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Vergleich

Fahrradtacho kabellos oder mit Kabel: 8 Tachos im Vergleich

Fahrradtacho kabellos oder mit Kabel: acht Tachos von CatEye, Sigma und Marken ohne Datenblatt, mit Radumfang-Tabelle, Batterieangaben und vier Tests.

2.096 Millimeter: Diesen Radumfang hat CatEye beim Funktacho Padrone CC-PA100W ab Werk eingestellt. Laut CatEyes eigener Reifentabelle gehört der Wert zu einem 23 Millimeter schmalen Rennradreifen. Sitzt derselbe Tacho an einem Trekkingrad mit 47-622-Reifen, für den CatEye 2.268 Millimeter nennt, und bleibt der Werkswert stehen, zeigt er nach eigener Rechnung 7,6 Prozent zu wenig an: 23,1 statt 25 km/h und 92,4 statt 100 Kilometer. Beim Wegstreckenzähler eines Kraftfahrzeugs lässt § 57 Abs. 3 StVZO ± 4 Prozent Abweichung zu. Ob ein Tacho per Funk oder per Kabel misst, ändert an diesem Fehler nichts. Dieser Vergleich stellt sechs Funk- und zwei Kabeltachos vor, die am 14. Oktober 2026 auf Amazon.de lieferbar waren, wertet vier Tests aus den Jahren 2008 bis 2025 zur Frage Funk oder Kabel aus und stellt nebeneinander, was die Hersteller zu Batterie, Reichweite und Radumfang tatsächlich schreiben. Getestet hat diese Seite nichts, Preise nennt sie nicht.

Sechs mit Funk, zwei mit Kabel: wie die acht Tachos ausgewählt wurden

Am 14. Oktober 2026 wurden auf Amazon.de 32 einfache Tachos ohne GPS einzeln geöffnet, 12 mit Kabel und 20 mit Funk, gefunden über 33 Suchbegriffe. Aufgenommen wurde nur ein Angebot mit Einkaufswagen, und jedes gewählte Gerät wurde am selben Nachmittag ein zweites Mal abgerufen. Ausschlaggebend waren eine breite Bewertungsbasis, mehrere Marken und echte Unterschiede bei Übertragung, Display und Datenlage. Drei Sigma-Modelle schieden aus, weil sie keinen Einkaufswagen hatten: BC 14.0 WR, BC 12.0 WL und BC 12.0 STS CAD. Zwei weitere Sigma-Funktachos, BC 14.0 WL und BC 8.0 WL, wären die vierte und fünfte Sigma gewesen. Beim CatEye Strada CC-RD310W war die Verfügbarkeitszeile leer und das Modellfeld wich vom Titel ab, bei Bikevee teilten sich drei Gerätefamilien ihre Bewertungen, und im Modellnummernfeld stand eine UUID statt einer Modellnummer.

Die Auswahl folgt der Nachfrage. Unter den Suchbegriffen „fahrradtacho“ und „fahrrad tacho“ schlägt Google „kabellos“ jeweils an erster Stelle vor, unter „fahrradtacho“ steht „mit kabel“ ebenfalls unter den ersten zehn. In der Erhebung für diesen Cluster tauchen Wörter wie „kabellos“ oder „Funk“ in 445 Suchvorschlägen auf, 220 davon unter Startbegriffen, die das Wort gar nicht enthielten. Gefragt wird nach dem Unterschied selbst, etwa „fahrrad tacho kabel oder kabellos“ und „fahrradtacho kabellos wie funktioniert das“, nach dem Magneten in 111 Vorschlägen und nach der Batterie in 162. Eine Suchmenge ist das nicht, Suchvorschläge zeigen nur, welche Formulierungen vorkommen.

Geblieben sind drei Funktachos ohne Herstellerdatenblatt, zwei CatEye mit analogem Funk und Sigmas BC 10.0 in beiden Ausführungen, dazu der BC 5.0 WR als einfachster Kabeltacho. Die Reihenfolge in Tabelle und Karten ist keine Rangliste: Funk steht vor Kabel, eine Gesamtnote vergibt diese Seite nicht. Die Sterne sind Aggregate der Amazon-Bewertungen. Kabel- und Funkversion desselben Sigma-Modells bewertet Amazon getrennt, beim DINOKA dagegen zählen die grüne und die weiße Variante zusammen, obwohl die weiße in ihren Datenfeldern 22 Funktionen, IP54 und 100 Gramm nennt und die grüne nichts davon.

Wo der einfache Tacho unter den vier Geräteklassen steht und wann ein GPS-Gerät oder ein Navi die bessere Wahl ist, ordnet die Übersicht der Fahrradcomputer nach Geräteklassen ein. Diese Seite bleibt beim Tacho mit Magnet an der Speiche.

DINOKA Funk-Fahrradtacho (368-C)
1

DINOKA Funk-Fahrradtacho (368-C)

Einsteiger
3.9(8.092)
Ansehen
SPGOOD Funk-Fahrradcomputer 19 Funktionen (YS-368)
2

SPGOOD Funk-Fahrradcomputer 19 Funktionen (YS-368)

Einsteiger
3.9(3.853)
Ansehen
ICOCOPRO Funk-Fahrradcomputer mit 5 Menüsprachen
3

ICOCOPRO Funk-Fahrradcomputer mit 5 Menüsprachen

Einsteiger
3.8(2.182)
Ansehen
CatEye Velo Wireless (CA240VLW230)
4

CatEye Velo Wireless (CA240VLW230)

Einsteiger
4.3(1.883)
Ansehen
CatEye Padrone
5

CatEye Padrone

Mid-Tier
4.4(451)
Ansehen
SIGMA BC 10.0 WL (Funk, 10211)
6

SIGMA BC 10.0 WL (Funk, 10211)

Einsteiger
3.9(1.281)
Ansehen
SIGMA BC 10.0 WR (Kabel)
7

SIGMA BC 10.0 WR (Kabel)

Einsteiger
4.3(1.342)
Ansehen
SIGMA BC 5.0 WR (Kabel, 05210)
8

SIGMA BC 5.0 WR (Kabel, 05210)

Einsteiger
4.4(1.853)
Ansehen

Magnet, Sensor, Impuls: was ein Tacho misst und was er nur rechnet

Stiftung Warentest beschrieb das Prinzip 2010 so: Ein Magnet an der Speiche kreist an einem Sensor an der Gabel vorbei und löst bei jeder Umdrehung einen Impuls aus, der per Kabel oder per Funk zum Gerät am Lenker gelangt. Gemessen wird also nur, wie oft und wie schnell sich das Rad dreht. Strecke und Tempo errechnet der Computer daraus mit dem Radumfang, den er eingestellt bekommen hat. Für Bluetooth-Sensoren steht das in der Spezifikation der Bluetooth SIG: Der Sensor überträgt die gezählten Umdrehungen und den Zeitpunkt der letzten, Geschwindigkeit und Strecke kann nur ein Empfänger berechnen, der den Umfang kennt. Die Zeitschrift Radfahren formulierte es 2025 für die einfachen Tachos ebenso: Nur mit dem richtigen Radumfang kann der Computer die Magnetumdrehungen richtig umrechnen.

Aus dieser Arbeitsteilung folgt, dass jeder Fehler im Umfang eins zu eins in Strecke und Tempo landet. Bei 2.105 Millimetern dreht sich ein Rad nach eigener Rechnung 475-mal pro Kilometer. Stellt man 1 Prozent zu viel ein, zeigt der Tacho auf jedem Kilometer 10 Meter zu viel und bei 30 km/h rund 0,3 km/h zu schnell. Ob Kabel oder Funk das Signal überbringt, spielt für diese Rechnung keine Rolle, solange jeder Impuls ankommt.

Welche Art Schalter im Sensor sitzt, steht in keinem der acht Angebote. CatEye spricht von einem berührungslosen Magnetsensor, mehr nicht. Eine Studie aus dem Jahr 2019 baute einen Tacho mit Hall-Sensor als Laborprototyp und kam auf 2 bis 3 Prozent Fehler; auf Marktgeräte lässt sich das nicht übertragen. Für die Montage zählt vor allem der Abstand, die Höhe an der Speiche dagegen nicht: Den Magneten darf man laut CatEye an beliebiger Stelle der Speiche anbringen, solange er die markierte Sensorzone durchläuft. Beim Velo Wireless und beim Padrone verlangt CatEye, dass er dabei höchstens 5 Millimeter vom Sensor entfernt bleibt. Das DINOKA-Angebot nennt 3 Millimeter. Stiftung Warentest fand 2010 bei einem Gerät von Penny nur 2 Millimeter Spielraum und warnte vor Schlamm im Gelände; die meisten anderen Geräte erlaubten damals etwa 5 Millimeter.

Radfahren beobachtete 2025 zwei praktische Unterschiede. Funksensoren lassen sich wegen ihrer Größe freier entlang der Gabel platzieren und näher an die Speichen drehen, der schlankere Kabelsensor hat dagegen nur eine gute Position, dort, wo Gabel und Speichen sich am nächsten kommen. Außerdem können sich alle Magnete im Test verdrehen, geschraubte wie geklickte; die Redaktion schlug einen Tropfen Schraubensicherung vor. Der Magnet von Icocopro zieht die Schraube direkt auf die Speiche. Ganz ohne Speichenmagnet kam im Test der Van Rysel BC 500 aus, mit einem Drehsensor an der Nabe, der auch hinten sitzen kann. Solche Nabensensoren gibt es auch mit Bluetooth und ANT+; die gehören zu den Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensoren für GPS-Radcomputer, nicht zu den Tachos dieses Vergleichs.

Funk oder Kabel: was vier Tests seit 2008 herausfanden

Der älteste der vier Befunde stammt aus der Schweiz. K-Tipp und Velojournal prüften 2008 gemeinsam sechs Funkmodelle und ein Kabelgerät als Referenz. Die Spitzennote bekam das eine Gerät mit Kabel, der VDO C 1 mit „sehr gut“; unter den Funkmodellen erreichten Trelock FC 820 und VDO C 1-DS ein „gut“. Die Begründung steht hinter einer Bezahlschranke.

Stiftung Warentest testete in test 3/2010 13 einfache Tachos, 10 mit Kabel und 3 mit Funk, dazu sechs multifunktionale Geräte. Zehn der 13 einfachen erhielten ein „gut“, bei Funk lag der Sigma BC 1609 vorn. Die Prüfer maßen Tempo mit Lichtschranken und Zeit gegen eine Atomuhr, bewerteten am Kontaktgeber den Abstand zwischen Sensor und Magnet, die Funkreichweite und die Abschirmung gegen Störsignale und ließen jedes Gerät auf einem Prüfstand 100 Stunden bei etwa 40 km/h laufen, nach eigener Rechnung rund 4.000 Kilometer. Ihr Befund zum Funk: Früher seien kabellose Geräte anfällig für elektromagnetische Felder wie Hochspannungsleitungen gewesen, diesmal habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Saldo ließ 2014 je fünf Kabel- und Funkmodelle im Labor prüfen, Hauptkriterium war eine zuverlässige Signalübertragung, daneben zählten Bedienung, Montage und Robustheit. Frei lesbar ist nur, dass einige Modelle durch E-Bikes oder Handys gestört wurden; welche, steht hinter dem Login. Der jüngste Test ist der von Radfahren in Heft 5/2025 mit acht Tachos ohne GPS, sieben mit Funk und einem mit Kabel. Sein Fazit zur Bauart ist deutlich: Bis auf die doppelte Batterie sei weder das eine noch das andere ein technischer Nachteil. Ein Funkmodell ziehe leichter auf ein anderes Rad um, die Unterschiede seien sonst eher ästhetisch, Störungen durch Stromleitungen seien theoretisch möglich, im Test aber nicht aufgetreten. Den Preis-Leistungs-Tipp bekam ausgerechnet der einzige Kabeltacho im Testfeld, der Contec CBC 464, die Empfehlung der Ciclosport Protos 213. Bewertet wurden Ablesbarkeit, Montage, Funktion, Bedienung und Verarbeitung. Im Testfeld standen außerdem Geräte von SPGood, Icocopro, Van Rysel, CatEye (Modell Quick), Sigma (BC 10.0 Wireless) und VDO (R2 WL); mit den acht Tachos dieser Seite deckt sich direkt nur der Sigma.

Auf zwei Ratgeberseiten, die eine Websuche zum Thema liefert, liest sich das anders. Netzwelt nennt 2025 als Nachteil des Funks, Magnet und Sensor könnten gestört werden, obwohl auch ein Kabeltacho mit Magnet und Sensor arbeitet, und hält Funkgeräte für anfälliger gegen Diebstahl; Quellen nennt der Beitrag keine. Homeandsmart schreibt, der Kabeltacho sei genauer, ohne Messung oder Beleg. Eine Prüfung, die Kabel- und Funktacho unter gleichen Bedingungen auf Messgenauigkeit verglichen und dabei einen Unterschied gefunden hat, fand sich in keiner der ausgewerteten Quellen.

Die Amazon-Bewertungen zeigen trotzdem eine Lücke, die zu erklären bleibt. Sigmas BC 10.0 hat in beiden Ausführungen fast gleich viele Bewertungen, die Kabelversion aber 4,3 Sterne und die Funkversion 3,9. Warum, sagen die Sterne nicht. Belegt ist nur, dass Radfahren 2025 genau den BC 10.0 Wireless im Testfeld hatte und ihm wie den Geräten von CatEye und VDO vor allem das fehlende Licht ankreidete.

Über alle acht Geräte gelesen, verläuft die Linie in den Sternen eher zwischen Markengerät und Angebot ohne Hersteller als zwischen Kabel und Funk, mit dem BC 10.0 WL als Ausnahme. Die beiden Kabeltachos kommen auf 4,3 und 4,4 Sterne, die beiden CatEye-Funktachos ebenfalls auf 4,3 und 4,4. Unter 4,0 liegen die drei Funkgeräte ohne Herstellerangaben mit 3,8 und zweimal 3,9 und der BC 10.0 WL mit 3,9. Eine Erklärung ist diese eigene Auszählung nicht, denn Sterne messen Zufriedenheit und keine Genauigkeit, und die Stämme reichen von 451 bis 8.092 Bewertungen.

Reichweite und Störquellen: wo der Funk an seine Grenzen kommt

Die genauesten Angaben zur Funkstrecke stehen in CatEyes Handbüchern zum Velo Wireless und zum Padrone. Beide funken analog auf 19 kHz, der Sensor darf 20 bis 70 Zentimeter vom Computer entfernt sitzen, und CatEye hat die Reichweite nach eigener Aussage bewusst auf 70 Zentimeter begrenzt, um Störungen zu vermeiden. Empfang gibt es nur, wenn die Rückseite des Computers zum Sensor zeigt. Niedrige Temperaturen und schwache Batterien verkürzen die Reichweite. Als mögliche Störquellen zählt CatEye Fernseher, PC, Radio und Motoren auf, Auto und Zug, Bahnübergänge und Gleise, Sendeanlagen und Radarstationen, andere Funkgeräte und bestimmte batteriebetriebene Lampen.

Sigma überträgt beim BC 10.0 WL und beim BC 8.0 WL codiert mit dem eigenen ATS-Funk, der laut Sigma bis 70 Zentimeter reicht, beim BC 14.0 WL mit STS bis 90 Zentimeter. Auf der Produktseite des BC 8.0 WL beantwortet Sigma die Frage nach Funkstörungen offen: Ein einfacher analoger, nicht codierter Tacho habe am E-Bike massive Empfangsprobleme, weil E-Bike und auch ein Nabendynamo starke elektromagnetische Felder erzeugten. Ob CatEyes analoger Funk codiert ist, sagt CatEye nicht. Für die drei Geräte ohne Datenblatt bleibt es bei den Angebotstexten: DINOKA nennt höchstens 50 Zentimeter zwischen Sensor und Display, SPGOOD schließt seinen 19-Funktionen-Tacho für Elektrofahrräder ausdrücklich aus, ICOCOPRO äußert sich zu beidem nicht.

Am Rad selbst sind damit zwei Bauteile die naheliegenden Verdächtigen, wenn ein Funktacho springt: der Motor eines Pedelecs und der Nabendynamo, dazu laut CatEye manche Akkulampe. Wer ohnehin gerade zwischen Nabendynamo und Akkulicht am Fahrrad entscheidet, sollte den Tacho mitdenken. Im Pedelec-Forum und bei MTB-News finden sich Threads mit Titeln wie „Hyena Motor und Sigma Tacho“ und „Lupine Piko & Sigma Tacho“; geöffnet wurden sie für diese Seite nicht, sie zeigen nur, dass die Kombination Fragen aufwirft.

Sigmas Warnung gilt dem Funk, der Kabeltacho zahlt dafür mit dem Kabel. Wie lang es ist, nennt keines der zwölf geprüften Kabelangebote, auch Sigma nicht. In den Suchvorschlägen stehen „fahrradtacho mit langem kabel“ und „fahrrad tacho kabel verlegen“, im MTB-News-Forum suchte 2023 jemand ausdrücklich einen kabelgebundenen Tacho, bei Reddit 2025 jemand einen kabelgebundenen mit Dauerlicht. Radfahren hält ein sauber verlegtes Kabel für wenig schadensanfällig.

Kabellos ist nicht gleich Bluetooth: vier Arten von Funk

Hinter dem Wort „kabellos“ stecken bei einfachen Tachos mindestens vier verschiedene Übertragungen, und die Angebote trennen sie selten. Die einfachste ist der analoge Funk, wie ihn CatEye beim Velo Wireless und beim Padrone verwendet: ein Impuls je Radumdrehung auf 19 kHz über höchstens 70 Zentimeter; auch die Strada Wireless funkt laut CatEye analog. Sigma nutzt beim BC 8.0 WL und beim BC 10.0 WL mit ATS einen codierten Funk und beschreibt ihn als störungsfrei, beim BC 14.0 WL mit STS eine zweite Funkart; was die Codierung technisch leistet, erklärt Sigma auf den ausgewerteten Seiten nicht.

Eine Stufe weiter geht CatEyes Strada Digital Wireless mit digitalem Funk auf 2,4 GHz, dessen Computerzelle laut CatEye nur rund sechs Monate hält. Bluetooth schließlich nutzen der Padrone Digital, der mit der App Cateye Cycling zusammenarbeitet und auch die Trittfrequenz zeigt, und der Padrone Smart, der das Smartphone als Anzeige spiegeln und das Tempo auch aus dessen GPS beziehen kann. Für den Padrone Smart nennt CatEye eine Reichweite von etwa 30 Metern, für die analogen Sensoren 70 Zentimeter. Keines dieser Bluetooth-Geräte ist im Feld; sie zeigen, wie breit „kabellos“ gemeint sein kann.

Bei den drei Angeboten ohne Hersteller bleibt die Funkart offen. Das DINOKA-Datenfeld nennt „ANT“, das der weißen Variante „Bluetooth“, SPGOOD schreibt „proprietäre kabellose Technologie“, ICOCOPRO nur „Wireless“. Über alle 20 geprüften Funkangebote hinweg steht bei neun im Verbindungsfeld ANT, Bluetooth oder WLAN, ohne dass Titel oder Text das stützen; SPGOOD und URAQT beschreiben im Text stattdessen kurze Funkstrecken von 60 und unter 50 Zentimetern. Ob ein Sensor mit einem anderen Gerät zusammenarbeitet, sagt keines der 20 Angebote. Für Sensoren nach dem Bluetooth-Profil für Geschwindigkeit und Trittfrequenz ist genau das spezifiziert, für einen analogen Tachosensor nicht. Wer später auf einen GPS-Computer umsteigen und den Sensor behalten will, findet in keinem der Angebote einen Hinweis, dass das geht; in den Suchvorschlägen steht trotzdem „fahrradcomputer kabellos mit app“.

Radumfang: was die Tabellen der Hersteller hergeben

Die Tabellen von CatEye, Garmin und Wahoo nennen für dieselbe ETRTO-Größe denselben Umfang, wo sie sich überschneiden: 2.096 Millimeter für 23-622, 2.105 für 25-622. Schwalbe, der Reifenhersteller, gibt in seiner Tech Info nur „ungefähre“ Werte an und schreibt dazu, exakte Radumfänge könne man nicht angeben, weil Felge, Luftdruck und Gewicht sie verändern. Gesucht wird in allen Tabellen nach der ETRTO-Angabe, die auf der Reifenflanke steht: 37-622 heißt laut Schwalbe 37 Millimeter Breite und 622 Millimeter Innendurchmesser. Zollangaben sind dagegen nicht eindeutig, unter „26 Zoll“ laufen bei Schwalbe Felgen mit 559, 571 und 590 Millimetern. Wie weit Schwalbes Richtwerte und die Tachotabellen auseinanderliegen, zeigt die folgende eigene Rechnung.

Radumfang in Millimetern nach Tachotabelle und nach Schwalbe (Abweichung: eigene Rechnung)
ETRTO (Zoll)CatEye bzw. GarminSchwalbe, ungefährAbweichung
23-622 (700×23C)2.0962.125+1,4 %
25-622 (700×25C)2.1052.135+1,4 %
28-622 (700×28C)2.1362.150+0,7 %
32-622 (700×32C)2.1552.170+0,7 %
40-622 (700×40C)2.2002.220+0,9 %
47-622 (700×47C)2.2682.250−0,8 %
47-559 (26×1.75)2.0232.050+1,3 %
47-406 (20×1.75)1.5151.580+4,3 %

Für 28-Zoll- und 26-Zoll-Reifen bleiben die Quellen also innerhalb von 1,4 Prozent, beim 47-622 sogar in umgekehrter Richtung. Am 20-Zoll-Kinderrad liegen sie 4,3 Prozent auseinander. Viel größer ist der Fehler, wenn statt der ETRTO-Größe nur „28 Zoll“ bekannt ist: In CatEyes Tabelle reicht diese Felgengröße von 2.070 Millimetern für 18-622 bis 2.326 für 60-622. Ein Vergleichsportal empfiehlt pauschal 2.180 Millimeter für 28 Zoll, das ist der Tabellenwert eines 38 Millimeter breiten Reifens; an einem 25-622-Rennradreifen zeigt der Tacho damit 3,6 Prozent zu viel.

Auch die Eingabe setzt Grenzen. Der Padrone nimmt den Umfang vierstellig in Millimetern an, von 100 bis 3.999. Der Velo Wireless kennt dagegen nur Zentimeter von 100 bis 299 oder eine Schnellwahl nach Zoll, ab Werk 26 Zoll; die Rundung auf ganze Zentimeter kostet an einem 28-Zoll-Rad nach eigener Rechnung bis zu 0,24 Prozent. Genauer als jede Tabelle ist laut CatEye, Sigma, Schwalbe und Stiftung Warentest der Abrollversuch: Ventil am Boden markieren, mit Fahrer im Sattel eine Radumdrehung schieben, die Strecke messen. Sigma bietet als zweiten Weg den Durchmesser mal 3,14 an. Radfahren stellte 2025 beim Nachmessen „deutliche Abweichungen“ zu den Tabellenwerten fest und führt sie auf die vielen Felgenprofile zurück.

DINOKA Funk-Fahrradtacho (368-C)
Einsteiger
3.9(8.092)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

DINOKA Funk-Fahrradtacho (368-C)

DINOKA

Meistbewertetes Gerät im Cluster· laut 8.092 Amazon-Bewertungen (Pool mit Farbvariante), abgelesen am 14.10.2026

Das spricht dafür: Größter Erfahrungsstamm aller Geräte im Cluster.

Fazit: Die meistbewertete Seite des ganzen Clusters ist ein Funktacho ohne Herstellerdatenblatt: 8.092 Bewertungen, geteilt mit der weißen Variante. Laut Angebot darf der Sensor höchstens 50 cm vom Display und der Magnet höchstens 3 mm vom Sensor entfernt sein, sonst funktioniert die Messung nicht. Verbindungsfeld „ANT“ und Batteriefeld „Lithium-Ionen / 6 Monate“ stützt der Angebotstext nicht; Verkäufer Telansic, Versand durch Amazon.

Kernfakten

Übertragung
Funk, Sensor höchstens 50 cm vom Display
Batterie
Datenfeld: Lithium-Ionen, 6 Monate (unbelegt)
Display
LCD, grüne Hintergrundbeleuchtung
Wasserschutz
„wasserdicht“, keine IP-Angabe

Am besten für: Alltagsrad, wenn Tempo und Kilometer reichen

Weniger geeignet für: Wer Herstellerangaben zu Batterie und Schutzart braucht

Pro

  • 8.092 Bewertungen
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Automatisches Aufwachen

Contra

  • Datenfelder widersprüchlich und unbelegt
  • Magnet höchstens 3 mm vom Sensor, genaue Montage nötig
  • Pool geteilt mit der weißen Variante, deren Felder abweichen

Ausstattung

  • Automatisches Aufwachen
  • Schlafmodus bei Stillstand
  • Tag- und Nachtanzeige
  • Für alle Radgrößen einstellbar
SPGOOD Funk-Fahrradcomputer 19 Funktionen (YS-368)
Einsteiger
3.9(3.853)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

SPGOOD Funk-Fahrradcomputer 19 Funktionen (YS-368)

SPGOOD

Das spricht dafür: Viele Funktionen und Batteriewarnung für Sensor und Display.

Fazit: Funktacho mit 19 Funktionen, IP54, CR2032-Zellen und Batteriewarnung unter 2,5 V, die Anleitung liegt laut Angebot auf Deutsch und Englisch bei. Für E-Bikes ist das Gerät laut Hinweis im Angebot nicht geeignet. Die Zeitschrift Radfahren testete 2025 acht Tachos ohne GPS; ein SPGood-Gerät produziere „teils Fantasie- und Geisterwerte“. Genannt ist es dort als „Waterproof Wireless Bicycle Computer“ ohne Modellnummer, ob es dieses Listing war, bleibt offen.

Kernfakten

Übertragung
proprietärer Funk
Batterie
CR2032 (Angebot)
Wasserschutz
IP54
Funktionen
19

Am besten für: Fahrrad ohne Motor, wenn viele Anzeigen gewünscht sind

Weniger geeignet für: E-Bikes

Pro

  • 3.853 Bewertungen
  • Batteriewarnung für Sensor und Display
  • Deutsche Anleitung

Contra

  • Nicht für E-Bikes (Angebot)
  • Kritischer Befund bei Radfahren 2025 zu einem SPGood-Tacho, Modell offen

Ausstattung

  • Hintergrundbeleuchtung
  • Aufwachen nach 5 m Fahrt
  • Anleitung DE/EN
  • Batterien im Lieferumfang
ICOCOPRO Funk-Fahrradcomputer mit 5 Menüsprachen
Einsteiger
3.8(2.182)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

ICOCOPRO Funk-Fahrradcomputer mit 5 Menüsprachen

ICOCOPRO

Das spricht dafür: Deutsche Menüsprache und großes Display.

Fazit: Großes 2,2-Zoll-LCD mit Hintergrundlicht und fünf Menüsprachen, darunter Deutsch – unter den acht Tacho-Seiten im Vergleich die einzige, die Deutsch ausdrücklich nennt. Wasserschutz laut Datenfeld IP65; den Batterietyp nennt nur das Datenfeld („Lithium-Ionen“), Funkreichweite und Laufzeit fehlen, das Garantiefeld lautet „innerhalb von 90 Tagen“. Verkäufer Wu Bike UK, Versand durch Amazon.

Kernfakten

Display
2,2 Zoll, LCD, Hintergrundlicht
Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Wasserschutz
IP65 (Datenfeld)
Batterie
nur Datenfeld „Lithium-Ionen“

Am besten für: Wer ein großes Display und ein deutsches Menü sucht

Weniger geeignet für: Wer Angaben zu Batterie und Garantie erwartet

Pro

  • Deutsche Menüsprache belegt
  • Großes Display
  • 2.182 Bewertungen

Contra

  • Garantiefeld nur 90 Tage
  • Batteriemodell und Reichweite fehlen
  • 3,8 Sterne, niedrigster Wert der Tachos
  • Radfahren 5/2025: Licht beim „IcocoPro 20 WLS“ mit Darstellungsfehlern, Modellbezug offen

Ausstattung

  • Uhrmodus nach 4 Minuten Ruhe
  • Automatisches Aufwachen
  • Werkzeuglose Montage
  • Kalorienanzeige
CatEye Velo Wireless (CA240VLW230)
Einsteiger
4.3(1.883)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

CatEye Velo Wireless (CA240VLW230)

CatEye

Das spricht dafür: Markentacho mit Herstellerdatenblatt, Verkauf durch Amazon.

Fazit: CatEyes Einstiegs-Funktacho mit sieben Funktionen; für den Velo Wireless CC-VT230W nennt CatEye CR2032, rund ein Jahr Batterie am Computer und etwa 10.000 km am Sensor, IPX8 und 26,4 g. Das Amazon-Datenfeld spricht von „WLAN“, was nicht zum analogen Funk passt, und von einem Display mit „10 Zentimeter“ bei Gehäusemaßen von 37 × 55 mm. Verkauf durch Amazon, CatEye gibt zwei Jahre Garantie auf Computer und Sensor.

Kernfakten

Übertragung
analoger Funk (CatEye)
Batterie
CR2032, ca. 1 Jahr; Sensor ca. 10.000 km
Wasserschutz
IPX8 (CatEye)
Gewicht
ca. 26,4 g (CatEye)
Funktionen
7

Am besten für: Einfacher Funktacho für Alltag und Trekking

Weniger geeignet für: Wer Trittfrequenz oder Höhe sehen will

Pro

  • Verkauf durch Amazon
  • Herstellergarantie 2 Jahre inklusive Sensor
  • Kleinteile bei CatEye einzeln mit Teilenummer

Contra

  • Nur sieben Funktionen
  • Datenfelder „WLAN“ und „10 Zentimeter“ falsch

Ausstattung

  • Durchschnitts- und Maximaltempo
  • Universalhalterung (laut Angebot)
  • Schlankes Gehäuse
  • Knopfzellen selbst tauschbar
CatEye Padrone
Mid-Tier
4.4(451)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

CatEye Padrone

CatEye

Das spricht dafür: Große Ziffern bei Funkübertragung und gute Bewertungslage.

Fazit: Großes Display auf schlankem Gehäuse; für den Padrone CC-PA100W nennt CatEye analogen Funk, CR2032, IPX8 und 31,5 g, die Amazon-Seite nennt diesen Code nicht und im Datenfeld IP54. Der Titel schreibt „Padron“, die Beschreibung „Padrone“. Mit 4,4 Sternen bei 451 Bewertungen das bestbewertete Funkmodell im Tacho-Vergleich, Verkauf durch Amazon, beim Abruf 14 Stück.

Kernfakten

Display
43 mm (Datenfeld), großes LCD
Übertragung
analoger Funk (CatEye)
Batterie
CR2032 (CatEye)
Wasserschutz
IPX8 (CatEye); Datenfeld IP54
Gewicht
31,5 g (CatEye)

Am besten für: Wer Tempo und Strecke in großen Ziffern ablesen will

Weniger geeignet für: Wer Höhenmesser oder Trittfrequenz braucht

Pro

  • 4,4 Sterne, bester Wert der Funktachos
  • Große Anzeige
  • Verkauf durch Amazon

Contra

  • Wasserschutzangaben widersprechen sich
  • CatEye-Modellcode nur als Artikelnummer CA240PADRONB genannt
  • Beim Abruf nur 14 Stück

Ausstattung

  • ClickTec-Technik (Angebot)
  • Funksensor im Lieferumfang
  • Herkunft Japan (Datenfeld)
SIGMA BC 10.0 WL (Funk, 10211)
Einsteiger
3.9(1.281)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

SIGMA BC 10.0 WL (Funk, 10211)

SIGMA

Das spricht dafür: Codierte Funkübertragung, kein Kabel am Lenker.

Fazit: Funkversion des BC 10.0 mit codierter ATS-Übertragung von der Gabel, zehn Funktionen inklusive Maximalgeschwindigkeit, laut Datenfeld IPX8 und 27 g. Der Titel nennt nur „BC 10.0“, Text und Lieferumfang mit ATS-Sender zeigen das WL-Modell; das Hauptbild ist dasselbe wie bei der Kabelversion. Mit 3,9 Sternen liegt die Funkversion klar unter der Kabelversion (4,3), beide sind etwa gleich oft bewertet.

Kernfakten

Übertragung
codierter Funk ATS
Batterie
Knopfzelle; Datenfeld 1,5 Jahre, Text „weit über zwei Jahre“
Display
1,9 Zoll
Wasserschutz
IPX8 (Datenfeld)
Gewicht
27 g (Datenfeld)

Am besten für: Alltag und Trekking ohne Kabel an der Gabel

Weniger geeignet für: Wer die bessere Bewertungslage der Kabelversion vorzieht

Pro

  • Kein Kabel zu verlegen
  • Codierte Übertragung laut Angebot
  • Verkauf durch Amazon

Contra

  • Schlechter bewertet als die Kabelversion
  • Titel ohne WL-Kennung, gleiches Bild wie die WR-Version
  • Ohne Displaylicht; Radfahren 5/2025 stufte den BC 10.0 Wireless deshalb hinter beleuchtete Tachos
  • Sigma gibt keine eigene Herstellergarantie, nur die gesetzliche Gewährleistung

Ausstattung

  • Zehn Funktionen
  • Maximal- und Durchschnittstempo
  • Halterung für Funk-Modell
  • Batterien im Lieferumfang
SIGMA BC 10.0 WR (Kabel)
Einsteiger
4.3(1.342)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

SIGMA BC 10.0 WR (Kabel)

SIGMA

Das spricht dafür: Besser bewertet als die Funkversion, eine Batterie weniger.

Fazit: Kabelversion desselben Tachos: zehn Funktionen, gleiches 1,9-Zoll-Display, laut Datenfeld 2 Jahre Batterie, 27 g und IPX8. Das Kabel führt direkt zum Sender an der Gabel, der Lieferumfang kommt ohne zweite Batterie für einen Funksender aus; dafür muss das Kabel an Gabel und Lenker verlegt werden. 4,3 Sterne bei 1.342 Bewertungen, Verkauf durch Amazon; das Sensortyp-Feld enthält nur „qqqqqq“.

Kernfakten

Übertragung
Kabel
Batterie
Knopfzelle, Datenfeld 2 Jahre
Wasserschutz
IPX8 (Datenfeld)
Gewicht
27 g (Datenfeld)

Am besten für: Wer keinen Funksender mit eigener Batterie will

Weniger geeignet für: Wer kein Kabel an Gabel und Lenker verlegen will

Pro

  • 4,3 Sterne, besser als die Funkversion
  • Keine zweite Batterie am Sender
  • Verkauf durch Amazon

Contra

  • Kabel muss verlegt werden
  • Datenfeld „qqqqqq“ beim Sensortyp

Ausstattung

  • Zehn Funktionen
  • Halterung für Kabel-Modell
  • Große Tasten
  • Magnet im Lieferumfang
SIGMA BC 5.0 WR (Kabel, 05210)
Einsteiger
4.4(1.853)Bei Amazon ansehenAnzeige · Preis & Verfügbarkeit bei Amazon

SIGMA BC 5.0 WR (Kabel, 05210)

SIGMA

Das spricht dafür: Ein-Tasten-Bedienung, laut Datenfeld 24 g.

Fazit: Der einfachste Tacho im Vergleich: fünf Funktionen, eine Taste, Kabel, laut Datenfeld IPX8 und 24 g. Der Aufzählungstext nennt das Kabelgerät irrtümlich „GPS Tracker“, das Displayfeld „29 Zoll“; das Amazon-Listing des Funk-BC 5.0 WL zeigt dasselbe Hauptbild. Mit 4,4 Sternen bei 1.853 Bewertungen teilt er sich mit dem Padrone den besten Wert der Tachos, Verkauf durch Amazon.

Kernfakten

Funktionen
5, eine Taste
Übertragung
Kabel
Batterie
Knopfzelle, Datenfeld 3 Jahre
Wasserschutz
IPX8 (Datenfeld)
Gewicht
24 g (Datenfeld)

Am besten für: Alltagsrad, wenn Tempo und Kilometer genügen

Weniger geeignet für: Wer Durchschnittstempo oder Maximalwerte sehen will

Pro

  • 4,4 Sterne bei 1.853 Bewertungen
  • Ein-Tasten-Bedienung
  • Niedrigste Gewichtsangabe im Cluster (24 g, Datenfeld)

Contra

  • Nur fünf Funktionen, kein Durchschnittstempo
  • „GPS Tracker“ im Text falsch, Displayfeld unsinnig
  • Datenfeld nennt 2 Jahre Herstellergarantie, Sigma selbst nur die gesetzliche Gewährleistung

Ausstattung

  • Geschwindigkeit, Tages- und Gesamtkilometer
  • Fahrzeit und Uhrzeit
  • Halterung für Kabel-Modell
  • Magnet im Lieferumfang

Acht Tachos, acht Beleglagen

In den Datenfeldern der acht Tachos stehen Angaben, die nicht zum Gerät passen: „WLAN“ und ein Display von „10 Zentimeter“ beim CatEye Velo Wireless, „IP54“ beim Padrone, für den CatEye IPX8 nennt, „29 Zoll“ als Displaygröße beim Sigma BC 5.0 WR, dessen Text ihn obendrein „GPS Tracker“ nennt, „qqqqqq“ als Sensortyp beim BC 10.0 WR und „ANT“ ohne jeden Beleg beim DINOKA. Beide CatEye-Angebote verneinen im Garantiefeld eine Garantie, CatEyes Handbuch gewährt zwei Jahre auf Computer und Sensor. Herstellerangaben auf dieser Seite stammen deshalb aus Handbüchern und Produktseiten, Datenfelder sind als solche gekennzeichnet.

Der DINOKA-Funktacho hat mit 8.092 Bewertungen den größten Bewertungsstamm der im Cluster ausgewählten Geräte, geteilt mit seiner weißen Variante, und den kleinsten Beleg. Ein Herstellerdatenblatt gibt es nicht. Das Angebot verspricht grüne Hintergrundbeleuchtung, automatisches Aufwachen und eine Eignung für alle Radgrößen und verlangt, dass der Sensor höchstens 50 Zentimeter vom Display und der Magnet höchstens 3 Millimeter vom Sensor entfernt sitzt, sonst funktioniere die Messung nicht. Batterie und Funk beschreiben nur die Datenfelder, mit „Lithium-Ionen, 6 Monate“ und „ANT“, was der Text nirgends stützt. Verkäufer ist Telansic, der Versand läuft über Amazon.

Beim SPGOOD mit 19 Funktionen ist die Lage etwas besser. Der Text nennt CR2032-Zellen im Lieferumfang, eine Warnanzeige, sobald Sensor oder Computer unter 2,5 Volt fallen, IP54, ein Aufwachen nach 5 Metern Fahrt, bei dem die vorherigen Werte erhalten bleiben, und eine deutsch-englische Anleitung, und er schließt E-Bikes aus. Radfahren schrieb 2025 einem SPGood-Tacho „teils Fantasie- und Geisterwerte“ zu. Getestet wurde dort ein „Waterproof Wireless Bicycle Computer“ von SPGood; ob es dieses Modell YS-368 war, geht aus dem Artikel nicht hervor. Auffällig ist, dass auch die DINOKA-Modellnummer 368-C lautet; ob beide auf dasselbe Gerät zurückgehen, lässt sich aus den Angeboten nicht ablesen.

ICOCOPRO bietet als einziges der acht Angebote ausdrücklich ein deutsches Menü, wählbar neben vier weiteren Sprachen, auf einem 2,2 Zoll großen LCD mit Hintergrundlicht und zwei Tasten. Nach vier Minuten ohne Aktion zeigt das Gerät nur noch die Uhr und wacht laut Angebot auf, wenn man es schüttelt, eine Taste drückt oder ein Signal ankommt. Zellbezeichnung, Funkreichweite und Laufzeit fehlen, das Batteriefeld nennt nur „Lithium-Ionen“, das Garantiefeld lautet „innerhalb von 90 Tagen“. Funktioniert das Gerät nicht, kann das laut Anbieter an falsch montiertem Sensor und Magnet liegen. Ein Icocopro-Tacho fiel bei Radfahren 2025 durch ein Licht auf, das deutliche Darstellungsfehler erzeugte; der Test nennt das Modell „WLS 20“, ein Abgleich mit diesem Angebot war nicht möglich.

Der CatEye Velo Wireless ist das Gegenmodell: sieben Funktionen, aber ein vollständiges Handbuch. CatEye nennt für den CC-VT230W je eine CR2032 in Computer und Sensor, rund ein Jahr Laufzeit im Computer bei einer Stunde täglich und rund 10.000 Kilometer im Sensor, IPX8, 26,4 Gramm für den Computer und 15 Gramm für den Sensor sowie einen Betriebsbereich von 0 bis 40 Grad. Ein Hintergrundlicht hat erst das Schwestermodell Velo Wireless+. Verkauft wird er von Amazon selbst, beim Abruf lagen 17 Stück vor. Die Garantie gilt zwei Jahre für Computer und Sensor, Batterien und Zubehör sind ausgenommen.

Der CatEye Padrone trägt dieselbe Funktechnik in ein breiteres Gehäuse. Für den CC-PA100W nennt CatEye analogen Funk, CR2032, IPX8 und 31,5 Gramm; das Datenfeld gibt das Display mit 43 Millimetern an. Mit 4,4 Sternen bei 451 Bewertungen ist er das bestbewertete Funkgerät im Feld, die Amazon-Seite schreibt im Titel aber „Padron“, nennt statt CatEyes Modellcode nur die Nummer CA240PADRONB und im Schutzartfeld IP54. Wer ihn kauft, muss den Werkswert von 2.096 Millimetern ersetzen, es sei denn, das Rad rollt auf 23-Millimeter-Reifen.

Sigmas BC 10.0 WL überträgt codiert mit ATS von der Gabel und zeigt zehn Werte, darunter Maximaltempo und Temperatur. Der Amazon-Titel nennt nur „BC 10.0“, erst Lieferumfang und Text mit ATS-Sender und Funkhalterung verraten die Funkversion, und das Hauptbild ist dasselbe wie beim Kabelmodell. Die Batterie soll laut Datenfeld 1,5 Jahre halten, laut Aufzählungstext „weit über zwei Jahre“. Laut Radfahren fehlt dem BC 10.0 Wireless eine Beleuchtung, was ihn nachts zum Gerät macht, das zwar aufzeichnet, aber nicht ablesbar ist.

Der BC 10.0 WR ist dasselbe Gerät mit Kabel zum Sender an der Gabel. Ihm fehlt die zweite Batterie am Sender, er kommt auf 4,3 Sterne bei 1.342 Bewertungen, und sein Datenfeld verspricht zwei Jahre Batterie, 27 Gramm und IPX8. Im Sensortypfeld stehen sechs q, das Maßfeld nennt über einen Meter. Amazon verkauft ihn selbst, das Bestseller-Feld führte ihn beim Abruf auf Platz 4 der Kategorie Fahrradcomputer.

Auf Platz 1 derselben Kategorie stand an diesem Tag der Sigma BC 5.0 WR, der einfachste Tacho im Vergleich: fünf Funktionen, eine Taste, Kabel, laut Datenfeld 24 Gramm und drei Jahre Batterie. Tempo, Tages- und Gesamtkilometer, Fahrzeit und Uhrzeit zeigt er, Durchschnitt und Maximum nicht. Seine 4,4 Sterne bei 1.853 Bewertungen teilt er sich mit dem Padrone als besten Wert im Feld. Der Aufzählungstext nennt das Kabelgerät „GPS Tracker“, das Datenfeld verspricht zwei Jahre Herstellergarantie, während Sigma auf seinen Produktseiten auf die gesetzliche Gewährleistung verweist.

Fünf bis 19 Werte: was die Anzeige hergibt

Im Kern zeigten die acht Testgeräte bei Radfahren 2025 dasselbe: aktuelles, maximales und durchschnittliches Tempo, Fahrzeiten, Tages- und Gesamtkilometer, Uhrzeit und Datum, öfter auch die Temperatur; ob man gerade schneller oder langsamer als im Schnitt fährt, zeigen kleine Pfeile. Sigma, VDO und SPGood erinnern nach einer eingestellten Strecke an die Wartung, einige zeigen den Batteriestand. CatEye, Sigma und VDO bedienen sich mit einer Taste, die übrigen mit zwei; zum Einrichten braucht es bei den Eintastern zusätzlich einen kleinen Knopf, bei CatEye nach dem Test komplizierter als bei Sigma und VDO. Die Displays nannte die Redaktion allgemein gut ablesbar, auch in der Sonne, CatEyes inverses Display stach heraus. CatEye selbst warnt, dass ein LCD durch polarisierende Sonnenbrillengläser verzerrt erscheinen kann.

Im Feld reicht die Spanne von fünf bis 19 Funktionen. Der BC 5.0 WR zeigt Tempo, Tages- und Gesamtkilometer, Fahrzeit und Uhrzeit, der BC 10.0 zusätzlich Gesamtfahrzeit, Durchschnitt, den Vergleich mit dem Durchschnitt, Maximum und Temperatur. CatEyes Handbuch zum Velo Wireless listet die Werte samt Grenzen: Tempo bis 105,9 km/h, Tagesstrecke bis 999,99 und Gesamtstrecke bis 99.999 Kilometer. Den Durchschnitt zeigt der Velo nach rund 27 Stunden Fahrzeit oder knapp 1.000 Kilometern nicht mehr an, dann muss man die Tagesdaten zurücksetzen. Den Gesamtkilometerstand kann man von Hand eintragen, was CatEye für ein neues Rad oder nach dem Batteriewechsel empfiehlt.

Kalorien zählen mehrere Geräte, sinnvoll ist der Wert aber nur grob. CatEye rechnet ihn beim Velo Wireless allein aus dem Tempo und gibt als Richtwerte 67,3 Kilokalorien je Stunde bei 10 km/h, 244,5 bei 20 und 641,6 bei 30 km/h an; Körpergewicht oder Puls gehen nicht ein. Stiftung Warentest hielt die Kalorienanzeige eines Tchibo-Tachos 2010 für unbrauchbar. Sigma setzt beim BC 8.0 WL auf eine Wartungserinnerung nach 750 Kilometern, die der Händler einstellen kann, und auf ein Menü in sieben Sprachen, darunter Deutsch. Mehr Werte bedeuten also mehr Ablesen, nicht genaueres Messen.

Batterien: was CatEye, Sigma und die Datenfelder angeben

Wie lange eine Knopfzelle im Tacho hält, beantworten von den Herstellern im Feld nur CatEye und Sigma, Bedingungen nennt nur CatEye. Es gibt die Werte als Durchschnitt bei 20 Grad und 65 Zentimetern Abstand zwischen Computer und Sensor an und warnt, dass die ab Werk eingesetzte Batterie kürzer halten kann. Alles Weitere steht in Datenfeldern, die sich teils selbst widersprechen.

Batterieangaben einfacher Tachos nach Quelle (Stand 14.10.2026)
GerätZelleComputerSensor bzw. SenderQuelle
CatEye Velo Wireless, Padrone (Funk)je 1 × CR2032ca. 1 Jahr bei 1 h täglichca. 10.000 kmCatEye-Handbücher
CatEye Velo 7 und 9 (Kabel, nicht im Feld)CR2032ca. 3 Jahre bei 1 h täglichkeine BatterieCatEye
CatEye Padrone Digital (Bluetooth, nicht im Feld)CR2032ca. 4 Monateca. 5 MonateCatEye
Sigma BC 8.0 WL (nicht im Feld)CR 2032rund zwei Jahrekeine AngabeSigma
Sigma BC 14.0 (nicht im Feld)CR 2450mehr als zwei Jahrekeine AngabeSigma
Sigma BC 10.0 WLKnopfzelle1,5 Jahre; Text: weit über zwei Jahrekeine AngabeAmazon-Datenfeld und Text
Sigma BC 10.0 WR, BC 5.0 WRKnopfzelle2 bzw. 3 Jahrekeine BatterieAmazon-Datenfeld
DINOKA, SPGOOD, ICOCOPROCR2032 nur bei SPGOOD6 Monate (DINOKA), sonst keine Angabekeine AngabeAmazon-Angebote

Zwei Muster lassen sich ablesen. Erstens braucht jeder Funktacho eine zweite Zelle im Sensor, der Kabeltacho nicht; Radfahren nennt das 2025 den einzigen technischen Nachteil des Funks und schreibt dem Kabelmodell zusätzlich einen geringeren Strombedarf zu. CatEyes eigene Zahlen passen dazu: Der Kabeltacho Velo 7 soll bei gleicher Nutzung etwa dreimal so lange halten wie der Computer des Velo Wireless. Zweitens halten CatEyes digitale Funkgeräte deutlich kürzer: der Padrone Digital mit Bluetooth rund vier Monate, der Strada Digital Wireless mit 2,4-GHz-Funk rund sechs.

Wie lange der Sensor des Velo Wireless reicht, hängt an den Kilometern, nicht an der Zeit. Wer an jedem Tag des Jahres eine Stunde mit angenommenen 20 km/h fährt, kommt auf 7.300 Kilometer; die Sensorzelle hielte dann nach eigener Rechnung rund 16 Monate, also länger als die im Computer. Stiftung Warentest schrieb 2010 allgemeiner, ein Satz Batterien reiche sicher eine Saison, laut Radfahren 2025 reicht eine Knopfzelle „für locker ein bis zwei Jahre“ bei täglicher Nutzung. Im Winter sinkt die Leistung, schreibt CatEye; reagiert der Computer nur noch, wenn der Sensor nah ist, seien vermutlich die Batterien schwach.

Beim Wechsel geht ein Teil der Daten verloren. Nach einer neuen Zelle im Computer verlangt CatEye, das Gerät neu einzurichten, und empfiehlt, vorher den Gesamtkilometerstand zu notieren, um ihn danach wieder einzugeben. Nach einer neuen Zelle im Sensor soll man den Magnetabstand neu prüfen. Die Zelle kommt bei CatEye mit dem Pluspol nach oben hinein, und CatEye warnt vor Explosionsgefahr, wenn ein falscher Typ eingesetzt wird; Sigma rät, eine leere Zelle bald zu tauschen, damit sie nicht ausläuft, und das Batteriefach nie mit Gewalt zu öffnen. Wie sich Knopfzellen unter Last verhalten und warum ein Funksender früher schwächelt als ein Display, erklärt der Beitrag zur Knopfzelle im Brustgurt und ihrem Wechsel am Beispiel desselben Zelltyps. Dass es auch anders geht, zeigte Stiftung Warentest 2010 am Polar CS600X: Dessen Batterie war im Geschwindigkeitssensor fest verbaut, und mit ihr endete laut Test der Sensor.

Knopfzellen und Kleinkinder: zwei Zellen am Rad

Eine CR2032 vereint beide Merkmale, die das Bundesinstitut für Risikobewertung als besonders problematisch nennt. Das C steht laut BfR für eine Lithium-Zelle mit vergleichsweise hoher Spannung, die Ziffern 2032 für 20 Millimeter Durchmesser, und ab 20 Millimetern bleiben Knopfzellen eher in der Speiseröhre stecken. Dort verursacht der Stromfluss an der feuchten Schleimhaut Verätzungen; Symptome zeigen sich oft erst nach Stunden. Das BfR rät, schon beim Verdacht sofort eine Kinderklinik oder Notaufnahme aufzusuchen, und mahnt, auch vermeintlich leere Zellen unzugänglich aufzubewahren.

Sigma schreibt in seinen Sicherheitshinweisen, eine verschluckte Knopfzelle könne innerhalb von zwei Stunden schwere innere Verbrennungen verursachen, Fahrradcomputer seien kein Spielzeug, und ein Gerät, dessen Batteriefach nicht mehr sicher schließt, solle man nicht weiter benutzen. Für den Haushalt heißt das: Ein Funktacho bringt zwei solcher Zellen mit, ein Kabeltacho eine. Bei CatEye öffnet man die Batteriedeckel mit einer Münze; Sigma rät, Zellen nicht mit Zange oder Pinzette einzusetzen, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Was ein Labortest an Tachos prüft und was die Angebote davon verraten

Die Methode der Stiftung Warentest von 2010 ist unter den ausgewerteten Tests die ausführlichste frei einsehbare. Für einfache Tachos gewichtete sie die technische Funktion mit 30 Prozent, das Display mit 25, die Handhabung mit 30, die Haltbarkeit mit 10 und Schadstoffe mit 5 Prozent. Abwertungen griffen, wenn ein Teil schwach war: Ein nur „ausreichender“ Kontaktgeber begrenzte die technische Note, ein „mangelhafter“ Batteriewechsel zog die Handhabung um eine halbe Note herunter, eine „mangelhafte“ Haltbarkeit deckelte das Gesamturteil. Legt man die Prüfpunkte neben die acht Angebote, wird sichtbar, wie wenig davon ein Käufer vorab erfährt.

Prüfpunkte von Stiftung Warentest 2010 und was die acht Angebote dazu sagen
PrüfpunktBedingung bei test.de 2010Angabe zu den acht Tachos
MessgenauigkeitTempo mit Lichtschranken, Zeit gegen Atomuhrkeine
KontaktgeberAbstand Sensor zu Magnet, Funkreichweite, AbschirmungAbstand bei CatEye und DINOKA, Reichweite bei CatEye, Sigma und DINOKA
Temperaturje zwei Stunden bei plus 50 und minus 10 GradCatEye 0 bis 40 Grad, Sigma minus 10 bis plus 60 Grad
Betriebsdauer100 Stunden Prüfstand bei etwa 40 km/hLaufzeiten von CatEye und aus Sigma-Datenfeldern
Fall50-mal aus 0,5 Meter, 10-mal aus 1 Meter auf Steinkeine
RegenBeregnung nach IPX4 bei laufender BedienungIPX8 von CatEye und in Sigma-Datenfeldern, IP54 und IP65 in Datenfeldern, „wasserdicht“ bei DINOKA
SchadstoffePAK, Weichmacher, Flammschutzmittelkeine

Dass diese Prüfungen Unterschiede finden, zeigen zwei Befunde von 2010. Der Ventura XIV lief im Regentest voll Wasser, war danach defekt und erhielt „mangelhaft“. In einem Schnelltest eines Tchibo-Tachos stimmte das Tempo, die Kalorienanzeige war unbrauchbar, und bei etwa 50 Grad wurde das Display dunkel, bei minus 10 Grad lief es noch. Zum Vergleich der Schutzarten: Nach der Tabelle der Berufsgenossenschaft BGN steht die 7 für kurzzeitiges Eintauchen und die 8 für dauerhaftes Untertauchen, beides weit mehr als die Beregnung des Warentests. Die IPX8 der Sigma-Tachos steht allerdings nur im Datenfeld; auf seiner Seite zum verwandten BC 8.0 WL schreibt Sigma „wasserdicht“ ohne Schutzklasse, und innerhalb derselben Baureihe nennt das Feld des BC 5.0 WL IP54, das des BC 5.0 WR IPX8. Vor dem Hochdruckreiniger warnt Sigma in den Sicherheitshinweisen ausdrücklich.

Kinderrad und Seniorenrad: was sich belegen lässt

Unter drei der Suchbegriffe rund um den Fahrradtacho schlägt Google „für kinder“ oder „kinder“ schon unter den ersten zehn Vervollständigungen vor, in den ausgewerteten Foren findet sich dazu genau ein Thread, „Robuster Tacho für Kids gesucht“ bei MTB-News vom Februar 2026. Sigma bewirbt den BC 8.0 WL als „perfekten Tacho auch für Kinder“ und bietet Reifengrößen vom kleinen Kinderrad bis 29 Zoll zur Auswahl, CatEye hat beim Velo Wireless Schnellwahlen für 16, 18, 20, 22 und 24 Zoll. Ausgerechnet beim 20-Zoll-Reifen liegen Tachotabelle und Schwalbe-Richtwert aber 4,3 Prozent auseinander; am Kinderrad lohnt das Abrollen deshalb besonders. Ab welchem Alter ein Tacho sinnvoll ist, fragen die Suchvorschläge, beantworten konnte es keine der Quellen.

Für Senioren ist die Nachfrage schwerer zu fassen. Der Suchbegriff „fahrradcomputer senioren“ ergibt ohne Zusatz nur drei Vervollständigungen, in den Foren stehen 19 Titel zu Senioren, Eltern oder einfachen Geräten, etwa „Fahrradcomputer für Eltern“ bei Reddit im August 2026 und „Tipp für einfachen Fahrradcomputer mit mittiger Anbringung“. Die Websuche zu Senioren lieferte nur Shop-Seiten. Belegbar sind deshalb nur Merkmale, keine Empfehlung: Stiftung Warentest gewichtete 2010 die Lesbarkeit des Displays mit 25 Prozent und ließ sie von acht Personen bei Sonne, Regen, Abendlicht und diffusem Licht beurteilen. Am besten ablesbar war damals nach dem Urteil der Tester unter anderem der Sigma BC 1009, und bei einem niederländischen Test von zwölf Geräten bemängelte die Consumentengids 2009 laut Saldo fast überall das Display, nur bei Polar und CatEye nicht. Im Feld hat der Padrone laut Datenfeld ein Display von 43 Millimetern, der ICOCOPRO ein deutsches Menü, der BC 5.0 WR eine einzige Taste. Ein Licht fehlte bei Radfahren dem getesteten CatEye Quick und dem Sigma BC 10.0 Wireless, und ein Dauerlicht, nach dem ein Reddit-Thread von 2025 fragt, hebt der Test nur beim Ciclosport Protos 213 hervor.

S-Pedelec und Pedelec: wo ein Tacho vorgeschrieben ist

Eine Tachopflicht für Fahrrad und Pedelec bis 25 km/h findet sich in den gelesenen Vorschriften nicht: Nach § 63a StVZO ist das Pedelec ein Fahrrad und kein Kraftfahrzeug, und § 57 StVZO verlangt den Tacho nur von Kraftfahrzeugen. Anders beim S-Pedelec. Das Verkehrsministerium stuft es als Kleinkraftrad ein, und die EU-Verordnung zur funktionalen Sicherheit dieser Fahrzeugklasse schreibt in der Ursprungsfassung für Fahrzeuge mit mehr als 25 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit Tacho und Kilometerzähler vor, die der UNECE-Regelung 39 genügen müssen. Der Tacho ist damit Teil der Typgenehmigung. Daraus folgt, auch wenn es keine Quelle ausdrücklich sagt: Einen defekten S-Pedelec-Tacho ersetzt kein Nachrüstgerät aus diesem Vergleich, und der SPGOOD ist für Elektrofahrräder ohnehin nicht freigegeben.

Wenn die Anzeige bei null bleibt: Fehlersuche in fünf Schritten

Die Reihenfolge folgt der Fehlersuche in CatEyes Handbüchern; ICOCOPRO verweist im Angebot auf dieselbe erste Ursache.

  1. Magnet prüfen: Läuft er durch die markierte Sensorzone, und liegt der Abstand bei höchstens 5 Millimetern, beim DINOKA bei höchstens 3? Verdrehte Magnete sind laut Radfahren bei allen Bauarten möglich.
  2. Ausrichtung prüfen: Beim CatEye muss die Rückseite des Computers zum Sensor zeigen; nach dem Einbau das Vorderrad langsam drehen und auf die Tempoanzeige achten.
  3. Abstand prüfen: Sensor und Computer müssen bei CatEye 20 bis 70 Zentimeter auseinander sitzen, bei Sigma ATS höchstens 70, bei DINOKA höchstens 50.
  4. Batterien prüfen: Reagiert der Computer nur noch nah am Sensor, sind laut CatEye die Zellen schwach; SPGOOD zeigt unter 2,5 Volt ein Symbol, bei Kälte sinkt die Leistung.
  5. Zurücksetzen: Zeigt der Tacho falsche Werte, rät CatEye zum vollständigen Löschen mit der AC-Taste und neuem Einrichten, Radumfang inklusive.

Ein Tacho, der sich nicht abschalten lässt, ist kein Defekt. Sigmas BC 8.0 WL kennt keinen Ausschalter und fällt ohne Signal nach zehn Minuten in den Schlaf, CatEyes Geräte zeigen nach zehn Minuten nur noch die Uhr und nach einer weiteren Stunde der Padrone nur die Maßeinheit, der Velo Wireless den Schriftzug SLEEP.

Halter, Platz am Lenker und ein zweites Rad

Radfahren nennt als einen der wenigen Vorteile des Funks, dass das Gerät leichter auf ein anderes Rad umzieht. Das gilt aber nur für den Computer. Am zweiten Rad braucht es eigenen Halter, Sensor und Magnet, und die verkaufen die beiden Markenhersteller einzeln: CatEye führt für den Velo Wireless den Geschwindigkeitssensor SPD-01, einen Speichenmagneten und ein Halterungsset mit eigenen Teilenummern, Sigma bietet ATS-Sender, Lenkerhalterung und Speichenmagnet getrennt an. Beim Kabeltacho zieht das Kabel mit; Sigma führt auf Amazon eine eigene Halterung für das Kabelmodell als Ersatzteil.

Offen bleibt bei allen acht, ob der Computer zwei Radumfänge speichert, sodass man beim Wechsel nicht jedes Mal neu eintragen muss. Keines der Angebote erwähnt das; ein anderes Funkangebot aus der Erhebung, von RISEPRO, wirbt mit einer Einstellung für zwei Räder, steht aber mit 3,5 Sternen nicht im Feld. Dass die Frage nicht neu ist, zeigen Forentitel wie „Tacho für 2 Radumfänge an einem Bike“ bei MTB-News von 2010 und „Funk-Tacho mit neuem Laufrad-Sensor pairen möglich?“ bei Rennrad-News vom April 2026.

Bei CatEye und Sigma gehört der Halter zum System. Der Velo Wireless sitzt laut Angebot in einer Universalhalterung, laut CatEye am Vorbau oder am Lenker, der Padrone sitzt laut Angebot in einem Halter mit CatEyes ClickTec-System. Für den Velo Wireless nennt CatEye zusätzlich einen Out-Front-Halter als Zubehör. Sigma liefert Funk- und Kabelmodelle mit unterschiedlichen Haltern aus, „Halterung für Funk-Modell“ und „Halterung für Kabel-Modell“ steht in den Lieferumfängen. Für seine GPS-Geräte rät Sigma ausdrücklich, nur Sigma-Halter zu verwenden; für die BC-Tachos fand sich keine solche Aussage, eine Kompatibilität mit fremden Haltern behauptet aber auch keiner der Hersteller.

Die Fragen in den Foren drehen sich um den Platz. „Wie Tacho auf/an Aero Lenker befestigen?“ fragte jemand 2025 bei Rennrad-News, „Tipp für einfachen Fahrradcomputer mit mittiger Anbringung“ 2026 bei Reddit. Am Funktacho hängt die Antwort auch an der Reichweite: Der CatEye-Computer muss mit der Rückseite zum Sensor zeigen und darf höchstens 70 Zentimeter entfernt sein. Ob ein Halter vor dem Lenker noch in Reichweite liegt, zeigt der Testlauf, den CatEye nach der Montage vorsieht: Vorderrad drehen, Anzeige beobachten.

Die Kippfrage: Sitzt am Rad ein Motor oder ein Nabendynamo?

Ohne Motor und ohne Nabendynamo kippt die Entscheidung zum Funk: Radfahren 2025 fand keinen Nachteil außer der zweiten Batterie, Stiftung Warentest 2010 keine Funkstörungen, der Sensor sitzt freier, und das Gerät zieht leichter auf ein anderes Rad um. Sitzt dagegen ein Motor am Rad oder ein Dynamo in der Nabe, schlägt die Empfehlung um. Dann scheidet nach Sigmas eigener Aussage jeder einfache analoge, nicht codierte Funk aus, und von den acht Geräten bleiben drei, gegen die Sigmas Warnung nicht spricht: die beiden Kabeltachos von Sigma und der codiert übertragende BC 10.0 WL, dessen ATS-Funk Sigma als störungsfrei beschreibt, ohne das für das E-Bike ausdrücklich zuzusagen. Garantiert störungsfrei ist auch ein Kabeltacho nicht: Bei Reddit schrieb 2025 jemand, sein kabelgebundener BC 10.0 WR zeige bei eingeschaltetem Licht 70 statt rund 20 km/h. Einen dritten Weg zeigte Radfahren 2025 mit dem Van Rysel BC 500, dessen Drehsensor an der Nabe sitzt und auch hinten montiert werden kann, was die Redaktion ausdrücklich für Räder mit Nabendynamo praktisch fand; unter den Treffern der Amazon-Erhebung war er nicht.

Sieben Räder, sieben Antworten aus dem Feld

Anwendungsfälle und die passenden Tachos im Feld
Rad und AnspruchPassend im FeldBegründung
Stadtrad mit Nabendynamo, nur Tempo und KilometerSigma BC 5.0 WRKabel, Sigmas Funkwarnung greift nicht; eine Taste, fünf Werte
Pedelec bis 25 km/h ohne eigenes Tempo-DisplaySigma BC 10.0 WRKabel, zehn Werte; SPGOOD schließt E-Bikes aus, Sigma warnt vor analogem Funk
Rennrad ohne Motor, schlankes CockpitCatEye Velo Wirelesskein Kabel, Datenblatt mit Laufzeiten, 26,4 Gramm
Trekkingrad mit 47-622, große ZiffernCatEye Padronebreites Display; Werkswert 2.096 mm unbedingt ersetzen
Kinderrad mit 20 ZollCatEye Velo Wireless oder Sigma BC 5.0 WRSchnellwahl bis 24 Zoll bzw. eine Taste; Umfang abrollen
Zwei Räder, ein ComputerCatEye Velo WirelessFunk zieht leicht um; Sensor, Magnet und Halter einzeln mit Teilenummern
Bedienung auf DeutschICOCOPROeinziges Angebot mit deutschem Menü; Licht des Icocopro „20 WLS“ bei Radfahren fehlerhaft, Modellbezug offen

Woran ein Tacho vor dem Kauf ausscheidet

Ungeeignet ist ein Funktacho ohne Codierung, wenn am Rad ein Motor arbeitet; das betrifft nach Sigmas Beschreibung alle einfachen analogen Funkgeräte, und welche der drei No-Name-Geräte codiert funken, sagt keines der Angebote. Der SPGOOD scheidet am E-Bike laut eigenem Text ohnehin aus. Wer nachts fahren und ablesen will, für den ist der BC 10.0 ungeeignet, dem Radfahren das fehlende Licht ankreidete, ebenso der Velo Wireless, dessen Licht erst die Plus-Version hat; für Padrone und BC 5.0 WR nennt keine Quelle ein Licht.

Wer Durchschnitts- und Maximaltempo sehen will, für den scheidet der BC 5.0 WR aus, denn er zeigt beides nicht. Wer im Winter bei Frost pendelt, liegt beim Velo Wireless und beim Padrone außerhalb des Bereichs, den CatEye zusichert: 0 bis 40 Grad, darunter und darüber könne die Ablesbarkeit des Displays leiden. Sigma nennt für seine Geräte minus 10 Grad als Untergrenze, für die drei Geräte ohne Datenblatt fehlt jede Angabe. Wer Herstellerangaben zu Batterie, Schutzart und Garantie braucht, etwa weil der Tacho bei jedem Wetter am Rad bleibt, für den kommen DINOKA, SPGOOD und ICOCOPRO nicht infrage. Und wer Höhe, Trittfrequenz oder eine Streckenaufzeichnung will, braucht eine andere Geräteklasse: Höhe oder Trittfrequenz nennt keines der acht Angebote, eine App oder Übertragung der Fahrt auf Rechner oder Handy auch nicht.

Marktsegmente: was der Markentacho mehr liefert

Sieben der acht Geräte stehen im Einstiegssegment, nur der Padrone im mittleren. Der Sprung innerhalb des Einstiegs, vom Angebot ohne Hersteller zum Tacho von CatEye oder Sigma, bringt vor allem Belege: ein Handbuch mit Laufzeiten und Reichweite, eine Schutzart vom Hersteller, eine Garantieregel, Ersatzteile mit Nummern. Mehr Funktionen bringt er nicht, eher weniger. Der SPGOOD zählt 19, der Velo Wireless sieben, und Licht haben ausgerechnet die drei Geräte ohne Datenblatt. Radfahren fand 2025, der Preis sage wenig über den Funktionsumfang.

Hinter den Marken stehen unterschiedliche Firmen. CatEye sitzt in Osaka, wurde 1954 gegründet und hat nach eigener Angabe zwei Werke in Japan und eines in China; das Herkunftsfeld nennt beim Padrone Japan, beim Velo Wireless China. Sigma ist die SIGMA-ELEKTRO GmbH aus Neustadt an der Weinstraße, die drei BC-Tachos im Feld tragen im Herkunftsfeld China. Bei den übrigen drei ist der Verkäufer greifbarer als der Hersteller: Telansic verkauft den DINOKA und zusätzlich einen Funktacho der Marke KASTEWILL, SPORT-RD den SPGOOD, Wu Bike UK den ICOCOPRO, jeweils mit Versand durch Amazon.

Stiftung Warentest überschrieb ihre Pressemitteilung zum Test 2010 mit „Weniger kann mehr sein“ und riet, wer auf Funktionsvielfalt keinen Wert lege, spare mit einem einfachen Modell viel Zeit. Der Schritt ins mittlere Segment kauft beim Padrone ein größeres Display, keine weitere Messgröße. Ein Tacho mit zehn Werten misst nicht genauer als einer mit fünf, weil beide denselben Impuls mit demselben eingegebenen Umfang verrechnen. Wer mehr will als Tempo, Strecke und Zeit, wechselt die Klasse, etwa zu einem GPS-Fahrradcomputer ohne Navigation, der Strecke und Höhe aufzeichnet und keinen Magneten mehr braucht.

Ersatzteile, Halter, Batterien: was über Jahre anfällt

Laufend fallen nur Knopfzellen an, eine im Kabeltacho, zwei im Funktacho. CR2032 ist eine IEC-Bezeichnung, die laut BfR in der Regel in die Hülle der Zelle eingraviert ist. Für sechs der acht Tachos ist die Zelle laut Hersteller oder Angebot wechselbar, DINOKA und ICOCOPRO sagen dazu nichts. Die EU-Batterieverordnung verlangt ab dem 18. Februar 2027, mit Ausnahmen, dass Gerätebatterien vom Nutzer leicht zu entnehmen und zu ersetzen sind; bei den Tachos von CatEye und Sigma im Feld ist das schon heute so.

Bei den übrigen Teilen trennt sich das Feld. CatEye führt im Handbuch des Velo Wireless Ersatzteile mit Teilenummern, darunter Halterung, Speichenmagnet, Geschwindigkeitssensor SPD-01, Lithiumbatterie und einen Out-Front-Halter als Zubehör, und nennt als Weg zuerst den Händler, dann den Landesvertrieb. Sigma bietet einzeln Sender, Halter und Magnet an, beim BC 8.0 WL etwa das ATS-Kit, den ATS-Sender, die Lenkerhalterung und einen Speichenmagneten; die Amazon-Datenfelder der drei Sigma-Tachos nennen eine Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen über zwei Jahre. Bei DINOKA, SPGOOD und ICOCOPRO steht zu Ersatzteilen nichts.

Zur Gewährleistung widerspricht sich Sigma selbst: Auf denselben Produktseiten heißt es einmal, Batterien seien von der Gewährleistung ausgenommen, und an anderer Stelle, Batterien und Akkus unterlägen der gesetzlichen Gewährleistung, nur nicht der natürliche Kapazitätsverlust. CatEye schließt Batterien von seiner Zwei-Jahres-Garantie aus.

Auch der Weg im Garantiefall unterscheidet sich. CatEye verlangt den Garantieschein als Kaufbeleg, repariert über CatEye oder einen autorisierten Händler und lässt Versand und Versicherung den Kunden tragen. Sigma nennt für die Reklamation den Kaufbeleg „zwingend notwendig“ und ersetzt bei berechtigtem Anspruch durch ein Austauschgerät, mit Anspruch nur auf das dann aktuelle Modell. Beim ICOCOPRO steht im Garantiefeld „innerhalb von 90 Tagen“, im Text eine Rückgabe innerhalb von 30 Tagen; für DINOKA und SPGOOD nennen die Angebote keine Garantie.

Wann sich ein Tacho erübrigt und wann Warten nichts bringt

Gar keinen Tacho braucht, wer am Pedelec ein Systemdisplay hat, das Tempo und Strecke schon anzeigt, oder wer einen GPS-Computer fährt, der beides selbst misst. Wie sehr der Begriff am Pedelec schon besetzt ist, zeigt das Pedelec-Forum: Von 19 Thread-Titeln mit dem Wort Tacho nennen acht einen Motor, ein Display, einen Fehlercode oder ein Motorverhalten, etwa „Tacho geht plötzlich nicht mehr (Panasonic 26V S-Pedelec)“. Wer seine Fahrten aufzeichnen, nach Strava übertragen oder einer Route folgen will, braucht keinen Tacho, sondern eines der Geräte aus dem Vergleich der Fahrradcomputer mit Navigation und Karte. Für wen die Ablenkung am Lenker eine Frage ist, findet dort auch den Wortlaut von § 23 Abs. 1a StVO. Die Tachohersteller selbst sind knapp: CatEye schreibt, man solle sich beim Fahren nicht auf den Computer konzentrieren, Sigma, man solle das Gerät nicht bedienen, wenn man sich konzentrieren muss oder in einer gefährlichen Verkehrssituation ist. Stiftung Warentest riet 2010, die ersten Fahrten mit einem neuen Tacho auf Nebenstrecken zu üben.

Auf ein neues Modell zu warten, lohnt bei einfachen Tachos nach Lage der Quellen nicht. Eher veralten die Geräte am Rand: Die Software der multifunktionalen Geräte im Warentest 2010 war auf Windows XP und Vista ausgelegt, und auf Amazon bietet ein Drittanbieter mit Sigmas BC 7.16 noch einen Tacho der älteren Generation mit Dockingstation an. In den Foren sucht 2026 jemand einen Sigma-Tacho aus den 1990er-Jahren. Sigmas aktuelles Programm reicht vom BC 5.0 bis zum BC 14.0, für die älteren BC 16.16 und 23.16 fand sich keine reguläre Produktseite mehr, und eine Ankündigung neuer einfacher Tachos findet sich in den ausgewerteten Quellen nicht. Ein Zeitpunkt zählt eher bei der Lieferbarkeit: Vom Velo Wireless lagen beim Abruf 17 Stück vor, vom Padrone 14. Und vor dem Winter lohnt ein Blick auf die Batterien, weil Kälte nach CatEye Leistung und Reichweite senkt; das Gerät selbst ist laut CatEye für 0 bis 40 Grad ausgelegt, Sigma nennt minus 10 bis plus 60 Grad.

Was kein Tacho im Feld bietet

Ausgezählt über alle 32 geprüften Angebote zeigt sich, dass vielen Seiten nicht Produkte fehlen, sondern Angaben. Die Zählung stammt aus der Produkterhebung vom 14. Oktober 2026.

Welche Angaben die Tacho-Angebote auf Amazon.de machen
Angabe12 Kabelangebote20 Funkangebote
Batteriezelle mit Typbezeichnung22
Batterielaufzeit616
Gewicht612
Kabellänge0entfällt
Menüsprache Deutsch01
Funkfeld „ANT“, „Bluetooth“ oder „WLAN“ ohne Beleg im Textentfällt9
Aussage, ob der Sensor mit anderen Geräten koppeltentfällt0

Einen einfachen Tacho, der Herstellerdatenblatt, Hintergrundlicht und deutsches Menü zugleich bietet, gibt es unter den acht nicht: Die drei Geräte mit Licht, DINOKA, SPGOOD und ICOCOPRO, haben kein Datenblatt, und für keinen der fünf Markentachos belegt eine Quelle ein Licht. Ein Dauerlicht, das ein Reddit-Nutzer 2025 ausdrücklich für einen Kabeltacho suchte, hebt Radfahren nur beim Ciclosport Protos 213 hervor, und weder er noch der Kabeltipp Contec CBC 464 tauchten unter den Treffern der 33 Amazon-Suchbegriffe auf. Eine unabhängige Messung der Batterielaufzeit einfacher Tachos gibt es nicht; der 100-Stunden-Prüfstand von Stiftung Warentest ist von 2010, und die Einzelwerte sind nicht frei.

Nach dem Kauf: montieren, eintragen, abrollen, entsorgen

Die Montage dauert laut Stiftung Warentest meist nur wenige Minuten. CatEye befestigt Halter und Sensor mit Kabelbindern und doppelseitigem Klebeband, wahlweise am Vorbau oder am Lenker, den Sensor an der linken oder rechten Gabelseite. Den Halter richtet man am Lenker so aus, dass die Rückseite des Computers zum Sensor zeigt. Stiftung Warentest fand 2010 Kabelbinder oder Ringgummis im Lieferumfang, nur ein Gerät brauchte einen Inbusschlüssel, der nicht beilag. Danach kommt die Einrichtung: Daten löschen, Einheit wählen, Radumfang eintragen, Uhr stellen. Den Umfang trägt man am besten erst ein, wenn der Abrollversuch gemacht ist; beim Padrone steht im Einrichtungsschritt schon der Werkswert von 2.096 Millimetern, und wer ihn nur bestätigt, behält ihn.

Die erste Kontrolle ist eine bekannte Strecke. Stimmen Kilometer und Anzeige nach einigen Fahrten nicht überein, liegt es nach der Rechnung oben am Umfang, nicht an der Übertragung. Weil der Fehler proportional ist, lässt sich der Umfang aus einer Strecke bekannter Länge nachrechnen: neuer Umfang gleich alter Umfang mal echte Strecke geteilt durch angezeigte Strecke. Zeigt der Tacho mit 2.180 Millimetern auf zehn echten Kilometern 10,4 an, ergibt sich nach dieser eigenen Rechnung ein Umfang von 2.096 Millimetern. CatEye rät außerdem, Magnet, Sensor und Halter regelmäßig auf festen Sitz zu prüfen, und empfiehlt zur Reinigung ein weiches Tuch mit milder Seife, keine Verdünner oder Alkohol; Sigma warnt vor dem Hochdruckreiniger. Beim Abstellen gehört der Computer in die Tasche, das sieht Sigma beim BC 8.0 WL ausdrücklich so vor. Für eine längere Pause rät Sigma, Geräte kühl und trocken zu lagern, außerhalb von minus 20 bis plus 60 Grad drohten Schäden, und Batterien zu entnehmen, wenn das Gerät lange nicht läuft, damit sie nicht auslaufen. Laut Fahrrad-Monitor 2025 wurden 10 Prozent der Befragten schon Fahrradteile gestohlen; eine Zahl speziell zu Tachos fand sich nicht. Wie das Rad selbst sicher steht, beschreibt der Ratgeber Fahrrad richtig anschließen in vier Schritten.

Alte Knopfzellen gehören nicht in den Hausmüll, sondern getrennt gesammelt, so verlangt es das Batterierecht-Durchführungsgesetz. Ausgediente Tachos sind Elektroaltgeräte: Vor der Abgabe werden entnehmbare Batterien herausgenommen, und Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Elektro-Verkaufsfläche, auch im Versandhandel, nehmen kleine Geräte bis 25 Zentimeter ohne Neukauf zurück, höchstens drei je Geräteart.

Offene Punkte zu Funk- und Kabeltachos

  • Ob im Sensor der acht Tachos ein Reed-Kontakt oder ein Hall-Sensor arbeitet; keine Quelle nennt den Schaltertyp.
  • Ob die Funktachos von DINOKA, SPGOOD, ICOCOPRO und CatEye codiert übertragen und damit am E-Bike stabil bleiben.
  • Eine Messung, die Kabel- und Funktachos unter gleichen Bedingungen auf Genauigkeit vergleicht.
  • Unabhängig gemessene Batterielaufzeiten einfacher Tachos; frei sind nur Herstellerangaben und Datenfelder.
  • Die Kabellänge der Sigma-Kabeltachos und ob es Verlängerungen gibt.
  • Welche Modelle von SPGood und Icocopro Radfahren 2025 genau getestet hat.
  • Warum die Funkversion des Sigma BC 10.0 schlechter bewertet ist als die Kabelversion.
  • Ab welchem Alter ein Tacho für Kinder sinnvoll ist.
  • Die Einzelergebnisse der Tests von K-Tipp 2008, Stiftung Warentest 2010 und Saldo 2014.
  • Diebstahlzahlen für Tachos und Fahrradcomputer.
  • Ob einer der acht Tachos zwei Radumfänge speichert und ob die Halter mit fremden Systemen kompatibel sind.
  • Ob ein analoger Funksensor mit einem anderen Computer derselben Marke koppelt.
  • Die 26-Zoll-Zeilen in CatEyes eigenständigem Reifentabellen-PDF, die sich aus dem PDF-Text nicht eindeutig zuordnen ließen; die Tabelle oben nutzt Werte aus CatEyes Handbüchern und von Garmin.

Quellen zu Funkübertragung, Knopfzellen und Radumfang

FAQ

Häufige Fragen

Was ist besser, ein Fahrradtacho mit oder ohne Kabel?

Stiftung Warentest 2010 und Radfahren 2025 fanden außer der zweiten Batterie im Funksensor keinen technischen Nachteil des Funks. Am E-Bike oder mit Nabendynamo rät Sigma von einfachem, nicht codiertem Funk ab, dann ist der Kabeltacho die sichere Wahl. Ohne Motor und Dynamo spricht für Funk, dass der Sensor freier sitzt und das Gerät leichter auf ein anderes Rad umzieht.

Wie funktioniert ein kabelloser Fahrradtacho?

Ein Magnet an der Speiche löst bei jeder Radumdrehung im Sensor an der Gabel einen Impuls aus, den ein Funksender zum Computer am Lenker schickt. Der Computer rechnet Strecke und Tempo aus der Zahl der Umdrehungen und dem eingestellten Radumfang. Bei CatEyes Velo Wireless und Padrone darf der Sensor 20 bis 70 Zentimeter vom Computer entfernt sitzen.

Welche Batterie braucht ein Funktacho?

CatEye und Sigma nennen für ihre einfachen Tachos die Knopfzelle CR2032, beim Sigma BC 14.0 die CR 2450. Ein Funktacho braucht zwei Zellen, eine im Computer und eine im Sensor, ein Kabeltacho nur eine. Für den Velo Wireless gibt CatEye rund ein Jahr im Computer bei einer Stunde täglich und rund 10.000 Kilometer im Sensor an.

Welchen Radumfang hat ein 28-Zoll-Fahrrad?

Das hängt von der Reifenbreite ab: In CatEyes Tabelle reicht 28 Zoll von 2.070 Millimetern für 18-622 bis 2.326 Millimeter für 60-622. Maßgeblich ist die ETRTO-Angabe auf der Reifenflanke, für 25-622 nennen CatEye, Garmin und Wahoo zum Beispiel 2.105 Millimeter. Am genauesten ist laut CatEye, Sigma und Schwalbe ein Abrollversuch mit Fahrer im Sattel.

Was tun, wenn der Fahrradtacho nichts anzeigt?

Zuerst den Magneten prüfen: Er muss die Sensorzone durchlaufen und darf bei CatEye höchstens 5 Millimeter vom Sensor entfernt sein. Danach Ausrichtung und Abstand von Sensor und Computer kontrollieren, dann die Batterien; reagiert der Computer nur nah am Sensor, sind laut CatEye die Zellen schwach. Hilft das nicht, alle Daten löschen und den Tacho samt Radumfang neu einrichten.

Funktioniert ein Funktacho am E-Bike?

Nicht jeder. Sigma schreibt, ein einfacher analoger, nicht codierter Tacho habe am E-Bike massive Empfangsprobleme, und SPGOOD schließt seinen Funktacho für Elektrofahrräder ausdrücklich aus. Am Pedelec ist ein Kabeltacho die Lösung, gegen die keine Herstellerwarnung spricht.

Ist ein Tacho am Fahrrad Pflicht?

Für Fahrrad und Pedelec bis 25 km/h findet sich in den ausgewerteten Fahrradvorschriften der StVZO keine Tachopflicht, § 57 StVZO verlangt den Tacho nur von Kraftfahrzeugen. Anders beim S-Pedelec, das als Kleinkraftrad gilt: Hier schreibt das EU-Recht zur Typgenehmigung Tacho und Kilometerzähler vor.