GPS-Fahrradcomputer ohne Navigation: 7 Geräte im Vergleich
Sieben GPS-Fahrradcomputer ohne Karte im Vergleich, dazu der TOUR-Befund: Akkulaufzeit gemessen weit unter Angabe. Track, Pfeil, Sensoren und Garantie.
Fünf günstige GPS-Fahrradcomputer hat das Fachmagazin TOUR im April 2023 unter denselben Bedingungen laufen lassen: Smartphone gekoppelt (außer beim funklosen Ciclomaster), Navigation aktiv, Display auf höchster Helligkeit. Keines der fünf Geräte erreichte die Laufzeit, die sein Hersteller angibt. Der Lezyne Mega XL GPS kam auf 16 der versprochenen 48 Stunden, also auf ein Drittel. Der Sigma ROX 4.0 schaffte 20 von 25 Stunden und lag damit vorn, obwohl er unter den fünf nur die dritthöchste Angabe hatte. Wer nach der Herstellerzahl ausgewählt hätte, hätte ausgerechnet das Gerät mit der größten Lücke genommen. Geworben wird trotzdem mit dieser Zahl. Bei allen sieben Angeboten auf dieser Seite steht eine Stundenzahl im Amazon-Datenfeld, beim CYCPLUS M1 zusätzlich im Titel, und unabhängig gemessen ist davon nur die des ROX 4.0. Verglichen werden hier sieben GPS-Computer ohne Kartennavigation, die am 14. Oktober 2026 auf Amazon lieferbar waren. Sie zeichnen die Fahrt auf, einige folgen einer geladenen Strecke oder zeigen Abbiegepfeile. Keiner zeigt eine Karte, und keiner berechnet eine Route selbst.
Gemessen ist in diesem Feld nur ein Gerät
Die Laufzeiten in Tabelle und Karten sind Angaben von Herstellern oder Händlern. Eine unabhängige Messung gibt es für den Sigma ROX 4.0, aus dem TOUR-Test von 2023, für die übrigen sechs Geräte fand die Recherche keine. Sterne und Bewertungszahlen sind das Aggregat der Amazon-Kundenbewertungen am Stichtag, keine Prüfung. Getestet hat diese Seite nichts, und Preise nennt sie nicht.

CYCPLUS G1 GPS-Fahrradcomputer

CYCPLUS M1 GPS-Fahrradcomputer

iGPSPORT BSC100S

COOSPO BC107

SIGMA ROX 4.0 Black (1060)

Bryton Rider 460E

GEOID CC600
| Produkt | Segment | Bewertung | Aktion |
|---|---|---|---|
![]() | Einsteiger | 4.2(4.311) | Ansehen |
![]() | Einsteiger | 4.1(1.401) | Ansehen |
![]() | Einsteiger | 4.2(1.613) | Ansehen |
![]() | Einsteiger | 4.1(974) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.4(1.743) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.2(125) | Ansehen |
![]() | Einsteiger | 4.0(1.130) | Ansehen |
Breadcrumb, Track, Pfeil: was „ohne Navi“ bei diesen Geräten heißt
Unter den zehn Vervollständigungen, die Google zum Suchbegriff „gps fahrradcomputer“ liefert, steht „ohne navigation“, daneben „günstig“, „komoot“ und „mit navigation“. Gemeint ist ein Gerät, das per Satellit Tempo, Strecke und den gefahrenen Weg erfasst, aber keine Karte zeigt. Im Handel verschwimmt diese Grenze allerdings. Amazon führt den ROX 4.0 als Fahrradcomputer mit „GPS & Navigation“, GEOID den CC600 mit „Streckennavigation“, und TOUR hat seinen Test der fünf Einstiegsgeräte mit „Fahrrad-Navis“ überschrieben. Was hinter dem Wort steckt, lässt sich in vier Stufen ordnen.
Aufzeichnung. Das Gerät zeigt Zahlen und speichert Fahrdaten, einer Strecke folgen kann es nicht. Dazu gehören der CYCPLUS G1, für den das Angebot nicht einmal eine App nennt, der CYCPLUS M1, der iGPSPORT BSC100S und laut Coospo-Datenblatt auch der BC107, bei dem in der Zeile Navigation ein schlichtes „Nein“ steht.
Track oder Breadcrumb. Eine vorher geladene Strecke erscheint als Linie, man fährt ihr nach, und das Gerät merkt im besten Fall, wenn man sie verlässt. Brotkrümelspur heißt das im Titel des Coospo CS600, der außerhalb dieses Feldes liegt. Im Feld lädt der GEOID CC600 GPX-Dateien über seine App, und beim BC107 beschreibt das Amazon-Angebot, dass die App eine GPS-Track-Routenkarte auf das Gerät bringt, obwohl Coospo selbst keine Navigation angibt.
Pfeil. An Abzweigungen einer geplanten Route erscheint ein Abbiegehinweis. Der ROX 4.0 bekommt ihn laut Angebot aus der App komoot und zeigt ihn als Pfeil im Display. Sigma selbst listet für das Gerät Track, Turn-by-Turn und eine Funktion namens Search & Go, aber keine Karte; eine Search-&-Go-Route plant der ROX nach einer Abweichung neu, solange die App verbunden ist. Der Bryton Rider 460E zeigt Abbiegehinweise auf einer geplanten Route, eine neue Route rechnet laut Bryton nur die App.
Routing. Das Gerät rechnet selbst neu, wenn man abweicht. Ein Beispiel aus dem Angebot von iGPSPORT ist der iGS630S, der ab 100 Metern Abweichung neu berechnet. Solche Geräte stehen nicht auf dieser Seite, sondern im Vergleich der Fahrradcomputer mit Karte und eigener Routenberechnung. Die Grenze zieht hier also die Karte und die Rechnung auf dem Gerät, nicht der Pfeil.
Für den Kauf hat die Einteilung eine praktische Folge. Ohne Karte braucht jede Strecke eine Planung vorab, auf dem Telefon oder am Rechner. Drei der sieben Geräte, der CC600, der Rider 460E und bei Search & Go der ROX 4.0, finden nach einer Abweichung nur mit der App zurück. Genau unter dieser Bedingung, mit gekoppeltem Smartphone, hat TOUR gemessen.
TOUR 2023: fünf Laufzeiten, alle unter der Angabe
Der Test erschien am 7. April 2023 online und wurde zuletzt am 28. April 2026 geändert. Geprüft wurden fünf GPS-Geräte der Einstiegsklasse. Gemessen hat TOUR die Akkulaufzeit mit gekoppeltem Smartphone samt App, aktiver Navigation und Display auf höchster Stufe. Der Ciclomaster Navic 400 lief ohne Smartphone, weil er keine Funkverbindung hat; seine Zahl ist mit den anderen vier deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Die Werte stehen frei lesbar auf der Seite. Unter den ausgewerteten Tests stellt nur diese frei zugängliche Messreihe für mindestens vier GPS-Geräte dieser Klasse die gemessene Laufzeit neben die Angabe.
| Modell | Herstellerangabe | Gemessen (TOUR) | Anteil der Angabe (eigene Rechnung) | Gesamtnote |
|---|---|---|---|---|
| Sigma ROX 4.0 | 25 h | 20 h | 80 % | 2,0 |
| Garmin Edge 130 Plus | 12 h | 8 h | 67 % | 2,1 |
| Lezyne Mega XL GPS | 48 h | 16 h | 33 % | 2,4 |
| Bryton Rider 420 | 35 h | 18 h | 51 % | 2,6 |
| Ciclomaster Navic 400 (ohne Smartphone) | 14 h | 6 h | 43 % | 3,3 |
Gerechnet über die vier Geräte mit gleicher Bedingung, erreichten sie im Mittel knapp 58 Prozent ihrer Angabe, das ist eine eigene Rechnung aus den TOUR-Werten. Die Spanne reicht von einem Drittel beim Lezyne bis zu vier Fünfteln beim Sigma. Bemerkenswert ist die Reihenfolge. Nach der Angabe hätte der Lezyne mit 48 Stunden geführt, vor dem Bryton mit 35 und dem Sigma mit 25. Gemessen lag der Sigma vorn, der Bryton auf Platz zwei, der Lezyne auf drei. Die größte Zahl im Datenblatt war die am wenigsten belastbare.
Auch die Teilnoten erzählen etwas, das man leicht übersieht. Die Akku-Noten von TOUR folgen den absoluten Stunden und nicht der Frage, wie nah sie an der Angabe liegen. Der Lezyne bekam für 16 Stunden die Akku-Note 1,0, genau wie der Bryton für 18 und der Sigma für 20 Stunden, obwohl der Lezyne nur ein Drittel seines Versprechens einlöste. Der Garmin erhielt für acht Stunden die 3,0, der Ciclomaster für sechs die 3,5. Eine gute Akku-Note heißt also nicht, dass die Herstellerangabe stimmt.
In der Gesamtwertung lag der ROX 4.0 mit 2,0 knapp vor dem Edge 130 Plus mit 2,1. Der Garmin holte trotz der kurzen Laufzeit auf, mit Bedienung 1,7 und Konnektivität 1,0. Der Bryton verlor bei Bedienung, 4,0, und Navigation, 3,5, der Ciclomaster bei der Konnektivität mit 5,0. Beim Halter bekam der Sigma mit 1,5 die beste Note der fünf, der Lezyne mit 3,8 die schlechteste.
Was TOUR nicht gemessen hat, gehört dazu. Eine GPS-Genauigkeit, eine Anbindung an E-Bikes und die Dauer der Software-Pflege kommen im Test nicht vor. Jedes Gerät lief einmal, eine Heftnummer nennt die Online-Fassung nicht. Für den Kauf heute zählt vor allem: Von den fünf Geräten fand die Amazon-Erhebung nur den ROX 4.0 regulär lieferbar. Der Mega XL war erst in Monaten versandfertig, Edge 130 Plus, Rider 420 und Navic 400 tauchten unter den erhobenen Angeboten nicht auf.
Gegenproben: andere Messungen und Garmins eigene Tabelle
Ein Einzelfall ist der TOUR-Befund nicht. Das Magazin BIKE hat 2022 neun GPS-Geräte für Mountainbiker mit eingeschaltetem Display, GPS und verbundenem Handy laufen lassen und schreibt, die Herstellerangabe sei dabei bei keinem Gerät erreicht worden. Die Stundenwerte stehen nur im bezahlten PDF. Frei lesbar ist, dass der Lezyne und der Edge 830 am längsten liefen und der Edge 130 Plus am kürzesten. Die belgische Verbraucherorganisation Test Achats hält in ihrem Kaufratgeber fest, die Laufzeit in der Praxis bleibe stets unter der Angabe. Dass sich die Rangfolge nach Angabe umkehren kann, kennt sie auch aus der Oberklasse: In ihren eigenen Prüfungen schnitt der Edge 1050 beim Akku besser ab als der Edge 1040, obwohl Garmin für ihn 20 statt 35 Stunden angibt.
Aufschlussreich ist Garmins eigene Tabelle zum Edge 130 Plus. Sie nennt nicht eine Laufzeit, sondern drei: zwölf Stunden bei geringer Nutzung, zehn bei mittlerer und acht bei hoher. Die acht Stunden aus dem TOUR-Test decken sich zahlenmäßig mit Garmins Profil für hohe Nutzung. Im Widerspruch steht TOUR beim Garmin also nicht zu dessen Tabelle, sondern zur Zwölf, die auf der Produktseite steht. Wer nur diese Zahl liest, liest das günstigste Profil.
Dass dasselbe Gerät je nach Bedingung weit streut, zeigt der Edge 130 Plus besonders deutlich. DC Rainmaker sah bei einer 90-minütigen Fahrt einen Verbrauch von 6 Prozent pro Stunde, hochgerechnet etwa 16 Stunden, also mehr als Garmins Angabe. Über alle ausgewerteten Fahrten dieses Testers lag der Verbrauch zwischen 5,45 und 8,25 Prozent pro Stunde, hochgerechnet rund 12 bis 18 Stunden; die Umrechnung ist eine eigene Rechnung, eine Hochrechnung ist keine Messung bis zur Abschaltung. Über den Vorgänger Edge 130 schrieb Bike-X schon 2019, er komme je nach Sensorzahl teils unter zehn Stunden. Zwischen acht und rund 18 Stunden liegt beim 130 Plus also ein Faktor von gut zwei.
Es gibt auch Messungen über der Angabe oder knapp daran. Bike-X lud einen Sigma ROX 4.0 Endurance 2024 erst nach mehr als 470 Kilometern und knapp 40 Stunden reiner Laufzeit, Sigma nennt für dieses Modell 41 Stunden. Die Richtung hängt von Helligkeit, Sensoren, Navigation und Temperatur ab. Lezyne schreibt in seiner Hilfe, bei 0 Grad stehe nur 80 Prozent der Kapazität bei 25 Grad zur Verfügung, und bittet um Kontakt, wenn ein Gerät weniger als 80 Prozent der beworbenen Laufzeit schafft, ohne zu sagen, unter welchen Bedingungen die Werbung gilt. Die niederländische Consumentenbond testete vier Navigationsgeräte und nennt für Kälte und volle Helligkeit eine Laufzeit von nur vier Stunden; die Modellnamen stehen nur für Mitglieder lesbar.
Für die sieben Geräte hier heißt das: Die Angabe gilt nach diesen Befunden eher für günstige Bedingungen, und welche das sind, sagt kaum ein Anbieter. Unter den sieben Angeboten nennt nur Coospo überhaupt eine, nämlich dass die 28 Stunden mit eingeschaltetem GPS gelten. Sigma stellt für den ROX 4.0 eine Laufzeittabelle bereit, allerdings nur als Grafik. Bei CYCPLUS, iGPSPORT, Bryton und GEOID steht im Angebot nur die Stundenzahl.
Was die sieben Angebote zu Strecke, Sensoren, Wasser und Lieferumfang angeben
Die sieben Geräte stammen aus einer Erhebung von 33 Amazon-Angeboten im Segment der GPS-Computer ohne Karte. Ausgewählt wurden Angebote mit Einkaufswagen, möglichst großem Bewertungspool und echten Unterschieden bei Navigation, Sensoren und Display, und jede Seite wurde am 14. Oktober 2026 ein zweites Mal abgerufen. Fünf Geräte gehören zum Einstiegssegment, der ROX 4.0 und der Rider 460E zur Mitte.
| Modell | Strecke folgen | Sensoren | Wasser | Lieferumfang laut Datenfeld |
|---|---|---|---|---|
| CYCPLUS G1 | nein, reiner GPS-Tacho | keine genannt | IPX6 | Ladekabel, Halter |
| CYCPLUS M1 | nein, Aufzeichnung mit App | ANT+ im Text, Bluetooth im Titel | IPX6 | Gerät, Anleitung, Kabel; kein Halter genannt |
| iGPSPORT BSC100S | nein | ANT+ (iGPSPORT), Angebot zusätzlich Bluetooth | IPX7 (Angebot) | Gerät, Anleitung, Halter, zwei O-Ringe |
| COOSPO BC107 | laut Coospo nein, laut Angebot Track per App | ANT+ (Coospo), Titel zusätzlich Bluetooth | IP67 | nur „Fahrradcomputer“ |
| Sigma ROX 4.0 | Track, Pfeil über komoot | ANT+ und Bluetooth | IPX7 | Halter, Kabel, Befestigungsmaterial |
| Bryton Rider 460E | Abbiegehinweise auf geplanter Route | nur ANT+ (Bryton) | Bryton ohne IP-Code, Datenfeld IPX4 | Gerät, Kabel, Halter, Sicherungsband |
| GEOID CC600 | GPX-Strecke, neue Route nur mit App | ANT+, Bluetooth, WLAN (Angebot) | „wasserdicht“, kein IP-Code | nur „Fahrradcomputer“ |
Beim Wasserschutz reichen die Angaben von IPX4 bis IP67. Die Tabelle der Schutzarten nach DIN EN 60529, wie sie die Berufsgenossenschaft BGN wiedergibt, ordnet der zweiten Ziffer 4 den Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen zu, der 6 den Schutz gegen sehr starkes Strahlwasser und der 7 den Schutz gegen kurzzeitiges Eintauchen. Eine 6 an erster Stelle steht für staubdicht, ein X für eine nicht angegebene Ziffer. Auffällig ist der Bryton: Der Hersteller beschreibt einen Wasserkontakt bis einen Meter Tiefe für bis zu 30 Minuten, nennt aber keine Schutzart, während das Amazon-Datenfeld IPX4 angibt. Garmin beschreibt mit genau diesen Werten die Schutzart IPX7. Beim CC600 steht im Titel „wasserdicht“ und unter den Produktmerkmalen „wasserabweisend“, eine Schutzart fehlt. Was IPX7 im Regen bedeutet und warum Garantien trotzdem Wasserschäden ausschließen können, ordnet der Überblick über alle Geräteklassen der Fahrradcomputer ein.
Beim Lieferumfang nennen vier Datenfelder einen Halter, drei keinen. Ob beim M1, beim BC107 und beim CC600 trotzdem ein Halter beiliegt, sagen die Angebote nicht eindeutig. Wer nachkaufen muss, stößt auf eine zweite Frage, denn die Schnittstellen sind nicht einheitlich. Sigma schreibt, man solle ausschließlich Sigma-Halter verwenden. Bryton verkauft für die Rider-Reihe eigene Halter, einen Adapter auf Garmin-Halter gibt es nur für andere Bryton-Modelle. Coospo verkauft einen Universalhalter, der laut Titel unter anderem zu Garmin und Wahoo passt, während Wahoo schreibt, Garmin-Halter beschädigten die Halterungsschnittstelle seiner Geräte; geprüft hat diese Schnittstelle niemand in den ausgewerteten Quellen. Die Karten unten folgen den vier Stufen, von der reinen Aufzeichnung bis zum Pfeil, und zugleich den Marktsegmenten. Eine Rangliste ist die Reihenfolge nicht.
CYCPLUS G1 GPS-Fahrradcomputer
CYCPLUS
Das spricht dafür: Kein Magnet, kein Sensor: GPS-Tempo ohne Montage an Gabel oder Speiche.
Fazit: Der meistbewertete GPS-Computer im Cluster ist ein reiner GPS-Tacho: Geschwindigkeit, Strecke, Zeit und Höhe aus dem Satellitensignal, ANT+ oder Bluetooth nennt die Seite nicht. Das Angebot gibt 2 Zoll FSTN, 1.200 mAh, 50 Stunden (Highlight-Feld: über 55 h), IPX6 und 70 g an; das Garantiefeld steht auf „Nein“. Verkäufer Cycplus, Versand durch Amazon.
Kernfakten
- Display
- 2,0 Zoll, FSTN
- Akku
- 50 h, 1.200 mAh (Angebot); Highlight-Feld über 55 h
- GNSS
- nur „GPS“ angegeben
- Sensoren
- keine genannt
- Wasserschutz
- IPX6
- Gewicht
- 70 g (Datenfeld)
Am besten für: Wer Tempo und Strecke ohne Sensormontage will, etwa an mehreren Rädern
Weniger geeignet für: Training mit Puls-, Trittfrequenz- oder Leistungsdaten
Pro
- 4.311 Bewertungen, größter Pool im GPS-Segment
- Keine Teile am Rad außer dem Halter
- Lange Laufzeitangabe
Contra
- Keine Sensoranbindung für Puls oder Trittfrequenz genannt
- Garantiefeld „Nein“
- Kein unabhängiger Test gefunden
Ausstattung
- Max-, Min- und Durchschnittstempo
- Höhe, Gesamtstrecke, Uhrzeit
- Automatische Abschaltung nach 10 Minuten
- USB-C
CYCPLUS M1 GPS-Fahrradcomputer
CYCPLUS
Das spricht dafür: Sensoren inklusive Leistungsmesser an einem Segmentdisplay.
Fazit: Großes 2,9-Zoll-FSTN-Display und Sensoranbindung für Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Puls und Leistung; laut Angebot 1.100 mAh und 60 Stunden, an anderer Stelle im Text steht „mehr als 30 Stunden“. Eine Navigation beschreibt die Seite nicht, die Strecke wird aufgezeichnet und per App synchronisiert; der erste Satellitenfix kann laut Angebot in Europa 3 bis 5 Minuten dauern. Der Text verspricht zwei Jahre Ersatzgarantie, das Garantiefeld steht auf „Nein“. Bundles mit Sensoren laufen als Varianten desselben Listings, Verkäufer Cycplus.
Kernfakten
- Display
- 2,9 Zoll, FSTN
- Akku
- 60 h (Datenfeld), 1.100 mAh (Text)
- Sensoren
- ANT+ (Text), Bluetooth (Titel)
- Wasserschutz
- IPX6
Am besten für: Training nach Puls oder Leistung ohne Bedarf an Navigation
Weniger geeignet für: Wer beim ersten Einschalten sofort losfahren will
Pro
- Leistungsmesser laut Angebot koppelbar
- Großes Segmentdisplay
- 1.401 Bewertungen
Contra
- Zwei Laufzeitangaben im Text
- Erster Fix in Europa bis 5 Minuten (Angebot)
- Garantiefeld „Nein“, Text nennt zwei Jahre
Ausstattung
- Automatische Hintergrundbeleuchtung
- Strava-Sync über die App
- Gleichzeitige Aufzeichnung mehrerer Sensoren
- USB-C
iGPSPORT BSC100S
iGPSPORT
Das spricht dafür: Fünf GNSS-Systeme und breite Bewertungsbasis im Einstieg.
Fazit: 2,6-Zoll-Segmentdisplay, fünf Satellitensysteme, IPX7 und laut Angebot 40 Stunden; iGPSPORT selbst schreibt „über 40 Stunden“ und nennt im EU-Shop ANT+-Sensoren, aber kein Bluetooth, das Amazon-Angebot zusätzlich Bluetooth 5.0. Eine Navigation beschreiben weder iGPSPORT noch das Angebot, Fahrten gehen nach dem Ende an die App und weiter an Strava. Das Auflösungsfeld „1366 x 768“ passt nicht zu einem Segmentdisplay.
Kernfakten
- Display
- 2,6 Zoll, Segment, Hintergrundlicht
- Akku
- 40 h (Angebot), „über 40 Stunden“ (iGPSPORT)
- GNSS
- GPS, BeiDou, GLONASS, Galileo, QZSS
- Sensoren
- ANT+ (iGPSPORT); Angebot zusätzlich Bluetooth 5.0
- Wasserschutz
- IPX7 (Angebot)
- Gewicht
- 67 g (Datenfeld)
Am besten für: Einstieg mit GPS-Aufzeichnung und ANT+-Sensoren
Weniger geeignet für: Wer einer Strecke folgen will
Pro
- Fünf GNSS-Systeme
- 1.613 Bewertungen
- Herstellergarantie in Deutschland 24 Monate
Contra
- Keine Navigation beschrieben
- Bluetooth-Sensoren nur im Amazon-Text belegt
- Unsinniges Auflösungsfeld
Ausstattung
- Über 40 Datenfelder
- Auto-Sync zur iGPSPORT-App
- Export zu Strava und Ride with GPS
- USB-C
COOSPO BC107
CooSpo
Das spricht dafür: Herstellerwerte zu Akku, Schutzart und Gewicht decken sich mit dem Angebot.
Fazit: Segmentdisplay mit GPS und BeiDou, laut Coospo 64 g, IP67, 28 Stunden und ausdrücklich ohne Navigation. Das Amazon-Angebot nennt im Titel Bluetooth 5.0 und ANT+, Coospo selbst nur ANT+; die App kann laut Angebot eine GPS-Track-Karte laden. Die Herstellergarantie beträgt ein Jahr, Verkäufer ist der COOSPO DE Official Store; Farb- und Set-Varianten zeigen eigene Zahlen.
Kernfakten
- Display
- 2,4 Zoll (Angebot), 2,3 Zoll FSTN (Coospo)
- Akku
- 28 h (Coospo und Angebot)
- GNSS
- GPS + BeiDou
- Sensoren
- ANT+ (Coospo); Titel zusätzlich Bluetooth
- Wasserschutz / Gewicht
- IP67, 64 g
Am besten für: Aufzeichnung mit ANT+-Sensoren an Rennrad oder Trekkingrad
Weniger geeignet für: Wer Bluetooth-Sensoren sicher nutzen will
Pro
- Akku, IP67 und Gewicht beim Hersteller bestätigt
- Strava-Sync über die App
- 974 Bewertungen
Contra
- Display- und Bluetooth-Angaben zwischen Coospo und Amazon uneinheitlich
- Nur 1 Jahr Herstellergarantie
- .fit-Dateien laut Angebot nicht direkt per USB zu Strava
Ausstattung
- CoospoRide-App
- Strava-Sync
- Hintergrundbeleuchtung
- GPS-Track per App laden
SIGMA ROX 4.0 Black (1060)
SIGMA
Das spricht dafür: Beste Gesamtnote im TOUR-Test 2023 und dort die kleinste Lücke zwischen Akkuangabe und Messung (eigene Rechnung).
Fazit: Für dieses Modell liegt eine Akkumessung unter genannten Bedingungen vor: TOUR maß 2023 mit gekoppeltem Smartphone, aktiver Navigation und höchster Helligkeit 20 Stunden bei 25 Stunden Angabe und gab mit 2,0 die beste Gesamtnote von fünf Geräten. Abbiegehinweise kommen als Pfeil über die komoot-App, gespeicherte Tracks laufen laut Sigma auch ohne Telefon, eine Karte gibt es nicht; Sigma nennt 2,4 Zoll, 51 g, IPX7, Barometer, ANT+ und BLE. Verkauf durch Amazon, beim Abruf nur noch 3 Stück.
Kernfakten
- Display
- 2,4 Zoll, zwei Farben, kein Touch (Sigma)
- Akku
- 25 h (Sigma); TOUR 2023: 20 h gemessen
- GNSS
- GPS + GLONASS (Sigma)
- Navigation
- Pfeil über komoot, Track, Search & Go
- Sensoren
- ANT+, BLE
- Wasserschutz
- IPX7
- Gewicht
- 51 g (Sigma)
Am besten für: Touren mit komoot-Route und Sensoren, ohne Kartenbedarf am Lenker
Weniger geeignet für: Wer eine Kartenansicht am Lenker will
Pro
- TOUR 2023: Gesamtnote 2,0, Teilnote Akku 1,0
- TOUR maß 20 der angegebenen 25 Stunden
- 1.743 Bewertungen bei 4,4 Sternen
- Verkauf durch Amazon
Contra
- Keine Karte; Pfeil-Abbiegehinweise laut Angebot über komoot
- Akku nicht tauschbar, nur gesetzliche Gewährleistung (Sigma)
- Beim Abruf nur 3 Stück auf Lager
Ausstattung
- Barometrische Höhe
- E-Bike-Werte bei kompatiblem System
- Speicher für 100 h Fahrzeit
- GPS-Halter im Lieferumfang
- Smart Notifications und Neuberechnung bei Search & Go mit App (Sigma)
Bryton Rider 460E
Bryton
Das spricht dafür: Abbiegehinweise ohne Karte bei langer Laufzeitangabe.
Fazit: Mono-Display mit 2,6 Zoll, 58 g und 32 Stunden laut Bryton; Abbiegehinweise auf einer geplanten Route, die Neuberechnung läuft laut Bryton über die App. Bryton nennt ausschließlich ANT+-Sensoren und E-Bike-Anbindung über Shimano STEPS und ANT+ LEV, Bluetooth-Sensoren führt der Hersteller nicht auf. Das Amazon-Datenfeld nennt IPX4, Bryton selbst keine IP-Schutzart; Verkauf durch Amazon.
Kernfakten
- Display
- 2,6 Zoll, Mono (Bryton)
- Akku
- 32 h (Bryton)
- GNSS
- 5 Systeme (Bryton)
- Navigation
- Turn-by-Turn, Neuberechnung über die App
- Sensoren
- nur ANT+; E-Bike über STEPS und ANT+ LEV
- Gewicht
- 58 g (Bryton)
Am besten für: Geplante Routen mit Abbiegehinweisen und ANT+-Sensoren
Weniger geeignet für: Wer Bluetooth-Pulsgurte oder -Sensoren besitzt
Pro
- Verkauf durch Amazon
- Lange Laufzeitangabe
- E-Bike-Daten über ANT+ LEV
Contra
- Laut Bryton nur ANT+-Sensoren
- IP-Angabe nur im Amazon-Feld
- Bryton-Garantie 1 Jahr, Akku nicht vom Nutzer tauschbar
Ausstattung
- Radar koppelbar (Angebot)
- Neue grafische Oberfläche
- USB-C
- Bryton Active App
GEOID CC600
GEOID
Das spricht dafür: Farbdisplay, WLAN-Updates und GPX-Strecken im Einstiegssegment.
Fazit: Farbdisplay mit 2,4 Zoll und drei Tasten, Streckennavigation nach geladener GPX-Datei; bei Kursabweichung leitet das Gerät laut Angebot um, solange die App verbunden ist. Eine Kartenansicht beschreibt die Seite nicht. Fünf Satellitensysteme laut Text, ANT+, Bluetooth und WLAN für Firmware und AGNSS, dazu Smart-Trainer-Steuerung; Akku laut Datenfeld 20 Stunden. Das Maße-Feld nennt „78 × 48 × 9,9 cm“, eine IP-Angabe fehlt, im Text steht nur „wasserdicht“.
Kernfakten
- Display
- 2,4 Zoll, Farbe, 3 Tasten
- Akku
- 20 h (Datenfeld)
- GNSS
- 5 Systeme (Text); Datenfeld nur GPS
- Navigation
- GPX-Strecke, Umleitung bei verbundener App
- Sensoren
- ANT+, Bluetooth, WLAN
- Wasserschutz
- „wasserdicht“, keine IP-Angabe
Am besten für: Wer GPX-Strecken nachfahren will, ohne eine Karte zu brauchen
Weniger geeignet für: Regenfahrer, die eine belegte Schutzklasse erwarten
Pro
- 1.130 Bewertungen
- Firmware-Update direkt am Gerät
- Farbdisplay im Einstieg
Contra
- Keine IP-Schutzart
- Maße-Feld mit falscher Einheit
- Kein unabhängiger Test, keine ausgewertete Herstellerseite
Ausstattung
- Bis zu 10 Datenseiten
- Firmware-Update per WLAN
- AGNSS für schnellen Fix
- Smart-Trainer-Steuerung
Sieben GPS-Computer ohne Karte einzeln gelesen
CYCPLUS G1: GPS-Tacho ohne Sensoren
Mit 4.311 Bewertungen hat der G1 den größten Pool unter den ausgewählten GPS-Geräten des Clusters, und am Stichtag stand er im Bestseller-Rang der Amazon-Kategorie Fahrradcomputer auf Platz zwei. Was er kann, ist schnell gesagt: Geschwindigkeit aus dem Satellitensignal mit Höchst-, Mindest- und Durchschnittswert, dazu Fahrzeit, Strecke, Gesamtwerte, Uhrzeit und Höhe. Einen Sensoranschluss nennt die Seite nirgends, weder ANT+ noch Bluetooth, eine App ebenfalls nicht. Damit ist der G1 eher ein Tacho mit Satellitenempfänger als ein Trainingscomputer, und ob er eine Spur speichert, die sich später auswerten lässt, geht aus dem Angebot nicht hervor.
Zwei Details verdienen Aufmerksamkeit. Nach zehn Minuten Stillstand schaltet sich das Gerät selbst ab und behält die Fahrdaten; wer es dagegen von Hand ausschaltet, verliert laut Angebot die letzte Fahrt. Und die Laufzeit steht dreimal verschieden da: 50 Stunden im Datenfeld, mehr als 55 im Highlight-Feld, im Titel nur 1.200 mAh. Das Garantiefeld steht auf „Nein“, eine Herstellerseite lag der Recherche nicht vor, einen unabhängigen Test fand sie ebenfalls nicht. Sinnvoll ist der G1 für mehrere Räder, weil am Rad nur der Halter bleibt und kein Magnet an Gabel oder Speiche sitzt. Für Puls, Trittfrequenz oder eine Fahrt, die bei Strava landen soll, ist er nach allem, was das Angebot sagt, das falsche Gerät.
CYCPLUS M1: großes FSTN-Display mit Sensoren
Der M1 ist das Gegenstück aus demselben Haus: ein 2,9-Zoll-FSTN-Display, dessen Beleuchtung sich nach Uhrzeit und Zeitzone einschaltet, Sensoren für Tempo, Trittfrequenz, Puls und Leistung, die er laut Angebot gleichzeitig aufzeichnet, und eine Verbindung über die App CYCPLUS FIT, in der sich ein Strava-Konto hinterlegen lässt. Die gefahrene Route wird aufgezeichnet und mit der App synchronisiert; eine Strecke, der man folgen könnte, beschreibt das Angebot nicht. Bundles mit Sensoren laufen als Varianten desselben Listings.
Bei den Zahlen widerspricht sich das Angebot mehrfach. Titel und Datenfeld nennen 60 Stunden, ein Stichpunkt spricht von mehr als 30 Stunden bei 1.100 mAh. Das Datenfeld führt als Verbindung nur ANT, der Titel Bluetooth und ANT+. Das Garantiefeld sagt „Nein“, der erste Stichpunkt verspricht zwei Jahre Reparatur, Erstattung oder Ersatz ab Kaufdatum. Als Eingabe nennt das Datenfeld einen Touchscreen, die Stichpunkte erwähnen keinen. Praktisch wichtig sind zwei Hinweise des Verkäufers: Die erste Positionsbestimmung in Europa kann drei bis fünf Minuten dauern, danach etwa 30 Sekunden, und gespeichert wird eine Fahrt erst mit langem Druck auf die mittlere Taste. Passend ist der M1 für Training nach Puls oder Leistung ohne Navigation, ungeeignet für alle, die nach dem Einschalten sofort losfahren wollen.
iGPSPORT BSC100S: fünf Satellitensysteme, keine Strecke
Der BSC100S nennt fünf Satellitensysteme, GPS, BeiDou, GLONASS, Galileo und QZSS, dazu ein entspiegeltes 2,6-Zoll-Segmentdisplay mit automatischer Beleuchtung, IPX7 und 40 Stunden. Nach jeder Fahrt synchronisiert er laut Angebot selbst mit der iGPSPORT-App, von dort lassen sich Fahrten an Strava, Ride with GPS oder Komoot weitergeben. Bis zu 250 Stunden Fahrdaten passen in den Speicher, über 40 Datenfelder stehen zur Auswahl. Eine Navigation beschreiben weder Angebot noch Hersteller.
iGPSPORT führt das Modell nur im EU-Shop, auf der Hauptseite des Herstellers liefert die Produktadresse einen Fehler. Dort steht „über 40 Stunden“, und als Sensoren nennt der Shop ANT+. Das Amazon-Angebot verspricht zusätzlich Bluetooth 5.0 und eine Verbindung mit 95 Prozent der marktüblichen Sensoren, ohne zu sagen, wie diese Zahl zustande kommt. Das Auflösungsfeld nennt 1366 × 768 Pixel, was zu einem Segmentdisplay nicht passt. Auf den Markt kam der BSC100S laut iGPSPORT im September 2022. Mit 24 Monaten Herstellergarantie in Deutschland liegt die Marke über Bryton und Coospo. Gut passt er für Aufzeichnung mit ANT+-Sensoren und für alle, die ihre Fahrten automatisch an eine Plattform schicken wollen; wer einer Strecke folgen will, ist hier falsch.
COOSPO BC107: Datenblatt und Angebot fast deckungsgleich
Bei Coospo decken sich Herstellerseite und Angebot in den wichtigsten Punkten: 28 Stunden, IP67, 64 Gramm, GPS und BeiDou. Fahrten gehen über die App CoospoRide an Strava, eine FIT-Datei lässt sich laut Angebot aber nicht direkt per USB vom Rechner zu Strava hochladen. Das GPS lässt sich für Fahrten drinnen abschalten, die Beleuchtung schaltet sich nach dem Umgebungslicht. Über die App kommen auch Firmware-Updates und die schon erwähnte GPS-Track-Routenkarte aufs Gerät; was davon im Display ankommt, beschreibt keine der beiden Seiten.
Die Abweichungen liegen bei Display und Funk. Coospo nennt 2,3 Zoll und nur ANT+, das Angebot 2,4 Zoll und im Titel zusätzlich Bluetooth 5.0; der Titel schreibt die Marke zudem als „COOPSO“. Bei der Garantie stimmen beide überein, ein Jahr laut Coospo, zwölf Monate laut Datenfeld. Orange und Set-Variante zeigen in der Suche eigene Bewertungszahlen, 421 und 198. Coospo verkauft einen Ersatzhalter für BC107, BC200 und BC26 einzeln. Wer einen Bluetooth-Pulsgurt besitzt, sollte sich auf die Coospo-Angabe stützen und nicht auf den Titel, sonst bleibt der Puls womöglich aus. Für Aufzeichnung mit ANT+-Sensoren an Rennrad oder Trekkingrad passt der BC107 gut.
Sigma ROX 4.0: das gemessene Gerät
Der ROX 4.0 ist das Gerät, auf dem der Einstieg dieser Seite beruht: 20 gemessene Stunden bei 25 angegebenen, die beste Gesamtnote im TOUR-Test, die beste Halternote. Sigma nennt 2,4 Zoll mit zwei Farben, keinen Touchscreen, 550 mAh, ein Barometer, ANT+ und Bluetooth, IPX7 und 51 Gramm. Navigiert wird über Track, Turn-by-Turn und Search & Go, die Abbiegehinweise kommen laut Angebot aus komoot. Dazu kommen 30 Funktionen, Speicher für 100 Stunden Fahrzeit und eine E-Bike-Anzeige für Reichweite, Akkustand und Unterstützungsstufe an kompatiblen Systemen.
Amazon verkauft das Gerät selbst, am Stichtag waren nur noch drei Stück vorrätig. Das Datenfeld nennt 20 Stunden Laufzeit, also zufällig genau den TOUR-Wert, Sigma 25. Als Modelljahr steht 2021 im Datenfeld, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU ist dort mit einem Jahr angegeben, das Datum für Software-Updates mit „unbekannt“. Die Felder nennen außerdem einen kapazitiven Touchscreen, den Sigma nicht angibt. Sigma gewährt keine eigene Garantie, sondern verweist auf die gesetzliche Gewährleistung, und schreibt in den FAQ seiner ROX-Seiten, der Akku lasse sich nicht ersetzen. Die Laufzeittabelle auf der Herstellerseite liegt nur als Grafik vor. Passend ist der ROX 4.0 für Touren nach komoot-Planung mit Sensoren; wer auf jede Karte verzichten kann, aber nicht auf eine belegte Laufzeit, findet im Feld kein zweites Gerät.
Bryton Rider 460E: Abbiegehinweise, nur ANT+
Bryton beschreibt den Rider 460 mit einem 2,6-Zoll-Monodisplay, 58 Gramm, 32 Stunden, fünf Satellitensystemen und Barometer. Auf einer geplanten Route zeigt er Abbiegehinweise, eine neue Route berechnet nur die App. Als Sensoren nennt Bryton ausschließlich ANT+, dazu eine E-Bike-Anbindung über Shimano STEPS und ANT+ LEV. Das Amazon-Angebot ergänzt eine neue grafische Oberfläche und die Kompatibilität mit Radar am Rad. Eingeführt hat Bryton den 460 laut eigener Chronik 2024; die E-Variante führt die Herstellerseite nicht eigens, die Werte stammen von der Seite des Rider 460.
Mit 125 Bewertungen hat der Bryton den kleinsten Pool im Feld, verkauft wird er von Amazon. Laut dem Testaggregator testsieger.de bewertete TestBILD den Rider 460E in Ausgabe 03/2025 mit 1,3, das Original lag der Recherche nicht vor. Beim Wasser widersprechen sich Datenfeld und Hersteller, wie oben beschrieben. Bryton gibt ein Jahr Garantie und schreibt, der Akku sei nicht vom Nutzer tauschbar; außerdem führt die Marke eine Liste eingestellter Modelle, die nicht mehr repariert werden. Firmware und Kartendaten spielt bei Bryton ein Update-Programm für Windows und macOS auf. Passend ist der Rider 460E für geplante Routen mit ANT+-Sensoren. Wer einen Pulsgurt besitzt, der nur Bluetooth spricht, kann ihn mit diesem Gerät nicht nutzen.
GEOID CC600: Farbdisplay, GPX und Smart-Trainer
Der CC600 bringt das einzige vollfarbige Display im Feld mit, 2,4 Zoll unter Asahi-Glas, bedient über drei Tasten. GPX-Dateien kommen über die App aufs Gerät, und wer vom Kurs abweicht, bekommt laut Angebot eine neue Route, solange die App verbunden ist. Zehn Seiten mit je zehn Datenfeldern, 108 Datenarten, WLAN für Fahrtensynchronisation und Firmware-Updates direkt am Gerät stehen in den Stichpunkten. Nach einer Synchronisation der Satellitenbahndaten über WLAN soll der CC600 seine Position laut Angebot in fünf Sekunden finden, ermittelt im freien Gelände; diese Bahndaten gelten 14 Tage. Drinnen steuert er einen Smart-Trainer mit Leistungsziel, Widerstand oder Steigung.
Die Datenfelder passen an mehreren Stellen nicht. Die Maße stehen mit 78 × 48 × 9,9 Zentimetern da, das Gewicht mit 2,61 Unzen, umgerechnet etwa 74 Gramm (eigene Rechnung). Das Feld für Satellitensysteme nennt nur GPS, der Text fünf. Ein Feld beschreibt einen kapazitiven Touchscreen, die Stichpunkte drei Tasten. Eine Schutzart fehlt. Das Datenfeld verspricht zwei Jahre Herstellergarantie, beim Datum für Software-Updates steht „unbekannt“, eine Herstellerseite wurde nicht ausgewertet. Als kompatibel nennt das Angebot auch Radar-Rücklichter und elektronische Schaltungen von Shimano und SRAM. Passend ist der CC600 für alle, die GPX-Strecken nachfahren und im Winter drinnen trainieren wollen; wer im Dauerregen fährt und eine belegte Schutzart erwartet, findet sie hier nicht.
Was sonst im Segment auf Amazon steht
Die Erhebung erfasste 33 Angebote für GPS-Computer ohne Karte. Bei 27 davon fehlt das Datenfeld für das Satellitensystem, bei 24 steht insgesamt nur „GPS“, ohne weitere Systeme. Ein Gewicht fehlt bei zehn, eine Funkverbindung für Sensoren bei fünf. Deutsche Menüsprache nennen nur zwei Seiten ausdrücklich. Diese Lücken treffen nicht nur die Randangebote, sondern auch Geräte mit Tausenden Bewertungen.
Von Bikevee stehen drei Gerätefamilien im Segment, die sich ihre Bewertungspools jeweils über mehrere Farbvarianten teilen, mit 913, 798 und 88 Stimmen; das Modellnummer-Feld enthält bei einer Familie eine technische Kennung statt einer Bezeichnung. CYCPLUS bietet neben G1 und M1 einen M2 mit 3,6 Sternen und einen M3 mit 100 Stunden laut Titel, dessen Erstfix das Angebot ebenfalls mit drei bis fünf Minuten angibt. Von Coospo kamen der BC26 mit 1.074 Bewertungen, bei dem Titel und Datenfeld zwischen IP67 und IPX7 schwanken, und der BC200 mit italienischem Titel in Betracht; der Hersteller ist mit dem BC107 vertreten.
iGPSPORT bietet mit dem BSC200S ein Gerät mit Routennavigation ohne Kartenangabe und einer Warnung bei Kursabweichung, mit dem BSC100MAX ein 3-Zoll-Segmentdisplay, das nur Bluetooth-Sensoren koppelt, und mit dem BSC200 Pro einen Farb-Touchscreen, der am Stichtag noch keine Bewertung hatte. Der GEOID CC700 schreibt „Route-Navigation“ in den Titel und in einen Stichpunkt, es gebe keine vollständige Kartendarstellung. Beim Magene C506SE nennt das Datenfeld IP54, der Text „wasserdicht“. Der Beeline Velo 2 zeigt Pfeile aus einer Smartphone-App und ist eher ein Navigationsaufsatz als ein Fahrradcomputer.
Dazu kommen kleinere Pools mit eigenen Eigenheiten. Der Coospo CS300 hatte 22 Bewertungen und kein Gewicht im Datenfeld, der Coospo CS600 mit Farb-Touchscreen nennt seine 36 Stunden nur in Titel und Stichpunkten, das Laufzeitfeld ist leer. Beim Bryton Rider 17 taucht GPS nur in den Datenfeldern auf, eine Beschreibung fehlt, am Stichtag lag ein einziges Stück auf Lager. Der Lezyne Super Pro importiert GPX- und TCX-Dateien, zeigt aber keine Karte, und sein Maße-Feld beschreibt die Verpackung.
Von Sigma standen weitere Modelle zur Wahl. Der ROX 4.0 Endurance mit 41 Stunden ist ein eigenes Modell mit 167 Bewertungen, der ROX 4.0 SE kam über einen Drittanbieter auf 112, der ROX 2.0 Endurance auf 3,3 Sterne bei 19 Bewertungen. Den ROX 11.1 EVO gab es nur noch gebraucht. Lezynes Super Pro und Mega XL hatten einen Einkaufswagen, aber den Hinweis, sie seien in sechs bis sieben Monaten versandfertig. Gar nicht gefunden wurden der Garmin Edge 130 Plus und Geräte von XOSS; XOSS taucht auf Amazon nur als Kompatibilitätsangabe in Haltertiteln auf.
Die übrigen TOUR-Geräte und wo sie heute stehen
Garmin Edge 130 Plus
Der Edge 130 Plus kommt in mehr ausgewerteten Tests vor als jedes Gerät im Feld: bei TOUR 2023, BIKE 2022, Bike-X 2024 und DC Rainmaker. Garmin nennt ein 1,8-Zoll-Display in Monochrom, zwölf Stunden, 33 Gramm, IPX7, Bluetooth und ANT+ sowie GPS, GLONASS und Galileo, aber kein Multiband. Vorgestellt wurde er im Juni 2020. Eine Neuberechnung der Route beschreibt sein Handbuch nicht, anders als die Handbücher der größeren Edge-Modelle. Bei TOUR kam er auf 2,1, bei Bike-X 2024 auf „gut“, bei BIKE 2022 hatte er die kürzeste Laufzeit.
Auf Amazon ließ sich kein Gerätelisting finden, die Suchen brachten nur Halter und Hüllen. Im Garmin-Shop waren alle Varianten nicht vorrätig, was ein Shopstatus ist und keine Einstellungsmeldung. In Garmins Übersichten zu Funktions-Updates vom November 2025 und vom Juni 2026 taucht der 130 Plus nicht auf, eine Frist für Software-Pflege nennt Garmin für kein Modell. Ein Fachblog nennt den 130 Plus zudem als Ausnahme unter den Edge-Modellen, die über ANT+ LEV Daten von E-Bikes lesen. Wer ein Exemplar anderswo findet, bekommt ein Jahr Herstellergarantie.
Bryton Rider 420, Lezyne Mega XL, Ciclomaster Navic 400
Der Rider 420 lief bei TOUR 18 von 35 Stunden. Bryton führt ihn weiter im Programm, mit 2,3-Zoll-Monodisplay, 67 Gramm, Abbiegehinweisen ohne Karte und ohne Neuberechnung; unter den erhobenen Amazon-Angeboten war er nicht. Der jüngere Rider 460 im Feld rechnet eine neue Route wenigstens über die App.
Lezyne führt alle GPS-Computer, auch den Mega XL, inzwischen auf einer Seite für Altprodukte, im aktuellen Shop ist keiner mehr. Eine ausdrückliche Einstellungserklärung fand sich nicht. Der Mega XL zeigt außerdem, wie sehr die Bedingungen zählen: BIKE maß 2022 bei ihm eine der längsten Laufzeiten, TOUR 2023 ein Drittel der Angabe, und TOUR selbst hatte 2019 für dasselbe Gerät 25 Stunden genannt, ohne zu sagen, ob gemessen. Der Ciclomaster Navic 400 hat keine Funkverbindung, erreichte bei TOUR sechs von 14 Stunden und bekam laut testsieger.de bei IMTEST 03/2022 die Note 3,2.
Laufzeit planen: der Rechenweg mit dem TOUR-Abschlag
Wer ein Gerät für lange Tage sucht, kann mit der Herstellerangabe nur planen, wenn er einen Abschlag einrechnet. Der Rechenweg ist einfach. Erstens die längste Fahrzeit ohne Lademöglichkeit in Stunden bestimmen. Zweitens diese Zahl durch den Anteil teilen, den ein Gerät unter Last von seiner Angabe erreicht. Das Ergebnis ist die Angabe, die ein Gerät mindestens haben sollte. Als Anteil taugen die TOUR-Werte: 0,8 beim Sigma als günstigster Fall, knapp 0,58 als Mittel und ein Drittel beim Lezyne als ungünstigster.
| Fahrzeit ohne Laden | bei 80 % (Sigma) | bei 58 % (Mittel) | bei 33 % (Lezyne) |
|---|---|---|---|
| 6 h | 7,5 h | 10,3 h | 18 h |
| 10 h | 12,5 h | 17,2 h | 30 h |
| 15 h | 18,8 h | 25,9 h | 45 h |
| 20 h | 25 h | 34,5 h | 60 h |
Gegen das Feld gelesen: Für einen Tag mit zehn Stunden im Sattel reicht beim ungünstigsten Anteil nur eine Angabe ab 30 Stunden. Das erfüllen der G1 mit 50, der BSC100S mit 40 und der Rider 460E mit 32 Stunden; der M1 nur, wenn man seinen 60 Stunden glaubt und nicht den 30 aus dem eigenen Stichpunkt. Der BC107 käme mit 28 Stunden beim ungünstigsten Anteil auf gut neun, der CC600 mit 20 auf knapp sieben Stunden. Beim ROX 4.0 braucht es keinen Abschlag, für ihn gibt es die Messung.
Die Grenzen dieser Rechnung sind deutlich. Die Anteile stammen von vier Geräten, von denen nur der ROX 4.0 in diesem Feld steht, gemessen unter maximaler Helligkeit, mit Navigation und gekoppeltem Telefon. Ob ein CYCPLUS oder ein GEOID näher am Sigma- oder am Lezyne-Wert liegt, weiß ohne Messung niemand. Die Rechnung ersetzt also keine Messung, sie zeigt nur, wie viel Puffer eine Angabe braucht, um im schlechten Fall noch zu tragen.
Bei mehrtägigen Touren ohne Synchronisation kommt der Speicher dazu. Der BSC100S fasst laut Angebot 250 Stunden, das wären bei fünf Stunden täglich 50 Fahrtage (eigene Rechnung). Der ROX 4.0 speichert laut Sigma 100 Stunden. Für die übrigen fünf nennen die Angebote keinen Speicher in Stunden.
Milliamperestunden, Kälte und was eine Laufzeitangabe voraussetzt
Zwei Angebote im Feld nennen neben den Stunden auch die Kapazität des Akkus, und Sigma tut es für seine ROX-Modelle. Teilt man die Kapazität durch die Laufzeit, erhält man den mittleren Strom, den das Gerät nach der Angabe höchstens ziehen darf. Das ist eine eigene Rechnung und kein Qualitätsurteil, aber sie zeigt, wie sparsam die Angaben ein Gerät voraussetzen, und sie macht Widersprüche sichtbar.
| Modell | Kapazität | Laufzeit | Rechnerischer Mittelstrom |
|---|---|---|---|
| CYCPLUS G1 | 1.200 mAh | 50 h (Datenfeld) | 24 mA |
| CYCPLUS M1 | 1.100 mAh | 60 h (Titel) oder 30 h (Stichpunkt) | 18 mA oder 37 mA |
| Sigma ROX 4.0 | 550 mAh | 25 h (Sigma) | 22 mA |
| Sigma ROX 4.0, TOUR-Messung | 550 mAh | 20 h gemessen | 27,5 mA |
| Sigma ROX 4.0 Endurance | 550 mAh | 41 h (Sigma) | 13,4 mA |
| Sigma ROX 2.0 und 2.0 Endurance | 350 mAh | 18 h und 26 h (Sigma) | 19 mA und 13,5 mA |
Auffällig ist Sigma. Für den ROX 4.0 und den ROX 4.0 Endurance nennt der Hersteller dieselbe Kapazität von 550 mAh, aber 25 und 41 Stunden. Beim ROX 2.0 und seiner Endurance-Fassung wiederholt sich das Muster mit 350 mAh und 18 gegen 26 Stunden. Woran der Unterschied liegt, erklären die Produktseiten nicht. Bei TOUR zog der normale ROX 4.0 unter Höchstlast rechnerisch 27,5 Milliampere, ein Viertel mehr, als seine Angabe voraussetzt. Beim M1 liegen die beiden eigenen Angaben um den Faktor zwei auseinander, je nachdem, ob man Titel oder Stichpunkt glaubt.
Dazu kommt die Temperatur. Sigma gibt für ROX- und BC-Geräte einen Betriebsbereich von minus 10 bis plus 60 Grad an und warnt, außerhalb von minus 20 bis plus 60 Grad drohten einem gelagerten Gerät Schäden oder eine kürzere Akkulebensdauer. Garmin nennt für den Edge 130 Plus minus 20 bis 60 Grad im Betrieb und 0 bis 45 Grad beim Laden. Bryton widerspricht sich auf den eigenen Seiten mit minus 10 bis 50 und minus 20 bis 55 Grad. Für CYCPLUS, Coospo, iGPSPORT und GEOID nennen die ausgewerteten Angebote keinen Bereich. Wie viel Laufzeit Kälte kostet, beziffert im Feld kein Hersteller. Wer im Winter fährt, plant deshalb mit der rechten Spalte der Tabelle oben und lädt vor jeder längeren Fahrt voll.
ANT+ oder Bluetooth: welche Sensoren tatsächlich koppeln
Bei den Sensoren klaffen Angebot und Hersteller in zwei Fällen auseinander. Für den BSC100S nennt iGPSPORT nur ANT+, das Amazon-Angebot zusätzlich Bluetooth 5.0. Für den BC107 nennt Coospo nur ANT+, der Amazon-Titel zusätzlich Bluetooth. Beim Rider 460 steht in Brytons Tabelle bei Bluetooth-Sensoren nur ein Strich. Bluetooth und ANT+ bestätigt der Hersteller nur beim Sigma, das Angebot außerdem beim CC600 und beim M1, wo das Datenfeld allerdings nur ANT nennt. Für den G1 nennt das Angebot gar keine Sensoren.
Sigma empfiehlt für Sensoren, die beide Funkwege beherrschen, nur einen Kanal zu verbinden, und zwar ANT+. Wie die beiden Protokolle grundsätzlich arbeiten und warum ein Gurt an Uhr und Radcomputer zugleich hängen kann, erklärt der Ratgeber zum Verbinden eines Brustgurts mit Uhr, App und Radcomputer. Wer schon Sensoren besitzt, sollte vor dem Kauf deren Funkweg kennen und ihn mit der Herstellerangabe abgleichen, nicht mit dem Titel.
Ein Geschwindigkeitssensor an Rad oder Nabe ändert auch die GPS-Werte. Wahoo schreibt für seine Geräte, ein solcher Sensor überschreibe die Geschwindigkeit aus dem GPS und verbessere in der Regel die Genauigkeit, gerade wenn dichte Bäume, Wolken oder hohe Gebäude das Signal stören. Rechnen kann der Computer damit nur, wenn er den Radumfang kennt, denn der Sensor meldet nach der Bluetooth-Spezifikation nur Umdrehungen. Welcher Umfang zu welchem Reifen gehört, ist Thema beim Tacho.
Tempo und Höhe allein aus dem Satellitensignal
Ohne Sensor kommt jede Zahl aus dem Satellitensignal, beim G1 sogar ausschließlich. Wahoo beschreibt in seiner Hilfe zur Datengenauigkeit, GPS brauche freie Sicht zum Himmel und werde durch dichte Bäume oder Wolken gestört. Für die Höhe aus dem GPS nennt Wahoo Fehler von mehreren hundert Metern in eigenen Tests und hält ein Barometer für genauer. Ein Barometer nennen im Feld Sigma für den ROX 4.0 und Bryton für den Rider 460. Beim G1, der eine Höhe anzeigt, steht dazu nichts, ebenso beim M1 und beim CC600, bei iGPSPORT und Coospo ist es nicht angegeben.
Bei den Satellitensystemen reicht das Feld von „GPS“ ohne weitere Angabe beim G1 und „4 Satelliten GPS“ beim M1 über GPS und BeiDou beim BC107 und GPS und GLONASS beim ROX 4.0 bis zu fünf Systemen beim BSC100S, beim Rider 460 und laut Text beim CC600. Wie viel das für Strecke und Tempo bringt, misst keine frei zugängliche Quelle für diese Geräte. Eine Studie an acht Sportuhren fand bei Gehen, Laufen und Radfahren mittlere Streckenfehler von 3,2 bis 6,1 Prozent, überwiegend zu kurz; eine vergleichbare Studie für Geräte am Lenker fand die Recherche nicht.
Display und Tasten: was TOUR an Ablesbarkeit und Bedienung fand
Beim Display lagen die fünf TOUR-Geräte erstaunlich nah beieinander. Vier bekamen die Teilnote 2,7, nur der Lezyne mit 2,2 eine bessere. Getrennt hat die Bedienung: Garmin und Sigma kamen auf 1,7, Lezyne und Ciclomaster auf 3,0, der Bryton Rider 420 auf 4,0. Im TOUR-Feld trennte also die Bedienung stärker als das Display; selbst der Ciclomaster mit seinem großen Farbbildschirm bekam beim Display nur 2,7.
Im Feld dominieren Segment- und Monodisplays. Der G1 hat 2,0 Zoll, der M1 2,9, der BSC100S 2,6, der BC107 je nach Quelle 2,3 oder 2,4, der Rider 460E 2,6 Zoll in Monochrom. Der ROX 4.0 zeigt zwei Farben auf 2,4 Zoll, nur der CC600 ein volles Farbbild. Bedient werden alle über Tasten, laut Hersteller oder Angebot; die Datenfelder von M1, ROX 4.0 und CC600 nennen trotzdem einen Touchscreen. Die Beleuchtung regelt sich bei mehreren Geräten selbst, beim M1 nach Uhrzeit und Zeitzone, beim BC107 nach dem Umgebungslicht, beim BSC100S und beim G1 automatisch ohne nähere Angabe. Wie stark die Beleuchtung an der Laufzeit zehrt, haben Tester bisher an Kartengeräten gemessen, für Segmentdisplays fand sich keine Messung.
Viele Datenfelder brauchen eine Einrichtung, bevor es losgeht. Der CC600 bietet zehn Seiten mit je zehn Feldern, der BSC100S über 40 Datenfelder, der ROX 4.0 30 Funktionen. Die Stiftung Warentest schrieb schon 2010, die Konfiguration multifunktionaler Geräte könne bis zu einer Stunde dauern. Sinnvoll ist das zu Hause und nicht unterwegs: Sigma warnt in seinen Sicherheitshinweisen, das Gerät nicht zu bedienen, wenn man sich konzentrieren muss, und § 23 Absatz 3 der Straßenverkehrs-Ordnung hält fest, dass nicht freihändig gefahren werden darf. Wer die Seiten über die App einrichtet, sofern das Gerät das erlaubt, spart sich das Tastendrücken am Lenker.
Nach der Fahrt: App, Strava, komoot und die Heatmap
Wohin eine Fahrt nach dem Speichern geht, unterscheidet die sieben Geräte stärker als das Display. Der G1 nennt keine App. Der M1 synchronisiert mit CYCPLUS FIT und von dort mit Strava. Der BSC100S schickt jede Fahrt laut Angebot automatisch an die iGPSPORT-App, die sie an Strava, Ride with GPS oder Komoot weitergibt. Der BC107 geht über CoospoRide an Strava, nicht per USB. Der CC600 synchronisiert über WLAN, eine Plattform nennt das Angebot nicht. Sigma arbeitet mit den Apps SIGMA RIDE und DATA CENTER, Bryton mit Bryton Active.
Bei der Planung läuft es andersherum: Die Route kommt aus einer App aufs Gerät. Beim ROX 4.0 kommen so die Abbiegepfeile aus komoot, beim Rider 460E die geplante Strecke, beim CC600 die GPX-Datei. Wer ohne Telefon fahren will, muss die Strecke also vorher laden. Sigma schreibt, ein auf dem Gerät gespeicherter Track lasse sich ohne Verbindung zum Smartphone abfahren; ob das auch für die komoot-Pfeile gilt, sagt keine Quelle. Dass Nutzer an der Übergabe hängen bleiben, zeigt ein Forenthread von 2024 zum Upload aus der Bryton-App nach Strava.
Wer Fahrten öffentlich teilt, sollte die Einstellungen vor dem ersten Upload kennen. Strava baut seine globale Heatmap aus öffentlichen Aktivitäten des vergangenen Jahres und aktualisiert sie monatlich. Aktivitäten, die nicht für alle sichtbar sind, und ausgeblendete Start- und Zielbereiche fließen laut Strava nicht ein. Nachdem die Heatmap Anfang 2018 Wege auf Militärstützpunkten sichtbar gemacht hatte, kündigte Strava an, die Datenschutzeinstellungen zu vereinfachen.
Benachrichtigungen am Lenker und was § 23 StVO dazu sagt
Keines der sieben Amazon-Angebote nennt Hinweise auf Anrufe oder Nachrichten; Sigma selbst wirbt für den ROX 4.0 aber mit Smart Notifications zu Anrufen und Nachrichten. Im selben Segment werben auch Angebote damit: Der iGPSPORT BSC100MAX zeigt laut Angebot eingehende Anrufe an, der GEOID CC700 Anrufe, WhatsApp und SMS, nach eigener Aussage ohne Ablenkung. Ob das zur Kaufentscheidung gehört, ist auch eine Rechtsfrage.
§ 23 Absatz 1a der Straßenverkehrs-Ordnung gilt für alle, die ein Fahrzeug führen, also auch für Radfahrende, und nennt ausdrücklich Geräte zur Ortsbestimmung und Navigationsgeräte. Erlaubt ist die Nutzung, wenn das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird und nur eine kurze, den Verhältnissen angepasste Blickzuwendung nötig ist. Die Verordnungsbegründung von 2017 nennt das Lesen von Kurznachrichten als Beispiel für eine Nutzung, die grundsätzlich einen längeren Blick erfordert. Ob das für eine Zeile auf dem Radcomputer genauso gilt, hat nach dem Stand der Recherche kein Gericht entschieden. Wortlaut und Auslegung im Einzelnen stehen im Vergleich der Navigationsgeräte.
Für ein stehendes Fahrzeug gelten die Sätze 1 bis 3 von Absatz 1a nicht; die Bedingung, dass der Motor aus sein muss, betrifft nur Kraftfahrzeuge. Wer also eine Nachricht auf dem Gerät lesen will, tut das, wenn das Rad steht; der Fachaufsatz von Burhoff folgert daraus, dass der anhaltende Radfahrer sogar telefonieren darf. Im Feld betrifft die Frage vor allem den ROX 4.0; wer solche Hinweise nutzen will, sollte wissen, dass eine Funktion im Angebot noch keine Erlaubnis im Verkehr bedeutet.
Testsieger ohne Messung, Sterne ohne Prüfung
Wer nach Tests sucht, findet für dieses Feld vor allem Listen. Ein Vergleichsportal führt den CYCPLUS M1 unter seinen Testsiegern für GPS-Fahrradcomputer, ohne eine Messung zu beschreiben. Das Magazin eines Versicherers nennt ROX 4.0 und BSC100S unter seinen fünf Empfehlungen und beruft sich auf wichtige Testportale, ohne sie zu nennen. Die Stiftung Warentest hat zuletzt 2010 Fahrradcomputer selbst geprüft, mit einem einzigen GPS-Gerät im Feld, und 2025 den Test von 16 Navigationsgeräten ihrer belgischen Partnerorganisation übernommen; ob eines der sieben Geräte darunter war, lässt sich ohne Bezahlzugang nicht feststellen. Eine Messung mit Zahl gibt es im Feld nur für den ROX 4.0, ein Testurteil aus zweiter Hand für den Rider 460E.
Was Käufer selbst wissen wollen, zeigen Suchvorschläge und Foren. Zum Thema GPS und Satellitensysteme fand die Erhebung 538 Vorschläge, zu Akku, Laufzeit und Laden 426. Unter den Frageformen stehen „welcher gps fahrradcomputer ist der beste“ und „sigma rox 4.0 speicher voll was tun“. In den ausgewerteten Foren tragen Threads Titel wie ein Sigma ROX 2.0, der laut Titel im Stand fährt, eine Frage nach der Messgenauigkeit eines Wahoo ohne Sensor oder ein Thread, der Geräte von iGPSPORT, Magene, GEOID und Bryton unter dem Stichwort China-Navis zusammenfasst und nach ihrer Kartendarstellung fragt. Geöffnet wurden die Threads nicht. Sie zeigen, wonach gefragt wird, nicht, was stimmt.
Gegen diese Fragen gelesen, beantworten die Testlisten wenig. Keine von ihnen nennt eine Laufzeit unter Bedingungen, einen Erstfix in Sekunden oder einen Hinweis, wann der Speicher voll ist. Unter den ausgewerteten Quellen beantwortet nur die Messung von TOUR die Laufzeitfrage frei zugänglich für mehrere Geräte dieser Klasse, und sie ist mittlerweile dreieinhalb Jahre alt.
Die Sterne im Feld liegen zwischen 4,0 und 4,4, die Bewertungszahlen zwischen 125 und 4.311. Dass der ROX 4.0 mit 4,4 Sternen zugleich die beste TOUR-Note hat, ist ein Zusammentreffen und kein Beleg, denn Sterne sind das Aggregat dessen, was Käufer vergeben, ohne Prüfung und ohne gemeinsamen Maßstab. Beim BC107 zeigen Farb- und Set-Varianten zudem eigene Bewertungszahlen, beim M1 laufen Sensor-Bundles als Varianten. Wer die Texte liest, sollte auf Berichte zu Laufzeit, Erstfix und Sensorkopplung achten und auf die Variante, zu der eine Bewertung gehört.
Einstieg oder Mitte: was der Sprung im GPS-Feld bringt
Fünf der sieben Geräte gehören zum Einstiegssegment: G1, M1, BSC100S, BC107 und CC600. Unter ihnen stehen die höchsten Laufzeitangaben im Feld, die Spanne reicht von 20 bis 60 Stunden; dazu kommen fünf Satellitensysteme beim BSC100S, ein Farbdisplay beim CC600 und der größte Bewertungspool beim G1. Verkauft werden alle fünf über die Shops der Marken mit Versand durch Amazon. Nicht bringen sie eine unabhängige Messung, und bei CYCPLUS und GEOID stützt sich jede Angabe allein auf das Angebot.
Der Sprung zur Mitte, ROX 4.0 und Rider 460E, bringt Herstellerdatenblätter, ein Barometer, Abbiegehinweise auf einer geplanten Route und Verkauf durch Amazon selbst, beim ROX dazu die einzige Messung im Feld. Er bringt keine längere Laufzeitangabe: Der ROX nennt weniger Stunden als vier der Einstiegsgeräte, der Rider weniger als drei. Er bringt auch keinen tauschbaren Akku, keine Karte und beim Bryton nicht einmal Bluetooth-Sensoren.
Ein oberes Segment gibt es in dieser Klasse im Feld nicht. Der nächste Sprung führt zu Geräten mit Karte und eigener Routenberechnung. Er bringt Orientierung ohne Telefon; was er an Laufzeit kostet, zeigen die Messwerte im Vergleich der Kartengeräte. Innerhalb der Klasse ohne Karte bringt ein Aufpreis ab der Mitte nichts mehr, was sich in den Quellen beziffern ließe.
Garantie, Updates und Akku bei den sechs Marken
Sechs Marken stehen hinter den sieben Geräten. Wie lange sie für ein Gerät geradestehen, unterscheidet sich stärker als die Technik, und bei zwei Marken stützt sich die Angabe nur auf das Amazon-Datenfeld.
| Marke | Herstellergarantie | Frist für Updates | Akku vom Nutzer tauschbar |
|---|---|---|---|
| CYCPLUS | Datenfeld „Nein“, M1-Text zwei Jahre | keine Angabe | keine Angabe |
| iGPSPORT | 24 Monate in Deutschland | keine gefunden | keine Angabe |
| Coospo | 1 Jahr weltweit | keine gefunden | keine Angabe |
| Sigma | keine, nur gesetzliche Gewährleistung | Datenfeld „unbekannt“ | nein |
| Bryton | 1 Jahr | keine gefunden | nein |
| GEOID | Datenfeld zwei Jahre | Datenfeld „unbekannt“ | keine Angabe |
Unabhängig von jeder Garantie haftet der Verkäufer mindestens zwei Jahre im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung, so steht es in der EU-Mustermitteilung, die etwa Garmin auf seiner Garantieseite einbindet. Verkäufer sind hier bei fünf Geräten die Shops der Marken, bei ROX 4.0 und Rider 460E Amazon selbst. Fünf der sieben Geräte nennen im Datenfeld China als Herkunftsland, der Bryton Taiwan, beim Sigma steht kein Land.
Die Garantiebedingungen haben Ausschlüsse, die man vor dem ersten Regen kennen sollte. iGPSPORT nimmt das Einweichen in Wasser und das Laden ohne Originalkabel aus und behandelt Batterien als Verbrauchsmaterial; auf Reparaturen nach Ablauf der Garantie gibt die Marke 90 Tage. Bei Sigma widersprechen sich die eigenen Seiten: Im Handbuchteil sind Batterien von der Gewährleistung ausgenommen, im FAQ-Teil unterliegen Akkus ihr, natürlicher Kapazitätsverlust ausgenommen.
Auch der Ablauf einer Reklamation unterscheidet sich. Sigma verlangt für eine Reklamation zwingend den Kaufbeleg und ersetzt ein berechtigt reklamiertes Gerät durch ein Austauschgerät, wobei nur ein Anspruch auf das dann aktuelle Modell besteht. Bryton gibt auf reparierte Teile die restliche Garantiezeit oder 90 Tage und schreibt, wer das Gerät zerlegt, verliere die Garantie. Coospo nennt auf seinen Produktseiten eine einjährige Garantie auf Herstellungsfehler, gültig in allen 49 Lieferländern. Für die Verfügbarkeit von Ersatzteilen steht nur beim ROX 4.0 eine Zahl, ein Jahr laut Datenfeld.
Eine Frist für Software-Updates nennt keine der sechs Marken, soweit die Recherche reicht. Unter allen ausgewerteten Herstellern gibt nur Wahoo eine schriftliche Zusage für Stabilitäts-Updates, mindestens zwei Jahre ab dem letzten Direktverkauf, und Wahoo ist mit keinem Gerät ohne Karte vertreten. Für den Akku könnte sich die Lage ändern: Nach der EU-Batterieverordnung müssen Gerätebatterien ab dem 18. Februar 2027 vom Endnutzer leicht entnommen und ersetzt werden können. Ausnahmen gibt es für Geräte speziell für Umgebungen mit regelmäßigem Spritz- oder Strahlwasser, sofern die Sicherheit es verlangt, und für bestimmte Geräte zur Datenaufzeichnung; ob Fahrradcomputer darunter fallen, ist offen, und die angekündigten Leitlinien der Kommission lagen nicht vor.
Fünf Fahrprofile und die Antwort aus dem Feld
Mehrere Räder, nur Tempo und Strecke. Wer zwischen Stadtrad und Trekkingrad wechselt und keine Sensoren montieren will, findet im G1 das einfachste Gerät, weil nur der Halter am Rad bleibt. Die Grenze: keine Sensoren, keine App, und die Fahrt geht verloren, wenn man von Hand ausschaltet.
Training nach Puls oder Leistung ohne Strecke. Hier passen der M1 mit Leistungsmesser laut Angebot, der BSC100S mit fünf Satellitensystemen und automatischem Upload und der BC107 mit ANT+. Wie ein Pulsgurt am Radcomputer misst und was er für Zonen und Leistungstraining bedeutet, beschreibt der Ratgeber zum Brustgurt beim Radfahren. Wer einen Gurt besitzt, der nur Bluetooth spricht, findet die vom Hersteller bestätigte Bluetooth-Kopplung im Feld nur beim ROX 4.0; beim M1 steht sie nur im Titel.
Tagestour nach komoot-Planung. Der ROX 4.0 zeigt Pfeile aus komoot und hat als einziges Gerät im Feld eine gemessene Laufzeit, 20 Stunden unter harten Bedingungen. Wer nur ANT+-Sensoren besitzt und Abbiegehinweise auf einer geplanten Route will, kann auch den Rider 460E nehmen.
GPX-Strecken im Sommer, Rolle im Winter. Der CC600 lädt GPX-Dateien, steuert einen Smart-Trainer und holt Firmware über WLAN. Mit 20 Stunden laut Datenfeld und ohne Schutzart ist er das Gerät für trockene Tage und die Wohnung.
Mehrere Tage ohne Steckdose. Im Feld spricht die Rechnung mit Abschlag für G1 und BSC100S, gemessen ist dort aber nichts. Belegt ist eine lange Laufzeit in diesem Segment nur außerhalb des Feldes, beim ROX 4.0 Endurance mit knapp 40 Stunden bei Bike-X. Gemessen sind unter den sieben nur die 20 Stunden des ROX 4.0, das reicht unter so harten Bedingungen wie bei TOUR für zwei Tage mit je zehn Stunden im Sattel (eigene Rechnung).
Die Kippfrage: Fährt das Telefon immer mit?
Eine Frage entscheidet, welches der sieben Geräte trägt: Ist das Smartphone auf jeder Fahrt dabei, eingeschaltet und gekoppelt? An dieser Stelle kippt die Empfehlung. Bleibt das Telefon zu Hause oder im Flugmodus, verlieren CC600, Rider 460E und ROX 4.0 ihre Neuberechnung über die App, beim ROX 4.0 bleibt laut Sigma ein gespeicherter Track nutzbar, offen ist, ob die komoot-Pfeile kommen, und G1, M1, BSC100S und, laut Coospo, der BC107 können ohnehin nur aufzeichnen. Wer ohne Telefon einer Strecke folgen will, braucht entweder eine vorher geladene Spur oder ein Gerät mit Karte.
Ist das Telefon dagegen immer dabei, schlägt die Frage in die andere Richtung um. Dann zählt die Laufzeit unter genau der Bedingung, die TOUR gemessen hat, und auch der Akku des Telefons. Ein Gerät mit langer Angabe ist dann nur so gut wie der Abschlag, den man ihm zutraut, und nur beim ROX 4.0 ist dieser Abschlag bekannt.
Das Telefon bringt dabei eigene Grenzen mit. Apple nennt für iPhones einen Betriebsbereich von 0 bis 35 Grad und schreibt, Kälte könne die Batterielaufzeit vorübergehend verkürzen und das Gerät abschalten lassen. Ein Radcomputer, der seine Pfeile oder seine Neuberechnung vom Telefon bezieht, ist an einem kalten Tag also nur so zuverlässig wie das Telefon in der Trikottasche. Wer im Winter fährt, sollte die Strecke deshalb zusätzlich als Datei auf dem Gerät haben, sofern es das erlaubt.
Woran ein Gerät aus diesem Feld vor dem Kauf ausscheidet
Mehrere Ausschlusskriterien lassen sich vor dem Kauf prüfen. Wer Sensoren besitzt, die nur Bluetooth sprechen, für den scheidet der Rider 460E aus, nach Coospo auch der BC107 und nach iGPSPORT der BSC100S. Wer überhaupt Sensoren nutzen will, für den scheidet der G1 aus. Wer seine Fahrten per USB vom Rechner zu Strava hochladen will, für den ist der BC107 laut Angebot ungeeignet. Wer nach dem Einschalten sofort losfahren will, sollte beim M1 die drei bis fünf Minuten des ersten Fixes einplanen.
Wer bei Dauerregen fährt und eine belegte Schutzart erwartet, für den kommt der CC600 nicht infrage, und beim Rider 460E steht eine Schutzart, IPX4, nur im Amazon-Datenfeld. Wer an einem Bosch-Rad mit dem smarten System Motordaten am Lenker lesen will, findet unter den sieben keines mit belegter Anbindung: Bosch überlässt die Kompatibilität seiner Bluetooth-Schnittstelle den Drittanbietern, und als ersten Partner nennt Bosch Garmin. Sigmas Liste der kompatiblen E-Bike-Systeme für ANT+ LEV führt Bosch nicht.
Radar am Hinterrad nennen die Angebote von Bryton und GEOID als koppelbar. Das Rücklicht selbst muss dann die Regeln der StVZO erfüllen, die blinkende Schlussleuchten am Fahrrad verbietet und bauartgenehmigte Leuchten verlangt; welche Leuchten das sind, erklärt die Seite zu den StVZO-Vorschriften für Fahrradbeleuchtung. Und wer eine Karte am Lenker braucht, scheidet aus diesem ganzen Vergleich aus.
Wann ein Tacho, ein Kartengerät oder ein Rennradcomputer besser passt
Wer an einem einzigen Rad nur Tempo, Strecke und Fahrzeit sehen will und weder eine Spur noch eine App braucht, braucht keinen GPS-Computer. Ein Funktacho mit Magnet und Knopfzelle erfüllt das ohne Laden, und wie man ihn auswählt und einstellt, zeigt der Vergleich der kabellosen Fahrradtachos mit Funk oder Kabel. Dort steht auch, welcher Radumfang zu welchem Reifen gehört, falls ein Geschwindigkeitssensor dazukommen soll.
Wer ohne Telefon einer Strecke folgen und sich nach einer Abweichung zurückführen lassen will, sollte gar kein Gerät aus diesem Feld kaufen, sondern eines mit Karte. Und wer nach Leistung trainiert, einen Out-Front-Halter am Aerolenker braucht oder strukturierte Einheiten fahren will, findet die passenden Geräte und Halterungsfragen im Vergleich der Fahrradcomputer fürs Rennrad.
Die ersten Fahrten und das Ende: einrichten, speichern, entsorgen
Nach dem Kauf beginnt alles mit dem ersten Fix unter freiem Himmel. Beim M1 kann er in Europa drei bis fünf Minuten dauern, und der Verkäufer rät, zuerst die Zeitzone einzustellen. Der CC600 holt sich über WLAN Bahndaten, die 14 Tage gelten; ob und wie viel langsamer der Start ohne frische Bahndaten ist, sagt das Angebot nicht. Beim BC107 lässt sich das GPS für Fahrten auf der Rolle abschalten.
Die zweite Kontrolle betrifft das Speichern. Der M1 speichert erst nach langem Druck auf die mittlere Taste, der G1 verliert die Fahrt, wenn man ihn von Hand ausschaltet, statt ihn nach zehn Minuten selbst abschalten zu lassen. Wer Sensoren koppelt, verbindet bei Sigma nur einen Kanal. Firmware kommt je nach Marke über die App, über WLAN oder bei Bryton über ein Programm am Rechner; bei Sigma setzen manche Funktionen eine bestimmte Firmware voraus. Nach der ersten Fahrt lohnt der Blick in die App, ob Strecke und Höhenprofil plausibel aussehen und ob die Fahrt bei der gewünschten Plattform angekommen ist.
Am Ende steht die Entsorgung. Der Akku ist bei Sigma und Bryton fest verbaut, bei den übrigen fehlt eine Angabe. Ein Gerät mit eingebautem Akku gehört als Elektroaltgerät in die getrennte Sammlung. Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Elektro-Verkaufsfläche, im Lebensmittelhandel ab 800 Quadratmetern, müssen nach dem Elektrogesetz kleine Altgeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge ohne Kaufzwang zurücknehmen, höchstens drei je Geräteart. Das gilt auch im Versandhandel, dort bezogen auf Lager- und Versandflächen. Die Geräte im Feld sind, soweit die Datenfelder sinnvolle Maße nennen, kürzer als neun Zentimeter und fallen damit in diese Gruppe.
Was kein GPS-Computer in diesem Feld bietet
Ein Gerät ohne Karte, das zugleich eine unabhängig gemessene Laufzeit, eine vom Hersteller bestätigte Kopplung mit Bluetooth- und ANT+-Sensoren, eine Schutzart und eine Frist für Software-Updates vorweisen kann, gibt es im Feld nicht. Der ROX 4.0 kommt am nächsten, ihm fehlt die Update-Frist. Ebenso fehlt ein Gerät mit vom Nutzer tauschbarem Akku: Sigma und Bryton schließen den Tausch aus, die übrigen sagen nichts dazu.
Auch eine Laufzeitangabe mit Bedingungen liefert der Markt nicht, jedenfalls nicht in diesem Segment. Kein Angebot sagt, bei welcher Helligkeit, mit wie vielen Sensoren und ob mit gekoppeltem Telefon die genannte Zahl gilt. Garmin zeigt mit drei Profilen für den Edge 130 Plus, wie das aussehen könnte, aber Garmin ist mit keinem Gerät ohne Karte auf Amazon vertreten.
Ohne Beleg geblieben: Fix, Genauigkeit, Pfeile ohne Telefon
Offen bleibt eine Reihe von Fragen, die Käufer stellen und die keine ausgewertete Quelle beantwortet. Die Laufzeit von sechs der sieben Geräte ist nirgends unabhängig gemessen. Eine Zeit bis zum ersten Satellitenfix für mindestens vier Modelle hat keine frei zugängliche Quelle gemessen. Eine GPS-Genauigkeit gegen eine vermessene Referenz gibt es für keines der Geräte, ebenso wenig eine Studie zur Strecken- und Höhenmessung am Lenker.
Ebenfalls ohne Beleg blieben: ob der ROX 4.0 die komoot-Pfeile auch ohne gekoppeltes Telefon zeigt, ob der G1 eine Spur speichert, was beim BC107 im Display ankommt, wenn die App eine Routenkarte lädt, ob M1, BC107 und CC600 einen Halter im Karton haben und wie viel Speicher G1, M1, BC107, Rider 460E und CC600 in Stunden bieten. Für CYCPLUS und GEOID wurde keine Herstellerseite ausgewertet, für alle sechs Marken fand sich keine Update-Frist. Ob Fahrradcomputer unter die Ausnahmen der Batterieverordnung fallen und ob ein Gericht je über Benachrichtigungen auf einem Radcomputer entschieden hat, ließ sich nicht klären.
Woher die Zahlen zu den GPS-Computern ohne Karte stammen
Die sieben Amazon-Seiten wurden am 14. Oktober 2026 abgelesen und am selben Tag ein zweites Mal geprüft, dazu kamen weitere 26 Angebote des Segments. Sterne, Bewertungen, Bestand und Datenfelder stehen so in Tabelle und Karten. Herstellerangaben stammen von iGPSPORT, Coospo, Sigma, Bryton, Garmin, Lezyne, Wahoo, Bosch und Apple, Messwerte von TOUR, BIKE, Bike-X und DC Rainmaker, die Suchvorschläge aus einer Erhebung von 11.237 Vorschlägen. Die Anteile, Hochrechnungen und Umrechnungen sind eigene Rechnungen aus diesen Werten.
- TOUR: Günstige Fahrradcomputer, fünf Fahrrad-Navis im Test (2023)
- BIKE: Neun GPS-Geräte fürs MTB im Vergleichstest (2022)
- Test Achats: Comment choisir son GPS vélo
- Consumentenbond: De beste fietscomputers met navigatie
- Bike-X: Sigma ROX 4.0 Endurance (2024)
- Bike-X: Test Garmin Edge 130 Plus, mit Test des Edge 130 von 2019
- DC Rainmaker: Garmin Edge 130 Plus In-Depth Review (2020)
- testsieger.de: Fahrradcomputer, Testübersicht
- vergleich.org: GPS-Fahrradcomputer
- linexo: Fahrradcomputer, Top 5 (2025)
- Stiftung Warentest: Fahrradcomputer, test 3/2010
- Stiftung Warentest: Fahrrad-Navigationsgeräte, Übernahme von Test Achats (2025)
- Sigma: ROX 4.0
- Sigma: ROX 4.0 Endurance
- Sigma: E-Bike-Kompatibilität über ANT+ LEV
- Bryton: Rider 460
- Bryton: Rider 420
- Bryton: Garantieinformationen
- Bryton: Eingestellte Produkte
- iGPSPORT EU-Shop: BSC100S
- iGPSPORT: Servicepolitik und Garantie
- Coospo: BC107 GPS-Fahrradcomputer
- Garmin: Edge 130 Plus
- Garmin Support: Erwartete Akkulaufzeit des Edge 130 Plus und 1030 Plus
- Garmin: Edge 130 Plus Owner's Manual (PDF)
- Garmin: Eingeschränkte Verbrauchergarantie mit Hinweis zur Gewährleistung
- Lezyne: Legacy Products
- Lezyne Help Center: GPS Battery Life
- Wahoo: Data Accuracy
- Wahoo: Product support definitions, intervals and status
- Bosch: Lieblingsgeräte verbinden, Pressemitteilung (2026)
- Apple Support: Wenn dein iPhone oder iPad zu heiß oder zu kalt wird
- § 23 StVO: Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden
- Burhoff: Elektronische Geräte und Mobiltelefon im Straßenverkehr, ZAP 2018
- BR-Drs. 556/17 mit Begründung zu § 23 Abs. 1a StVO (PDF)
- § 67 StVZO: Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern
- BGN: Schutzarten nach DIN EN 60529
- Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien
- § 17 ElektroG: Rücknahmepflicht der Vertreiber
- Strava: A Guide to Strava Heatmaps
- TechCrunch: Strava vereinfacht Datenschutzeinstellungen (2018)
- Gilgen-Ammann u. a.: Streckengenauigkeit von acht GPS-Sportuhren (2020)
- Bluetooth SIG: Cycling Speed and Cadence Service 1.0
- Amazon-Produktseiten der sieben GPS-Computer und der weiteren erhobenen Angebote, abgelesen am 14.10.2026.
FAQ
Häufige Fragen
Was ist ein GPS-Fahrradcomputer ohne Navigation?
Ein Gerät, das Tempo, Strecke und den gefahrenen Weg per Satellit erfasst, aber keine Karte zeigt und keine Route selbst berechnet. Einige Modelle folgen trotzdem einer vorher geladenen Strecke oder zeigen Abbiegepfeile, der Sigma ROX 4.0 etwa über komoot. Geräte mit Karte und eigener Neuberechnung gehören in die Klasse der Navis.
Wie lange hält der Akku bei einem Fahrradcomputer?
Kürzer als angegeben, wenn man der einzigen frei zugänglichen Messreihe für günstige GPS-Geräte folgt. TOUR maß 2023 mit gekoppeltem Smartphone, aktiver Navigation und höchster Helligkeit 33 bis 80 Prozent der Herstellerangabe, etwa 16 von 48 Stunden beim Lezyne Mega XL und 20 von 25 beim Sigma ROX 4.0. Für die übrigen Geräte im Vergleich gibt es keine unabhängige Messung, geplant wird deshalb mit Abschlag.
Können Fahrradcomputer auch mit meinem Smartphone verbunden werden?
Sechs der sieben verglichenen Geräte koppeln laut Angebot oder Hersteller mit einer App, nur der CYCPLUS G1 nennt keine; M1, BSC100S und BC107 geben Fahrten von dort an Strava weiter. Beim ROX 4.0 kommen Abbiegepfeile aus komoot, beim GEOID CC600 und beim Bryton Rider 460E rechnet nur die App eine neue Route. Das gekoppelte Telefon kostet Strom, und genau unter dieser Bedingung hat TOUR gemessen.
Worin liegt der Unterschied zwischen einem GPS Fahrradcomputer und einem Radcomputer mit Sensoren?
Ein GPS-Computer berechnet Tempo und Strecke aus dem Satellitensignal und braucht keinen Magneten am Rad. Ein Tacho mit Sensor zählt Radumdrehungen und rechnet sie mit dem eingestellten Radumfang um. Viele GPS-Geräte koppeln zusätzlich Sensoren per ANT+ oder Bluetooth; laut Wahoo verbessert ein Geschwindigkeitssensor Tempo und Strecke unter Bäumen und zwischen Gebäuden.
Welcher GPS-Fahrradcomputer ist der beste?
Ein unabhängiger Test aller Geräte im Vergleich existiert nicht. Gemessen ist nur der Sigma ROX 4.0, der bei TOUR 2023 mit 2,0 die beste Gesamtnote von fünf Geräten bekam. Ansonsten entscheidet die eigene Nutzung: ob das Telefon immer mitfährt, ob Sensoren Bluetooth oder ANT+ sprechen und ob Fahrten automatisch zu Strava sollen.