Kraftstation mit Steckgewichten: Vergleich 2026
Kraftstationen mit echtem Gewichtsblock und Steckgewichten im Vergleich — datenbasiert nach Trainingslast, Stationen, Verarbeitung und Marktsegment eingeordnet.
Ein Gewichtsblock ist das einzige Widerstandssystem, bei dem die Zahl am Gerät und die Zahl am Griff dasselbe bedeuten — abzüglich der Umlenkverluste. Genau diese Berechenbarkeit ist der Grund, warum Steckgewichte trotz Lärm, Gewicht und Platzbedarf nicht verschwinden. Vier Modelle mit echtem Block stehen hier, alle am 12. September 2026 einzeln auf der Produktseite geprüft.
Wie ein Gewichtsblock technisch funktioniert
Ein Plattenstapel sitzt auf zwei Führungsstangen. Durch alle Platten läuft eine Bohrung; in diese steckt ein Stift, der mit dem Zugholm verbunden ist. Der Stift nimmt alle Platten oberhalb seiner Position mit — wer ihn tiefer setzt, hebt mehr.
Vom Block führt ein Zugseil über Umlenkrollen zu den einzelnen Stationen. Die Rollen bestimmen, wie viel von der Blockmasse am Griff ankommt: Bei einer geraden Umlenkung eins zu eins, bei einer Flaschenzuganordnung entsprechend weniger. Hersteller geben deshalb teils das Blockgewicht und teils das effektive Zuggewicht an — zwei verschiedene Zahlen.
Die Trainingsgerätenorm erfasst diese Bauweise ausdrücklich. DIN EN ISO 20957-2 gilt für Geräte, „bei denen der Widerstand durch Steckgewichte oder andere Widerstandsmittel … aufgebaut wird“, und führt neben dem Block die tragenden Bauteile als eigene Prüfgegenstände: „Seile, Riemen, Ketten und Befestigungsmittel“, „Seil- und Riemenführungen“ sowie „Einzugspunkte“ mit den Unterpunkten „Seilrollen“ und „Ketten, Verzahnungen und Ritzel“.
Zwei weitere Abschnitte betreffen genau diese Bauart: „Gewichte und andere Widerstandsmittel“ und „Fangstellen für den Benutzer“. Ein freiliegender Plattenstapel ist die Baugruppe, an der Finger eingeklemmt werden können — deshalb ist sie normativ gesondert behandelt.
Wie viel Blockgewicht gebraucht wird
Die vier Modelle hier liegen nach Herstellerangabe zwischen 45 und über 90 Kilogramm. Die entscheidende Frage ist nicht der Höchstwert, sondern welche Station den Wert verlangt.
Der Latzug ist die anspruchsvollste. Wer 80 Kilogramm wiegt und Klimmzüge noch nicht schafft, arbeitet dort mit 40 bis 50 Kilogramm — und steigert. Bei 45 Kilogramm Blockgewicht ist damit innerhalb von Monaten das Ende erreicht, und zwar an der Station, die man am häufigsten nutzt.
Am Butterfly und am Beinstrecker liegen die Lasten niedriger, am Beinstrecker allerdings nur, weil die Bauform es erzwingt: Die Oberschenkelmuskulatur ist die stärkste des Körpers, und ein Heimgerät mit 45 Kilogramm Maximallast ist dort schnell zu leicht. Das ist keine Gerätekritik, sondern eine Folge der Baugröße.
Zwei Modelle im Feld lösen das über Erweiterbarkeit. Die Dione HG3 startet laut Hersteller mit 45 Kilogramm und lässt sich auf 100 aufstocken — als Zusatzkauf, nicht im Lieferumfang. Das ist der sinnvollere Weg als von Anfang an 90 Kilogramm zu kaufen, die man zwei Jahre nicht braucht.
Blockgewicht ist nicht Zuggewicht
Überblick
Die vier Modelle mit Block

Body-Solid GLM-84 Latzug-/Ruderstation

Dione HG5 Kraftstation mit Boxsack

Sportstech HGX100/HGX200 Kraftstation

Dione HG3 Kraftstation (45 kg, erweiterbar)
| Produkt | Segment | Bewertung | Aktion |
|---|---|---|---|
![]() | Premium | 4.3(10) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.3(75) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.2(42) | Ansehen |
![]() | Mid-Tier | 4.2(84) | Ansehen |
Body-Solid GLM-84 Latzug-/Ruderstation
Body-Solid
Das spricht dafür: Latzug plus Ruderzug mit bis zu 130-kg-Gewichtsblock – Studio-Qualität für den Rücken.
Fazit: Studio-Qualität für Rücken und Arme: Die GLM-84 kombiniert Latzug und Ruderzug mit einem massiven 95- oder 130-kg-Gewichtsblock. Robuste Profi-Bauweise für alle, die vor allem den Zug-Bereich ernsthaft trainieren.
Kernfakten
- Widerstand
- Gewichtsblock 95 oder 130 kg
- Stationen
- Latzug + Ruderzug
- Bauweise
- Studio-/Profi-Rahmen
- Fokus
- Rücken & Arme
- Marke
- Body-Solid
Am besten für: Ernsthaftes Latzug-/Ruderzug-Training mit hoher Last
Weniger geeignet für: Wer ein Rundum-Multi-Gym mit vielen Stationen sucht
Pro
- Sehr hohe Trainingslast möglich
- Studio-Qualität & Langlebigkeit
- Spezialist für Zug-Übungen
Contra
- Noch kleine Bewertungsbasis (10)
- Kein komplettes Ganzkörper-Multi-Gym
- Bewertungsbasis mit 10 Stimmen sehr dünn
Ausstattung
- Gewichtsblock bis 130 kg
- Latzug + Ruderzug
- Massiver Studio-Rahmen
- Hohe Trainingslasten
- Profi-Marke
Dione HG5 Kraftstation mit Boxsack
Dione
Das spricht dafür: Multi-Gym plus Boxsack: 65-kg-Gewichtsblock und Kraft- plus Ausdauertraining in einem.
Fazit: Multi-Gym mit Extra: Neben Latzug, Butterfly und einem 65-kg-Gewichtsblock bringt die HG5 einen Boxsack mit – Kraft- und Ausdauertraining in einem Gerät. Ein vielseitiges Ganzkörper-Setup mit solider Bewertungsbasis.
Kernfakten
- Widerstand
- Gewichtsblock 65 kg
- Stationen
- Latzug, Butterfly, Beincurl
- Extra
- Boxsack inklusive
- Bauart
- Multi-Gym
- Marke
- Dione
Am besten für: Ganzkörpertraining plus Kondition am Boxsack
Weniger geeignet für: Wer sehr hohe Trainingslasten braucht
Pro
- Boxsack als Extra für Ausdauer
- Vielseitige Stationen
- Ordentliche Bewertungsbasis
- Gutes Mid-Tier-Paket
Contra
- Gewichtsblock mit 65 kg begrenzt
- Platzbedarf inkl. Boxsack
Ausstattung
- 65-kg-Gewichtsblock
- Latzug & Butterfly
- Boxsack inklusive
- Ganzkörper-Stationen
- Solide Bewertungsbasis (71)
Sportstech HGX100/HGX200 Kraftstation
Sportstech
Das spricht dafür: Multi-Gym mit Latzug, Butterfly & Gewichtsblock – gut ausgestattet und stark bewertet.
Fazit: Kompakteres Multi-Gym mit Latzug, Butterfly und integriertem Gewichtsblock – gut ausgestattet und stark bewertet. Eine platzbewusstere Sportstech-Alternative fürs Ganzkörpertraining zu Hause.
Kernfakten
- Bauart
- Multifunktions-Homegym
- Stationen
- Latzug, Butterfly, Beincurl
- Widerstand
- Gewichtsblock
- Ausstattung
- Trainingsbank integriert
- Marke
- Sportstech (DE)
Am besten für: Ganzkörper-Multi-Gym mit etwas kleinerem Fußabdruck
Weniger geeignet für: Sehr enge Räume oder Profi-Lasten
Pro
- Gut ausgestattetes Multi-Gym
- Starke Bewertungsbasis (434)
- Etablierte Marke
- Solide Verarbeitung
Contra
- Gewichtsblock nach oben begrenzt
- Trotzdem fester Stellplatz nötig
Ausstattung
- Latzug & Butterfly
- Integrierter Gewichtsblock
- Trainingsbank integriert
- Kompaktere Bauweise
- Starke Bewertungsbasis (434)
Dione HG3 Kraftstation (45 kg, erweiterbar)
Dione
Das spricht dafür: 45 kg Block, laut Hersteller auf 100 kg erweiterbar — mitwachsend statt fertig.
Fazit: Ersetzt in diesem Cluster einen zweiten Listing-Eintrag derselben BioForce, der nur drei Bewertungen trug. Die HG3 ist die kleinere Schwester der HG5: 45 Kilogramm Gewichtsblock, laut Hersteller auf 100 Kilogramm erweiterbar, Aufbaumaß 194 × 87 × 206 Zentimeter bei 110 Kilogramm Eigengewicht.
Kernfakten
- Widerstand
- 45 kg Steckgewichte
- Zuggewicht
- auf 100 kg erweiterbar (Herstellerangabe)
- Übungen
- über 30 (Herstellerangabe)
- Bauweise
- 194 × 87 × 206 cm, 110 kg Eigengewicht
- Stationen
- Latzug, Butterfly, Beinstrecker
- Marke
- Dione, zweites Modell im Vergleich
Am besten für: Einstieg mit Ausbauabsicht — wer klein anfangen und später aufstocken will
Weniger geeignet für: Wer von Anfang an über 45 Kilogramm am Latzug zieht
Pro
- Gewichtsblock nachrüstbar statt von Anfang an überdimensioniert
- Breitere Bewertungsbasis als die meisten Stationen dieser Größe
- Kompakteres Aufbaumaß als die HG5
Contra
- 45 Kilogramm reichen am Latzug schnell nicht mehr
- Erweiterung ist ein Zusatzkauf, nicht im Lieferumfang
- 110 Kilogramm Eigengewicht machen ein Umstellen zur Zweipersonenaufgabe
Ausstattung
- 45 kg Gewichtsblock
- Erweiterbar auf 100 kg
- Über 30 Übungen laut Hersteller
- 110 kg Eigengewicht
Was ein Gewichtsblock an Lärm erzeugt
Es gibt zwei Geräuschquellen, und nur eine davon ist der Block selbst. Die erste ist das Klappern der Platten gegeneinander beim Anheben und Absetzen — ein Luftschall, den eine geschlossene Tür dämpft.
Die zweite ist der Stoß beim Absetzen, und der geht als Körperschall über die Gerätefüße in die Decke. Gegen den hilft keine Tür. Beide Prüforganisationen empfehlen Unterlagen: Der TÜV-Verband schreibt, mit „nicht zu dicken und zu weichen Untermatten oder der Verlegung von Gummiflies oder Vinyl“ könne „die Standfestigkeit verbessert und gleichzeitig Lärm und Vibrationen gemindert werden“.
TÜV SÜD nennt für Mietwohnungen dieselbe Maßnahme mit drei Zielen: eine Trainingsmatte helfe, „den Boden zu schützen, Geräusche zu dämpfen und die Standfestigkeit der Geräte zu verbessern“. Der Zielkonflikt darin ist real — was dämpft, gibt nach, und was nachgibt, kostet Standsicherheit.
Eine Dezibelangabe nennt keine der geprüften Quellen. Wie stark eine bestimmte Unterlage den Trittschall unter einem Gewichtsblock mindert, ist damit nicht belegt. Was sich belegen lässt und was nicht, steht im Beitrag zum Untergrund.
Was das Blockgewicht auf dem Boden bedeutet
Ein Gewichtsblock erhöht nicht nur die Trainingslast, sondern auch die Last auf der Decke. Die Dione HG3 bringt nach Herstellerangabe 110 Kilogramm Eigengewicht auf die Waage, bevor jemand trainiert; dazu kommen Trainingslast und Körpergewicht.
TÜV SÜD hält fest, dass „das maximale Benutzergewicht und die Trainingslast … gemeinsam zu betrachten“ sind, „da sie gleichzeitig auf die Konstruktion wirken“. Für den Boden gilt dasselbe, nur mit dem Eigengewicht als drittem Summanden.
Und die Last wirkt nicht flächig, sondern über vier kleine Aufstandsflächen. Die europäische Nutzlastnorm empfiehlt für Wohnbereiche 1,5 bis 2,0 Kilonewton je Quadratmeter, also rund 150 bis 200 Kilogramm gleichmäßig verteilt — eine Punktlast ist damit nicht abgedeckt.
Wichtiger als jede Tabelle ist eine Regel aus dem Normtext: Schwere Geräte sind von den angegebenen Nutzlasten ausdrücklich nicht erfasst, ihre Lasten werden gesondert festgelegt. Für Erdgeschoss auf Bodenplatte ist das gegenstandslos, für eine Holzbalkendecke im dritten Stock nicht.
Stabilität: was sich am Gerät ansehen lässt
Bei einer Station mit Block ist Stabilität weniger kritisch als bei leichten Bauformen — die Masse arbeitet für den Stand. Zwei Punkte bleiben trotzdem prüfbar.
Der erste ist die Fußkonstruktion. Der TÜV-Verband nennt „breite Füße, rutschhemmende Gummierungen und eine stabile Konstruktion“ als das, was dafür sorgt, dass ein Gerät „auch bei hohen Lasten sicher steht“. Bei Stationen, die am Latzug nach vorn gezogen werden, entscheidet der vordere Standfuß.
Der zweite ist die Verriegelung der Verstellungen. Die Norm führt „Einstellelemente und Verriegelungen“ als eigenen Abschnitt mit eigener Prüfung. Ein Rastbolzen muss vollständig eingreifen und hörbar oder fühlbar einrasten; einer, der nur zur Hälfte sitzt, hält — bis er es nicht tut.
Was sich nicht prüfen lässt, ist die Dauerbelastbarkeit. Sie ist ein eigener Prüfgegenstand der Norm, aber Zyklenzahl und Prüflast stehen im kostenpflichtigen Normtext. Diese Seite nennt sie deshalb nicht.
Die Verschleißteile dieser Bauart
Der Gewichtsblock selbst verschleißt nicht — Stahl, der gestapelt liegt, bleibt Stahl. Verschleiß entsteht an den Teilen, die ihn bewegen.
Der TÜV-Verband benennt die Stelle ausdrücklich: Geräte, „bei denen Gewichte über Seile und Seilrollen bewegt werden“, können „an diesen hoch belasteten Stellen von erhöhtem Verschleiß betroffen“ sein. Das trifft auf jede Station in diesem Vergleich zu.
Zwei bauartspezifische Punkte kommen hinzu. Die Führungsstangen bekommen Riefen, wenn der Block verkantet — und ein Block, der sich nur schwer anheben lässt, deutet genau darauf hin. Und der Steckstift schlägt die Bohrungen aus, wenn er unter Last eingeführt wird statt im entlasteten Zustand.
Die Prüfung dauert fünf Minuten und braucht kein Werkzeug: Seil über den vollen Weg durch die Hand laufen lassen, Rollen einzeln drehen, Stift in jeder Position einstecken. Die vollständige Anleitung steht in der Wartungs- und Prüfanleitung.
Was der Steckbolzen über die Bauqualität verrät
Der Stift ist das billigste Teil der ganzen Station und das aussagekräftigste. Er zeigt, wie genau der Plattenstapel gefertigt ist — und zwar beim ersten Ausprobieren.
Ein gut gefertigter Stapel nimmt den Stift in jeder Position mit demselben, leichten Widerstand auf. Wer für eine Platte deutlich mehr Kraft braucht als für die Nachbarplatte, hat eine Bohrung, die nicht auf der Achse sitzt. Das ist kein Einlaufverhalten, sondern eine Fertigungstoleranz, und sie wird nicht besser.
Der zweite Prüfpunkt ist das Spiel. Ein Stift, der im Loch klappert, schlägt die Bohrung über die Jahre aus — und jede Lastspitze wirkt dann als Schlag statt als Zug. TÜV SÜD weist darauf hin, dass beim Training „dynamische Kräfte“ wirken und „kurzzeitige Belastungsspitzen deutlich höher sein können als das reine Körpergewicht“.
Die Norm erfasst diese Baugruppe unter „Einstellelemente und Verriegelungen“ mit eigener Prüfung. Praktisch heißt das: Wer beim Ausprobieren im Laden nur den Latzug testet, hat die Hälfte übersprungen. Der Stift gehört in jede Position einmal eingesteckt.
Aufbau: warum der Block zuletzt kommt
Bei einer Blockstation ist die Aufbaureihenfolge nicht beliebig. Der Rahmen steht zuerst, dann die Führungsstangen, dann die Seilführung, und erst zum Schluss werden die Platten aufgelegt. Wer den Stapel früher einsetzt, arbeitet den Rest der Montage über einem Gewicht, das man nicht mehr anheben kann.
Der TÜV-Verband formuliert die Regel allgemein und sie trifft hier besonders zu: „beim Aufbau sehr gewissenhaft nach der vorgeschriebenen Schrittfolge vorzugehen und alle Schrauben fest anzuziehen, gegebenenfalls mit Unterstützung einer weiteren Person“.
Die zweite Person ist bei dieser Bauart keine Empfehlung. Führungsstangen müssen exakt parallel sitzen — verspannt verschraubt, läuft der Block danach dauerhaft schwer, und die Riefen an den Stangen entstehen in den ersten Wochen.
Nach dem Aufbau kommt die Nachkontrolle. TÜV SÜD: Alle Schraubverbindungen sind „gemäß Montageanleitung … nachgezogen und in regelmäßigen Abständen kontrolliert“ zu prüfen. Bei einer Station mit 90 Kilogramm Block setzen sich die Verbindungen in den ersten Trainingseinheiten merklich.
Blockstation oder Kabelturm — der Unterschied im Gefühl
Beide Bauarten arbeiten mit Seil und Rolle, aber die Last kommt von verschiedenen Stellen. Bei der Blockstation hebt man einen Stapel, bei einem Kabelturm meist einen Gewichtssatz an einer Zugstange oder ein Widerstandselement.
Der spürbare Unterschied ist die Trägheit. Ein 40-Kilogramm-Stapel beschleunigt langsam und bremst langsam — das verzeiht unsaubere Technik und macht die Bewegung gleichmäßig. Ein leichterer Aufbau reagiert direkter und verlangt mehr Kontrolle.
Der zweite Unterschied ist die Bewegungsfreiheit. Eine Blockstation führt die Bewegung über feste Anlenkpunkte, ein Kabelturm mit frei einstellbarer Höhe lässt mehr Richtungen zu. Für geführtes Krafttraining ist das erste besser, für funktionelle Übungen das zweite.
Wer beides erwägt, findet die kompakten Kabellösungen im Vergleich der kompakten Stationen — dort geht es allerdings vor allem um Platz, nicht um das Widerstandsgefühl.
Wo die Kinderfrage bei dieser Bauart liegt
Ein freiliegender Plattenstapel mit steckendem Stift ist für ein Kind eine Einladung. Die Norm führt „Fangstellen für den Benutzer“ und „Einzugspunkte“ als eigene Prüfgegenstände genau deshalb.
Hinzu kommt eine Abgrenzung, die kaum zitiert wird: Die Trainingsgerätenorm gilt nicht für Geräte, „die für eine Nutzung durch Kinder unter 14 Jahren vorgesehen sind“ — außer für Bildungszwecke unter Aufsicht. Ein Heimgerät der Klasse H ist für Erwachsene geprüft, und für die Nutzung durch ein Zwölfjähriges macht die Norm keine Aussage.
Die Prüforganisationen füllen das mit Verhaltensempfehlungen. TÜV SÜD rät Haushalten mit Kindern, Geräte „so zu platzieren oder sichern, dass sie nicht unbeaufsichtigt genutzt oder als Spielgerät zweckentfremdet werden können“. Der TÜV-Verband warnt vor „Schürfwunden, Reibungsverbrennungen und sogar Fingeramputationen“, wenn Kinderhände in bewegliche Teile geraten.
Praktisch heißt das bei einer Blockstation: Stift abziehen und verwahren, wenn nicht trainiert wird. Ohne Stift lässt sich der Block nicht anheben.
Für wen diese Bauart passt und für wen nicht
Sie passt, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein Raum, in dem das Gerät stehen bleiben darf, ein Untergrund, der die Punktlast trägt, und der Wunsch nach einer Last, die sich in festen Stufen steigern lässt.
Sie passt nicht in Mietwohnungen über fremden Wohnräumen, wenn abgesetzte Gewichte nicht vermeidbar sind. Der Körperschall ist konstruktionsbedingt und lässt sich nur mindern, nicht abstellen.
Sie passt auch nicht bei knapper Grundfläche. Blockstationen sind tief, weil der Stapel Platz braucht, und bewegen sich nicht durch Türen. Kabeltürme und wandmontierte Lösungen stehen im Vergleich der kompakten Stationen.
Und sie passt nicht, wenn nur gedrückt werden soll. Der Latzug ist das Merkmal, das eine Kraftstation von einer Bank mit Hanteln unterscheidet — wer ihn nicht braucht, braucht die Station nicht. Diese Abwägung führt der Direktvergleich mit der Hantelbank.
Zwei Angaben, die vor dem Kauf vorliegen müssen
Was dieser Vergleich offenlässt
Die Verwendungsklasse der vier Modelle. Kein Hersteller nennt sie in der Produktbeschreibung; sie steht auf der dauerhaften Kennzeichnung am Rahmen. Welche Teile der Normenreihe gelten, steht im Beitrag zur Norm.
Die effektive Zuggewichtsübersetzung je Station. Hersteller nennen Blockgewicht oder Zuggewicht, aber keine Angabe dazu, welche Übersetzung an welcher Station anliegt.
Die Ersatzteilversorgung. Bei einem Gerät, dessen Zugseil ein Verschleißteil ist, ist das die Frage nach der Lebensdauer — und keiner der vier Anbieter äußert sich dazu.
Und ein unabhängiger Test. Für Heim-Kraftstationen mit Gewichtsblock war kein aktueller, frei zugänglicher Vergleichstest einer neutralen Stelle auffindbar.
Was für diesen Vergleich geprüft wurde
Kein Eigentest. ASIN, Verfügbarkeit, Bild, Sternewert und Bewertungszahl wurden am 12.09.2026 einzeln auf der jeweiligen Amazon-Produktseite abgelesen; alle vier Modelle waren lieferbar. Technische Daten sind Herstellerangaben. Normbezeichnungen und Prüfgegenstände stammen aus den Normenkatalogen, Praxishinweise von TÜV SÜD und TÜV-Verband.
- Austrian Standards: DIN EN ISO 20957-2:2024-12, Widerstand durch Steckgewichte
- DIN Media: Prüfgegenstände Seile, Seilrollen, Einzugspunkte, Fangstellen, Verriegelungen
- Austrian Standards: Klassen H, S und I, Ausschluss für Kinder unter 14 Jahren
- TÜV SÜD, 05.02.2026: Körpergewicht und Trainingslast, Trainingsmatte, Kinder
- TÜV-Verband, 19.01.2023: Verschleiß an Seilen und Rollen, Untermatten, Standfestigkeit
- Dione HG3: 45 kg erweiterbar auf 100 kg, 110 kg Eigengewicht (Herstellerangabe)
- Sportstech HGX100/HGX200: über 40 Übungen, Verriegelung für Gewichte und Stangen (Herstellerangabe)
FAQ
Häufige Fragen
Was sind Steckgewichte bei einer Kraftstation?
Steckgewichte sind ein Stapel Metallplatten, aus dem du per Steckbolzen die gewünschte Last wählst. Das Gewicht lässt sich in Sekunden ändern — genau wie an den Zug-Geräten im Fitnessstudio.
Wie viel Gewicht sollte der Gewichtsblock haben?
Für Einsteiger reichen 60–70 kg, für Fortgeschrittene sind 90–130 kg sinnvoll. Wichtig ist Reserve nach oben: Am Latzug und an der Beinstation bewegt man schnell mehr, als man denkt.
Sind Steckgewichte besser als ein Widerstandssystem?
Sie fühlen sich klassisch an und sind günstig, machen aber mehr Geräusch und wiegen viel. Widerstandssysteme wie TNT sind leiser und leichter, mit anderem Zuggefühl. Für die Muskeln funktioniert beides.
Kann man den Gewichtsblock später erweitern?
Bei vielen Geräten ja — passende Zusatzplatten des Herstellers lassen sich aufstocken. Prüfe vor dem Kauf, ob und mit welchen Platten sich der Block erweitern lässt, wenn du dich steigern willst.
Wie schwer und stabil sind Kraftstationen mit Steckgewichten?
Durch den Gewichtsblock sind sie schwer und stehen dadurch sehr satt. Das ist ein Vorteil für die Stabilität, macht das Verschieben aber schwer — der Stellplatz sollte gut gewählt sein.
Sind Steckgewichte laut?
Beim Absetzen der Platten entsteht ein metallisches Geräusch. Gummierte Anschläge und eine Trainingsmatte dämpfen das; wer maximale Ruhe will, ist mit einem Widerstandssystem besser bedient.
Für wen lohnt sich eine Station mit Steckgewichten?
Für alle, die das klassische Studio-Feeling und schnelles Gewichtswechseln wollen und den Platz sowie das Gewicht des Blocks unterbringen können. Details stehen im Kaufleitfaden.