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Ratgeber

Brustgurt Batterie wechseln, waschen und pflegen je Modell

Welche Knopfzelle in welchen Brustgurt gehört, wie der Wechsel bei Polar, Garmin und Wahoo geht, was in die Waschmaschine darf und wann der Gurt verschleißt.

Die Batterie eines Brustgurts hält je nach Modell ein paar hundert Stunden oder mehrere Jahre, und wenn sie leer ist, zeigt sich das selten deutlich: Die Reichweite sinkt, der Puls springt, die Uhr findet den Gurt nicht mehr. Der Wechsel selbst ist einfach, aber nicht einheitlich. Welche Knopfzelle hineingehört, wie herum sie liegt und womit man den Deckel öffnet, unterscheidet sich von Modell zu Modell, und der Dichtring entscheidet, ob der Gurt danach dicht bleibt. Diese Seite stellt die Angaben der Hersteller nebeneinander, erklärt Akku-Gurte, Waschen und Verschleiß und sagt, was bei Kindern im Haushalt und bei der Entsorgung gilt.

Abgrenzung

Welche Gurte es gibt und welcher Gurt einen Akku statt einer Knopfzelle hat, vergleicht die Seite Brustgurt-Pulsmesser im Vergleich. Wenn der Gurt nach dem Batteriewechsel nicht mehr gefunden wird, hilft der Ratgeber Brustgurt verbinden; alle Fragen rund um den Gurt sammelt die Übersicht zu Brustgurten.

Welche Batterie in welchen Gurt gehört

Fast alle Brustgurte mit wechselbarer Batterie nutzen eine Lithium-Knopfzelle mit drei Volt, aber nicht dieselbe. Polar schreibt für H10 und H9 die CR2025 vor und warnt ausdrücklich, die CR2032 könne im H10 nicht verwendet werden; sie könne Probleme verursachen und das Gerät beschädigen. Auch Suunto nennt für den Smart Sensor eine CR2025. Garmin dagegen schreibt für HRM 200, HRM-Pro Plus, HRM-Dual und HRM-Fit die CR2032 vor, ebenso Wahoo für TICKR und TICKR X, Coospo für H808S und H6, Magene für H303 und H64 und Decathlon für den HRM BELT von 2024.

Die folgende Tabelle fasst die Angaben aus Handbüchern und Supportseiten zusammen. Wo ein Feld leer ist, steht die Angabe in der abgerufenen Herstellerquelle nicht.

GurtBatterieLaufzeit laut HerstellerÖffnen mitPolung
Polar H10CR2025400 StundenClip am Gurt+ nach unten in den Deckel
Polar H9CR2025400 Stundenwie H10+ nach unten
Polar H7 (älter)CR2025–Münze+ zum Deckel
Garmin HRM 200CR2032bis 1 Jahr bei 1 Std./TagGrößenschieber am Gurt+ in den Deckel
Garmin HRM-Pro PlusCR2032bis 1 Jahr bei 1 Std./Tagohne Werkzeug, Drehtür− nach oben in der Tür
Garmin HRM-DualCR2032bis 3,5 Jahre bei 1 Std./TagTorx T5, vier Schrauben+ nach oben
Garmin HRM-FitCR2032bis 1 Jahr (Laborwert)Mittelclip öffnen–
Wahoo TICKR / TICKR XCR2032bis 12 MonateMünze–
Suunto Smart SensorCR2025etwa 500 StundenMünze–
Coospo H808S / H6CR2032300 Stunden––
Magene H303 / H64CR20321.000 Stunden (Laborwert)––
Decathlon HRM BELT (2024)CR20321.000 Stunden AktivitätDeckel von Hand drehen+ nach unten

Wer einen Gurt gebraucht kauft oder geschenkt bekommt, sucht zuerst das Modell und dann die Anleitung. Die Aufschrift auf der alten Batterie ist ein Hinweis, aber kein Beweis, denn auch eine falsche Zelle kann schon einmal eingesetzt worden sein.

Warum CR2025 und CR2032 nicht dasselbe sind

Die beiden Zellen sehen fast gleich aus. Die Ziffern geben die Maße an: 20 Millimeter Durchmesser, 2,5 oder 3,2 Millimeter Höhe. Laut den Datenblättern von Energizer haben beide einen Nenndurchmesser von 20 Millimetern, die CR2032 ist aber 3,2 Millimeter hoch und hat eine Kapazität von 235 Milliamperestunden, die CR2025 nur 2,5 Millimeter und 170 Milliamperestunden. Die dickere Zelle hält also länger, passt aber nicht in jedes Fach.

Dass eine CR2032 im Fach eines H10 Druck auf den Deckel oder die Kontakte ausübt, ist eine naheliegende Erklärung für Polars Warnung, aber eine Folgerung aus den Maßen; Polar selbst nennt keinen Grund. Umgekehrt sitzt eine CR2025 im Fach einer CR2032 womöglich zu locker und verliert bei Erschütterung den Kontakt. Beides lässt sich vermeiden, indem man die Zelle nimmt, die in der Anleitung steht. Polar schreibt im Handbuch der V800 außerdem, beim Einsetzen eines falschen Batterietyps bestehe Explosionsgefahr; Garmin nennt für einen falschen Ersatzakku Brand- und Explosionsgefahr.

Auch die Kapazität ist keine feste Größe. Für die CR2032 nennen die Datenblätter von Panasonic 225, von VARTA 230, von Renata 235 und von Maxell 240 Milliamperestunden; Energizer selbst nennt im Einzeldatenblatt 235 und im Handbuch für Knopfzellen 240. Die belgische Verbraucherorganisation Test Achats schreibt, die Hersteller gäben für die CR2032 meist 210 bis 230 Milliamperestunden an, gemessen habe man zwischen 155 und 253. Eine einzelne Zahl für „die“ CR2032 gibt es also nicht.

Auch eine lange gelagerte Zelle verhält sich anders als eine frische. Energizer beschreibt eine sogenannte Passivierung: Nach Jahren im Lager steigt der Innenwiderstand zunächst an und baut sich unter Last wieder ab. Wer Ersatzzellen vorrätig hält, kauft trotzdem lieber kleine Mengen und achtet auf das Datum.

Test Achats nennt Pulsmesser für Radfahrer ausdrücklich als Einsatzgebiet beider Zellen und rät dringend davon ab, eine andere Zelle als die vom Gerätehersteller vorgesehene einzusetzen, auch wenn sich der Unterschied in der Dicke mit einem Trick ausgleichen ließe. Eine CR2032 mit einer Unterlegscheibe zu kürzen oder eine CR2025 mit Papier zu unterfüttern ist also keine Lösung, wenn gerade die richtige Zelle fehlt.

Wie lange eine Batterie hält, und warum die Angaben nicht vergleichbar sind

Die Hersteller rechnen in verschiedenen Einheiten. Polar nennt für H10 und H9 400 Stunden Betrieb und schreibt in einer Fußnote, das seien mehr als ein Jahr bei einer Stunde Training täglich. Garmin rechnet in Jahren bei einer Stunde pro Tag: bis zu ein Jahr beim HRM 200 und HRM-Pro Plus, bis zu 3,5 Jahre beim HRM-Dual, alle mit derselben CR2032. Suunto nennt etwa 500 Stunden, Coospo 300 Stunden, Magene 1.000 Stunden und rechnet das auf zweieinhalb Jahre bei einer Stunde an vier Tagen pro Woche um.

Magene und Garmin kennzeichnen ihre Werte als Laborwerte. Decathlon rechnet als einzige Angabe den Verbrauch im Ruhezustand ausdrücklich ein: 1.000 Stunden Aktivität je Batterie, aber weil der Gurt auch in Ruhe Strom verbraucht, nennt Decathlon drei Jahre bei drei Stunden Aktivität pro Woche. Zwischen 3,5 Jahren beim HRM-Dual und einem Jahr beim HRM-Pro Plus liegt mit derselben Zelle ein Faktor von mehr als drei. Der Pro Plus misst zusätzlich Laufdynamik und hat einen Speicher; dass diese Funktionen den Unterschied erklären, liegt nahe, eine Herstellerangabe dazu fand sich aber nicht.

Im Alltag zählt vor allem, wie der Gurt gelagert wird, dazu weiter unten mehr. Ein Hinweis auf eine schwache Batterie ist laut Polar eine sinkende Reichweite, die zu Fehlwerten führen kann. Bei Decathlon gilt: Leuchtet die Lampe trotz korrekt angelegtem Gurt nicht auf, ist die Batterie leer. Polar nennt den Batteriewechsel als ersten Schritt der Fehlersuche, bevor man an Gurt oder Uhr zweifelt.

Wer sich wundert, dass die erste Batterie früher leer ist als versprochen: Polar erklärt das mit der Selbstentladung, die schon in der Verpackung beginnt; die Batterie im neuen Gerät könne deshalb kürzer halten als im Handbuch geschätzt. Knopfzellen verlieren laut Energizer, VARTA und Renata etwa ein Prozent ihrer Kapazität pro Jahr und lassen sich rund zehn Jahre lagern. Die Stiftung Warentest rät, beim Kauf auf das Haltbarkeitsdatum zu achten, weil die lange Lagerfähigkeit nur für frische Ware gilt.

Auch ältere und weniger verbreitete Gurte zeigen, wie verschieden gerechnet wird. Polar nannte für den H7 200 und für den H6 300 Stunden, Suunto für den Comfort Belt 200 Stunden unter idealen Temperaturen. Stages gibt für den Pulse 900 Stunden an, wenn er nur über einen Funkkanal sendet, und 600 Stunden, wenn er ANT+ und Bluetooth gleichzeitig nutzt. Bryton nennt bis zu 730 Stunden und 300 Tage Bereitschaft, XOSS 300 Stunden, Magene für den H603 1.000 Stunden als Laborwert. Garmin nennt im Handbuch des Edge 520 Plus für einen nicht näher bezeichneten Gurt sogar bis zu viereinhalb Jahre bei einer Stunde täglich.

Den Batteriestand ablesen

Die meisten Gurte haben keine eigene Anzeige; den Batteriestand zeigt das Gerät, mit dem sie gekoppelt sind. Der Bluetooth-Standard sieht dafür seit 2011 einen eigenen Dienst vor, der den Ladestand in Prozent von 0 bis 100 meldet; seit der Fassung von 2022 kann ein Gerät zusätzlich einen kritischen Zustand und ein geschätztes Datum für den Austausch melden. Das geschätzte Datum darf ein Gerät höchstens einmal am Tag melden. Ob ein Gurt den Wert liefert und ob eine App ihn anzeigt, legt der Standard nicht fest. Polar schrieb schon im Handbuch des älteren H6, der Stand erscheine auf dem Empfänger, wenn dieser den Bluetooth-Dienst für Batterien unterstütze.

Bei Polar H10 und H9 sieht man den Stand in der Flow-App oder in Polar Beat, nachdem der Gurt gekoppelt ist; dazu muss man ihn tragen; eine automatische Warnung bei schwacher Batterie erwähnt Polar auf dieser Seite nicht. Garmin nennt für HRM 200 und HRM 600 drei Wege: Taste am Modul drücken, worauf die Lampe beim HRM 200 grün, orange oder rot leuchtet; das Sensormenü der gekoppelten Uhr; oder Garmin Connect. Der Radcomputer Edge 1050 zeigt nach jeder Fahrt die Batteriestände aller Sensoren, die verbunden waren, sortiert nach Ladestand. Die Wahoo-Radcomputer zeigen einen verbundenen Sensor mit einer Tankanzeige, und den Akku des TRACKR sieht man in der Wahoo-App; zusätzlich zeigt beim TRACKR eine Lampe den Ladestand an. Bei anderen Sensoren hat Garmin die Warnung eingebaut: Der Geschwindigkeitssensor 2 meldet eine schwache Batterie, indem er nach zwei Umdrehungen rot blinkt. Bei Pulsgurten bleibt meist die App der Weg.

Nicht jede App zeigt etwas an. In einem Nutzerforum von Zwift wünschen sich Fahrer seit 2020 eine Anzeige für den Batteriestand des Pulsgurts; laut einem Beitrag von 2026 gibt es sie im Kopplungsbildschirm nur für die eigenen Controller von Zwift. Eine Stellungnahme von Zwift dazu fand sich nicht. Wer nur mit einer solchen App trainiert, prüft den Stand gelegentlich in der App des Herstellers.

Schritt für Schritt: Polar H10 und H9

Bei H10 und H9 dient der Clip am Gurt als Werkzeug. Laut Polar hebelt man damit den Deckel auf, nimmt die alte Batterie heraus und setzt eine neue CR2025 mit der Plusseite nach unten in den Deckel. Dann prüft man den roten Dichtring; Polar schreibt, er müsse an seinem Platz, sauber und unbeschädigt sein. Zum Schließen setzt man die Nase am Deckel in den Schlitz am Sensor und drückt die andere Seite an, bis der Deckel einrastet. Im Handbuch der V800 beschreibt Polar dieselbe Lage mit anderen Worten: die Minusseite nach außen.

Einen beschädigten Dichtring soll man ersetzen; Ersatzringe gibt es laut Polar bei den Polar-Servicecentern. Die technischen Daten nennen einen O-Ring von 20,0 mal 0,90 Millimetern aus Silikon. Beim älteren H7 öffnet man den Deckel laut Polar mit einer Münze gegen den Uhrzeigersinn auf OPEN, setzt die Batterie mit der Plusseite zum Deckel ein und dreht ihn auf CLOSE; der Dichtring muss in der Nut sitzen. Metallwerkzeuge, die beide Seiten der neuen Batterie zugleich berühren, soll man laut Polar vermeiden, weil sie die Zelle kurzschließen.

Nach dem Wechsel muss man den Gurt bei älterer Software neu koppeln: laut Polar beim H10 mit einer Firmware vor 3.3.1, beim H9 vor 1.2.1. Für Markenbatterien nennt Polar Panasonic und Maxell. Der ältere Polar-Gurt T31 coded hat dagegen eine eingebaute Batterie mit durchschnittlich 2.500 Stunden Laufzeit, die sich laut Polar nicht wechseln lässt; ist sie leer, kauft man einen neuen Sensor.

Garmin: vier Modelle, vier Wege

Garmin hat für jedes Modell einen anderen Mechanismus. Beim HRM 200 dient der Größenschieber am Gurt als Werkzeug: Man setzt ihn in die Kerben des Deckels, drückt fest und dreht gegen den Uhrzeigersinn. Dann nimmt man Deckel und Batterie heraus, wartet 30 Sekunden, setzt die Plusseite der neuen Batterie in den Deckel, setzt den Deckel mit der Markierung auf „unlocked“ auf und dreht ihn auf „locked“. Ein Dichtring wird im Handbuch des HRM 200 nicht erwähnt.

Beim HRM-Pro Plus braucht man kein Werkzeug. Man nimmt die Hülle ab, drückt die Lasche und dreht die Batterietür gegen den Uhrzeigersinn. Die Batterie hebt man an der Lasche an; Garmin schreibt, man könne auch einen Magneten verwenden. Nach 30 Sekunden Wartezeit kommt die neue Batterie mit der Minusseite nach oben in die Tür. Beim HRM-Dual löst man laut Garmin vier Schrauben mit dem beiliegenden Torx-T5-Schraubendreher, bei Geräten vor September 2020 mit einem Kreuzschlitz der Größe 00, wartet 30 Sekunden und setzt die Batterie mit der Plusseite nach oben ein. Garmin schreibt dazu: den O-Ring nicht beschädigen oder verlieren und die Schrauben nicht zu fest anziehen.

Beim HRM-Fit, dem Gurt, der am Sport-BH befestigt wird, beginnt der Wechsel laut Anleitung mit dem Öffnen des Mittelclips und endet mit einer Ausrichtungslasche, die man um 90 Grad im Uhrzeigersinn dreht. Die Schritte dazwischen ließen sich im Handbuch nicht lesen, weil sie nur als Bild vorliegen. Der ältere HRM-Run öffnet sich mit einem kleinen Kreuzschlitzschraubendreher und vier Schrauben, wie der HRM-Dual. Für alle vier Modelle mit Knopfzelle schreibt Garmin dieselbe Wartezeit von 30 Sekunden vor, bevor die neue Batterie hineinkommt; danach müsse man den Gurt eventuell neu koppeln. Wie das HRM-Fit am Band sitzt und welcher Sport-BH dazu passt, beschreibt die Seite Brustgurt für Frauen.

Wahoo, Suunto, Decathlon und die günstigen Gurte

Bei Wahoo öffnet man den Rückdeckel von TICKR und TICKR X laut Wahoo mit einer Münze gegen den Uhrzeigersinn auf „unlock“, setzt eine neue CR2032 ein und dreht mit der Münze auf „lock“; dasselbe gilt laut Wahoo für TICKR RUN und die ältere TICKR. Zur Polung und zu einem Dichtring schreibt Wahoo auf den abgerufenen Seiten nichts. Für einen Reset nennt Wahoo einen Trick: Batterie herausnehmen, umgedreht einsetzen, drei Sekunden warten, dann richtig einsetzen. Ist die Kontaktfeder zu weit heruntergedrückt, soll man sie bei herausgenommener Batterie leicht hochbiegen.

Suunto nennt für den Smart Sensor eine CR2025: Modul vom Gurt lösen, Deckel öffnen, Batterie tauschen, Deckel fest schließen; eine russischsprachige Suunto-Seite nennt eine Münze zum Öffnen. Polung und Dichtring erwähnt Suunto nicht. Decathlon beschreibt für den HRM BELT einen Deckel, den man von Hand dreht, und eine CR2032 mit der Plusseite nach unten; den Wechsel kann man laut Decathlon selbst oder im Servicepoint machen. Für die günstigen Gurte von Coospo und Magene nennen die Hersteller Batterietyp und Laufzeit, aber keine Anleitung zum Wechsel.

Die Polung ist damit der heikelste Punkt. Plus nach unten bei Polar und Decathlon, Plus in den Deckel beim HRM 200, Minus nach oben beim HRM-Pro Plus, Plus nach oben beim HRM-Dual und HRM-Run: Eine Faustregel gibt es nicht. Wer sich nicht sicher ist, fotografiert die alte Batterie vor dem Herausnehmen.

Ältere Gurte und weitere Marken

Viele Gurte sind jahrelang im Einsatz, und die Anleitungen der Vorgänger sind noch abrufbar. Der Garmin HRM-Pro, Vorgänger des Pro Plus, braucht eine CR2032; zum Wechsel zieht man die Hülle ab, löst vier Schrauben mit einem Kreuzschlitzdreher der Größe 00, wartet 30 Sekunden und setzt die Zelle mit dem Pluspol nach oben unter zwei Kunststofflaschen. Der O-Ring bleibt dabei außen um den erhöhten Rand, und die Schrauben soll man nicht überdrehen. HRM-Tri und HRM-Swim nutzen ebenfalls eine CR2032; Beim HRM-Pro schreibt Garmin außerdem, man solle ihn nach sieben Nutzungen oder einmal Schwimmen im Becken von Hand waschen, nach Chlorwasser ohnehin, und nie in Waschmaschine oder Trockner geben; zu viel Waschmittel könne ihm schaden. Der ältere Comfort Belt von Suunto war bis 20 Meter wasserdicht. Garmin nennt bis zu zehn Monate beim Triathlongurt bei etwa einer Stunde täglich und bis zu 18 Monate beim Schwimmgurt bei etwa drei Stunden pro Woche; der HRM-Tri sendet laut Handbuch nur über ANT+. Der Gurt aus dem Handbuch des Edge 520 Plus ist mit 3 ATM angegeben und für minus 5 bis plus 50 Grad.

Polar H7 und H6 nehmen wie H10 und H9 eine CR2025, aber mit verschiedener Polung: Beim H7 zeigt der Pluspol zum Deckel, beim H6 der Minuspol nach oben. Auch andere Marken legen verschieden ein. XOSS schreibt für seinen Gurt Pluspol nach oben und einen Deckel, der sich mit einer Münze öffnen lässt; Decathlon schrieb für den älteren Dual-Gurt von 2014 Pluspol nach unten und nennt Ersatzbatterie und Textilgurt mit eigenen Artikelnummern. Der Magene H603 hat eine vorinstallierte CR2032 und einen geteilten Gurt, der Stages Pulse und der Bryton-Gurt ebenfalls eine CR2032.

Garmin führt sogar für das alte Modul HRM1G noch einen elastischen Ersatzgurt; ein Ersatzteil für Batteriedeckel fand die Suche im Garmin-Shop nicht. Suunto nannte für den Comfort Belt bei Problemen eine feste Reihenfolge: Elektroden befeuchten, Gurt enger stellen, Trainingsmodus neu starten, Batterie wechseln und bei trockener Haut Elektrodengel nehmen. Wer einen älteren Gurt weiter nutzt, findet Typ und Polung im Handbuch des Gurts oder der Uhr, mit der er geliefert wurde, und schaut im Zweifel auf die Markierung im Fach.

Der Dichtring: die Schwachstelle beim Wechsel

Die meisten Brustgurte sind wasserdicht, aber nur, solange der Deckel richtig sitzt. Polar schreibt, man müsse den Deckel richtig schließen, damit der Dichtring sitzt und die Wasserdichtheit erhalten bleibt. Garmin warnt beim HRM-Dual und HRM-Run, den O-Ring nicht zu beschädigen oder zu verlieren. Bei Wahoo und Suunto fand sich keine Angabe zur Dichtung.

Was die Wasserangaben bedeuten, erklärt Garmin auf einer eigenen Seite: 1 ATM entspricht dem Druck in zehn Metern Tiefe und genügt für Spritzer, Regen und Duschen; 3 ATM erlauben zusätzlich, ins Wasser zu springen; 5 ATM das Schwimmen. IPX7 und IP67 bedeuten kurzzeitig bis einen Meter für bis zu 30 Minuten. Garmin schreibt zugleich, auch innerhalb der Nenntiefe könne Wasser eindringen, wenn eine Aktivität höheren Druck erzeugt. Der HRM-Dual mit 1 ATM ist also kein Schwimmgurt, und Garmin schreibt ausdrücklich, er übertrage beim Schwimmen keine Daten.

Ob ein Gurt nach dem Batteriewechsel noch so dicht ist wie ab Werk, sagt keine der abgerufenen Herstellerquellen. Garmin schließt Wasserschäden in Deutschland von der Garantie aus. Wer mit dem Gurt schwimmt, prüft den Dichtring deshalb besonders genau und ersetzt ihn im Zweifel. Wie der Gurt im Wasser misst, beschreibt die Seite zur Pulsuhr beim Schwimmen.

Der Dichtring ist nicht bei jedem Modell gleich. Polar nennt für den älteren H7 einen O-Ring von 20,0 mal 1,0 Millimetern aus Fluorkautschuk, für den H6 einen von 20,0 mal 0,90 Millimetern aus Silikon; ein Ring des H7 passt nach diesen Maßen also nicht automatisch in einen anderen Sensor. Dichtringe und Batteriesätze gibt es laut Polar bei gut sortierten Händlern und im Service. Suunto empfahl für den Comfort Belt, Batteriedeckel und O-Ring zusammen mit der Batterie zu tauschen. Polar rät außerdem, die neue Batterie nicht mit einer Pinzette oder einem anderen Metallwerkzeug von beiden Seiten zu greifen, weil ein Kurzschluss Kapazität und Lebensdauer verringern könne; beim H6 empfahl Polar, die alte Zelle mit einem Stab aus Holz oder Kunststoff herauszudrücken.

Nach dem Wechsel: neu koppeln, zurücksetzen, aktualisieren

Manche Gurte vergessen beim Batteriewechsel ihre Kopplung, andere nicht. Polar nennt die Firmware-Grenzen für H10 und H9, Garmin schreibt, man müsse eventuell neu koppeln. Hat der Gurt sich aufgehängt, helfen die Resets der Hersteller. Bei Polar nimmt man die Batterie heraus, drückt die Metall-Druckknöpfe mindestens zehn Sekunden lang, wartet 30 Sekunden und setzt die Batterie wieder ein. Bei Wahoo legt man sie drei Sekunden verkehrt herum ein. Bei Garmin nimmt man sie bei einem Fehlerzustand mit langsam blinkender Lampe für 30 Sekunden heraus.

Auch die Software beeinflusst den Verbrauch. Polar schreibt zur H10-Firmware 4.1.10 vom Dezember 2025, der Gurt verbrauche weniger Strom, während er eine Verbindung sucht, und das verlängere die Batterielaufzeit. In der Polar-App lassen sich außerdem die öffentliche Sichtbarkeit, ANT+ und GymLink abschalten; Polar nennt das Abschalten der Sichtbarkeit ausdrücklich, um die Batterie zu schonen. Wer den Gurt nur mit einer Uhr über Bluetooth nutzt, spart so Strom. Wie man den Gurt danach wieder mit Uhr und App verbindet, beschreibt der Ratgeber zum Verbinden.

Welche Marke, und was es mit dem Bitterstoff auf sich hat

Die Hersteller empfehlen Markenbatterien. Polar nennt Panasonic und Maxell. Wahoo nennt Panasonic, Duracell und Energizer und empfiehlt im selben Abschnitt eine Markenbatterie ohne bittere Beschichtung. Das ist ein Widerspruch, denn Duracell schreibt über seine CR2032, sie sei auf beiden Seiten mit einem ungiftigen Bitterstoff beschichtet, um das Verschlucken zu erschweren. Auf der Wahoo-Seite zur Fehlersuche fehlt der Bitterstoff-Hinweis.

Warum Wahoo vom Bitterstoff abrät, steht auf den abgerufenen Seiten nicht. Die Beschichtung ist eine Sicherheitsmaßnahme für Haushalte mit kleinen Kindern, dazu weiter unten mehr. Wer bei einem Wahoo-Gurt nach dem Wechsel Kontaktprobleme hat, kann eine unbeschichtete Zelle versuchen; wer kleine Kinder hat, wiegt das gegen den Schutz ab. Energizer nennt für beide Zelltypen eine Selbstentladung von etwa einem Prozent pro Jahr; eine Ersatzbatterie in der Schublade verliert also kaum Kapazität.

Was Verbrauchertests über Knopfzellen sagen

Ob eine teure Zelle länger hält, haben Verbraucherorganisationen geprüft. Test Achats in Belgien testete 15 Marken der CR2032 in zwei Szenarien, im Dauerbetrieb und mit Unterbrechungen, und schreibt, der Dauertest bilde Fitness-Tracker und Fahrradcomputer am besten ab. In der Auswertung vom Mai 2025 lag Camelion vorn, Duracell Speciality war im Dauertest am besten und Varta bei unterbrochener Nutzung. Zellen einer Discounterkette lieferten 53 bis 59 Prozent weniger nutzbare Energie als die sechstplatzierte.

Die Stiftung Warentest berichtete im Oktober 2024 über eine frühere Runde desselben Tests; damals lag Energizer Ultimate mit 85 von 100 Punkten vorn, sieben weitere Marken erreichten mindestens 80 Punkte. Beide Organisationen betonen, die nutzbare Kapazität hänge stark von der Nutzung ab, und jede Einwegbatterie laufe irgendwann aus; Test Achats rät deshalb, Zellen aus Geräten zu nehmen, die lange nicht genutzt werden; eigene Prüfungen auf Auslaufen und Ladungserhalt hat Test Achats nach eigener Angabe nicht durchgeführt, weil sich die Marken darin kaum unterschieden. Leser der Stiftung Warentest wünschten sich in den Kommentaren einen Test wiederaufladbarer Knopfzellen; die Redaktion nahm den Wunsch auf, getestet wurde bis zum Abruf nicht. Für den Gurt folgt daraus keine bestimmte Marke, wohl aber, dass sehr billige Zellen deutlich früher leer sein können. Test Achats lobt den Bitterstoff bei Duracell und Energizer als Schutz für Kinder, was dem oben genannten Rat von Wahoo entgegensteht.

Kälte, Strompulse und die letzte Spannung

Leer ist eine Knopfzelle nicht erst, wenn nichts mehr in ihr steckt, sondern wenn ihre Spannung unter Last zu tief fällt. Die Kapazität in den Datenblättern gilt bis 2,0 Volt. Energizer erklärt in seinem Handbuch für Knopfzellen, dass Funksensoren kurze Strompulse ziehen, bei denen die Spannung einbricht; ein Gerät, das schon über 2 Volt abschaltet, lasse Kapazität ungenutzt. Eine frische CR2032 hat laut Energizer einen Innenwiderstand von etwa 10 Ohm, eine Alkali-Batterie der Größe AAA etwa 0,3 Ohm, und der Widerstand steigt, je weiter die Zelle entladen ist. Deshalb kann ein Gurt aufgeben, obwohl die Zelle noch nicht ganz leer ist.

Kälte verschärft das. Energizer schreibt, niedrige Temperaturen verlangsamten die chemischen Reaktionen und senkten Spannung und Laufzeit. Die Zellenhersteller geben weite Bereiche an, Energizer empfiehlt für den Betrieb minus 30 bis plus 60 Grad, Panasonic nennt minus 30 bis plus 85 Grad, VARTA für die Entladung minus 20 bis plus 70 Grad; Maxell bittet aber, Einsätze außerhalb von 0 bis 40 Grad vorher abzuklären. Die Gurthersteller setzen enger an: Garmin nennt für den HRM-Pro 0 bis 40 Grad, Stages und Bryton 0 bis 50 Grad, Garmin für HRM-Tri und HRM-Swim minus 10 bis plus 50 Grad. Die Datenblätter zeigen außerdem, wie verschieden die Zellen für Strom ausgelegt sind. Renata nennt für die CR2032 einen Standardstrom von 0,4 Milliampere und einen höchsten Dauerstrom von 3 Milliampere, VARTA eine Laufzeit von 460 Stunden bei Dauerentladung über einen Widerstand von 5,6 Kiloohm. Panasonic wirbt für seine CR2032 mit guter Leistung bei Kälte und bei kurzen hohen Strompulsen; das ist eine Herstellerangabe, Werte dazu stehen nur in Diagrammen.

Beim HRM-Dual widersprechen sich zwei Garmin-Handbücher: Das eigene Handbuch des Gurts nennt minus 5 bis plus 50 Grad, das Handbuch des Edge 1050 von September 2026 für denselben Gurt 0 bis 40 Grad. Wer im Winter draußen trainiert, rechnet mit dem vorsichtigeren Wert. Für die Praxis heißt das: Ein Gurt, der im Frost früher aufgibt, hat nach den Angaben von Energizer nicht unbedingt eine leere Batterie, weil Kälte die Spannung senkt. Gibt er auch dann wiederholt auf, ist der Wechsel fällig.

Strom sparen: lagern, abnehmen, abschalten

Viele Gurte verbrauchen auch zwischen den Trainings Strom, weil sie über die Elektroden erkennen, ob sie getragen werden. Polar schreibt, man solle den Sensor nach jeder Nutzung von beiden Druckknöpfen lösen, um Oxidation der Knöpfe und eine Entleerung der Batterie zu verhindern, und Gurt und Sensor getrennt lagern, um die Batterielaufzeit zu maximieren. Wahoo rät für TICKR und TICKR X, zum Lagern mindestens eine Seite des Gurts auszuklicken, damit sich die Batterie nicht ungewollt entleert.

Feuchtigkeit hält den Gurt wach. Polar schreibt zum älteren T31C, ein feucht gelagerter Gurt, etwa in einer Plastiktüte oder Sporttasche, halte die Elektroden nass und den Sensor aktiv, und das verkürze die Batterielaufzeit. Decathlon rät, die Elektroden nach der Nutzung mit einem weichen Tuch zu trocknen, damit die Messung schnell stoppt. Wahoo schreibt über den TRACKR, er gehe nach ein bis zwei Minuten ohne Hautsignal in den Standby und dürfe am Gurt bleiben, feuchte Pads könnten den Standby aber verzögern; dann solle man einen Druckknopf lösen.

Auch die Lampen sparen Strom: Garmin schaltet die Lampe des HRM 200 nach zwei Minuten ab, Wahoo die des TICKR nach etwa 30 Sekunden, beides ausdrücklich zur Schonung der Batterie. Wie sehr die Funkverbindung zählt, zeigt Stages: Der Pulse hält laut Hersteller mit einem Funkkanal 900 Stunden, mit ANT+ und Bluetooth gleichzeitig 600. Decathlon legte seinen älteren Gurt auf 900 Stunden pro Jahr aus, höchstens zweieinhalb Stunden am Tag, und rät, das Modul nach dem Training auszuklipsen. Die einfachste Regel aus allen Angaben: nach dem Training abspülen, trocknen, Sensor abnehmen oder eine Seite lösen und trocken lagern.

Akku statt Knopfzelle

Einige neuere Gurte haben einen Akku, den man nicht wechseln kann. Garmin nennt für den HRM 600 bis zu zwei Monate bei einer Stunde täglich, eine Ladezeit von bis zu drei Stunden und schreibt, schon zehn Minuten Laden reichten für bis zu zwei Stunden Nutzung. Geladen wird laut Garmin nur zwischen 15 und 42 Grad; die Kontakte soll man vorher reinigen und trocknen, um Korrosion zu verhindern, und unter fünf Prozent Akku zeichnet der Gurt nicht mehr auf. Vor der ersten Nutzung muss man das Modul zwei Sekunden an Strom anschließen.

Wahoo nennt für den TRACKR HEART RATE mehr als 110 Stunden Laufzeit unter optimalen Bedingungen und schreibt, der Akku sei nicht wechselbar. Ab Werk ist der Gurt im Versandmodus und muss erst ans Ladekabel; Wahoo nennt ein Ladekabel, das mit dem von Shokz kompatibel sei, und rät von anderen Kabeln ab. Der Sensor soll vor dem Laden vollständig trocken sein, und für eine längere Lagerung empfiehlt Wahoo mindestens 30 Prozent Ladung. Für den Armsensor Polar Verity Sense nennt Polar bis zu 30 Stunden, Laden nur zwischen null und 40 Grad und nicht im nassen Zustand, und rät, den Akku weder lange leer noch dauerhaft voll zu lassen.

Ein Akku spart den Kauf von Knopfzellen, hat aber eine Lebensdauer, die mit dem Gerät endet. Wahoo führt TRACKR HEART RATE und TICKR FIT als aktuelle, aber nicht reparierbare Produkte. Coospo nennt für den H9Z einen Akku mit 70 Milliamperestunden und 50 Stunden, an anderer Stelle auf derselben Seite als Standby-Zeit bezeichnet. Wer einen Gurt viele Jahre nutzen will, ist mit einer wechselbaren Knopfzelle unabhängiger.

Bei Polar ist das deutlich geregelt: Vom Nutzer wechselbar sind laut Polar nur die Batterien von H10 und H9. Beim Armsensor Verity Sense und beim OH1 lässt sich der Akku nicht tauschen; am Ende seiner Lebensdauer muss das ganze Gerät ersetzt werden. Ähnlich ist es bei Armbändern anderer Hersteller, etwa dem Amazfit Helio Strap, für den der Hersteller einen Akku mit 232 Milliamperestunden und bis zu zehn Tage typischer Nutzung nennt. Die Entscheidung zwischen Knopfzelle und Akku ist also auch eine zwischen Wartung und Lebensdauer des Geräts.

Wiederaufladbare Knopfzellen: keine gute Idee

Für die Größe 2032 gibt es auch Akkus, meist unter der Bezeichnung LIR2032. Kein Gurthersteller nennt sie als zulässig, aber auch keiner verbietet sie ausdrücklich. Die Daten sprechen gegen sie. Ein Datenblatt für eine LIR2032 nennt eine Nennspannung von 3,6 Volt, eine Ladeschlussspannung von 4,2 Volt, eine Kapazität von etwa 40 Milliamperestunden und eine Selbstentladung von 7 Prozent pro Monat. Eine CR2032 hat 3 Volt und mehr als 200 Milliamperestunden und verliert etwa ein Prozent pro Jahr.

Ein frisch geladener Akku liefert also deutlich mehr Spannung als die Zelle, für die der Gurt gebaut ist, und hält nur einen Bruchteil so lange. Das Datenblatt selbst warnt, den Akku nicht in nicht vorgesehenen Anwendungen zu nutzen. Polar schreibt in den Handbüchern von H6 und H7, beim Einsetzen eines falschen Batterietyps bestehe Explosionsgefahr, und Energizer kennzeichnet seine Lithium-Knopfzellen als nicht wiederaufladbar. Ob ein Akku einen bestimmten Gurt beschädigt, ist nicht belegt; einen Vorteil hat er nach diesen Zahlen nicht. Wer keine Knopfzellen kaufen will, wählt einen Gurt mit eingebautem Akku.

Knopfzellen und kleine Kinder

Die Knopfzelle im Brustgurt ist für Kleinkinder gefährlich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz BfR, beschreibt, dass an feuchter Schleimhaut Strom fließt und dabei Hydroxidionen entstehen, die das Gewebe verätzen. Schon nach zwei Stunden Kontaktzeit seien tiefe Gewebeschäden in der Speiseröhre möglich. Anfangs fehlten oft Symptome; erst nach einigen Stunden könnten Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber oder Husten auftreten. Bei Verdacht soll man laut BfR sofort in eine Kinderklinik oder Notaufnahme.

Besonders riskant sind laut BfR Lithium-Knopfzellen wegen ihrer höheren Spannung und große Zellen. In der Antwortseite des BfR heißt es „ab 20 Millimeter“, in einer Pressemitteilung von 2025 „über 20 Millimeter“; die Zellen in Brustgurten haben genau 20 Millimeter Nenndurchmesser. Unstrittig ist, dass Lithiumzellen dieser Größe zu den gefährlichsten gehören; die australische Verbraucherbehörde ACCC schreibt, Lithiumbatterien stellten das höchste Risiko dar. Die US-Behörde CPSC zählte für die Jahre 2011 bis 2021 27 Todesfälle und geschätzt 54.300 Verletzungen in Notaufnahmen.

In den USA und in Australien schreiben Pflichtnormen inzwischen ein sicheres Batteriefach vor, das sich nur mit einem Werkzeug wie Schraubendreher oder Münze oder mit zwei unabhängigen gleichzeitigen Bewegungen öffnen lässt, mit unverlierbaren Schrauben; in Australien gilt das für Waren ab dem 22. Juni 2022. Die ACCC rief 2023 den Brustgurt IGP Sports HR40 zurück, weil er ohne die vorgeschriebenen Warnhinweise verkauft worden war, und schrieb, Käufer wüssten womöglich nicht, dass eine Knopfzelle darin steckt. Für den Haushalt heißt das: alte und neue Zellen wegschließen, den Deckel nach dem Wechsel sicher schließen und den Gurt nicht als Spielzeug liegen lassen. Polar schreibt in der Anleitung, das Produkt sei kein Spielzeug. Stages warnt in der Anleitung zum Pulse, eine verschluckte Knopfzelle könne schon nach zwei Stunden lebensgefährlich sein, Kinder sollten nie selbst Zellen wechseln, und auch leere Zellen seien gefährlich und gehörten sofort sicher entsorgt. Man soll laut Stages regelmäßig prüfen, ob Schraube oder Verschluss des Fachs fest sitzen, und den Gurt nicht benutzen, wenn das Fach nicht sicher schließt.

Waschen: was die Hersteller wirklich sagen

Beim Waschen gehen die Anleitungen weiter auseinander als bei der Batterie. Eine allgemeine Regel wie „Brustgurte sind maschinenwaschbar“ ist falsch; es kommt auf das Modell an. Die Tabelle stellt die Angaben nebeneinander.

GurtMaschineTemperaturWie oft
Polar H10 / H9ja, ausdrücklich empfohlen40 °Cnach 5 Trainings oder mindestens wöchentlich
Garmin HRM 200 / HRM 600 / HRM-Dualja, mit normaler Wäsche im Wäschesackhöchstens 40 °Cnach jeder siebten Nutzung
Garmin HRM-Pro Plusnein, nur von Handhöchstens 40 °Cnach 7 Nutzungen oder einem Poolschwimmen
Garmin HRM-Fitnein, nur von Handhöchstens 40 °Cnach 7 Nutzungen
Wahoo TICKR / TICKR Xvon Handwarmnach Gebrauch
Wahoo TRACKRneinwarm, von Handzwischendurch abspülen
Suunto Smart Sensorja30 °Cnach 2 bis 3 Trainings
Stages PulseMaschine oder von Hand, Sensor vorher abhöchstens 30 °Cnur hängend trocknen
Decathlon HRM BELTneinWasser und weiches Tuchregelmäßig
Coospo H808Snein, Maschine und Trockner ausdrücklich verbotenunter fließendem Wassernach Gebrauch

Alle Hersteller, die sich dazu äußern, verlangen, den Gurt nach jeder Nutzung mit klarem Wasser abzuspülen, und alle verbieten den Wäschetrockner. Das Sensormodul gehört nie in die Waschmaschine; Polar und Suunto schreiben das ausdrücklich. Für das weiche Ersatzband Soft Strap, das zu H9 und H10 passt und laut Polar für 70 bis 128 Zentimeter Brustumfang gedacht ist, nennt Polar die Maschine ebenfalls ausdrücklich zulässig. Bei Garmin sind die Angaben für ältere Gurte in den Handbüchern der Uhren und Radcomputer verstreut, etwa für den HRM-Tri im Handbuch der fēnix 5 und für einen nicht benannten Gurt im Handbuch des Edge 830. Für den Coospo H808S verbietet das Handbuch Waschmaschine und Trockner ausdrücklich; der Gurt wird unter fließendem Wasser gespült.

Warum Polar 40 Grad will und Garmin die Hand

Polar begründet die Temperatur: Bei 40 Grad in der Maschine, mit Wäschesack, würden Verunreinigungen aus dem Elektrodenmaterial entfernt; niedrigere Temperaturen schafften das nicht, höhere könnten den Gurt schädigen. Polar schreibt sogar, man empfehle die Maschinenwäsche ausdrücklich. Kein Bleichmittel, kein Weichspüler, nicht einweichen, bügeln oder chemisch reinigen. Für die Handwäsche nennt Polar lauwarmes Wasser um 40 Grad mit einer milden Spülmittellösung und keine rückfettenden Seifen.

Suunto nennt 30 Grad nach zwei bis drei Trainings, also häufiger, aber kühler. Garmin unterscheidet nach Bauart. Die Pflegeanleitung für Pulsgurte in der Fassung von Januar 2025 schreibt: Gurte mit abnehmbarem Modul, also HRM 200, HRM 600 und HRM-Dual, dürfen nach jeder siebten Nutzung mit der normalen Wäsche in die Maschine, im Wäschesack und bei höchstens 40 Grad, aber nicht in den Trockner. Die Handbücher von HRM 200 und HRM 600 nennen dieselben Werte, erwähnen die Maschine aber nicht; maßgeblich ist die eigene Pflegeanleitung. Für HRM-Pro Plus und HRM-Fit schreibt Garmin ausdrücklich, sie gehörten weder in die Waschmaschine noch in den Trockner, und Reste von Spülmittel könnten die Haut reizen.

Für die Praxis folgt: Wer einen Polar-Gurt hat, wäscht ihn in der Maschine, wer einen Garmin HRM-Pro Plus, HRM-Fit oder Wahoo TRACKR hat, von Hand. Garmin HRM 200, HRM 600 und HRM-Dual dürfen laut Pflegeanleitung in die Maschine, Gurte mit fest eingebautem Modul nicht. Entscheidend ist also nicht die Marke, sondern ob sich das Modul abnehmen lässt.

Was dem Gurt schadet

Garmin nennt die Ursachen am genauesten. Schweiß- und Salzablagerungen könnten den Gurt dauerhaft schädigen, ebenso zu viel Waschmittel, der Trockner und Wasser über 40 Grad. Sonnencreme, Bleiche, Mückenschutz und bestimmte Deos und Seifen solle man meiden; die Inhaltsstoffe Propylenglykol, Dipropylenglykol und EDTA könnten den Gurt beschädigen. Nach dem Schwimmen im Chlorwasser soll man den Gurt waschen, Polar verlangt das auch nach Meerwasser.

Suunto knüpft daran sogar die Garantie: Sie entfalle bei Kontakt mit Chemikalien, ausdrücklich auch mit Sonnencreme und Mückenschutz. Polar schreibt, man solle den Gurt nicht dehnen und die Elektrodenbereiche nicht scharf knicken. Garmin rät, den Gurt flach zu lagern, nicht eng aufzurollen und nicht in die Sonne zu legen. Polar schreibt zum älteren T31C außerdem, Alkohol und Lösungsmittel schadeten dem Sensor.

Trocknen und lagern

Nach dem Waschen trocknet der Gurt an der Luft. Polar schreibt, Gurt und Sensor getrennt zu trocknen und kühl und trocken zu lagern, und warnt davor, den Gurt nass in einem nicht atmenden Material wie einer Sporttasche aufzubewahren. Decathlon rät, den Gurt nicht an der Heizung zu trocknen. Im Handbuch des älteren H7 erklärt Polar, warum das getrennte Trocknen zählt: Schweiß und Feuchtigkeit hielten die Elektroden nass und den Sensor aktiv, was die Batterie verbrauche, und feucht in einem nicht atmenden Material gelagert, oxidierten die Druckknöpfe. Im Handbuch des H6 weist Polar außerdem darauf hin, dass Feuchtigkeit zusammen mit starker Reibung schwarze Farbe vom Gurt lösen könne. Garmin empfiehlt für den HRM-Fit, ihn flach mit offenen Clips trocknen zu lassen und die Clips nicht an einen Kleiderbügel zu hängen.

Polar nennt für H10 und H9 eine Betriebstemperatur von minus zehn bis plus 50 Grad, Suunto für den Smart Sensor minus 20 bis plus 60 Grad, Garmin für HRM 200 und HRM-Pro Plus null bis 40 Grad. Für die Lagerung nennt Stages minus 10 bis plus 60 Grad; die übrigen abgerufenen Hersteller nennen nur die Temperatur im Betrieb. Wie die Elektroden bei Kälte Kontakt bekommen, beschreibt der Ratgeber zum richtigen Anlegen.

Haut: Reibung, Reizung, Allergie

Ein Brustgurt liegt stundenlang auf schwitzender Haut, und das hinterlässt Spuren. Garmin schreibt in einem älteren Uhrenhandbuch, der Gurt könne bei langer Nutzung scheuern, und empfiehlt Anti-Reibungs-Gel auf die Mitte des Moduls, aber nicht auf die Elektroden und keine Gele mit Sonnenschutz. Garmin nennt außerdem Spülmittelreste nach der Handwäsche als mögliche Ursache für Hautreizungen.

Suunto schreibt, allergische Reaktionen oder Hautreizungen seien möglich, auch wenn die Produkte den Industriestandards entsprächen; dann solle man die Nutzung beenden und einen Arzt fragen. Polar rät bei Verdacht auf eine Allergie, die Materialien in den technischen Daten zu prüfen: Der Gurt des H10 besteht laut Polar aus Polyamid, Polyurethan, Elasthan und Polyester mit Silikondruck, das Gehäuse des Sensors unter anderem aus ABS, Polycarbonat und Edelstahl. Einen Nickelgehalt nennt Polar für den Brustgurt nicht.

Wie häufig solche Reaktionen sind, ist nicht belegt. Es gibt einen Fallbericht von 2012 über einen Marathonläufer mit juckendem Ausschlag genau unter dem Gurt; als Auslöser wurden Thiurame genannt, Chemikalien aus der Herstellung des elastischen Bandes. Das ist ein Einzelfall und keine Häufigkeit. Wer unter dem Gurt einen Ausschlag bekommt, wechselt das Band oder den Hersteller und lässt die Haut ärztlich ansehen.

Wann der Gurt verschlissen ist

Ein Brustgurt hält nicht ewig, und das Band verschleißt meist vor dem Sensor. Polar schreibt, der Gurt nutze sich ab wie jedes andere Kleidungsstück, und die Elektroden könnten verschlissen sein, obwohl der Gurt noch gut aussieht; die Folge seien unzuverlässige Werte. Suunto rät, den Gurt zu ersetzen, wenn die Werte unzuverlässig werden. Eine Lebensdauer in Monaten oder Jahren nennt keines der Handbücher; nur im Angebotstext des Polar H10 auf Amazon steht, der Gurt solle etwa alle sechs Monate ersetzt werden, ohne Begründung.

Was beim Waschen mit leitfähigen Textilien passiert, haben Laborstudien untersucht, allerdings an Versuchselektroden und nicht an Gurten aus dem Handel. Zaman und Kollegen wuschen 2020 vier Arten textiler EKG-Elektroden bis zu 50 Mal bei 40 Grad. Im Schonprogramm lieferten alle vier auch nach 50 Wäschen ein brauchbares EKG; im Schnellprogramm fielen Elektroden auf Kupferbasis schon nach zehn Wäschen aus, solche auf Silberbasis hielten. Ankhili und Kollegen fanden 2018 bei versilberten Strickelektroden zunächst nur einen leichten Anstieg des Widerstands, ab 20 bis 40 Wäschen einen steileren; nach 50 Wäschen war das EKG etwas verrauscht, aber erkennbar. In einer weiteren Studie derselben Gruppe lieferten beschichtete Textilelektroden in einem BH nach 50 Wäschen bei 40 Grad ein stabiles EKG, und Tu und Kollegen fanden 2023 bei gedruckten Silber-Silberchlorid-Elektroden nach 20 Wasch- und Trockenzyklen kaum Veränderung des Widerstands. Fast alle diese Versuche liefen mit einer einzigen Testperson. Bei den gedruckten Elektroden von Nigusse war das Signal bei einem Anpressdruck von 15 Millimetern Quecksilbersäule ähnlich gut wie mit Klebeelektroden, und Brehm und Anderson schreiben 2023 in einer Modellstudie, Leitfähigkeit des Garns und Größe der leitenden Fläche senkten den Übergangswiderstand zur Haut, während Druck und Feuchtigkeit noch untersucht werden müssten.

Schweiß setzt den Elektroden ebenfalls zu. Tajin und Kollegen legten 2020 versilbertes Nylongarn sieben Tage in künstlichen Schweiß und fanden, dass der Widerstand mit jedem Durchgang aus Schweiß, Waschen und Trocknen stieg; sie nennen solches Garn anfällig für Schweiß und Wäsche. Lokaler Schweiß enthält laut einer Übersicht von Baker etwa 10 bis 90 Millimol Natrium pro Liter, mit großen Unterschieden zwischen Menschen; die Autorin arbeitete für einen Hersteller von Sportgetränken. Nigusse und Kollegen fanden 2020 bei gedruckten Silberelektroden, dass das Signal mit einem straffer sitzenden Gurt besser wurde. Zusammen erklären diese Befunde, warum Garmin vor Salzresten warnt und warum ein Gurt nach Jahren schlechter misst, obwohl er gut aussieht.

Das typische Zeichen ist ein Gurt, der trotz frischer Batterie und gut befeuchteter Elektroden Aussetzer oder zu hohe Werte liefert. Dann lohnt zuerst ein neues Band, nicht ein neuer Sensor. Polar schreibt, der Pro Strap passe zu allen Polar-Pulssensoren, also auch zu H10 und H9, und nennt die Größen XS-S, M-XXL und XXXL. Garmin verkauft einen Ersatzgurt, der mit HRM-Dual, HRM 200 und HRM 600 kompatibel ist, in den Größen XS-S und M-XL. Coospo bietet einen Ersatzgurt für H808S, H6 und H9Z an. Der Ersatzgurt des Wahoo TRACKR passt laut Wahoo nicht zu älteren Wahoo-Gurten.

Vor dem Gurtwechsel prüft man die Druckknöpfe: Polar warnt vor Oxidation, wenn der Sensor dauerhaft eingeklickt bleibt. Wie man Aussetzer von einem verschlissenen Gurt unterscheidet, steht im Ratgeber zum Anlegen und zu Aussetzern.

Garantie und Gewährleistung

Weil der Gurt verschleißt, schließen ihn manche Hersteller von der Garantie aus. Die Tabelle zeigt, was die abgerufenen Garantiebedingungen nennen.

HerstellerGarantieGurt und Batterie
Polar2 JahreBrustgurt und Batterieverschleiß ausgenommen
Suunto2 Jahre auf den Sender1 Jahr auf den Brustgurt, Einwegbatterien ausgenommen
Garmin (deutsche Seite)1 JahrVerschleißteile wie Batterien und Wasserschäden ausgenommen
Wahoo1 oder 2 Jahre je nach LandEU-Shop nennt 2 Jahre für den TRACKR-Ersatzgurt
Coospo1 Jahr–
Stages1 JahrVerbrauchsteile wie Batterien und normaler Verschleiß ausgenommen

Unabhängig von der Herstellergarantie gilt in Deutschland die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer: Mängelansprüche verjähren nach zwei Jahren ab Ablieferung, und tritt ein Mangel im ersten Jahr auf, wird vermutet, dass er schon bei der Übergabe bestand. Eine Garantie gilt laut Gesetz zusätzlich und schränkt diese Rechte nicht ein; Polar und Garmin schreiben das in ihren Bedingungen auch selbst. Ob ein Gurt, der nach einem Jahr unzuverlässig misst, einen Mangel hat oder normal verschlissen ist, entscheidet der Einzelfall.

Für Software nennen die Hersteller eigene Zusagen. Polar schreibt, man biete mindestens fünf Jahre Produktsupport ab Verkaufsstart, Wahoo Firmware-Updates mindestens zwei Jahre nach dem Ende des Direktverkaufs. Wahoo führt TICKR 2 und TICKR X 2 inzwischen als ausgelaufen und nicht mehr reparierbar, die erste TICKR als veraltet; für veraltete Produkte gebe es keine Teile und kein Zubehör mehr.

Entsorgung: Knopfzelle, Akku und Sensor

Eine leere Knopfzelle gehört nicht in den Hausmüll. Das Batterierecht-Durchführungsgesetz, laut Umweltbundesamt seit dem 7. Oktober 2025 in Kraft, verpflichtet Endnutzer, Altbatterien getrennt zu entsorgen, und jeden Händler von Gerätebatterien, Altbatterien unentgeltlich zurückzunehmen. Das Umweltbundesamt nennt Sammelboxen im Handel und kommunale Stellen und weist darauf hin, dass beschädigte Lithiumbatterien durch Kurzschluss Brände auslösen können.

Der Sensor selbst und ein Gurt mit eingebautem Akku sind Elektroaltgeräte. Polar kennzeichnet den H10 mit dem Symbol der durchgestrichenen Mülltonne. Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte und Lebensmittelhändler ab 800 Quadratmetern müssen laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz Geräte, die in keiner Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, kostenlos und ohne Kauf zurücknehmen, auch im Versand. Batterien, die sich entnehmen lassen, nimmt man vorher heraus.

Was sich 2027 ändert

Die EU-Batterieverordnung verlangt ab dem 18. Februar 2027, dass Gerätebatterien vom Endnutzer leicht entfernt und ausgetauscht werden können, also mit handelsüblichem Werkzeug oder mit einem Spezialwerkzeug, das kostenlos beiliegt. Für Gurte mit Knopfzelle ändert das wenig, denn sie lassen sich schon heute mit Münze, Clip oder beiliegendem Schraubendreher öffnen. Für Gurte mit fest eingebautem Akku könnte es eine Rolle spielen.

Die Verordnung erlaubt aber eine Ausnahme für Geräte, die für regelmäßige Spritzwasser-, Strahlwasser- oder Unterwasserbedingungen ausgelegt sind, wenn der Tausch durch Fachleute für die Sicherheit nötig ist. Ob versiegelte Akku-Gurte wie der Garmin HRM 600 oder der Wahoo TRACKR darunter fallen, sagt keine der abgerufenen Quellen. Die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur nennt in ihrem Anhang Waschmaschinen, Kühlgeräte, Telefone und andere Gruppen, aber keine Pulssensoren oder Wearables.

Lücken in den Herstellerangaben

Mehrere Angaben fanden sich nicht. Ob ein Gurt nach dem Batteriewechsel noch so dicht ist wie ab Werk, sagt kein Hersteller. Ein Polar-Set für den Batteriewechsel als eigenes Produkt fand sich nicht, nur Dichtringe bei den Servicecentern. Für Wahoo und Suunto fehlen Angaben zu Polung und Dichtring, für den HRM-Fit die mittleren Schritte des Wechsels. Eine Lebensdauer des Gurts nennt kein Hersteller, eine längere Garmin-Garantie als ein Jahr fand sich für Deutschland nicht, und die Länderseite zur Wahoo-Garantie war nicht erreichbar.

Nicht belegt sind außerdem Angaben zu Nickel oder Latex in Brustgurten und eine Häufigkeit von Hautreaktionen. Rückrufe von Brustgurten fanden sich bei der US-Behörde, bei Health Canada und in der EU-Warndatenbank in der Suche nicht; Safety Gate wurde nur über die Websuche, nicht im Portal selbst durchsucht. Eine Empfehlung, bei verschluckter Knopfzelle Honig zu geben, stand nur in einem Suchauszug und auf keiner der BfR-Seiten.

Quellen zu Batterie und Pflege

Jede Quelle wurde am 7. Oktober 2026 abgerufen, darunter eine eigene Sammlung mit 86 Quellen aus Handbüchern, Supportseiten, Datenblättern, Behörden und Gesetzen. Handbücher im PDF-Format wurden im Wortlaut gelesen. Zwei automatische Zusammenfassungen, die Angaben enthielten, die nicht im Text standen, wurden verworfen.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Batterie hat der Polar H10?

Eine CR2025. Polar warnt ausdrücklich, dass eine CR2032 im H10 nicht verwendet werden kann. Auch der H9 nutzt eine CR2025; Garmin HRM 200, HRM-Pro Plus und HRM-Dual sowie der Wahoo TICKR nutzen eine CR2032.

Darf ein Garmin-Brustgurt in die Waschmaschine?

Das hängt von der Bauart ab. Laut Garmins Pflegeanleitung dürfen Gurte mit abnehmbarem Modul wie HRM 200, HRM 600 und HRM-Dual nach jeder siebten Nutzung mit normaler Wäsche im Wäschesack bei höchstens 40 Grad in die Maschine, Gurte mit festem Modul wie HRM-Pro Plus und HRM-Fit nur von Hand.

Wie oft soll man den Polar-Gurt waschen?

Polar empfiehlt, den Gurt nach jeder Nutzung abzuspülen und nach fünf Trainings oder mindestens einmal pro Woche bei 40 Grad in der Maschine zu waschen, im Wäschesack und ohne Trockner. Niedrigere Temperaturen entfernen laut Polar die Verunreinigungen nicht.

Wie lange hält die Batterie im Brustgurt?

Polar nennt für H10 und H9 rund 400 Stunden, Garmin für HRM 200 und HRM-Pro Plus bis zu ein Jahr bei einer Stunde am Tag, für den HRM-Dual bis zu dreieinhalb Jahre. Wahoo nennt für den TICKR bis zu zwölf Monate.

Was tun, wenn der Gurt nach dem Batteriewechsel nicht geht?

Polarität und Dichtring prüfen und den Gurt zurücksetzen: beim Wahoo TICKR die Batterie kurz verkehrt herum einlegen, beim Polar H10 Batterie heraus, Druckknöpfe zehn Sekunden drücken, 30 Sekunden warten. Ältere Polar-Firmware verlangt danach ein neues Koppeln.

Sind Knopfzellen gefährlich für Kinder?

Ja. Verschluckte Lithium-Knopfzellen können in der Speiseröhre schwere Verletzungen verursachen. Ersatzzellen und alte Batterien gehören außer Reichweite von Kindern; bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe holen.