Crosstrainer kaufen: worauf achten? (Leitfaden)
Crosstrainer kaufen in zehn Schritten: Kein Gerät überzeugte im Warentest 2022 — was das für Schrittlänge, Belastbarkeit, Prüfzeichen und Schadstoffe bedeutet.
„Kein Crosstrainer aus unserem Test konnte insgesamt überzeugen. Manche sind sogar in mehreren Punkten mangelhaft." So beginnt Stiftung Warentest den Bericht zum Test vom 26.01.2022, in dem acht Geräte geprüft wurden. Das ist der ungewöhnlichste Ausgangspunkt für eine Kaufberatung, den wir kennen — und der Grund, warum diese Seite mit dem beginnt, was man prüfen kann, statt mit dem, was beworben wird.
Was im Test von 2022 konkret durchfiel
Drei Befunde stehen im frei zugänglichen Teil. Erstens die Leistungsanzeige: Die Prüfer stellten „zum Teil Abweichungen von 50 Prozent zwischen der per Display eingestellten und der tatsächlich vom Gerät verlangten Leistung" fest — bei Geräten der Genauigkeitsklasse HA, die bis 50 Watt nur 5 Watt und darüber höchstens 10 Prozent abweichen dürfen. Zweitens die Handläufe: Die Norm verlangt, dass sie einen Zug mit dem zugelassenen Maximalgewicht aushalten; genau ein Gerät bestand das befriedigend. Drittens die Schadstoffe: In sechs von acht Geräten fanden sich krebserregende PAK oder Phthalat-Weichmacher, fünf davon waren deshalb mangelhaft.
In der wichtigsten Teilprüfung „Trainieren“, die mit 50 Prozent in die Gesamtnote einging, war nur ein einziges Gerät gut. Und die Bewertungslogik verschärft das: Lautete das Urteil zu Sicherheit und Haltbarkeit mangelhaft, konnte das Qualitätsurteil nicht besser sein. Ein neuerer Crosstrainer-Test der Stiftung Warentest ist nicht auffindbar — das ist der aktuelle Stand.
Schritt 1: Den Platz messen, bevor man Geräte vergleicht
Die Herstellerangaben gehen weit auseinander, und die strengste ist die brauchbare. Life Fitness schreibt zum X1: „Um das Gerät herum einen Freiraum von mindestens 30,5 cm (12 Zoll) lassen.“ NordicTrack verlangt für das Commercial 12.9 „einen Freiraum von mindestens 0,9 m vorn und hinten und je 0,6 m auf beiden Seiten". Taurus und cardiostrong formulieren: „Der Freibereich in der Richtung, aus der der Zugang zum Trainingsgerät erfolgt, muss mindestens 0,6 m größer als der Übungsbereich sein."
Bei den Stellmaßen reicht die Spanne von rund 62 × 55 Zentimetern bei ultrakompakten Klappgeräten über 110 × 61 × 156 Zentimeter bis zu 157 × 58 × 169 und 145 × 88 × 165 Zentimetern. Das schwerste Gerät der geprüften Anleitungen wiegt netto 131 Kilogramm — eine Zahl, die den Aufstellort endgültig festlegt.
Schritt 2: Die Raumhöhe abschätzen — ohne Formel
Auf dem Crosstrainer steht man erhöht, und die Pedale bewegen sich nach oben. Trotzdem nennt keine der geprüften Anleitungen eine Mindestraumhöhe. Die kursierenden Formeln aus Körpergröße plus Pedalhöhe plus Sicherheitsabstand stammen ausschließlich aus Ratgeber- und Shoptexten; wir geben deshalb keine an.
Belegbar ist stattdessen ein Wert, den einige Hersteller angeben: die Schritthöhe. cardiostrong nennt für das FX30 „Schrittlänge: 39 cm / Schritthöhe: 18 cm / Schrittbreite: 10 cm“. Diese 18 Zentimeter kommen zur Aufbauhöhe des Trittbretts hinzu. Der praktikable Weg bleibt, an der geplanten Stelle mit dem Zollstock zu messen und großzügig zu rechnen — besonders unter Dachschrägen.
Schritt 3: Die Schrittlänge gegen den eigenen Schritt prüfen
Von allen Datenblattzeilen ist sie die folgenreichste, weil sie sich nachträglich nicht ändern lässt. Die geprüften Anleitungen nennen 38 Zentimeter beim cardiostrong EX20, 39 beim FX30 und 58,4 beim Taurus X9.9. Es gibt Geräte mit gerasteter Verstellung — das cardiostrong EX80 nennt 45, 50, 55, 60 und 65 Zentimeter — und solche mit stufenloser elektronischer Verstellung zwischen 45 und 65 Zentimetern.
Eine Zuordnung von Schrittlänge zu Körpergröße konnten wir in keiner Anleitung finden. Wer zu zweit trainiert und deutlich unterschiedlich groß ist, hat mit einem verstellbaren Gerät die einzige belegbare Lösung. Alles andere ist Ausprobieren — im Fachhandel oder innerhalb der Widerrufsfrist.
Schritt 4: Die Belastbarkeit mit Reserve wählen
Die Angaben der geprüften Anleitungen reichen von 120 Kilogramm beim cardiostrong FX30 über 150 beim EX90 Touch bis 180 beim Taurus X9.9. Diese Zahl ist bei Crosstrainern kein beliebiger Wert: Die Norm verlangt, dass die Handläufe einen Zug mit genau diesem Maximalgewicht aushalten — und im Warentest scheiterten daran sieben von acht Geräten.
Wir empfehlen deshalb 20 bis 30 Kilogramm Abstand zur genannten Grenze. Das ist eine redaktionelle Faustregel dieser Seite, keine Normvorgabe; ein Sicherheitsfaktor steht in keinem frei zugänglichen Normtext. Die Geräte mit belegter höherer Tragkraft stehen unter Crosstrainer bis 150 kg.
Drei Angaben, die im Angebot stehen sollten
- Schrittlänge in Zentimetern — fehlt bei vielen Angeboten komplett.
- Klassenangabe auf dem Typenschild: H oder S, dazu A, B oder C.
- Maximales Benutzergewicht, an dem die Norm die Handläufe prüft.
Schritt 5: Die Klassenangabe entschlüsseln
Für diesen Schritt reicht eine Faustregel: Der erste Buchstabe nennt den Verwendungsbereich, der zweite die Genauigkeit der Anzeige. Ein Heimgerät mit hoher Anzeigegenauigkeit trägt die Kombination aus Heim-Kennung und A; alles andere sagt über die Wattanzeige weniger zu. Die Wortlaute aus den Anleitungen stehen im Technikteil.
Ein Gerät mit Verwendungsklasse S ist nicht automatisch besser: cardiostrong ergänzt für das EX90 Touch, für diese Klasse dürfe das Gerät „nur in Bereichen benutzt werden, in denen Zugang, Beaufsichtigung und Kontrolle speziell vom Besitzer geregelt ist". Der zweite Buchstabe ist der wichtigere — er sagt, welche Anzeigetoleranz zugesagt wird.
Schritt 6: Beim Antrieb auf das achten, was messbar ist
Zwei Werbebegriffe halten der Prüfung nicht stand. „Frontantrieb“ und „Heckantrieb“ kommen in keiner der elf geprüften Bedienungsanleitungen vor, ebenso wenig das Wort „Wirbelstrombremse“. Die Hersteller schreiben stattdessen „Elektromagnetische Induktionsbremse“ oder „Elektronisches Magnetbremssystem“. Und für den Zusammenhang zwischen Schwungmasse in Kilogramm und Laufruhe gibt es keine belegte Quelle — weder in der Normbeschreibung noch bei Stiftung Warentest noch in einer Anleitung.
Messbar sind dagegen die Zahl der Widerstandsstufen und der abgedeckte Leistungsbereich. cardiostrong nennt für das EX90 Touch „Widerstandslevel: 16“ und „Min. und max. Watt bei 60 RPM: 59-258 Watt“. Und ob ein Gerät drehzahlunabhängig ist: Finnlo schreibt für das HAM-3279 ausdrücklich, es handle sich „um ein drehzahlunabhängiges Trainingsgerät der Klasse HA". Mehr dazu unter Antrieb und Widerstand.
Schritt 7: Den Stromanschluss mitplanen
Hier gibt es zwei Welten. Manche Geräte brauchen keine Steckdose: Taurus schreibt zum X10.5 Pro „Betrieb: Generator“ und stellt klar, dass das Kapitel zur elektrischen Sicherheit „nicht für Ellipsentrainer mit Generatorantrieb" gilt. Netzgebundene Geräte fordern dagegen konkrete Werte: cardiostrong nennt beim FX30 „einen Netzanschluss von 220 - 230V mit 50 Hertz“ und eine Absicherung mit „16 Ampere, träge“.
Zum Verlängerungskabel widersprechen sich die Hersteller, und die Angaben stehen jeweils in der eigenen Anleitung. Maßgeblich ist deshalb die Anleitung des gekauften Geräts, nicht die allgemeine Praxis. Die Gegenüberstellung der Herstellerangaben steht im Vergleich der Heimgeräte.
Schritt 8: Schadstoffe an den Griffen ernst nehmen
Der Befund aus dem Warentest betrifft genau die Teile mit dauerhaftem Hautkontakt: die Kappen der Handgriffe und den Kunststoff an den Pulsmessern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist PAK ausdrücklich auch in Sportartikeln und Griffen nach und bewertet vorrangig die Aufnahme über die Haut; für eine Reihe dieser Stoffe seien krebserzeugende, erbgutverändernde und teils fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften im Tierversuch belegt.
Beim zweiten Schadstofftyp ist die Lage anders. Das Umweltbundesamt schreibt, Phthalate seien in Weich-PVC chemisch nicht fest gebunden und dünsteten aus Produkten aus; DEHP, DBP und BBP seien EU-weit als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Zugleich hält dasselbe Amt fest, die direkte Aufnahme über die Haut sei „nur bei den kurzkettigen Phthalatestern ausgeprägt, bei den übrigen Phthalatestern ist sie beim Menschen von untergeordneter Bedeutung". Beide Aussagen gehören zusammen genannt.
Schritt 9: Das GS-Zeichen prüfen — und seine Grenze kennen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt für Trainingsgeräte das GS-Zeichen, weil solche Geräte „auf die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte geprüft“ werden, und nennt einen praktischen Hinweis: „Schmieröl-, teerartiger oder mottenkugelähnlicher Geruch an den Griffen kann zum Beispiel ein Hinweis auf krebserregende Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, abgekürzt PAK, sein."
Rechtlich ist das Zeichen belastbar: Nach § 20 Produktsicherheitsgesetz darf es nur eine GS-Stelle zuerkennen, und zwar nur, wenn sie „die Spezifikation angewandt hat, die der Ausschuss für Produktsicherheit für die Zuerkennung des GS-Zeichens ermittelt hat"; die Zuerkennung ist auf höchstens fünf Jahre befristet. Nach § 22 muss die Stelle ab Produktionsaufnahme regelmäßige Kontrollen durchführen und das Zeichen bei Nichterfüllung entziehen.
Die Grenze: Die Spezifikation AfPS GS 2019:01 regelt PAK, nicht Phthalate. Stiftung Warentest prüfte Weichmacher separat „nach Lösemittelextraktion mit GC-MS“. Ein GS-Zeichen deckt also nur einen der beiden 2022 gefundenen Schadstofftypen ab.
Schritt 10: Aufbau und Lieferung realistisch planen
Für Lieferung und Aufbau gilt in diesem Schritt nur eines: Beides ist kein Ein-Personen-Projekt, und die Hersteller schreiben das selbst. Wer allein wohnt, plant eine zweite Person ein oder den Aufbauservice. Gewichte, Kartonmaße und die Frage, wie das Gerät durch ein Treppenhaus kommt, stehen im Vergleich der Heimgeräte.
Ein Punkt aus den technischen Daten, den man vor dem Kauf lesen sollte: cardiostrong definiert Heimgebrauch als „ausschließlich private Nutzung nur im Privathaushalt bis zu 3 Std. täglich“. Wer ein Gerät für mehrere Personen anschafft, sollte diese Angabe prüfen — sie gehört zur Gewährleistungsgrundlage.
Die Widerrufsfrist als Testphase
Aufbauen und Ausprobieren ist erlaubt. Wertersatz ist nach § 357a BGB nur für einen Wertverlust zu leisten, der auf einen Umgang zurückgeht, der zur Prüfung von Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise nicht notwendig war. Genau dafür ist die Frist gedacht — und bei einem Gerät, dessen Schrittlänge man vorher nicht ausprobieren konnte, ist sie der einzige realistische Test.
Wie verbreitet Heimgeräte sind
Zur Einordnung eine amtliche Zahl: Nach der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 des Statistischen Bundesamts standen rund 12,9 Millionen Fitnessgeräte in 10,5 Millionen Haushalten; damit besaß gut jeder vierte Haushalt — 25,6 Prozent — mindestens einen Heimtrainer, fünf Jahre zuvor 23,3 Prozent. Bei Alleinlebenden sind es 18,1 Prozent. Destatis weist darauf hin, dass die Erhebung neu konzipiert wurde und die Vergleichbarkeit mit Vorjahren eingeschränkt ist. Eine gesonderte Quote für Crosstrainer gibt es nicht.
Was für die Bewegungsform spricht
Bei aller Kritik an den Geräten ist die Bewegung selbst gut belegt — besser als fast alles, was in dieser Warengruppe sonst behauptet wird. Die Messungen zur Gelenklast und die Langzeitbeobachtung dazu stehen im Beitrag zur Gelenkbelastung. Für die Kaufentscheidung heißt das: Die Gattung ist die richtige Wahl, die Auswahl innerhalb der Gattung bleibt die Arbeit.
Die Reihenfolge, in der man prüft
Aus den zehn Schritten ergibt sich eine Rangfolge, die von der üblichen Kaufberatung deutlich abweicht. Ganz oben stehen zwei Fragen ohne Gerätebezug: Ist der Freiraum da, und reicht die Raumhöhe? Beide klärt ein Zollstock in fünf Minuten, und beide führen häufiger zum Abbruch als jede technische Angabe.
Danach kommen drei Gerätewerte in fester Ordnung: Schrittlänge vor Belastbarkeit, Belastbarkeit vor Widerstandsstufen. Die ersten beiden setzen harte Grenzen, die dritte erweitert nur den nutzbaren Bereich. Erst danach lohnt der Blick auf Klassenangabe, Prüfzeichen und Stromversorgung — und ganz zum Schluss auf Programme, App-Anbindung und Displaygröße, also genau die Merkmale, mit denen im Handel zuerst geworben wird.
Was sich nach der Lieferung sofort prüfen lässt
Drei Dinge lassen sich in den ersten Minuten feststellen, und alle drei fallen in die Widerrufsfrist. Erstens die Schrittlänge im eigenen Bewegungsgefühl: Ziehen die Pedale den Fuß über die natürliche Schrittweite hinaus oder verkürzen sie ihn spürbar, passt das Gerät nicht. Zweitens die Stabilität der Handläufe — genau der Punkt, an dem der Warentest sieben von acht Geräten nicht befriedigend fand. Man muss dafür nichts messen: Wenn sich der Holm unter Zug sichtbar verwindet, ist das ein Befund.
Drittens der Geruch an den Griffen. Die Verbraucherzentrale nennt „Schmieröl-, teerartiger oder mottenkugelähnlicher Geruch“ als möglichen PAK-Hinweis. Das ist kein Nachweis, aber ein Anlass, das Gerät zurückzugeben, statt es zwei Jahre lang täglich anzufassen. Alle drei Prüfungen sind vom Widerrufsrecht gedeckt — sie dienen der Prüfung von Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise.
Eine Frage liegt vor allen zehn Schritten und wird hier vorausgesetzt: dass es ein Crosstrainer sein soll. Wer das noch nicht entschieden hat, findet die Gegenüberstellung mit der naheliegenden Alternative im Vergleich Laufband oder Crosstrainer.
Wovon wir abraten
Von Angeboten ohne Schrittlängenangabe, weil genau dieser Wert das Bewegungsgefühl bestimmt. Von Angeboten, die ausschließlich mit Schwungmasse und Antriebsart werben, weil beide Angaben keine belegte Wirkungsaussage tragen. Und von Geräten, deren Belastbarkeit knapp über dem eigenen Gewicht liegt — an dieser Zahl prüft die Norm die Handläufe, und dort fiel der Warentest aus. Die Modelle im Überblick stehen im Vergleich, die Heimgeräte im Vergleich der Heimgeräte und die Anwendung im Trainingsleitfaden.
Neu oder gebraucht?
Der Gebrauchtmarkt ist bei Crosstrainern größer als bei Laufbändern, weil die Geräte weniger Verschleißteile haben. Zwei Punkte verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Erstens die Handläufe: Wenn die Norm den Zug mit dem Maximalgewicht prüft und im Warentest sieben von acht Geräten daran scheiterten, ist ein gebrauchtes Gerät mit ausgeschlagenen Gelenken an dieser Stelle nicht besser geworden. Zweitens die Kunststoffteile — PAK und Weichmacher verschwinden nicht mit der Zeit; das Umweltbundesamt beschreibt für Phthalate ausdrücklich, dass sie ausdünsten und sich durch Abrieb verteilen.
Praktisch prüfbar ist der Rest vor Ort: Läuft die Bewegung ohne Knacken durch den gesamten Zyklus? Lassen sich alle Widerstandsstufen einstellen, und ändert sich dabei spürbar etwas? Sitzen die Pedale fest, oder haben die Achsen Spiel? Bei einem Gerät mit Generator- oder Self-Generating-System lässt sich das ohne Steckdose prüfen; bei netzgebundenen Geräten gehört das Netzteil zum Test dazu.
Zu Stromverbrauchszahlen für Crosstrainer haben wir keine neutrale Quelle gefunden — weder bei einer Behörde noch bei Stiftung Warentest. Belegbar ist nur die Bauartfrage: Geräte mit Generator- oder Self-Generating-System erzeugen ihre Energie aus der Bewegung und brauchen gar keinen Netzanschluss. Netzgebundene Geräte fordern nach Herstellerangabe eine Absicherung mit 16 Ampere träge, was eine Aussage über die Auslegung des Stromkreises ist, nicht über den tatsächlichen Verbrauch.
Was dagegen belegbar Geld kostet, ist ein Fehlkauf. Deshalb noch einmal die Reihenfolge: Erst messen, dann Schrittlänge und Belastbarkeit prüfen, dann das Prüfzeichen, dann alles andere. Die Geräte im Überblick stehen unter Crosstrainer bis 150 kg und im Vergleich für zuhause.
Worauf diese zehn Schritte beruhen
Die zehn Schritte oben stützen sich auf den frei zugänglichen Teil des Warentests von 2022, auf Gesetzes- und Normbezeichnungen sowie auf elf Original-Bedienungsanleitungen, die für diesen Cluster im Volltext ausgewertet wurden. Jede Zahl in dieser Beratung stammt aus einer dieser drei Ebenen; wo keine vorliegt, steht das ausdrücklich da.
- Stiftung Warentest (26.01.2022): kein Gerät überzeugte, Wattabweichungen, Handläufe, Schadstoffe
- Stiftung Warentest: Prüfmethodik, Gewichtung, Schadstoffprüfung nach AfPS GS 2019:01 PAK
- DIN/SNV: Titel und Ausgabestand der Ellipsentrainer-Norm DIN EN ISO 20957-9:2019
- ProdSG § 20: GS-Zeichen nur nach AfPS-Spezifikation, Befristung auf höchstens fünf Jahre
- ProdSG § 22: laufende Produktionskontrolle, Entzug bei Nichterfüllung
- AfPS GS 2019:01 PAK: Griff- und Kontaktflächen maßgeblich, Grenzwerte nach Kontaktdauer
- Bundesinstitut für Risikobewertung: PAK in Sportartikeln und Griffen, Aufnahme über die Haut
- Umweltbundesamt: Phthalate dünsten aus Weich-PVC aus, DEHP/DBP/BBP als fortpflanzungsgefährdend
- Umweltbundesamt: Hautaufnahme nur bei kurzkettigen Phthalatestern ausgeprägt
- Verbraucherzentrale: GS-Zeichen bei Trainingsgeräten, Geruch an Griffen als PAK-Hinweis
- BGB § 357a: Wertersatz nur für Umgang jenseits der Funktionsprüfung
- Statistisches Bundesamt: 25,6 Prozent der Haushalte besaßen 2023 mindestens einen Heimtrainer
- Taurus X9.9, Bedienungsanleitung: Geräteklassen, 180 kg, Freibereich, Verlängerungskabel
- cardiostrong FX30: Schritthöhe 18 cm, 220–230 V, 16 A träge, Heimgebrauch bis drei Stunden
- cardiostrong EX90 Touch: 16 Stufen, 59–258 Watt, Verwendungsklasse S, Aufbau zu zweit
- NordicTrack Commercial 12.9: 0,9 m Freiraum, Montage zu zweit, kein Verlängerungskabel
- Life Fitness X1: 30,5 cm Freiraum rings um das Gerät
- Kaplan et al., Gait & Posture (2014): 73 Prozent Körpergewicht auf dem Crosstrainer
- Schirò et al., Skeletal Radiology (2021): geringste Zunahme struktureller Kniegelenkschäden
- Compendium of Physical Activities: Ellipsentrainer 5,0 MET moderat, 9,0 MET intensiv
FAQ
Häufige Fragen
Welche Schwungmasse sollte ein Crosstrainer haben?
Je schwerer, desto flüssiger der Lauf. Einsteiger ab ca. 6–8 kg, für ein sehr rundes Gefühl eher 15 kg und mehr. Die Position (vorn/hinten) beeinflusst das Gefühl zusätzlich.
Wie lang sollte die Schrittlänge sein?
Mindestens etwa 40 cm für einen ergonomischen Ablauf; größere Menschen brauchen 45–50 cm. Zu kurze Schritte stauchen die Bewegung.
Welche Belastbarkeit brauche ich?
Wähle das maximale Nutzergewicht mit Puffer nach oben — das sorgt für Standfestigkeit und Haltbarkeit. Ein schwereres Eigengewicht des Geräts läuft ruhiger.
Ist ein App-fähiger Monitor wichtig?
Nice-to-have. Für Motivation und Verlaufsdaten hilfreich (Kinomap, Zwift), fürs reine Training aber nicht entscheidend — Grundwerte reichen.
Klappbar oder feststehend?
Bei wenig Platz klappbar. Achte auf einfaches Klappen und einen stabilen Stand — sehr leichte Falter wackeln bei kräftigem Tritt eher.
Ist ein Crosstrainer für Senioren geeignet?
Gut geeignet, weil gelenkschonend und stoßfrei. Achte auf einen niedrigen Einstieg, guten Halt an den Griffen und einen kippsicheren Stand; bei Vorerkrankungen ärztlich abklären.
Wie wichtig sind Garantie und Ersatzteile?
Wichtig bei einem bewegten Gerät. Achte auf faire Garantie und verfügbare Ersatzteile (Pedale, Lager, Konsole) — hier trennt sich Marke von No-Name.