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Ratgeber

EMS-Bauchtrainer Wirkung: was die Studien wirklich messen

EMS-Bauchtrainer Wirkung laut Studien: Porcari 2005 misst nach 4 Wochen 34 statt 58 % mehr Kraft, Taille −3,5 cm ohne Fettverlust. Wer den Gürtel meiden muss.

„58 % stärkere Bauchmuskeln durchschnittlich nach 4 Wochen“ steht auf der deutschen Produktseite des Slendertone Evolve Abs, unter der Zeile „Klinisch bestätigte Wirksamkeit“. Die Studie, aus der diese Zahl stammt, ist frei zugänglich: John Porcari und Kollegen haben 2005 im Journal of Sports Science and Medicine acht Wochen lang einen Slendertone-Gürtel untersucht. Nach vier Wochen lag der Kraftzuwachs dort bei 34 Prozent, die 58 Prozent wurden erst nach acht Wochen gemessen. Finanziert hat die Studie der damalige Hersteller, eine Gruppe mit Schein-Stimulation gab es nicht, und eine frühere Studie desselben Erstautors fand mit einem anderen Gerät gar keinen Effekt. Diese Seite liest beide Studien Zeile für Zeile, stellt die übrigen Messungen zu Strom am Bauch daneben und trennt, was ein EMS-Bauchtrainer laut Studienlage leisten kann, von dem, was die Werbung daraus macht. Danach geht es um die Fragen, die vor dem Kauf zählen: wer den Gürtel nicht benutzen darf, was die Gelpads im Betrieb bedeuten und wann sich der Kauf ganz erübrigt.

„58 % nach 4 Wochen“: was die Studie zu diesem Zeitpunkt gemessen hat

Porcari 2005 hat dreimal gemessen: zu Beginn, nach vier und nach acht Wochen. Die Bauchkraft wurde an einem isokinetischen Dynamometer als Drehmoment in Newtonmetern erfasst. In der Stimulationsgruppe stieg der Mittelwert von 56,6 auf 75,8 und am Ende auf 89,2 Newtonmeter. Aus diesen Tabellenwerten ergibt sich nach vier Wochen ein Plus von knapp 34 Prozent und nach acht Wochen eines von knapp 58 Prozent (eigene Rechnung, gerundet). Die Autoren schreiben es im Diskussionsteil ausdrücklich: Die Kraft stieg nach vier Wochen im Mittel um 34 Prozent und in den folgenden vier Wochen um weitere 24 Prozentpunkte.

Auf der Herstellerseite steht damit die Achtwochenzahl neben der Vierwochenangabe. Die beiden anderen Werte der Seite passen dagegen zur Studie: „3,5 cm durchschnittlicher Verlust des Taillenumfangs nach 8 Wochen“ und „72 % mehr Ausdauer nach 8 Wochen“ sind beide an der Achtwochenmarke gemessen. Die 72 Prozent sind im Paper eine Nettozahl, also der Zuwachs der Stimulationsgruppe von 100 Prozent abzüglich der 28 Prozent, um die sich auch die Kontrollgruppe ohne Gerät verbessert hat. Die englische EU-Seite zum Abs7-Gürtel nennt für dieselbe Vierwochenmarke übrigens eine andere Zahl, nämlich 49 Prozent; welche Messung dahintersteht, sagt die Seite nicht.

Warum der Unterschied mehr ist als eine Rundungsfrage: Wer nach vier Wochen den Fortschritt prüft und das Werbeversprechen im Kopf hat, erwartet das Ergebnis, das in der Studie erst doppelt so lange dauerte. Wer den Gürtel wie in der Studie fünfmal pro Woche nutzt, hat nach acht Wochen 40 Sitzungen hinter sich; die 58 Prozent sind das Ergebnis aller 40, nicht der ersten 20. Wie es zu den Zahlen kam und was an ihnen hängt, zeigen die nächsten Abschnitte.

Wie Porcari 2005 aufgebaut war

An der Universität von Wisconsin in La Crosse wurden 41 Freiwillige aus der Umgebung zufällig auf zwei Gruppen verteilt. Aufgenommen wurde, wer zwischen 25 und 50 Jahre alt war, einen Body-Mass-Index zwischen 18 und 30 hatte und in den sechs Monaten davor kein gezieltes Bauchtraining gemacht hatte. Alle 41 haben die Studie beendet; die Daten eines Mannes aus der Stimulationsgruppe flossen wegen unzuverlässiger Testergebnisse nicht ein. Ausgewertet wurden damit 24 Personen mit Gürtel, je zwölf Männer und Frauen, und 16 Personen in der Kontrollgruppe, je acht Männer und Frauen.

Beide Gruppen sollten ihre Ernährung nicht ändern und acht Wochen lang keinen zusätzlichen Sport treiben. Die Stimulationsgruppe trug den Slendertone FLEX fünfmal pro Woche. In der ersten Woche liefen zwei Sitzungen mit Programm 1 über 20 Minuten und drei mit Programm 2 über 25 Minuten, in den Wochen zwei bis vier je 30 Minuten mit Programm 3, ab Woche fünf je 40 Minuten mit Programm 4. Die Frequenz sank dabei von 70 auf 50 Hertz, die Dauer jeder Kontraktionsphase stieg von 2,5 auf 5,5 Sekunden. Die Elektroden wurden am Ende der dritten und der sechsten Woche gewechselt.

Rechnet man den Plan zusammen, ergibt sich folgender Rechenweg (eigene Rechnung aus den Angaben im Paper): Woche eins 2 × 20 plus 3 × 25 Minuten, also 115 Minuten; die Wochen zwei bis vier 15 × 30, also 450 Minuten; die Wochen fünf bis acht 20 × 40, also 800 Minuten. Zusammen sind das 1.365 Minuten Stimulation in 40 Sitzungen, knapp 23 Stunden. Diese Dosis steht hinter den 58 Prozent. Slendertone empfiehlt auf der deutschen Seite „5 Tage pro Woche 30 Minuten pro Tag“; wer das acht Wochen lang einhält, kommt auf 1.200 Minuten, also etwas weniger als in der Studie.

Zwei Vorgaben unterscheiden die Studie von der Anwendung zu Hause. Die Teilnehmenden sollten die Stärke am Steuergerät auf das höchste erträgliche Niveau drehen, um möglichst kräftige Kontraktionen zu erreichen, und sie sollten die Bauchmuskeln dabei nicht selbst anspannen. In den ersten zwei Wochen waren mindestens zwei Sitzungen pro Woche unter Aufsicht Pflicht, danach eine pro Woche. Die mittlere eingestellte Intensität stieg laut Protokoll von 62 in der ersten auf 94 in der achten Woche; die Kontraktion selbst bewerteten die Teilnehmenden zur Halbzeit mit 8,2 und am Ende mit 8,5 auf einer Skala bis 10.

Die Messwerte der Studie, Woche für Woche

Die folgende Tabelle zieht die Gesamtwerte beider Gruppen aus den Tabellen des Volltexts zusammen. Die beiden Umfänge hat die Studie an verschiedenen Stellen gemessen: einmal an der schmalsten Stelle zwischen Rippen und Beckenkamm, einmal auf Höhe des Nabels. Die 3,5 Zentimeter der Werbung stammen aus der Nabelmessung.

Porcari 2005, Mittelwerte der Gesamtgruppen (Stimulation n=24, Kontrolle n=16)
MessgrößeStartnach 4 Wochennach 8 WochenKontrolle Start / 8 Wochen
Bauchkraft, isometrisch (Nm)56,675,889,259,7 / 65,2
Ausdauer, Curl-ups im Takt (Wiederholungen)35527032 / 41
Umfang auf Nabelhöhe (cm)96,794,993,190,7 / 90,4
Umfang an der schmalsten Stelle (cm)89,589,386,986,7 / 86,4
Körpergewicht (kg)78,778,878,375,0 / 75,3
Hautfalte am Nabel (mm)25,625,626,425,4 / 25,3

Drei Dinge fallen beim Lesen der Zeilen auf. Erstens verbessert sich auch die Kontrollgruppe ohne jedes Gerät: bei der Kraft nominal um rund neun Prozent, bei der Ausdauer um 28 Prozent (eigene Rechnung aus den Mittelwerten). Die Autoren werten den Ausdauerzuwachs der Kontrolle als Lerneffekt im Test, der Kraftzuwachs der Kontrolle war nicht signifikant. Zweitens zeigt die Hautfalte am Nabel keine Abnahme, nominal sogar ein leichtes Plus; auch die Hautfalte über dem Beckenkamm änderte sich nicht signifikant. Drittens bewegt sich das Gewicht in acht Wochen um weniger als ein halbes Kilogramm.

Beim Abgleich fallen zwei kleinere Unstimmigkeiten im Paper auf. Die Zusammenfassung nennt 3,5 Zentimeter weniger Taille, Diskussionsteil und Tabelle ergeben 3,6. Und die Tabellenverweise im Text sind vertauscht: Der Text nennt für Kraft und Ausdauer Tabelle 4, die Werte stehen aber in Tabelle 5 und umgekehrt. Am Ergebnis ändert beides nichts, für die Sorgfalt der Veröffentlichung spricht es nicht.

Kraft, Ausdauer, Fragebogen: was die drei Messarten aussagen

Hinter dem Wort „stärkere Bauchmuskeln“ steht in Porcari 2005 ein bestimmter Test. Die Teilnehmenden lagen mit gebeugten Knien auf einer verstellbaren Bank, der Hebelarm des Dynamometers lag waagerecht auf dem unteren Drittel des Brustbeins, und sie drückten fünfmal gegen den feststehenden Hebel, mit etwa 30 Sekunden Pause dazwischen. In die Auswertung ging der Mittelwert der zwei besten Versuche ein. Gemessen wurde also die Kraft in einer Position ohne Bewegung, nicht die Fähigkeit, eine Last über einen Weg zu bewegen. Wer den Gürtel nutzt, um im Alltag oder beim Sport etwas besser zu können, findet dazu in der Studie keinen eigenen Test.

Die Ausdauer wurde mit dem Curl-up-Test des American College of Sports Medicine erfasst. Ein Tonband gab 40 Curl-ups pro Minute vor; die Finger mussten bei jeder Wiederholung von einem Klebestreifen zu einem zweiten, zwölf Zentimeter weiter vorn, gleiten. Der Test endete, wenn jemand den Takt nicht mehr halten oder den zweiten Streifen nicht mehr erreichen konnte. Dass sich die Kontrollgruppe ohne Training von 32 auf 41 Wiederholungen steigerte, zeigt, wie sehr ein solcher Test von Übung abhängt. Die Autoren ziehen diesen Lerneffekt ab und kommen so auf die 72 Prozent netto.

Die dritte Messart sind Fragebögen. Auf der Skala zur Einschätzung der Bauchform stieg der Wert der Stimulationsgruppe von 21,8 auf 28,3 und 31,5 Punkte, in der Kontrollgruppe von 24,8 auf 26,4. Auf der Skala zur Zufriedenheit mit dem Körper ging es von 28,4 auf 39,0 Punkte, in der Kontrolle von 31,0 auf 32,1. Das Selbstwertgefühl änderte sich in keiner Gruppe signifikant. Am Ende sagten 13 der 24 Teilnehmenden, ihre Haltung habe sich verbessert, ebenfalls 13, ihre Kleidung sitze am Bauch besser. Das sind 54 Prozent, nicht 77; eine Zahl von 77 Prozent findet sich in keiner Tabelle des Papers.

Für die Bewertung ist das die wichtigste Unterscheidung. Kraft und Ausdauer sind mit Geräten und festgelegten Abläufen gemessen, ihr Zuwachs gegenüber der Kontrolle war signifikant. Form, Zufriedenheit, Haltung und Sitz der Kleidung sind Selbstauskünfte einer Gruppe, die wusste, dass sie behandelt wird, und sie wurden einer Gruppe gegenübergestellt, die wusste, dass sie nichts bekommt. Genau für diese Selbstauskünfte wäre eine Schein-Stimulation nötig gewesen.

Woran die Aussagekraft der Studie hängt

In der Danksagung bedanken sich die Autoren bei Compex Technologies für die Finanzierung und die Gürtel. Der Gürtel ist im Paper als Produkt von Compex Technologies aus Minneapolis geführt. Das Paper selbst begründet den Zweck der Studie damit, dass zwei Studien des Herstellers zwar Verbesserungen fanden, Studien im eigenen Haus aber eine eingebaute Verzerrung hätten und deshalb unabhängige Belege wünschenswert seien. Die beiden Herstellerstudien aus Dublin sind im Literaturverzeichnis als unveröffentlicht geführt. Die unabhängige Prüfung wurde dann vom Hersteller bezahlt.

Schwerer wiegt das Design. Die Kontrollgruppe bekam keinen Gürtel, auch keinen ausgeschalteten. Sie wusste also, dass sie nichts bekommt, und die Stimulationsgruppe wusste, dass sie behandelt wird. Für Messungen wie die Kraft am Dynamometer ist das weniger heikel als für Fragebögen zum Aussehen. Wenn alle 24 Teilnehmenden angeben, ihr Bauch fühle sich fester und straffer an, und keiner aus der Kontrollgruppe eine Veränderung berichtet, lässt sich ohne Schein-Stimulation nicht trennen, wie viel davon Strom und wie viel Erwartung ist.

Hinzu kommen Punkte, die das Paper selbst offenlegt. Die Stimulationsgruppe war beim Start signifikant älter als die Kontrollgruppe, im Mittel 44 und 45 gegen 39 und 40 Jahre. Die Teilnehmenden mit Gürtel wurden für die Teilnahme bezahlt, um die Einhaltung des Protokolls zu sichern, und durften den Gürtel behalten; die Kontrollgruppe bekam am Ende ebenfalls einen. Die Umfänge wurden mit einem Stahlmaßband gemessen, immer von derselben Hilfskraft; eine Verblindung der Messenden beschreibt das Paper nicht. Bei Unterschieden von wenigen Zentimetern ist das Messverfahren Teil des Ergebnisses.

Auch die Auswahl der Teilnehmenden begrenzt, für wen die Zahlen gelten. Wer jünger als 25 oder älter als 50 ist, einen Body-Mass-Index über 30 hat oder in den letzten sechs Monaten den Bauch trainiert hat, war nicht dabei. Für diese Gruppen sagt die Studie nichts, weder im Guten noch im Schlechten. Die Gürtel selbst setzen ebenfalls Grenzen: Slendertone gibt den Evolve Abs für 61 bis 107 Zentimeter Taille an, mit Verlängerung um 17 bis 22 Zentimeter, also bis höchstens 129 Zentimeter (eigene Rechnung); Beurer nennt für den EM 37 etwa 70 bis 140 Zentimeter.

Was bleibt, ist trotzdem ein Befund: In einer randomisierten Studie mit 40 ausgewerteten Personen hat ein handelsüblicher Bauchgürtel bei hoher Intensität und hoher Dosis die isometrische Bauchkraft und die Ausdauer im Curl-up-Test deutlich stärker gesteigert als in einer Kontrollgruppe ohne Training. Für Kraft und Ausdauer ist das ein messbarer Effekt. Für Aussehen, Straffheit und Fett trägt die Studie wenig, und zum Fett sagt sie selbst: keine Änderung.

Porcari 2002: Schein-Stimulation, anderes Gerät, kein Effekt

Drei Jahre zuvor hatte dasselbe Labor einen anderen Ansatz gewählt. In der Studie von 2002 im Journal of Strength and Conditioning Research wurden 27 Studierende auf eine EMS-Gruppe mit 16 und eine Kontrollgruppe mit elf Personen verteilt. Die EMS-Gruppe nutzte ein handelsübliches Gerät dreimal pro Woche nach der Empfehlung des Herstellers, stimuliert wurden beidseitig Beinbeuger, Oberschenkelstrecker, Bizeps, Trizeps und die Bauchmuskeln. Die Kontrollgruppe bekam zur selben Zeit eine Schein-Stimulation.

Gemessen wurden Körpergewicht, Körperfett über Hautfalten, Umfänge, isometrische und isokinetische Kraft an Armen und Beinen sowie das Aussehen auf Fotos von vorn, von der Seite und von hinten. Das Ergebnis steht im Abstract ohne Einschränkung: EMS hatte auf keinen der gemessenen Werte einen signifikanten Effekt. Die Autoren schließen daraus, dass die Werbeaussagen für gesunde Menschen durch ihre Studie nicht gestützt werden. Nach Darstellung im Paper von 2005 war es diese Studie, die die US-Handelsbehörde FTC zum Vorgehen gegen mehrere Bauchgürtel veranlasste.

Eng verwandt ist eine Untersuchung, die der Fachverband American Council on Exercise im Jahr 2000 in Auftrag gab, ebenfalls an der Universität in La Crosse und unter der Leitung von John Porcari. Dort nutzten 17 Personen ein Heimgerät der Marke Body Shapers dreimal pro Woche über acht Wochen in Sitzungen von 45 Minuten, zwölf Personen bildeten die Kontrolle mit stromlosen Geräten. Gewicht, Körperfett, Kraft und Aussehen änderten sich nicht signifikant. Das Heft berichtet zusätzlich von Nebenwirkungen: Eine Teilnehmerin konnte bei jedem Impuls die Arme nicht mehr senken. Ob die ACE-Studie und die Veröffentlichung von 2002 dieselbe Messreihe sind, sagen die Unterlagen nicht; die Teilnehmerzahlen weichen voneinander ab, 29 gegen 27.

Das ACE-Heft selbst schränkt sein Ergebnis ein. Es gebe Hinweise, dass sich mit hochwertigeren Geräten leichte Kraftverbesserungen zeigen, und es verweist auf eine Studie der Utah State University, in der eine Gruppe mit rund zwei Dutzend Anwendungen von je 30 Minuten über acht Wochen an Bauch- und Hüftkraft zulegte, während Gewicht, Fett und Umfänge gleich blieben. Diese Utah-Studie ist nur über das ACE-Heft bekannt und wurde für diese Seite nicht selbst geprüft. Sie passt aber in das Muster, das sich durch alle Arbeiten zieht: Kraft ja, wenn die Stimulation stark genug ist, Fett und Umfang nein oder ungesichert.

Warum dasselbe Labor zu entgegengesetzten Ergebnissen kam

Die Autoren von 2005 bieten selbst eine Erklärung an. Um einen Muskel zu kräftigen, muss er über eine Schwelle belastet werden; die Studien, auf die sie sich berufen, nennen dafür 60 bis 80 Prozent der maximalen willkürlichen Kontraktion, bei untrainierten Menschen gegebenenfalls weniger. In der Studie von 2002 lagen die ausgelösten Kontraktionen nach Angabe der Autoren unter 20 Prozent dieses Maximums. Das Gerät von damals arbeitete mit Gummielektroden und Wasser als Leiter, die Stimulation war nach ihrer Beschreibung sehr unangenehm, sodass niemand die Stärke hochdrehen konnte.

Beim Slendertone FLEX sehen die Autoren zwei Unterschiede: große, vorgegelte Elektroden, die den Strom auf eine größere Fläche verteilen, und eine Rampenfunktion, bei der die Spannung langsam ansteigt, gehalten wird und langsam abklingt. Beides habe die Stimulation erträglicher gemacht und kräftige Kontraktionen erlaubt. Gemessen haben sie den Prozentwert der Maximalkraft während der Stimulation allerdings nicht, nur die subjektive Einschätzung von 8,2 und 8,5 auf der Zehnerskala. Die Erklärung ist deshalb eine Deutung der Autoren, kein Messergebnis.

Daneben unterscheiden sich die Dosen. 2002 lief die Stimulation dreimal pro Woche, 2005 fünfmal pro Woche mit steigender Dauer. Die Autoren zitieren Arbeiten aus dem Labor von Alon und Kollegen, nach denen fünf Anwendungstage pro Woche mehr bewirkten als drei, und Kraftzuwächse von 14 bis 22 Prozent nach vier Wochen. Auch die Gruppen unterscheiden sich: 2002 Studierende, 2005 Erwachsene zwischen 25 und 50, die vorher nicht gezielt trainiert hatten. Wer das Ergebnis von 2005 auf ein anderes Gerät oder einen anderen Plan überträgt, überträgt es also auf Bedingungen, unter denen dasselbe Labor schon einmal nichts gefunden hat.

Ein weiterer Unterschied betrifft den Verlauf über die Zeit. Ballantyne und Donne, die das Paper als Vergleich heranzieht, fanden in einer sechswöchigen Studie Hinweise, dass der Nutzen nach vier Wochen nicht weiter wächst. In Porcari 2005 gab es dieses Plateau nicht, der Zuwachs setzte sich in der zweiten Hälfte fort. Die Autoren verweisen dafür auf ihren Plan: Nach der vierten Woche stieg die Dauer jeder Kontraktion von 4,5 auf 5,5 Sekunden und die Sitzung von 30 auf 40 Minuten, während Ballantyne und Donne die Einstellungen über 42 Tage gleich ließen. Wer einen Gürtel mit festem Programm über Wochen gleich nutzt, folgt damit dem Plan von Ballantyne und Donne, nicht dem von Porcari 2005.

Für die Gerätewahl folgt daraus eine Frage, die sich mit den vorliegenden Unterlagen nicht beantworten lässt. Ein Teil der heutigen Gürtel arbeitet mit Wasser statt Gel: Beurer befeuchtet bei der Corefit-Reihe und den EM-Modellen die Kontaktelektroden mit Wasser und nennt sie verschleißfrei. Ob diese Bauart heute so unangenehm ist wie das Gerät von 2002 oder so wirksam wie der Gürtel von 2005, hat keine Studie im Dossier gemessen. Eine Aussage über Beurer lässt sich aus Porcari 2002 deshalb nicht ableiten, nur die Frage, auf die beim Ausprobieren zu achten ist: ob die Kontraktion kräftig wird, bevor sie unangenehm wird.

Was die Zahlen am Steuergerät bedeuten

Wer einen Gürtel auspackt, sieht Stufen, Programme und Minuten. In der Studie von 2005 waren die Programme genau beschrieben: 50 bis 70 Hertz, eine Impulsdauer von 200, in der Tabelle mit der Einheit Millisekunden, Kontraktionsphasen von 2,5 bis 5,5 Sekunden, je zwei Sekunden Anstieg und Abklingen und eine Pause so lang wie die Kontraktion. Die Gebrauchsanweisung des Beurer EM 37 nennt ebenfalls 200 Mikrosekunden je Phase, eine zweiphasige Rechteckform und 30 bis 80 Hertz; die Programme A bis E arbeiten in der Trainingsphase mit 45 bis 80 Hertz, Aufwärm- und Entspannungsphase laufen je zwei Minuten mit 30 Hertz. Bei der Frequenz liegen Studie und dieses Heimgerät damit im selben Bereich; die Impulsdauer lässt sich wegen der Einheit nicht sicher vergleichen.

Bei der Stärke hilft der Vergleich dagegen nicht. Beurer gibt für den EM 37 als Höchstwerte 70 Volt und 140 Milliampere von Spitze zu Spitze an, gemessen an einer Last von 500 Ohm, und eine Skala von 0 bis 40. Slendertone führt beim Evolve Abs eine Skala von 0 bis 100, beim Abs7 eine von 0 bis 150. Welche Stromstärke einer bestimmten Stufe entspricht, steht in keiner der ausgewerteten Unterlagen, und auch Porcari 2005 nennt die Intensität nur als Wert auf der Skala des damaligen Geräts. Stufe 40 beim einen und Stufe 100 beim anderen Gürtel sagen deshalb nichts darüber aus, welcher kräftiger stimuliert.

Für die Wirkung entscheidend war in der Studie nicht die Zahl auf dem Display, sondern die gefühlte Kontraktion, die die Teilnehmenden mit 8,2 bis 8,5 von 10 bewerteten. Ein brauchbarer Maßstab für zu Hause ist damit die eigene Wahrnehmung, ob sich der Bauch deutlich zusammenzieht, und nicht die Stufe. Auch die Größe der Elektroden unterscheidet sich: Beurer nennt für den EM 37 etwa 11,5 mal 6,5 und 10 mal 9 Zentimeter, der Slendertone Abs8 arbeitet mit einem großen und zwei kleinen Gelpads. Die Studienautoren führen gerade die große Fläche der Gelelektroden als Grund für die bessere Verträglichkeit an; Maße der Slendertone-Pads nennen die Unterlagen nicht.

Weniger Taille ohne weniger Fett: wie die 3,5 Zentimeter zustande kommen

Der überraschendste Befund von 2005 ist der Umfang. Auf Nabelhöhe nahm er in der Stimulationsgruppe um 3,6 Zentimeter ab, an der schmalsten Stelle um 2,6 Zentimeter, und auch der Durchmesser von vorn nach hinten wurde kleiner. Gleichzeitig blieben Gewicht, Body-Mass-Index und beide Hautfalten unverändert. Fett hat die Gruppe nach diesen Messungen nicht verloren. Die Autoren erklären den Effekt mechanisch: Kräftigere Bauchmuskeln könnten den Bauchinhalt wie ein Mieder etwas einziehen.

Diese Deutung ist im Paper als Theorie formuliert. Belegt ist sie nicht; die Studie hat keine Bildgebung eingesetzt, die Muskeldicke oder die Lage des Bauchinhalts zeigt. Und sie steht nicht allein: Die anderen Arbeiten, die die Autoren durchgesehen haben, fanden durch Elektrostimulation keine Änderung der Umfänge, allerdings vor allem an den Oberschenkeln gemessen. Spring und Kollegen fanden 2022 mit einem klinischen Stimulationsgerät nach vier Behandlungen eine Abnahme des Taillenumfangs, die nicht signifikant war.

Für Käuferinnen und Käufer heißt das: Eine Zahl wie „3,5 cm weniger Taille“ beschreibt in der dafür vorliegenden Gürtelstudie, einer zweiten fehlt es im Dossier, eine Umfangsabnahme ohne Fettverlust, gemessen mit Maßband, nach 40 Sitzungen hoher Intensität und ohne Schein-Gruppe. Wer an einen flacheren Bauch durch weniger Bauchfett denkt, liest aus der Zahl etwas heraus, das die Studie ausdrücklich nicht gefunden hat. Gegen die Gleichsetzung von Umfang und Fett spricht auch die Selbstauskunft der Teilnehmenden: Ihr Selbstwertgefühl verbesserte sich nicht, und die Autoren vermuten, dass sie sich nicht anders aussehend fanden, weil sie kein Unterhautfett verloren hatten.

Bauchfett und EMS: was die Messungen zeigen

Zum Fett gibt es in den ausgewerteten Unterlagen keine Studie mit einem Bauchgürtel, die eine Abnahme findet. Porcari 2005 misst keine Änderung der Hautfalten, Porcari 2002 keine Änderung des Körperfetts, die ACE-Studie von 2000 ebenfalls keine. Yoo und Kollegen kombinierten 2023 ein Rumpftraining mit zusätzlicher Stimulation und fanden bei der Körperzusammensetzung keinen Unterschied zur Gruppe ohne Strom. Eine Studie von Lee und Kollegen, ebenfalls 2023 erschienen, fand bei 28 jungen Erwachsenen mit Krafttraining und täglicher Stimulation einen stärker gesunkenen Körperfettanteil als ohne Strom; stimuliert wurden aber Oberkörper, Unterkörper und Bauch zusätzlich zum Krafttraining, kein Bauchgürtel allein.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA schreibt auf ihrer Verbraucherseite zu Muskelstimulatoren, die seit Dezember 2017 nicht aktualisiert wurde, dass sie kein solches Gerät zur Gewichtsabnahme, zur Verringerung des Umfangs oder für „rock hard“ abs freigegeben hat. Ein Satz dort ist so knapp wie deutlich: Ein solches Gerät „will not give you six-pack abs“. Der Import Alert 89-01 der FDA, Stand Oktober 2024, wiederholt das für Umfangs- und Gewichtsreduktion und für Body Shaping. Stiftung Warentest schreibt in ihrem EMS-Ratgeber von 2020, die Methode eigne sich weder gegen Orangenhaut noch zur Gewichtsabnahme, der Effekt auf den Fettstoffwechsel sei kaum der Rede wert. Der Ratgeber behandelt Ganzkörper-EMS im Studio, nicht den Gürtel zu Hause; für den Gürtel liegt von Warentest keine Einschätzung vor.

Ob Bauchtraining überhaupt örtlich Fett abbaut, ist eine eigene Frage mit widersprüchlicher Studienlage. Sie hat im Cluster eine eigene Seite, die die Studien zum lokalen Fettabbau mit Teilnehmerzahl, Dauer und Ergebnis nebeneinanderstellt: Bauchtrainer und Abnehmen, die Datenlage zum lokalen Fettabbau. Für den Strom am Bauch ist das Ergebnis enger: Keine der hier ausgewerteten Messungen zeigt, dass ein Bauchgürtel Fett abbaut.

Unter den Suchvorschlägen zu „ems bauchgürtel“ steht auch „kalorienverbrauch“. Eine Messung des Energieverbrauchs während einer Sitzung mit einem Bauchgürtel enthalten die Unterlagen nicht, ebenso wenig einen Tabellenwert, aus dem er sich berechnen ließe. Álvarez-Barrio 2023 hat nach einer Sitzung mit Übungen und lokaler Stimulation einen geringeren Anstieg der Herzfrequenz gemessen als mit Ganzkörperstimulation oder ohne Strom; eine Kalorienzahl folgt daraus nicht. Jede Angabe zum Kalorienverbrauch eines EMS-Gürtels wäre auf dieser Grundlage geraten.

Was die übrigen Studien zu Strom am Bauch gemessen haben

Neben den beiden Porcari-Arbeiten enthalten die Dossiers vier neuere Studien, die Elektrostimulation am Bauch untersuchen. Keine davon prüft einen Heimgürtel so, wie er verkauft wird, ohne zusätzliches Training. Die Tabelle fasst zusammen, was jeweils gemessen wurde und wo die Grenze liegt; alle Angaben stammen aus den Abstracts.

Studien zur Elektrostimulation am Bauch neben Porcari 2002 und 2005 (Angaben aus den Abstracts)
StudieTeilnehmende und AufbauErgebnisGrenze
Spring 2022, Dermatol Surg26 Personen, drei Gruppen, vier Behandlungen mit einem Klinikgerät zur Körperformung in zwei WochenKraft und Ausdauer an Bauch und Oberschenkel signifikant besser; Taillenumfang nicht signifikant kleinerPilotstudie, offen, kein Heimgerät
Hwang 2020, J Sport Rehabil50 Personen, acht Wochen, Stimulation allein gegen Stimulation mit gleichzeitiger Anspannungkein Unterschied im Muskelquerschnitt im MRT; Kontrolle des Beckens teils besser mit Anspannungkeine Gruppe ohne Strom
Yoo 2023, Medicine41 Personen, 39 beendet; Rumpftraining dreimal pro Woche über acht Wochen mit oder ohne Stimulationangespannte Muskeldicke höher mit Strom; Leistung und Körperzusammensetzung ohne UnterschiedStrom nur zusätzlich zum Training
Álvarez-Barrio 2023, Biology120 Gesunde, eine Sitzung mit Übungen, Ganzkörper- gegen lokale Stimulation gegen ohne Stromkeine Unterschiede bei Muskeldicke und Abstand der geraden Bauchmuskelnnur Sofortwirkung

Zusammengenommen bestätigen diese Arbeiten, dass Strom die Bauchmuskulatur zur Kontraktion bringt und Kraft oder Ausdauer steigern kann, wenn er stark genug ist. Am Umfang und an der Körperzusammensetzung zeigen sie keinen gesicherten Effekt. Hwang 2020 ist für die Werbung ein interessanter Fall: Ob jemand zusätzlich zum Strom selbst anspannt, machte für den Muskelquerschnitt keinen Unterschied, wohl aber teils für die Kontrolle des Beckens. Da es keine Gruppe ohne Strom gab, sagt die Studie nichts darüber, ob der Strom gegenüber gar keinem Training etwas bringt.

Spring 2022 zeigt außerdem, wie Zufriedenheitswerte zustande kommen. Die Teilnehmenden gaben zu 89 und 92 Prozent an, mit der Kraft an Bauch und Oberschenkeln zufrieden oder sehr zufrieden zu sein, gefragt vier und acht Wochen nach der Behandlung. Die Taille war in derselben Studie nicht signifikant schmaler. Hohe Zufriedenheit und ein ausbleibender Messeffekt schließen sich also nicht aus, und Prozentangaben zur Zufriedenheit in der Werbung sind kein Ersatz für eine Messung.

Bemerkenswert ist auch, wie wenig gemessen wurde. Eine Studie, die einen heute verkauften Heimgürtel mit Schein-Stimulation, verblindeter Messung und Bildgebung über mehrere Wochen prüft, findet sich in den Unterlagen nicht. Die beste Evidenz für den Heimgürtel ist damit eine herstellerfinanzierte Studie von 2005 mit dem Slendertone FLEX, der auf den ausgewerteten Herstellerseiten nicht mehr vorkommt. Slendertone nennt den Evolve Abs eine Weiterentwicklung des Abs8; ob die Programme des Evolve denen des FLEX von 2005 entsprechen, geht aus den Herstellerseiten nicht hervor.

Die Werbezahlen neben der Studie

Die deutsche Slendertone-Seite führt unter „Klinisch bestätigte Wirksamkeit“ fünf Aussagen. Die Tabelle stellt sie dem gegenüber, was in Porcari 2005 steht. Für die englische Fassung wurde dieselbe Liste abgeglichen; dort heißt es zusätzlich, die Ergebnisse habe „all users“ erfahren, also alle Nutzer.

Werbeaussagen Slendertone Evolve Abs gegen Porcari 2005 (abgerufen am 17.10.2026)
WerbeaussageWas die Studie misstAbweichung
58 % stärkere Bauchmuskeln nach 4 Wochen+34 % nach 4 Wochen, +58 % nach 8 WochenZeitpunkt vorgezogen
3,5 cm weniger Taillenumfang nach 8 Wochen−3,5 cm im Abstract, −3,6 cm in Tabelle und Text, Nabelhöhekeine, aber ohne Hinweis auf unverändertes Fett
72 % mehr Ausdauer nach 8 Wochen+100 % gegen +28 % in der Kontrolle, netto 72 %keine
77 % der Benutzer dachten nach 8 Wochen positiver über ihre SilhouetteFragebogenwerte als Punktzahlen; ein Anteil von 77 % steht nicht im PaperHerkunft offen
100 % festere Bauchmuskeln nach 6 Wochenalle 24 bejahten „firm“ und „toned“, gefragt nur am Ende nach 8 WochenZeitpunkt nicht in der Studie

Zwei der fünf Aussagen lassen sich damit aus der Studie bestätigen, eine verlegt den Zeitpunkt, zwei haben in Porcari 2005 keine Entsprechung. Die Seite verweist für die vollständigen Berichte auf eine Rubrik mit klinischen Ergebnissen; welche weiteren Studien dort die 77 und die 100 Prozent nach sechs Wochen tragen, ließ sich mit den vorliegenden Abrufen nicht prüfen. Auch die Formulierung „alle Nutzer“ passt nicht zu einer Studie, die Mittelwerte berichtet. Ein Mittelwert von 58 Prozent sagt nicht, dass jede Person 58 Prozent gewonnen hat, und die Spanne der persönlichen Zuwächse steht nicht im Paper.

Auf derselben Seite beschreibt Slendertone die inneren schrägen Bauchmuskeln mit den Worten, sie „straffen die Taille und bekämpfen die Fettpölsterchen“. Das ist eine Werbeaussage, keine Studienaussage, und die Studie, auf die sich die Seite beruft, hat keinen Fettverlust gemessen. Auf Amazon stehen bei den Slendertone-Angeboten Formulierungen wie „klinisch bewiesen“ und „unabhängige Studien“, ohne dass eine Studie genannt wird. Wer prüfen will, was hinter einer solchen Zahl steht, braucht drei Angaben: wie viele Personen, wie lange und im Vergleich womit.

Unter den Top-10-Vorschlägen zu „ems bauchtrainer“ steht auch „vorher nachher“. Die Slendertone-Seite bedient diese Nachfrage mit Kundenstimmen, die von fünf Zentimetern, zwei Zoll in sechs Wochen oder 3,8 Zentimetern weniger Taillenumfang berichten. Solche Einzelangaben sind keine Messung unter festen Bedingungen. In der Studie lag der mittlere Rückgang auf Nabelhöhe bei 3,6 Zentimetern; wie weit die persönlichen Veränderungen auseinanderlagen, berichtet das Paper nicht, es nennt nur Mittelwerte und Standardabweichungen der Messwerte selbst. Eine Kundenstimme sagt deshalb weder etwas über die Mehrheit noch darüber, unter welchen Bedingungen gemessen wurde.

„Durch die FDA freigegeben“: was die Freigabe abdeckt

Slendertone schreibt auf der deutschen Seite, der Evolve Abs sei durch die FDA freigegeben. Das stimmt für die USA, nur dort gilt die Freigabe, und sie bedeutet etwas Bestimmtes. In der Datenbank der FDA steht der Evolve Abs unter der Nummer K203513 mit Entscheidung vom 10. Februar 2021, eingeordnet als Muskelstimulator der Klasse II. Auch der CoreFit Abs 8 und der Connect Abs haben solche Einträge. Als Zweck, für den ein Bauchgürtel freigegeben ist, nennt die FDA-Verbraucherseite am Beispiel des Slendertone FLEX das Kräftigen und Straffen der Muskeln, nicht mehr.

Die Freigabe deckt also genau das ab, was Porcari 2005 gefunden hat, und nicht das, was viele Käufer sich wünschen. Gleichzeitig hält dieselbe Behörde fest, dass sie kein Gerät zur Gewichtsabnahme oder Umfangsreduktion freigegeben hat. „FDA-freigegeben“ und „3,5 cm weniger Taille“ nebeneinander auf einer Seite legen einen Zusammenhang nahe, den die Behörde ausdrücklich nicht hergestellt hat. In Europa ist die Lage eine andere: Beurer führt seine Corefit-Gürtel ausdrücklich als „Medizinprodukt Europa: Nein“, der EU-Status der Slendertone-Gürtel steht auf den Herstellerseiten nicht. Was das rechtlich bedeutet, gehört nicht auf diese Seite.

Für den Abs7, den Slendertone in Europa ebenfalls verkauft, fand die Recherche in der FDA-Datenbank keinen 510(k)-Eintrag unter diesem Namen; geprüft wurde das allerdings nur über Spiegelseiten, weil die Volltextsuche der Behörde keine Ergebnisliste lieferte. Auf der Shopseite des Herstellers stehen Formulierungen wie „FDA cleared“ zudem bei Arm- und Po-Gürteln. Wer auf das Wort „freigegeben“ Wert legt, prüft deshalb die Nummer des konkreten Modells in der Datenbank, nicht den Markennamen.

Rechtslage in drei Sätzen

Gegen Werbung für Bauchgürtel sind Behörden und Gerichte mehrfach vorgegangen, in den USA ab 2002 mit dem „Project ABSurd“ der FTC gegen drei Gürtel, in Deutschland 2023 vor dem Landgericht Düsseldorf gegen Aussagen wie „Traumkörper ganz ohne Sport“, wobei der Urteilstext selbst nicht vorlag, nur Berichte darüber. Ein EMS-Gürtel ohne medizinische Zweckbestimmung ist in der EU nach den vorliegenden Unterlagen kein Medizinprodukt, und die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung (NiSV) gilt nur für die gewerbliche Anwendung, nicht für den Gürtel zu Hause. Die Verfahren mit Datum, die Rechtsgrundlagen und den Status jedes Geräts führt der Vergleich der EMS-Bauchtrainer mit Zeitstrahl zu Recht und Werbeverfahren.

Ein Gürtel ersetzt kein Training, sagt die Gebrauchsanweisung

Bemerkenswert offen ist Beurer. In der Gebrauchsanweisung des EM 37 steht, der Reiz sei unspezifischer als beim aktiven Bauchmuskeltraining, die Anwendung könne ein tatsächliches, aktives Training „nicht vollständig ersetzen“. Dieselbe Anleitung nennt als Anwendungsgebiete unter anderem Muskeldefinition sowie Muskel- und Hautstraffung und spricht von einem schlanken und attraktiven Körper als Ziel der Methode. Eine Studie zu diesen Anwendungsgebieten nennt sie nicht. Auch der Satz, in der Rehabilitation könne regelmäßige Muskelstimulation die Rehabilitationszeit deutlich verringern, steht dort ohne Quelle und betrifft Menschen, die zur Ruhe gezwungen sind, nicht den Bauch gesunder Erwachsener.

Einen direkten Vergleich zwischen Gürtel und Bauchübungen bei gleicher Zahl an Kontraktionen gibt es in den Unterlagen nicht. Porcari 2005 schlägt genau das als nächste Studie vor; durchgeführt wurde sie nach Kenntnis der Dossiers nicht. Was sich sagen lässt: Die Kontrollgruppe in Porcari 2005 hat überhaupt nicht trainiert. Der Gürtel hat sich dort gegen Nichtstun durchgesetzt, nicht gegen Crunches. Wer ohnehin bereit ist, fünfmal pro Woche 30 bis 40 Minuten für den Bauch einzuplanen, vergleicht also ein Gerät mit einer Studie gegen Nichtstun mit Übungen, für die es eigene Messreihen gibt.

Wie Crunch, Sit-up und Bauchrad in EMG-Studien abschneiden, zeigt der Direktvergleich Bauchroller oder Sit-ups mit den ACE-Messwerten. Für den Strom am Bauch bleibt der Unterschied der Größenordnung: In Yoo 2023 brachte die zusätzliche Stimulation zu einem Rumpftraining dreimal pro Woche keine bessere Leistung im Test, nur eine größere Muskeldicke im angespannten Zustand.

Die Kippfrage: Kraft am Bauch oder weniger Bauch?

An einer Frage entscheidet sich, ob ein EMS-Bauchtrainer zum eigenen Ziel passt: Geht es um messbar kräftigere Bauchmuskeln, oder geht es um weniger Bauch im Sinne von weniger Fett? Für das erste Ziel gibt es eine Studie, die einen Effekt misst, mit den beschriebenen Schwächen. Für das zweite gibt es keine Messung im Dossier, die einen Effekt zeigt, dafür mehrere ohne Effekt und eine Behörde, die ausdrücklich keine Freigabe erteilt hat. An dieser Stelle kippt die Empfehlung.

Dazwischen liegt der Umfang. Wer vor allem den Eindruck eines festeren Bauchs sucht und mit rund 2,6 bis 3,6 Zentimetern weniger Umfang ohne Fettverlust zufrieden wäre, findet in Porcari 2005 einen Hinweis, dass das bei hoher Dosis möglich ist, ohne dass eine zweite Studie ihn bestätigt. Wer Fett loswerden will, findet für den Gürtel keine Messung mit Effekt; was zum Abnehmen belegt ist, sammelt die Seite zum Abnehmen. Wer weder Zeit noch Lust auf Bauchübungen hat, sollte wissen, dass die Studie mit Effekt den Gürtel rund 23 Stunden lang und so stark wie erträglich laufen ließ.

Fünf Ausgangslagen und was die Belege dazu sagen

Wer Bauchkraft aufbauen will und keine Übungen machen kann

Hier liegt der stärkste Fall für den Gürtel. Porcari 2005 hat Kraft und Ausdauer ohne jedes zusätzliche Training gesteigert. Die Autoren regen an, Stimulation bei Menschen zu untersuchen, die wegen Rückenschmerzen keine üblichen Bauchübungen machen können; untersucht haben sie das nicht. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Übungen machen kann, klärt vorher mit Ärztin, Arzt oder Physiotherapie, ob Strom am Bauch infrage kommt. Bei Rückenschmerzen ordnet die Seite Bauchtraining bei Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfall ein, was zu Übungen und Geräten belegt ist.

Wer bereits trainiert und etwas obendrauf sucht

Für diese Situation gibt es mit Yoo 2023 eine Studie: Rumpftraining mit Strom gegen Rumpftraining ohne Strom, acht Wochen, 39 Personen. Die Muskeldicke im angespannten Zustand war mit Strom höher, Leistung und Körperzusammensetzung unterschieden sich nicht. Das ist kein Argument gegen den Gürtel, aber auch keines für einen spürbaren Zusatznutzen. Wer den Gürtel trotzdem während der eigenen Übungen trägt, wie es die Aktivprogramme einiger Slendertone-Modelle vorsehen, hat mit Hwang 2020 einen Hinweis, dass die eigene Anspannung zusätzlich zum Strom die Kontrolle des Beckens teils verbessert, nicht aber den Muskelquerschnitt.

Wer einen flachen Bauch durch weniger Fett will

Keine Messung im Dossier zeigt eine Fettabnahme durch einen Bauchgürtel. Die FDA hat kein Gerät dafür freigegeben, Warentest hält den Effekt auf den Fettstoffwechsel für kaum der Rede wert. Für dieses Ziel scheidet der Gürtel als Hauptmittel aus.

Wer nach einer Geburt den Bauch stärken will

Porcari 2005 hat Schwangere und Frauen bis drei Monate nach einer Schwangerschaft ausgeschlossen. Für die Zeit nach der Geburt gibt es damit keine Gürtelstudie. Was dazu gilt, steht im übernächsten Abschnitt.

Wer EMS aus dem Studio kennt und es zu Hause fortsetzen will

Ganzkörper-EMS im Studio arbeitet mit Weste, Manschetten, Übungen und einem Trainer, der die Stärke steuert. Ein Bauchgürtel stimuliert eine Region und läuft ohne Aufsicht. Die Studien und Leitlinien zum Studio-EMS lassen sich auf den Gürtel nicht übertragen; mehr dazu im Abschnitt zum Studio.

Wie oft und wie lange: fünf Angaben nebeneinander

„ems gürtel wie oft anwenden“, „ems gerät wie oft am tag“ und „ems gürtel wie lange tragen“ stehen unter den Suchvorschlägen. Die Antworten der Quellen passen nur auf den ersten Blick nicht zusammen, weil sie sich auf verschiedene Geräte und Ziele beziehen. Die Tabelle stellt sie nebeneinander.

Häufigkeit und Dauer laut Studien, Herstellern und Warentest
QuelleHäufigkeitDauer je EinheitGilt für
Porcari 20055 × pro Woche, 8 Wochen20 bis 40 Minuten, steigendSlendertone FLEX, Studienprotokoll
Porcari 20023 × pro Wochenach Herstellerempfehlung, im Abstract ohne MinutenangabeGerät für Arme, Beine und Bauch, ohne Effekt
Slendertone, deutsche Seite5 Tage pro Woche30 MinutenEvolve Abs
Beurer EM 37, Anleitungerste Woche höchstens 1 × täglich, danach öfter, mindestens 5 Stunden Pause22 bis 31 Minuten je ProgrammHeimgürtel mit Wasserelektroden
Stiftung Warentest 2020anfangs höchstens 1 × pro Woche, ab Woche 11 alle 5 Tagenicht länger als 20 MinutenGanzkörper-EMS im Studio

Belegt ist ein Effekt nur für das Protokoll der ersten Zeile, mit fünf Sitzungen pro Woche über acht Wochen bei hoher Intensität. Die Beurer-Anleitung erlaubt mehr als eine Einheit pro Tag, eine Studie zu dieser Häufigkeit liegt nicht vor. Die Studioregel von Warentest gilt für ein Verfahren, bei dem viele Muskelgruppen gleichzeitig unter Last arbeiten, und lässt sich nicht auf den Gürtel übertragen. Wer wissen will, wie lange es dauert, bis sich etwas zeigt: In Porcari 2005 waren Kraft, Ausdauer und Taillenumfang nach vier Wochen bereits verändert, beim Umfang auf Nabelhöhe allerdings erst um knapp zwei Zentimeter, an der schmalsten Stelle so gut wie gar nicht.

Wer EMS am Bauch nicht nutzen darf

Von den Ausschlusslisten der beiden Hersteller und der Studie ist die in der Gebrauchsanweisung des Beurer EM 37 die längste. Das Gerät ist danach nur für gesunde Erwachsene gedacht und darf auf keinen Fall verwendet werden bei implantierten elektrischen Geräten wie Herzschrittmachern, bei Metallimplantaten, Herzrhythmusstörungen, akuten Krankheiten, Epilepsie, Krebserkrankungen, im Bereich von Hautverletzungen, in der Schwangerschaft, bei Neigung zu Blutungen, nach Operationen, wenn verstärkte Muskelkontraktionen die Heilung stören könnten, bei niedrigem oder hohem Blutdruck, hohem Fieber, Psychosen, geschwollenen oder entzündeten Bereichen und bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Im Zweifel verweist die Anleitung auf die Ärztin oder den Arzt.

Die US-Anleitung des Slendertone CoreFit Abs 8 schließt elektronische Implantate wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren aus, andere Herzprobleme, Bauchimplantate, Schwangerschaft, Krebs und die Nähe zu Kurzwellen- oder Mikrowellentherapie; Vorsicht verlangt sie bei Epilepsie, Blutungsneigung, nach Operationen und bei Haut ohne normales Empfinden. Für die aktuellen Modelle Evolve Abs und Abs7 fanden sich auf den europäischen Herstellerseiten keine Gegenanzeigen. Porcari 2005 hat Menschen mit Herzschrittmacher, Bauchimplantaten und Schwangere ausgeschlossen. Die FDA meldet Störungen von Herzschrittmachern und Defibrillatoren durch Muskelstimulatoren.

In der Pressemitteilung der FTC von 2002 zu den drei beanstandeten Gürteln steht zudem, dass FDA und Lehrbücher zur Elektrostimulation die Anwendung bei implantierten Schrittmachern und anderen elektronischen Implantaten ausschließen und die Sicherheit in der Schwangerschaft nicht nachgewiesen sei. Herzschrittmacher und Schwangerschaft stehen damit bei Herstellern, Studie und Behörden auf der Liste, in der Länge der Listen unterscheiden sie sich.

Herzschrittmacher, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaft

Beurer, Slendertone, FDA und FTC schließen Menschen mit Herzschrittmacher oder anderem elektronischem Implantat aus, die Beurer-Anleitung zusätzlich bei Herzrhythmusstörungen, die Slendertone-Anleitung bei anderen Herzproblemen. Wer eines davon hat oder schwanger ist, für den kommt der Gürtel nach diesen Herstellerangaben nicht infrage; wer unsicher ist, bespricht ihn vorher mit der Ärztin oder dem Arzt. Wer gar nicht weiß, ob ein Implantat betroffen ist, fragt in der Praxis, die es eingesetzt hat.

Hinzu kommen Regeln für die Anwendung, die mit der Person nichts zu tun haben. Beurer verbietet die Anwendung am Kopf, am Hals, im Rachen und in der Nähe des Brustkorbs und begründet das mit Krampfanfällen, Herzstillstand und Herzkammerflimmern. Piercings im Anwendungsbereich, etwa am Bauchnabel, sind vorher zu entfernen, weil es sonst zu punktuellen Verbrennungen kommen kann. Das Gerät darf nicht gleichzeitig mit anderen Reizstromgeräten wie TENS benutzt werden, nicht beim Baden oder Duschen und nicht näher als einen Meter an Kurzwellen- oder Mikrowellengeräten, zu denen die Anleitung ausdrücklich Handys zählt.

In der Nachfrage tauchen diese Fragen auf. Unter den rund 4.400 ausgewerteten Suchvorschlägen zum Cluster fanden sich elf zu Herzschrittmacher, Nebenwirkungen und Gefahr, etwa „ems gerät bei herzschrittmacher“ oder „ems gürtel nebenwirkungen“. Auf Amazon nennt nach der Auswertung des Produktdossiers keines der ausgewerteten EMS-Angebote Gegenanzeigen im Angebotstext. Wer die Liste vor dem Kauf lesen will, muss die Gebrauchsanweisung des Herstellers suchen.

Nach Kaiserschnitt und bei Rektusdiastase

„ems gürtel nach kaiserschnitt“ und „ems bei rektusdiastase“ stehen unter den Suchvorschlägen, zusammen mit weiteren Kombinationen zu 15 Vorschlägen. Eine Studie, die einen EMS-Gürtel nach einer Geburt oder bei einer Rektusdiastase untersucht, liegt nicht vor. Was es gibt, sind zwei indirekte Hinweise. Die Beurer-Anleitung schließt die Anwendung nach Operationen aus, wenn verstärkte Muskelkontraktionen die Heilung stören könnten; ein Kaiserschnitt ist eine Bauchoperation. Und Porcari 2005 hat Frauen bis drei Monate nach einer Schwangerschaft gar nicht aufgenommen.

Álvarez-Barrio 2023 hat bei 120 gesunden Menschen nach einer Sitzung mit Übungen und Strom keinen Unterschied im Abstand der geraden Bauchmuskeln gegenüber Übungen ohne Strom gefunden. Das betrifft gesunde Personen und eine Sitzung, keine Rückbildung. Ob Strom eine Rektusdiastase verkleinert, vergrößert oder nicht berührt, ist mit diesen Unterlagen offen. Wann nach einer Geburt welche Übung sinnvoll ist und was die Meta-Analysen zum Training bei Rektusdiastase finden, ordnet der Ratgeber Training bei Rektusdiastase, was die Studien zeigen ein. Für den Zeitpunkt nach Geburt und Kaiserschnitt sind Hebamme, Frauenärztin oder Physiotherapie die richtige erste Adresse, auch bevor ein Gürtel ins Spiel kommt.

Nebenwirkungen: was gemeldet und was gemessen ist

Die FDA nennt auf ihrer Verbraucherseite Berichte über Stromschläge, Verbrennungen, Blutergüsse, Hautreizungen und Schmerzen durch Muskelstimulatoren, dazu die erwähnten Störungen implantierter Geräte. Zahlen nennt sie nicht. In der ACE-Studie von 2000 traten Nebenwirkungen auf, ohne dass das Heft sie auszählt. Yoo 2023 meldet keine Komplikationen in acht Wochen; Porcari 2005 berichtet zu Nebenwirkungen nichts.

Im europäischen Warnsystem Safety Gate finden sich zu EMS-Gürteln wenige Meldungen, keine zu einer der Marken, die im Cluster eine Rolle spielen. Bulgarien meldete 2008 einen „Schlankheitsgürtel“ der Marke ABGIMNIC ohne bulgarische Anleitung mit Risiken unter anderem für Menschen mit Epilepsie, Herzkranke und Schwangere. Irland meldete 2022 einen Schlankheitsgürtel der Marke L(A)B, dessen Netzteil einen Stromschlag verursachen konnte. Schweden meldete 2023 einen elektrischen Hüfttrainer mit bis zu 74 Prozent Blei in den Lötstellen und 2024 ein Muskelstimulationsgerät mit Weichmachern und Cadmium. Das sind Befunde der durchsuchten Datenbank, keine Aussage über Geräte, die dort nicht stehen.

Die schweren Nebenwirkungen, über die zu EMS berichtet wird, betreffen das Ganzkörpertraining im Studio. Stöllberger und Finsterer fanden 2019 sieben Fälle von Muskelzerfall, sogenannter Rhabdomyolyse, nach Ganzkörper-EMS; ob EMS jeweils allein verantwortlich war, blieb offen. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie riet 2018 vom Ganzkörper-EMS im Breitensport ab und nannte einen Anstieg des Muskelenzyms CK bis zum 18-Fachen sowie Nierenschäden in Einzelfällen. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement widersprach acht Tage später und hielt das Training bei korrekter Anwendung für sicher. Das Bundesamt für Strahlenschutz fand in einem Forschungsbericht von 2018 insgesamt nur wenige Belege für problematische Nebenwirkungen, führte EMS aber unter den Anwendungen, über die in der Fachliteratur diskutiert und gewarnt wird, und sah Forschungsbedarf zu Langzeitwirkungen. Zu Bauchgürteln mit einer Region und ohne Übungen liegt keine vergleichbare Auswertung vor.

EMS im Studio ist ein anderes Verfahren

In Foren und Suchanfragen verschwimmt die Grenze. Von den 82 Forenthreads zu EMS in der Auswertung betrifft etwa die Hälfte das Studio, nicht den Gürtel, und im Titel ist das oft nicht zu erkennen. Für das Studio gibt es eine internationale Leitlinie zum sicheren Ganzkörper-EMS von Kemmler und Kollegen aus dem Jahr 2023 mit Regeln zu Aufsicht, Trainerqualifikation, Anamnese und Pausen sowie einen deutschen Konsens von 2024, der die Gegenanzeigen überarbeitet hat: Arteriosklerose und arterielle Durchblutungsstörungen sowie neurologische Erkrankungen und Epilepsie bleiben danach absolute Gegenanzeigen, Diabetes und Krebs wurden zu relativen herabgestuft.

Stiftung Warentest beschreibt im Ratgeber von 2020 ein Studiotraining von rund 20 Minuten, anfangs höchstens einmal pro Woche, ab der elften Woche alle fünf Tage. Slendertone empfiehlt für den Gürtel fünf Tage pro Woche je 30 Minuten. Die Zahlen widersprechen sich nicht, weil sie verschiedene Verfahren beschreiben: Im Studio werden viele Muskelgruppen gleichzeitig unter Last stimuliert, der Gürtel arbeitet an einer Region in Ruhe. Wer die Häufigkeitsregel des Studios auf den Gürtel oder die des Gürtels auf das Studio überträgt, verwechselt beides.

Auch rechtlich ist das Studio anders gestellt. Die Fachkunde nach der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung, mit 23 Lerneinheiten für die Gruppe „EMF-Muskelstimulation“, gilt für die gewerbliche Anwendung. Ein Normentwurf für Anforderungen an EMS-Studios, E DIN 31069 vom Oktober 2026, enthält einen Abschnitt zu Gegenanzeigen, betrifft aber ebenfalls nur das Studio. Für den Gürtel zu Hause gibt es keine Aufsicht, keine Anamnese und keine Fachkunde; was dort gilt, steht in der Gebrauchsanweisung. Anders liegt der Fall, sobald jemand einen solchen Gürtel gewerblich bei anderen einsetzt, etwa in einem Kosmetik- oder Fitnessbetrieb: Dann greift die Verordnung, die in § 2 Nr. 7 die elektrische Muskelstimulation eigens definiert.

Ein drittes Verfahren wird oft mit EMS verwechselt: TENS, die Reizstrombehandlung gegen Schmerzen. Die Beurer-Anleitung verbietet, den Bauchgürtel gleichzeitig mit einem TENS-Gerät zu benutzen. Die abgelaufene Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz rät in den Empfehlungen 5-25 und 5-26 von TENS bei nicht-spezifischem Kreuzschmerz ab; das betrifft die Schmerztherapie und lässt sich nicht auf einen Fitnessgürtel übertragen, so wenig wie umgekehrt eine Wirkung des Gürtels auf Schmerzen belegt ist.

Gelpads und Elektroden als Folgekosten

Bei Gürteln mit Gelpads ist der Verschleiß planbar. Slendertone schreibt, die Pads seien alle 20 bis 30 Straffungseinheiten auszutauschen; auf der englischen Seite heißt es, drei Packungen sollten drei Monate halten. Bei fünf Sitzungen pro Woche ergibt das einen Pad-Satz alle vier bis sechs Wochen (eigene Rechnung). In Porcari 2005 wurden die Elektroden nach der dritten und sechsten Woche gewechselt, also nach jeweils 15 Sitzungen, früher als vom Hersteller heute angegeben. Gelpads sind laut Slendertone von der Garantie ausgenommen, ebenso Batterien und USB-Kabel; die Garantie läuft zwei Jahre.

Beurer geht bei der Corefit-Reihe einen anderen Weg: vier Kontaktelektroden, die mit Wasser befeuchtet werden und nach Herstellerangabe verschleißfrei sind; Klebeelektroden gibt es als Zubehörset. Das Set 647.05 enthält zwei Klebeelektroden von 45 mal 45 Millimetern, ein Kabel und eine Kurzanleitung. Die Garantie beträgt drei Jahre. Der Unterschied ist für die laufenden Kosten erheblich, für die Wirkung aber ungeklärt, weil keine Studie die beiden Bauarten vergleicht. Die Anleitung des EM 37 verlangt Batterien, ausdrücklich keine Akkus, und empfiehlt, sie bei längerer Pause herauszunehmen. Preise für Pads, Batterien oder Zubehör nennt diese Seite nicht; welche Modelle Pads brauchen und welche nicht, zeigt der Gerätevergleich.

Wer die Studie nachbilden will, sollte die Pad-Frage vor dem Kauf durchrechnen. Acht Wochen nach dem Studienplan sind 40 Sitzungen. Nach der Herstellerangabe reichen dafür zwei Pad-Sätze, nach dem Vorgehen der Studie drei. Ein Gürtel, der nach vier Wochen in der Schublade liegt, verursacht keine Folgekosten, bringt aber nach den vorliegenden Daten auch nicht die beworbenen Achtwochenwerte.

Wann sich ein EMS-Bauchgürtel gar nicht lohnt

Es gibt Lagen, in denen man den Gürtel gar nicht kaufen sollte, weil eine andere Lösung trägt oder weil er ausgeschlossen ist. Wer eine der Gegenanzeigen aus der Anleitung hat, braucht kein Gerät, sondern ein Gespräch in der Praxis. Wer Fett abbauen will, findet in den Studien keinen Grund für den Gürtel. Wer ohnehin dreimal pro Woche den Rumpf trainiert, bekommt nach Yoo 2023 keinen messbaren Leistungsgewinn hinzu.

Auch wer nicht bereit ist, den Gürtel acht Wochen lang fünfmal pro Woche zu tragen, sollte sich die Anschaffung überlegen: Für eine niedrigere Dosis gibt es mit dreimal pro Woche nur Studien ohne Effekt, allerdings mit anderen Geräten. Und wer den Gürtel als Ersatz für Bewegung sieht, bekommt die Antwort vom Hersteller selbst, in der Beurer-Anleitung. Für alle anderen ist er ein Gerät mit einem belegten, begrenzten Nutzen: mehr Bauchkraft und Ausdauer bei hoher Dosis, belegt in einer herstellerfinanzierten Studie ohne Bestätigung durch eine zweite. Wer stattdessen mit einem Gerät trainieren will, findet bei den Bauchrädern im Vergleich eine Alternative ohne Strom.

Die ersten Wochen mit dem Gürtel

Nach dem Kauf beginnt die Arbeit mit der Anleitung. Beurer verlangt saubere Haut ohne Creme oder Öl, gleichmäßig befeuchtete Elektroden und Bauch, damit keine punktuellen Spannungsspitzen entstehen, und einen Gürtel, der eng anliegt, ohne einzuschnüren; der Bauchnabel soll mittig abgedeckt sein. In der ersten Woche soll der Gürtel höchstens einmal am Tag laufen, danach öfter, mit mindestens fünf Stunden Ruhe zwischen zwei Einheiten. Die Programme A bis E dauern 22 bis 31 Minuten und schalten nach einer bestimmten Zahl von Durchläufen automatisch weiter.

Zwei Sicherungen beschreibt die Beurer-Anleitung. Zieht man den Gürtel vom Bauch weg, sodass der Hautkontakt abreißt, fällt die Intensität automatisch auf null, und beim erneuten Anlegen liegt keine Spannung mehr an. Eine Tastensperre verhindert, dass die Stärke während einer Einheit versehentlich steigt. Wer Hautreizungen, Schmerzen oder ein Brennen unter den Elektroden bemerkt, bricht die Einheit ab: Die FDA nennt genau solche Beschwerden unter den gemeldeten Problemen, und die Anleitung verweist im Zweifel auf die Ärztin oder den Arzt.

Bei der Intensität unterscheiden sich Anleitung und Studie. Beurer rät, die Stärke nur so hoch zu stellen, wie es noch angenehm erscheint. In Porcari 2005 sollten die Teilnehmenden bis an die Grenze des Erträglichen gehen, und die Autoren führen den Erfolg auf genau diese kräftigen Kontraktionen zurück. Wer den Gürtel nach Anleitung angenehm einstellt, nutzt ihn also anders als in der Studie, die einen Effekt gefunden hat. Ein Rat, die Herstellerangabe zu überschreiten, folgt daraus nicht; es folgt daraus, dass die Studienergebnisse für die angenehme Einstellung nicht belegt sind.

Wer selbst prüfen will, ob sich etwas tut, kann sich an die Messweise der Studie halten: Umfang mit einem festen Maßband auf Nabelhöhe, immer zur gleichen Tageszeit und in derselben Haltung, zu Beginn, nach vier und nach acht Wochen. Die Hautfalte lässt sich zu Hause schlecht messen; das Körpergewicht dazu zeigt, ob sich neben dem Umfang auch das Gewicht bewegt, das in der Studie gleich blieb. Eine solche Selbstmessung ersetzt keine Studie, aber sie verhindert, dass nach vier Wochen ein Werbeversprechen der Maßstab ist.

Wer zusätzlich die Ausdauer prüfen will, kann den Test der Studie nachbilden: Curl-ups im Takt von 40 pro Minute, gezählt, bis der Takt nicht mehr zu halten ist, jeweils zu Beginn und nach acht Wochen. Dabei gilt, was die Kontrollgruppe gezeigt hat. Sie steigerte sich ohne jedes Gerät um 28 Prozent, weil der Test Übung belohnt. Ein Zuwachs in dieser Größenordnung ist also noch kein Beleg dafür, dass der Gürtel gewirkt hat; erst was darüber hinausgeht, spricht für ihn.

Zur Pflege nennt die Beurer-Anleitung eine regelmäßige Kontrolle auf Abnutzung oder Beschädigung; bei Anzeichen davon gehört das Gerät zum Hersteller oder Händler, Reparaturen nur über den Kundendienst. Slendertone empfiehlt, den Gürtel von Hand in lauwarmem Wasser zu reinigen, nachdem Steuergerät und Gelpads abgenommen sind. Am Ende seiner Lebensdauer ist der Gürtel Elektroschrott und gehört nicht in den Hausmüll, die Batterien gehören in eine Sammelstelle. Eine Lebensdauer in Jahren nennt kein Hersteller in den Unterlagen.

Was Vergleichsportale aus der Studienlage machen

In der Auswertung der Suchergebnisse prüft keine der Top-Seiten die Slendertone-Zahlen an der Studie. Ein Portal schreibt EMS-Gürteln eine unterstützende Funktion bei der Fettverbrennung zu, ohne Beleg. Ein anderes behauptet, ein Gürtel stimuliere die Muskelfasern am Bauch zu 100 Prozent, ebenfalls ohne Quelle, und führt eine Gegenanzeigenliste, die von der Beurer-Anleitung abweicht. Testberichte mit Labor gibt es zu EMS-Gürteln nicht: Stiftung Warentest hat 2020 EMS-Studios getestet, keine Heimgeräte, und für Öko-Test fand sich kein Test.

Verwirrend ist auch das Wort „Bauchweggürtel“. In den Suchvorschlägen steht es für zwei verschiedene Produkte: für den EMS-Gürtel, etwa „bauchweggürtel elektrisch“, und für Schwitz- und Neoprengürtel ohne Strom, etwa „bauchweggürtel wie lange tragen“ oder „bauchweggürtel nach kaiserschnitt“. Mehrere Portale führen beide unter Bauchtrainer, eine Shopseite einen Gürtel mit Saunaeffekt und dem Versprechen der Fettverbrennung. Zu Wirkung und Risiken solcher Gürtel ohne Strom fand die Recherche keine Studie. Für sie gilt nichts von dem, was auf dieser Seite über Elektrostimulation steht, auch nicht die Kraftwerte aus Porcari 2005.

Die Ausnahmen sind die Fachstimmen ohne Messung. Ein Sportmediziner bezeichnete in der österreichischen Zeitschrift Konsument 2023 das Abnehmversprechen eines EMS-Gürtels als nicht richtig. Die Foren stellen die Frage knapper; ein Thread vom Juli 2026 fragt, was aus den Elektroschock-Gürteln geworden sei, mit denen man ein Sixpack bekomme. Eine Übersicht über alle Gerätetypen am Bauch, von Bauchrad bis Rückentrainer, und darüber, welcher wofür taugt, gibt die Übersicht zu Bauchtrainern mit Entscheidungshilfe.

Was sich zur Wirkung von EMS-Bauchgürteln nicht belegen ließ

  • Eine Studie mit einem heute verkauften Heimgürtel, Schein-Stimulation und verblindeter Messung.
  • Ein Vergleich zwischen Gürtel und Bauchübungen bei gleicher Zahl an Kontraktionen.
  • Eine Messung, die eine Fettabnahme am Bauch durch einen EMS-Gürtel zeigt.
  • Die Herkunft der Slendertone-Angaben „77 % der Benutzer“ und „100 % nach 6 Wochen“ sowie der 49 Prozent auf der Abs7-Seite.
  • Ob die Programme des Evolve Abs denen des Slendertone FLEX von 2005 entsprechen.
  • Der Prozentwert der Maximalkraft, den ein heutiger Gürtel bei angenehmer Einstellung auslöst.
  • Ob mit Wasser befeuchtete Kontaktelektroden ähnlich wirken wie Gelpads; eine vergleichende Studie fehlt.
  • Eine Studie zu EMS-Gürteln nach Kaiserschnitt, nach einer Geburt oder bei Rektusdiastase.
  • Häufigkeiten von Nebenwirkungen bei Heimgürteln; die FDA nennt Berichte ohne Zahlen.
  • Gegenanzeigen der Slendertone-Modelle Evolve Abs und Abs7 aus einer europäischen Anleitung.
  • Ob Porcari 2002 und die ACE-Studie von 2000 dieselbe Messreihe beschreiben.
  • Eine Lebensdauer der Gürtel in Jahren oder Betriebsstunden.

Studien, Behördenseiten und Anleitungen zum Nachlesen

Alle Quellen wurden am 17. Oktober 2026 abgerufen. Die Porcari-Studie von 2005 wurde im Volltext gelesen, die übrigen Studien nur als Abstract. Prozentwerte, Minutensummen und Pad-Intervalle, die als eigene Rechnung gekennzeichnet sind, beruhen auf den Tabellenwerten und Herstellerangaben. Getestet hat hier niemand einen Gürtel; Preise nennt diese Seite nicht.

FAQ

Häufige Fragen

Bringt ein EMS-Bauchtrainer etwas?

In der Studie von Porcari 2005 stieg die Bauchkraft mit einem Slendertone-Gürtel nach acht Wochen um 58 Prozent, die Ausdauer netto um 72 Prozent, verglichen mit einer Gruppe ohne Training. Die Studie war vom Hersteller finanziert und hatte keine Schein-Stimulation. Porcari 2002 fand mit einem anderen Gerät und Schein-Stimulation keinen Effekt.

Hilft ein EMS-Gürtel gegen Bauchfett?

In den ausgewerteten Studien nicht: Porcari 2005 maß keine Änderung von Gewicht und Hautfalten, Porcari 2002 und ACE 2000 keine Änderung des Körperfetts. Die FDA hat kein EMS-Gerät zur Gewichtsabnahme oder Umfangsreduktion freigegeben. Die 3,5 Zentimeter weniger Taille aus Porcari 2005 entstanden ohne Fettverlust.

Stimmen die 58 Prozent nach 4 Wochen aus der Slendertone-Werbung?

Nach der zugrunde liegenden Studie nicht für diesen Zeitpunkt. Porcari 2005 misst nach vier Wochen ein Kraftplus von 34 Prozent, die 58 Prozent erst nach acht Wochen und 40 Sitzungen. Die Angaben zu 3,5 Zentimetern Taille und 72 Prozent Ausdauer nach acht Wochen passen dagegen zur Studie.

Wie oft sollte man einen EMS-Gürtel benutzen?

Belegt ist ein Effekt nur für das Studienprotokoll: fünfmal pro Woche über acht Wochen, je 20 bis 40 Minuten bei hoher Intensität. Slendertone empfiehlt fünf Tage pro Woche 30 Minuten. Beurer rät, in der ersten Woche höchstens einmal täglich zu stimulieren und mindestens fünf Stunden Pause zwischen zwei Einheiten zu lassen.

Darf man einen EMS-Gürtel mit Herzschrittmacher benutzen?

Laut Anleitung nicht: Beurer und Slendertone (US-Anleitung) schließen implantierte elektronische Geräte wie Herzschrittmacher und Defibrillatoren aus. Die FDA meldet Störungen solcher Implantate durch Muskelstimulatoren. Wer ein Implantat oder Herzrhythmusstörungen hat, bespricht die Frage vor dem Kauf mit der Ärztin oder dem Arzt.

Welche Nebenwirkungen hat ein EMS-Gürtel?

Die FDA nennt Berichte über Stromschläge, Verbrennungen, Blutergüsse, Hautreizungen und Schmerzen, ohne Häufigkeiten. Beurer warnt vor punktuellen Verbrennungen durch Piercings und verbietet die Anwendung an Kopf, Hals und Brustkorb. Die schweren Fälle von Muskelzerfall in der Literatur betreffen Ganzkörper-EMS im Studio, nicht den Bauchgürtel.

Darf man nach einem Kaiserschnitt einen EMS-Gürtel nutzen?

Eine Studie dazu gibt es in den ausgewerteten Unterlagen nicht. Beurer schließt die Anwendung nach Operationen aus, wenn Muskelkontraktionen die Heilung stören könnten, und Porcari 2005 hat Frauen bis drei Monate nach einer Schwangerschaft nicht aufgenommen. Hebamme, Frauenärztin oder Physiotherapie sind hier die erste Adresse.

Ist ein EMS-Gürtel dasselbe wie EMS-Training im Studio?

Nein. Im Studio werden mit Weste und Manschetten viele Muskelgruppen während Übungen stimuliert, gesteuert von einem Trainer; dafür gelten eigene Leitlinien und die NiSV mit Fachkunde. Der Gürtel stimuliert nur den Bauch, in den Passivprogrammen ohne Übungen und immer ohne Aufsicht. Studienergebnisse und Häufigkeitsregeln lassen sich nicht vom einen auf das andere übertragen.