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Vergleich

Zeltlampen im Vergleich: Gewicht, Aufhängung, Laufzeit

Vier Zeltlampen nach Herstellerdaten: 87 bis 170 g, Haken, Schlaufe oder Magnet, IPX4 bis IPX6, Laufzeit laut Hersteller gegen die Messung von OutdoorGearLab.

200 Lumen oder 150 Lumen? Black Diamond beantwortet die Frage für die Moji R+ auf derselben Produktseite zweimal verschieden: Unter „Spec“ stehen 200 Lumen, in der Merkmalsliste darüber „150 lumens of white LED“. Welche Zahl stimmt, sagt der Hersteller nicht, und gemessen hat den Lichtstrom kein Test. Für eine Zeltlampe ist das allerdings die kleinere Unsicherheit. Wichtiger sind Gewicht, die Art, wie sie unter dem Zeltdach hält, eine Stufe, die nachts nicht blendet, und die Frage, ob sie am dritten Tag noch leuchtet. Dieser Vergleich legt vier kompakte Laternen nebeneinander: die Black Diamond Moji R+ und die Moji, die Fenix CL22R und die Goal Zero Lighthouse Micro Charge. Grundlage sind die Herstellerseiten, am 1. November 2026 gelesen, und die Laufzeitmessungen von OutdoorGearLab, die zwei der vier Modelle erfasst. Einen Test von Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST zu Campinglampen gibt es nicht. Selbst geprüft wurde hier nichts, und Preise stehen nirgends; den aktuellen Stand zeigt die Produktkarte.

Vier kompakte Laternen und wer draußen bleibt

Zeltlampe heißt hier: eine Laterne, die in die Deckentasche eines Rucksacks passt, unter 200 Gramm wiegt und im Innenzelt oder in der Apsis hängt, ohne dass jemand den Kopf einzieht. Alle vier im Feld liegen nach Herstellerangabe zwischen 87 und 170 Gramm. Aufgenommen wurden nur Modelle, zu denen eine erreichbare Herstellerseite mindestens Lichtstrom, Gewicht, Energiequelle und Schutzart nennt. Größere Laternen für Tisch und Vorzelt, etwa die BioLite AlpenGlow 500 als promobil-Testsieger, stehen im Vergleich der Akku-Campinglampen für Vorzelt und Tisch.

Nicht im Feld sind Ledlenser ML4 und ML6: Die Herstellerseiten antworteten bei jedem Abruf mit einem Fehler, und die Tests nennen andere oder nicht näher bezeichnete Varianten. Für sie lässt sich deshalb keine Zeile belegen. Die Moji+ von Black Diamond, die Batterieversion mit Magneten, hat eine lesbare Herstellerseite, ist aber nicht Teil der Auswahl; sie taucht unten als Vergleichsgröße auf. Aufblasbare Solarlaternen wie die BioLite Luci und die faltbare Goal Zero Crush Light sind ebenfalls leichte Zeltlichter, gehören aber zur Frage, ob sich ein Panel lohnt; dafür gibt es den Ratgeber zu Solar-Campinglampen mit Monatsrechnung. Wie die Bauarten insgesamt zusammenhängen, ordnet die Übersicht zu Campinglampen und ihren Bauarten ein.

87 bis 170 Gramm: Gewicht und Packmaß der vier

Auf Trekkingtour zählt jedes Teil im Rucksack doppelt, einmal beim Tragen und einmal beim Packen. Die Tabelle zeigt, was die Hersteller zu Gewicht, Maßen und Energiequelle schreiben. „keine Angabe“ heißt, dass die Herstellerseite am 1. November 2026 nichts dazu nannte.

ModellGewichtMaßeEnergieBezug des Gewichts
Goal Zero Micro Charge87 g112 × 37,75 mm18650-Zelle, 2600 mAh, 9,62 WhAkku eingebaut
Black Diamond Moji120 gkeine Angabe3 × AAA oder BD 1500 (separat)nicht genannt, ob mit Batterien
Fenix CL22R135 g38 × 42 × 115 mm2600 mAh, eingebautinklusive Akku
Black Diamond Moji R+170 gkeine AngabeBD 1500, Li-Ion 1500 mAhAkku eingebaut

Zwischen der leichtesten und der schwersten Lampe liegen 83 Gramm (eigene Rechnung). Die Micro Charge wiegt rund die Hälfte der Moji R+, obwohl ihr Akku laut Goal Zero 2600 Milliamperestunden fasst und der der Moji R+ 1500. Bei der Moji bleibt eine Lücke, die beim Packen zählt: Black Diamond nennt 120 Gramm, aber nicht, ob drei AAA-Zellen darin eingerechnet sind. Wer sie mit Batterien plant, wiegt nach dem Kauf selbst.

Maße nennen nur Goal Zero und Fenix. Beide Lampen sind gut elf Zentimeter lang: Die Micro Charge misst 112 Millimeter bei 37,75 Millimetern Breite, die CL22R 115 Millimeter bei 38 × 42 Millimetern Grundfläche. Für die beiden Black-Diamond-Laternen fehlt jede Maßangabe, auch das Packmaß. Ein Händler in Australien führt für die Moji R+ ein deutlich niedrigeres Gewicht als Black Diamond; diese Angabe ließ sich nicht prüfen und bleibt deshalb außen vor. Maßgeblich ist hier der Hersteller mit 170 Gramm.

Gewicht allein sagt wenig, wenn die Lampen verschieden viel leisten. Teilt man den höchsten Lichtstrom laut Hersteller durch das Gewicht, kommt die CL22R auf rund 3,7 Lumen je Gramm, Micro Charge und Moji auf je rund 1,7, die Moji R+ je nach Lesart auf 1,2 oder 0,9 (eigene Rechnung). Im Zelt ist das eine schwache Kennzahl, denn dort zählen eher die kleinen Stufen, wie der Abschnitt zum Licht unter dem Zeltdach zeigt. Sie zeigt aber, dass die leichteste Lampe nicht die mit dem meisten Licht je Gramm ist.

Aufhängen im Zelt: Schlaufe, Haken, Magnet

In den Google-Vorschlägen zu Campinglampen tauchen „zum Aufhängen“, „hängend“ und „magnetisch“ auf, und wie man eine Lampe im Zelt aufhängt, ist eine eigene Frage in der Recherche zu diesem Cluster. Als Aufhängepunkt bietet ein Zelt eine Schlaufe am Dach oder eine Deckentasche, sofern es eine hat. Wie die vier Lampen befestigt werden, beschreiben die Hersteller unterschiedlich genau.

ModellBefestigung laut HerstellerMaterial
Black Diamond Moji R+Haken, 4 MagneteHaken aus Edelstahl, Gehäuse Polycarbonat und TPU
Black Diamond Mojifaltbare Doppelhaken-Schlaufe, mehrere Lampen zu einer Reihe koppelbarHaken aus Edelstahl, Gehäuse Polycarbonat und TPU
Fenix CL22Reingebaute Hängeschlaufe, Doppelhaken im Lieferumfangkeine Angabe
Goal Zero Micro Chargekeine Angabekeine Angabe

Die Moji hängt an einer Schlaufe mit zwei Haken, die sich laut Black Diamond zusammenklappen lässt. Der Hersteller nennt ausdrücklich drei Orte: im Zelt, an einem Ast und aneinandergereiht mit weiteren Moji zu einer Kette. Für eine Gruppe mit mehreren Lampen ist das die einzige im Feld belegte Art, Licht über eine Strecke zu verteilen. Wer dagegen eine durchgehende Lichtlinie unter einer Markise sucht, ist bei den Campinglichterketten für Markise und Vorzelt richtig.

Die Moji R+ ergänzt Haken um vier Magnete. Das hilft an Metall: an der Heckklappe, an einer Zeltstange aus Stahl, am Kühlschrank im Campervan. Im Innenzelt aus Stoff haben Magnete keinen Halt; dort hängt auch die R+ am Haken. Nur sie hat im Feld beides. Die Moji+ außerhalb dieser Auswahl kombiniert ebenfalls Doppelhaken und vier Magnete, läuft aber mit Batterien.

Fenix liefert die CL22R mit einer Hängeschlaufe am Gehäuse und einem Doppelhaken. Die Stabform mit 115 Millimetern Länge hängt dann senkrecht, das 360-Grad-Licht strahlt rundum und das Downlight nach unten. Für die Goal Zero Micro Charge nennt die Herstellerseite keine Aufhängung; sie beschreibt die Lampe als Begleiter für Handtasche, Rucksack und Handschuhfach. Wer sie unters Zeltdach hängen will, braucht nach der Beleglage eine eigene Lösung, etwa eine Schnur oder einen kleinen Karabiner. Ob eine Öse oder ein Haken am Gehäuse sitzt, zeigt erst das Auspacken.

Stufen und Laufzeit: vier Hersteller, vier Arten der Angabe

Bei der Laufzeit zeigt sich, wie verschieden Hersteller dieselbe Frage beantworten. Goal Zero gibt Werte für jede Betriebsart an, Black Diamond für die Moji R+ inzwischen zwei, für die Moji nur ein Maximum, Fenix nur eine Zahl für das ganze Gerät. OutdoorGearLab hat zwei der vier auf höchster Stufe laufen lassen, bis sie aus waren.

ModellHersteller, hohe StufeHersteller, niedrige StufeOutdoorGearLab, höchste Stufe
Goal Zero Micro Chargeeine Seite 15 h, beide Seiten 7 heine Seite 170 h, beide 80 h3,75 h
Black Diamond Moji R+5,5 h16 h5,3 h
Black Diamond Mojikeine Angabemax. 120 hnicht gemessen
Fenix CL22Rkeine Angabemax. 200 hnicht gemessen

Bei der Moji R+ liegen Hersteller und Messung nah beieinander: 5,5 Stunden laut Black Diamond, 5,3 Stunden bei OutdoorGearLab, rund 96 Prozent (eigene Rechnung). Auf der Herstellerseite steht beim Abruf am 1. November 2026 „Max Burntime: [High] 5.5 hrs, [Low] 16 hrs“. Die niedrige Stufe der R+ reicht damit laut Hersteller für rund zwei Nächte zu je acht Stunden, nicht für eine Woche (eigene Rechnung).

Bei der Micro Charge klafft eine Lücke. Mit beiden Seiten auf voller Leistung nennt Goal Zero 7 Stunden, OutdoorGearLab maß 3,75 Stunden, also rund 54 Prozent (eigene Rechnung). Dazu kommt, dass die beiden Angaben nicht dasselbe messen müssen: Wie Goal Zero die Laufzeit ermittelt, sagt die Seite nicht, das Testportal ließ die Lampe bis zum Erlöschen brennen. Warum die Laufzeitnorm FL1 bei zehn Prozent Restlicht endet und wie man Laufzeitangaben überhaupt liest, steht im Ratgeber zu Lumen, Lux und Laufzeit bei Campinglampen. Eine Messnorm nennt keiner der vier Hersteller.

Für die Moji und die CL22R stehen nur Höchstwerte da, 120 und 200 Stunden. Welcher Stufe sie gelten, sagen beide Seiten nicht; naheliegend ist die kleinste, deren Lichtstrom aber keiner der beiden Hersteller beziffert. Damit lässt sich nicht sagen, wie hell die Lampe in diesen 120 oder 200 Stunden ist. Die einzige belegte niedrigste Stufe im Feld hat die Micro Charge: 10 Lumen bei vollem Akku, 7 Lumen im Durchschnitt.

Black Diamond Moji R+

Black Diamond

Das spricht dafür: Haken und vier Magnete, BD-Laufzeit von OGL fast bestätigt.

Fazit: Die Akku-Version der Moji. Black Diamond nennt in der Spezifikation 200 Lumen, in der Aufzählung derselben Seite 150 Lumen, als Laufzeit 5,5 Stunden hoch und 16 Stunden niedrig; OutdoorGearLab maß 5,3 Stunden auf höchster Stufe. Gespeist wird sie vom Li-Ion-Akku BD 1500 (1500 mAh), geladen über Micro-USB; ob der Akku herausnehmbar ist, sagt die Seite nicht. Edelstahlhaken, vier Magnete, Farbmodi, ein Lagerfeuer-Modus, IPX4, 170 g und drei Jahre Garantie.

Kernfakten

Lichtstrom (BD)
200 lm (Spezifikation) / 150 lm (Aufzählung)
Laufzeit (BD)
5,5 h hoch, 16 h niedrig
Laufzeit gemessen (OGL)
5,3 h auf höchster Stufe
Akku / Laden
BD 1500 Li-Ion 1500 mAh; Micro-USB
Aufhängung
Edelstahlhaken, 4 Magnete
Schutzart / Gewicht
IPX4 / 170 g
Garantie (BD)
3 Jahre

Am besten für: Zeltdecke und Apsis

Weniger geeignet für: Wer nur USB-C-Kabel dabeihat

Pro

  • OGL-Messung nahe an der BD-Angabe für hoch
  • Viele Befestigungsarten
  • Drei Jahre Garantie

Contra

  • Widersprüchliche Lumen-Angabe beim Hersteller
  • Micro-USB
  • Nur 16 h auf niedriger Stufe

Ausstattung

  • Haken und Magnete
  • Weiß- und Farbmodi
  • Lagerfeuer-Modus

Black Diamond Moji

Black Diamond

Das spricht dafür: Läuft mit AAA-Batterien, 120 g.

Fazit: Die Batterieversion für drei AAA-Zellen, alternativ mit dem separat erhältlichen BD-1500-Akku. Black Diamond nennt 200 Lumen auf höchster Stufe, einen Dimmschalter und eine maximale Brenndauer von 120 Stunden. 120 g, IPX4, einklappbare Doppelhaken-Schlaufe und drei Jahre Garantie. Einen USB-Anschluss nennt Black Diamond nicht.

Kernfakten

Lichtstrom (BD)
200 lm, dimmbar
Laufzeit (BD)
max. 120 h
Energie
3 × AAA oder BD 1500 Li-Ion (separat)
Aufhängung
einklappbare Doppelhaken-Schlaufe
Schutzart / Gewicht
IPX4 / 120 g
Garantie (BD)
3 Jahre

Am besten für: Notfallkiste und Zelt ohne Ladegelegenheit

Weniger geeignet für: Wer eine Powerbank-Funktion sucht

Pro

  • Batterien überall nachzukaufen
  • Leicht
  • Drei Jahre Garantie

Contra

  • Laufzeit nur als Maximum, keine je Stufe
  • Akku nur als Zubehör
  • Kein USB-Anschluss genannt

Ausstattung

  • AAA-Batterien oder Akku
  • Doppelhaken-Schlaufe
  • Kompakte Kugelform

Fenix CL22R

Fenix

Das spricht dafür: Warmes 360°-Licht und kaltweißes Downlight, 135 g.

Fazit: Eine Stablaterne mit zwei Leuchtbildern: 360° in 3000 K und ein Downlight in 6500 K, zusammen 500 Lumen maximal, Laufzeit bis 200 Stunden. Der Akku mit 2600 mAh ist eingebaut und lädt per USB-C in etwa drei Stunden (Netzteil ab 5 V/1 A). Die Schutzart IP65 gilt laut Fenix nur mit geschlossener Staubkappe, dazu nennt Fenix 1,5 m Fallfestigkeit; ab 50 °C regelt die Lampe herunter. 135 g mit Akku, Rotlicht, farbige Stimmungs-LEDs am Boden, Hängeschlaufe und Doppelkarabiner. Fenix nennt 15 Tage Austausch, zwei Jahre kostenlose Reparatur (Akku 1 Jahr) und danach Reparatur gegen Teilekosten.

Kernfakten

Lichtstrom (Fenix)
max. 500 lm; Laufzeit max. 200 h; Downlight bis 80 m
Lichtfarbe
360° 3000 K, Downlight 6500 K; Rotlicht, Farb-LEDs
Akku / Laden
2600 mAh eingebaut; USB-C, ca. 3 h (ab 5 V/1 A)
Schutzart / Fall
IP65 nur mit geschlossener Staubkappe; 1,5 m Fallfestigkeit
Gewicht / Maße
135 g inkl. Akku; 38 × 42 × 115 mm
Garantie (Fenix)
15 Tage Austausch, 2 Jahre kostenlose Reparatur, Akku 1 Jahr

Am besten für: Zelt und Apsis, hängend über dem Kopf

Weniger geeignet für: Wer Strom fürs Handy abzweigen will

Pro

  • Zwei Farbtemperaturen mit Kelvin-Angabe
  • USB-C
  • Leicht für die Helligkeit
  • Fallfest aus 1,5 m

Contra

  • Schutz nur mit geschlossener Kappe
  • Keine Laufzeit je Stufe
  • Kein Powerbank-Ausgang genannt

Ausstattung

  • 360°-Licht und Downlight
  • Rotlicht
  • Hängeschlaufe mit Doppelkarabiner
  • USB-C

Goal Zero Lighthouse Micro Charge

Goal Zero

Das spricht dafür: 87 g, IPX6, Powerbank-Ausgang.

Fazit: Mit 87 g die leichteste Akku-Laterne der Auswahl. Goal Zero nennt auf voller Stufe mit allen vier LEDs 150 Lumen bei vollem Akku und 135 Lumen im Durchschnitt, dazu 15 Stunden hoch und 170 Stunden niedrig mit einer LED-Seite, mit beiden Seiten 7 und 80 Stunden. OutdoorGearLab maß 3,75 Stunden auf höchster Stufe. Der 18650-Akku hat 9,62 Wh, Ein- und Ausgang laufen über USB mit 5 V/1 A, Laden dauert rund 3,5 Stunden, Laden und Entladen gleichzeitig ist möglich. Die Schutzart ist IPX6, die Garantie zwei Jahre.

Kernfakten

Lichtstrom (Goal Zero)
volle Stufe (4 LEDs) 150 lm bei vollem Akku, 135 lm im Durchschnitt; kleinste Stufe 10 bzw. 7 lm
Laufzeit (Goal Zero)
eine Seite 15 h hoch/170 h niedrig; beide 7 h/80 h
Laufzeit gemessen (OGL)
3,75 h auf höchster Stufe
Akku
18650 Li-NMC 2600 mAh, 9,62 Wh
Laden / Ausgang
USB 5 V/1 A ein und aus; ca. 3,5 h; gleichzeitig laden und entladen möglich
Schutzart / Gewicht
IPX6 / 87 g; 3800 K Laterne
Garantie (Goal Zero)
2 Jahre

Am besten für: Trekking und Zelt mit Handy-Reserve

Weniger geeignet für: Helles Licht für einen Familientisch

Pro

  • Sehr leicht
  • Wh-Angabe für den Akku
  • Strahlwasserschutz IPX6
  • Laufzeit je Stufe angegeben

Contra

  • OGL-Messung (3,75 h) unter der Hersteller-Laufzeit für beide Seiten hoch (7 h)
  • Ausgang nur 5 V/1 A
  • Lichtstrom fällt mit dem Ladestand

Ausstattung

  • Laterne und Taschenlampe
  • Powerbank-Ausgang
  • Wh-Angabe
  • IPX6

Vier Steckbriefe mit Beleglage und Lücken

Black Diamond Moji R+

Als Akkuversion der Moji wiegt die R+ laut Black Diamond 170 Gramm. Dazu nennt der Hersteller IPX4, einen Lithium-Ionen-Akku vom Typ BD 1500 mit 1500 Milliamperestunden, Laden über Micro-USB und drei Jahre Garantie. Zum Licht gehören weißes Licht in Dauer- oder Blinkbetrieb, ein Farbwechsel durch das ganze Spektrum und ein Lagerfeuermodus. Bedient wird sie über zwei Tasten. Eine digitale Sperre soll verhindern, dass sie sich im Rucksack einschaltet.

Offen bleibt zuerst der Lichtstrom, 200 oder 150 Lumen. Eine Lichtfarbe in Kelvin nennt Black Diamond nicht, ebenso wenig Maße und Ladezeit. Die Leuchtweite gibt der Hersteller mit 15 Metern auf hoher und 2 Metern auf niedriger Stufe an. Bei OutdoorGearLab hielt sie auf höchster Stufe 5,3 Stunden durch, länger als die Micro Charge mit 3,75 Stunden und knapp länger als die BioLite AlpenGlow Mini mit 5,2 Stunden. Passend ist sie für alle, die Magnete nutzen wollen und Micro-USB noch im Kabelbeutel haben. Wer nur noch USB-C mitnimmt, braucht für sie ein zweites Kabel.

Black Diamond Moji

Die Moji läuft mit drei AAA-Batterien oder mit dem BD-1500-Akku, der separat verkauft wird; Black Diamond nennt das „Dual-Fuel“. Laut Hersteller leuchtet sie mit bis zu 200 Lumen durch eine matte Kugel, die das Licht gleichmäßig verteilen soll, und lässt sich per Schalter dimmen. 120 Gramm, IPX4, die faltbare Doppelhaken-Schlaufe, eine digitale Sperre und drei Jahre Garantie vervollständigen die Angaben.

Black Diamond nennt für die Moji „Lumens: 200 lumens“ und führt sie als „The new Moji“. Eine Laufzeit je Stufe fehlt, ebenso Maße und Lichtfarbe. Passend ist sie für Touren ohne Lademöglichkeit und für die Notfallkiste; eine Powerbank-Funktion hat sie nicht.

Fenix CL22R

Fenix baut die CL22R als Stab mit zwei Leuchtbildern: rundum in 3000 Kelvin und als Downlight in 6500 Kelvin, zusammen bis 500 Lumen. Den 360-Grad-Lichtkreis gibt Fenix mit 20 Metern Durchmesser an, die Reichweite des Downlights mit 80 Metern. Der eingebaute Akku hat 2600 Milliamperestunden und lädt über USB-C in etwa drei Stunden, mit einem Netzteil von 5 Volt und 1 Ampere oder stärker. Mit Akku wiegt sie 135 Gramm.

Die Schutzart IP65 gilt laut Fenix nur mit geschlossener Staubkappe über der Ladebuchse. Auf die FAQ-Frage, ob die Lampe wasserdicht sei, antwortet Fenix mit „No“ und verlangt, die Kappe zu schließen, damit Staub- und Wasserschutz erhalten bleiben. Fenix nennt außerdem eine Fallfestigkeit von 1,5 Metern und eine Abregelung, sobald die Lampe 50 Grad Celsius erreicht. Laufzeiten je Stufe fehlen, die 200 Stunden sind ein Höchstwert. Garantie: zwei Jahre kostenlose Reparatur, für den Akku ein Jahr, danach eine eingeschränkte lebenslange Garantie mit kostenpflichtigen Teilen. Einen Ausgang zum Laden anderer Geräte hat sie nicht. Passend ist sie für alle, die USB-C wollen und mit einer Hängeschlaufe statt Magneten auskommen.

Goal Zero Lighthouse Micro Charge

Die Micro Charge ist mit 87 Gramm die leichteste Lampe im Feld und die am vollständigsten dokumentierte. Goal Zero nennt eine 18650-Zelle mit 2600 Milliamperestunden und 9,62 Wattstunden bei 3,7 Volt, Laden und Entladen über USB mit 5 Volt und bis zu 1 Ampere, IPX6 und zwei Jahre Garantie. Laterne und Taschenlampe stecken in einem Gehäuse; die Laterne leuchtet laut Hersteller in 3800, die Taschenlampe in 3000 Kelvin. Gleichzeitiges Laden und Entladen bestätigt das Datenblatt („Simultaneous Recharge & Discharge: Yes“).

Zwei Angaben brauchen eine Erklärung. Die 150 Lumen gelten bei vollem Akku auf voller Stufe; für dieselbe Stufe nennt Goal Zero als Durchschnitt („Average“) 135 Lumen, eine mittlere Stufe ist das nicht. Der Lichtstrom fällt also mit dem Ladestand. Beim Lagern verlangt das Datenblatt „Charge every 3.6 months“, gemeint ist vermutlich alle drei bis sechs Monate. Eine Aufhängung nennt die Seite nicht. Passend ist sie für Trekking, bei dem jedes Gramm zählt und das Handy notfalls ein paar Prozent Strom aus der Lampe ziehen soll. Was ein Ausgang mit 5 Watt dafür hergibt, rechnet der Vergleich von Campinglampen mit Powerbank-Funktion in Wattstunden durch.

Regen, Tau und Staubkappe: die Schutzarten im Vergleich

Im Zelt selbst regnet es nicht, aber eine Zeltlampe hängt auch in der Apsis, liegt nachts im taufeuchten Gras oder wandert am Morgen nass in den Rucksack. Die vier nennen drei verschiedene Schutzarten. Was die Ziffern bedeuten, beschreiben Prüflabore und Hersteller von Prüftechnik; die Norm IEC 60529 selbst ist nicht frei einsehbar, deshalb stammen die folgenden Werte aus solchen Sekundärquellen.

  • IPX4 (beide Moji): Spritzwasser aus allen Richtungen, nach der Übersicht von Oriental Motor 10 Liter je Minute über 10 Minuten. Black Diamond übersetzt das mit „withstands rain and sleet from any angle“.
  • IP65 (Fenix CL22R): Die erste Ziffer 6 steht für Staubdichtheit, die zweite 5 für Strahlwasser mit 12,5 Litern je Minute. Fenix bindet das an die geschlossene Kappe.
  • IPX6 (Goal Zero Micro Charge): starkes Strahlwasser, 100 Liter je Minute bei 100 Kilopascal über drei Minuten aus drei Metern.

Spritzwasser aus allen Richtungen, wie es Regen oder Tropfen vom Zeltdach erzeugen, decken nach diesen Prüfbedingungen alle vier ab, die CL22R nur mit geschlossener Kappe. Untertauchen ist bei keiner belegt, IPX7 nennt keiner der vier Hersteller. Wichtiger als die Ziffer ist im Alltag die Kappe der CL22R: Wer sie nach dem Laden offen lässt, hat eine Lampe ohne belegten Wasserschutz. Wie die Schutzart in den freiwilligen Leistungsstandard für tragbare Leuchten eingebettet ist und warum IPX4 und IPX7 zwei verschiedene Prüfungen sind, erklärt die Seite zu Lumen, Leuchtweite und Schutzart bei Stirnlampen.

Eine Falltest-Angabe macht im Feld nur Fenix mit 1,5 Metern. Bei einer Lampe, die unter dem Zeltdach hängt, ist ein Sturz aus Kopfhöhe auf den Boden denkbar; für die beiden Moji und die Micro Charge gibt es dazu keine Zahl.

Laden unterwegs: Micro-USB, USB-C oder drei AAA-Zellen

Wer länger als eine Nacht unterwegs ist, plant die Energie mit. Die vier Lampen verlangen dafür drei verschiedene Dinge: ein Micro-USB-Kabel für die Moji R+, ein USB-C-Kabel für die CL22R, ein USB-Kabel für die Micro Charge, deren Buchsenform die Herstellerseite nicht nennt, und für die Moji schlicht Batterien.

Micro-USB bei der Moji R+ ist kein Rechtsverstoß. Die europäische Pflicht zur USB-C-Buchse gilt für bestimmte Funkgeräte wie Telefone, Kameras und Kopfhörer, nicht für eine Leuchte ohne Funk. Was das im Einzelnen heißt, wie Lithium-Akkus Kälte vertragen und wann austauschbare Akkus Pflicht werden, steht im Ratgeber zu Akku, Batterie und Lagerung von Campinglampen. Für die Auswahl hier genügt: Wer mit nur einem Kabel reisen will, findet im Feld eine Lampe mit USB-C, die CL22R.

Bei den Ladezeiten nennen Fenix rund drei Stunden mit einem Netzteil ab 5 Volt und 1 Ampere, Goal Zero rund dreieinhalb Stunden aus einer USB-Quelle. Für die Moji R+ steht keine Ladezeit auf der Herstellerseite. Goal Zero nennt zusätzlich ein Solarpanel aus eigenem Haus, mit dem die Micro Charge ebenfalls in etwa dreieinhalb Stunden voll sein soll; das ist eine Herstellerangabe, unabhängig gemessen hat sie niemand. Wie realistisch solche Angaben je nach Monat sind, rechnet der Solar-Ratgeber vor.

Aus diesem Schema fällt die Moji. Sie braucht keine Steckdose, nur drei AAA-Zellen, die sich unterwegs nachkaufen lassen. Black Diamond nennt dafür 120 Stunden maximale Brenndauer. Mit welcher Batteriechemie dieser Wert entstand, sagt die Seite nicht. Wer den separat erhältlichen BD-1500-Akku einsetzt, hat dieselbe Zelle wie in der Moji R+ und kann zwischen Akku und Batterie wechseln.

Rotlicht, Farbmodi und Transportsperre

Ein Rotlicht nennt im Feld nur Fenix für die CL22R. In einem Thread auf ultraleicht-trekking.com wird es mit der Dunkeladaption begründet: Wer nachts aus dem Schlafsack muss, will die Augen nicht an weißes Licht gewöhnen und den Zeltnachbarn nicht wecken. Eine physiologische Studie dazu, die sich auf Campingleuchten übertragen ließe, fand die Recherche nicht. Was Rotlicht und Lichtfarbe leisten und was die Studien dazu zeigen, behandelt der Ratgeber zu Lichtfarbe, Rotlicht und Insekten.

Die Moji R+ hat statt Rotlicht einen Farbwechsel und einen Lagerfeuermodus. Black Diamond nennt dafür weder Kelvin noch Lumen. Ob eine der Farben ein reines Rot ist, das sich dauerhaft einstellen lässt, beschreibt die Herstellerseite nicht. Für die Micro Charge und die Moji nennen die Hersteller keine Farbmodi.

Eine weitere Funktion haben dagegen beide Black-Diamond-Lampen: die digitale Sperre. Black Diamond schreibt, sie verhindere das versehentliche Einschalten im Rucksack oder in der Hosentasche. Eine Lampe, die im Packsack unbemerkt brennt, ist am Abend leer. Für die CL22R und die Micro Charge nennen die Hersteller keine Sperre; ob sich der Schalter versehentlich drücken lässt, zeigt erst der Gebrauch.

Wie viel Licht unter dem Zeltdach ankommt

Im Zelt hängt die Lampe eine Armlänge vom Gesicht entfernt. In einem Forenthread auf outdoorseiten.net nennen Nutzer 35 bis 50 Lumen als ausreichend zum Lesen und beschreiben 200 bis 300 Lumen als blendend. Das sind Erfahrungen, keine Messungen, und für Zelt oder Campingtisch gibt es keine Lux-Vorgabe. Sie zeigen aber die Richtung: Für eine Zeltlampe ist die niedrigste Stufe die wichtigere Zahl, nicht die höchste.

Genau diese Zahl fehlt bei drei der vier. Nur Goal Zero nennt für die Micro Charge eine kleinste Stufe von 10 Lumen bei vollem Akku. Black Diamond gibt für beide Moji eine Leuchtweite von zwei Metern auf niedriger Stufe an, aber keinen Lichtstrom; die Moji lässt sich laut Hersteller per Dimmschalter regeln. Fenix nennt für die CL22R weder eine kleinste Stufe noch die Zahl der Stufen. Wer abends liest, sollte nach dem Kauf prüfen, ob die kleinste Stufe zum Lesen reicht, ohne zu blenden. Wie viel Licht für welche Tätigkeit in welcher Größenordnung nötig ist, steht im Lumen-Ratgeber.

Gegen Blendung hilft die Bauform. Die Moji verteilt das Licht laut Black Diamond über eine matte Kugel, die CL22R hat einen 360-Grad-Teil in warmem Weiß und ein getrenntes kaltweißes Downlight. Wer in der Apsis kochen oder Schuhe suchen will, nutzt das Downlight; zum Ausruhen das Rundumlicht in 3000 Kelvin. Die Micro Charge leuchtet über zwei Seiten, die sich einzeln oder gemeinsam schalten lassen.

Fünf Lagen vom Trekkingzelt bis zum Kinderzelt im Garten

Übersetzt in Situationen sehen die Herstellerdaten so aus. Jede Antwort stützt sich nur auf das, was die Herstellerseiten oder OutdoorGearLab angeben.

Mehrtägige Trekkingtour ohne Steckdose. Hier zählen Gewicht und Energie. Die Micro Charge ist mit 87 Gramm die leichteste, ihr Akku hat laut Goal Zero 9,62 Wattstunden, und eine Seite auf niedriger Stufe soll 170 Stunden halten. Wer gar nicht laden kann, nimmt die Moji mit Ersatz-AAA-Zellen. Ob die Moji mit Batterien schwerer ist als 120 Gramm, bleibt offen.

Zelt mit Partnerin oder Partner, nachts raus. Wer niemanden wecken will, braucht eine gedämpfte Stufe oder ein Rotlicht. Rotlicht hat im Feld nur die CL22R; die Moji lässt sich dimmen. Für die Moji R+ ist die niedrigste Stufe nicht beziffert.

Campervan oder Auto mit Heckklappe. Magnete halten an Stahl. Die Moji R+ ist die einzige der vier mit Magneten; laut Black Diamond sind es vier. Im Stoffzelt bleibt auch sie auf den Haken angewiesen.

Regen über Tage, Lampe in der Apsis. IPX6 bei der Micro Charge ist der stärkste Wasserschutz im Feld ohne Bedingung. Die CL22R liegt mit IP65 eine Stufe darunter, Strahlwasser statt starkes Strahlwasser, und das nur mit geschlossener Kappe.

Kinder zelten im Garten. „Zeltlampe kinder“ ist eine eigene Suchanfrage, und in einem Thread auf gutefrage.net geht es um Kinder, die allein im Garten zelten. Für diesen Fall scheidet jede Flamme aus. Unter den vier haben beide Moji eine digitale Sperre und eine Hängeschlaufe beziehungsweise Haken, die eine Lampe über dem Kopf halten statt neben dem Schlafsack. Ob ein Batteriefach verschraubt und damit für Kinderhände schwer zu öffnen ist, nennt keiner der Hersteller; das gilt besonders für die Moji mit ihren AAA-Zellen.

Die Kippfrage: Kommt man unterwegs an Strom?

An einer Angabe kippt die Wahl in diesem Feld: ob es zwischen zwei Nächten eine Lademöglichkeit gibt, sei es eine Steckdose am Campingplatz, eine Powerbank oder ein Solarpanel. Wer mit Ja antwortet, hat drei Akku-Lampen zur Wahl. Dann entscheidet die Befestigung: Magnete bei der Moji R+, USB-C und Rotlicht bei der CL22R, das geringste Gewicht und der höchste belegte Wasserschutz bei der Micro Charge.

Wer mit Nein antwortet, landet bei der Moji. Drei AAA-Zellen lassen sich mitnehmen und unterwegs nachkaufen, eine Ladezeit gibt es nicht. Wer beides will, setzt in die Moji den separaten BD-1500-Akku und nimmt Batterien als Reserve mit.

Ausschlusskriterien für die vier Zeltlampen

Vor dem Kauf lässt sich mit wenigen Fragen aussortieren.

  • Sie wollen nur ein USB-C-Kabel mitnehmen: Die Moji R+ scheidet aus, sie lädt über Micro-USB. Für die Micro Charge nennt Goal Zero die Buchsenform nicht.
  • Sie brauchen ein Rotlicht: Moji, Moji R+ und Micro Charge scheiden aus; nur die CL22R hat eines.
  • Sie wollen die Lampe an Metall heften: Nur die Moji R+ hat Magnete, die übrigen drei kommen dann nicht infrage.
  • Sie wollen das Handy aus der Lampe laden: Nur die Micro Charge hat einen Ausgang. Moji, Moji R+ und CL22R scheiden aus.
  • Sie wollen eine Lampe, die ohne Bastelei hängt: Bei der Micro Charge nennt Goal Zero keine Aufhängung.
  • Sie wollen Laufzeit je Stufe belegt sehen: Moji und CL22R scheiden aus, beide Hersteller nennen nur einen Höchstwert.
  • Sie wollen eine Lampe, die sicher ein Bad im Bach übersteht: Alle vier scheiden aus, keine ist für Untertauchen ausgewiesen.

Einstiegsklasse und Mittelklasse: was der Sprung hier bringt

Nach eigener Einordnung am Stichtag gehören die Moji und die Micro Charge zur Einstiegsklasse, die Moji R+ und die CL22R zur Mittelklasse. Die Einordnung ist eine Preisklasse, keine Qualitätsaussage, und sie kann sich mit dem Angebot ändern.

Was der Sprung in die Mittelklasse in diesem Feld bringt, ist bei den beiden Black-Diamond-Lampen klar zu sehen: Mit der R+ kommen ein eingebauter Akku, Magnete und Farbmodi dazu, dafür 50 Gramm mehr und Micro-USB-Laden statt Batteriewechsel. Die CL22R bringt USB-C, Rotlicht, zwei Lichtfarben mit Kelvin-Angabe und den einzigen Falltest im Feld.

Wo der Sprung nichts bringt, ist ebenso deutlich. Die am vollständigsten dokumentierte Lampe, die Micro Charge, kommt aus der Einstiegsklasse, und sie hat den höchsten Wasserschutz ohne Bedingung und als einzige einen Ausgang. Eine Laufzeit je Stufe und eine Angabe zur kleinsten Stufe in Lumen fehlen dagegen gerade bei der Mittelklasse-Lampe CL22R. Ein höheres Segment heißt hier also nicht mehr Daten.

Garantie, Akkutausch und Ersatz über die Jahre

Drei Jahre Garantie gibt Black Diamond für beide Moji, die längste ohne Staffelung im Feld. Goal Zero nennt zwei Jahre. Fenix staffelt: 15 Tage Umtausch bei belegtem Fertigungsfehler, zwei Jahre kostenlose Reparatur, für den Akku ein Jahr, danach eine eingeschränkte lebenslange Garantie, bei der Teile bezahlt werden.

Bei den Folgekosten zählt vor allem der Akku. Die Moji braucht Batterien, und wie viele Sätze eine Saison verbraucht, hängt allein an der Nutzung; Black Diamond nennt nur die 120 Stunden Höchstwert. Bei der Moji R+ und der CL22R ist der Akku eingebaut, eine Anleitung zum Tausch nennt keine der beiden Herstellerseiten. Wenn er nachlässt, ist bei beiden der Hersteller gefragt; Fenix deckt den Akku nur ein Jahr kostenlos ab. Die Micro Charge nutzt eine 18650-Zelle, also ein Standardformat; ob der Nutzer sie wechseln kann, sagt Goal Zero nicht.

Black Diamond verkauft den BD 1500 auch einzeln. Für die Moji ist er damit ein Ersatzteil im eigentlichen Sinn, für die Moji R+ nach der Beleglage nicht. Ersatzhaken oder Ersatzkappen nennt keiner der vier Hersteller.

Warum Kerze und Gaslaterne in diesem Feld fehlen

In 17 von 56 ausgewerteten Forenthreads zu Campinglampen geht es um Gas, Petroleum oder Glühstrumpf im Zelt oder Vorzelt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hält nach zwei Unglücken mit sechs Toten in geschlossenen Zelten fest, dass Brennstoffgeräte einschließlich Laternen nie in Zelt oder Camper betrieben werden sollen; offene Zeltklappen reichten nicht aus. Was die Hersteller von Gas- und Petroleumlaternen dazu im Wortlaut schreiben, steht im Vergleich der Gaslaternen mit ihren Warnhinweisen, die Grundlagen zu Kohlenmonoxid auf der Seite zur Sicherheit beim Campingkocher. Eine Zeltlampe im Sinn dieses Vergleichs ist deshalb immer elektrisch.

Wann die Stirnlampe als Zeltlicht genügt

Wer eine Stirnlampe dabeihat, braucht nicht zwingend eine zweite Lampe. In einem Thread auf ultraleicht-trekking.com hängen Nutzer die Stirnlampe mit einem Karabiner unters Zeltdach, auf outdoorseiten.net geht es um einen Diffusor davor, damit sie nicht blendet. Petzl verkauft dafür die Noctilight, eine Hülle, die eine Stirnlampe zur Laterne macht und laut Petzl 85 Gramm wiegt. Wie hell sie leuchtet, hängt von der eingesetzten Lampe ab.

Gegenüber den vier Laternen spart das Gewicht nur bedingt: Die Hülle allein wiegt fast so viel wie die Micro Charge mit Akku. Der Vorteil liegt woanders, denn es bleibt bei einer Energiequelle und einem Ladekabel. Eine eigene Zeltlampe erübrigt sich also, wenn die Stirnlampe eine gedämpfte Stufe hat und abends ohnehin am Kopf ist. Worauf es bei Stirnlampen ankommt, vom Sitz bis zum Rotlicht, beschreibt der Leitfaden zum Stirnlampenkauf.

Kleine Laternen außerhalb der Auswahl als Gegenprobe

Ob die Lücken der vier am Feld liegen oder an der ganzen Bauart, zeigt ein Blick auf weitere kompakte Laternen, deren Herstellerseiten sich lesen ließen. Sie stehen nicht zur Auswahl, dienen hier aber als Gegenprobe. Alle Werte sind Herstellerangaben, die Laufzeit in der letzten Spalte hat OutdoorGearLab auf höchster Stufe gemessen.

ModellGewicht, LichtstromBefestigung, Rotlicht, LadenGemessen (OGL)
Black Diamond Moji+140 g; 200 lmDoppelhaken, 4 Magnete; Rotlicht nicht genannt; 3 × AAA oder BD 1500nicht gemessen
Fenix CL20R91 g (laut Tabelle ohne Akku, obwohl fest verbaut); 300 lmMagnetboden, Schlaufe; Rotlicht in zwei Stufen; Micro-USBnicht gemessen
BioLite AlpenGlow Mini98 g; 150 lmkeine Angabe; Warmweiß und Farben; kein Ausgang5,2 h
Goal Zero Crush Light91 g; 60 lmkeine Angabe; Laden per USB, Kabel USB-C, kleines Solarpanel3,5 h

Die Gegenprobe bestätigt die Lücken eher, als dass sie sie schließt. Magnet und Rotlicht zusammen hat unter diesen Laternen nur die Fenix CL20R, sie lädt aber über Micro-USB, und ihre Schutzart IP66 gilt laut Fenix wie bei der CL22R nur mit geschlossener Kappe. Die Moji+ verbindet Magnete mit Batteriebetrieb und nennt mit 5,5 Stunden hoch und 100 Stunden niedrig mehr zur Laufzeit als die Moji im Feld; ein Rotlicht nennt Black Diamond für sie nicht.

Beim Gewicht liegen die leichtesten Modelle aller Listen eng beisammen: 87 Gramm bei der Micro Charge, 91 bei der Crush Light und, laut Tabelle ohne den fest verbauten Akku, bei der CL20R, 98 bei der AlpenGlow Mini (Herstellerangaben). Unter diese Marke kommt in den ausgewerteten Herstellerdaten keine elektrische Laterne mit eigenem Akku; die Petzl-Hülle für die Stirnlampe wiegt mit 85 Gramm ähnlich viel. Wer noch leichter reisen will, hat nach diesen Daten nur die Stirnlampe allein. Die Crush Light zeigt zugleich den Preis des geringen Gewichts: 60 Lumen und laut Goal Zero 1,85 Wattstunden Akku.

Was keine der vier Zeltlampen bietet

Einige Anforderungen erfüllt kein Modell im Feld. Das gilt für alle vier gleich und lässt sich durch die Wahl eines anderen der vier nicht beheben.

  • Magnet, Rotlicht und USB-C zusammen: Die Moji R+ hat Magnete ohne Rotlicht und mit Micro-USB, die CL22R Rotlicht und USB-C ohne Magnet.
  • Eine Laufzeit für jede Stufe mit Lumenwert: Am nächsten kommt Goal Zero, aber auch dort fehlt eine Zuordnung von Lumen zu jeder Laufzeit.
  • Ein Hinweis auf eine Messnorm: Keiner der vier Hersteller schreibt, nach welchem Verfahren Lichtstrom und Laufzeit ermittelt wurden.
  • Schutz gegen Untertauchen: Keine der vier ist für Wasser über Strahlwasser hinaus ausgewiesen.
  • Eine Lichtfarbe bei Black Diamond: Für beide Moji fehlt jede Kelvin-Angabe.

Zur Testlage: Stiftung Warentest hat Stirnlampen geprüft, aber keine Campinglampen; auch ÖKO-TEST nicht. Die deutschen Messtests von promobil und AUTO BILD erfassen keine der vier. OutdoorGearLab hat die Moji R+ und die Micro Charge auf Laufzeit gemessen, Helligkeit aber nur nach Augenschein beurteilt und keinen Lichtstrom gemessen. Rückrufe zu den vier Modellen fanden sich bei den ausgewerteten Behörden nicht. Der Hinweis „Important Recall Firmware Update“ auf der Goal-Zero-Seite ist ein seitenweiter Banner, der zu einer Powerstation führt, nicht zur Laterne.

Nach dem Kauf: die erste Nacht vorbereiten

Nach dem Kauf lohnen sich vier Handgriffe, bevor die Lampe zum ersten Mal mit auf Tour geht. Erstens voll laden und einmal die ganze Stufenfolge durchschalten: Wie kommt man von aus zur kleinsten Stufe, ohne durch die hellste zu gehen? Bei der CL22R zusätzlich prüfen, wie das Rotlicht erreicht wird.

Zweitens die Sperre ausprobieren, wo es eine gibt, also bei beiden Moji. Wer sie im Dunkeln nicht lösen kann, steht nachts vor einer Lampe, die nicht angeht. Drittens die Aufhängung an der Zeltschlaufe testen, bei der Micro Charge mit der eigenen Lösung, bevor sie in der ersten Nacht gebraucht wird.

Viertens die Pflegehinweise beachten. Bei der CL22R gehört die Staubkappe nach jedem Laden zu, sonst gilt die Schutzart nicht. Bei der Micro Charge verlangt Goal Zero das Nachladen in Lagerpausen alle paar Monate. Wie lange ein Lithium-Akku bei welcher Temperatur und welchem Ladestand am besten überwintert und wohin ein ausgedienter Akku gehört, beschreibt der Energie-Ratgeber; Altbatterien und Akkus gehören in Deutschland nicht in den Hausmüll.

Was sich zu den vier Zeltlampen nicht klären ließ

  • Ob 200 oder 150 Lumen für die Moji R+ gelten; dieselbe Herstellerseite nennt beide Werte.
  • Ob die 120 Gramm der Moji mit oder ohne Batterien gelten.
  • Maße und Packmaß beider Moji; Ladezeit der Moji R+.
  • Lichtstrom der kleinsten Stufe bei Moji, Moji R+ und CL22R; Laufzeit je Stufe bei Moji und CL22R.
  • Aufhängung und Buchsenform der Micro Charge; ob ihre 18650-Zelle vom Nutzer gewechselt werden kann.
  • Ob die Batteriefächer der Moji kindersicher verschlossen sind.

Herstellerseiten und Messungen hinter den vier Zeltlampen

Stand aller Abrufe ist der 1. November 2026. Black Diamond, Fenix und Goal Zero liefern Gewicht, Licht und Akku, OutdoorGearLab die beiden Laufzeitmessungen, Prüflabore die Bedingungen der Schutzarten. Eigene Messwerte von kaufebesser stehen nirgends auf dieser Seite.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Lampe eignet sich fürs Zelt?

Eine kleine elektrische Laterne mit Aufhängung und einer niedrigen Stufe, die nicht blendet. Im Vergleich wiegen die vier Modelle laut Hersteller 87 bis 170 Gramm. Ob Magnet, Rotlicht, USB-C oder Batteriebetrieb wichtiger ist, hängt davon ab, ob Sie unterwegs laden können.

Wie hängt man eine Campinglampe im Zelt auf?

Am einfachsten an der Schlaufe oder Deckentasche des Zeltdachs, mit Haken oder Karabiner der Lampe. Black Diamond nennt für die Moji eine faltbare Doppelhaken-Schlaufe, Fenix legt der CL22R einen Doppelhaken bei. Magnete wie an der Moji R+ halten nur an Metall, etwa an der Heckklappe, nicht am Zeltstoff.

Kann eine Stirnlampe die Zeltlampe ersetzen?

Ja, wenn sie eine gedämpfte Stufe hat. In Foren hängen Camper die Stirnlampe mit einem Karabiner unters Zeltdach oder setzen einen Diffusor davor. Petzl bietet dafür die Hülle Noctilight an, die laut Hersteller 85 Gramm wiegt.

Darf man eine Gaslampe oder Kerze im Zelt benutzen?

Nein. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schreibt, dass Brennstoffgeräte einschließlich Laternen nie in Zelt oder Camper betrieben werden sollen; offene Zeltklappen reichen nicht. Im Zelt gehört deshalb eine elektrische Lampe an die Decke.

Reicht IPX4 bei einer Zeltlampe?

IPX4 steht für Spritzwasser aus allen Richtungen und deckt Regen in der Apsis oder Tropfen vom Zeltdach ab. Untertauchen hält das nicht aus. Im Vergleich haben die beiden Moji IPX4, die Micro Charge IPX6 und die Fenix CL22R IP65, Letzteres nur mit geschlossener Staubkappe.