. Juni 2025, Flüssiggasanlagen bis 1,5 kg/h alle 24 Monate nach G 607 prüfen zu lassen. TÜV NORD bezieht das auf fest eingebaute Anlagen, mobile Kartuschenkocher erwähnt keine ausgewertete Quelle. Dass der lose Kocher nicht darunterfällt, ist naheliegend, aber nicht ausdrücklich belegt.
Darf ich Gaskartuschen im Wohnmobil lagern?
Eine Vorschrift dazu wurde nicht gefunden. Campingaz schreibt, Gasbehälter sollten niemals in Fahrzeugen zurückgelassen werden, MSR nennt eine Lagergrenze von 49 °C und rät vom geparkten Auto ab. G 607 regelt nur den Flaschenaufstellraum für Gasflaschen.