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Ratgeber

Saugleistung bei Autosaugern: Pa, mbar, Airwatt und Watt

Was Pascal, Millibar, Airwatt und Watt bei Autosaugern bedeuten, warum 26.000 Pa nicht vergleichbar sind, welche Normen fehlen und wie man Datenblätter liest.

Kärcher nennt für den Nass-Trockensauger WD 3 einen Unterdruck von 230 Millibar und einen Luftstrom von 45 Litern pro Sekunde. Wer beides multipliziert, wie es die Formel für die Saugleistung nahelegt, kommt auf rund 1.035 Watt, mehr als die 1.000 Watt, die das Gerät überhaupt aufnimmt. Kärcher selbst gibt 230 Watt Saugleistung an. Der Widerspruch ist keiner: Die Zahlen auf dem Karton sind die Enden einer Kurve, und die Saugleistung liegt irgendwo dazwischen. Diese Seite erklärt, was Pascal, Millibar, Liter pro Sekunde, Airwatt und Watt bei Autosaugern bedeuten, welche Normen es gibt und welche nicht gelten, und wie man die Angaben der rund 30 Geräte in diesem Themenbereich einordnet.

Was hier steht und was nicht

Hier geht es um die Zahlen, nicht um Kaufempfehlungen. Die Geräte stehen in den Vergleichen der Akku-Handsauger, der 12-V-Sauger, der Nass-Trockensauger und der Sauger für Akkusysteme; den Überblick gibt die Übersicht zu Auto-Staubsaugern. Gemessen hat für diese Seite niemand etwas. Wo eine Zahl aus einer eigenen Rechnung stammt, steht das dabei.

Die kurze Antwort: Unterdruck allein sagt wenig

Wie gut ein Sauger saugt, hängt an zwei Größen, die zusammengehören: dem Unterdruck, der angibt, wie stark er zieht, und dem Luftstrom, der angibt, wie viel Luft er bewegt. Aus beiden ergibt sich die Saugleistung in Watt oder Airwatt. Die elektrische Leistung, die oft groß auf dem Karton steht, sagt nur, wie viel Strom der Motor aufnimmt. Die Fachzeitschrift Auto Zeitung schreibt, wichtiger als die Nennleistung sei der Unterdruck; die Norm für Akkusauger nennt die Eingangsleistung für kabellose Geräte gar nicht relevant.

Für Autosauger kommt ein zweites Problem hinzu. Für Handsauger gibt es keine Norm, nach der die Hersteller messen müssten, und keine EU-Vorgabe, die die Angaben vergleichbar machen würde. Die Werkzeughersteller nennen für ihre Akku-Handsauger 42 bis 100 Millibar, die Anbieter kleiner Autosauger auf Amazon bis zu 26.000 Pascal, also 260 Millibar. Ob diese Zahlen auf dieselbe Weise entstanden sind, lässt sich nicht prüfen. Ein Anbieter ist dabei bemerkenswert offen: Fanttik schreibt auf der Produktseite des Slim V8 APEX selbst, das Gerät sei schwächer als größere Modelle, obwohl es mit 19 Kilopascal wirbt.

Was hilft, ist der Vergleich innerhalb eines Herstellers, der Blick auf beide Größen statt auf eine, und Tests, die wiegen, was ein Gerät aus einer Matte holt. In dem einzigen frei zugänglichen Test, in dem Akku-Handsauger im Autoteppich gegeneinander antraten, gewann ein Gerät, für das der Hersteller 72 Millibar nennt.

Vier Größen: Unterdruck, Luftstrom, Saugleistung, Leistungsaufnahme

Die Norm für Akku-Bodensauger, IEC 62885-4, beschreibt die Größen, die man für die Luftdaten eines Saugers braucht. Der Unterdruck wird dort in Kilopascal angegeben, der Luftstrom in Litern pro Sekunde, und die Saugleistung, in der Norm P2 genannt, in Watt. Die Eingangsleistung P1 und den Wirkungsgrad nennt dieselbe Norm für kabellose Trockensauger ausdrücklich nicht relevant. Für Netzgeräte bleiben sie eine übliche Angabe. Die Ökodesign-Verordnung verlangt für die Netzsauger, die sie erfasst, zudem eine Prüfung der Motorlebensdauer, bei der Luftstrom, Unterdruck und Leistungsaufnahme zu ermitteln sind; für die übrigen Geräte gibt es keine solche Pflicht. In Artikel 7 sieht sie eine Überprüfung vor, ob akkubetriebene Staubsauger regulärer Größe einbezogen werden sollten.

Die Größen auf dem Datenblatt (nach IEC 62885-4 und Herstellerangaben)
GrößeEinheitenWas sie sagt
UnterdruckPa, kPa, mbar, hPawie stark der Sauger zieht; am größten bei verschlossener Öffnung
Luftstroml/s, l/min, m³/min, m³/hwie viel Luft er bewegt; am größten bei offener Öffnung
SaugleistungW (Norm), AirwattErgebnis aus beiden, als höchster Punkt der Kurve
LeistungsaufnahmeWwie viel Strom der Motor zieht; für Akkusauger laut Norm nicht relevant

Die Hersteller verwenden diese Größen uneinheitlich, und manchmal unter falschem Namen. Einhell nennt für den Akku-Handsauger TE-HV 18/06 eine „Saugleistung“ von 72 Millibar, also einen Druck. Kärcher nennt für den WD 3 eine Saugleistung von 230 Watt, also eine Leistung. Dyson nennt für den Car+Boat Airwatt, Makita für den Stabsauger DCL286F eine „Leistung“ von 15 bis 100 Watt, ohne zu sagen, ob Aufnahme oder Saugleistung gemeint ist. Wer die Datenblätter vergleicht, vergleicht deshalb zuerst die Größe, dann die Zahl.

Einheiten umrechnen: von Pascal bis Kubikmeter pro Stunde

Die Einheiten wechseln von Hersteller zu Hersteller, und wer vergleichen will, muss umrechnen. Für den Unterdruck gilt: Ein Kilopascal sind 1.000 Pascal und zehn Millibar; ein Hektopascal entspricht einem Millibar. Für den Luftstrom gilt: Ein Liter pro Sekunde sind 60 Liter pro Minute oder 3,6 Kubikmeter pro Stunde; ein Kubikmeter pro Minute sind rund 16,7 Liter pro Sekunde. Amerikanische Angaben nennen den Unterdruck manchmal in Zoll Wassersäule, die Einheit des sogenannten Waterlift; ein Zoll Wassersäule entspricht rechnerisch rund 249 Pascal, also knapp 2,5 Millibar.

Umrechnungen mit Beispielen aus dem Cluster (eigene Rechnung)
AngabeumgerechnetBeispiel
26.000 Pa26 kPa = 260 mbarSCOVEE, laut Anbieter
19 kPa190 mbarFanttik Slim V8 APEX, laut Anbieter
230 mbar23 kPa = 23.000 PaKärcher WD 3 S, laut Kärcher
120 hPa120 mbar = 12 kPaMetabo AS 18 L PC, laut Metabo
72 mbar7,2 kPaEinhell TE-HV 18/06, laut Einhell
4.200 Pa42 mbarRetoo 12 V, laut Anbieter
1,4 m³/minrund 23 l/sMakita DCL184, laut Makita
1.053 l/minrund 17,6 l/sBlack+Decker ADV1200, laut Anbieter
500 l/minrund 8,3 l/sHOTO, laut Anbieter
68 m³/hrund 18,9 l/sMilwaukee M18 BLCV2, laut Milwaukee

Milwaukee nennt für den M18 BLCV2 drei Luftstromwerte in drei Einheiten: 18,9 Liter pro Sekunde, 68 Kubikmeter pro Stunde und 1.133 Liter pro Minute. Die ersten beiden passen rechnerisch zueinander, die dritte entspräche rund 18,9 Litern pro Sekunde ebenfalls. Bei Bosch passen die Werte für den EasyVac 12 nicht: Die Produktseite nennt einen Liter pro Sekunde, die Anleitung 1,2 Kubikmeter pro Minute, umgerechnet rund 20 Liter pro Sekunde. Der Wert der Seite ist offensichtlich zu niedrig.

Warum man Unterdruck und Luftstrom nicht einfach multiplizieren darf

Ein Lexikonartikel zur Größe Airwatt beschreibt sie als Produkt aus Unterdruck und Luftstrom. Nimmt man das wörtlich und multipliziert die Spitzenwerte, die Hersteller angeben, kommt Unsinn heraus. Für den Kärcher WD 3 ergäben 23.000 Pascal mal 0,045 Kubikmeter pro Sekunde rund 1.035 Watt. Kärcher nennt 230 Watt Saugleistung und 1.000 Watt Nennleistungsaufnahme. Das Gerät kann nicht mehr Saugleistung abgeben, als es elektrisch aufnimmt.

Der Grund steht in derselben Lexikonquelle und in der Norm: Den höchsten Unterdruck erreicht ein Sauger bei verschlossener Öffnung, wenn keine Luft mehr strömt; dort ist die Saugleistung null. Den größten Luftstrom erreicht er bei offener Öffnung, wenn kaum Unterdruck entsteht; auch dort ist sie gering. Die Saugleistung wird deshalb als Kurve über verschiedene Drosselungen bestimmt, und ihr höchster Punkt ist die Angabe in Watt oder Airwatt. Unterdruck und Luftstrom auf dem Datenblatt sind die beiden Enden dieser Kurve, nicht ein gemeinsamer Betriebspunkt.

Ryobi zeigt das an einem eigenen Gerät. Für den Akku-Handsauger RHV18 nennt Ryobi 6,5 Kilopascal, 1.100 Liter pro Minute und 34 Airwatt. Multipliziert man die ersten beiden, kommt man rechnerisch auf etwa 119 Watt, mehr als das Dreifache der angegebenen Airwatt. Für den Leser heißt das: Ein hoher Unterdruck auf dem Karton sagt nicht, wie viel Saugleistung im Betrieb ankommt, und ein Anbieter, der nur den Unterdruck nennt, nennt nur das eine Ende der Kurve.

Dasselbe zeigt sich bei einem Mini-Sauger aus dem Vergleich der Akku-Handsauger. HOTO nennt 15.000 Pascal, 500 Liter pro Minute und einen Motor mit 120 Watt. Multipliziert man Unterdruck und Luftstrom, ergäben sich rechnerisch rund 125 Watt, mehr als die angegebene Motorleistung. Auch hier gilt: Die beiden Werte gehören zu verschiedenen Betriebspunkten, und die tatsächliche Saugleistung wäre deutlich kleiner. HOTO nennt sie nicht. Für den Leser ist die Lehre dieselbe wie beim Kärcher: Zwei Spitzenwerte ergeben zusammen keine Leistung.

Airwatt: eine Größe mit unklarer Messung

Airwatt ist im amerikanischen Raum verbreitet und auf Datenblättern von Dyson, Ryobi, Black+Decker und Fanttik zu finden. Der Lexikonartikel beschreibt sie als aus Unterdruck und Luftstrom berechnet, mit dem Hinweis, dass der Unterdruck bei einer anderen Angabe, dem sogenannten Waterlift, immer als Maximum bei verschlossener Öffnung angegeben wird. Die amerikanische Prüfnorm, auf die sich Airwatt-Angaben oft beziehen, wurde für diese Seite nicht abgerufen; wie genau die Hersteller messen, steht auf keiner der Produktseiten.

Airwatt-Angaben im Cluster (abgerufen am 05.10.2026)
GerätAirwattWeitere Angabe
Dyson Car+Boatbis 115Motor bis 110.000 U/min; Messmethode nicht gefunden
Fanttik Slim V8 APEX4519 kPa laut Anbieter
Ryobi RHV18346,5 kPa, 1.100 l/min
Black+Decker Flexi PD1200AV12,513 W Leistung laut Herstellerseite
Black+Decker ADV120012,511 W laut Datenblatt, 1.053 l/min

Bei Black+Decker passen die Zahlen nicht zusammen. Airwatt ist eine abgegebene Leistung, Watt die aufgenommene. Ein Gerät mit 11 Watt Aufnahme kann keine 12,5 Airwatt abgeben, und eines mit 13 Watt hätte bei 12,5 Airwatt einen Wirkungsgrad von 96 Prozent. Kärcher nennt für den WD 3 230 Watt Saugleistung bei 1.000 Watt Aufnahme, also 23 Prozent. Mindestens eine der Black+Decker-Angaben stimmt offenbar nicht; welche, lässt sich ohne Messung nicht sagen. Das ist eine eigene Rechnung mit den Angaben der Seiten.

Für den Vergleich heißt das: Airwatt-Angaben desselben Herstellers lassen sich nebeneinanderstellen, Angaben verschiedener Hersteller nur mit Vorbehalt. Dysons 115 Airwatt sind mehr als das Doppelte der 45 von Fanttik, und beide Geräte sind für das Auto gebaut; ob sie auf dieselbe Weise gemessen wurden, steht auf keiner der Seiten.

Watt auf dem Karton: die Leistungsaufnahme

Die größte Zahl auf vielen Kartons ist die Leistungsaufnahme, und sie sagt am wenigsten über die Saugkraft. Stiftung Warentest schreibt in ihrer Staubsauger-Datenbank, hohe Wattzahlen seien durch die Ökodesign-Vorgaben auf maximal 900 Watt begrenzt. Die Verordnung (EU) Nr. 666/2013 setzt für netzbetriebene Staubsauger seit dem 1. September 2017 eine Nennleistungsaufnahme von weniger als 900 Watt fest, nachdem sie ab 2014 weniger als 1.600 Watt verlangt hatte.

Für die Autosauger in diesem Themenbereich gilt die Grenze meist nicht. Die Verordnung nimmt Nasssauger, kombinierte Nass- und Trockensauger, akkubetriebene Staubsauger, Saugroboter, Industrie- und Zentralstaubsauger aus. Deshalb dürfen die Nass-Trockensauger von Kärcher 1.000 und 1.300 Watt aufnehmen und der Nilfisk Multi II bis 1.400 Watt. Akku-Handsauger fallen ohnehin nicht darunter. Der einzige Netzsauger im Cluster, der unter die Grenze fällt, ist ein Handsauger mit 700 Watt.

Was die Leistungsaufnahme bedeutet, zeigen Geräte desselben Herstellers mit verschiedenen Antrieben. Kärcher nennt für den WD 3 S am Kabel 1.000 Watt Aufnahme und 230 Watt Saugleistung, für den WD 3-18 S mit Akku 270 Watt Aufnahme und 75 Watt Saugleistung. Das Verhältnis ist bei beiden ähnlich, gut ein Viertel. Für den WD 1 Compact Battery nennt Kärcher 250 und 60 Watt. Die gemeinsame Betriebsanleitung der Reihe WD 2 Plus bis WD 3 P S nennt für alle Modelle dieselbe Nennleistung von 1.000 Watt, die Produktseiten aber 220 Watt Saugleistung für den WD 2 Plus und 230 für den WD 3 S. Gleiche Aufnahme heißt also nicht gleiche Saugleistung; einen Grund für den Unterschied nennt Kärcher nicht. Bei den 12-Volt-Saugern reichen die Angaben von 9 bis 120 Watt, und AUTO BILD schreibt, auch Geräte mit 15 Watt erzielten bei normaler Verschmutzung oft gute Ergebnisse.

Ist 20.000 Pa Saugkraft viel?

Die Frage taucht in Suchanfragen häufig auf, und die Antwort hängt daran, wer die Zahl nennt. 20.000 Pascal sind 200 Millibar. Für den Nass-Trockensauger WD 3 S mit 1.000 Watt nennt Kärcher 230 Millibar, für den WD 2 Plus 220, für den größeren WD 6 P S 280. Ein Mini-Sauger mit 20.000 Pascal würde auf dem Papier also fast so stark ziehen wie ein Nass-Trockensauger mit Kabel.

Die Werkzeughersteller nennen für ihre Akku-Handsauger deutlich weniger: Makita 42 bis 54 Millibar, Bosch 45 bis 88, Einhell 72, DeWalt 94, Worx mindestens 100. Der höchste Wert eines Handsaugers mit Herstellerbeleg in diesem Themenbereich gehört dem Milwaukee M18 BLCV2 mit 162 Millibar, einem Gerät mit Staubklasse L und 2,1 Kilogramm samt Akku. Nach diesen Angaben wären 200 Millibar für einen Handsauger sehr viel.

Ob die Mini-Sauger diese Werte erreichen, hat in den abgerufenen Quellen niemand gemessen. Ihre Anbieter nennen 15.000 bis 26.000 Pascal bei 70 bis 120 Watt Motorleistung, ohne Methode. Der Testsieger von auto motor und sport, ein Werkzeugsauger mit 72 Millibar, spricht dafür, dass der Unterdruck allein nicht über die Reinigung entscheidet. Die kurze Antwort lautet deshalb: 20.000 Pascal wären viel, wenn sie so gemessen wären wie die Werte von Kärcher oder Bosch; ob sie das sind, lässt sich nicht sagen.

Ist 45 kPa gut? Ist 11 kPa gut?

Zwei weitere Werte tauchen in Suchanfragen auf. 45 Kilopascal sind 450 Millibar, mehr als jeder Sauger in diesem Themenbereich nach Hersteller- oder Anbieterangabe erreicht, auch die Nass-Trockensauger mit über 1.000 Watt. Für einen Handsauger ist ein solcher Wert nach den Quellen dieser Seite nicht belegt; wer ihn auf einer Verkaufsseite liest, kann ihn mit nichts vergleichen, was ein Hersteller veröffentlicht.

11 Kilopascal sind 110 Millibar. Das ist der Wert, den Kärcher für den Akku-Nass-Trockensauger WD 3-18 S nennt, und er liegt über den Werten der meisten Werkzeug-Handsauger. VALKER nennt für den eigenen Handsauger über 11.000 Pascal auf der Eco-Stufe. Nach den Herstellerangaben ist 11 Kilopascal für einen Handsauger ein hoher Wert, für einen Nass-Trockensauger mit Kabel ein niedriger, Kärcher nennt dort 220 bis 280 Millibar. Wie bei allen diesen Zahlen gilt: ohne Luftstrom nur die halbe Information.

Die Saugwerte im Themenbereich auf einen Blick

Die folgende Tabelle stellt die Unterdruckangaben der Geräte zusammen, die in den Vergleichen dieses Themenbereichs stehen oder als Vergleichsgrößen genannt werden. Die Spalte Quelle zeigt, ob der Wert vom Hersteller stammt oder nur von der Verkaufsseite.

Unterdruck in Millibar nach Quelle (abgerufen am 05.10.2026)
GerätArtUnterdruckQuelle
Kärcher WD 6 P SNass-Trocken, 1.300 W280Hersteller
SCOVEE 26.000 PaMini-Sauger, Akku260Verkaufsseite
Kärcher WD 3 SNass-Trocken, 1.000 W230Hersteller
Kärcher WD 2 PlusNass-Trocken, 1.000 W220Hersteller
Nilfisk Multi II 30 TNass-Trocken, 1.400 W210Hersteller
Fanttik Slim V8 APEXMini-Sauger, Akku190Verkaufsseite
VALKER MasterGrip (Max)Handsauger, Akku190Verkaufsseite
Milwaukee M18 BLCV2Werkzeugakku, Staubklasse L162Hersteller
HOTO 15.000 PaMini-Sauger, Akku150Verkaufsseite
Metabo AS 18 L PCWerkzeugakku, Allessauger120Hersteller
Kärcher WD 3-18 SNass-Trocken, Akku110Hersteller
Worx WX030Werkzeugakkumindestens 100Hersteller
DeWalt DCV501LWerkzeugakku, Staubklasse L94Anleitung (Kopie)
Einhell TE-VC 18/10Nass-Trocken, Akku90Hersteller
Bosch UniversalVac 18Werkzeugakku88Hersteller
Kärcher WD 1 Compact BatteryNass-Trocken, Akku85Hersteller
Portutif V1Handsauger, Akku80Verkaufsseite
Einhell TE-HV 18/06Werkzeugakku72Hersteller
Ryobi RHV18Werkzeugakku65Hersteller
Bosch GAS 18V-1Werkzeugakku60Hersteller
Makita DCL184Werkzeugakku54Hersteller
Bosch GAS 12VWerkzeugakku45Hersteller
Retoo 120 W12 V42Verkaufsseite
Makita DCL181FWerkzeugakku42Hersteller
Milwaukee M12 HVWerkzeugakku31,1Hersteller

Die Tabelle zeigt ein klares Muster. Die Werte mit Herstellerbeleg sortieren sich nach Gerätegröße: oben die Nass-Trockensauger mit Kabel, darunter die großen Akkusauger, dann die Handsauger. Die Werte, die nur von Verkaufsseiten stammen, passen nicht in dieses Muster; drei kleine Akku-Handsauger stehen zwischen den Nass-Trockensaugern mit über 1.000 Watt. Das muss nicht falsch sein, ist aber mit nichts belegt, was sich prüfen ließe.

Wie die Hersteller ihre Werte angeben

Wer die Datenblätter mehrerer Hersteller nebeneinanderlegt, merkt schnell, dass jeder Hersteller eine eigene Gewohnheit hat. Die Übersicht zeigt, welche Größen die Hersteller in diesem Themenbereich für ihre Geräte nennen, auf der eigenen Seite oder in der Anleitung; sie ist die Grundlage dafür, welche Vergleiche überhaupt möglich sind.

Kärcher

Kärcher nennt für die Nass-Trockensauger der WD-Reihe die vollständigsten Werte im Themenbereich: Nennleistungsaufnahme, Saugleistung in Watt, Vakuum in Millibar und Luftmenge in Litern pro Sekunde, für den WD 3 etwa 1.000 Watt, 230 Watt, 230 Millibar und 45 Liter pro Sekunde. Dieselben vier Größen stehen bei den Akkugeräten WD 1 Compact Battery und WD 3-18 S. Für den Akku-Handsauger CVH 3 Plus nennt Kärcher dagegen nur eine Aufnahmeleistung von 70 Watt, keinen Saugwert. Beim WD 6 P S widerspricht sich die Seite mit 300 und 260 Watt Saugleistung.

Makita

Makita nennt für die Akkusauger durchweg das Luftvolumen in Kubikmetern pro Minute und den maximalen Unterdruck in Millibar, dazu eine „Leistung“ in Watt je Stufe, für den DCL184 fünf, 23 und 38 Watt. Ob diese Watt die aufgenommene oder die Saugleistung sind, sagt Makita nicht; beim Stabsauger DCL286F stehen 15 bis 100 Watt in vier Stufen. Laufzeiten nennt Makita je Akkugröße und Stufe, Schalldruck je Stufe. Für das ältere Modell DCL180 gibt es keine Produktseite mehr.

Bosch

Bosch nennt für die Akku-Handsauger Unterdruck, Luftstrom und Behältervolumen, für die Professional-Geräte zusätzlich die Filterfläche, für den GAS 18V-1 55 und für den GAS 12V 408 Quadratzentimeter. Die Einheiten wechseln zwischen Produktseite und Anleitung: Beim UniversalVac 18 stehen auf der Seite neun Kilopascal, in der Anleitung 88 Millibar. Eine Laufzeit nennt Bosch für den GAS 18V-1 als sieben Minuten je Amperestunde, für den UniversalVac 18 Minuten mit 2,5 Amperestunden, für den GAS 12V gar nicht. Beim EasyVac 12 widersprechen sich Seite und Anleitung beim Luftstrom um das Zwanzigfache.

Einhell

Einhell nennt einen einzigen Saugwert, den Unterdruck in Millibar, und nennt ihn „Saugleistung“: 72 Millibar beim Handsauger TE-HV, 90 beim Akku-Nass-Trockensauger TE-VC. Für den Netz-Nass-Trockensauger TC-VC 1820 S steht im Datenblatt eine „Max. Saugleistung“ von 180 Millibar. Dafür gibt Einhell die vollständigsten Laufzeittabellen im Themenbereich an, für jede Akkugröße von zwei bis acht Amperestunden.

Dyson, Ryobi, Black+Decker

Dyson nennt für den Car+Boat Airwatt und eine Motordrehzahl, keinen Unterdruck und keinen Luftstrom. Ryobi nennt für den RHV18 alle drei Größen, Airwatt, Luftstrom und einen „Sealed Suction“ genannten Unterdruck, dazu einen Wert „Suction IOW“ von 28, eine Angabe in Zoll Wassersäule, die der Datensatz nicht erklärt. Rechnet man 28 Zoll Wassersäule um, ergeben sich rund sieben Kilopascal, nahe an den 6,5 Kilopascal, die Ryobi als „Sealed Suction“ nennt; beide Angaben beschreiben also offenbar denselben Unterdruck in zwei Einheiten. Das ist eine eigene Rechnung. Black+Decker nennt für die 12-Volt-Dustbuster auf der britischen Seite nur die Leistung in Watt; die Airwatt stehen nur im Amazon-Merkmalstext.

Milwaukee, Metabo, DeWalt, Worx

Milwaukee nennt im Datensatz der Herstellerseite Luftstrom in drei Einheiten, Unterdruck, Schalldruck und Schallleistung. Metabo nennt Luftstrom in Litern pro Minute, Unterdruck in Hektopascal und die Filterfläche. DeWalt nennt auf der Produktseite keine Saugwerte, in der Anleitung 300 Watt, 21,7 Liter pro Sekunde und 9,4 Kilopascal. Worx nennt für den WX030 einen Saugdruck von mindestens 10 Kilopascal und eine Motordrehzahl. Nilfisk nennt für den Multi II Saugleistung in Watt, Unterdruck in Kilopascal und eine maximale und eine Nennleistung.

Die Anbieter der kleinen Autosauger

Die Anbieter der Mini-Sauger auf Amazon nennen fast nur den Unterdruck in Pascal oder Kilopascal, dazu eine Motorleistung in Watt. HOTO nennt zusätzlich eine Luftmenge, Fanttik Airwatt, VALKER Werte je Modus. Herstellerseiten außerhalb von Amazon ließen sich für diese Geräte nicht abrufen. Im Datenblatt des Fanttik steht außerdem „Maximum Suction 2.79 Inches“. Falls damit Zoll Wassersäule gemeint sind, die Einheit, in der Waterlift angegeben wird, entspräche das rechnerisch rund 0,7 Kilopascal, ein Bruchteil der 19 Kilopascal im Merkmalstext; ob diese Lesart stimmt, lässt sich nicht prüfen.

Aus der Übersicht folgt, welche Vergleiche möglich sind. Zwischen Kärcher-Geräten lassen sich alle vier Größen vergleichen, zwischen den Werkzeugsaugern von Makita, Bosch, Milwaukee und Metabo Unterdruck und Luftstrom, zwischen Einhell und den übrigen nur der Unterdruck. Zwischen Werkzeugsaugern und Mini-Saugern lässt sich allenfalls der Unterdruck nebeneinanderstellen, mit dem Vorbehalt, dass die Quelle eine andere ist.

Welche Normen es gibt und warum keine für Handsauger gilt

Für die Messung der Gebrauchseigenschaften von Staubsaugern gibt es eine Reihe von Normen, und keine davon passt für Akku-Handsauger. Die DIN EN 60312-1 in der Ausgabe von Oktober 2023 gilt nach ihrem Anwendungsbereich für Messungen an netzbetriebenen Trockensaugern, einschließlich Staubsaugern mit Wasserfilter, für den Hausgebrauch. Ihre internationale Vorlage, die IEC 60312-1 von 2010, schrieb ausdrücklich, sie sei nicht für akkubetriebene Sauger gedacht; sie wurde 2016 zurückgezogen und durch IEC 62885-2 ersetzt, die wieder netzbetriebene Trockensauger betrifft.

Normen für Staubsauger und ihr Geltungsbereich (abgerufen am 05.10.2026)
NormAusgabeGilt für Akku-Handsauger?
DIN EN 60312-12023-10nein, nur netzbetriebene Trockensauger
IEC 60312-12010, zurückgezogen 2016nein, ausdrücklich nicht für akkubetriebene
IEC 62885-22021nein, netzbetriebene Trockensauger
IEC 62885-32014nein, Nass-Teppichreinigungsgeräte
IEC 62885-42020 und Änderung 2023nein, Akku-Handsauger ausgeschlossen bis auf zwei Abschnitte
IEC 60704-2-1 (Geräusch)2026ja, netz- und akkubetriebene Trockensauger

Die Norm für kabellose Trockensauger, IEC 62885-4, gilt für Akku-Bodensauger im Haushalt und schließt Akku-Handsauger in einer Anmerkung ausdrücklich aus, bis auf zwei Abschnitte. Was diese beiden Abschnitte für Handsauger messen, ließ sich aus der Leseprobe nicht eindeutig bestimmen. Die IEC 62885-2 definiert einen Handsauger als Trockensauger, der nicht im Stehen auf dem Boden benutzt wird; ein Autosauger ist danach ein Handsauger. Die Geschichte der Normen erklärt die Lücke zum Teil. Die deutsche Normungsorganisation DKE beschreibt, dass die frühere EN 60312 in drei Teile aufgeteilt wurde, Teil 1 für Trockensauger, Teil 2 für Nasssauger, damals noch in Beratung, und Teil 3 für Saugroboter; zuständig ist ein Gremium für Bodenbehandlungsgeräte. Eine gültige Ausgabe von Teil 2 für Nasssauger ließ sich nicht finden.

Für Nass-Trockensauger gibt es ebenfalls keine passende Messnorm, die sich belegen ließ. Die frühere Norm für Nasssauger, IEC 60312-2, wurde 2014 durch IEC 62885-3 ersetzt, die Nass-Teppichreinigungsgeräte betrifft, also Sprühextraktionsgeräte, keine Nass-Trockensauger. Nur für die Lautstärke gibt es eine Norm, die auch Akkusauger umfasst: IEC 60704-2-1, deren neue Ausgabe im Juni 2026 erschienen ist; für Nass-Trockensauger verweist sie auf einen eigenen Teil.

Wie Tests die Saugleistung messen

Weil keine Norm passt, messen Tests auf eigene Weise, meist in Anlehnung an eine Norm. Stiftung Warentest misst in ihrer Datenbank mit 141 Staubsaugern, Boden- und Akku-Stielsaugern, die Staubaufnahme in Anlehnung an DIN EN 60312 und die Schallleistung in Anlehnung an DIN EN 60704-2-1. Die Sicherheit prüft die Stiftung in Anlehnung an DIN EN 60335, und sie bewertet sechs Bereiche: Saugen, Handhabung, Umwelteigenschaften, Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe; den Laufzeitverlust des Akkus rechnet sie der Haltbarkeit zu. Im Partnertest von 17 Tisch- und Handsaugern von 2025, durchgeführt von der niederländischen Organisation Consumentenbond, dienten Sägespäne und Konfetti als Prüfschmutz. Die Datenbank wird fortgeschrieben; im August 2026 kamen laut Stiftung Warentest vier neue Akkusauger hinzu. Einen Test von Autostaubsaugern durch den ADAC ließ sich nicht finden.

Prüfschmutz und Messweise in Tests (frei sichtbare Angaben)
TestPrüfschmutzMessweise
Stiftung Warentest, Datenbanknach Norm (Anlehnung)Staubaufnahme, Laufzeit aus Unterdruck über Zeit
Consumentenbond für Stiftung Warentest, 2025Sägespäne, KonfettiBedienung auf Hartboden und Teppich
ÖKO-TEST, 2017Krümel, Zucker, Seramis, teils feuchtes KaffeepulverPolster, Tischdecke, Teppich, Fliesen; Dichtheit
Kassensturz und K-Tipp, 2024Holzstaub, Heimtierstreugewogen; Staubemission optisch
auto motor und sport, 2025Normprüfstaub, HundehaareAutoteppich, fünf Durchgänge, gewogen
AUTO BILDnicht genanntUnterdruckmesser, dazu Praxis
Auto Zeitung, 2025Straßendreck, Krumen, Katzenstreu, LaubFußmatten in Segmenten, gewogen

Die Ergebnisse unterscheiden sich mit dem Prüfgut. Am Kärcher-Handsauger CVH 3 Plus zeigt sich das deutlich: auto motor und sport schrieb, er sauge bei normaler Verschmutzung mit am besten, der Schweizer Test fand eine schwache Saugleistung und einen Filter, der bei feinem Hausstaub verstopfe. Beides kann stimmen, für verschiedenen Schmutz. Ein älterer Test von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2012 prüfte zwei Stielsauger mit abnehmbarem Kleinsauger und schrieb, der Kleinsauger sauge Staub von Automatten, bei schlechtem Staubrückhaltevermögen; der Test ist veraltet, zeigt aber, dass Tests Saugen und Zurückhalten getrennt bewerten. Für Autosauger am aussagekräftigsten sind die Tests, die im Auto oder an Fußmatten saugen und den Ertrag wiegen, weil sie messen, was am Ende im Behälter landet.

AUTO BILD ist der einzige Test, der nach eigener Beschreibung den Unterdruck mit einem Messgerät ermittelt; Werte nennt die frei sichtbare Seite nicht. Bewertet hat AUTO BILD neben der Saugleistung Behältervolumen, Handlichkeit, Entleeren, Akkulaufzeit und Geräusch. Die Auto Zeitung saugte im Testwagen, einem Mazda CX-60, vier Fußmatten, die in sieben Segmenten eingeschmutzt waren. Im Schweizer Test erhielten zwei Geräte das Urteil gut, ein Rotel und ein Trisa. Wer wissen will, ob ein Gerät die Pascal-Zahl seines Kartons erreicht, findet in den abgerufenen Quellen also keine Antwort. Die Tests, die es gibt, bewerten Geräte, nicht Datenblätter.

Was die Tests über die Saugleistung finden, ist trotzdem aufschlussreich. Der Titel des Partnertests von Stiftung Warentest lautet, den günstigen Handsaugern fehle die Power; vorn lagen zwei Geräte von Shark mit 8,5 von 10 Punkten. ÖKO-TEST fand 2017 unter zehn Akku-Handsaugern einen sehr guten, vier gute und einen mangelhaften, bei Laufzeiten von meist zehn bis 15 Minuten. Die Auto Zeitung kürte einen Dyson mit 87 von 100 Punkten, AUTO BILD einen Dustbuster Slim und einen Kärcher mit je 126 von 150. In keinem dieser Tests steht der Unterdruck auf dem Karton neben dem gemessenen Ergebnis.

Saugsäule und Waschsauger: die großen Geräte als Maßstab

Wer wissen will, was ein großer Sauger leistet, findet bei den Geräten für Waschanlagen und die Fahrzeugaufbereitung einen Maßstab. Kärcher nennt in einer Broschüre für Betreiber von 2016 für den SB-Sauger SB V1 Eco 230 Millibar, 61 Liter pro Sekunde, einen Behälter von 43 Litern und 1,38 Kilowatt, für einen einfacheren Sauger 180 Millibar bei Wechselstrom und 210 bei Drehstrom. Was an einem einzelnen Standort steht, sagt die Broschüre nicht; ein Betreiber in Münster nennt für seine Säulen nur eine starke Saugleistung.

Für das Sprühextraktionsgerät Puzzi 8/1, ein Gerät für die gewerbliche Polsterreinigung, nennt Kärcher 270 Millibar Vakuum, eine Turbine mit 1.200 Watt, einen Sprühdruck von einem bar und eine Sprühmenge von einem Liter pro Minute. Für den Netz-Nass-Trockensauger TC-VC 1820 S nennt Einhell 1.250 Watt und 180 Millibar, für den WD 6 P S nennt Kärcher 280 Millibar und 75 Liter pro Sekunde bei 1.300 Watt. Nilfisk unterscheidet beim Multi II zwischen einer Nennleistung von 1.260 und einer maximalen Leistung von 1.400 Watt und nennt 292 Watt Saugleistung bei 21 Kilopascal; das Verhältnis von Saugleistung zu Nennleistung liegt danach bei gut 23 Prozent, fast genau wie beim Kärcher WD 3. Für den Einhell TC-VC 1820 S nennt das Datenblatt einen Schlauch von 1,5 Metern bei 36 Millimetern Durchmesser und 78 dB(A); beim Gewicht widersprechen sich Datenblatt und Anleitung mit 3,45 und 5,0 Kilogramm.

Die großen Geräte liegen beim Unterdruck also zwischen 180 und 280 Millibar und beim Luftstrom zwischen 45 und 75 Litern pro Sekunde, bei Leistungsaufnahmen von 1.000 bis 1.400 Watt. Ein Akku-Handsauger, für den sein Anbieter 260 Millibar nennt, läge beim Unterdruck in dieser Klasse, bei einem Zehntel der Leistung. Die Werkzeughersteller nennen für ihre Handsauger ein Viertel bis ein Drittel davon.

Laufzeit und Saugleistung: die 40-Prozent-Grenze

Bei Akkusaugern hängen Laufzeit und Saugleistung zusammen, und die Norm für Akku-Bodensauger regelt, wie. Sie definiert die Laufzeit als die Zeit, bis der Unterdruck unter 40 Prozent der anfänglichen Saugleistung gefallen ist oder der Akku leer ist. Ein Gerät, das nach zehn Minuten nur noch schwach saugt, aber weiterläuft, hätte nach dieser Definition eine kürzere Laufzeit als bis zum Abschalten. Stiftung Warentest berechnet die Laufzeit in der Datenbank aus dem gemessenen Unterdruck über die Zeit.

Ob die Hersteller von Autosaugern so messen, steht auf keiner der abgerufenen Seiten. Der Schweizer Test prüfte den Akku in Zyklen von zwei Minuten Laufzeit und zehn Minuten Pause auf höchster Stufe und fand Laufzeiten von acht bis zehn bis zu 18 bis 20 Minuten am Stück. Die Hersteller nennen ihre Laufzeiten meist je Stufe: Makita für den DCL184 mit einem Akku von drei Amperestunden 80 Minuten auf der niedrigsten und 20 auf der höchsten Stufe, bei fünf, 23 und 38 Watt.

Für den Vergleich folgt daraus: Eine lange Laufzeit gilt fast immer für die schwächste Stufe, und dort ist die Saugleistung ein Bruchteil des Spitzenwerts. VALKER ist einer der wenigen Anbieter kleiner Autosauger, die beides je Modus nennen, über 11.000 Pascal und über 30 Minuten auf Eco, 19.000 Pascal und über 15 Minuten auf Max. Wer Laufzeiten vergleicht, vergleicht am besten die der stärksten Stufe.

Saugstufen: wie viel Leistung die kleine Stufe kostet

Viele Akkusauger haben zwei bis vier Stufen, und die Hersteller nennen die Saugwerte meist nur für die stärkste. Makita gehört zu den wenigen, die je Stufe eine Leistung angeben. Für den Stabsauger DCL286F, der nicht für das Auto gebaut ist, aber die Systematik zeigt, nennt Makita vier Stufen mit 15, 35, 60 und 100 Watt, mit einem Akku von sechs Amperestunden 76, 42, 30 und 16 Minuten Laufzeit und 55, 60, 62 und 66 dB(A) Schalldruck, bei 180 Millibar Unterdruck und einem Kubikmeter pro Minute.

Stufen und Laufzeit laut Makita (Akku 6,0 Ah beim DCL286F, 3,0 Ah beim DCL184)
Gerät, StufeLeistungLaufzeit
DCL286F, Stufe 115 W76 min
DCL286F, Stufe 235 W42 min
DCL286F, Stufe 360 W30 min
DCL286F, Stufe 4100 W16 min
DCL184, Stufe 15 W80 min
DCL184, Stufe 223 W30 min
DCL184, Stufe 338 W20 min

Die Zahlen zeigen, was eine lange Laufzeit kostet. Auf der kleinsten Stufe läuft der DCL286F fast fünfmal so lange wie auf der größten, bei einem Siebtel der Leistung. Beim DCL184 läuft die kleinste Stufe viermal so lange, bei rund einem Achtel der Leistung der größten. Wer eine Laufzeitangabe liest, sollte deshalb wissen, auf welche Stufe sie sich bezieht; die längste Zahl gehört fast immer zur schwächsten.

Die Anbieter der Mini-Sauger nennen Stufen ohne Leistungswerte, Fanttik etwa 13 Minuten auf der starken und 40 auf der schwachen Stufe. VALKER nennt Unterdruck und Laufzeit je Modus, 11.000 Pascal und über 30 Minuten auf Eco, 19.000 Pascal und über 15 Minuten auf Max. Danach brächte die Eco-Stufe gut die Hälfte des Unterdrucks bei doppelter Laufzeit. Ob die Werte gemessen wurden, steht nicht dabei.

Akku gegen Kabel: was der Antrieb an Saugleistung kostet

Wie viel Saugleistung ein Akku kostet, zeigen Geräte desselben Herstellers mit beiden Antrieben. Kärcher nennt für den WD 3 S am Kabel 230 Watt Saugleistung, 230 Millibar und 45 Liter pro Sekunde, für den WD 3-18 S mit 18-Volt-Akku 75 Watt, 110 Millibar und 30 Liter pro Sekunde, bei gleichem Behälter von 17 Litern. Das Akkugerät hat also etwa ein Drittel der Saugleistung, knapp die Hälfte des Unterdrucks und zwei Drittel des Luftstroms. Für den kleineren WD 1 Compact Battery nennt Kärcher 60 Watt, 85 Millibar und 22 Liter pro Sekunde. Bei Einhell zeigt sich dasselbe Verhältnis: Für den Akku-Nass-Trockensauger TE-VC nennt Einhell 90 Millibar, für den Netz-Nass-Trockensauger TC-VC 1820 S 180 Millibar, also das Doppelte.

Bei den 12-Volt-Saugern setzt die Bordsteckdose die Grenze. Škoda, Toyota und Opel nennen 120 Watt für alle Verbraucher zusammen, Ford für einen Transporter 180 Watt. Ein Nass-Trockensauger mit 1.000 Watt würde an 12 Volt rechnerisch über 83 Ampere ziehen und ist deshalb für den Zigarettenanzünder nicht gebaut. Die Zigarettenanzünder-Buchse beschreibt die amerikanische Norm SAE J563; die kleinere Normsteckdose nach ISO 4165 wird in ihren Prüfungen mit zwölf Ampere belastet. Dieser Prüfstrom liegt in derselben Größenordnung wie die zehn Ampere, die 120 Watt bei zwölf Volt entsprechen. Der Strom ergibt sich aus der Formel Leistung gleich Spannung mal Strom, die Toyota in der Anleitung des Auris Hybrid selbst anwendet: zehn Ampere bei zwölf Volt seien 120 Watt. Der einzige 12-Volt-Sauger im Cluster mit einem Unterdruckwert, der Retoo, nennt 42 Millibar bei 120 Watt.

Für den Kauf ergibt sich daraus kein Urteil gegen den Akku, sondern eine Erwartung: Ein Akkusauger saugt nach den Herstellerangaben schwächer als ein Netzgerät derselben Bauart, dafür ohne Kabel. Für Krümel auf Sitzen und Ablagen reicht das nach dem Satz von AUTO BILD meist; für Sand in Velours-Fußmatten nennen die Quellen keinen Schwellenwert. Der Testsieger von auto motor und sport war ein Akkugerät, das gegen andere Akkugeräte antrat; einen Test, in dem Akku- und Netzsauger im selben Auto gegeneinander saugten, gibt es in den abgerufenen Quellen nicht.

Düse, Filter, Behälter: was die Saugleistung im Auto mindert

Die Saugwerte auf dem Datenblatt gelten am Gerät, nicht an der Düse im Fußraum. Was zwischen beiden liegt, mindert die Leistung, und dazu nennen die Hersteller Hinweise. Bosch schreibt für den GAS 18V-1, zwei rotierende Luftströme sollten das Verstopfen des Filters verhindern. Kärcher nennt für seine SB-Sauger an Waschanlagen einen Filter mit Selbstreinigung für konstante Saugleistung, für den WD 6 P S eine Filterabreinigung, Nilfisk für den Multi II die Abreinigung Push-to-Clean und eine Anzeige für Filterreinigung oder -wechsel. Black+Decker baut in den Dustbuster einen Sensor ein, der bei verstopftem Filter aufleuchtet.

Wie schnell ein Filter zusetzt, zeigt der Schweizer Test von 2024: Bei Geräten von Kärcher, Ohmex und Rowenta verstopften zu feine Filter bei feinem Hausstaub. Ein Sauger mit hohem Unterdruck und verstopftem Filter saugt dann weniger als einer mit niedrigerem Unterdruck und sauberem Filter. Kärcher rät für die Nass-Trockensauger, den Patronenfilter unter fließendem Wasser zu reinigen, nicht abzubürsten und vor der Wiederverwendung vollständig trocknen zu lassen; Einhell schreibt für den TE-HV, der Filter lasse sich waschen und mit optimaler Filterleistung weiterverwenden.

An der Düse entscheidet das Material. Der ADAC warnt, eine harte Staubsaugerdüse könne weichere Kunststoffe zerkratzen, und rät für Polster zu einem Bürstenaufsatz. Kärcher nennt für haftende Krümel und Tierhaare auf Textil die Turbodüse. Für schmale Ritzen nennen ADAC und Kärcher die Fugendüse; Einhell liefert für den TE-HV eine von 26 Zentimetern, Kärcher bietet für die Nass-Trockensauger ein Autoset mit einer extra langen Fugendüse und einem Verlängerungsschlauch von 1,5 Metern an. Für Tierhaare gilt zudem eine Grenze, die keine Saugleistung aufhebt: Eine kleine Studie von 2007 fand, dass 15 Minuten Saugen das Katzenallergen auf Baumwollstoff nicht signifikant senkten. Wie man die Düsen im Innenraum einsetzt, beschreibt der Ratgeber zur Innenreinigung.

Saugwert und Gewicht: was ein Gramm Gerät bringt

Für einen Handsauger im Auto zählt neben dem Saugwert das Gewicht, und die beiden hängen bei den Werkzeugsaugern sichtbar zusammen. Der Milwaukee M12 HV mit 31,1 Millibar wiegt laut Hersteller 1,2 Kilogramm mit Akku, der M18 BLCV2 mit 162 Millibar 2,1 Kilogramm. Bosch nennt für den GAS 12V mit 45 Millibar 0,7 Kilogramm ohne Akku, für den GAS 18V-1 mit 60 Millibar 1,3 Kilogramm ohne Akku. Der Metabo AS 18 L PC mit 120 Millibar und 7,5 Litern Behälter wiegt 6,9 Kilogramm ohne Akku. Ryobi nennt für den RHV18 mit 6,5 Kilopascal 0,95 Kilogramm ohne und 1,4 mit einem Akku von zwei Amperestunden, DeWalt für den DCV501L mit 9,4 Kilopascal 1,5 Kilogramm ohne Akku.

Bei den Mini-Saugern fehlt dieser Zusammenhang. Fanttik nennt 0,49 Kilogramm bei 19 Kilopascal, SCOVEE 26.000 Pascal und im Datenblatt zehn Gramm. Ein Gerät, das bei einem Viertel des Gewichts eines Werkzeugsaugers das Mehrfache des Unterdrucks erreicht, wäre technisch bemerkenswert; die Quellen dieser Seite belegen es nicht. Bei den Nass-Trockensaugern liegt der Unterdruck mit 220 bis 280 Millibar hoch, bei Gewichten von 4,3 bis 9,6 Kilogramm laut Hersteller.

Für die Wahl heißt das nicht, dass das schwerste Gerät das beste ist. Der Testsieger von auto motor und sport, der Einhell TE-HV, wiegt laut Einhell 0,95 Kilogramm ohne Akku und liegt mit 72 Millibar im Mittelfeld. Es heißt aber, dass ein sehr leichtes Gerät mit einem sehr hohen Saugwert ein Grund ist, genauer hinzusehen.

Saugleistung über die Jahre: wenn der Akku nachlässt

Bei Akkusaugern ist die Saugleistung nicht nur eine Frage des Geräts, sondern auch des Alters seines Akkus. Stiftung Warentest rechnet den Laufzeitverlust des Akkus in ihrer Datenbank der Haltbarkeit zu, und der VKI fand 2026 im Haltbarkeitstest von Akku-Stielsaugern bei manchen Geräten einen raschen Kapazitätsverlust. Dyson nennt für Lithium-Akkus bis zu 1.000 Ladezyklen, AEG 500 bis 1.000, und AEG schreibt, die Garantie decke eine alterungsbedingt kürzere Laufzeit nicht ab.

Einige Hersteller beschreiben, woran man das merkt. Makita baut in den DCL184 eine Leuchtdiode ein, die bei nachlassender Akkukapazität warnt. Einhell rät, Akkus bei spätestens 80 Prozent Restleistung zu ersetzen, und nennt eine maximale Entladetiefe von 80 Prozent. HOTO schreibt, ein tiefentladener Akku lasse sich wegen einer Schutzschaltung nicht mehr laden. Für Werkzeugakkus lässt sich ein gealterter Akku ersetzen; bei fest eingebauten Akkus ändert das erst die EU-Batterieverordnung, die ab dem 18. Februar 2027 austauschbare Gerätebatterien vorschreibt.

Für die Angaben auf dem Datenblatt heißt das: Die Saugwerte gelten für ein neues Gerät mit vollem Akku. Wie stark die Saugleistung über die Laufzeit einer Ladung nachlässt, regelt bei Akku-Bodensaugern die 40-Prozent-Grenze der Norm; wie stark sie über die Jahre nachlässt, nennt kein Hersteller in diesem Themenbereich. Hitze im Auto beschleunigt die Alterung nach den Hinweisen von Dyson und dem Institut für Schadenverhütung, wie die Seite zum Sauger im Auto beschreibt.

Nass statt trocken: was sich am Saugwert ändert

Nass-Trockensauger geben einen Saugwert an, der für trockenes Saugen gemessen sein dürfte; ob er beim Nasssaugen gilt, sagen die Hersteller nicht. Was sie sagen, betrifft den Aufbau. Kärcher schreibt für die WD-Reihe, beim Nasssaugen keinen Filterbeutel zu verwenden, den Patronen- oder Schaumstofffilter aber drin zu lassen; ein Schwimmer schließt die Saugöffnung, wenn der Behälter voll ist. Nilfisk verlangt, den Filterbeutel zu entfernen und einen Nassfilter einzusetzen, Einhell, nass nur mit dem Schaumstofffilter zu saugen.

Für das Fassungsvermögen nennt nur Nilfisk eine getrennte Angabe: Vom Behälter mit 30 Litern seien 20 Liter netto für Flüssigkeit nutzbar, 13 Liter für trockenen Schmutz im Beutel. Kärcher nennt für die WD-Reihe das Behältervolumen, zwölf Liter beim WD 2 Plus, 17 beim WD 3 S und 30 beim WD 6 P S, aber keine getrennte Menge für Flüssigkeit. Die EU-Ökodesign-Verordnung zählt einen Sauger als kombinierten Nass- und Trockensauger, wenn er mehr als 2,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen kann, und nimmt ihn deshalb von der 900-Watt-Grenze aus. Bei kleinen Geräten mit Nassfunktion sind die Mengen deutlich kleiner: Severin nennt für einen Handsauger einen Behälter von 0,1 Litern, die Anleitung eines Parkside-Handsaugers 150 Milliliter für Flüssigkeit.

Was hinten herauskommt: Dichtheit und Filterklassen

Saugleistung misst, was ein Gerät aufnimmt, nicht was es zurückhält. Dafür gibt es andere Angaben, und sie sind bei Handsaugern lückenhaft. Viele Anbieter werben mit HEPA-Filtern. Die Norm DIN EN 1822 ordnet Schwebstofffilter in Klassen: E10 hält mindestens 85 Prozent zurück, E11 95, E12 99,5, H13 99,95 und H14 99,995 Prozent, jeweils bei der am schwersten abzuscheidenden Partikelgröße; ab H13 verlangt die Norm laut einem Filterhersteller einen eigenen Prüfbericht. Die Norm gilt für die Raum- und Prozesslufttechnik, nicht für das Gesamtgerät Staubsauger.

Wie wenig ein Filter über das Gerät sagt, zeigen die Tests. ÖKO-TEST fand 2017 acht von zehn Akku-Handsaugern nicht ganz dicht; ein Gerät verteilte 15 Prozent des aufgesaugten Mineralstaubs wieder. Die österreichische Zeitschrift KONSUMENT fand 2016 Geräte, die rund zehn Prozent der angesaugten Partikel wieder ausbliesen. Eine Studie von 2012 an 21 Staubsaugern maß eine große Streuung der Emissionen, die sich meist nicht durch Beutel, Abluftfilter, Preis oder Alter erklären ließ. Gemessen wurden dort Partikel von neun Nanometern bis 20 Mikrometern und Bakterien in der Abluft; Handsauger waren nicht gesondert ausgewiesen.

Für die Angaben im Cluster heißt das: Kärcher verweist beim CVH 3 Plus auf einen HEPA-Filter nach EN 1822 von 1998 ohne Klasse, Fanttik nennt 95,99 Prozent ohne Partikelgröße, DeWalt 99,97 Prozent ab 0,3 Mikrometern, Ryobi „HEPA 11“, Dyson 99,99 Prozent bis 0,3 Mikrometer. Nur bei Geräten mit Staubklasse L, wie dem DeWalt DCV501LN, ist das Gerät als Ganzes geprüft. Wer allergisch ist, achtet deshalb eher auf diese Zertifizierung als auf eine Filterangabe.

Lautstärke: eine eigene Norm, zwei Größen

Für die Lautstärke gibt es, anders als für die Saugleistung, eine Norm, die auch Akkusauger umfasst: IEC 60704-2-1. Die Ausgabe von 2020 erweiterte den Geltungsbereich auf kabellose Sauger, die neue Ausgabe von Juni 2026 schließt Dockingstationen ein. Stiftung Warentest misst die Schallleistung in Anlehnung an diese Norm. Die Ökodesign-Verordnung begrenzt den Schallleistungspegel netzbetriebener Staubsauger auf 80 dB(A).

Auf den Datenblättern stehen zwei Größen, die man nicht verwechseln darf: der Schalldruckpegel an einem Messpunkt und der Schallleistungspegel, die gesamte abgestrahlte Schallenergie. Hersteller, die beide nennen, geben die Schallleistung höher an: DeWalt 75 und 87 dB(A), Metabo 72 und 84, Milwaukee beim M18 BLCV2 70 und 82. Beim Milwaukee M12 HV stehen die Werte umgekehrt im Datensatz, 85,6 Schalldruck und 73,6 Schallleistung, offenbar vertauscht. Kärcher gibt beim Handsauger CVH 3 Plus 78 dB(A) Schallleistung an, bei den Nass-Trockensaugern 73 bis 74 dB(A) Schalldruck. Die Zahlen lassen sich nur innerhalb derselben Größe vergleichen. ÖKO-TEST fand 2017 bei knapp der Hälfte von zehn Akku-Handsaugern in mindestens einer Stufe mehr als 80 dB(A) Schallleistung, also mehr, als die Ökodesign-Verordnung einem Netzstaubsauger erlauben würde.

Warum es kein Energielabel für Staubsauger gibt

Ein Energielabel würde die Saugleistung vergleichbar machen, wenn es eines gäbe. Die EU hatte mit der Verordnung Nr. 665/2013 eines für Staubsauger eingeführt, mit denselben Ausnahmen wie bei der Ökodesign-Verordnung: keine Nass-Trockensauger, keine Akkusauger. Das Gericht der Europäischen Union erklärte die Verordnung im November 2018 auf eine Klage von Dyson hin für nichtig, weil die Messung mit leerem Staubbehälter die reale Nutzung nicht abbilde; laut EU-Kommission ist sie seit dem 18. Januar 2019 ohne Wirkung.

Die Kommission prüft eine Überarbeitung von Ökodesign und Energielabel und erwägt dabei, auch akkubetriebene Sauger und Saugroboter einzubeziehen. Die Annahme ist laut Kommission für das dritte Quartal 2027 geplant; eine öffentliche Konsultation lief 2022. Ob Handsauger und Nass-Trockensauger erfasst werden und welche Messung gelten soll, steht in den abgerufenen Unterlagen nicht. Die öffentliche Konsultation zur Überarbeitung lief laut Kommission vom 7. April bis 12. Juli 2022; für das Energielabel ist ein delegierter Rechtsakt ebenfalls für das dritte Quartal 2027 geplant. Bis dahin bleibt es bei den Angaben der Hersteller, und bei Autosaugern bei denen der Anbieter.

So liest man ein Datenblatt

Aus den Abschnitten dieser Seite ergibt sich eine Reihenfolge, in der man die Angaben eines Autosaugers prüfen kann. Zuerst die Größe: Steht da ein Druck, eine Luftmenge, eine Saugleistung oder eine Leistungsaufnahme? Dann die Quelle: Nennt der Hersteller den Wert auf der eigenen Seite oder in der Anleitung, oder steht er nur auf der Verkaufsseite? Dann die Vollständigkeit: Sind Unterdruck und Luftstrom angegeben, oder nur einer von beiden?

Für die Laufzeit gilt: Für welche Stufe gilt sie, und bei Werkzeugsaugern, für welchen Akku? Für den Filter: Steht eine Klasse da oder nur das Wort HEPA, und ist das Gerät als Ganzes geprüft, etwa mit Staubklasse L? Für die Lautstärke: Schalldruck oder Schallleistung? Und bei Geräten am Zigarettenanzünder: Passt die Leistungsaufnahme zur Grenze der eigenen Steckdose?

  • Welche Größe steht da: Unterdruck, Luftstrom, Saugleistung oder Leistungsaufnahme?
  • Stammt der Wert vom Hersteller oder nur von der Verkaufsseite?
  • Sind Unterdruck und Luftstrom beide angegeben?
  • Für welche Stufe gilt der Saugwert, für welche die Laufzeit?
  • Für welchen Akku gilt die Laufzeit?
  • Steht eine Filterklasse da oder nur das Wort HEPA?
  • Ist das Gerät als Ganzes geprüft, etwa mit Staubklasse L?
  • Schalldruck oder Schallleistung?
  • Passt die Leistungsaufnahme zur Grenze der 12-Volt-Steckdose?
  • Widersprechen sich Merkmalstext und Datenblatt?

Die Liste ersetzt keine Messung. Sie hilft aber, die Zahlen zu sortieren, und sie zeigt bei vielen Geräten schon nach den ersten drei Fragen, wie viel die Angaben tragen.

Schließlich lohnt der Abgleich mit dem Datenblatt selbst. In den Vergleichen dieses Themenbereichs enthielt fast jedes Amazon-Datenblatt mindestens einen offensichtlichen Feldfehler, von einem Mini-Sauger mit 10 Gramm über einen 12-Volt-Sauger mit 120 Kilowattstunden bis zu einem Bosch-Handsauger mit 650 Watt und Handbetrieb. Ein Wert, der nur dort steht, ist mit Vorsicht zu lesen. Auf Amazon stehen zudem zwei Texte nebeneinander, der Merkmalstext, den der Anbieter formuliert, und das Datenblatt mit festen Feldern; widersprechen sie sich, wie bei mehreren Geräten in diesem Themenbereich beim Gewicht, ist keine der beiden Angaben belegt. Welche Kriterien neben der Saugleistung zählen, fasst der Ratgeber zum Kauf zusammen.

Drei Fragen, die oft gestellt werden

Was ist wichtiger, Watt oder Kilopascal? Keines von beiden allein. Watt auf dem Karton ist meist die Leistungsaufnahme, also der Stromverbrauch; Kilopascal ist der Unterdruck bei verschlossener Öffnung. Die Saugleistung ergibt sich aus Unterdruck und Luftstrom als höchster Punkt einer Kurve. Wer nur eine Zahl vergleichen kann, vergleicht innerhalb eines Herstellers am ehesten den Unterdruck, und zwischen Herstellern am besten gar nicht ohne den Luftstrom.

Welcher Sauger hat die stärkste Saugkraft? Nach den belegten Herstellerangaben in diesem Themenbereich der Nass-Trockensauger Kärcher WD 6 P S mit 280 Millibar und 75 Litern pro Sekunde, unter den Handsaugern der Milwaukee M18 BLCV2 mit 162 Millibar. Den höchsten Wert eines Akku-Handsaugers nennt SCOVEE mit 260 Millibar, ohne Beleg. Was ein Sauger tatsächlich aus einer Fußmatte holt, zeigen nur Tests, die den Ertrag wiegen.

Wie viel Saugkraft braucht man fürs Auto? Einen Schwellenwert nennt keine der Quellen. AUTO BILD schreibt, auch Geräte mit 15 Watt erzielten bei normaler Verschmutzung oft gute Ergebnisse; der ADAC empfiehlt für den schnellen Einsatz einen kleinen Akkusauger und für tiefen Schmutz größere Geräte. Gewonnen hat im einzigen frei zugänglichen Test im Autoteppich ein Sauger mit 72 Millibar. Für Krümel reicht nach diesen Quellen wenig, für eingetretenen Sand und Tierhaare nennen sie eher Düse und Durchgänge als einen Saugwert.

Wo die Angaben einander widersprechen

  • Saugleistung als Druck oder Leistung. Einhell nennt eine „Saugleistung“ in Millibar, Kärcher in Watt, Dyson in Airwatt.
  • Kärcher WD 6 P S. Dieselbe Herstellerseite nennt 300 Watt in der Tabelle und 260 Watt im Text.
  • Nilfisk Multi II. Die Anleitung nennt 292 Watt Saugleistung, die Produktseite „Saugkraft 292 mbar“.
  • Bosch EasyVac 12. Ein Liter pro Sekunde auf der Seite, 1,2 Kubikmeter pro Minute in der Anleitung.
  • Black+Decker. 12,5 Airwatt bei 11 oder 13 Watt Aufnahme.
  • Tests. auto motor und sport lobt den Kärcher CVH 3 Plus, der Schweizer Test kritisiert seine Saugleistung.
  • Normbezug. Tests lehnen sich an DIN EN 60312-1 an, die nach ihrem Wortlaut nur für Netzgeräte gilt.
  • Lautstärke. Milwaukee nennt beim M12 HV einen Schalldruck über der Schallleistung.

Was sich nicht belegen ließ

  • Wie die Anbieter der Mini-Sauger ihre Pascal- und Airwatt-Werte messen.
  • Die Messmethode hinter Dysons 115 Airwatt; die amerikanische Prüfnorm wurde nicht abgerufen.
  • Was die beiden Abschnitte von IEC 62885-4 messen, die für Handsauger gelten.
  • Eine gültige Messnorm für Nass-Trockensauger im Haushalt.
  • Unterdruckwerte aus dem Test von AUTO BILD.
  • Ein Schwellenwert, ab dem ein Sauger Sand aus Velours-Fußmatten holt.
  • Ob die geplante Überarbeitung der EU-Regeln Handsauger erfasst.
  • Airwatt-Werte von Black+Decker-Akkusaugern von einer Herstellerseite.

Quellen zu Normen, Recht, Tests und Geräten

Alle Quellen wurden am 5. Oktober 2026 abgerufen. EU-Texte stammen vom amtlichen Endpunkt des Amtsblatts, Normen aus Katalogen und Leseproben; die Normtexte selbst wurden nicht vollständig gelesen.

FAQ

Häufige Fragen

Ist 20.000 Pa Saugkraft viel?

Auf dem Papier ja: 20.000 Pa sind 200 mbar. Kärcher nennt für den 1.000-Watt-Nass-Trockensauger WD 3 S 230 mbar, Werkzeughersteller nennen für Akku-Handsauger 42 bis 100 mbar. Ob Mini-Sauger ihre Pascal-Werte so messen wie Kärcher oder Bosch, sagt keine Produktseite.

Ist eine Saugleistung von 45 kPa gut?

45 kPa sind 450 mbar, mehr als jeder Sauger in diesem Themenbereich nach Hersteller- oder Anbieterangabe erreicht, auch Nass-Trockensauger mit über 1.000 Watt. Für einen Handsauger ist ein solcher Wert nicht belegt.

Ist eine Saugleistung von 11 kPa gut?

11 kPa sind 110 mbar. Das nennt Kärcher für den Akku-Nass-Trockensauger WD 3-18 S, und es liegt über den Werten der meisten Werkzeug-Handsauger (42 bis 100 mbar). Für einen Nass-Trockensauger mit Kabel wäre es wenig; Kärcher nennt dort 220 bis 280 mbar.

Was ist wichtiger, Watt oder kPa?

Keines allein. Watt auf dem Karton ist meist die Leistungsaufnahme, kPa der Unterdruck bei verschlossener Öffnung. Die Saugleistung ergibt sich aus Unterdruck und Luftstrom; die Norm für Akkusauger nennt die Eingangsleistung für kabellose Geräte nicht relevant.

Was bedeutet Airwatt?

Eine Saugleistung, berechnet aus Unterdruck und Luftstrom, als höchster Punkt einer Kurve. Dyson nennt für den Car+Boat bis zu 115 Airwatt, Fanttik 45, Ryobi für den RHV18 34. Wie die Hersteller messen, steht auf keiner der Seiten.

Warum kann man Unterdruck und Luftstrom nicht multiplizieren?

Weil beide Spitzenwerte an verschiedenen Betriebspunkten auftreten. Beim Kärcher WD 3 ergäben 230 mbar mal 45 l/s rund 1.035 Watt, mehr als die 1.000 Watt Aufnahme; Kärcher nennt 230 Watt Saugleistung.

Gibt es eine Norm für die Saugleistung von Handsaugern?

Nein. DIN EN 60312-1 gilt für netzbetriebene Trockensauger, IEC 62885-4 schließt Akku-Handsauger bis auf zwei Abschnitte aus. Tests messen deshalb in Anlehnung an Normen oder mit eigenen Methoden.

Warum gibt es kein Energielabel für Staubsauger?

Die EU-Verordnung 665/2013 wurde vom Gericht der EU 2018 für nichtig erklärt und ist seit 18.01.2019 ohne Wirkung. Eine Überarbeitung, die auch Akkusauger erfassen könnte, soll laut EU-Kommission im dritten Quartal 2027 angenommen werden.

Welcher Autosauger hat die stärkste Saugkraft?

Nach belegten Herstellerangaben in diesem Themenbereich der Kärcher WD 6 P S mit 280 mbar und 75 l/s, unter den Handsaugern der Milwaukee M18 BLCV2 mit 162 mbar. Den höchsten Wert eines Akku-Handsaugers nennt SCOVEE mit 260 mbar, ohne Beleg.