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Vergleich

Campinglampe mit Powerbank: fünf Laternen in Wattstunden

Campinglampen mit Powerbank-Funktion im Vergleich: Akku in Wattstunden, Leistung am USB-Ausgang und Ladezeit laut Hersteller, dazu, was dem Licht fehlt.

6.400 Milliamperestunden mal 3,7 Volt ergeben 23,7 Wattstunden. Die Spannung nennt BioLite für die AlpenGlow 500 nicht; 3,7 Volt ist die Nennspannung, die Goal Zero für seine Lithium-Ionen-Zelle angibt. BioLite selbst schreibt 23,6 Wattstunden auf die Produktseite, die Rechnung geht mit dieser Annahme also auf. Erst diese Zahl macht eine Laterne mit USB-Ausgang mit einem Handy, einer Powerbank oder einer zweiten Lampe vergleichbar, denn Milliamperestunden sagen ohne die Spannung nichts über die gespeicherte Energie. Was sie fürs Handy bedeutet, lässt sich ebenfalls ausrechnen: Auf der hohen Stufe verbraucht die AlpenGlow ihre 23,6 Wattstunden in fünf Stunden, also rund 4,7 Wattstunden je Stunde Licht (eigene Rechnung). Jede Wattstunde, die über den USB-Ausgang ins Telefon fließt, fehlt am Abend als Licht. Diese Seite stellt fünf Laternen mit Powerbank-Funktion nebeneinander und rechnet für jede durch, wie viel Energie im Akku steckt, wie viel Leistung der Ausgang hergibt und wie lange das Nachladen laut Hersteller dauert. Getestet wurde hier nichts selbst, Preise stehen nirgends, und wo ein Hersteller schweigt, steht das so da.

Fünf Laternen mit USB-Ausgang und wie sie ins Feld kamen

Im Vergleich stehen die BioLite AlpenGlow 500, die Nitecore LR40, die Nitecore LR70, die Goal Zero Lighthouse Micro Charge und die Fenix CL26R Pro. Gemeinsam ist ihnen ein USB-Ausgang, über den der eingebaute Akku ein anderes Gerät laden kann. Aufgenommen wurde nur, wer eine lesbare Herstellerseite mit belegten Daten hat. Zwei der fünf, die AlpenGlow und die CL26R Pro, stehen auch im Vergleich der Akku-Laternen für Vorzelt und Tisch. Dort geht es um Licht, Lux-Messungen und Aufhängung; hier zählt, was an Energie hineingeht und wieder herauskommt.

Nicht im Feld ist die Elecom NESTOUT LAMP-1. Die Lampe hat keinen eigenen Akku, ihre Laufzeit nennt NESTOUT nur zusammen mit einem 15.000-mAh-Akku, und ein Gewicht fehlt; für eine bestimmte Ausführung ließen sich damit keine belastbaren Daten bilden. Auch Laternen, die eine Powerbank-Funktion nur nebenbei haben, wie die Black Diamond Orbiter 450 und die Petromax LM500, stehen im Akku-Vergleich, weil bei ihnen das Licht die Hauptsache ist und die Hersteller zum Ausgang wenig oder nichts sagen. Welche Bauarten es insgesamt gibt und welche Seite welche Frage beantwortet, ordnet die Übersicht zu Campinglampen ein.

Milliamperestunden mal Volt: die fünf Akkus in Wattstunden

Zwei der fünf Hersteller nennen den Energieinhalt selbst: BioLite 23,6 Wattstunden für die AlpenGlow 500, Goal Zero 9,62 Wattstunden für die Micro Charge, und zwar mit dem Zusatz „3.7V, 2600mAh“. Bei den anderen drei steht nur eine Kapazität in Milliamperestunden da, und die Spannung fehlt. Für die beiden Laternen mit 21700-Zellen, die LR70 und die CL26R Pro, sagen Nitecore und Fenix nicht, welche Zelle im Akku steckt. Als Annahme dient hier das Datenblatt von Samsung SDI für die 21700-Zelle INR21700-50E mit einer Nennspannung von 3,6 Volt. Für die LR40 nennt Nitecore weder Zelltyp noch Spannung; hier steht deshalb eine Spanne zwischen 3,6 und 3,7 Volt, den beiden Werten, die in den Unterlagen dieses Vergleichs vorkommen.

Energieinhalt laut Hersteller; Werte mit „eigene Rechnung“ aus mAh × Nennspannung
LaterneKapazität laut HerstellerSpannungWattstunden
Nitecore LR7010.000 mAh (2 × 21700 mit je 5.000 mAh)nicht genannt; Annahme 3,6 V (Zelldatenblatt)rund 36 Wh (eigene Rechnung)
BioLite AlpenGlow 5006.400 mAhnicht genannt23,6 Wh laut BioLite
Fenix CL26R ProAkku ARB-L21-5000 V2.0; 5.000 mAh laut Fenix-Seite der CL27Rnicht genannt; Annahme 3,6 V (Zelldatenblatt)rund 18 Wh (eigene Rechnung)
Nitecore LR404.000 mAh, fest verbautnicht genannt14,4 bis 14,8 Wh (eigene Rechnung)
Goal Zero Micro Charge2.600 mAh (18650)3,7 V laut Goal Zero9,62 Wh laut Goal Zero

Bei der LR70 lohnt ein zweiter Blick auf die Herstellerangabe. Die Tabelle von Nitecore spricht von „10,000mAh“, die Merkmalsliste von zwei Zellen mit je 5.000 mAh. Ob die beiden Zellen parallel oder in Reihe geschaltet sind, steht nicht da. Für die Wattstunden spielt das keine Rolle: Parallel ergeben sich 10.000 mAh bei 3,6 Volt, in Reihe 5.000 mAh bei 7,2 Volt, beides sind 36 Wattstunden. Genau deshalb taugen Milliamperestunden allein nicht zum Vergleich, Wattstunden dagegen schon. Den allgemeinen Rechenweg für alle Antriebsarten, auch für Batteriefächer mit AA- oder AAA-Zellen, erklärt der Ratgeber zu Akku, Batterie, Lagerung und Kälte.

Bei der CL26R Pro hilft ein Umweg. Auf ihrer eigenen Produktseite nennt Fenix nur die Akkubezeichnung ARB-L21-5000 V2.0, keine Kapazität; als Betriebsspannung der Laterne stehen 3,0 bis 4,2 Volt in der FAQ. Bei der CL27R, die denselben Akkutyp nutzt, schreibt Fenix 5.000 mAh dazu. Weil der Akku herausnehmbar ist, ist die Bezeichnung hier ohnehin die wichtigere Angabe; laut FAQ passen mit dem Halter ALF-18 auch Akkus der Fenix-Reihe ARB-L18.

Gramm je Wattstunde: wie viel Energie die Laterne mitschleppt

Wer eine Laterne vor allem als Energiereserve kauft, will wissen, wie viel Gewicht er für jede Wattstunde trägt. Teilt man das Herstellergewicht durch die Wattstunden, ergibt sich folgendes Bild (alles eigene Rechnung): Die LR70 kommt mit 271 Gramm und rund 36 Wattstunden auf etwa 7,5 Gramm je Wattstunde, die Micro Charge mit 87 Gramm und 9,62 Wattstunden auf etwa 9 Gramm. Die LR40 liegt bei 222 Gramm und 14,4 bis 14,8 Wattstunden bei rund 15 Gramm, die AlpenGlow mit 380 Gramm und 23,6 Wattstunden bei rund 16 Gramm. Für die CL26R Pro lässt sich der Wert nicht bilden, weil Fenix die 199 Gramm ohne Akku angibt und das Akkugewicht nicht nennt.

Das Ergebnis widerspricht dem ersten Eindruck. Die schwerste Laterne im Feld, die AlpenGlow, trägt ihre Energie am wenigsten effizient, die leichteste, die Micro Charge, steht auf Platz zwei. Den Unterschied macht das Gewicht außerhalb des Akkus; wie es sich auf Gehäuse, Schirm und Elektronik verteilt, nennt kein Hersteller. Die LR70 ist mit 113 × 60 × 34 Millimetern flach gebaut, eher Handleuchte mit Laternenmodus als klassische Laterne.

Was am USB-Ausgang ankommt: Volt, Ampere, Watt

Die zweite Kennzahl einer Powerbank ist die Leistung am Ausgang. Sie entscheidet, wie schnell ein Handy lädt und ob ein Verbraucher wie eine USB-Lichterkette überhaupt anläuft. Drei der fünf Hersteller nennen sie. BioLite gibt für die AlpenGlow „1x USB A, 5V / 2.4A“ an, das sind 12 Watt (eigene Rechnung). Goal Zero nennt für die Micro Charge „5V, up to 1A (5W max)“ am Ausgang und denselben Wert am Eingang. Nitecore schreibt für die LR70 eine maximale Ausgangsleistung von 18 Watt, sagt aber nicht, bei welcher Spannung und welcher Stromstärke.

Ein- und Ausgang laut Hersteller, abgerufen am 01.11.2026
LaterneAusgangEingang
Nitecore LR70max. 18 W, Anschluss und V/A nicht genanntUSB-C, „18W QC/PD“
BioLite AlpenGlow 500USB-A, 5 V / 2,4 A (12 W)Micro-USB, 5 V / 2 A
Goal Zero Micro ChargeUSB, 5 V / bis 1 A (5 W)USB, 5 V / bis 1 A (5 W)
Nitecore LR40USB-A, Leistung nicht genanntUSB-C
Fenix CL26R ProUSB-A, Leistung nicht genanntUSB-C

Aus Leistung und Energieinhalt lässt sich eine Größenordnung ableiten, wie lange der Ausgang unter Volllast durchhalten könnte. Die AlpenGlow mit 23,6 Wattstunden und 12 Watt käme auf knapp zwei Stunden, die Micro Charge mit 9,62 Wattstunden und 5 Watt ebenfalls auf knapp zwei Stunden, die LR70 mit rund 36 Wattstunden und 18 Watt auf etwa zwei Stunden (alles eigene Rechnung). Diese Werte sind Obergrenzen. Sie unterstellen, dass der Akku vollständig entladen wird und beim Umwandeln von Zellspannung auf 5 Volt nichts verloren geht. Wie groß die Verluste bei diesen fünf Laternen sind, beziffert kein Hersteller und kein Test.

Dass Nennwert und Abgabe auseinanderliegen können, zeigt ein Befund der Stiftung Warentest aus einem früheren Powerbank-Test: Ein Gerät mit angegebenen 20.100 mAh lieferte umgerechnet nur 14.760 mAh, also rund 73 Prozent der Angabe (eigene Rechnung). Das war eine Powerbank, keine Laterne, und der Wert lässt sich nicht übertragen. Er zeigt aber, warum eine Wattstundenangabe auf dem Datenblatt eine Obergrenze ist und keine Zusage, wie viel davon im Handy ankommt.

Wer nur USB-C-Kabel dabeihat, muss bei drei Laternen einen Adapter oder ein zweites Kabel einplanen: Die AlpenGlow gibt über USB-A ab, die LR40 und die CL26R Pro ebenfalls. Bei der Micro Charge nennt Goal Zero den Steckertyp in den Spezifikationen nicht, bei der LR70 Nitecore nur die Leistung. Eine Pflicht zu USB-C gibt es für reine Leuchten nicht; warum die EU-Regel für einheitliche Ladegeräte Laternen nicht erfasst, steht im Ratgeber zu Akku und Energie.

Ladezeit laut Hersteller und was die Eingangsleistung erlaubt

Drei der fünf Hersteller nennen eine Ladezeit. BioLite gibt für die AlpenGlow „3 hrs by 5V/2A micro USB“ an, Goal Zero für die Micro Charge 3,5 Stunden an einer USB-Quelle, Fenix für die CL26R Pro „approximately 3.5 hours“ mit einem Netzteil von 5 Volt und 2 Ampere. Nitecore nennt weder für die LR40 noch für die LR70 eine Ladezeit. Gemessen hat sie keiner der ausgewerteten Tests; promobil, AUTO BILD und OutdoorGearLab haben Licht und Laufzeit geprüft, nicht das Nachladen.

Ob eine Ladezeitangabe plausibel ist, lässt sich mit einer einfachen Probe prüfen. Die Eingangsleistung setzt eine Untergrenze: Schneller als Wattstunden geteilt durch Watt kann kein Akku voll werden. Bei der AlpenGlow sind das 23,6 Wattstunden durch 10 Watt, also knapp 2,4 Stunden; BioLite nennt 3 Stunden. Bei der Micro Charge ergeben 9,62 Wattstunden durch 5 Watt knapp 1,9 Stunden; Goal Zero nennt 3,5. Bei der CL26R Pro führen rund 18 Wattstunden durch 10 Watt auf 1,8 Stunden; Fenix nennt 3,5 (alles eigene Rechnung). Alle drei Angaben liegen also über der rechnerischen Untergrenze, keine ist physikalisch unmöglich.

Rechnet man umgekehrt, zeigt sich die mittlere Ladeleistung, die in den Herstellerzeiten steckt: bei der AlpenGlow knapp 8 Watt, bei der CL26R Pro gut 5 Watt, bei der Micro Charge knapp 2,8 Watt (eigene Rechnung). Warum die Laternen ihr Netzteil nicht ausreizen, erklären die Hersteller nicht. Für den Alltag heißt das: Eine Ladezeit gilt nur mit dem Netzteil, das der Hersteller nennt. Wer an einer schwächeren Quelle lädt, etwa an einem alten USB-Port im Auto, braucht länger; um wie viel, sagt keine der Quellen.

Bei der LR70 lässt sich nur die Untergrenze bilden. Mit 18 Watt Eingang und rund 36 Wattstunden wären es mindestens zwei Stunden (eigene Rechnung). Ob das Netzteil im Zelt oder im Wohnmobil 18 Watt liefert, hängt an dessen Schnellladeprotokoll; Nitecore nennt „QC/PD“, aber keine Ladezeit. Bei der LR40 bleibt die Frage ganz offen.

Goal Zero nennt für die Micro Charge noch eine zweite Ladequelle: das hauseigene Solarpanel Nomad 5, mit dem die Laterne ebenfalls in rund 3,5 Stunden voll sein soll. Das ist eine Herstellerangabe; unter welchen Bedingungen sie gilt, steht nicht dabei.

Für den Alltag am Platz zählt außerdem das gleichzeitige Laden und Entladen, also ob die Laterne am Netzteil hängen und dabei das Handy versorgen kann. Ausdrücklich bestätigt ist das nur für die Micro Charge: „Simultaneous Recharge & Discharge: Yes“. Die anderen vier Hersteller sagen dazu nichts. Ob ein Gerät das kann, erfährt man bei ihnen erst nach dem Kauf.

BioLite AlpenGlow 500

BioLite

promobil-Testsieger· laut promobil Campinglampen-Test (10 Akku-LED-Leuchten), aktualisiert 30.01.2025

Das spricht dafür: Testsieger bei promobil, CRI 90, großer Akku.

Fazit: promobil kürte die AlpenGlow 500 zum Testsieger: blendfrei, gleichmäßig, Kritikpunkt das Laden über Micro-USB. In der Caravaning-Wiedergabe desselben Tests erhielt sie die Note 1,5. BioLite nennt 500 Lumen, 5 Stunden hoch und bis 200 Stunden niedrig, OutdoorGearLab maß auf höchster Stufe 5,1 Stunden. Der Akku hat 23,6 Wh (6400 mAh), der USB-A-Ausgang 5 V/2,4 A lädt laut BioLite Handys und betreibt Lichterketten. Kurz vor leer schaltet die Laterne in einen Sparmodus mit noch einer Stunde Licht; bei Frost soll sie laut FAQ hereingeholt werden. CRI 90 beziffert BioLite ausdrücklich; unter den übrigen Herstellern tut das nur Nitecore (LR70).

Kernfakten

Lichtstrom / Laufzeit (BioLite)
500 lm; 5 h hoch, bis 200 h niedrig
Laufzeit gemessen (OGL)
5,1 h auf höchster Stufe
Akku
Li-Ion 6400 mAh, 23,6 Wh
Laden / Ausgang
Micro-USB ein (3 h bei 5 V/2 A); USB-A aus 5 V/2,4 A
Licht
Kaltweiß 5700 K, Warmweiß 2700 K (FAQ), CRI 90; roter Nachtmodus
Schutzart / Gewicht
IPX4 / 380 g
Garantie (BioLite)
1 Jahr

Am besten für: Vorzelt und Tisch, wenn Licht und Akku gleich wichtig sind

Weniger geeignet für: Wer nur noch USB-C-Kabel mitnimmt

Pro

  • Testsieger bei promobil
  • Hersteller-Laufzeit von OGL bestätigt
  • Hohe Farbwiedergabe (CRI 90)
  • Großer Akku mit Wh-Angabe

Contra

  • Laden noch über Micro-USB
  • Nur 1 Jahr Garantie
  • Nur Spritzwasserschutz IPX4

Ausstattung

  • Kalt- und Warmweiß
  • Powerbank-Ausgang
  • Roter Nachtmodus

Nitecore LR40

Nitecore

Das spricht dafür: Kleine Laterne, großer Akku, USB-C.

Fazit: Nitecore setzt bei der LR40 auf den Akku statt auf Helligkeit: 100 Lumen maximal, stufenlos dimmbar, ein fest verbauter Li-Ion-Akku mit 4000 mAh, bis 65 Stunden Laufzeit. Geladen wird über USB-C, ein USB-A-Ausgang macht sie zur Powerbank. Drei Lichtquellen (Weiß, Warmweiß, Warmlicht) und ein Griff oben, 222 g ohne Zubehör. Eine Schutzart, eine Ausgangsleistung und eine Garantie nennt die Produktseite nicht.

Kernfakten

Lichtstrom (Nitecore)
100 lm; Laufzeit max. 65 h
Akku
Li-Ion 4000 mAh, fest verbaut
Laden / Ausgang
USB-C ein, USB-A aus
Licht
Weiß, Warmweiß, Warmlicht; stufenlos dimmbar
Gewicht / Maße
222 g ohne Zubehör; 117 × 96 × 96 mm ohne Griff
Schutzart
nicht angegeben

Am besten für: Zelt und Notfallkiste, wenn das Handy mitgeladen werden soll

Weniger geeignet für: Helles Arbeitslicht im Vorzelt

Pro

  • Viel Akku im Verhältnis zur Lichtleistung
  • USB-C-Eingang
  • Lange Maximallaufzeit

Contra

  • Nur 100 lm
  • Keine Schutzart angegeben
  • Akku fest verbaut

Ausstattung

  • Drei Lichtquellen
  • Powerbank-Ausgang USB-A
  • USB-C-Ladung
  • Tragegriff oben

Nitecore LR70

Nitecore

Das spricht dafür: 18 W ein und aus, IP67, Laterne mit CRI ≥ 90.

Fazit: Laterne und Taschenlampe in einem: Nitecore nennt im Laternenmodus 400 Lumen mit CRI ≥ 90 bei 4000 K, im Taschenlampenmodus 3000 Lumen und 300 m Leuchtweite. Zwei eingebaute 21700-Zellen mit zusammen 10.000 mAh speisen auch den Ausgang mit bis zu 18 W; geladen wird per USB-C mit 18 W (QC/PD). IP67, fallfest aus 1 m, 271 g. Einen Zellwechsel beschreibt die Seite nicht; die Laufzeit steht nur als Maximum (600 h), als Halterung nennt Nitecore einen Griff am Boden.

Kernfakten

Lichtstrom (Nitecore)
Laterne 400 lm, Taschenlampe 3000 lm; Laufzeit max. 600 h
Licht Laterne
CRI ≥ 90, 4000 K; Rotlicht
Akku
2 × 21700 je 5000 mAh, eingebaut („built-in“)
Laden / Ausgang
USB-C ein, 18 W QC/PD; Ausgang max. 18 W
Schutzart / Gewicht
IP67, fallfest 1 m / 271 g; 113 × 60 × 34 mm
Halterung
Griff am Boden

Am besten für: Wer Handy oder Kamera unterwegs schnell nachladen will

Weniger geeignet für: Wer eine klassische Hängelaterne sucht

Pro

  • Stärkster Ausgang der Auswahl (18 W)
  • Wasserdicht nach IP67
  • Hohe Farbwiedergabe im Laternenmodus
  • Taschenlampe für Wege

Contra

  • Laternenmodus nur 400 lm
  • Keine Laufzeit je Stufe
  • Kein Haken genannt, nur Griff am Boden

Ausstattung

  • Laternen- und Taschenlampenmodus
  • Ausgang bis 18 W
  • Rotlicht
  • Fallfest 1 m

Goal Zero Lighthouse Micro Charge

Goal Zero

Das spricht dafür: 87 g, IPX6, Powerbank-Ausgang.

Fazit: Mit 87 g die leichteste Akku-Laterne der Auswahl. Goal Zero nennt auf voller Stufe mit allen vier LEDs 150 Lumen bei vollem Akku und 135 Lumen im Durchschnitt, dazu 15 Stunden hoch und 170 Stunden niedrig mit einer LED-Seite, mit beiden Seiten 7 und 80 Stunden. OutdoorGearLab maß 3,75 Stunden auf höchster Stufe. Der 18650-Akku hat 9,62 Wh, Ein- und Ausgang laufen über USB mit 5 V/1 A, Laden dauert rund 3,5 Stunden, Laden und Entladen gleichzeitig ist möglich. Die Schutzart ist IPX6, die Garantie zwei Jahre.

Kernfakten

Lichtstrom (Goal Zero)
volle Stufe (4 LEDs) 150 lm bei vollem Akku, 135 lm im Durchschnitt; kleinste Stufe 10 bzw. 7 lm
Laufzeit (Goal Zero)
eine Seite 15 h hoch/170 h niedrig; beide 7 h/80 h
Laufzeit gemessen (OGL)
3,75 h auf höchster Stufe
Akku
18650 Li-NMC 2600 mAh, 9,62 Wh
Laden / Ausgang
USB 5 V/1 A ein und aus; ca. 3,5 h; gleichzeitig laden und entladen möglich
Schutzart / Gewicht
IPX6 / 87 g; 3800 K Laterne
Garantie (Goal Zero)
2 Jahre

Am besten für: Trekking und Zelt mit Handy-Reserve

Weniger geeignet für: Helles Licht für einen Familientisch

Pro

  • Sehr leicht
  • Wh-Angabe für den Akku
  • Strahlwasserschutz IPX6
  • Laufzeit je Stufe angegeben

Contra

  • OGL-Messung (3,75 h) unter der Hersteller-Laufzeit für beide Seiten hoch (7 h)
  • Ausgang nur 5 V/1 A
  • Lichtstrom fällt mit dem Ladestand

Ausstattung

  • Laterne und Taschenlampe
  • Powerbank-Ausgang
  • Wh-Angabe
  • IPX6

Fenix CL26R Pro

Fenix

Das spricht dafür: Akku tauschbar, Powerbank-Ausgang, IP66.

Fazit: Eine Laterne mit wechselbarem 21700-Akku: Fenix nennt 650 Lumen, als längste Laufzeit 408 Stunden und IP66. Geladen wird per USB-C in rund 3,5 Stunden an einem 5-V/2-A-Netzteil, über USB-A gibt die Lampe Strom ab. Ein Magnet oben, ein Haken und Rotlicht sind dabei, die Farbtemperatur liegt laut FAQ bei etwa 4000 bis 6800 K. Das Gewicht von 199 g gilt ohne Akku. Fenix nennt 15 Tage Austausch, 5 Jahre kostenlose Reparatur (Akku 1 Jahr) und danach Reparatur gegen Teilekosten. In keinem der gefundenen Tests.

Kernfakten

Lichtstrom (Fenix)
max. 650 lm; Laufzeit max. 408 h
Akku
ARB-L21-5000 V2.0 (21700), wechselbar
Laden / Ausgang
USB-C ein (ca. 3,5 h mit 5 V/2 A), USB-A aus
Schutzart / Licht
IP66; ca. 4000–6800 K (FAQ), Rotlicht
Gewicht / Maße
199 g ohne Akku; 66 × 59,5 × 114 mm
Aufhängung
Magnet oben, einziehbarer Haken
Garantie (Fenix)
15 Tage Austausch, 5 Jahre kostenlose Reparatur, Akku 1 Jahr

Am besten für: Vorzelt und Heckklappe, wenn der Akku getauscht werden soll

Weniger geeignet für: Wer warmweißes Licht unter 4000 K sucht

Pro

  • Akku tauschbar statt fest verbaut
  • Hohe Schutzart IP66
  • USB-C-Ladung und USB-A-Ausgang
  • Magnet für Heckklappe oder Stange
  • Fünf Jahre kostenlose Reparatur

Contra

  • Gewicht nur ohne Akku angegeben
  • Keine Laufzeit je Stufe außer dem Maximum
  • Regelt laut FAQ ab 48 °C herunter

Ausstattung

  • Wechselakku 21700
  • Powerbank-Ausgang USB-A
  • Rotlicht
  • Magnet und Haken

Fünf Profile: was jede Laterne als Stromquelle kann

BioLite AlpenGlow 500

Die AlpenGlow ist im Feld die einzige Laterne mit Testsiegel: promobil kürte sie im Test von zehn Akku-LED-Leuchten zum Testsieger, lobte das blendfreie, gleichmäßige Licht und kritisierte das Laden über Micro-USB. Als Stromquelle ist sie die ausgewogenste der fünf. BioLite nennt 23,6 Wattstunden, einen Ausgang mit 12 Watt und eine Ladezeit von drei Stunden; alle drei Zahlen passen zueinander. Auf der Vergleichsseite schreibt BioLite ausdrücklich, der USB-A-Ausgang könne Telefone laden und Lichterketten betreiben.

Zwei Details sind für die Powerbank-Nutzung wichtig. Vier kleine LEDs am Boden zeigen den Ladestand. Und kurz vor leer schaltet die Laterne in einen „Low Power Mode“: Sie blinkt viermal, wechselt auf niedrige Helligkeit in Warm- oder Kaltweiß und liefert dann noch eine Stunde Licht. Ob der USB-Ausgang vor dieser Reserve abschaltet, damit das Handy die letzte Stunde Licht nicht aufbraucht, steht nicht auf der Seite. OutdoorGearLab maß auf höchster Stufe 5,1 Stunden Laufzeit, BioLite nennt 5 Stunden; Angabe und Messung liegen nah beieinander, ob die Reservestunde in der Messung steckt, bleibt offen. Schwächen bleiben Micro-USB am Eingang, ein Jahr Garantie und die Schutzart IPX4.

Nitecore LR40

Die LR40 ist eine kleine Laterne mit großem Akku im Verhältnis zur Helligkeit: 100 Lumen maximal, 4.000 mAh, bis 65 Stunden Laufzeit. Nitecore beschreibt eine eingebaute Lade- und Entladeschaltung und schreibt, die Laterne sei „available to be used as a power supply“, auch zum Laden von Smartphones. Wie viel Leistung der USB-A-Ausgang liefert, steht nicht da, ebenso wenig Spannung, Wattstunden, Ladezeit, Schutzart und Garantie.

Damit ist die LR40 die Laterne mit den meisten offenen Punkten. Für eine Reserve im Zelt reicht sie rechnerisch aus: 14,4 bis 14,8 Wattstunden sind rund das Anderthalbfache der Micro Charge. Wer sie als Handy-Ladegerät einplant, weiß aber nicht, ob sie langsam oder zügig lädt. In keinem der gefundenen Tests stand sie.

Nitecore LR70

Die LR70 ist im Feld die stärkste Stromquelle. Rund 36 Wattstunden, bis zu 18 Watt am Ausgang, Schnellladung am Eingang und eine Ladestandsanzeige machen sie eher zu einer Powerbank mit Licht als zu einer Laterne mit Powerbank. Als Laterne leistet sie 400 Lumen bei 4000 Kelvin mit einem Farbwiedergabeindex von mindestens 90, als Taschenlampe 3000 Lumen. Die Schutzart IP67 ist die höchste der fünf.

Offen bleiben die Details am Ausgang: Welcher Stecker, welche Spannung, welche Stromstärke bei 18 Watt, das nennt Nitecore nicht. Auch eine Laufzeit je Stufe fehlt, es gibt nur das Maximum von 600 Stunden. Wie die Laterne aufgehängt wird, beschreibt die Seite nicht. In keinem Test.

Goal Zero Lighthouse Micro Charge

Die Micro Charge ist die kleinste und leichteste Laterne der Auswahl und die einzige, für die der Hersteller Ausgang, Eingang, Wattstunden, Ladezeit und gleichzeitiges Laden und Entladen vollständig angibt. Goal Zero wirbt damit, sie könne „also charge your phone“. Mit 5 Watt am Ausgang lädt sie langsam, und 9,62 Wattstunden sind die kleinste Reserve im Feld.

Bei der Laufzeit liegen Hersteller und Messung auseinander. Goal Zero nennt mit einer leuchtenden Seite 15 Stunden auf hoher Stufe, mit beiden Seiten 7 Stunden; OutdoorGearLab maß auf höchster Stufe 3,75 Stunden. Die Bedingungen decken sich nicht genau, aber der Abstand ist groß. Für die Powerbank-Rechnung heißt das: Wer sich auf die Herstellerlaufzeit verlässt und einen Teil der Energie ins Handy gibt, kann am Abend früher im Dunkeln sitzen als geplant. Garantie zwei Jahre, Schutzart IPX6.

Fenix CL26R Pro

Die CL26R Pro ist die einzige Laterne im Feld mit belegt wechselbarem Akku, einem 21700-Akku mit der Bezeichnung ARB-L21-5000 V2.0, der im Lieferumfang steckt. Ein zweiter, geladener Akku gleichen Typs in der Tasche verdoppelt die Reserve, ohne dass eine zweite Lampe nötig wäre. Fenix nennt 650 Lumen, eine Laufzeit von bis zu 408 Stunden ohne Zuordnung zu einer Stufe, IP66, einen USB-A-Ausgang und rund 3,5 Stunden Ladezeit mit einem 5-Volt-2-Ampere-Netzteil.

Wie viel Leistung am Ausgang anliegt, schreibt Fenix nicht. Auf der Produktseite steht beim Abruf am 1. November 2026 eine Garantie: 15 Tage Austausch bei Herstellungsfehlern, fünf Jahre kostenlose Reparatur, für den Akku ein Jahr. Das Gewicht von 199 Gramm gilt ohne Akku. In keinem der gefundenen Tests.

Jede Wattstunde fürs Handy fehlt dem Licht

Eine Laterne mit Powerbank-Funktion hat nur einen Akku. Was der Ausgang abgibt, steht für Licht nicht mehr zur Verfügung. Am deutlichsten zeigt das die AlpenGlow, weil BioLite Wattstunden und Laufzeit je Stufe nennt: Auf der hohen Stufe verbraucht sie rechnerisch rund 4,7 Watt, auf der niedrigen bei 200 Stunden rund 0,12 Watt (eigene Rechnung). Gibt sie die Hälfte ihres Akkus an ein Gerät ab, bleiben auf der hohen Stufe rund zweieinhalb statt fünf Stunden Licht, auf der niedrigen rund 100 statt 200 Stunden; Umwandlungsverluste sind dabei noch nicht abgezogen.

Wie viele Handyladungen eine Laterne hergibt, lässt sich ohne die Daten des Telefons nicht sagen, und die liefert keine der Quellen dieses Vergleichs. Der Rechenweg ist aber derselbe: Wattstunden der Laterne geteilt durch die Wattstunden des Handyakkus ergibt eine Obergrenze, von der die Umwandlungsverluste und die Energie für das Licht am Abend abgehen. Steht beim Handy nur eine Angabe in Milliamperestunden, gehört die Spannung dazu, sonst ist der Vergleich mit den Wattstunden der Laterne schief.

Eine praktische Reihenfolge hilft. Erst das Licht für den Abend einplanen, dann den Rest verteilen. Bei der AlpenGlow kosten drei Stunden auf hoher Stufe rund 14 Wattstunden; übrig bleiben rund 9 für andere Geräte, vor Verlusten (eigene Rechnung). Bei der Micro Charge ist die Rechnung enger: Mit einer Seite auf hoher Stufe verbraucht sie laut Goal Zero rund 0,64 Watt, nach der OutdoorGearLab-Messung auf höchster Stufe eher 2,6 Watt (eigene Rechnung). Wer sie abends auf voller Helligkeit betreibt, hat danach wenig für das Telefon übrig.

Wie viel Licht man für Zelt, Tisch oder Vorzelt überhaupt braucht und warum Laufzeitangaben nach dem Messprotokoll ANSI/PLATO FL1 bei zehn Prozent Restlicht enden (keiner der fünf Hersteller nennt die Norm), steht im Ratgeber zu Lumen, Lux und Laufzeit bei Campinglampen. Für die Powerbank-Rechnung genügt die Folge daraus: Eine Herstellerlaufzeit ist kein Maß dafür, wie viel Energie nach dem Laden des Handys noch fürs Licht übrig ist.

Drei Abende, ein Akku: wie weit die Reserve trägt

Ob nach dem Licht noch Strom fürs Telefon bleibt, lässt sich nur für Laternen ausrechnen, deren Hersteller eine Laufzeit je Stufe nennt. Im Feld sind das zwei: BioLite gibt für die AlpenGlow hohe und niedrige Stufe an, Goal Zero für die Micro Charge sogar getrennt für eine und für beide leuchtenden Seiten. Nitecore nennt für die LR40 und die LR70 nur eine maximale Laufzeit, Fenix für die CL26R Pro ebenso. Bei diesen drei bleibt offen, wie viel die Laterne auf voller Helligkeit verbraucht.

Als Beispiel dient ein Wochenende mit drei Abenden zu je drei Stunden auf hoher Stufe, also neun Stunden Licht. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, keine Empfehlung; wer abends dimmt, verbraucht weniger.

Neun Stunden auf hoher Stufe, Leistung aus Wattstunden geteilt durch Herstellerlaufzeit (eigene Rechnung, ohne Verluste)
Laterne und StufeLeistungBedarf für 9 hRest für andere Geräte
AlpenGlow 500, hoch (5 h laut BioLite)rund 4,7 Wrund 42 Whnichts; der Akku reicht für gut anderthalb solcher Abende
Micro Charge, eine Seite hoch (15 h laut Goal Zero)rund 0,64 Wrund 5,8 Whrund 3,8 Wh
Micro Charge, beide Seiten hoch (7 h laut Goal Zero)rund 1,4 Wrund 12,4 Whnichts; der Akku reicht für gut zwei Abende
Micro Charge, höchste Stufe (3,75 h laut OutdoorGearLab)rund 2,6 Wrund 23 Whnichts; der Akku reicht für gut einen Abend

Das Ergebnis ist ernüchternd für die Idee, eine Laterne gleichzeitig als helle Tischlampe und als Ladegerät einzusetzen. Wer die AlpenGlow drei Abende auf hoher Stufe brennen lässt, braucht nach rechnerisch gut anderthalb Abenden eine Steckdose, ganz ohne Handy. Bei der Micro Charge entscheidet die Stufe: Eine Seite auf hoch lässt nach drei Abenden noch knapp 4 Wattstunden übrig, beide Seiten nicht. Und nach der Messung von OutdoorGearLab ist der Akku auf höchster Stufe schon nach einem Abend leer.

Die Konsequenz ist einfach: Eine Powerbank-Laterne spielt ihre Stärke auf niedriger Stufe aus. Je stärker gedimmt, desto mehr bleibt für den Ausgang. Die drei Laternen ohne Laufzeit je Stufe lassen sich für diesen Fall nicht durchrechnen, und das ist ein Argument gegen sie für alle, die ihre Reserve vorher planen wollen.

Kleinste Stufe als Nachtlicht: was eine Nacht kostet

Anders sieht es auf der kleinsten Stufe aus. Alle fünf Hersteller nennen eine längste Laufzeit, ausdrücklich der niedrigen Stufe zugeordnet ist sie aber nur bei BioLite und Goal Zero; bei Nitecore und Fenix ist die kleinste Stufe eine Annahme. Teilt man die Wattstunden durch diese Laufzeit, ergibt sich, wie viel Energie eine Nacht als Orientierungslicht kostet. Für acht Stunden auf der kleinsten Stufe sind das bei der CL26R Pro rund 0,35 Wattstunden (18 Wattstunden durch 408 Stunden), bei der Micro Charge mit einer Seite rund 0,45 (9,62 durch 170), bei der LR70 rund 0,48 (36 durch 600), bei der AlpenGlow rund 0,94 (23,6 durch 200) und bei der LR40 rund 1,8 (14,4 durch 65), alles eigene Rechnung ohne Verluste.

Ein Nachtlicht kostet also nur einen kleinen Teil der Reserve. Auffällig ist die LR40: Mit 65 Stunden als maximaler Laufzeit braucht sie auf ihrer kleinsten Stufe rechnerisch rund das Fünffache der CL26R Pro. Nitecore nennt die 65 Stunden für die stufenlose Dimmung ohne Angabe, bei welcher Helligkeit sie gelten; die Rechnung ist deshalb eine Obergrenze für den Verbrauch, kein Messwert. Fest steht nur, dass die kleinste Stufe bei allen fünf weit genügsamer ist als jede hohe Stufe, und dass die Reserve fürs Handy vor allem davon abhängt, wie hell die Laterne abends leuchten soll.

Was die Tests zur Stromabgabe sagen und was nicht

Einen Test von Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST zu Campinglampen gibt es nicht. Die drei Messtests, die es gibt, haben die Powerbank-Funktion nicht geprüft. promobil hat in seinem zuletzt im Januar 2025 aktualisierten Test zehn Akku-LED-Leuchten im abgedunkelten Raum mit dem Luxmeter in 20, 40 und 60 Zentimetern gemessen und geprüft, ob sie drei Stunden auf höchster Stufe durchhalten; alle zehn schafften das, nach rund sechs Stunden war keine erloschen. AUTO BILD hat 2026 dreizehn Leuchten geprüft und die Beleuchtungsstärke in 50 Zentimetern Abstand gemessen. OutdoorGearLab hat die Laufzeit auf höchster Stufe bis zum Erlöschen gestoppt.

Von den fünf Laternen dieses Vergleichs stehen nur zwei in einem dieser Tests: die AlpenGlow 500 bei promobil und OutdoorGearLab, die Micro Charge bei OutdoorGearLab. Für die LR40, die LR70 und die CL26R Pro gibt es nur Herstellerangaben. Wie viel Energie über den USB-Ausgang tatsächlich abgegeben wird, wie schnell ein Telefon lädt und wie lange das Nachladen der Laterne wirklich dauert, hat für keine der fünf jemand gemessen.

Für Powerbanks selbst ist die Lage besser. Die Stiftung Warentest hat im Januar 2026 vierundzwanzig Powerbanks geprüft und betont, dass die nutzbare Energie in Wattstunden zählt und nicht die Angabe in Milliamperestunden. Die kleinen Geräte lieferten 28,5 bis 35,8 Wattstunden, die großen 58,3 bis 69,9. Eine Laterne mit Powerbank-Funktion hat keinen solchen Prüfstand hinter sich; ihr Ausgang ist ein Herstellerversprechen.

Für keine der fünf Laternen fand sich ein Rückruf. Die Akku-Rückrufe, die für diesen Cluster ausgewertet wurden, betreffen andere Modelle: die BioLite BaseLantern, die die US-Behörde CPSC 2016 zurückrief, und eine Energizer-Laterne im Jahr 2026; in beiden Fällen ging es um Überhitzung des Akkus. Der Rückrufhinweis, der auf der Goal-Zero-Seite oben steht, verweist auf eine Powerstation, nicht auf die Laterne. Was beim Laden von Lithium-Akkus allgemein zu beachten ist, gehört in den Energie-Ratgeber.

Strom für Lichterkette, Stirnlampe und andere USB-Verbraucher

Nicht nur Telefone hängen am Ausgang. Manche Lichterketten haben gar keinen eigenen Akku und brauchen eine USB-Quelle. Die Barebones Edison Pendant String Lights etwa verlangen laut Hersteller eine externe Quelle mit 5 Volt und 2 Ampere. Diese Anforderung erfüllt im Feld belegt nur die AlpenGlow mit 2,4 Ampere; BioLite nennt das Betreiben von Lichterketten sogar ausdrücklich. Die Micro Charge mit 1 Ampere liegt darunter. Bei der LR70 ist die Stromstärke bei 5 Volt nicht genannt, bei der LR40 und der CL26R Pro fehlt jede Angabe.

Wie lange die AlpenGlow eine solche Kette versorgen könnte, hängt an einer Angabe, die Barebones offenlässt. Für die hohe Stufe nennt der Hersteller 4,8 Watt, ohne zu sagen, ob für eine Birne oder für die ganze Kette. Gilt der Wert für die Kette, reichen 23,6 Wattstunden rechnerisch für knapp fünf Stunden. Gilt er je Birne, bräuchten drei Birnen 14,4 Watt und damit mehr, als der Ausgang mit 12 Watt hergibt (beides eigene Rechnung). Welche Ketten es gibt und wie sie an Markise oder Vorzelt kommen, zeigt der Vergleich der Campinglichterketten.

Ein naheliegender Verbraucher ist die Stirnlampe. Eine Akku-Stirnlampe, die über USB lädt, lässt sich an einer Laterne mit Ausgang am Platz nachladen. Welche Rolle eine Powerbank für Akku-Stirnlampen spielt und wann eine Batterielampe die bessere Reserve ist, wägt der Direktvergleich Akku oder Batterie bei Stirnlampen ab. Für die Laterne zählt dabei wieder dieselbe Rechnung: Die Wattstunden der Stirnlampe gehen vom Licht am Abend ab.

Schutzart bei offener Ladebuchse

Vier der fünf Laternen haben eine Schutzart: die AlpenGlow IPX4, die Micro Charge IPX6, die CL26R Pro IP66 und die LR70 IP67. Für die LR40 nennt Nitecore keine. Für eine Powerbank-Laterne ist dabei eine Frage wichtiger als bei einer reinen Leuchte: Gilt der Schutz auch, wenn ein Kabel in der Buchse steckt?

BioLite beantwortet das indirekt. Die AlpenGlow dürfe über Nacht draußen bleiben, Tau und Regen halte sie aus; für den besten Schutz sollen die Anschlüsse mit den Gummiklappen fest verschlossen sein. Ein Ladekabel im USB-A-Ausgang hält die Klappe offen. Fenix knüpft die Schutzart bei der kleineren Stablaterne CL22R ausdrücklich an eine geschlossene Staubkappe. Für die CL26R Pro, die LR70 und die Micro Charge sagen die Hersteller nicht, ob der Schutz bei offener Buchse gilt. Wer die Laterne im Regen als Ladestation nutzen will, legt sie deshalb unter ein Dach, solange der Hersteller nichts anderes schreibt.

BioLite rät außerdem, die Laterne bei Frost hereinzuholen, damit der eingebaute Akku keinen Schaden nimmt. Die Datenblätter der Lithium-Ionen-Zellen erlauben Laden nur zwischen 0 und 45 Grad; was das für eine Laterne heißt, die nachts am Auto hängt, und wie der Akku über den Winter gelagert wird, steht im Energie-Ratgeber.

Mit der Laterne ins Flugzeug

Wer mit einer Powerbank-Laterne fliegt, stößt auf die Wattstundengrenze der Luftfahrt. Die Stiftung Warentest fasst sie für Powerbanks und Lithium-Ersatzakkus so zusammen: nur im Handgepäck, bis 100 Wattstunden ohne Genehmigung, darüber nur mit Zustimmung der Airline, höchstens zwei Stück. Alle fünf Laternen liegen mit 9,62 bis rund 36 Wattstunden deutlich unter der Grenze.

Offen bleibt, ob eine Laterne mit eingebautem Akku und USB-Ausgang als Powerbank zählt oder als Gerät mit eingebautem Akku. Die Quelle sagt dazu nichts, und die Antwort gibt die Fluggesellschaft. Eindeutig ist der Fall beim Ersatzakku der CL26R Pro: Ein lose mitgeführter 21700-Akku ist ein Lithium-Ersatzakku und gehört ins Handgepäck. Bei drei Laternen nennt der Hersteller die Wattstunden nicht. Wie die Regeln für Lithium-Akkus im Flugzeug lauten und warum die Wattstundenangabe auf dem Akku zählt, erklärt der Vergleich der Starthilfe-Powerbanks im Abschnitt zum Flugzeug.

Sechs Lagen am Platz und die passende Laterne

Ein Wochenende im Zelt ohne Strom, das Handy soll einmal nachgeladen werden. Hier reicht eine kleine Reserve, solange das Licht am Abend gedimmt läuft. Die LR40 bringt rund 14 bis 15 Wattstunden mit und leuchtet maximal mit 100 Lumen; ihre Ausgangsleistung ist allerdings unbekannt. Die Micro Charge wiegt weniger als die Hälfte, hat aber auch nur 9,62 Wattstunden und lädt mit 5 Watt.

Trekking mit Rucksack, jedes Gramm zählt. Die Micro Charge ist mit 87 Gramm die einzige Laterne im Feld unter 100 Gramm und trägt dabei mit rund 9 Gramm je Wattstunde ihre Energie nach der LR70 am effizientesten unter den vier Laternen, für die sich der Wert bilden lässt. Wer ohnehin eine Stirnlampe trägt, findet kompakte Alternativen ohne Ausgang im Vergleich kleiner Zeltlampen, wo die Micro Charge ebenfalls steht.

Vorzelt mit Familie, abends viel Licht, nebenbei Telefone laden. Die AlpenGlow verbindet 500 Lumen mit Kalt- und Warmweiß, CRI 90 und einen 12-Watt-Ausgang. Ihr Testsiegel bei promobil bezieht sich auf das Licht, nicht auf den Ausgang, aber Wattstunden, Ausgang und Ladezeit sind vollständig angegeben. Einschränkung: Micro-USB am Eingang.

Kamera, Handy und Funkgerät schnell nachladen. Die LR70 hat mit rund 36 Wattstunden den größten Akku und mit 18 Watt den stärksten Ausgang; nach diesen beiden Werten ist sie eher Powerbank mit Licht als Laterne mit Ausgang (eigene Einordnung). Wer eine Hängelaterne erwartet, wird sie anders nutzen müssen; die Seite beschreibt keine Aufhängung.

Mehrere Tage ohne Steckdose, Reserve soll wachsen können. Die CL26R Pro ist die Antwort, weil ihr Akku wechselbar ist. Mit jedem zusätzlichen geladenen Akku wachsen Licht und Ladereserve, ohne dass eine zweite Lampe mitmuss. Die Leistung am Ausgang bleibt allerdings unbekannt.

Regen, Gischt, Boot oder Kanu. Die LR70 mit IP67 und die CL26R Pro mit IP66 haben die höchsten Schutzarten, gefolgt von der Micro Charge mit IPX6. Die AlpenGlow mit IPX4 hält laut BioLite Tau und Regen aus, aber nur mit geschlossenen Klappen. Die LR40 scheidet aus, solange Nitecore keine Schutzart nennt.

Die Kippfrage: Licht zuerst oder Strom zuerst?

Die Empfehlung im Feld schlägt um, sobald eine einzige Frage beantwortet ist. Ist die Laterne vor allem Lampe, die nebenbei ein Handy rettet, oder ist sie vor allem Energiespeicher, der nebenbei leuchtet?

Wer zuerst Licht will, achtet auf Laufzeit je Stufe, Lichtfarbe und Schirm; der Ausgang ist eine Zugabe für den Notfall. Dann sind die AlpenGlow und für Leichtgewichte die Micro Charge die naheliegenden Kandidaten, und die Leistung am Ausgang ist zweitrangig. Wie warm oder kalt die fünf leuchten und was der Farbwiedergabeindex der AlpenGlow und der LR70 bedeutet, erklärt der Ratgeber zu Lichtfarbe, Kelvin und Insekten.

Wer zuerst Strom will, rechnet in Wattstunden und Watt. Dann führen die LR70 mit dem größten Akku und dem stärksten Ausgang und die CL26R Pro, deren Reserve sich durch Zweitakkus erweitern lässt. Für diese Leser ist die Lichtfarbe nachrangig, aber die fehlenden Ausgangswerte bei der CL26R Pro sind ein echtes Manko. Die Frage entscheidet also nicht nur zwischen Modellen, sondern auch darüber, welche Lücke im Datenblatt man in Kauf nehmen kann.

Woran eine Powerbank-Laterne vor dem Kauf scheitert

  • Nur USB-C-Kabel im Gepäck: Die AlpenGlow lädt über Micro-USB und scheidet ohne passendes Kabel aus. Bei drei Laternen ist der Ausgang USB-A.
  • Ein Verbraucher braucht 2 Ampere bei 5 Volt: Die Micro Charge ist mit 1 Ampere ungeeignet. Bei LR40 und CL26R Pro lässt sich die Eignung nicht prüfen.
  • Die Laterne soll im Regen stehen: Die LR40 ohne Schutzartangabe kommt nicht infrage, die AlpenGlow nur mit geschlossenen Klappen.
  • Unter 100 Gramm: Nur die Micro Charge bleibt übrig.
  • Helles Arbeitslicht am Tisch: Die LR40 mit 100 Lumen und die Micro Charge mit 150 Lumen sind dafür zu schwach ausgelegt.
  • Garantie soll schriftlich belegt sein: Bei der LR40 und der LR70 nennt Nitecore auf der Produktseite keine.
  • Laden und gleichzeitig abgeben muss sicher funktionieren: Bestätigt ist das nur bei der Micro Charge; bei den anderen vier ist es offen.

Einstiegsklasse oder Oberklasse: was der Aufpreis an Energie bringt

Im Feld stehen zwei Laternen der Einstiegsklasse, die LR40 und die Micro Charge, und drei der Oberklasse, die AlpenGlow, die LR70 und die CL26R Pro; eine Mittelklasse gibt es in dieser Auswahl nicht. Die Einordnung ist eine eigene nach dem Preis am Tag der Auswahl, ohne Zahlen.

Der Sprung nach oben bringt messbar mehr Energie: Die beiden Einstiegslaternen haben 9,62 und 14,4 bis 14,8 Wattstunden, die drei teureren rund 18 bis 36. Auch die Ausgangsleistung steigt, soweit sie genannt ist, von 5 Watt auf 12 und 18 Watt. Was der Aufpreis nicht zuverlässig bringt, sind vollständige Daten. Die CL26R Pro gehört zur Oberklasse und nennt trotzdem keine Ausgangsleistung; die Micro Charge aus der Einstiegsklasse ist dagegen die am besten dokumentierte Laterne im Feld.

Ab wo der Aufpreis nichts mehr bringt, hängt am Einsatz. Wer nur ein Telefon pro Wochenende nachladen will, trägt mit 36 statt 14 Wattstunden vor allem ungenutzte Kapazität mit. Wer eine Gruppe versorgt oder mehrere Tage ohne Steckdose bleibt, hat vom größeren Akku dagegen einen direkten Nutzen.

Wechselakku, Garantie, Verschleiß: was nach Jahren bleibt

Wer eine Laterne als Powerbank nutzt, lädt sie öfter: Der Akku speist nicht nur das Licht, sondern gibt zusätzlich Energie an andere Geräte ab, und jede dieser Ladungen zählt als Teil eines Zyklus. Goal Zero nennt für die Micro Charge „hundreds of cycles“, also Hunderte Ladezyklen, ohne genaue Zahl. Die anderen vier Hersteller nennen keine Zyklenzahl.

Entscheidend für die Lebensdauer ist deshalb, ob sich der Akku tauschen lässt. Belegt ist das nur bei der CL26R Pro. Ihr Akku ARB-L21-5000 V2.0 ist eine eigene Fenix-Bezeichnung; mit dem Halter ALF-18 nimmt die Laterne laut FAQ auch Akkus der Fenix-Reihe ARB-L18 auf. Ob es den Akku einzeln zu kaufen gibt, steht nicht auf der Produktseite. Bei der LR40 ist der Akku fest verbaut, bei der LR70 nennt Nitecore die Zellen eingebaut („built-in“); einen Wechsel beschreibt die Seite nicht. BioLite und Goal Zero äußern sich zur Wechselbarkeit nicht. Ab dem 18. Februar 2027 schreibt die EU-Batterieverordnung entnehmbare und austauschbare Gerätebatterien grundsätzlich vor, mit Ausnahmen; für heute gekaufte Laternen ändert das nichts.

Bei der Garantie reicht die Spanne von keiner Angabe bis zu fünf Jahren. BioLite gewährt ein Jahr, Goal Zero zwei, Fenix bei der CL26R Pro fünf Jahre kostenlose Reparatur, auf den Akku aber nur ein Jahr. Nitecore nennt für beide Laternen auf der Produktseite keine Garantie. Bemerkenswert ist die kurze Akkugarantie von Fenix: Sie deckt genau das Teil am kürzesten ab, das bei Powerbank-Nutzung zusätzliche Ladezyklen durchläuft.

Was keine der fünf Laternen bietet

Die Anforderung, die das Feld nicht erfüllt, ist schnell beschrieben: eine Laterne mit USB-C am Eingang, USB-C am Ausgang mit genannter Leistung, Wattstunden auf dem Datenblatt, bestätigtem gleichzeitigem Laden und Entladen und einer Abschaltung des Ausgangs, die eine Lichtreserve schützt. Keine der fünf liefert alle diese Punkte.

Einzeln betrachtet: Einen USB-C-Ausgang nennt keiner der fünf Hersteller ausdrücklich. Wattstunden nennen zwei. Gleichzeitiges Laden und Entladen bestätigt einer. Eine Reserve, die vor dem Handy geschützt ist, beschreibt keiner; BioLite nennt zwar eine Stunde Licht im Low Power Mode, sagt aber nicht, ob der Ausgang vorher abschaltet. Und eine unabhängige Messung der abgegebenen Energie gibt es für keine der fünf.

Am nächsten kommt die Micro Charge: Wattstunden, Ausgang, Eingang, Ladezeit und gleichzeitiges Laden sind belegt, es fehlen USB-C und eine geschützte Reserve, und mit 5 Watt ist der Ausgang langsam. Die LR70 hat die stärkste Hardware, aber das dünnste Datenblatt am Ausgang. Wer genau diese Kombination braucht, muss heute einen Kompromiss eingehen oder Lampe und Powerbank getrennt kaufen.

Wann eine eigene Powerbank die bessere Wahl ist

Wer ohnehin eine Powerbank besitzt, braucht keine Laterne mit Ausgang. Die kleinen Powerbanks im Warentest-Test lieferten 28,5 bis 35,8 Wattstunden, also mehr als vier der fünf Laternen in diesem Vergleich speichern; nur die LR70 liegt mit rund 36 Wattstunden auf diesem Niveau (eigene Rechnung, Nennwert gegen Messwert). Eine getrennte Powerbank hat zudem einen Vorteil, den keine Kombi-Laterne bietet: Wenn sie leer ist, brennt das Licht trotzdem weiter.

Eine Laterne mit Powerbank-Funktion erübrigt sich auch, wenn am Platz Landstrom anliegt oder wenn ein Wohnmobil mit Bordbatterie die Telefone versorgt. Dann zählt nur noch das Licht, und die Auswahl im Akku-Vergleich ist größer. Und wer Strom über mehrere Tage aus der Sonne holen will, sollte wissen, dass die Stiftung Warentest Solarmodule auf Powerbanks für nicht sinnvoll zum Laden hält, weil die Fläche zu klein ist; wie viel ein Solarpanel im Sommer und im Winter tatsächlich bringt, rechnet der Ratgeber zu Solar-Campinglampen nach Monaten vor.

Sinnvoll bleibt die Kombination für alle, die nur ein Gerät mitnehmen wollen und wissen, dass Licht und Handy aus demselben Akku kommen. Im Notfallrucksack für einen Stromausfall kann das genau richtig sein, solange der Akku vorher geladen ist.

Die ersten Ladezyklen: was nach dem Kauf zu prüfen ist

Nach dem Kauf lohnen sich vier Schritte. Erstens die Laterne voll laden, und zwar mit dem Netzteil, das der Hersteller nennt: bei der AlpenGlow 5 Volt und 2 Ampere, bei der CL26R Pro ebenfalls 5 Volt und 2 Ampere, bei der LR70 ein Schnellladenetzteil. Dabei die Zeit notieren. Liegt sie weit über der Herstellerangabe, ist entweder das Netzteil zu schwach oder die Laterne auffällig.

Zweitens einmal ein Telefon laden und dabei die Ladestandsanzeige der Laterne beobachten. Die AlpenGlow zeigt den Stand mit vier LEDs, die Micro Charge und die LR70 haben ebenfalls eine Anzeige. So lässt sich abschätzen, wie viel eine Handyladung von der Laterne kostet, und dieser eigene Erfahrungswert ist mehr wert als jede Herstellerangabe.

Drittens prüfen, ob die Laterne gleichzeitig laden und abgeben kann, sofern das gebraucht wird. Bei der Micro Charge ist es zugesagt; bei den anderen zeigt es erst der Versuch. Viertens die Klappen über den Anschlüssen kontrollieren: Sitzen sie fest, und schließen sie nach dem Abziehen des Kabels wieder dicht?

Für die Zeit zwischen den Reisen gilt: Lithium-Akkus lagert man nicht voll und nicht leer, sondern halb geladen. Goal Zero empfiehlt für die Micro Charge, sie regelmäßig nachzuladen; die Angabe „every 3.6 months“ meint dabei wahrscheinlich drei bis sechs Monate. Wie warm oder kalt der Lagerplatz sein darf und wo ein ausgedienter Akku hingehört, steht im Energie-Ratgeber.

Offene Punkte zu Ausgang, Ladezeit und Zellen

  • Ausgangsleistung der LR40 und der CL26R Pro; Spannung und Stromstärke der LR70 bei 18 Watt.
  • Ladezeit der LR40 und der LR70: von Nitecore nicht genannt.
  • Zellspannung und Wattstunden bei LR40, LR70 und CL26R Pro: nur als eigene Rechnung mit 3,6 bzw. 3,7 Volt.
  • Gleichzeitiges Laden und Entladen bei AlpenGlow, LR40, LR70 und CL26R Pro: nicht angegeben.
  • Ob die Schutzart mit gestecktem Kabel gilt: bei keiner der fünf ausdrücklich belegt.
  • Abgegebene Energie, Umwandlungsverluste und echte Ladezeit: von keinem Test gemessen.
  • Elecom NESTOUT LAMP-1: Laufzeit nur mit 15.000-mAh-Akku, kein Gewicht, daher nicht im Feld.
  • Laufzeitstufe der Maximalwerte bei LR40, LR70 und CL26R Pro: vom Hersteller nicht zugeordnet.

Datenblätter, Tests und Warentest-Befunde hinter dieser Seite

Für Akku, Ausgang und Ladezeit sprechen hier fünf Herstellerseiten und eine sechste von Fenix, die die Kapazität des gemeinsamen Akkutyps verrät. Ein Zelldatenblatt liefert die angenommene Nennspannung, promobil und OutdoorGearLab steuern Testsieg und gemessene Laufzeiten bei, die Stiftung Warentest die Befunde zu Powerbanks und Flugreisen. Stand aller Abrufe ist der 1. November 2026. Wattstunden ohne Herstellerangabe sind aus Kapazität und Spannung errechnet; eine Messung durch kaufebesser liegt keiner Zahl zugrunde.

FAQ

Häufige Fragen

Ist eine Campinglampe mit Powerbank-Funktion sinnvoll?

Sie ist sinnvoll, wenn nur ein Gerät mitkommen soll und Licht und Handy aus demselben Akku versorgt werden dürfen. Jede Wattstunde, die ins Telefon fließt, fehlt danach als Licht. Wer ohnehin eine Powerbank besitzt, braucht keine Laterne mit Ausgang: Die kleinen Powerbanks im Warentest-Test vom Januar 2026 lieferten 28,5 bis 35,8 Wattstunden, mehr als vier der fünf Laternen dieses Vergleichs speichern.

Wie rechnet man mAh in Wattstunden um?

Kapazität in Amperestunden mal Nennspannung ergibt Wattstunden: 6.400 mAh mal angenommenen 3,7 Volt sind rund 23,7 Wh, BioLite nennt für die AlpenGlow 500 23,6 Wh. Fehlt die Spannung, bleibt eine Annahme: Das Samsung-Datenblatt einer 21700-Zelle nennt 3,6 Volt, Goal Zero für seine 18650-Zelle 3,7 Volt. Erst in Wattstunden lassen sich Laterne, Handy und Powerbank vergleichen.

Kann die Laterne am Netzteil hängen und dabei das Handy laden?

Ausdrücklich bestätigt ist das im Vergleich nur für die Goal Zero Micro Charge („Simultaneous Recharge & Discharge: Yes“). BioLite, Nitecore und Fenix sagen dazu nichts; bei ihnen zeigt erst der Versuch, ob es klappt. Ohne Netzteil gilt: Licht und Handy zehren am selben Akku, bei der AlpenGlow 500 kostet eine Stunde auf hoher Stufe rechnerisch rund 4,7 Wattstunden.

Wie lange dauert das Laden einer Campinglampe mit Powerbank?

Laut Hersteller rund 3 Stunden bei der AlpenGlow 500 mit 5 V/2 A und rund 3,5 Stunden bei der Micro Charge und der Fenix CL26R Pro. Nitecore nennt für LR40 und LR70 keine Ladezeit. Gemessen hat die Ladezeit keiner der ausgewerteten Tests.

Darf eine Campinglampe mit Powerbank ins Flugzeug?

Für Powerbanks und Lithium-Ersatzakkus gilt laut Stiftung Warentest: nur ins Handgepäck, bis 100 Wattstunden ohne Genehmigung, höchstens zwei Stück. Alle fünf Laternen liegen mit 9,62 bis rund 36 Wh darunter. Ob eine Laterne mit eingebautem Akku als Powerbank zählt, entscheidet die Fluggesellschaft; ein loser Ersatzakku gehört immer ins Handgepäck.