Nass-Trockensauger fürs Auto: 6 Geräte mit Herstellerdaten
Sechs Nass-Trockensauger fürs Auto mit Herstellerdaten: Saugwerte, Schlauch und Kabel, Filterregeln beim Nasssaugen und warum keiner Polster waschen kann.
Ein Nass-Trockensauger saugt Wasser, Schneematsch und Krümel mit demselben Gerät, und er hat mit 1.000 Watt und mehr eine Leistung, die ein gewöhnlicher Bodenstaubsauger in der EU nicht mehr haben darf. Was er nicht kann, wird beim Kauf für das Auto oft übersehen: Er sprüht nichts und wäscht deshalb kein Polster. Dieser Vergleich stellt sechs Geräte vor, die am 5. Oktober 2026 auf Amazon kaufbar waren, vier von Kärcher, eines von Nilfisk und ein Akkugerät von Einhell, und ordnet ihre Herstellerangaben so ein, dass sie sich für Fußraum, Kofferraum und Fußmatten vergleichen lassen.
Was hier steht und was auf den Nachbarseiten
Hier geht es um Nass-Trockensauger mit Behälter und Schlauch. Wie man den Innenraum Schritt für Schritt reinigt und was die Autohersteller zu Polstern, Leder und Sitzheizung schreiben, steht im Ratgeber Auto-Innenraum reinigen. Kleine Akkusauger zeigt der Vergleich der Akku-Handsauger, Geräte für den Zigarettenanzünder der Vergleich der 12-V-Sauger. Den Überblick gibt die Übersicht zu Auto-Staubsaugern. Getestet hat hier niemand etwas, und Preise nennt diese Seite nicht.
Wie die sechs Geräte ausgewählt wurden
In den Vergleich kam ein Gerät, wenn es am 5. Oktober 2026 auf Amazon kaufbar war, wenn der Hersteller es als Nass-Trockensauger führt und wenn die Produktseite einen Bewertungsstamm zeigte, der eine Einordnung erlaubt. Jede Produktseite wurde einzeln geöffnet; Sterne und Bewertungszahl stehen in den Karten so, wie sie dort abzulesen waren. Die technischen Angaben stammen, wo es sie gab, von den Produktseiten und Betriebsanleitungen der Hersteller. Wo das Datenblatt der Verkaufsseite davon abweicht, steht der Widerspruch in der Karte.
Das Feld ist ungleich verteilt, und das hat einen Grund in den Bewertungsstämmen. Kärcher stellt vier der sechs Geräte, darunter den meistbewerteten Sauger mit 8.914 Bewertungen, den WD 2 Plus. Der Nilfisk Multi II 30 T ist mit 775 Bewertungen der einzige Gegenentwurf eines anderen Herstellers mit Kabel, der Einhell TE-VC 18/10 mit 3.992 Bewertungen das einzige Akkugerät. Am anderen Ende steht der Kärcher WD 6 P S mit 81 Bewertungen; seine Produktseite gehört nach allem, was sich ablesen ließ, zu einer neuen Version, denn eine frühere Fassung dieses Vergleichs nannte für dasselbe Listing 2.617 Bewertungen.
Drei Geräte wurden geprüft und nicht aufgenommen. Der Kärcher WD 3 V-17/4/20 mit 2.048 Bewertungen liegt so nah am WD 3 S, dass er im Feld nur eine Wiederholung wäre; seine Herstellerdaten erscheinen weiter unten trotzdem, weil Kärcher für ihn die Werte am vollständigsten angibt. Der Bosch GAS 18V-10L ist ein Nass-Trockensauger für die Werkstatt, der DeWalt DCV584L ein großes Gerät für Netz und Akku; beide passen besser zu Baustelle und Werkstatt als zum Auto. Wer schon Werkzeugakkus besitzt, findet kleinere Sauger dafür im Vergleich der Sauger für Akkusysteme.
Die Sterne liegen im Feld eng beieinander, zwischen 4,3 beim Nilfisk und 4,6 beim WD 2 Plus, beim WD 6 P S und beim Einhell. Ein Unterschied von drei Zehnteln sagt bei Bewertungsstämmen zwischen 81 und 8.914 wenig über die Geräte, und deshalb ordnet dieser Vergleich nicht nach Sternen, sondern nach Einsatz. Die Reihenfolge der Karten folgt der Größe, vom kleinsten Kärcher bis zum Akkugerät, das eine eigene Gruppe bildet.

Kärcher WD 2 Plus V-12/4/18/C Nass-Trockensauger

Kärcher WD 3 S V-17/4/20 Nass-Trockensauger

Kärcher WD 3 P V-19/4/20 Nass-Trockensauger mit Steckdose

Kärcher WD 6 P S V-30/8/35/T Nass-Trockensauger

Nilfisk Multi II 30 T Nass-Trockensauger

Einhell TE-VC 18/10 Li-Solo Akku-Nass-Trockensauger
| Produkt | Segment | Bewertung | Aktion |
|---|---|---|---|
![]() | Einsteiger | 4.6(8.914) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.4(3.277) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.5(253) | Ansehen |
![]() | Premium | 4.6(81) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.3(775) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.6(3.992) | Ansehen |
Nass-Trockensauger, Waschsauger, Handsauger: drei verschiedene Geräte
Hinter dem Wort „Nasssauger“ stecken zwei Gerätearten. In den Ratgebern des ADAC heißt so das Sprüh-Absaug-Gerät, das Reinigungslösung ins Polster bringt und gelöst wieder herauszieht. Kärcher trennt genauer: Der Nass-/Trockensauger nimmt nassen und trockenen Schmutz auf, der Waschsauger sprüht laut Kärcher Wasser und Reiniger mit Druck tief in textile Flächen und saugt es mit dem gelösten Schmutz wieder ab. Alle sechs Geräte in diesem Vergleich sind Nass-Trockensauger. Keines sprüht.
Für den Alltag im Auto heißt das: Ein Nass-Trockensauger holt ausgelaufenen Kaffee aus dem Fußraumteppich, Schneematsch von den Matten, Sand aus dem Kofferraum und Laub aus der Reserveradmulde. Ein verschmutztes Stoffpolster reinigt er nicht tiefer als jeder andere Sauger. Dafür braucht es einen Waschsauger wie den Kärcher SE 4, den der Hersteller als Gerät mit je vier Litern Frisch- und Schmutzwasser, Polsterdüse und ausdrücklich für Autositze beschreibt und der sich auch als Nass-Trockensauger nutzen lässt. Einen solchen Kombisauger enthält das Feld nicht, weil er eine andere Gerätegruppe ist.
Vom Akku-Handsauger trennt den Nass-Trockensauger vor allem die Größe. Kärcher nennt 4,3 Kilogramm für den WD 2 Plus und 9,3 Kilogramm für den WD 6 P S in der Variante V-30/6/22/T, Nilfisk 9,6 Kilogramm für den Multi II; der WD 2 Plus misst laut Kärcher 349 mal 328 mal 378 Millimeter. Ein Handsauger liegt dagegen in der Hand und im Handschuhfach. Wer beides kennt, nutzt meist beides: den kleinen Sauger zwischendurch und den großen für die gründliche Reinigung, so wie der ADAC in einem Ratgeber zum Familienauto einen kleinen Akkusauger für den schnellen Einsatz empfiehlt.
Warum diese Sauger mehr Watt haben dürfen als ein Bodenstaubsauger
Wer die Leistungsangaben im Feld liest, stutzt vielleicht: 1.000 Watt bei den Kärcher-Geräten der WD-2- und WD-3-Reihe, 1.300 Watt beim WD 6 P S laut Kärcher, 1.400 Watt Spitze beim Nilfisk. Stiftung Warentest schreibt in ihrer Staubsauger-Datenbank, hohe Wattzahlen seien durch die Ökodesign-Vorgaben auf maximal 900 Watt begrenzt. Beides stimmt, weil die Grenze für Nass-Trockensauger nicht gilt.
Die Ökodesign-Verordnung für Staubsauger, die Verordnung (EU) Nr. 666/2013, gilt nach ihrem ersten Artikel für netzbetriebene Staubsauger, aber ausdrücklich nicht für Nasssauger, kombinierte Nass- und Trockensauger, akkubetriebene Staubsauger, Saugroboter, Industrie- und Zentralstaubsauger. Einen kombinierten Nass- und Trockensauger definiert die Verordnung als Gerät, das dafür ausgelegt ist, zusätzlich zu den Funktionen eines Trockensaugers ein flüssiges Volumen von über 2,5 Litern aufzunehmen. Für die übrigen Netzsauger setzt sie eine Nennleistungsaufnahme von weniger als 900 Watt seit dem 1. September 2017 fest und einen Schallleistungspegel von höchstens 80 dB(A).
Dasselbe galt für das Energielabel. Die delegierte Verordnung Nr. 665/2013 nahm Nass-Trockensauger ebenso aus; sie ist seit dem 18. Januar 2019 ohnehin wirkungslos, nachdem das Gericht der Europäischen Union sie im November 2018 auf eine Klage von Dyson hin für nichtig erklärt hatte, weil die Messung mit leerem Staubbehälter die reale Nutzung nicht abbilde. Die EU-Kommission prüft derzeit eine Überarbeitung, die auch akkubetriebene Sauger und Saugroboter erfassen könnte; die Annahme ist laut Kommission für das dritte Quartal 2027 geplant. Ob die Überarbeitung Nass-Trockensauger einbezieht, ließ sich nicht klären.
Für den Käufer folgt daraus zweierlei. Die hohen Wattzahlen der Nass-Trockensauger sind nicht verboten, sie sind aber auch kein Gütesiegel: Die Nennleistungsaufnahme sagt, wie viel Strom der Motor zieht, nicht wie gut er saugt. Und ein Energielabel, das die Geräte vergleichbar machen würde, gibt es für diese Geräteklasse nicht.
Kärcher WD 2 Plus V-12/4/18/C Nass-Trockensauger
Kärcher
Das spricht dafür: Kompakt, ohne Filterwechsel nass und trocken.
Fazit: Der meistbewertete Nass-Trockensauger im Feld und der kleinste von Kärcher: 1.000 W, 12-l-Kunststoffbehälter, einteiliger Patronenfilter für nass und trocken ohne Filterwechsel, Blasfunktion, 1,8 m Schlauch laut Merkmalstext, Boden- und Fugendüse. Das Datenblatt nennt 4 m Schlauch und führt „kabellos“ unter den Besonderheiten.
Kernfakten
- Leistung
- 1.000 W
- Behälter
- 12 l Kunststoff
- Filter
- Patronenfilter
- Gewicht
- 5,52 kg
Am besten für: Gelegentliche Auto- und Garagenreinigung mit wenig Stauraum
Weniger geeignet für: Wer große Fahrzeuge ohne Umstecken saugen will
Pro
- Größter Stamm im Feld
- Kompakt
- Kein Filterwechsel
Contra
- Kurzer Schlauch fürs Auto
- Keine Polsterdüse im Lieferumfang
Ausstattung
- Blasfunktion
- Zubehöraufbewahrung
- Vlies-Filterbeutel
Kärcher WD 3 S V-17/4/20 Nass-Trockensauger
Kärcher
Das spricht dafür: Edelstahlbehälter, 2 m Schlauch.
Fazit: 1.000 W, 17-l-Edelstahlbehälter, Patronenfilter für nass und trocken, Blasfunktion und 2 m Schlauch; Kärcher nennt die Innenraumreinigung des Autos ausdrücklich als Einsatz. Das Datenblatt führt „1 Stunde Akkulaufzeit“ für ein Netzgerät.
Kernfakten
- Leistung
- 1.000 W
- Behälter
- 17 l Edelstahl
- Schlauch / Kabel
- 2 m / 4 m
- Lautstärke laut Datenblatt
- 74 dB
- Gewicht
- 6,03 kg
Am besten für: Regelmäßige Auto- und Kellerreinigung
Weniger geeignet für: Werkstatt mit Elektrowerkzeugen
Pro
- Robuster Behälter
- Breiter Stamm
- Auto ausdrücklich genannt
Contra
- Keine Gerätesteckdose
- Keine Polsterdüse
Ausstattung
- Blasfunktion
- Zubehöraufbewahrung
Kärcher WD 3 P V-19/4/20 Nass-Trockensauger mit Steckdose
Kärcher
Das spricht dafür: Gerätesteckdose für die Werkstatt.
Fazit: 19-l-Kunststoffbehälter, Patronenfilter, Blasfunktion und eine Gerätesteckdose mit Ein-/Aus-Automatik für Elektrowerkzeuge; dazu eine Nass-/Trockendüse mit Clips und ein Adapter für Werkzeuge. Für das Auto spielt die Steckdose keine Rolle, für die Werkstatt schon. Das Datenblatt nennt 230 W; das ist der Wert, den Kärcher für die WD-3-Reihe als Saugleistung angibt, nicht die Nennleistung von 1.000 W. Eine deutsche Kärcher-Produktseite zu dieser Variante war nicht abrufbar, die österreichische meldet den WD 3 P als nicht mehr im Sortiment.
Kernfakten
- Behälter
- 19 l Kunststoff
- Steckdose
- mit Ein-/Aus-Automatik
- Schlauch
- 2 m
Am besten für: Wer Auto und Heimwerken mit einem Gerät abdecken will
Weniger geeignet für: Wer nur das Auto saugt
Pro
- Auch für Werkstatt
- Gute Sterne
Contra
- Kleiner Stamm
- Keine abrufbare Kärcher-Produktseite
Ausstattung
- Werkzeugadapter
- Blasfunktion
- Nass-/Trockendüse
Kärcher WD 6 P S V-30/8/35/T Nass-Trockensauger
Kärcher
Das spricht dafür: 8 m Kabel, 3,5 m Schlauch, Filterabreinigung.
Fazit: Das größte Gerät im Feld: 30-l-Edelstahlbehälter, 8 m Kabel und 3,5 m Schlauch — damit lässt sich ein Auto umrunden, ohne umzustecken. Flachfaltenfilter mit Abreinigung per Knopfdruck, Gerätesteckdose, Blasfunktion. Die Produktseite zeigt 81 Bewertungen; die frühere Fassung dieses Vergleichs nannte für dasselbe Listing 2.617, die Seite gehört offenbar zu einer neuen Version des Geräts.
Kernfakten
- Behälter
- 30 l Edelstahl
- Kabel / Schlauch
- 8 m / 3,5 m
- Filter
- Flachfalten, Abreinigung
- Gewicht
- 11,59 kg
Am besten für: Große Fahrzeuge, Wohnmobile, Garage und Werkstatt
Weniger geeignet für: Wer wenig Stauraum hat
Pro
- Größte Reichweite
- Filter lässt sich abreinigen
Contra
- Schwer und groß
- Neuer Bewertungsstamm
Ausstattung
- Filterabreinigung
- Gerätesteckdose
- Flexibler Werkzeugschlauch
Nilfisk Multi II 30 T Nass-Trockensauger
Nilfisk
Das spricht dafür: 1.400 W, Filteranzeige, Push&Clean.
Fazit: Der Gegenentwurf zu Kärcher im Feld: 1.400 W, 30-l-Behälter, Blasfunktion, Anzeige für Filterreinigung oder -wechsel, Abreinigung per Knopfdruck und Gerätesteckdose; mit oder ohne Beutel nutzbar. Laut Datenblatt mit 87 dB das lauteste Gerät und mit 9,6 kg eines der schwersten.
Kernfakten
- Leistung
- 1.400 W
- Behälter
- 30 l
- Lautstärke laut Datenblatt
- 87 dB
- Schlauch
- 4 m
- Gewicht
- 9,6 kg
Am besten für: Wer viel Schmutz und gelegentlich Nässe aus großen Fahrzeugen holt
Weniger geeignet für: Lärmempfindliche Umgebungen
Pro
- Hohe Leistung
- Filteranzeige
- Mit oder ohne Beutel
Contra
- Laut
- Schwer
Ausstattung
- Filteranzeige
- Push & Clean
- Gerätesteckdose
Einhell TE-VC 18/10 Li-Solo Akku-Nass-Trockensauger
Einhell
Das spricht dafür: Nass-Trockensauger ohne Kabel, Polsterdüse dabei.
Fazit: Der einzige Nass-Trockensauger im Feld ohne Kabel: Er läuft mit den 18-V-Akkus der Einhell-Reihe Power X-Change, die nicht im Lieferumfang sind. 10-l-Behälter mit Schnellverschlüssen, Blasanschluss, ausziehbarer Schlauch, Fugen- und Polsterdüse, Schaumfilter und Staubbeutel. Einhell nennt 90 mbar, 2 m Schlauch und je nach Akku 12 Minuten (2,5 Ah) bis 42 Minuten (8,0 Ah) Laufzeit; das Amazon-Datenblatt nennt dagegen drei Stunden Laufzeit und 30 Minuten Ladezeit.
Kernfakten
- Akku
- 18 V Power X-Change, nicht dabei
- Unterdruck laut Einhell
- 90 mbar
- Laufzeit laut Einhell
- 12 min (2,5 Ah) bis 42 min (8,0 Ah)
- Behälter / Schlauch
- 10 l / 2 m
- Gewicht
- 3,05 kg
Am besten für: Wer bereits Akkus von Einhell besitzt
Weniger geeignet für: Wer keinen Einhell-Akku hat und keinen kaufen will
Pro
- Kein Kabel, kein 12-V-Anschluss nötig
- Breiter Stamm
- Leicht für einen Nasssauger
Contra
- Akku und Ladegerät extra
- Amazon-Datenblatt mit falscher Laufzeit
Ausstattung
- Blasanschluss
- 2-in-1-Polsterdüse
- Schnellverschlüsse
Die sechs Sauger im Einzelnen
Kärcher WD 2 Plus V-12/4/18/C
Der kleinste Kärcher im Feld ist zugleich das Gerät mit dem breitesten Bewertungsstamm: 4,6 Sterne bei 8.914 Bewertungen. Kärcher nennt auf der eigenen Produktseite einen Kunststoffbehälter mit zwölf Litern, ein Kabel von vier Metern, einen Saugschlauch von 1,8 Metern, 220 Watt Saugleistung bei 1.000 Watt Nennleistungsaufnahme, 220 Millibar Vakuum und 43 Liter Luft pro Sekunde. Gefiltert wird mit einem Patronenfilter aus Zellulose, dazu kommt ein Vliesfilterbeutel; eine Blasfunktion ist dabei. Kärcher gibt 4,3 Kilogramm an und einen Schalldruckpegel von 74 dB(A); die Betriebsanleitung, die die Reihe gemeinsam abdeckt, nennt für den WD 2 Plus 77.
Im Lieferumfang stehen eine Bodendüse mit Clips und eine Fugendüse. Eine Polsterdüse ist nicht aufgeführt. Für das Auto ist der kurze Schlauch der wichtigste Nachteil: 1,8 Meter sind der kürzeste Wert im Feld. Das Amazon-Datenblatt nennt vier Meter Schlauch und führt „kabellos“ unter den Besonderheiten; beides passt nicht zur Herstellerangabe, bei Kärcher sind vier Meter die Länge des Kabels.
Wer wenig Stauraum hat und das Auto gelegentlich gründlich saugt, findet im WD 2 Plus das kompakteste Netzgerät im Feld. Wer regelmäßig größere Fahrzeuge reinigt, wird den Schlauch als zu kurz empfinden; Kärcher bietet dafür ein Autoset mit einem Verlängerungsschlauch von 1,5 Metern an, das laut Hersteller zu allen Nass-Trockensaugern der Heim- und Gartenreihe passt.
Kärcher WD 3 S V-17/4/20
Der WD 3 S ist das Mittelfeld der Kärcher-Reihe: 17 Liter im Edelstahlbehälter, vier Meter Kabel und zwei Meter Saugschlauch mit gebogenem Handgriff, 230 Watt Saugleistung, 230 Millibar Vakuum und 45 Liter pro Sekunde, alles laut Kärcher. Der Patronenfilter soll nass und trocken ohne Filterwechsel arbeiten; ein Vliesfilterbeutel liegt bei, die Blasfunktion auch, und der Handgriff lässt sich abnehmen. Kärcher nennt 4,8 Kilogramm und 74 dB(A) Schalldruck, die Betriebsanleitung 75. Auf Amazon zeigt die Produktseite 4,4 Sterne bei 3.277 Bewertungen.
Gegenüber dem WD 2 Plus gewinnt der WD 3 S vor allem 20 Zentimeter Schlauch, fünf Liter Behälter und den Edelstahl. Die Saugwerte liegen nach Kärchers Angaben nur wenig höher: 230 statt 220 Millibar, 45 statt 43 Liter pro Sekunde. Wer also wegen der Saugkraft vom WD 2 Plus zum WD 3 S wechseln möchte, findet in den Herstellerzahlen dafür kaum einen Grund; wer Volumen und Reichweite sucht, schon. Die Maße gibt Kärcher mit 353 mal 328 mal 493 Millimetern an, der WD 3 S ist also vor allem höher.
Das Amazon-Datenblatt führt für den WD 3 S eine Akkulaufzeit von einer Stunde, obwohl das Gerät am Netz läuft. Auch beim Lieferumfang gilt, was für den WD 2 Plus gilt: Boden- und Fugendüse, keine Polsterdüse. Für den baugleichen WD 3 V-17/4/20 ohne „S“, der nicht im Feld steht, beschreibt Kärcher die Werte am deutlichsten: kraftvoll mit 230 Watt Saugleistung bei 1.000 Watt Nennleistungsaufnahme, und der Patronenfilter sei für Nass- und Trockensaugen ohne zusätzlichen Filterwechsel gedacht. Kärcher trennt hier selbst die beiden Wattzahlen, die auf den Verkaufsseiten oft verwechselt werden.
Kärcher WD 3 P V-19/4/20
Der WD 3 P unterscheidet sich vom WD 3 S vor allem durch eine Gerätesteckdose mit Ein-/Ausschaltautomatik: Wer ein Elektrowerkzeug anschließt, startet den Sauger mit, sobald das Werkzeug läuft. Die Amazon-Seite nennt einen Kunststoffbehälter mit 19 Litern, einen Patronenfilter, eine Blasfunktion, eine Nass-/Trockendüse mit Clips und einen Adapter für Werkzeuge; sie zeigt 4,5 Sterne bei 253 Bewertungen. Das Datenblatt nennt 230 Watt, den Wert, den Kärcher für die WD-3-Reihe als Saugleistung angibt.
Herstellerangaben gibt es für diese Variante weniger als für die anderen Geräte im Feld. Eine deutsche Kärcher-Produktseite war unter der probierten Adresse nicht abrufbar, und die österreichische Seite meldet, der WD 3 P sei nicht mehr im aktuellen Sortiment. Die gemeinsame Betriebsanleitung nennt für die Gerätesteckdose höchstens 2.100 Watt bei einer Absicherung mit 16 Ampere. Für die verwandte Variante WD 3 P S nennt Kärcher 100 bis 2.100 Watt Anschlussleistung und 5,2 Kilogramm. Schlauchlänge und Lieferumfang des WD 3 P V-19/4/20 ließen sich beim Hersteller nicht belegen.
Für das Auto spielt die Steckdose keine Rolle. Sie lohnt sich, wenn derselbe Sauger in der Werkstatt Staub von Säge oder Schleifer aufnehmen soll. Wer nur das Auto saugt, bekommt mit dem WD 3 S das besser belegte Gerät.
Kärcher WD 6 P S V-30/8/35/T
Der WD 6 P S ist das größte Gerät im Feld. Die Amazon-Seite nennt für diese Variante einen Edelstahlbehälter mit 30 Litern, acht Meter Kabel, 3,5 Meter Schlauch, einen Flachfaltenfilter mit Abreinigung per Knopfdruck und eine Gerätesteckdose, dazu 11,59 Kilogramm und 73 dB. Kabel und Schlauch zusammen ergeben die größte Reichweite im Feld. Die Produktseite zeigt 4,6 Sterne, aber nur 81 Bewertungen.
Beim Hersteller ließ sich nur eine verwandte Variante abrufen, der WD 6 P S V-30/6/22/T mit sechs Meter Kabel und 2,2 Meter Schlauch; die Kärcher-Adresse zur Artikelnummer leitete auf diese Variante weiter. Für sie nennt Kärcher 1.300 Watt Nennleistungsaufnahme, 280 Millibar Vakuum, 75 Liter pro Sekunde, 9,3 Kilogramm, 73 dB(A), Leistungsregulierung, eine Ablassschraube, Saugrohre aus Edelstahl und eine umschaltbare Bodendüse. Bei der Saugleistung widerspricht sich die Seite selbst: Die Tabelle nennt 300 Watt, der Fließtext 260. Ob die Variante mit acht Meter Kabel dieselben Saugwerte hat, ließ sich nicht prüfen.
Der WD 6 P S ist das Gerät für große Fahrzeuge, Wohnmobile und die Kombination aus Garage und Werkstatt. Für einen Kleinwagen in einer kleinen Garage ist er nach den Herstellerangaben groß und schwer.
Nilfisk Multi II 30 T
Der Nilfisk ist das einzige Netzgerät im Feld, das nicht von Kärcher stammt, und er ist in mehreren Werten das Gegenstück. Die Betriebsanleitung nennt für den Multi 30 T einen Behälter mit 30 Litern, davon 20 Liter netto für Flüssigkeit und 13 Liter für trockenen Schmutz im Beutel, eine Nennleistung von 1.260 Watt und eine maximale von 1.400 Watt, eine maximale Saugleistung von 292 Watt und einen Unterdruck von 21 Kilopascal, also 210 Millibar. Dazu kommen die Filterabreinigung Push-to-Clean, eine Ein-/Ausschaltautomatik und eine Gerätesteckdose bis 1.100 Watt. Nilfisk nennt 87 dB(A); ob als Schalldruck oder Schallleistung, sagen die abgerufenen Abschnitte nicht.
Die österreichische Nilfisk-Seite ergänzt fünf Meter Netzkabel, vier Meter Schlauch, ein Saugrohr mit 36 Millimetern und den Lieferumfang mit Filter, Staubbeutel, Fugendüse, zwei Teleskoprohren aus Metall, Adapter für Elektrowerkzeuge und einer 2-in-1-Bodendüse; eine Polsterdüse ist nicht aufgeführt. Die Seite nennt den Wert 292 an einer Stelle als Saugkraft in Millibar, die Anleitung als Saugleistung in Watt; die Anleitung ist hier stimmiger, weil sie den Unterdruck getrennt angibt. Auf derselben Seite heißt der Behälter einmal Polypropylen und einmal Inox, offenbar weil zwei Varianten gemischt sind.
Mit vier Metern hat der Nilfisk den längsten Schlauch unter den Geräten, deren Hersteller ihn angeben, und mit 87 dB(A) den höchsten Lautstärkewert. Die Seite schreibt in den Fragen und Antworten, das Gerät beseitige Sand und Tierhaare im Auto, mit der Fugendüse auch in schmalen Zwischenräumen. Auf Amazon zeigt die Produktseite 4,3 Sterne bei 775 Bewertungen; das Datenblatt nennt eine Ersatzteilverfügbarkeit von einem Jahr, eine Angabe, die sich beim Hersteller nicht prüfen ließ.
Einhell TE-VC 18/10 Li-Solo
Der Einhell ist der einzige Nass-Trockensauger im Feld ohne Kabel. Er läuft mit den 18-Volt-Akkus der Einhell-Reihe Power X-Change, die nicht im Lieferumfang sind; Einhell empfiehlt mindestens 2,5 Amperestunden. Laut Hersteller fasst der Behälter zehn Liter, der Schlauch ist zwei Meter lang bei 36 Millimetern Durchmesser, der Unterdruck beträgt 90 Millibar, der Schalldruck 72 dB(A), das Gewicht 3,05 Kilogramm. Eine Staubschutzklasse nennt Einhell ausdrücklich nicht. Als Einsatzbeispiel führt der Hersteller das Autosaugen.
Die Laufzeit hängt am Akku, und Einhell gibt sie gestaffelt an: 12 Minuten mit 2,5 Amperestunden, 17 mit 3,0, 21 mit 4,0, 26 mit 5,2, 30 mit 6,0 und 42 mit 8,0 Amperestunden. Das Amazon-Datenblatt nennt dagegen drei Stunden Laufzeit und eine halbe Stunde Ladezeit, ohne Akku. Wer mit dem kleinsten empfohlenen Akku saugt, hat laut Einhell zwölf Minuten. Auf Amazon zeigt die Seite 4,6 Sterne bei 3.992 Bewertungen.
Zum Akku schreibt Einhell in den Sicherheitshinweisen der Akku-Nass-Trockensauger Regeln, die für ein Gerät im Auto besonders wichtig sind: den Akku zwischen 10 und 20 Grad und mindestens zu 40 Prozent geladen lagern, nicht an Orten über 40 Grad, insbesondere nicht in einem in der Sonne geparkten Auto, und Akkus, die länger als 60 Minuten unter null Grad gelegen haben, entsorgen. Wer den Einhell im Kofferraum mitführen will, nimmt den Akku also besser mit ins Haus. Was das für alle Akkusauger heißt, steht auf der Seite zum Sauger im Auto.
Wo die Amazon-Datenblätter von den Herstellern abweichen
Wer die Geräte auf der Verkaufsseite vergleicht, liest Datenblätter, die nicht vom Hersteller stammen, und bei fast jedem Gerät im Feld weicht mindestens eine Angabe ab. Die Liste zeigt, wo, und welche Angabe in die Karten übernommen wurde.
| Gerät | Amazon-Datenblatt | Hersteller |
|---|---|---|
| Kärcher WD 2 Plus | 4 m Schlauch, „kabellos“, 76 dB, 5,52 kg | 1,8 m Schlauch, 4 m Kabel, 74 dB(A), 4,3 kg |
| Kärcher WD 3 S | 1 Stunde Akkulaufzeit, 6,03 kg | Netzgerät, 4,8 kg |
| Kärcher WD 3 P | 230 W | 230 W ist die Saugleistung der Reihe, Nennleistung 1.000 W |
| Kärcher WD 6 P S | 81 Bewertungen | frühere Fassung dieses Vergleichs: 2.617 für dasselbe Listing |
| Einhell TE-VC 18/10 | 3 Stunden Laufzeit, 30 Minuten Ladezeit, 700 W | 12 bis 42 Minuten je nach Akku, keine Wattangabe |
Die Abweichungen sind nicht alle gleich schwer. Eine Akkulaufzeit bei einem Netzgerät oder „kabellos“ bei einem Sauger mit Kabel sind offensichtliche Feldfehler, die niemanden in die Irre führen, der das Gerät ansieht. Folgenreicher sind die Werte, die plausibel klingen: drei Stunden Laufzeit beim Einhell würden einen Akku-Nass-Trockensauger zum Dauerläufer machen, tatsächlich nennt Einhell selbst mit dem größten Akku 42 Minuten. Und die Gewichte liegen auf Amazon bei den Kärcher-Geräten um mehr als ein Kilogramm über der Herstellerangabe; ob dort Zubehör oder Verpackung mitgezählt wird, steht nicht dabei.
Für diesen Vergleich gilt deshalb: In den Karten steht die Angabe des Herstellers, wo sie abrufbar war, und der Widerspruch im Text der Karte. Wo es keine Herstellerangabe gab, etwa beim Schlauch des WD 3 P, steht die Angabe der Produktseite und der Hinweis, dass sie nicht gegengeprüft werden konnte.
Saugleistung, Unterdruck, Luftmenge: was die Zahlen sagen
Die Hersteller im Feld geben ihre Saugwerte in drei verschiedenen Größen an, und nur eine davon heißt Saugleistung. Kärcher nennt für die WD-Reihe die Saugleistung in Watt, das Vakuum in Millibar und die Luftmenge in Litern pro Sekunde. Nilfisk nennt Saugleistung in Watt und Unterdruck in Kilopascal. Einhell nennt für den TE-VC nur den Unterdruck in Millibar. Die Norm für Akku-Bodensauger, IEC 62885-4, beschreibt die Größen so: der Unterdruck in Kilopascal, der Luftstrom in Litern pro Sekunde und die Saugleistung in Watt als Ergebnis aus beidem.
| Gerät | Nennleistung | Saugleistung | Unterdruck | Luftmenge |
|---|---|---|---|---|
| Kärcher WD 2 Plus | 1.000 W | 220 W | 220 mbar | 43 l/s |
| Kärcher WD 3 S | 1.000 W | 230 W | 230 mbar | 45 l/s |
| Kärcher WD 6 P S (V-30/6/22/T) | 1.300 W | 300 W (Tabelle), 260 W (Text) | 280 mbar | 75 l/s |
| Nilfisk Multi II 30 T | 1.260 W, max. 1.400 W | 292 W | 210 mbar (21 kPa) | nicht angegeben |
| Einhell TE-VC 18/10 | nicht angegeben | nicht angegeben | 90 mbar | nicht angegeben |
| Kärcher WD 3-18 S (Akku, nicht im Feld) | 270 W | 75 W | 110 mbar | 30 l/s |
Warum man Unterdruck und Luftmenge nicht einfach multiplizieren kann, zeigt eine Nachrechnung am WD 3. Kärcher nennt 230 Millibar, also 23.000 Pascal, und 45 Liter pro Sekunde. Multipliziert ergäbe das rund 1.035 Watt, mehr als die angegebene Saugleistung von 230 Watt und sogar mehr als die Nennleistungsaufnahme. Das ist kein Fehler der Herstellerangabe: Der höchste Unterdruck entsteht, wenn die Öffnung verschlossen ist und kaum Luft strömt, die größte Luftmenge bei offener Öffnung und wenig Unterdruck. Die Saugleistung ist der höchste Punkt der Kurve dazwischen, wie es die Norm für Akkusauger beschreibt. Die beiden Spitzenwerte gehören zu verschiedenen Betriebspunkten. Ein Lexikonartikel zur verwandten Größe Airwatt beschreibt dasselbe: Sie ergibt sich aus Unterdruck und Luftstrom, und bei maximalem Unterdruck ist die Leistung null, weil keine Luft mehr fließt.
Eine Messnorm speziell für Nass-Trockensauger im Haushalt ließ sich für diesen Vergleich nicht belegen. Die Norm für Trockensauger, DIN EN 60312-1 in der Ausgabe von Oktober 2023, gilt nach ihrem Anwendungsbereich für netzbetriebene Trockensauger. Die frühere Norm für Nasssauger, IEC 60312-2, wurde 2014 durch IEC 62885-3 ersetzt, die Nass-Teppichreinigungsgeräte betrifft. Wie die Hersteller ihre Werte gemessen haben, steht auf keiner der abgerufenen Seiten. Untereinander vergleichbar sind deshalb am ehesten die Werte desselben Herstellers. Innerhalb der Kärcher-Reihe steigen Unterdruck und Luftmenge vom WD 2 Plus über den WD 3 S zum WD 6 P S an, und die Saugleistung steigt mit. Der Nilfisk zeigt, dass die Werte zweier Hersteller nicht in derselben Reihenfolge liegen müssen: Er nennt mit 292 Watt mehr Saugleistung als der WD 3 S, aber mit 210 Millibar weniger Unterdruck. Die Fachzeitschrift Auto Zeitung schreibt in einem Test von Akku-Handsaugern, wichtiger als die elektrische Nennleistung sei der Unterdruck; die Norm für Akku-Bodensauger nennt die Eingangsleistung für kabellose Geräte gar nicht relevant. Was die Einheiten bedeuten, erklärt die Seite zur Saugleistung ausführlich.
Lautstärke: Schalldruck ist nicht Schallleistung
Bei der Lautstärke liegen die Geräte im Feld nach Herstellerangabe zwischen 72 und 87 dB(A). Der Einhell TE-VC nennt 72, die Kärcher-Geräte 73 bis 74, der Nilfisk 87. Einhell und Kärcher geben ausdrücklich den Schalldruckpegel an, also die Lautstärke an einem Messpunkt; bei Nilfisk ist die Größe in den abgerufenen Abschnitten nicht bezeichnet. Die Ökodesign-Grenze von 80 dB(A), die für Bodenstaubsauger gilt, bezieht sich dagegen auf den Schallleistungspegel, die gesamte abgestrahlte Schallenergie. Die beiden Größen lassen sich nicht direkt vergleichen; Kärcher selbst gibt bei einem Akku-Handsauger Schallleistung und bei den WD-Geräten Schalldruck an. Zur Einordnung: ÖKO-TEST fand 2017 bei knapp der Hälfte von zehn geprüften Akku-Handsaugern in mindestens einer Stufe eine Schallleistung über 80 dB(A). Für Nass-Trockensauger gibt es eine solche Messreihe in den abgerufenen Quellen nicht.
Auch innerhalb eines Herstellers weichen die Angaben ab. Für den WD 2 Plus nennt die Kärcher-Produktseite 74 dB(A), die Betriebsanleitung 77; für den WD 3 S die Seite 74 und die Anleitung 75. Die Anleitung stammt von Dezember 2021, die Produktseiten beschreiben teils neuere Varianten wie den WD 2 Plus mit dem Zusatz „/C“; welcher Wert für das heute verkaufte Gerät gilt, ließ sich nicht klären. Für die Geräuschmessung bei Trockensaugern gibt es mit IEC 60704-2-1 eine eigene Norm, die im Juni 2026 in einer neuen Ausgabe erschienen ist; für Nass-Trockensauger verweist sie auf einen eigenen Teil, der für diesen Vergleich nicht abgerufen wurde.
Für das Auto ist die Lautstärke auch eine Frage der Umgebung, etwa in einer Tiefgarage oder im Hof eines Mehrfamilienhauses. Nach den Zahlen der Hersteller ist der Nilfisk das lauteste Gerät im Feld und der Einhell das leiseste; wegen der unterschiedlichen Messgrößen ist das eine Einordnung, keine Messung.
Filter und Beutel: nass gelten andere Regeln als trocken
Der häufigste Bedienfehler bei Nass-Trockensaugern betrifft den Filter, und die Hersteller im Feld regeln ihn unterschiedlich. Kärcher schreibt in der Betriebsanleitung der WD-2- und WD-3-Reihe: beim Nasssaugen keinen Filterbeutel verwenden, aber immer mit eingesetztem Schaumstoff- oder Patronenfilter arbeiten, beim Nass- wie beim Trockensaugen; für Feinstaub zusätzlich zum Patronenfilter einen Filterbeutel einsetzen. Nilfisk verlangt, den Filterbeutel vor dem Aufsaugen von Flüssigkeit zu entfernen, und schreibt in den Fragen und Antworten, Staubbeutel und Trockenfilter herauszunehmen und einen Nassfilter einzusetzen.
Bei Einhell gibt es für den Akkusauger TE-VC Schaumfilter und Staubbeutel; für den Netzsauger TC-VC 1820 S, der nicht im Feld steht, beschreibt die Betriebsanleitung das Prinzip genauer: nass nur mit dem Schaumstofffilter, trocken mit Zusatzfilter und Schmutzfangsack, der nur für das Trockensaugen geeignet sei. Allen Geräten gemeinsam ist der Schwimmer: Er schließt die Saugöffnung, wenn der Behälter voll ist, bei Kärcher wie bei Einhell. Ob Nilfisk einen eigenen Nassfilter mitliefert, ließ sich nicht klären; die Produktseite nennt nur Filter und Staubbeutel.
Zwei Angaben im Umfeld der Kärcher-Geräte stiften Verwirrung. Die Produktseite des WD 2 Plus schreibt, der Vliesfilterbeutel sei zum Aufsaugen von trockenem und feuchtem Schmutz; die Anleitung verbietet ihn beim Nasssaugen. Feucht ist hier nicht nass, und für Flüssigkeit gilt die Anleitung. Und Kärcher bewirbt den Patronenfilter mit nass und trocken ohne zusätzlichen Filterwechsel, während die Anleitung schreibt, nur mit einem trockenen Filter zu saugen. Gemeint ist offenbar: Der Filter bleibt beim Wechsel von trocken zu nass drin, aber nach dem Auswaschen soll er trocken sein, bevor man wieder Staub saugt.
Asche nicht ohne Vorabscheider
Wer mit dem Nass-Trockensauger auch Grill oder Kamin reinigen möchte: Kärcher schreibt in der Betriebsanleitung, kalte Asche nur mit einem Aschevorabscheider zu saugen. Für den Innenraum des Autos spielt das keine Rolle, für die Garage manchmal schon.
Schlauch, Kabel und Reichweite ums Auto
Im Auto entscheidet die Reichweite mehr als in der Wohnung, weil das Gerät draußen steht und der Schlauch durch die Tür muss. Die Hersteller geben die Längen so an: Kärcher WD 2 Plus 1,8 Meter Schlauch und vier Meter Kabel, WD 3 S zwei Meter und vier Meter, WD 6 P S in der Amazon-Variante 3,5 Meter und acht Meter, Nilfisk vier Meter und fünf Meter, Einhell zwei Meter ohne Kabel. Wer die Längen addiert, sieht, wie weit sich ein Gerät von der Steckdose entfernen lässt; wer nur den Schlauch betrachtet, sieht, wie oft man es um das Auto herumtragen muss.
| Gerät | Schlauch | Kabel | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Kärcher WD 2 Plus | 1,8 m | 4 m | 4,3 kg |
| Kärcher WD 3 S | 2 m | 4 m | 4,8 kg |
| Kärcher WD 3 P | 2 m (Produktseite) | nicht belegt | 6,24 kg (Datenblatt) |
| Kärcher WD 6 P S (V-30/8/35/T) | 3,5 m | 8 m | 11,59 kg (Datenblatt) |
| Nilfisk Multi II 30 T | 4 m | 5 m | 9,6 kg |
| Einhell TE-VC 18/10 | 2 m | Akku | 3,05 kg ohne Akku |
Beim Gewicht fällt auf, dass die Amazon-Datenblätter für die Kärcher-Geräte höhere Werte nennen als Kärcher selbst: 5,52 statt 4,3 Kilogramm beim WD 2 Plus, 6,03 statt 4,8 beim WD 3 S. Ob das Datenblatt das Zubehör oder die Verpackung mitzählt, steht nicht dabei. Für die Frage, wie leicht sich das Gerät um das Auto tragen lässt, ist die Herstellerangabe ohne Zubehör der bessere Anhalt.
Wer im Freien saugt, sollte an die Steckdose denken. Ein Netzgerät braucht eine Steckdose in Reichweite, und bei vier Meter Kabel ist das in der Einfahrt oft nur mit Verlängerung zu schaffen. Der Akkusauger von Einhell umgeht das, mit dem Preis der kurzen Laufzeit. Ein 12-Volt-Anschluss für den Zigarettenanzünder ist bei keinem der Geräte vorgesehen; die Bordsteckdosen vertragen laut den Betriebsanleitungen von Škoda, Toyota und Opel 120 Watt, bei einem Ford-Transporter 180 Watt, also einen Bruchteil dessen, was diese Sauger aufnehmen.
Behälter: Volumen, Material und die Grenze für Flüssigkeit
Die Behältervolumen im Feld reichen von zehn Litern beim Einhell bis 30 Litern beim WD 6 P S und beim Nilfisk. Wichtiger als das Nennvolumen ist bei Flüssigkeit, wie viel davon tatsächlich aufgenommen werden kann, und das nennt nur Nilfisk: Vom 30-Liter-Behälter seien 20 Liter netto für Flüssigkeit nutzbar und 13 Liter für trockenen Schmutz im Beutel.
Beim Material unterscheidet die Kärcher-Reihe zwischen Kunststoff (WD 2 Plus, WD 3 P) und Edelstahl (WD 3 S, WD 6 P S). Die Hersteller nennen keine Gründe, warum das eine oder andere für das Auto besser sei. Der WD 6 P S hat laut Kärcher zusätzlich eine Ablassschraube für Flüssigkeit.
Eine Untergrenze für den Begriff Nass-Trockensauger setzt das EU-Recht: Die Ökodesign-Verordnung zählt ein Gerät als kombinierten Nass- und Trockensauger, wenn es dafür ausgelegt ist, mehr als 2,5 Liter Flüssigkeit aufzunehmen. Alle Geräte im Feld liegen deutlich darüber. Kleine Handsauger, die als nass und trocken beworben werden, etwa der Severin im Vergleich der Akku-Handsauger, fallen in eine andere Größenordnung. Ein Beispiel ist der DeWalt DCV517N, den DeWalt als Akku-Nass-Trockensauger mit 1,9 Litern Behälter und einem Meter Schlauch führt. Nach der Definition der Ökodesign-Verordnung, die mehr als 2,5 Liter Flüssigkeit verlangt, wäre er kein kombinierter Nass- und Trockensauger; als Akkugerät fällt er ohnehin aus ihrem Geltungsbereich. Leistungs- und Laufzeitwerte nennt DeWalt auf der abgerufenen Seite nicht.
Mit Akku statt Kabel: der Einhell und Kärchers 18-Volt-Geräte
Der Einhell TE-VC ist im Feld das einzige Akkugerät, aber nicht das einzige auf dem Markt. Kärcher bietet zwei Nass-Trockensauger mit 18-Volt-Akku an, die hier nicht im Feld stehen, deren Herstellerangaben aber zeigen, was ein Akku kostet. Für den WD 3-18 S nennt Kärcher 270 Watt Nennleistungsaufnahme, 75 Watt Saugleistung, 110 Millibar Vakuum, 30 Liter pro Sekunde, einen Edelstahlbehälter mit 17 Litern, 70 dB(A) und eine Laufzeit von etwa zehn Minuten mit einem 2,5-Amperestunden-Akku und etwa 20 Minuten mit einem 5,0-Akku. Für den WD 1 Compact Battery nennt Kärcher 250 Watt, 60 Watt Saugleistung, 85 Millibar, 22 Liter pro Sekunde, sieben Liter und 64 dB(A). Bei beiden ist der Akku nicht im Lieferumfang.
Der Vergleich mit dem Netzgerät derselben Baureihe ist aufschlussreich. Der WD 3 S am Kabel kommt laut Kärcher auf 230 Watt Saugleistung und 230 Millibar, der WD 3-18 S mit Akku auf 75 Watt und 110 Millibar. Das Akkugerät hat also etwa ein Drittel der Saugleistung und die Hälfte des Unterdrucks, bei gleichem Behälter. Der Einhell liegt mit 90 Millibar in derselben Größenordnung wie die Kärcher-Akkugeräte. Wer einen Akkusauger wählt, kauft Freiheit vom Kabel und gibt dafür Saugkraft und Ausdauer her. Auch die Laufzeit folgt nicht immer der Akkugröße: Beim Einhell steigt sie laut Hersteller von 12 Minuten mit 2,5 Amperestunden auf 17 Minuten mit 3,0, also um fast die Hälfte bei einem Fünftel mehr Kapazität; ab 4,0 Amperestunden wächst sie dann ungefähr im Takt der Kapazität. Wer einen Akku eigens für den Sauger kauft, schaut deshalb in Einhells Tabelle und nicht auf eine Faustregel.
Lohnend ist ein Akku-Nass-Trockensauger vor allem für Menschen, die schon Akkus des Systems besitzen. Einhell, Kärcher und andere Hersteller liefern die Geräte ohne Akku, und ein neuer Akku mit Ladegerät gehört dann zum Anschaffungsaufwand. Welche kleineren Sauger es für die verbreiteten Werkzeug-Akkusysteme gibt, zeigt der Vergleich der Sauger für Akkusysteme.
Feinstaub und Allergiker: was die Filter zurückhalten
Für Allergiker ist beim Saugen weniger die Saugkraft wichtig als die Frage, was hinten aus dem Gerät wieder herauskommt. Dazu machen die Hersteller im Feld wenig Angaben. Kärcher nennt für die WD-Reihe einen Patronenfilter aus Zellulose und schreibt, für Feinstaub zusätzlich einen Filterbeutel einzusetzen. Einhell gibt für den TE-VC ausdrücklich keine Staubschutzklasse an. Eine Filterklasse nach einer Norm nennt keiner der sechs Hersteller auf den abgerufenen Seiten.
Wo Hersteller von Handsaugern eine HEPA-Angabe machen, beziehen sie sich meist auf die Norm DIN EN 1822. Diese Norm gilt nach ihrem Anwendungsbereich für Schwebstofffilter in der Raum- und Prozesslufttechnik, also für Filter in Reinräumen und Lüftungsanlagen, nicht für das Gesamtgerät Staubsauger. Ein Filter kann eine hohe Klasse haben und das Gerät trotzdem Staub an Dichtungen und Gehäusefugen vorbeilassen. Das ist kein theoretischer Einwand: ÖKO-TEST fand 2017 bei acht von zehn geprüften Akku-Handsaugern Undichtigkeiten, und eine Studie maß 2012 an 21 Staubsaugern eine große Streuung der Emissionen, die sich größtenteils nicht durch Beutel, Abluftfilter, Preis oder Alter erklären ließ.
Für Nass-Trockensauger gibt es solche Messungen in den abgerufenen Quellen nicht. Wer allergisch ist, kann sich deshalb nur an das halten, was die Hersteller zur Bedienung schreiben: bei Kärcher für feinen Staub den Filterbeutel zusätzlich zum Patronenfilter, bei Nilfisk Beutel und Trockenfilter für trockenes Saugen. Dass Saugen allein Allergene aus Textilien nicht zuverlässig entfernt, zeigt eine kleine Studie von 2007, in der 15 Minuten Saugen das Katzenallergen auf Baumwollstoff nicht signifikant senkten; geprüft wurde Baumwolle, kein Autositz.
Was ein Nass-Trockensauger im Auto aufnimmt
Die Stärke dieser Geräte im Auto liegt bei allem, was ein Handsauger nicht schafft: große Mengen, Nässe und grober Schmutz. Der ADAC rät in seinem Ratgeber zur Feuchtigkeit im Auto, nasse Fußmatten herauszunehmen und trocknen zu lassen, die Textilbereiche am Boden zu prüfen, besonders nahe den Türdichtungen und in der Reserveradmulde, und im Herbst und Winter Gummimatten zu verwenden. Wasser, das sich dort sammelt, kann ein Nass-Trockensauger aufnehmen; die Ursache, etwa eine undichte Dichtung oder ein verstopfter Ablauf, gehört laut ADAC in die Werkstatt.
Bei verschütteten Getränken kommt es auf das Tempo an. Škoda rät in der Betriebsanleitung des Kodiaq, frische Flecken mit Wasser und einem leicht feuchten Tuch zu behandeln, Renault, Flüssigkeitsflecken zu tupfen, nicht zu reiben. Ein Nass-Trockensauger nimmt die Flüssigkeit aus dem Teppich auf. Danach muss der Teppich trocknen; der ADAC weist darauf hin, dass Polster und Matten bei Kälte schlecht trocknen und Autos in schlecht gelüfteten Garagen kaum.
Bei Sand und grobem Schmutz im Kofferraum spielt der große Behälter seine Stärke aus. Bei Tierhaaren hilft der Nass-Trockensauger nur bedingt: Für haftende Haare auf Textil nennt Kärcher in seinen Ratgebern die Turbodüse, die bei keinem Gerät im Feld im Lieferumfang steht. Wer Tierhaare aus den Sitzen holen will, braucht dafür Zubehör oder einen Handsauger mit Tierhaarbürste.
Im Winter: Schnee, Matsch und kalte Akkus
Im Winter zeigt sich, wofür ein Nass-Trockensauger im Auto gebaut ist. Mit Schuhen kommen Schnee und Matsch in den Fußraum, und der ADAC schreibt, Feuchtigkeit gelange vor allem über die Insassen ins Auto, über Kleidung und Schuhe; im schlimmsten Fall könnten Schimmel und Rost entstehen. Ein Nass-Trockensauger nimmt den Matsch von Gummimatten und Teppich auf, was ein trockener Handsauger nicht darf. Gummimatten empfiehlt der ADAC für Herbst und Winter ausdrücklich.
Das Trocknen ist im Winter der schwierige Teil. Der ADAC rät zum Entfeuchten, Heizung, Gebläse und Klimaanlage einzuschalten, schreibt aber, das funktioniere nur bei Außentemperaturen etwa über sechs Grad, und in schlecht gelüfteten Garagen trockneten Autos kaum. Wer im Winter nass saugt, nimmt die Matten deshalb mit ins Haus und lässt sie dort trocknen, wie der ADAC es für nasse Fußmatten empfiehlt.
Für den Akkusauger von Einhell kommt die Kälte als eigene Grenze hinzu. Einhell schreibt in den Sicherheitshinweisen, Akkus, die länger als 60 Minuten unter null Grad gelagert wurden, seien zu entsorgen. Die Hinweise für die Akku-Handsauger desselben Herstellers ergänzen, das Laden unter zehn Grad schädige die Zelle chemisch und könne einen Brand verursachen. Wer den Einhell im Winter in einer unbeheizten Garage aufbewahrt, sollte den Akku also im Haus lagern und dort laden. Für die Netzgeräte nennen Kärcher und Nilfisk in den abgerufenen Abschnitten keine Temperaturgrenzen.
Polster: warum kein Gerät im Feld sie waschen kann
Mit einem Nass-Trockensauger lassen sich Autositze absaugen, aber nicht waschen. Kein Gerät im Feld hat eine Sprühfunktion, und in den Lieferumfängen von Kärcher WD 2 Plus, WD 3 S, WD 3 P S, WD 6 P S und Nilfisk Multi II ist keine Polsterdüse aufgeführt. Einzig beim Einhell TE-VC nennt die Amazon-Produktseite eine 2-in-1-Polsterdüse. Einhell führt für den Netzsauger TC-VC 1820 S Polsterbürsten in weich und hart nur als Sonderzubehör.
Wer Polster waschen will, braucht einen Waschsauger, und dann gelten die Grenzen der Fahrzeughersteller. Die Betriebsanleitung des Škoda Kodiaq schreibt, Bezüge elektrisch beheizter Sitze weder mit Wasser noch mit anderen Flüssigkeiten zu reinigen und sie nicht mit der Sitzheizung zu trocknen. Naturleder solle an keiner Stelle durchfeuchtet werden. Der ADAC schreibt, nach dem Nasssaugen müssten Sitze über einen längeren Zeitraum trocknen, am besten an warmen Tagen. Diese Grenzen gelten für den Waschsauger, nicht für das Absaugen mit dem Nass-Trockensauger.
Für das Absaugen von Polstern taugt ein Nass-Trockensauger mit dem passenden Aufsatz. Kärcher nennt für Stoffsitze einen Saugpinsel mit harten Borsten und für Leder einen mit weichen, beide im Autoset des Herstellers. Der ADAC warnt, eine harte Düse könne weichere Kunststoffe zerkratzen. Die Reihenfolge und die Materialhinweise der Hersteller stehen ausführlich im Ratgeber zur Innenreinigung.
Zubehör, das für das Auto fehlt
Wer einen Nass-Trockensauger für das Auto kauft, kauft meist Zubehör dazu, weil die Lieferumfänge auf Boden und Werkstatt ausgelegt sind. Kärcher liefert bei den WD-Geräten eine Bodendüse und eine Fugendüse, Nilfisk eine 2-in-1-Bodendüse, eine Fugendüse und Teleskoprohre. Für das Auto nennen Kärcher und der ADAC vor allem eine schmale Fugendüse für Sitzschienen und Ritzen, einen weichen Pinsel für Armaturen und Leder und, je nach Fahrzeug, einen längeren Schlauch.
Kärcher bietet dafür ein eigenes Autoinnenreinigungsset an: einen Verlängerungsschlauch von 1,5 Metern, eine extra lange Fugendüse, eine Autodüse, zwei Saugpinsel mit harten und weichen Borsten und ein Mikrofasertuch. Laut Kärcher passt es zu allen Nass-Trockensaugern der Heim- und Gartenreihe, ausdrücklich genannt sind WD 2 Plus V-12/4/18/C, WD 3 S V-17/4/20 und WD 3 P S V-17/4/20. Einhell führt für den TC-VC 1820 S ein Autoreinigungsset als Sonderzubehör, Nilfisk nennt auf der abgerufenen Seite ein Auto-Set, dessen Inhalt sich nicht prüfen ließ.
Beim Zubehör anderer Hersteller kommt es auf den Durchmesser an. Nilfisk und Einhell nennen 36 Millimeter für Saugrohr bzw. Schlauch; für Kärcher ließ sich der Durchmesser nicht belegen. Wer Zubehör mischen will, misst also nach oder bleibt beim Hersteller.
Gerätesteckdose: ein Vorteil für die Werkstatt
Drei Geräte im Feld haben eine Gerätesteckdose: der Kärcher WD 3 P, der WD 6 P S und der Nilfisk. Schließt man ein Elektrowerkzeug an, startet der Sauger automatisch mit, sobald das Werkzeug läuft, und saugt Staub von Säge oder Schleifer direkt ab. Kärcher nennt für die Steckdose der WD-3-P-Geräte höchstens 2.100 Watt bei 16 Ampere, für den WD 3 P S und den WD 6 P S 100 bis 2.100 Watt. Nilfisk nennt bis 1.100 Watt. Wie viel das zusammen zieht, lässt sich grob nachrechnen: Ein Kärcher mit 1.000 Watt und ein Werkzeug mit 2.100 Watt ergeben 3.100 Watt. Ein Haushaltsstromkreis mit 16 Ampere trägt bei 230 Volt rechnerisch 3.680 Watt; das ist eine eigene Rechnung mit der üblichen Netzspannung, keine Herstellerangabe, und andere Verbraucher am selben Stromkreis zählen mit. Kärcher nennt die Absicherung mit 16 Ampere als Voraussetzung für die volle Anschlussleistung.
Für das Auto ist die Steckdose ohne Nutzen. Sie ist ein Grund, eines dieser Geräte zu wählen, wenn derselbe Sauger in der Werkstatt arbeiten soll. Wer nur das Auto saugt, zahlt mit Gewicht und Größe für eine Funktion, die er nicht braucht. Und wer den Sauger für feinen Werkstattstaub nutzt, sollte wissen, dass der Einhell TE-VC laut Hersteller keine Staubschutzklasse hat; für Baustaub gibt es Geräte mit Staubklasse, die im Vergleich der Sauger für Akkusysteme genannt sind.
Pflege nach dem Nasssaugen
Die Hersteller beschreiben die Pflege nach dem Nasssaugen knapp. Kärcher schreibt, den Patronenfilter bei Bedarf unter fließendem Wasser zu reinigen, ihn dabei nicht abzureiben oder abzubürsten und ihn vor der Wiederverwendung vollständig trocknen zu lassen. Nilfisk beschreibt die Filterabreinigung Push-to-Clean und rät, die Blasfunktion nur mit sauberem Rohr zu verwenden.
Der WD 6 P S hat eine eigene Filterreinigungsfunktion und laut Kärcher einen Flachfaltenfilter statt des Patronenfilters der kleineren Geräte. Wer nach dem Nasssaugen trocken weitersaugen will, wechselt bei Nilfisk vom Nassfilter zurück zum Trockenfilter und Beutel und lässt bei Kärcher den ausgewaschenen Filter erst trocknen.
Bei Einhell gilt zusätzlich die Pflege des Akkus. Die Sicherheitshinweise der Akku-Nass-Trockensauger raten, den Akku zwischen 10 und 20 Grad und mindestens zu 40 Prozent geladen zu lagern. Die gleichlautenden Hinweise für Einhells Akku-Handsauger ergänzen, den Akku bei spätestens 80 Prozent Restleistung zu ersetzen und nicht unter 10 Grad zu laden, weil das die Zelle chemisch schädigen könne.
Die Saugsäule an der Waschanlage als Maßstab
Wer überlegt, ob sich ein eigener Nass-Trockensauger lohnt, vergleicht ihn am besten mit dem, was es ohne Kauf gibt: die Saugsäule an Waschanlage und Tankstelle. Der ADAC schreibt, an SB-Waschplätzen stünden meist auch Staubsauger zur Verfügung. Ein Betreiber in Münster beschreibt die Bedienung so: Münze oder Wertmarke einschieben, zehn Minuten konzentriert arbeiten, fertig. Eine Zahl zur Saugleistung nennt er nicht.
Was solche Säulen leisten können, zeigt eine Broschüre von Kärcher für Anlagenbetreiber aus dem Jahr 2016. Für den SB-Sauger SB V1 Eco nennt sie 230 Millibar Unterdruck, 61 Liter Luft pro Sekunde, einen Behälter von 43 Litern und 1,38 Kilowatt; für einen einfacheren Sauger 180 Millibar bei Wechselstrom und 210 bei Drehstrom mit 25 Litern. Zum Vergleich: Für den WD 3 S nennt Kärcher 230 Millibar und 45 Liter pro Sekunde, für den WD 6 P S 280 Millibar und 75 Liter pro Sekunde. Ein Nass-Trockensauger für den Hausgebrauch liegt nach den Herstellerwerten also in der Größenordnung einer solchen Säule, nicht darunter. Was an einem einzelnen Standort steht, lässt sich aus der Broschüre allerdings nicht ableiten.
Der Unterschied liegt in der Zeit und in der Nässe. An der Säule läuft die Uhr, und Flüssigkeit aufzusaugen ist dort nicht vorgesehen; zu Hause kann man langsam arbeiten und auch den nassen Fußraum aufnehmen. Wer das Auto nur wenige Male im Jahr gründlich saugt und keine Nässe aufnehmen muss, kommt mit der Säule aus. Wer regelmäßig saugt, Kinder oder Hunde im Auto hat oder im Winter Matsch aus dem Fußraum holen will, hat mit dem eigenen Gerät mehr Spielraum. Wie man an der Säule und zu Hause vorgeht, beschreibt der Ratgeber zur Innenreinigung.
Kann man mit dem Nass-Trockensauger das Auto waschen?
Die Frage taucht in Suchanfragen auf, und die Antwort ergibt sich aus der Technik: Ein Nass-Trockensauger saugt, er sprüht und spült nicht. Für die Außenwäsche taugt er deshalb nicht; dafür nennt der ADAC die SB-Waschplätze mit Hochdruckreiniger. Wer nach der Handwäsche Wasser von Schwellern oder aus dem Kofferraum aufnehmen will, kann den Sauger dafür nutzen, aber das ist Aufräumen, nicht Waschen.
Für den Innenraum gilt das Gleiche in kleinerem Maßstab. Wer Teppiche oder Polster waschen möchte, braucht einen Waschsauger. Wer verschmutzte Gummimatten reinigen will, spült sie außerhalb des Autos ab und lässt sie trocknen; Kärcher rät, Matten nach der Hochdruckreinigung vollständig trocknen zu lassen, bevor sie ins Auto zurückkommen. Der Nass-Trockensauger nimmt dabei das Wasser auf, das im Fußraum zurückbleibt.
Was Verbrauchertests zu Nass-Trockensaugern sagen
Einen Verbrauchertest von Nass-Trockensaugern fürs Auto ließ sich für diesen Vergleich nicht finden. Stiftung Warentest führt in ihrer Staubsauger-Datenbank 141 Geräte, Boden- und Akku-Stielsauger, und misst die Staubaufnahme in Anlehnung an DIN EN 60312; Nass-Trockensauger gehören nicht dazu. Ein Test von Autostaubsaugern durch den ADAC ließ sich ebenfalls nicht finden. Die Tests, die es gibt, betreffen Handsauger: Stiftung Warentest veröffentlichte im September 2025 einen Test von 17 Tisch- und Handsaugern, durchgeführt von der niederländischen Partnerorganisation, und Fachzeitschriften testeten Akku-Handsauger fürs Auto.
Die Lücke hat Folgen für die Einordnung. Was man über die Saugkraft der Geräte im Feld sagen kann, stammt von den Herstellern, und deren Werte sind nicht nach einer gemeinsamen Norm gemessen. Die Bewertungen auf den Produktseiten sind kein Ersatz für einen Test, aber sie zeigen, wie viele Menschen ein Gerät gekauft und eingeschätzt haben. Beim WD 2 Plus sind es 8.914, beim WD 6 P S 81. Wer zwischen zwei Geräten mit ähnlichen Herstellerwerten schwankt, kann den Stamm als Hinweis auf Erfahrungsbreite nehmen, nicht als Messung.
Welcher Sauger zu welchem Auto passt
Aus den Herstellerangaben ergibt sich eine Zuordnung nach Fahrzeug und Umgebung, nicht nach Rangfolge. Für einen Kleinwagen und eine kleine Garage spricht der WD 2 Plus: kompakt, 4,3 Kilogramm, breiter Bewertungsstamm, mit dem Nachteil des kurzen Schlauchs. Für Kombi und SUV mit regelmäßiger Reinigung spricht der WD 3 S mit zwei Meter Schlauch und 17 Litern Edelstahl, gegebenenfalls mit dem Verlängerungsschlauch aus dem Autoset.
Für Wohnmobil, Transporter oder die Kombination aus großem Auto und Werkstatt sprechen der WD 6 P S und der Nilfisk: lange Schläuche, große Behälter, Gerätesteckdose. Der WD 6 P S hat in der Amazon-Variante die größere Reichweite, der Nilfisk den längeren Schlauch und den breiteren Bewertungsstamm, aber auch den höchsten Schalldruck im Feld. Der WD 3 P passt zu Menschen, die ein Gerät für Auto und Heimwerken suchen und mit der dünneren Herstellerlage leben können.
Der Einhell TE-VC passt zu allen, die bereits Akkus der Einhell-Reihe besitzen und ohne Steckdose saugen wollen, etwa am Straßenrand oder auf dem Stellplatz. Mit dem kleinsten empfohlenen Akku sind es laut Einhell zwölf Minuten. Wer weder Steckdose noch Akkus hat, ist mit einem Handsauger aus dem Vergleich der Akku-Handsauger oder der Säule an der Waschanlage besser bedient. Die Kriterien für die Wahl zwischen den Gerätearten fasst der Ratgeber zum Kauf zusammen.
| Einsatz | Passend im Feld | Ausschlaggebend |
|---|---|---|
| Kleinwagen, wenig Stauraum | Kärcher WD 2 Plus | 4,3 kg, 12 l, breiter Stamm |
| Kombi oder SUV, regelmäßig | Kärcher WD 3 S | 2 m Schlauch, 17 l Edelstahl |
| Auto und Heimwerken | Kärcher WD 3 P | Gerätesteckdose |
| Wohnmobil, Transporter, Werkstatt | Kärcher WD 6 P S, Nilfisk Multi II | Reichweite, 30 l, Steckdose |
| Ohne Steckdose, Einhell-Akkus vorhanden | Einhell TE-VC 18/10 | Akku, 3,05 kg |
Haltbarkeit, Ersatzteile und Akkus
Zur Lebensdauer der Geräte im Feld nennen die Hersteller auf den abgerufenen Seiten keine Zahlen. Das Amazon-Datenblatt des Nilfisk nennt eine Ersatzteilverfügbarkeit von einem Jahr, eine Angabe, die sich beim Hersteller nicht prüfen ließ. Stiftung Warentest bewertet in ihrer Staubsauger-Datenbank die Haltbarkeit als eigene Disziplin und lässt dort bei Akkugeräten den Laufzeitverlust einfließen; Nass-Trockensauger gehören aber nicht zu den geprüften Geräten.
Für den Einhell mit Wechselakku ist die Frage einfacher, weil der Akku ohnehin herausnehmbar ist und in anderen Geräten derselben Reihe läuft. Die EU-Batterieverordnung schreibt ab dem 18. Februar 2027 vor, dass Gerätebatterien vom Endnutzer während der Lebensdauer des Produkts leicht entfernt und ausgetauscht werden können müssen, und dass Ersatzbatterien noch mindestens fünf Jahre nach dem Inverkehrbringen der letzten Einheit erhältlich sind. Für Wechselakku-Systeme wie Power X-Change ändert das wenig; es betrifft vor allem Geräte mit fest eingebautem Akku.
Bei den Netzgeräten hängt die Haltbarkeit an Teilen, die man selbst tauscht: Patronen- und Flachfaltenfilter, Filterbeutel, Schläuche und Düsen. Kärcher und Nilfisk führen dafür eigenes Zubehör, Einhell für den TC-VC 1820 S Polsterbürsten und ein Autoset als Sonderzubehör. Wie lange ein Filter hält, nennt keiner der Hersteller.
Wohin mit dem alten Gerät
Nass-Trockensauger sind groß, und das hat Folgen für die Rückgabe. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz verpflichtet große Händler, kleine Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, auf Verlangen auch ohne Neukauf zurückzunehmen, bis zu drei pro Geräteart. Mit 349 mal 328 mal 378 Millimetern beim WD 2 Plus liegt schon der kleinste Kärcher im Feld darüber. Für ihn bleibt nach dem Gesetzeswortlaut die Rückgabe beim Kauf eines Geräts gleicher Art oder der Wertstoffhof; das ist eine Ableitung aus Maßen und Gesetz, keine Aussage einer Behörde.
Verpflichtet sind Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte und Lebensmittelhändler ab 800 Quadratmetern, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten; im Onlinehandel zählen Lager- und Versandflächen. Beim Einhell gilt zusätzlich das Batterierecht: Den Akku entnimmt man vor der Rückgabe, und Händler, die Batterien verkaufen, müssen Altbatterien der Kategorien, die sie führen, unentgeltlich zurücknehmen. Seit dem 7. Oktober 2025 regelt das Batterierecht-Durchführungsgesetz die Rücknahme; es hat das frühere Batteriegesetz ersetzt. Das Umweltbundesamt schreibt, Akkus seien vor der Rückgabe des Altgeräts zu entnehmen, soweit das möglich und zerstörungsfrei ist, und die Rücknahmepflicht gelte für stationären Handel, Online- und Versandhandel gleichermaßen. Wo die nächste Rückgabestelle liegt, zeigt ein Rückgabefinder, den die stiftung ear mit einem Partner betreibt.
Was zu den Saugern offen blieb
- Eine Kärcher-Produktseite zum WD 3 P V-19/4/20 mit Schlauch, Kabel und Lieferumfang.
- Die Saugwerte der Variante WD 6 P S V-30/8/35/T; abrufbar war nur V-30/6/22/T, deren Seite 300 und 260 Watt nennt.
- Welcher Schalldruck für die heute verkauften WD 2 Plus und WD 3 S gilt, 74 laut Seite oder 77 bzw. 75 laut Anleitung.
- Ob Nilfisk einen eigenen Nassfilter mitliefert und was im Auto-Set enthalten ist.
- Eine Messnorm speziell für Nass-Trockensauger im Haushalt und die Messmethode der Herstellerwerte.
- Ein Verbrauchertest von Nass-Trockensaugern für das Auto.
- Die Ersatzteilverfügbarkeit von einem Jahr, die das Amazon-Datenblatt für den Nilfisk nennt.
- Ob die geplante Überarbeitung der Ökodesign-Regeln Nass-Trockensauger erfasst.
Quellen zu Saugern, Anleitungen und EU-Recht
Alle Quellen wurden am 5. Oktober 2026 abgerufen. Die Nilfisk-Anleitung liegt auf dem Server eines Händlers; Inhalt und Kennung sind die des Herstellers.
- Kärcher, WD 2 Plus V-12/4/18/C
- Kärcher, WD 3 S V-17/4/20
- Kärcher, WD 3 V-17/4/20
- Kärcher, WD 3 P S V-17/4/20
- Kärcher Österreich, WD 3 P (nicht mehr im Sortiment)
- Kärcher, WD 6 P S V-30/6/22/T
- Kärcher, WD 3-18 S
- Kärcher, WD 1 Compact Battery
- Kärcher, Betriebsanleitung WD 2 Plus bis WD 3 P S
- Kärcher, Betriebsanleitung WD 2 Plus / WD 3
- Kärcher, Autoinnenreinigungsset
- Kärcher, Waschsauger SE 4
- Nilfisk, Betriebsanleitung Multi II (Händlerserver)
- Nilfisk Österreich, Multi II 30 T
- Einhell, TE-VC 18/10 Li-Solo
- Einhell, Produktdatenblatt TE-VC 18/10 Li-Solo
- Einhell, Sicherheitshinweise Akku-Nass-Trockensauger
- Einhell, Betriebsanleitung TC-VC 1820 S
- Verordnung (EU) Nr. 666/2013, Ökodesign Staubsauger
- Delegierte Verordnung (EU) Nr. 665/2013, Energiekennzeichnung
- Gericht der EU, Pressemitteilung 168/18, Dyson gegen Kommission
- EU-Kommission, Überarbeitung Ökodesign Staubsauger
- DIN EN 60312-1:2023-10
- IEC 62885-3:2014, Leseprobe
- IEC 62885-4:2020, Leseprobe
- IEC 60704-2-1:2026
- Stiftung Warentest, Staubsauger im Test (Methodik)
- ADAC, Feuchtigkeit im Auto
- ADAC, Autositze reinigen
- Škoda Octavia, Betriebsanleitung, 12-Volt-Steckdose (Kopie)
- ElektroG § 17
- Batterierecht-Durchführungsgesetz
FAQ
Häufige Fragen
Kann man mit einem Nasssauger Autositze reinigen?
Absaugen ja, waschen nein. Ein Nass-Trockensauger saugt nass und trocken, sprüht aber nicht. Polster wäscht ein Waschsauger, der Wasser und Reiniger aufsprüht und wieder absaugt; der ADAC nennt dieses Gerät Nasssauger. Bei beheizten Sitzen schließt zum Beispiel die Škoda-Anleitung Flüssigkeit auf den Bezügen aus.
Welcher Nass-Trockensauger eignet sich fürs Auto?
Das hängt am Fahrzeug. Für Kleinwagen und wenig Stauraum spricht der Kärcher WD 2 Plus (4,3 kg, 12 l), für regelmäßige Reinigung größerer Autos der WD 3 S mit 2 m Schlauch, für Wohnmobil und Werkstatt der WD 6 P S oder der Nilfisk Multi II mit langen Schläuchen und 30 l. Ohne Steckdose bleibt der Einhell TE-VC mit Akku.
Warum haben Nass-Trockensauger mehr als 900 Watt?
Weil die Ökodesign-Verordnung (EU) Nr. 666/2013, die Netzstaubsauger seit 2017 auf unter 900 Watt begrenzt, kombinierte Nass- und Trockensauger ausdrücklich ausnimmt. Die hohe Nennleistung sagt, wie viel Strom der Motor aufnimmt, nicht wie gut er saugt.
Darf beim Nasssaugen ein Filterbeutel im Gerät sein?
Nein. Kärcher schreibt für die WD-Reihe, beim Nasssaugen keinen Filterbeutel zu verwenden, den Patronen- oder Schaumstofffilter aber drin zu lassen. Nilfisk verlangt, den Beutel zu entfernen und einen Nassfilter einzusetzen. Einhell nennt für das Nasssaugen nur den Schaumstofffilter.
Wie lange läuft ein Akku-Nass-Trockensauger?
Beim Einhell TE-VC 18/10 laut Hersteller 12 Minuten mit 2,5 Ah bis 42 Minuten mit 8,0 Ah; das Amazon-Datenblatt nennt fälschlich drei Stunden. Kärcher gibt für den WD 3-18 S etwa 10 Minuten mit 2,5 Ah und 20 mit 5,0 Ah an.
Kann ich mein Auto mit einem Nasssauger waschen?
Nein. Ein Nass-Trockensauger saugt, er spült nicht. Für die Außenwäsche nennt der ADAC SB-Waschplätze mit Hochdruckreiniger. Der Sauger kann danach Wasser aus Fußraum oder Kofferraum aufnehmen.
Gibt es einen Test von Nass-Trockensaugern fürs Auto?
Einen Verbrauchertest ließ sich nicht finden. Stiftung Warentest prüft in ihrer Datenbank Boden- und Akku-Stielsauger, keine Nass-Trockensauger, und einen ADAC-Test von Autostaubsaugern gab es nicht. Die Werte im Vergleich stammen von den Herstellern.